Cover-Bild Unlearn Patriarchy
(5)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 27.06.2024
  • ISBN: 9783548068602

Unlearn Patriarchy

Mit Beiträgen von Madeleine Alizadeh, Teresa Bücker, Kübra Gümüşay, Emilia Roig, Kristina Lunz u.v.a. | Feministische Impulse für Wege aus dem Patriarchat
Lisa Jaspers (Herausgeber), Naomi Ryland (Herausgeber), Silvie Horch (Herausgeber)

Obwohl wir inzwischen im 21. Jahrhundert leben, herrscht noch immer das Patriarchat.

Warum zur Hölle ist das so? Und was kann jede: r persönlich dazu beitragen, die häufig unbewussten toxischen Strukturen zu erkennen und aufzulösen? Dieser Sammelband mit bekannten Autor:innen bietet Hilfestellung. Sich gegen das Patriarchat zur Wehr zu setzen, ist besonders im Alltag schwierig. Denn Vieles ist uns so vertraut, dass wir es gar nicht hinterfragen. Sogar bekennende Feminist:innen tappen immer wieder in die gleichen Fallen. Wir schließen Frauen durch Sprache aus, folgen veralteten Vorstellungen von einer glücklichen Kleinfamilie inklusive traditionellen Rollenbildern. Oder wir passen uns männergemachten und kapitalistischen Strukturen an, wenn wir im Beruf erfolgreich sein wollen. Die Beitragenden der Anthologie UNLEARN PATRIARCHY berichten von ihren Erfahrungen und spüren eigenen fatalen Denkmustern nach. Sie zeigen, wie über alle Gesellschaftsbereiche hinweg von Sprache und Liebe über Arbeit bis hin zu Politik, Bildung oder Identität die patriarchalen Handlungsmuster gebrochen werden können und ein besseres Leben für alle möglich wird. 

»Große strukturelle Denkhindernisse werden in diesem Buch von klugen Köpfen analysiert. Sie helfen zu verlernen, was Gegenwart und Zukunft zerstört!« Luisa Neubauer

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.12.2024

Ganz ganz toll!

0

Ein tolles Buch mit diversen Beiträgen zu verschiedenen Themen und persönlichen Anekdoten. Habs sehr sehr geliebt!

Ein tolles Buch mit diversen Beiträgen zu verschiedenen Themen und persönlichen Anekdoten. Habs sehr sehr geliebt!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 30.05.2025

Ein kraftvoller, zugänglicher und notwendiger Beitrag zu einem intersektionalen Feminismus, der bei uns selbst beginnt.

0

Mit "Unlearn Patriarchy" legt der Ullstein Verlag zwei bemerkenswerte Essaybände vor, die den Nerv der Zeit treffen. Band 1 erschien 2022, Band 2 folgte 2024 – beide jeweils als 352 Seiten starke Sammlung ...

Mit "Unlearn Patriarchy" legt der Ullstein Verlag zwei bemerkenswerte Essaybände vor, die den Nerv der Zeit treffen. Band 1 erschien 2022, Band 2 folgte 2024 – beide jeweils als 352 Seiten starke Sammlung von Einzelessays. Die Herausgeberinnen Lisa Jaspers, Naomi Ryland und Silvie Horch (Band 1) sowie Emilia Roig, Alexandra Zykunov und erneut Silvie Horch (Band 2) haben jeweils eine Vielzahl prominenter, engagierter und intersektional denkender AutorInnen versammelt. Insgesamt vereinen die beiden Bände Beiträge von über 30 Stimmen – darunter Kübra Gümüşay, Kristina Lunz, Teresa Bücker, Emilia Roig, Ise Bosch, Linus Giese (Band 1) sowie Ireti Amojo, Melina Borčak, Nicole Seifert, Rebecca Maskos, Mandy Mangler und viele weitere (Band 2).

Die Essays durchdringen zentrale gesellschaftliche Themen wie Gender, Macht, Kapitalismus, Sprache, Sexualität, Rassismus, Klasse, Gesundheit, Recht oder Literatur – stets mit dem Ziel, patriarchale Muster zu erkennen, zu hinterfragen und zu überwinden. Da beide Bände ähnlich aufgebaut sind und eine untrennbare Einheit bilden, fasse ich meine Eindrücke zu den beiden Hörbüchern in einer Sammelrezension zusammen.


Meine Eindrücke


„Aber wir sind doch schon gleichberechtigt – was wollt ihr denn noch?“ Sätze wie dieser zeigen gemeinsam mit den Statistiken zu Femiziden, Lohnungleichheit und sexualisierter Gewalt, der fehlenden Repräsentation und nicht zuletzt der alltäglichen, oft unsichtbare Abwertung des Weiblichen, wie tief patriarchale Strukturen in unserer Gesellschaft verwurzelt sind und vor allem: dass wir noch noch lange nicht am Ziel sind. Und wie könnte wir auch, wenn wir als Gesellschaft Sexismus immer noch unbewusst in Form von internalisierter Misogynie, in unserer Sprache, Erwartungen, Rollen- und Selbstbildern mitttragen? Die Autorinnen und Herausgeberinnen erklären bereits im Vorwort: Wir alle sind in patriarchalen Strukturen sozialisiert worden, die uns so vertraut sind, dass wir sie kaum mehr bemerken. Genau hier setzt die Essay-Sammlung "Unlearn Patriarchy" an. Aufgeteilt in einzelne Beiträge fordert sie uns auf, vertraute Denkmuster zu erkennen, zu hinterfragen und bewusst zu verlernen – nicht, um von einem Tag auf den anderen „frei“ zu sein, sondern um überhaupt erst klar sehen zu können, wie tief diese Muster reichen und wie sehr sie unser Denken, Fühlen und Handeln prägen. Denn erst wenn wir beginnen, unsere erlernten Wahrheiten zu dekonstruieren, wird der Blick frei für das, was möglich ist – jenseits der scheinbaren Alternativlosigkeit patriarchaler Normalität.

"Wirkliche Neutralität kann es in einem diskriminierenden System nicht geben, vielmehr werden die Ungerechtigkeiten dieses Systems immer mit aufrechterhalten, indem sie im Namen vermeintlicher Neutralität ausgeblendet werden."


Diesem hehren Ziel nähert sich Band 1 über insgesamt 15 Essays zu den Themen Sprache, Gender, Liebe und Sex, Familie, Rassismus, Identität, Bildung, Kapitalismus, Politik und Macht, Geld und Technologie. Band 2 führt die Analyse in 13 weiteren Beiträgen fort, die sich unter anderem auf Recht, Krieg, Klasse, Gesundheit, Religion und Literatur beziehen. Auch wenn die Beiträge mit unterschiedlicher inhaltlicher Tiefe und wissenschaftlichem Anspruch geschrieben sind, zeigen sie doch allesamt sehr gelungen auf, wie tiefgreifend patriarchale Strukturen wirken, in scheinbar neutralen Bereichen wie Forschung, Sprache oder Recht ebenso wie in Alltag und Beziehung. Dabei waren manche Themen und Erkenntnisse bereits bekannt, manches wurde aufgefrischt und einiges war auch neu. Das zeigt, dass diese Art von Bücher wertvoll sind, aber wahrscheinlich selten die richtige Zielgruppe erreicht: Männer, die sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt haben. Umso wichtiger ist es, sie weiterzuempfehlen. Denn mit dem Lesen dieser Bücher ist es natürlich nicht getan. Aber "Unlearn Patriarchy" legt eine kraftvolle Grundlage, um Feminismus strukturell, institutionell und intersektional neu zu denken – und dabei bei sich selbst anzufangen.

"Die überwältigende Mehrheit der Menschen lebt in heterosexuellen Ehen oder Partnerschaften. Dies mag sich für viele Menschen natürlich anfühlen, aber die Heterosexualität ist größtenteils erlernt und wird gesellschaftlich gefördert und begünstigt. Warum? Weil sie wichtige Funktionen in unserer Gesellschaft erfüllt."

Besonders gelungen finde ich dabei die Vielfalt der Stimmen, die hier zu Wort kommen darf. Beide Bände beeindrucken durch konsequentes intersektionales Denken. In Ablehnung der Falle des "weißen Feminismus" werden Diskriminierungsformen wie Sexismus, Rassismus, Klassismus, Ableismus oder Transfeindlichkeit hier gezielt nicht getrennt betrachtet, sondern als sich überschneidende Systeme verstanden, die gemeinsam analysiert und bekämpft werden müssen. Dementsprechend sind die VerfasserInnen der Beiträge als VertreterInnen verschiedener Schnittstellen ausgewählt. In Konsequenz waren mir manche der AutorInnen inhaltlich und biografisch näher, andere weiter entfernt – doch alle Beiträge sind eloquent, zugänglich, oft emotional, manchmal wütend, immer reflektiert geschrieben. Sie verknüpfen persönliche Erlebnisse mit theoretischen Überlegungen und machen so strukturelle Ungleichheiten unmittelbar nachvollziehbar. Es gibt keinen akademischen Jargon, sondern eine offene Einladung zum Mitdenken, Mitfühlen und Mitverändern. Besonders hervorzuheben sind auch das sorgfältig zusammengestellte Literaturverzeichnis und die Empfehlungen für weiterführende Lektüre sowie die gelungene Lesung des Hörbuchs durch Maya Alban-Zapata.

"Es ist die Stimme des Patriarchats, die uns bestraft, wenn wir es wagen, ein selbstbestimmtes Leben führen zu wollen, wenn wir aus den vorgeschriebenen Rollen und gesellschaftlichen Erwartungen auszubrechen versuchen."



Fazit


Unlearn Patriarchy ist mehr als eine Essaysammlung – es ist ein Weckruf, die eigenen Denkmuster radikal zu hinterfragen und strukturelle Ungleichheit nicht nur zu erkennen, sondern aktiv zu verlernen. Ein kraftvoller, zugänglicher und notwendiger Beitrag zu einem intersektionalen Feminismus, der bei uns selbst beginnt.

Veröffentlicht am 17.01.2026

Breit gefächerte Beiträge für einen guten Einstieg ins Thema

0

Essaysammlungen sind immer eine Sache für sich und naturgemäß sprechen eine:n manche Texte mehr an als andere. Ich fand die Zusammenstellung hier aber wirklich gut gelungen, wenngleich mir der Zusammenhang ...

Essaysammlungen sind immer eine Sache für sich und naturgemäß sprechen eine:n manche Texte mehr an als andere. Ich fand die Zusammenstellung hier aber wirklich gut gelungen, wenngleich mir der Zusammenhang zum Titel nicht immer ganz deutlich erschien. Vielleicht liegt das aber auch nur an meiner Aufmerksamkeit und die Zusammenhänge erschließen sich beim erneuten Lesen.

Ich kenne einige Autor:innen bereits aus ihren eigenen Werken, sodass nicht besonders viele neue Impulse für mich in den Texten steckten. Das liegt sicherlich auch an meiner bereits recht tiefgehenden Beschäftigung mit vielen der thematisierten Aspekte. Für Menschen, die sich diesbezüglich aber noch eher am Anfang befinden und dennoch vielschichtig eintauchen wollen, empfehle ich das Werk in jedem Fall.

Die Vielfältigkeit der Texte hinterlässt mich mit einem guten Gefühl für das große Ganze und damit auch mit ein wenig Hoffnung - dazu haben die Schreibenden mit dem ein oder anderen konkreten Handlungsimpuls auch ganz klar beigetragen. Die meisten Beiträge fand ich zudem wirklich zugänglich geschrieben, nur wenige waren mir etwas zu zäh und kompliziert. Rundum eine gute gewählte Zusammenstellung an Personen und damit auch Themen, die mein Wissen angenehm aufgefrischt und an manchen Stellen sogar erweitert hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2025

Ein wichtiges, spannendes Nachschlagewerk

0

Inhalt:
Diese Sammlung beinhaltet 15 Texte von 17 Autor*innen und in allen Texten setzen sich die Schreibenden mit ihrem Verhältnis zum Patriarchat, ihren Erfahrungen, Erkenntnissen und Wünschen auseinander. ...

Inhalt:
Diese Sammlung beinhaltet 15 Texte von 17 Autor*innen und in allen Texten setzen sich die Schreibenden mit ihrem Verhältnis zum Patriarchat, ihren Erfahrungen, Erkenntnissen und Wünschen auseinander. Sie zeigen persönliche und gesellschaftliche Schwachstellen aber auch Verbesserungsvorschläge auf, laden zum Nachdenken und Überdenken ein und setzen Schwerpunkte in ihrem Fachbereich. Dadurch lesen wir Erfahrungen aus der Politik und der Bildung, lesen von Rassismuserfahrungen und kapitalistischen Zusammenhängen, von Rollenbildern und von Beziehungen.

Meine Meinung:
Das Buch ist mir schon einige Male begegnet. Vor allem Ronja von oceanloveR hat das Buch (und auch die "Fortsetzung") schon oft empfohlen und ich bin froh, dass ich es mir nun endlich gekauft habe. Obwohl ich schon sehr viele feministische (Sach-)Bücher gelesen habe, lerne ich nie aus und während einige der Texte und Themen mir so oder ähnlich schon einige Male begegnet sind, so haben andere Perspektiven mich komplett überrascht und zum Nachdenken angeregt. Auch war ich nicht immer einverstanden mit allen Überlegungen und habe mir selber noch einmal ganz neu eine Meinung bilden können. Das einzige, was mich gestört hat, waren die vielen Repetitionen. Es werden sehr oft ähnliche Floskeln verwendet, es wird fast in jedem Text geschrieben, dass wir uns nun einmal in einem patriarchalen System befinden (was irgendwie nicht in jedem Text erwähnt werden muss, da dies wohl allen klar ist, die dieses Buch lesen) und einige Kernaussagen sind mir persönlich auch zu ähnlich gestaltet. Da hätte ich mir von den Herausgeberinnen gewünscht, dass sie darauf achten, dass sich die Texte mehr unterscheiden und dass gewisse Formulierungen nicht in jedem Text vorkommen, auch wenn sie natürlich in jedem Text stimmen.

Meine Empfehlung:
Meiner kleinen Kritik zum Trotz empfinde ich diese Sammlung als grosse Bereicherung. Sie zeigt ganz verschiedene Perspektiven auf und lässt diverse Stimmen zu Wort kommen, die sich intensiv und gründlich mit ihrem jeweiligen Fachgebiet auseinandergesetzt haben. Ein langer Anhang mit allen Kurzbiografien und einem ausführlichen, zahlreiche Literaturtipps enthaltenden Quellenverzeichnis, machen das Buch zu einem ansprechenden Nachschlagewerk.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 16.08.2024

Gute Impulse

0

Dieses Buch stand schon lange auf meiner Leseliste und nachdem es jetzt endlich als Taschenbuch erschienen ist, habe ich direkt zugeschlagen.
Das Buch ist in verschiedene Kapitel mit jeweils einem unlearn ...

Dieses Buch stand schon lange auf meiner Leseliste und nachdem es jetzt endlich als Taschenbuch erschienen ist, habe ich direkt zugeschlagen.
Das Buch ist in verschiedene Kapitel mit jeweils einem unlearn Thema aufgeteilt, jeweils von einer Person geschrieben. So bekommt man Input zu verschiedenen Themen - aus verschiedenen Sichtweisen.
Wenn man anfängt, sich mit dem Thema Feminismus und Patriarchat zu beschäftigen, ist dieses Buch auf jeden Fall eine Empfehlung- zumal es auch immer wieder weitere Buchempfehlungen gibt und man so einen guten Überblick erhält und sich entscheiden kann, welche Themen man vertiefen möchte. Man bekommt einen guten Eindruck, welche Bereiche des Lebens besonders vom Patriarchat geprägt sind und kann entsprechend eigene Verhaltensweisen und Glaubenssätze überprüfen.
Dennoch vergebe ich lediglich 3/5⭐️, da ich mir teilweise mehr Tiefe gewünscht hätte, ich mich zeitweise über weniger verschachtelte Sätze gefreut hätte und das Unterthema unlearn Geld wirklich maximal unreflektiert dargestellt fand.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere