Cover-Bild Die Stunde des Opfers
10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Klassisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 01.06.2018
  • ISBN: 9783492311342
Anna Carls

Die Stunde des Opfers

Kriminalroman

Rebekkas Leben gerät völlig aus den Fugen: Zuerst verschwindet Jamal, ihr Lebensgefährte, dann stellt sich heraus, dass er unter falscher Identität bei ihr gelebt hat. Und auf ihrer Terrasse findet sie die schrecklich zugerichtete Leiche einer Obdachlosen – der Beginn einer grausamen Mordserie. Jamal schickt ihr geheimnisvolle Botschaften, und die Polizei ist überzeugt, dass er der Täter ist. Doch Rebekka kann das nicht glauben ....

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.07.2018

Die Stunde des Opfers

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Rebekka ist glücklich. Mit ihrem Lebensgefährten Jamal scheint sie endlich auch einmal Glück in der Liebe zu haben. Doch von einem Tag auf den anderen ist plötzlich alles anders. Jamal verschwindet spurlos, ...

Rebekka ist glücklich. Mit ihrem Lebensgefährten Jamal scheint sie endlich auch einmal Glück in der Liebe zu haben. Doch von einem Tag auf den anderen ist plötzlich alles anders. Jamal verschwindet spurlos, dafür entdeckt Rebekka auf ihrer Terrasse eine tote Frau! Die Polizei ist schnell davon überzeugt, dass Jamal der Mörder der Frau sein muss. Rebekka kann das nicht glauben. Aber warum ist Jamal verschwunden?

Mein Leseeindruck:

Ich habe von der Autorin unter ihrem Namen "Barbara Wendelken" schon einige Bücher gelesen, die mir alle sehr gut gefallen haben, daher war ich sehr gespannt und neugierig auf diesen neuen Kriminalroman. Ich wurde nicht enttäuscht.

Die Handlung rund um Rebekka und ihrer Suche nach der Wahrheit über Jamal bzw. die Suche nach dem Mörder hat mir sehr gut gefallen! Ich habe mitraten und -rätseln können, was mir sehr viel Spaß gemacht hat.

Von den Charakteren hatte ich ein gutes Bild vor Augen und konnte mich in Rebekka hineinfühlen, auch wenn ich vielleicht nicht immer so gehandelt hätte wie sie. Trotzdem fand ich ihre Reaktionen nachvollziehbar; manchmal vielleicht ein bisschen naiv, aber durchaus sympathisch.

Die Handlung war spannend und es gab Überraschungen, was mir bei Kriminalromanen immer sehr gut gefällt. Hätte ich die Zeit gehabt, hätte ich dieses Buch in einem Rutsch durchlesen können.

Ich freue mich auf hoffentlich noch weitere Bücher von Anna Carls!

Veröffentlicht am 10.07.2018

Hass entstanden aus einer verletzten Seele

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"Der Hass hat seine Kristallisation; sobald man hoffen kann, sich zu rächen, fängt man wieder an zu hassen." (Henri Stendhal)
Rebekka Windmöller, alleinerziehende Mutter der 2-jährigen Amelie könnte glücklicher ...

"Der Hass hat seine Kristallisation; sobald man hoffen kann, sich zu rächen, fängt man wieder an zu hassen." (Henri Stendhal)
Rebekka Windmöller, alleinerziehende Mutter der 2-jährigen Amelie könnte glücklicher nicht sein. Vor kurzem hat sie den Biologen Dr. Jamal Aziz kennen und lieben gelernt. Gegen die Ratschläge ihrer Schwester Hedda lässt sie ihn bei sich einziehen. Doch dann hat sie eine Art Tagtraum bei der Arbeit, wie sie es schon damals bei ihrer Mutter hatte als danach was passiert war. Schnell eilt sie nach Hause, Jamal der eigentlich auf Amelie aufpassen sollte und von Amelie selbst fehlt jede Spur. Als sie kurz darauf einen Anruf ihrer Schwester erhält, das Amelie bei ihr ist, ist sie sichtlich erleichtert. Aber was ist mit Jamal, der eigentlich Amelie abholen hätte sollen? Immer suspekter wird es, als ihre Tochter am nächsten Tag eine Obdachlose tot auf ihrer Terrasse findet. Diese wurde über längere Zeit brutal misshandelt, gefoltert und mit einem Genickschuss getötet. Danach wurden Augen, Mund und Ohren mit Klebstoff verschlossen wie bei den drei weisen Affen. Ist dies ein Hinweis das sie was mitbekommen hat und was soll nicht gesehen, gesagt und gehört werden? Kommissar Adrian Sandersberg, erst seit kurzem in Oldenburg übernimmt den Fall zusammen mit einem sehr eigenwilligen Team. Als kurz darauf ein weiterer Toter mit denselben Anzeichen gefunden wird, geht Adrian von einem Serientäter aus. Hat der verschwundene Jamal etwas mit diesen Morden zu tun? Als Rebekka mysteriöse SMS bekommt, macht sich Sandersberg ernsthaft Sorgen auch um ihr Leben.

