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Veröffentlicht am 05.01.2021

Von der eigenen Vergangenheit verfolgt

Dein ist der Schmerz
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Die FBI-Agentin Tess Winnett soll einen neuen Mordfall aufklären. Eine junge Frau wurde tot am Strand aufgefunden - in einer aufwendigen Yogapose positioniert. Wie sich schnell herausstellt, hat sie es ...

Die FBI-Agentin Tess Winnett soll einen neuen Mordfall aufklären. Eine junge Frau wurde tot am Strand aufgefunden - in einer aufwendigen Yogapose positioniert. Wie sich schnell herausstellt, hat sie es mit einem Serienmörder zu tun.An ihrer Seite ermitteln die beiden Detectives Gary Michowsky und Todd Fradella, doch Tess arbeitet nur unfreiwillig mit ihnen zusammen, da sie am liebsten allein ermittelt. Als eine zweite junge Frau verschwindet, beginnt ein Kampf gegen die Zeit. Zudem leidet Tess aufgrund eines Zwischenfalls in der Vergangenheit selbst an einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Das Cover des Thrillers finde zum Genre passend. Es ist jedoch auch keins, das einem sofort ins Auge sticht. Tess Winnett ist vielleicht kein besonders sympathischer Charakter: Sie arbeitet ungern im Team und ihre Vorgehensweise bei den Ermittlungen stößt oft auf Unverständnis. Nichtsdestotrotz steht sie zu ihrer Meinung und zieht ihr Ding durch. Außerdem merkt man ihr an, wie sehr sie noch mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Für mich ist sie ein gelungener Charakter. Die Detectives Michoswky und Fradella haben selbstverständlich Probleme bei der Zusammenarbeit mit Winnett, da sie oft nicht, oder beziehungsweise erst spät, in die aktuelle Vorgehensweise eingeführt werden. Ihre Denkweise und ihr Handeln waren für mich ebenfalls nachvollziehbar.
Ich finde die Handlung spannend. Die Machenschaften des kaltblütigen Serienkillers werden ausführlich beschrieben, was ich sehr interessant fand, da seine Vorgehensweise schon ziemlich außergewöhnlich ist. Insgesamt hat mir gut gefallen, dass die Ermittlungen relativ detailliert beschrieben wurden, da sich das Bild des Mörders nach und nach zusammenfügt und man ebenfalls einen Einblick in die Denkweise des Mörders bekommt. Daher war es eine gute Idee der Autorin, mehrere kurze Kapitel aus der Sicht des Mörders einzubringen. Besonders packen konnte mich der Thriller, als erneut eine junge Frau verschwunden ist und ein Wettlauf gegen die Zeit begonnen hat. Zum Schluss konnte ich das Buch gar nicht mehr weglegen, da ich unbedingt herausfinden wollte, wie es ausgeht.
Mein Kritikpunkt wäre, dass Tess zum Ende hin sehr leichtsinnig und unrealistisch gehandelt hat. Natürlich ist nachvollziehbar, dass der Thriller bis zum Ende spannend sein sollte, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein FBI-Agent wirklich wie Tess vorgehen würde, da dies viel zu riskant wäre.

Insgesamt konnte mich der Thriller überzeugen und ich habe ihn als ziemlich spannend empfunden. Die ungewöhnliche Vorgehensweise des Täters konnte mich ebenfalls fesseln, gut fand ich auch, dass seine Sicht- und Denkweise geschildert wurde. Lediglich Tess' Vorgehensweise war teilweise ziemlich realitätsfern. Nichtsdestotrotz aber ein gelungener Thriller!

  • Cover
  • Spannung
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 29.12.2020

Habe den Mut, deinen Träumen zu folgen

Someone to Stay
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Aliza studiert am Mayfield College Jura und hat zu dem einen eigenen Blog und ist erfolgreich auf Instagram. Dort stellt sie pakistanische Rezepte vor, da ihre Wurzeln in Pakistan liegen. Nach und nach ...

