Ein Alptraum der niemals endet!
Das Buch "Mein Mann der Mörder" hat mich vor allem durch seine ungewöhnliche Perspektive überzeugt und von Anfang an in seinen Bann gezogen. Im Mittelpunkt steht nicht der Täter, sondern die Frau, die ...
Das Buch "Mein Mann der Mörder" hat mich vor allem durch seine ungewöhnliche Perspektive überzeugt und von Anfang an in seinen Bann gezogen. Im Mittelpunkt steht nicht der Täter, sondern die Frau, die viele Jahre mit einem Serienmörder verheiratet war und seit dessen Verhaftung mit den Folgen leben muss. Maggie versucht seit Jahrzehnten, sich und ihre Familie vor der Vergangenheit zu schützen, doch als neue Erkenntnisse ans Licht kommen, wird sie erneut damit konfrontiert.
Besonders eindrucksvoll fand ich die psychologische Seite der Geschichte. Die Autorin zeigt glaubhaft, wie Schuldgefühle, Scham und die ständige Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit das Leben der Angehörigen beeinflussen können. Maggie ist eine vielschichtige Figur, deren innere Konflikte nachvollziehbar dargestellt werden. Ich fand es sehr spannend, dass ein Buch mal in die Tiefe geht und nicht immer an der Oberfläche schwimmt. Ich konnte gut in die Gefühls- und Gedankenwelt von Maggie eintauchen und sie auch verstehen. Wenn wir ehrlich sind, kann uns auch das Gleiche wie Maggie passieren. Ein Alptraum, der niemals endet.
Die Handlung entwickelt sich am Anfang ruhig, gewinnt aber zunehmend an Spannung. Immer neue Enthüllungen sorgen dafür, dass man wissen möchte, was wirklich geschehen ist. Die kurzen Kapitel und der flüssige Schreibstil machen das Buch zudem sehr angenehm zu lesen. Die Autorin wird ab jetzt in meinem Blickfeld bleiben.
Ein spannender Thriller mit emotionaler Tiefe und interessanten Charakteren, der noch lange bei mir nachwirkt. Ich gebe gern eine Leseempfehlung!