Meine Meinung:
Ich kenne die Autorin bisher nur von ihren Krimis als Barbara Wendelken. Doch ich muss sagen mit diesem Krimi, als Anna Carls konnte sie mich fast noch mehr überzeugen. Das düstere, unheimliche Cover und vor allem der Klappentext haben mich neugierig gemacht. Ich bereue es auch nicht auf dieses Buch aufmerksam geworden zu sein, den es hat mich von Anfang bis Ende in den Bann gezogen. In diesem hoch psychologischen Kriminalfall konnte ich einmal mehr wieder mitraten und auf Tätersuche gehen. Ich kam mir manchmal vor wie in einem Labyrinth, wenn ich jemand in Verdacht hatte, musste ich diesen wenig später wieder revidieren. Eingeteilt nicht in Kapitel, sondern Tage verfolgen wir die Suche nach einem Serientäter. Der Schreibstil ist sehr gut, spannend, geradezu fesselnd so das ich das Buch kaum mehr weglegen konnte. Die Autorin lässt ihre Opfer jetzt nicht detailliert und blutig bis zum Ende leiden, aber sie geht schon intensiv auf die Eigenarten des Täters ein. Der Plot allein ist schon durch seinen psychologischen Aspekt des Serientäters und dessen Vergangenheit außerordentlich interessant. Die Charaktere sind mir anfänglich einige recht unsympathisch, bis auf Rebekka. Sie werden zwar im Laufe der Geschichte teils etwas einfühlsamer, allerdings haben fast alle ihre Eigenarten. Allen voran das Team von Adrian Sandersberg, das aus der transsexuellen Polizistin Diana und Kaatje einer jungen, unerfahrenen Kripobeamtin besteht. Einzelgänger Adrian Sandersberg selbst empfand ich als ein ziemliches Ekel, launisch und arrogant, der erst gegen Ende etwas sympathischer wurde. Während ich Rebekka als sehr akribisch im Job und fürsorglich bei Amelie empfunden habe, war sie für mich eher naiv und leichtgläubig was ihre Partner anbelangt. Sicher hätte man alle Charaktere noch etwas mehr vertiefen können, aber im Anbetracht der Kürze und des Falls war das kaum möglich. Anna Carls Debüt ist für mich ein absolut gelungener Kriminalfall, den ich nur jedem empfehlen kann und der von mir 4 1/2 von 5 Sterne bekommt.

Veröffentlicht am 30.10.2018

gute Unterhaltung & solide Spannung

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Die Stunde des Opfers von Anna Carls (Barbara Wendelken) (Krimi, 2018; Piper)

Bei Anna Carls handelt es sich um das Pseudonym der recht bekannten Autorin Barbara Wendelken, die einfach mal einen neuen ...

Die Stunde des Opfers von Anna Carls (Barbara Wendelken) (Krimi, 2018; Piper)

Bei Anna Carls handelt es sich um das Pseudonym der recht bekannten Autorin Barbara Wendelken, die einfach mal einen neuen Weg in Form eines Einzelkrimis gehen wollte, der mit Die Stunde des Opfers somit vorliegt.

In diesem Krimi gibt es mehrere Handlungsstränge, zum einen den um Rebekka, der in der Ich-Perspektive verfasst ist, als noch einige andere, die aus der Beobachterperspektive geschrieben sind. Der Strang um Rebekka war in meinen Augen der zentralste Punkt und gleichzeitig für mich auch der spannendste Erzählstrang.

Auch der Erzählstrang um den ermittelnden Hauptkommissar fand ich recht interessant.

Allerdings muss ich auch sagen, dass viele der handelnden Personen nicht immer schlüssig handelten, was sich im Laufe der Geschichte immer wieder zeigte.

Insgesamt gesehen hat mir der Krimi aber schon ziemlich gut gefallen, auch wenn ich mir zum Ende hin, nachdem die schon ziemlich überraschende Täterdarstellung erfolgte, das ein oder andere weitere Detail gefehlt hat, damit alles etwas runder rüberkam. Ich mag es einfach, wenn man zum Ende hin nochmal sowas, wie eine Zusammenfassung der Tatumstände bekommt, woraus dann im Idealfall der Ahaeffekt draus resultiert.

Doch trotz der kleinen Schwächen konnte mich der Krimi schon sehr überzeugen, einfach weil der Schreibstil passt, die Geschichte interessant und so geschrieben ist, dass man gerne am Ball blieb, sie mich sehr gut unterhalten hat und eine solide Spannung, wenn auch keine Hochspannung gegeben waren.
Rezension
Fazit:

Wer einen soliden Krimi ohne viel Chi Chi sucht und einfach auf gute Krimiunterhaltung aus ist, dem könnte Die Stunde des Opfers durchaus gefallen. Das ein oder andere Detail hätte noch besser überarbeitet gewesen sein können, aber im Großen und Ganzen ist der Fall gelungen. Mal sehen, ob es einen zweiten Fall geben wird.
Note: 2

Veröffentlicht am 16.08.2018

Die Stunde des Opfers

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Rebekka Windmöller ist alleinerziehend und geht eine neue Beziehung ein, mit Jamal ist sie sehr glücklich, da er sich auch sehr liebevoll um die kleine Tochter kümmert.
Doch dann verschwindet Jamal plötzlich ...

Rebekka Windmöller ist alleinerziehend und geht eine neue Beziehung ein, mit Jamal ist sie sehr glücklich, da er sich auch sehr liebevoll um die kleine Tochter kümmert.
Doch dann verschwindet Jamal plötzlich und furchtbare Ereignisse überschlagen sich. Es stellt sich heraus, Jamal war nicht der, für den er sich ausgegeben hat. Schon nach dem ersten Mord, der geschieht, wird natürlich sofort Jamal verdächtigt. Doch der ist und bleibt verschwunden und die Mordserie geht weiter.
Immer wieder erhält Rebekka merkwürdige Nachrichten von Jamal und der Verdacht erhärtet sich dadurch nur noch mehr.
Sehr sympathische Charaktere, vor allem die Riege der Ermittler sind speziell ausgewählt. Empfehle Autorin und Krimi gern weiter.

Veröffentlicht am 30.07.2018

Späte Rache

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Die Journalistin Rebekka Windmöller hat es als alleinerziehende Mutter nicht leicht. Daher war sie froh, dass sie mit Jamal nicht nur eine glückliche Beziehung hatte, sondern auch jemanden, der sich zeitweise ...

Die Journalistin Rebekka Windmöller hat es als alleinerziehende Mutter nicht leicht. Daher war sie froh, dass sie mit Jamal nicht nur eine glückliche Beziehung hatte, sondern auch jemanden, der sich zeitweise um die kleine Amelie kümmerte. Doch dann ist Jamal verschwunden und am nächsten Tag liegt auch noch eine Tote auf ihrer Terrasse. Rebekka versteht die Welt nicht mehr.
Hauptkommissar Adrian Sandersfeld ist gerade erst von Berlin nach Oldenburg gekommen und sein neuer Vorgesetzter ist nicht sehr erfreut über den Neuzugang. Adrian steht unter Druck und kurz darauf gibt es wieder einen Toten.
Das Buch lässt sich gut und zügig lesen. Die Geschichte ist aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, wobei die Sicht von Rebekka den größten Teil einnimmt. Die Tätersicht erfahren wir aus Nachrichten an eine Gloria, doch es dauert eine Weile bis man weiß, worum es ihm geht. Ich war sehr erschüttert, als ich erfahren habe, was ihn zu seinem Rachefeldzug gebracht hat.
Was haben die Obdachlose Martha und der erfolgreiche Eventmanager Wolfgang Mehring miteinander zu tun? Es ist ein merkwürdiger Fall mit dem es Adrian zu tun bekommt und von seinem Team, bestehend aus der Transsexuellen Diana Leschnik und der blutigen Anfängerin Kaatje Eichner, hält er nicht viel. Adrian kam anfangs sehr kalt herüber, aber es zeigt sich, dass auch er Gefühle hat, die ihm zusetzen. Er ist aber auf jeden Fall ein guter Polizist, denn er geht jeder Spur nach, auch wenn sie abwegig erscheint.
Rebekka ist keine perfekte Mutter, aber sie liebt ihre Tochter Amelie über alles. Daher kann ich ihre zwiespältigen Gefühle nachvollziehen. Aber manche ihrer Handlungsweisen habe ich überhaupt nicht verstanden, sie agierte häufig sehr naiv.
Aber insgesamt sind die Charaktere sehr gut und individuell gezeichnet. Es gab mehrere Verdächtige, doch ich hatte mich relativ früh auf einen festgelegt und wurde am Ende bestätigt.
Die Spannung war von Anfang an da, aber am Ende wurde es dann noch richtig dramatisch.
Mir hat dieser Krimi gut gefallen.