Aliza studiert am Mayfield College Jura und hat zu dem einen eigenen Blog und ist erfolgreich auf Instagram. Dort stellt sie pakistanische Rezepte vor, da ihre Wurzeln in Pakistan liegen. Nach und nach lernt sie Cassies Freund Lucien besser kennen, zu dem sie sich schon seit ihrer ersten Begegnung hingezogen fühlt. Die beiden verstehen sich sehr gut und kommen sich immer näher. Für eine Beziehung haben jedoch beide keine Zeit. Aliza hat genug mit ihrem Studium, ihrem Blog, Instagram und ihrem ersten Kochbuch zu tun. Lucien muss sich zusätzlich zu seinem BWL-Studium noch um seine kleine Schwester kümmern, da ihre Eltern bereits gestorben sind. Doch irgendwann lassen sich die Gefühle ´, die Aliza und Lucien füreinander haben, nicht mehr leugnen.

Die Charaktere sind mir total ans Herz gewachsen. Schon im ersten Teil fand ich Aliza sehr sympathisch, da sie dort schon sehr herzlich und zielstrebig gewirkt hat. Bewundernswert an ihr finde ich ihre Disziplin und ihr Pflichtbewusstsein. Ihre To-Do-Liste hat für sie meistens oberste Priorität und sie schafft es meistens irgendwie, alle ihre Verpflichtungen unter einen Hut zu bekommen. Wobei dies für sie zunehmend schwieriger wird, da sie auch anfängt, an dem was sie tut, zu zweifeln. Schön finde ich auch´, dass sie nichtsdestotrotz versucht, ihre Familie so oft wie möglich zu besuchen und gern bei ihnen ist. Auch die Meinung ihrer Ammi, also ihrer Großmutter, ist ihr sehr wichtig, da diese sie immerhin auch sehr inspiriert.
Auch Lucien ist mir schnell ans Herz gewachsen. Seine kleine Schwester Amicia ist ihm sehr wichtig, da er nach dem Tod der Eltern nur noch sie hat. Seine wachsenden Gefühle für Aliza sind ihm ebenfalls anzumerken. Seine wahre Leidenschaft ist das Make Up, dabei konzentriert er sich auf Hochzeitsmakeup und SFX-Makeup. Er studiert nur BWL, um später erfolgreich zu sein und genug Geld für seine Schwester und ihn zu verdienen.
Die Handlung hat mir auch sehr gut gefallen. Aliza vernachlässigt immer öfter ihre To-Do-Liste, um Zeit mir Lucien zu verbringen, da sie merkt, wie wichtig er ihr ist und dass sie lieber Zeit mit ihm verbringt oder ihm hilft, anstatt nur noch zu arbeiten. Aliza entwickelt sich weiter und lernt schließlich den Mut aufzubringen, und die Entscheidungen zu treffen, die am besten für sie selbst sind.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die negative Wendung zum Ende hin etwas zu erzwungen auf mich wirkt, nur um noch einmal Drama hervorzurufen.

Alles in allem ist der Abschluss der "Someone"-Reihe extrem gut gelungen. Ich hatte überhaupt keine Probleme, mit den Charakteren warm zu werden, da ihre Gedanken und ihr Handeln sehr gut nachvollziehbar sind und sie dadurch außerdem sehr sympathisch wirken. Auch die Handlung lässt keine Wünsche offen und die Entwicklung der Charaktere ist sehr schön mit anzusehen. Besonders gut gefällt mir, dass Laura Kneidl stets versucht, ihren Leserinnen und Lesern wichtige Botschaften mitzuteilen. In Someone to Stay ermutigt sie jeden, mutig zu sein und den eigenen Träumen zu folgen, egal wie riskant diese auch erscheinen mögen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.12.2020

Generation schnell.liebig

Schnell.liebig
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Für Lina Mallon ist es zu Beginn ungewohnt, wieder Single zu sein. Doch nach und nach gewöhnt sie sich daran und lässt sich wieder auf neue Männer ein. Die Erfahrungen, die sie dabei gemacht und was sie ...

Für Lina Mallon ist es zu Beginn ungewohnt, wieder Single zu sein. Doch nach und nach gewöhnt sie sich daran und lässt sich wieder auf neue Männer ein. Die Erfahrungen, die sie dabei gemacht und was sie aus diesen gelernt hat, teilt sie in ihrem ersten Buch. Sie berichtet von Begegnungen aller Art: Sie berichtet von Dates, die sich als Reinfall herausstellten, von Männern, die sie schwer enttäuscht haben und von wertvollen Erkenntnissen, die sie daraus gezogen hat. Lina Mallon stellt das heutige Datingleben realistisch dar. Sie erzählt von Männern, die ihr gezeigt haben, dass sie zwar Nähe und Zuneigung, sich aber dennoch nicht auf eine Beziehung einlassen möchten.
Ich war beim Lesen teilweise selbst verwundert über das Verhalten mancher dargestellten Personen, deren Denkweise ich selbst gar nicht nachvollziehen kann. Gerade deshalb fand ich es spannend zu erfahren, wie Lina Mallon mit solchen Personen umgegangen ist und was sie daraus für sich mitgenommen hat. Sie macht deutlich, dass sie gelernt hat, dass Selbstliebe ein wichtiger Baustein in Beziehungen ist. In diesem Buch gibt es sehr viele Stellen, die meiner Meinung nach wichtige Inhalte vermitteln und jedem, der das Buch liest, deutlich machen, dass er sich selbst wertschätzen soll.
Ich kann "schnell.liebig" sehr empfehlen, da es zum einen ein Bericht über Lina Mallons Erfahrungen aus ihrem Datingleben ist, andererseits werden hier aber auch wichtige Botschaften vermittelt, die sich jeder zu Herzen nehmen sollte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.11.2020

Tagsüber Studentin, nachts Stripperin

Hiding Hurricanes
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Inhalt
Lenny James und Creed Parker sind seit mehreren Jahren beste Freunde - und auch seit mehreren Jahren verliebt ineinander. Dass ihre Gefühle auf Gegenseitigkeit beruhen wissen sie natürlich nicht ...

Inhalt
Lenny James und Creed Parker sind seit mehreren Jahren beste Freunde - und auch seit mehreren Jahren verliebt ineinander. Dass ihre Gefühle auf Gegenseitigkeit beruhen wissen sie natürlich nicht voneinander. Was Creed ebenfalls nicht von seiner besten Freundin weiß: Nachts arbeitet sie in einem Stripclub, um sich Geld für ihr Studium dazuzuverdienen. Als ihr Alter Ego Daisy zieht sie bei ihren Auftritten die Besucher in ihren Bann - so auch ihren besten Freund Creed. Er ist ebenfalls fasziniert von ihr und möchte herausfinden, welche Person sich hinter der schönen Stripperin Daisy verbirgt. Da Lenny nicht auffliegen möchte, versucht sie seine Annäherungsversuche abzuwehren. Zumindest so gut es geht...

Meinung
Ich habe mich schon sehr auf den dritten Band der Fletcher-University-Reihe gefreut, da mir die ersten beiden Teile sehr gut gefallen haben. Auch "Hiding Hurricanes" hat mich nicht enttäuscht. Lenny war mir direkt sympathisch, obwohl sie oft eher mürrisch ist und selten Gefühle zeigt. Man erfährt jedoch früh, dass es Lenny als Kind bei ihrer Mutter nie leicht gehabt hat und sie die Zeit bei ihrer Mutter sehr geprägt hat. Deshalb ist sie auch schon früh von ihrer Mutter abgehauen und zu ihrem Onkel nach Fletcher gezogen. Creed ist mir auch schnell ans Herz gewachsen durch seine offene und humorvolle Art. Mir hat die Beziehung zwischen Lenny und Creed sehr gefallen, da die beiden einerseits zwar sehr unterschiedlich sind, man aber trotzdem merkt, dass die Chemie zwischen ihnen stimmt und sie hinter die Fassade des jeweils anderen blicken können.
Auch die Entwicklung von Lenny während des Romans war interessant zu verfolgen, da man zum Ende hin merkt, wie sie sich selbst mehr und mehr akzeptiert und lernt, ihre Gefühle zuzulassen.
Die Handlung hat mir größtenteils gut gefallen; man fiebert die ganze Zeit mit, wann Creed Lenny endlich auf die Spur kommt und sie als die beliebte Stripperin Daisy enttarnt. Auch dass die anderen Charaktere der vorherigen Teile immer wieder eine Rolle gespielt haben hat mir gefallen. Teilweise fand ich die Handlung etwas langatmig, aber diese Passagen gingen auch schnell wieder vorüber.

Fazit
Der dritte Teil dieser Reihe kann auf jeden Fall mit den anderen mithalten und steht ihnen meiner Meinung nach in nichts nach. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Lenny und Creed hat mich in ihren Bann gezogen und es war schön zu sehen, dass Lenny und Creed sich beide immer mehr öffnen und einander ihre Geschichte preisgeben. Der dritte Teil der Fletcher-University-Reihe ist ebenso zu empfehlen wie die beiden Vorgängerbände.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere