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Veröffentlicht am 27.08.2026

Hochspannung mit etwas wackeligem Ende

Weil sie lügt
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Worum geht’s?
Das Verschwinden ihrer älteren Schwester Juli stürzt das Leben von Anna ins komplette Chaos. Nur mit Mühe hält sie eine halbwegs normale Fassade für ihren Bruder aufrecht – bis ihr Vater ...

Worum geht’s?
Das Verschwinden ihrer älteren Schwester Juli stürzt das Leben von Anna ins komplette Chaos. Nur mit Mühe hält sie eine halbwegs normale Fassade für ihren Bruder aufrecht – bis ihr Vater angeblich den Mord gesteht, und die Suche nach Juli erneut beginnt.


Meine Meinung
Dieses Buch hat mich wirklich positiv überrascht, denn schon lange habe ich keine Geschichte mehr in der Hand gehabt, die ich tatsächlich in einem Rutsch durchlesen konnte und dabei so gefesselt wurde, wie das hier der Fall war.

Das Verschwinden von Juli war gleichermaßen mysteriös wie auch unheimlich beschrieben, was es mir leicht gemacht hat, mich in der Atmosphäre zu verlieren. Insbesondere Anna kam mir dabei als Figur sehr authentisch vor, da man ihre Sorgen, Ängste, Zweifel und Selbstvorwürfe wirklich greifen konnte und unbedingt wissen wollte, ob sie oder eine der anderen Figuren nicht vielleicht doch etwas zu verbergen hat.

Durch die Perspektivwechsel zwischen Anna und Ermittlerin Katharina blieb die Handlung bis zum Schluss dynamisch, was mein Lesetempo unglaublich erhöht hat. Der ein oder andere Cliffhanger kam mir dabei ehrlicherweise wie ein schlechter Köder vor, da sich die Handlung aber selbst in solchen Momenten weiterentwickelt hat, konnte ich darüber recht gut hinweg sehen.

Die Ermittlungsarbeiten sowohl auf Annas, wie auch auf Seiten der Polizei fand ich sehr spannend zu verfolgen, da die unterschiedlichen Informationen und Spuren zwar jeweils ganz unterschiedliche Bilder gezeichnet haben, ich aber an keiner Stelle die Augen wegen unglaubwürdiger Entwicklungen verdreht habe. Beim Lesen bekommt man so trotzdem keine ganz genaue Vorstellung davon, was wirklich passiert ist, weshalb meine Spannung tatsächlich bis zum Schluss unglaublich hoch war.

Nicht ganz so elegant gelöst fand ich dann leider tatsächlich nur die Hinführung zur Auflösung, da ich zwar grundsätzlich mit Interesse dabei war, gleichzeitig aber leider den Eindruck hatte, dass es keine vernünftige Zusammenführung der Ermittlungen mit den tatsächlichen Ereignissen gab. Der Plottwist war daher zwar überraschend und hat für einen wirklichen Schreckmoment gesorgt, ehrlicherweise hatte ich aber auch den Eindruck, dass hier absichtlich Informationen verschwiegen wurden, die mit der ein oder anderen Andeutung mehr einen wesentlich authentischeren Übergang für mich dargestellt hätten.


Fazit
Auch wenn ich mir eine etwas frühere Anknüpfung der Ermittlungen an die Ereignisse, die dem Plottwist vorausgingen gewünscht hätte, konnte mich dieses Buch insgesamt begeistern. Ich war beim Lesen wirklich wahnsinnig gespannt auf die Auflösung und konnte die Geschichte gar nicht mehr zur Seite legen, was mir auch das etwas wackelig konstruierte Ende nicht mehr vermiesen konnte.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 27.08.2026

Gewöhnungsbedürftige Office-Romance

A Business Proposal 1
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Worum geht’s?
Eigentlich hat Shin Hari überhaupt keine Zeit, sich Gedanken um die große Liebe zu machen. Um ihrer besten Freundin ein Blind Date zu ersparen und ein bisschen Geld für ihre Familie zu verdienen, ...

Worum geht’s?
Eigentlich hat Shin Hari überhaupt keine Zeit, sich Gedanken um die große Liebe zu machen. Um ihrer besten Freundin ein Blind Date zu ersparen und ein bisschen Geld für ihre Familie zu verdienen, gibt sie sich jedoch widerwillig als Jin Yeongseo aus – und trifft ausgerechnet auf ihren Chef, den der Gedanke einer Scheinehe viel weniger abschreckt, als sie selbst.


Meine Meinung
K-Dramen waren mir bisher definitiv noch nicht vertraut, da ich weder die Serie zu diesem Buch, noch eine andere aus diesem Genre gesehen habe. Für mich war das vermutlich auch der Grund, warum mich die Geschichte bzw. vor allem ihre Erzählweise schlussendlich nicht ganz so überzeugt hat, wie das für richtige Fans vermutlich der Fall war.

Mit der Erzählweise bin ich ehrlicherweise lange nicht so richtig warm geworden, da der Umgang der Figuren miteinander für mich durchaus gewöhnungsbedürftig war und ich auch mit dem Schreibstil nicht sofort glücklich war. Je weiter die Handlung dann voranschritt, desto höher wurde dann zwar auch mein Lesefluss, hundertprozentig genießen konnte ich die Geschichte aber trotzdem nicht.

Die Figuren waren mir mit Ausnahme von Hari leider ebenfalls nicht wirklich sympathisch, was vor allem an ihrem Umgang miteinander lag. Auch an dieser Stelle vermute ich, dass die kulturellen Unterschiede mir die Nähe zur Geschichte etwas erschwert haben, aber auch mit diesem Wissen haben mich die Charaktere nicht deutlich mehr angesprochen.

Was mich ganz besonders gestört hat, war vor allem das Verhalten der männlichen Figuren, die mir häufig kalt, egoistisch und teils auch übergriffig erschienen. Natürlich trägt auch dieser Umstand zu mehr Drama bei, was für diese Geschichte offensichtlich ganz essenziell war, angenehm zu lesen fand ich diese Männer dadurch aber ebenfalls nicht.

Mit dem Wissen aus diesem Buch bin ich trotzdem gespannt darauf, die Serie zu beginnen, da ich erst danach entscheiden möchte, ob Band zwei nicht vielleicht doch eine Lektüre wert ist. Zeit für Charakterentwicklung sollte somit auf jeden Fall gegeben sein, ob diese dann jedoch auch umgesetzt wird und mir die Geschichte im nächsten Teil besser gefällt, werde ich aber einfach abwarten müssen.


Fazit
Auch wenn mich dieses Buch nicht ganz so begeistert hat, wie ich mir durch den Hype um die Serie eigentlich versprochen hatte, möchte ich die Geschichte noch nicht ganz abschreiben. Mit den Figuren und dem Erzählstil habe ich mich eher schwer getan, da ich aber bis zum Schluss durchgehalten habe, werde ich zumindest die Verfilmung sehen wollen und dann erst entscheiden, ob sich Band zwei für mich lohnen könnte.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 18.08.2026

Mit Achtsamkeit ans Ziel

Achtsam morden
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Worum geht’s?
Strafverteidiger Björn wird von seiner Frau gezwungen, seine Eignung als Familienvater durch den Besuch eines Achtsamkeits-Coaching unter Beweis zu stellen. Durch sein neu erlerntes Wissen ...

Worum geht’s?
Strafverteidiger Björn wird von seiner Frau gezwungen, seine Eignung als Familienvater durch den Besuch eines Achtsamkeits-Coaching unter Beweis zu stellen. Durch sein neu erlerntes Wissen kann er dem Stress auf der Arbeit ganz neu begegnen – und entledigt sich seiner Probleme seit dem auf eher kreative Weise.


Meine Meinung
Titel und Idee sprechen mich tatsächlich schon seit einigen Jahren an, weshalb ich mir selbst nicht so richtig erklären kann, warum ich so lange um dieses Buch herumgeschlichen bin. Die wirklich ungewöhnliche Herangehensweise an einen Krimi hat mich beim Lesen nämlich wirklich gut unterhalten können, auch wenn das Konzept dieser Reihe definitiv ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist.

Mein Lesefluss war tatsächlich bis zum Schluss sehr hoch, ich bin schnell durch die Geschichte gekommen und hätte auch eigentlich direkt mit Band zwei weitermachen können. Wirkliche Hochspannung kommt dabei zwar nicht auf, bei Krimikomödien würde ich das allerdings auch eher weniger erwarten.

Protagonist Björn war bei mir einer der seltenen Fälle, in denen ich eine Figur überhaupt nicht leiden konnte, das Buch aber deswegen trotzdem nicht abgebrochen habe. Seinem Charakter haben meiner Meinung nach tatsächliche Wertevorstellungen gefehlt, auch wenn ich mir sicher bin, dass die Geschichte auch nur so wirklich funktioniert. Seine Sicht auf die Welt, Kriminalität und seine Mitmenschen funktioniert gut als Projektionsfläche für die verschiedenen Achtsamkeitslektionen, die den Kapiteln vorangestellt sind, zu einem wirklichen Sympathieträger macht ihn das in meinen Augen aber weder zu Beginn, noch zum Ende der Geschichte.


Fazit
Dass Achtsamkeit zum Ziel führen kann, ist auf jeden Fall eine sehr wichtige und hier sehr unterhaltsam verpackte Botschaft. Dass dabei vielleicht manchmal die Tiefe der Geschichte ein bisschen leidet, ist für mich allerdings recht gut zu verschmerzen, da man eben auch mal mit einem Augenzwinkern auf den ein oder anderen Aspekt des Buches schauen muss und trotzdem sehr gut unterhalten werden kann.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 17.08.2026

Imposante Geschichte mit etwas irritierenden Figuren

Das Rad der Welt
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Worum geht’s?
Fürstentochter Agnes leidet unter den Machtspielen ihres Vaters, der sich entgegen ihrer Wünsche in den Kopf gesetzt hat, seine Tochter an einen Adeligen zu verheiraten. Viel lieber möchte ...

Worum geht’s?
Fürstentochter Agnes leidet unter den Machtspielen ihres Vaters, der sich entgegen ihrer Wünsche in den Kopf gesetzt hat, seine Tochter an einen Adeligen zu verheiraten. Viel lieber möchte sie die Welt erkunden, ihren Wissensdurst stillen und eine Weltkarte all ihres Wissens anfertigen. Als ihr Vater dann jedoch hinter ihre Beziehung zu dem jungen Krämer Liudger kommt, verbannt er sie ins Kloster – ausgerechnet an den Ort, an dem Agnes ihren Träumen näher ist, als sie je zu glauben gehofft hätte.


Meine Meinung
So unglaublich spannend wie ich die Idee dieser Geschichte auch fand, ehrlicherweise muss ich dabei auch erwähnen, wie schwer ich mich beim Lesen mit den Figuren getan habe. Der Handlungsstrang um die mappa mundi war für mich persönlich der viel interessantere, weshalb ich mich ehrlicherweise in einigen Teilen des Buches schon etwas anstrengen musste, um weiterzulesen.

Schreibstil und Einstieg in die Geschichte haben mir sehr gut gefallen, mein Interesse war geweckt und ich wollte wirklich gerne erfahren, wie das Schicksal von Agnes mit der Entstehung der wirklich beeindruckenden Ebstorfer Weltkarte zusammenhängt. Insbesondere das Leben der Frauen im Kloster war daher sehr interessant zu verfolgen für mich, da in diesen Teil der Handlung natürlich auch ein gewisses Maß an Fantasie, gleichzeitig aber eben auch sehr reale Fakten geflossen sind, die mein Interesse an der Geschichte über vergleichsweise lange Zeit hoch halten konnten.

Mein einziges kleines Problem hat beim Lesen daher tatsächlich dargestellt, dass ich auf emotionaler Ebene leider keine Verbindung zu den Figuren aufbauen konnte. In der Theorie hätte ich eigentlich wirklich mit Agnes mitfühlen wollen, da ich ihren Charakter, ihre Willensstärke und den Drang nach dem Ausbrechen aus gesellschaftlichen Grenzen nicht nur bewundernswert, sondern auch sehr mitreißend fand, beim Lesen wurde diese Begeisterung für ihre Figur aber leider trotzdem nicht so richtig bei mir ausgelöst. Übermäßig beeinträchtigt wurde mein Lesespaß dadurch zwar nicht, schade fand ich diesen Eindruck aber trotzdem.


Fazit
Die Idee einer starken Frauenfigur im Mittelalter, die ihrer Faszination nachgeht und aus ihren Lebensumständen das Beste macht, hat mir auf jeden Fall gut gefallen. In der Umsetzung lag meiner Meinung nach noch etwas mehr Potenzial, abgesehen von den Figuren, zu denen ich nur auf dem Papier einen Zugang finden konnte, beim Lesen aber leider weniger, mochte ich die Geschichte aber trotzdem wirklich gerne.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 17.08.2026

Spannender Auftakt mit vielen offenen Fragen und etwas zu deutlichen Parallelen

Gameshow – Der Preis der Gier
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Worum geht’s?
Als die siebzehnjährige Cass plötzlich in die niedrigste Klasse ihrer Gesellschaft verstoßen wird, setzt sie alles daran, zurück in die Elite zu gelangen. Ihre einzige Chance besteht in der ...

Worum geht’s?
Als die siebzehnjährige Cass plötzlich in die niedrigste Klasse ihrer Gesellschaft verstoßen wird, setzt sie alles daran, zurück in die Elite zu gelangen. Ihre einzige Chance besteht in der Teilnahme an der legendären Gameshow, deren Gewinner ein gesellschaftlicher Aufstieg winkt – doch noch viel eher der sichere Tod.


Meine Meinung
Auch wenn dieses Buch für mich auf jeden Fall das Rad nicht neu erfunden hat, fand ich die Grundidee der Geschichte ziemlich spannend und bin auch nach dem Lesen noch deutlich neugierig auf Band zwei. Ehrlicherweise muss ich aber auch zugeben, dass die Parallelen zu anderen Dystopien, insbesondere zu Tribute von Panem schon sehr deutlich zu erkennen sind, was sicherlich nicht ganz elegant gelöst wurde.

Ganz grundsätzlich mochte ich den Schreibstil der Autorin, ich bin beim Lesen überwiegend flüssig vorwärts gekommen und wollte durchaus wissen, wie die Geschichte ausgeht. Auch das Worldbuilding an sich hat mich zwar interessiert, wirklich viele Antworten auf meine Fragen habe ich in diesem Buch allerdings noch nicht bekommen. Für den zweiten Band besteht so zwar definitiv noch das Potenzial, die Lücken zu füllen, mein Interesse ist so allerdings ehrlicherweise nicht gefesselt. Darüber hinaus hatte ich nicht den Eindruck, tatsächlich über 100 Jahre in der Zukunft zu sein, da mir keine besonders großen Unterschiede zur Gegenwart, zumindest auf technologischer Ebene, aufgefallen sind.

Mit den Figuren bin ich ehrlicherweise ebenfalls nicht so warm geworden, wie es sicherlich wünschenswert gewesen wäre. Ich persönlich tue mich mittlerweile leider einfach sehr schwer mit eher klischeehaften Charakteren, die in manchen Genres zwar gefühlt nicht zu vermeiden sind, mich deswegen aber trotzdem nicht eher ansprechen. Insbesondere bei Cass hat mich daher gestört, dass ihre eigene Charakterbeschreibung nicht zu ihren Handlungen und ihrem Verhalten gepasst haben. Dementsprechend wenig authentisch fand ich ihre Figur, was mich aktuell noch nicht so wirklich dazu motiviert, sie auch noch in Teil zwei zu begleiten.


Fazit
Ganz grundsätzlich habe ich dieses Buch ganz gerne gelesen, auch wenn mich die deutlichen Parallelen zu bekannten Dystopien und das eher flach ausfallende Worldbuilding nicht wirklich vom Hocker gerissen haben. Die Geschichte bzw. den Stil der Autorin finde ich daher zwar prinzipiell gar nicht so schlecht, für zukünftige Bücher würde ich mir aber eindeutig mehr Originalität wünschen.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel von mir.