Cover-Bild Die Geschichten in uns
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22,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Genre: Sachbücher / Film, Kunst & Kultur
  • Ersterscheinung: 06.09.2024
  • ISBN: 9783257615449
Benedict Wells

Die Geschichten in uns

Vom Schreiben und vom Leben
Ein Buch wie eine persönliche Begegnung. Benedict Wells erzählt von der Faszination des Schreibens und gibt einen tiefen Einblick in sein Leben, von seiner Kindheit bis zu seinen ersten Veröffentlichungen. Anhand eigener und anderer Werke zeigt er anschaulich, wie ein Roman entsteht, was fesselnde Geschichten ausmacht und wie man mit Rückschlägen umgeht. Ein berührendes, lebenskluges und humorvolles Buch – für alle, die Literatur lieben oder selbst schreiben wollen.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.09.2025

Große Klasse!

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✨ REZENSION zu „Die Geschichten in uns“ von Benedict Wells erschienen im @diogenesverlag

Wow. Dieses Buch hat mich richtig überrascht 🙈🙌🏼 und zwar auf die schönste Art. Ich dachte erst, es sei so eine ...

✨ REZENSION zu „Die Geschichten in uns“ von Benedict Wells erschienen im @diogenesverlag

Wow. Dieses Buch hat mich richtig überrascht 🙈🙌🏼 und zwar auf die schönste Art. Ich dachte erst, es sei so eine Art Sachbuch über das Schreiben, vielleicht ein bisschen trocken, vielleicht etwas theoretisch. Doch es war vielmehr wie ein Gespräch mit einem guten Freund, der uns mitnimmt in seine Welt und dass auf so warme, kluge und humorvolle Weise, dass man gar nicht mehr raus will...

Benedict Wells plaudert ehrlich und nahbar über seine Liebe zum Schreiben und nimmt uns mit auf eine Reise durch sein Leben: von Kindheitserinnerungen bis hin zu seinen ersten Buchveröffentlichungen. Dabei gibt er spannende Einblicke, wie Geschichten überhaupt entstehen, was sie richtig gut macht und wie man mit kreativen Durststrecken umgeht. Mal tiefgründig, mal witzig, aber immer echt.

Er schreibt leicht und gleichzeitig so tief. Ohne große Show, ohne aufgeblasene Phrasen. Seine Sätze fließen, als würden sie einfach genau so aus ihm herausfallen, wie sie im Kopf klingen. Und doch steckt so viel Eleganz und Feingefühl drin. Besonders seine Bildsprache gefiel mir gut. Mit Selbstironie und liebevollem Spott vergleicht er sich mal mit einem aus dem Nest gefallenen Vogel, der zerrupft aussieht, mal mit einer Katze, die auf einem Pizzakarton schläft. Seine Art zu schreiben ist unglaublich nahbar und authentisch.

Er teilt ganz offen seine traumatischsten Erlebnisse sowie am Ende sogar eine Rohfassung aus einem seiner Bücher mit dem Hinweis „Lesen auf eigene Gefahr“ und lädt einen ein, selbst dran rumzudoktern, mit allem, was man davor im Buch übers Schreiben gelernt hat.

Ich fand das Buch unglaublich inspirierend und humorvoll. Es animiert dazu, die Technik hinter dem Schreiben zu hinterfragen und ich habe nun ein viel besseres Gespür dafür, wie gelungenes Erzählen funktioniert. Außerdem macht es Lust, jedes seiner erschienenen Bücher zu lesen, wodurch sich meine #TBR Liste nun nochmal deutlich vergrößert hat 🙌🏼🙈❤️

5|5 ⭐️

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Veröffentlicht am 28.07.2024

Vom Leben und dem Schreiben

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Das Buch bietet nicht nur tiefe Einblicke in Wells eigenes Leben, es zieht auch Querverbindungen zu anderen Autoren und den Büchern, die Wells beeinflusst haben. Ich mochte den ehrlichen Erzählton, wie ...

Das Buch bietet nicht nur tiefe Einblicke in Wells eigenes Leben, es zieht auch Querverbindungen zu anderen Autoren und den Büchern, die Wells beeinflusst haben. Ich mochte den ehrlichen Erzählton, wie offen er auch über das Scheitern, die Kritik und Ablehnung schreibt, über die Selbstzweifel und den Druck etwas wirklich Gutes abzuliefern.

Bei all dem kommt Benedict Wells wahnsinnig sympathisch rüber, man merkt dass er selbst sehr kritisch mit seinen eigenen Werken umgeht, auch im Nachhinein nicht mehr 100% von seiner eigenen Arbeit ist und einiges anders machen würde. Das zuzugeben verlangt eine gewisse Reife und Größe und ich finde es beeindruckend wie viel er tatsächlich von sich selbst preisgibt.

Vom Schreibratgeber habe ich mir ehrlich gesagt nicht viel erhofft, da ich selbst nicht schreibe. Muss aber sagen, dass ich die gelieferten Einblicke sehr interessant fand. Wells beschriebt quasi die Etappen, wie ein Buch entsteht. Auch hier bezieht er sich viel auf persönliche Erfahrungen und Gefühle und schildert viel am Beispiel seiner eigenen Werke. Dass „Hard Land „und „Vom Ende der Einsamkeit“ so ein bisschen im Fokus standen, was meine Lieblingsbücher von Wells sind, hat sicher auch dazu beigetragen, dass ich diese Seiten gerne und interessiert gelesen habe.

Neben Wells eigenen Gedanken mochte ich die Verweise auf und Zitate von anderen bekannten Autoren. Mich hat dieses Buch zwar nicht zum Schreiben angeregt, aber Lust gemacht, einige der erwähnten Bücher (nochmal) zulesen und auch die Bücher von Wells betrachte ich jetzt nochmal mit anderen Augen.

Hat mir richtig gut gefallen, Benedict Wells hat einfach einen sehr angenehmen Schreibstil, den ich gerne lese.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Ich fand es super!

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Ein Hörbuch, das vom Autor selbst eingesprochen ist, ist immer etwas besonderes.
„Die Geschichten in uns“ geschrieben und eingesprochen von Benedict Wells teilt sich in zwei Teile. Im ersten Teil gibt ...

Ein Hörbuch, das vom Autor selbst eingesprochen ist, ist immer etwas besonderes.
„Die Geschichten in uns“ geschrieben und eingesprochen von Benedict Wells teilt sich in zwei Teile. Im ersten Teil gibt Wells viel über seine Kindheit und Jugend preis. Man erfährt viele interessante Fakten über ihn, wie zum Beispiel weshalb er seinen Nachnamen „von Schirach“ änderte.
Im Zweiten Teil geht es um das Schreiben selbst. Dabei erklärt Wells an unzähligen Beispielen aus seinen eigenen Werken, wie er Szenen lebendiger erscheinen lässt, wieso er teilweise ganze Kapitel aus seinen Büchern gestrichen hat und wie Charaktere nahbar werden.

Alles in allem ein sehr aufschlussreiches und sympathisches Hörbuch. Ich habe Benedict Wells sehr gerne zugehört und empfand es als besonders, wie er seine eigene Geschichte erzählt hat. Außerdem hat mich der zweite Teil über das Schreiben von Büchern sehr inspiriert.

Eine Empfehlung für alle, die die Bücher von Benedict Wells sowieso gerne lesen, da er viel zu den einzelnen Entstehungsgeschichten seiner Werke schreibt. Außerdem für alle, die selbst schreiben möchten.

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Nicht aufgeben

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Dieses Hörbuch wird von Benedict Wells auf eine Art vorgetragen, dass man manchmal meint, er könnte bei einem im Wohnzimmer sitzen. Hier erzählt er von seinem frühen Wunsch Schriftsteller zu sein. Dazu ...

Dieses Hörbuch wird von Benedict Wells auf eine Art vorgetragen, dass man manchmal meint, er könnte bei einem im Wohnzimmer sitzen. Hier erzählt er von seinem frühen Wunsch Schriftsteller zu sein. Dazu schildert er auch seine persönlichen Lebensumstände, die ihn zu dem gemacht haben, der er ist. Nicht immer war es einfach in seiner Kindheit und Jugend. Vielleicht hätte er das eher spießige Vater, Mutter, Kind, das man selbst in seiner langweiligen Normalität erlebt hat, in manchen Augenblicken gerne gehabt. Er erzählt auch, von den vielen Fehlversuchen, den Gedanken aufzugeben und dem Durchhalten. Letzteres hat bekanntlich zu einigen sehr lesenswerten Büchern geführt.

Vielleicht überlegen schon einige sich an einem Roman oder auch überhaupt am Schreiben. Doch nur wenige schaffen es. Was hebt diese von den anderen Vielen ab? Der Wunsch, aus dem Wille wird, sicherlich und auch das schon angesprochene Durchhalten. Ob ein Hörbuch als Schreibratgeber taugen kann, ist sicherlich ungewiss. Es fehlt die Möglichkeit des Blätterns und Markierens. Dennoch schildert der Autor seine Schreibprozesse auf anschauliche Weise und kommt dabei auch immer wieder darauf zurück, was ihn wohin geführt hat. Ein sehr schöner Moment ist, wie er zu seinem Verlag gekommen ist. Ein Traum, an dessen Erfüllung er kaum zu glauben wagte.

Nachdem man dieses Hörbuch abgeschlossen hat, könnte man dem Autor durchaus etwas näher gekommen sein. Auf sympathische Weise schildert er Momente aus seinem Leben und auch aus seinem Schreiben. Wenn er Beispiele nennt, wenn ihm ein anderer Schriftsteller persönlich oder durch seine Bücher weitergeholfen hat, ertappt man sich möglicherweise bei dem erfreuten Gedanken, dass sich die Lesegeschmäcker durchaus überschneiden. Da werden Erinnerungen geweckt. Auch wenn Benedict Wells an seinen eigenen Werken erklärt, wie er an das Schreiben herangeht, freut man sich über die Romane, die er dazu heranzieht. Schließlich hat man manche selbst gelesen und war teilweise hin- und auch mitgerissen. Und auch wenn der Autor seine Hörer anspricht, gibt einem das ein gutes Gefühl. Ein sehr schönes Hörbuch, das durch den Vortrag des Autors noch gewinnt.

Veröffentlicht am 09.09.2024

Persönlicher Einblick ins schreiben

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Als ich hörte Benedict Wells hat ein neues Buch herausgebracht habe ich mich zunächst sehr gefreut da er einer meiner liebsten deutschen Autoren ist. Ich dachte : hat er doch einen neuen neuen Roman ...

Als ich hörte Benedict Wells hat ein neues Buch herausgebracht habe ich mich zunächst sehr gefreut da er einer meiner liebsten deutschen Autoren ist. Ich dachte : hat er doch einen neuen neuen Roman rausgebracht und war aus dem Häuschen, da ich über seine Schreibpause ( die er auf einer Lesung bekannt gab) sehr traurig war. Deshalb war ich erst enttäuscht, dass es sich um ein Sachbuch übers Schreiben handelt. Da ich aber überzeugt bin , dass er selbst eine Abhandlung über theoretische Mathemathik unterhaltsam erzählen könnte , gab ich dem Buch eine Chance. Ausserdem schrieb er das Buch nicht nur für angehende Schreibende , sondern auch für Alle die Literatur lieben.
Benedict Wells hat seine "Schreibratgeber " in zwei Teile aufgeteilt . Der erste Teil über Intentionen einen Roman zu schreiben ist sehr persönlich ,da seine Intention war Gefühle auszudrücken zu denen er lange Zeit nicht fähig war auszusprechen. Dies beschreibt er schonungslos ehrlich. So erfährt man einiges über sein schwieriges Aufwachsen . Ebenfalls erfährt man , dass es für ihn harte Arbeit mit vielen Enttäuschungen war bis er endlich bei Diogenes veröffentlicht wurde.
Im zweiten Teil geht es um die literarischen Werkzeuge .Zum Glück bleibt er wie erhofft weiter unterhaltsam ,praktisch eine locker leichte Abhandlung mit "intelektuellen" Anleihen. Es geht um szenische Schnitte um z. B durch Straffungen den Roman zu verdichten .Dabei bekommt man interessante Hintergrundinformationen der Wellsen Szenenentwicklung . Anhand Beispiele seiner Romane "Hard Land "und "Vom Ende Einsamkeit " stellt er seine Arbeitsweise vor . Dabei war ich von der Art und Weise überrascht wie er seine Szenen bearbeitet/ umarbeitet. Weiterhin geht es um Entwicklung der Charaktere inklusive seiner Meinung nach deren wirkliche Aufgabe in Romanen . Ein großer Teil geht um das das Überarbeiten, da er seine erste Fassung in einem Stück schreibt und die Rohfassung über mehrere Jahre hinweg überarbeitet . Ein sehr persönlicher Einblick in seinem Schreibprozess ..

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