Spannendes Konzept mit wankelmütiger Umsetzung
Die Schwester des SerienkillersWorum geht’s?
Als die Polizei vor Annas Tür steht und ihr berichtet, dass ihr Bruder Henry ein gesuchter Serienmörder sein soll, gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Seit ihrer gemeinsamen Kindheit im ...
Worum geht’s?
Als die Polizei vor Annas Tür steht und ihr berichtet, dass ihr Bruder Henry ein gesuchter Serienmörder sein soll, gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Seit ihrer gemeinsamen Kindheit im Heim hatten die beiden keinen Kontakt mehr, doch jetzt lässt seine Mordserie vermuten, dass Anna sein nächstes Opfer sein könnte – und die setzt alles daran, um ihm nicht in die Fänge zu geraten.
Meine Meinung
Das Konzept dieser Reihe finde ich wirklich spannend, auch wenn das Szenario der Familienmitglieder eines Serienkillers eigentlich unglaublich beängstigend ist. Ehrlicherweise muss ich bei diesem Band allerdings leider sagen, dass mir die Umsetzung nicht ganz so gut gefallen hat, wie das bei Band eins oder zwei der Fall war.
Der Schreibstil an sich kam mir hier fast ein wenig schleppend vor, was insbesondere in der ersten Hälfte des Buches dazu geführt hat, dass ich nur unglaublich langsam voran gekommen bin. Wirklich passiert ist relativ lange nichts, was ich auf Dauer einfach etwas zu anstrengend für meinen Geschmack fand.
Kurz nach der ersten Hälfte des Buches konnte ich mich dann zwar schon etwas mehr für die Geschehnisse begeistern, wirklich vom Hocker gerissen war ich da aber schon nicht mehr. Mir persönlich kam das interessantere Tempo leider deutlich zu spät im Buch, weshalb dann ehrlicherweise auch froh war, als ich die Geschichte beenden konnte.
Auch die Auflösung war für mich nicht so sehr der Knaller, wie sie es eigentlich hätte sein sollen. Der Plottwist kam zwar zugegebenermaßen überraschend, wirklich gut gemacht fand ich die Hinführung aber ehrlicherweise nicht. Hätte es zuvor wenigstens ein oder zwei kleine Hinweise gegeben, wäre mir das Ende vermutlich nicht ganz so an den Haaren herbeigezogen vorgekommen, so hatte ich aber leider den Eindruck, dass diese Lösung relativ spontan entstand und der Handlungsbogen aus diesem Grund nicht ganz rund war. Insgesamt mochte ich die Reihe daher zwar gerne, die ersten beiden Bände haben mich aber deutlich mehr angesprochen, als das bei dieser eher schleppenden Umsetzung der Fall war.
Fazit
Für einen Thriller war mir dieses Buch ehrlicherweise nicht spannend und vor allem nicht packend genug geschrieben. Die Idee war zwar durchaus interessant und hatte das Potenzial zu einem absoluten Pageturner, mir persönlich war die Umsetzung dafür aber etwas zu wankelmütig.
Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel.