Thriller. Nur weil er hinter Gittern sitzt, bist du noch lange nicht in Sicherheit
Frauke Meier (Übersetzer)
Serienmörder Edward sitzt seit 27 Jahren im Gefängnis und ist endlich bereit, die Morde zu gestehen, die die Polizei ihm noch nicht nachweisen konnte. Aber er besteht darauf, nur mit seiner Ex-Frau Maggie zu sprechen. Nachdem diese endlich wieder ein halbwegs normales Leben führt, will sie jedoch mit Edward nichts mehr zu tun haben. Aber die Ermittler sind verzweifelt und überreden Maggie, Edward zu treffen. Während ihrer Besuche redet dieser jedoch nur über ihre Ehe und ihre Söhne und lässt Maggie dabei mit mehr Fragen über die gemeinsame Vergangenheit zurück, als ihr lieb ist. Langsam dämmert ihr, dass Edwards letzte Enthüllung eine sein könnte, die sie lieber nie hören würde ...
Zuerst haben mich Cover und Klappentext angesprochen.
Mal eine andere Art von Thriller, eher schauen wir tief in die Psyche der Protagonisten, was natürlich sehr interessant ist.
Wie fühlt man sich als ...
Zuerst haben mich Cover und Klappentext angesprochen.
Mal eine andere Art von Thriller, eher schauen wir tief in die Psyche der Protagonisten, was natürlich sehr interessant ist.
Wie fühlt man sich als Ehefrau oder Kind eines Mannes, der viele Frauen ermordet hat und lebenslang im Gefängnis sitzt? Was geht in den Köpfen der Angehörigen vor? Und wie geht man damit um, wenn der Mörder auf einmal wünscht, seine noch unaufgeklärten Morde zu gestehen, aber dieses nur seiner Ehefrau gegenüber machen will?
Für mich hat Charlotte Barnes ein Buch geschrieben, dass ich nicht unbedingt als Thriller bezeichnen würde, aber als spannendes Psychogramm. Der Schreibstil ist sehr flüssig, kurze Kapitel, und ich bin eigentlich nur durch dieses Buch gerauscht. Als Lesende habe ich mitgefühlt mit Maggie, die sich ein neues Leben aufgebaut hat, habe mit ihr die Emotionen durchlebt. War zwischendurch auch mal richtig sauer auf ihre Söhne, die sie nicht so oft besuchen, wie sie es sich wünschen würde.
Ich fand das Buch richtig spannend, es wirkt auch noch nach, denn über die Angehörigen von Serienmördern macht man sich eigentlich keine Gedanken.
Ich gebe gern hier 5 Sterne und bin gespannt, ob noch weitere Bücher von Charlotte Barnes erscheinen und überzeugen.
Der Roman handelt weniger von spektakulären Ereignissen als von den tiefen seelischen Konflikten seiner Protagonistin. Mehr als zwanzig Jahre nach den Verbrechen ihres Ex-Mannes entschließt sie sich, die ...
Der Roman handelt weniger von spektakulären Ereignissen als von den tiefen seelischen Konflikten seiner Protagonistin. Mehr als zwanzig Jahre nach den Verbrechen ihres Ex-Mannes entschließt sie sich, die Polizei bei der Identifizierung weiterer Opfer zu unterstützen. Dabei wird sie unweigerlich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und muss sich fragen, wie gut sie den Mann, mit dem sie früher ihr Leben teilte, tatsächlich gekannt hat.
Ihre Zweifel, Schuldgefühle und Erinnerungen sind eindringlich geschildert und vermitteln auf berührende Weise, wie belastend die Aufarbeitung der Vergangenheit für sie ist. Gerade diese psychologische Tiefe verleiht der Geschichte ihre besondere Intensität.
Mit dem Schreibstil habe ich mich zunächst etwas schwergetan. Er wirkte auf mich ungewohnt und erforderte einige Zeit der Eingewöhnung. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen: Es erzeugt Spannung, ohne auf dramatische Effekte angewiesen zu sein, und überzeugt vor allem von der psychologischen Tiefe seiner Figuren.
"Mein Mann, der Mörder" erzählt die Geschichte von Maggie, deren Mann im Gefängnis sitzt, weil er neun junge Frauen ermordet hat. Maggie hat von seinen schrecklichen Taten nichts mitbekommen und fühlt ...
"Mein Mann, der Mörder" erzählt die Geschichte von Maggie, deren Mann im Gefängnis sitzt, weil er neun junge Frauen ermordet hat. Maggie hat von seinen schrecklichen Taten nichts mitbekommen und fühlt sich dennoch schuldig. Ihr ganzes Leben gleicht einer ewigen Buße. Auch das Verhältnis zu ihren Söhnen ist entsprechend angeschlagen.
Da ihr Mann Krebs hat und bald sterben wird, möchte er mit Maggie reden und weitere Taten gestehen. Sie lässt sich darauf ein, ohne zu ahnen, wie mühselig, kräftezehrend und langwierig dieses Geständnisprozess sein wird.
Insgesamt fand ich, dass das Buch ein interessantes Konzept verfolgt und durchaus gut zu lesen war. Jedoch ist es nicht wirklich spannend genug für einen Thriller, dafür passiert auch recht wenig.
Maggie Moloney, einst Linda O´Connor, war die Ehefrau des Serienmörders Edward, der seit 27 Jahren im Gefängnis sitzt. Er hat neun Morde gestanden. Nun hat er Krebs im Endstadium und will weitere Taten ...
Maggie Moloney, einst Linda O´Connor, war die Ehefrau des Serienmörders Edward, der seit 27 Jahren im Gefängnis sitzt. Er hat neun Morde gestanden. Nun hat er Krebs im Endstadium und will weitere Taten gestehen, aber nur seiner Ex-Frau, die ihn in all den Jahren nicht mehr gesehen hat. Die Polizei hat ein großes Interesse an der Aufklärung der ungelösten Fälle und überredet Maggie, mit ihrem Ex zu sprechen. Die Polizei will vor allem etwas über das Schicksal der jungen Lucy erfahren, die niemals gefunden wurde. Maggie will sich zunächst weigern, weil sie die letzten Jahrzehnte versucht hat, ein normales Leben zu führen. Sie ist mehrmals umgezogen und hat ihren Namen gewechselt, damit die Medien sie nicht wieder aufspüren. Keiner hat ihr damals geglaubt, dass sie als Ehefrau nichts von den Verbrechen ihres Mannes mitbekommen hat. Außerdem will sie nach wie vor ihre beiden Söhne schützen.
In den Gesprächen geht es vor allem um die gemeinsame Vergangenheit, um ihre Reisen und ihre Söhne. Doch dann spricht Edward auch über Orte, an denen er Morde begangen hat, und das Ganze steuert auf eine belastende Enthüllung zu.
Ich fand den Roman spannend, obwohl außer den Treffen im Gefängnis nicht allzu viel passiert und habe ihn sehr schnell gelesen. Kein typischer Thriller, aber durchaus empfehlenswert.
Worum geht’s?
Seit mehr als zwanzig Jahren sitzt Edward im Gefängnis, denn er gilt als einer der gefährlichsten Serienmörder Großbritanniens. Kurz vor seinem Tod will er plötzlich weitere Taten gestehen, ...
Worum geht’s?
Seit mehr als zwanzig Jahren sitzt Edward im Gefängnis, denn er gilt als einer der gefährlichsten Serienmörder Großbritanniens. Kurz vor seinem Tod will er plötzlich weitere Taten gestehen, jedoch nur unter der Bedingung, mit seiner Exfrau sprechen zu können. Also sitzt Maggy ihm zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten gegenüber – bereit, Enthüllungen zu erfahren, die ihr ganzes Leben erneut auf den Kopf stellen werden.
Meine Meinung
Dieses Buch hat mich beim Lesen auf jeden Fall überraschen können, was ich ehrlicherweise gar nicht mal schlecht finde. Eine klare Meinung zu dieser Geschichte zu formulieren, fällt mir aber trotzdem schwer, was mich daher gleichzeitig ein wenig irritiert zurück lässt.
Grund dafür war primär der Handlungsbogen, der für meinen Geschmack eigentlich nicht genug Spannung produziert hat, um mich wirklich mitzureißen. Schon der Zeitrahmen der Ereignisse war mir nicht ganz klar, was es mir schwer gemacht hat, die Geschehnisse wirklich zu greifen. Mit einem Fokus auf die psychologischen Aspekte dieser Figurenkonstellation hatte ich zwar gerechnet, meine Erwartungen gingen beim Lesen aber ehrlich gesagt trotzdem in eine etwas andere Richtung, zumal ich persönlich zumindest deutlich mehr konkrete Aussagen erwartet hätte, die die Handlung mit mehr Substanz gefüllt hätten.
Protagonistin Maggie habe ich beim Lesen leider überwiegend wie durch eine Art Schleier wahrgenommen, was es mir ehrlicherweise sehr schwer gemacht hat, wirklich mit ihr warm zu werden. Ihre innere Taubheit und die widerstreitenden Gefühle in Hinblick auf ihre Familie, die Taten ihres Exmannes und ihre eigene Identität fand ich dabei zwar durchaus greifbar dargestellt, richtig zu fassen habe ich ihre Figur aber leider nicht bekommen.
Besonders irritiert hat mich dann ehrlicherweise das Ende, da mir persönlich die Hinführung zum Plottwist zu dünn war und ich somit weder die Wendung wirklich habe kommen sehen, noch so ganz glauben konnte, was mir da erzählt werden sollte. Ein gewisser Überraschungseffekt war somit zwar gegeben, die zahlreichen vagen Andeutungen und Zusammenfassungen von Gedanken und Gesprächen kamen mir dann aber zu oberflächlich vor, um diese Entwicklung tatsächlich als folgerichtige Enthüllung wahrnehmen zu können.
Auch die Reaktion von Maggie fiel mir deutlich zu flach aus, was gleichzeitig aber auch dafür gesorgt hat, dass ich noch immer über dieses Buch nachdenke. Wirkliche Begeisterung meinerseits sieht zwar anders aus, die Idee und die Figurenkonstellation an sich machen die Geschichte aber nichtsdestotrotz auch nach dem Lesen noch zu einem wirklich interessanten Erlebnis.
Fazit
Wirklich vom Hocker gerissen hat mich dieses Buch sicherlich nicht, auch wenn es durchaus Entwicklungen gab, die mich überraschen konnten. Für meinen persönlichen Geschmack hätte es gerne etwas mehr konkrete Aussagen und Ereignisse geben dürfen, Protagonistin Maggie war aber nichtsdestotrotz eine Figur, die mir mit all ihren Widersprüchlichkeiten noch etwas länger im Gedächtnis bleiben wird.