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Veröffentlicht am 10.04.2021

Die Freiheiten der Hallig

Die Farbe des Nordwinds
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Für Ellen bedeutet das Leben auf der Hallig Freiheit, für Liske ist das Gegenteil der Fall. Die beiden haben in ihrer Jugend einige Wochen gemeinsam auf der Hallig verbracht, dann musste Ellen wieder gehen. ...

Für Ellen bedeutet das Leben auf der Hallig Freiheit, für Liske ist das Gegenteil der Fall. Die beiden haben in ihrer Jugend einige Wochen gemeinsam auf der Hallig verbracht, dann musste Ellen wieder gehen. 20 Jahre später kommt sie als Lehrerin wieder zurück, um endlich das Leben zu führen, von dem sie all die Jahre geträumt hat. Als Ellen und Liske wieder aufeinandertreffen merken beide schnell, dass sich vieles zwischen ihnen verändert hat.

Es gibt zwei Zeitebenen, in denen die Geschichte erzählt wird, zum einen werden die Ereignisse auf der Hallig um 1800 geschildert und zum anderen geht es um das Heute.

Ich hatte am Anfang Schwierigkeiten, in die Erzählung herein zu finden. Meiner Meinung nach sind die Ereignisse so vor sich hin geplätschert und es ist nicht genug passiert. Im weiteren Verlauf hat sich die Handlung aber gesteigert und wurde immer spannender, zum Schluss konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich wollte unbedingt erfahren, wie es ausgeht.

Die Charaktere waren mir zu Beginn ebenfalls etwas zu blass, man hat aber im weiteren Verlauf immer mehr über diese erfahren, was die Story für mich interessanter gemacht hat. Auf der Hallig leben verschiedene Persönlichkeiten; diese Diversität habe ich als sehr positiv empfunden.

Mir haben die Schilderungen von damals sehr gut gefallen, man hat schnell gemerkt, dass das damalige Leben auf der Hallig anstrengend war - und sogar gefährlich. Dadurch, dass nichts beschönigt wurde, wirkt die Geschichte sehr authentisch und informativ. Informativ wird sie auch besonders durch zahlreiche Beschreibungen der Natur und deren Bewohnern. Ich habe wirklich viel über Halligen gelernt, das hätte ich vorher nicht erwartet. Der Roman ist besonders empfehlenswert für Personen, die sich für das Leben im Norden interessieren.

Insgesamt hat mir der Roman gut gefallen. Ich konnte ihn immer wieder zwischendurch lesen, ohne dass mir die Handlung zu anspruchsvoll wurde. Am Anfang war er mir zwar nicht spannend genug, zum Ende hin ist die Spannungskurve jedoch im "Damals" so wie im "Heute" stark angestiegen, deshalb kann ich darüber hinwegsehen.

Ich kann "Die Farbe des Nordwinds" jedem empfehlen, der sich generell für den Norden Deutschlands interessiert und einfach eine interessante Geschichte lesen möchte, die einen gut unterhält.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2021

Mitreißender vierter Teil!

Hope Again
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Inhalt
Everly hatte es in ihrem Leben nicht leicht. Sie und ihre Mutter mussten viele Jahre in Angst vor ihrem Vater leben. Auch wenn ihre Eltern mittlerweile getrennt sind, verfolgen sie die düsteren ...

Inhalt
Everly hatte es in ihrem Leben nicht leicht. Sie und ihre Mutter mussten viele Jahre in Angst vor ihrem Vater leben. Auch wenn ihre Eltern mittlerweile getrennt sind, verfolgen sie die düsteren Erinnerungen ständig. Ihr fällt es schwer, sich Anderen anzuvertrauen - bis sie auf ihren Dozenten Nolan trifft. Bei ihm lernt Everly, sich zu öffnen. In seiner Schreibwerkstatt lässt sie viele persönliche Erinnerungen und Gefühle einfließen. Nolan ist von ihr und ihren Texten fasziniert, und Everly ebenso auch von ihm. Schnell entwickeln sich Gefühle, doch auch Nolan hat noch immer mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen.

Meine Meinung
Ich konnte mich mal wieder sehr schnell in die Geschichte einfinden, so wie bei den vorangegangenen drei Teilen der "Again"-Reihe auch. Everlys Ängste werden sehr gut zum Ausdruck gebracht, man merkt wie sehr sie ihre Vergangenheit tagtäglich belastet. Man merkt aber auch, wie viel Freude ihr die Schreibwerkstatt bereitet, da sie dort lernt, ihre Vergangenheit in schriftlicher Form zu verarbeiten. Dass sie sich sowieso zu Nolan hingezogen fühlt, ist natürlich ein weiterer Pluspunkt. Ich habe mich in der Geschichte total wohlgefühlt. Es war schön zu lesen, wie sich Everly und Nolan nach und nach ihre Gefühle füreinander eingestehen. Dass das nicht ganz einfach ist, da Nolan ja ihr Dozent ist, ist natürlich nachvollziehbar. Auch spannend fand ich die Geschichten aus Everlys und Nolans Vergangenheit, über die man im weiteren Verlauf des Romans immer mehr erfährt. Auch schön war es, wieder auf altbekannte Charaktere zu treffen, wie zum Beispiel Dawn, die ja auch in Everlys Leben eine große Rolle spielt. Außerdem verläuft die Handlung meiner Meinung nach in einem angemessenen Tempo, da beide natürlich erst noch vorsichtig sind und sich schließlich immer mehr aufeinander einlassen.

Fazit
Auch dieser Teil ist wieder einmal sehr gelungen. In Mona Kastens Büchern herrscht einfach immer so eine Wohlfühlatmosphere, die einem das Lesen noch mehr versüßt. Ich kann diesen Roman jedem empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2021

Von der eigenen Vergangenheit verfolgt

Dein ist der Schmerz
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Die FBI-Agentin Tess Winnett soll einen neuen Mordfall aufklären. Eine junge Frau wurde tot am Strand aufgefunden - in einer aufwendigen Yogapose positioniert. Wie sich schnell herausstellt, hat sie es ...

Die FBI-Agentin Tess Winnett soll einen neuen Mordfall aufklären. Eine junge Frau wurde tot am Strand aufgefunden - in einer aufwendigen Yogapose positioniert. Wie sich schnell herausstellt, hat sie es mit einem Serienmörder zu tun.An ihrer Seite ermitteln die beiden Detectives Gary Michowsky und Todd Fradella, doch Tess arbeitet nur unfreiwillig mit ihnen zusammen, da sie am liebsten allein ermittelt. Als eine zweite junge Frau verschwindet, beginnt ein Kampf gegen die Zeit. Zudem leidet Tess aufgrund eines Zwischenfalls in der Vergangenheit selbst an einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Das Cover des Thrillers finde zum Genre passend. Es ist jedoch auch keins, das einem sofort ins Auge sticht. Tess Winnett ist vielleicht kein besonders sympathischer Charakter: Sie arbeitet ungern im Team und ihre Vorgehensweise bei den Ermittlungen stößt oft auf Unverständnis. Nichtsdestotrotz steht sie zu ihrer Meinung und zieht ihr Ding durch. Außerdem merkt man ihr an, wie sehr sie noch mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Für mich ist sie ein gelungener Charakter. Die Detectives Michoswky und Fradella haben selbstverständlich Probleme bei der Zusammenarbeit mit Winnett, da sie oft nicht, oder beziehungsweise erst spät, in die aktuelle Vorgehensweise eingeführt werden. Ihre Denkweise und ihr Handeln waren für mich ebenfalls nachvollziehbar.
Ich finde die Handlung spannend. Die Machenschaften des kaltblütigen Serienkillers werden ausführlich beschrieben, was ich sehr interessant fand, da seine Vorgehensweise schon ziemlich außergewöhnlich ist. Insgesamt hat mir gut gefallen, dass die Ermittlungen relativ detailliert beschrieben wurden, da sich das Bild des Mörders nach und nach zusammenfügt und man ebenfalls einen Einblick in die Denkweise des Mörders bekommt. Daher war es eine gute Idee der Autorin, mehrere kurze Kapitel aus der Sicht des Mörders einzubringen. Besonders packen konnte mich der Thriller, als erneut eine junge Frau verschwunden ist und ein Wettlauf gegen die Zeit begonnen hat. Zum Schluss konnte ich das Buch gar nicht mehr weglegen, da ich unbedingt herausfinden wollte, wie es ausgeht.
Mein Kritikpunkt wäre, dass Tess zum Ende hin sehr leichtsinnig und unrealistisch gehandelt hat. Natürlich ist nachvollziehbar, dass der Thriller bis zum Ende spannend sein sollte, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein FBI-Agent wirklich wie Tess vorgehen würde, da dies viel zu riskant wäre.

Insgesamt konnte mich der Thriller überzeugen und ich habe ihn als ziemlich spannend empfunden. Die ungewöhnliche Vorgehensweise des Täters konnte mich ebenfalls fesseln, gut fand ich auch, dass seine Sicht- und Denkweise geschildert wurde. Lediglich Tess' Vorgehensweise war teilweise ziemlich realitätsfern. Nichtsdestotrotz aber ein gelungener Thriller!

  • Cover
  • Spannung
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 29.12.2020

Habe den Mut, deinen Träumen zu folgen

Someone to Stay
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Aliza studiert am Mayfield College Jura und hat zu dem einen eigenen Blog und ist erfolgreich auf Instagram. Dort stellt sie pakistanische Rezepte vor, da ihre Wurzeln in Pakistan liegen. Nach und nach ...

Aliza studiert am Mayfield College Jura und hat zu dem einen eigenen Blog und ist erfolgreich auf Instagram. Dort stellt sie pakistanische Rezepte vor, da ihre Wurzeln in Pakistan liegen. Nach und nach lernt sie Cassies Freund Lucien besser kennen, zu dem sie sich schon seit ihrer ersten Begegnung hingezogen fühlt. Die beiden verstehen sich sehr gut und kommen sich immer näher. Für eine Beziehung haben jedoch beide keine Zeit. Aliza hat genug mit ihrem Studium, ihrem Blog, Instagram und ihrem ersten Kochbuch zu tun. Lucien muss sich zusätzlich zu seinem BWL-Studium noch um seine kleine Schwester kümmern, da ihre Eltern bereits gestorben sind. Doch irgendwann lassen sich die Gefühle ´, die Aliza und Lucien füreinander haben, nicht mehr leugnen.

Die Charaktere sind mir total ans Herz gewachsen. Schon im ersten Teil fand ich Aliza sehr sympathisch, da sie dort schon sehr herzlich und zielstrebig gewirkt hat. Bewundernswert an ihr finde ich ihre Disziplin und ihr Pflichtbewusstsein. Ihre To-Do-Liste hat für sie meistens oberste Priorität und sie schafft es meistens irgendwie, alle ihre Verpflichtungen unter einen Hut zu bekommen. Wobei dies für sie zunehmend schwieriger wird, da sie auch anfängt, an dem was sie tut, zu zweifeln. Schön finde ich auch´, dass sie nichtsdestotrotz versucht, ihre Familie so oft wie möglich zu besuchen und gern bei ihnen ist. Auch die Meinung ihrer Ammi, also ihrer Großmutter, ist ihr sehr wichtig, da diese sie immerhin auch sehr inspiriert.
Auch Lucien ist mir schnell ans Herz gewachsen. Seine kleine Schwester Amicia ist ihm sehr wichtig, da er nach dem Tod der Eltern nur noch sie hat. Seine wachsenden Gefühle für Aliza sind ihm ebenfalls anzumerken. Seine wahre Leidenschaft ist das Make Up, dabei konzentriert er sich auf Hochzeitsmakeup und SFX-Makeup. Er studiert nur BWL, um später erfolgreich zu sein und genug Geld für seine Schwester und ihn zu verdienen.
Die Handlung hat mir auch sehr gut gefallen. Aliza vernachlässigt immer öfter ihre To-Do-Liste, um Zeit mir Lucien zu verbringen, da sie merkt, wie wichtig er ihr ist und dass sie lieber Zeit mit ihm verbringt oder ihm hilft, anstatt nur noch zu arbeiten. Aliza entwickelt sich weiter und lernt schließlich den Mut aufzubringen, und die Entscheidungen zu treffen, die am besten für sie selbst sind.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die negative Wendung zum Ende hin etwas zu erzwungen auf mich wirkt, nur um noch einmal Drama hervorzurufen.

Alles in allem ist der Abschluss der "Someone"-Reihe extrem gut gelungen. Ich hatte überhaupt keine Probleme, mit den Charakteren warm zu werden, da ihre Gedanken und ihr Handeln sehr gut nachvollziehbar sind und sie dadurch außerdem sehr sympathisch wirken. Auch die Handlung lässt keine Wünsche offen und die Entwicklung der Charaktere ist sehr schön mit anzusehen. Besonders gut gefällt mir, dass Laura Kneidl stets versucht, ihren Leserinnen und Lesern wichtige Botschaften mitzuteilen. In Someone to Stay ermutigt sie jeden, mutig zu sein und den eigenen Träumen zu folgen, egal wie riskant diese auch erscheinen mögen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.12.2020

Generation schnell.liebig

Schnell.liebig
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Für Lina Mallon ist es zu Beginn ungewohnt, wieder Single zu sein. Doch nach und nach gewöhnt sie sich daran und lässt sich wieder auf neue Männer ein. Die Erfahrungen, die sie dabei gemacht und was sie ...

Für Lina Mallon ist es zu Beginn ungewohnt, wieder Single zu sein. Doch nach und nach gewöhnt sie sich daran und lässt sich wieder auf neue Männer ein. Die Erfahrungen, die sie dabei gemacht und was sie aus diesen gelernt hat, teilt sie in ihrem ersten Buch. Sie berichtet von Begegnungen aller Art: Sie berichtet von Dates, die sich als Reinfall herausstellten, von Männern, die sie schwer enttäuscht haben und von wertvollen Erkenntnissen, die sie daraus gezogen hat. Lina Mallon stellt das heutige Datingleben realistisch dar. Sie erzählt von Männern, die ihr gezeigt haben, dass sie zwar Nähe und Zuneigung, sich aber dennoch nicht auf eine Beziehung einlassen möchten.
Ich war beim Lesen teilweise selbst verwundert über das Verhalten mancher dargestellten Personen, deren Denkweise ich selbst gar nicht nachvollziehen kann. Gerade deshalb fand ich es spannend zu erfahren, wie Lina Mallon mit solchen Personen umgegangen ist und was sie daraus für sich mitgenommen hat. Sie macht deutlich, dass sie gelernt hat, dass Selbstliebe ein wichtiger Baustein in Beziehungen ist. In diesem Buch gibt es sehr viele Stellen, die meiner Meinung nach wichtige Inhalte vermitteln und jedem, der das Buch liest, deutlich machen, dass er sich selbst wertschätzen soll.
Ich kann "schnell.liebig" sehr empfehlen, da es zum einen ein Bericht über Lina Mallons Erfahrungen aus ihrem Datingleben ist, andererseits werden hier aber auch wichtige Botschaften vermittelt, die sich jeder zu Herzen nehmen sollte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere