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Veröffentlicht am 18.08.2026

Mit Achtsamkeit ans Ziel

Achtsam morden
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Worum geht’s?
Strafverteidiger Björn wird von seiner Frau gezwungen, seine Eignung als Familienvater durch den Besuch eines Achtsamkeits-Coaching unter Beweis zu stellen. Durch sein neu erlerntes Wissen ...

Worum geht’s?
Strafverteidiger Björn wird von seiner Frau gezwungen, seine Eignung als Familienvater durch den Besuch eines Achtsamkeits-Coaching unter Beweis zu stellen. Durch sein neu erlerntes Wissen kann er dem Stress auf der Arbeit ganz neu begegnen – und entledigt sich seiner Probleme seit dem auf eher kreative Weise.


Meine Meinung
Titel und Idee sprechen mich tatsächlich schon seit einigen Jahren an, weshalb ich mir selbst nicht so richtig erklären kann, warum ich so lange um dieses Buch herumgeschlichen bin. Die wirklich ungewöhnliche Herangehensweise an einen Krimi hat mich beim Lesen nämlich wirklich gut unterhalten können, auch wenn das Konzept dieser Reihe definitiv ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist.

Mein Lesefluss war tatsächlich bis zum Schluss sehr hoch, ich bin schnell durch die Geschichte gekommen und hätte auch eigentlich direkt mit Band zwei weitermachen können. Wirkliche Hochspannung kommt dabei zwar nicht auf, bei Krimikomödien würde ich das allerdings auch eher weniger erwarten.

Protagonist Björn war bei mir einer der seltenen Fälle, in denen ich eine Figur überhaupt nicht leiden konnte, das Buch aber deswegen trotzdem nicht abgebrochen habe. Seinem Charakter haben meiner Meinung nach tatsächliche Wertevorstellungen gefehlt, auch wenn ich mir sicher bin, dass die Geschichte auch nur so wirklich funktioniert. Seine Sicht auf die Welt, Kriminalität und seine Mitmenschen funktioniert gut als Projektionsfläche für die verschiedenen Achtsamkeitslektionen, die den Kapiteln vorangestellt sind, zu einem wirklichen Sympathieträger macht ihn das in meinen Augen aber weder zu Beginn, noch zum Ende der Geschichte.


Fazit
Dass Achtsamkeit zum Ziel führen kann, ist auf jeden Fall eine sehr wichtige und hier sehr unterhaltsam verpackte Botschaft. Dass dabei vielleicht manchmal die Tiefe der Geschichte ein bisschen leidet, ist für mich allerdings recht gut zu verschmerzen, da man eben auch mal mit einem Augenzwinkern auf den ein oder anderen Aspekt des Buches schauen muss und trotzdem sehr gut unterhalten werden kann.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 17.08.2026

Imposante Geschichte mit etwas irritierenden Figuren

Das Rad der Welt
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Worum geht’s?
Fürstentochter Agnes leidet unter den Machtspielen ihres Vaters, der sich entgegen ihrer Wünsche in den Kopf gesetzt hat, seine Tochter an einen Adeligen zu verheiraten. Viel lieber möchte ...

Worum geht’s?
Fürstentochter Agnes leidet unter den Machtspielen ihres Vaters, der sich entgegen ihrer Wünsche in den Kopf gesetzt hat, seine Tochter an einen Adeligen zu verheiraten. Viel lieber möchte sie die Welt erkunden, ihren Wissensdurst stillen und eine Weltkarte all ihres Wissens anfertigen. Als ihr Vater dann jedoch hinter ihre Beziehung zu dem jungen Krämer Liudger kommt, verbannt er sie ins Kloster – ausgerechnet an den Ort, an dem Agnes ihren Träumen näher ist, als sie je zu glauben gehofft hätte.


Meine Meinung
So unglaublich spannend wie ich die Idee dieser Geschichte auch fand, ehrlicherweise muss ich dabei auch erwähnen, wie schwer ich mich beim Lesen mit den Figuren getan habe. Der Handlungsstrang um die mappa mundi war für mich persönlich der viel interessantere, weshalb ich mich ehrlicherweise in einigen Teilen des Buches schon etwas anstrengen musste, um weiterzulesen.

Schreibstil und Einstieg in die Geschichte haben mir sehr gut gefallen, mein Interesse war geweckt und ich wollte wirklich gerne erfahren, wie das Schicksal von Agnes mit der Entstehung der wirklich beeindruckenden Ebstorfer Weltkarte zusammenhängt. Insbesondere das Leben der Frauen im Kloster war daher sehr interessant zu verfolgen für mich, da in diesen Teil der Handlung natürlich auch ein gewisses Maß an Fantasie, gleichzeitig aber eben auch sehr reale Fakten geflossen sind, die mein Interesse an der Geschichte über vergleichsweise lange Zeit hoch halten konnten.

Mein einziges kleines Problem hat beim Lesen daher tatsächlich dargestellt, dass ich auf emotionaler Ebene leider keine Verbindung zu den Figuren aufbauen konnte. In der Theorie hätte ich eigentlich wirklich mit Agnes mitfühlen wollen, da ich ihren Charakter, ihre Willensstärke und den Drang nach dem Ausbrechen aus gesellschaftlichen Grenzen nicht nur bewundernswert, sondern auch sehr mitreißend fand, beim Lesen wurde diese Begeisterung für ihre Figur aber leider trotzdem nicht so richtig bei mir ausgelöst. Übermäßig beeinträchtigt wurde mein Lesespaß dadurch zwar nicht, schade fand ich diesen Eindruck aber trotzdem.


Fazit
Die Idee einer starken Frauenfigur im Mittelalter, die ihrer Faszination nachgeht und aus ihren Lebensumständen das Beste macht, hat mir auf jeden Fall gut gefallen. In der Umsetzung lag meiner Meinung nach noch etwas mehr Potenzial, abgesehen von den Figuren, zu denen ich nur auf dem Papier einen Zugang finden konnte, beim Lesen aber leider weniger, mochte ich die Geschichte aber trotzdem wirklich gerne.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 17.08.2026

Spannender Auftakt mit vielen offenen Fragen und etwas zu deutlichen Parallelen

Gameshow – Der Preis der Gier
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Worum geht’s?
Als die siebzehnjährige Cass plötzlich in die niedrigste Klasse ihrer Gesellschaft verstoßen wird, setzt sie alles daran, zurück in die Elite zu gelangen. Ihre einzige Chance besteht in der ...

Worum geht’s?
Als die siebzehnjährige Cass plötzlich in die niedrigste Klasse ihrer Gesellschaft verstoßen wird, setzt sie alles daran, zurück in die Elite zu gelangen. Ihre einzige Chance besteht in der Teilnahme an der legendären Gameshow, deren Gewinner ein gesellschaftlicher Aufstieg winkt – doch noch viel eher der sichere Tod.


Meine Meinung
Auch wenn dieses Buch für mich auf jeden Fall das Rad nicht neu erfunden hat, fand ich die Grundidee der Geschichte ziemlich spannend und bin auch nach dem Lesen noch deutlich neugierig auf Band zwei. Ehrlicherweise muss ich aber auch zugeben, dass die Parallelen zu anderen Dystopien, insbesondere zu Tribute von Panem schon sehr deutlich zu erkennen sind, was sicherlich nicht ganz elegant gelöst wurde.

Ganz grundsätzlich mochte ich den Schreibstil der Autorin, ich bin beim Lesen überwiegend flüssig vorwärts gekommen und wollte durchaus wissen, wie die Geschichte ausgeht. Auch das Worldbuilding an sich hat mich zwar interessiert, wirklich viele Antworten auf meine Fragen habe ich in diesem Buch allerdings noch nicht bekommen. Für den zweiten Band besteht so zwar definitiv noch das Potenzial, die Lücken zu füllen, mein Interesse ist so allerdings ehrlicherweise nicht gefesselt. Darüber hinaus hatte ich nicht den Eindruck, tatsächlich über 100 Jahre in der Zukunft zu sein, da mir keine besonders großen Unterschiede zur Gegenwart, zumindest auf technologischer Ebene, aufgefallen sind.

Mit den Figuren bin ich ehrlicherweise ebenfalls nicht so warm geworden, wie es sicherlich wünschenswert gewesen wäre. Ich persönlich tue mich mittlerweile leider einfach sehr schwer mit eher klischeehaften Charakteren, die in manchen Genres zwar gefühlt nicht zu vermeiden sind, mich deswegen aber trotzdem nicht eher ansprechen. Insbesondere bei Cass hat mich daher gestört, dass ihre eigene Charakterbeschreibung nicht zu ihren Handlungen und ihrem Verhalten gepasst haben. Dementsprechend wenig authentisch fand ich ihre Figur, was mich aktuell noch nicht so wirklich dazu motiviert, sie auch noch in Teil zwei zu begleiten.


Fazit
Ganz grundsätzlich habe ich dieses Buch ganz gerne gelesen, auch wenn mich die deutlichen Parallelen zu bekannten Dystopien und das eher flach ausfallende Worldbuilding nicht wirklich vom Hocker gerissen haben. Die Geschichte bzw. den Stil der Autorin finde ich daher zwar prinzipiell gar nicht so schlecht, für zukünftige Bücher würde ich mir aber eindeutig mehr Originalität wünschen.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 14.08.2026

Erschreckende Idee mit etwas wackeligem Spannungsbogen

How to Fight Fate: Ist es wahre Liebe, wenn das Schicksal den Seelenpartner vorherbestimmt? Enemies-to-Lovers-Romantasy Young Adult Buch ab 14 Jahren mit Farbschnitt nur in der 1. Auflage (Fate Dilogie, Bd. 1)
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Worum geht’s?
Um nicht als Kanonenfutter in einem aussichtslos wirkenden Krieg an der Front zu landen, will Kiana unbedingt ihren Seelenpartner finden. Als dieser jedoch bereits kurz nach der Zeremonie ...

Worum geht’s?
Um nicht als Kanonenfutter in einem aussichtslos wirkenden Krieg an der Front zu landen, will Kiana unbedingt ihren Seelenpartner finden. Als dieser jedoch bereits kurz nach der Zeremonie stirbt, blickt sie ihrem schlimmsten Albtraum ins Auge – und setzt alles daran, um ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.


Meine Meinung
Saskia Louis war für mich bisher immer eine Garantie auf spannende und wirklich unterhaltsame Bücher, weshalb auch diese Reihe direkt bei mir einziehen musste. Im Nachhinein betrachtet war das leider ein bisschen vorschnell von mir, denn so cool wie ich die Idee dieses Buches auch fand, hat mich das Tempo der Geschichte schlussendlich nicht ganz so überzeugen können.

Schreibstil, Idee und Figuren haben mir dabei allerdings grundsätzlich gut gefallen, da ich das Konzept der Hierarchisierung von „Liebe“ und Partnerschaft gleichermaßen spannend wie erschreckend fand. Meine Erwartungen in Hinblick auf das Entwicklungspotenzial der Charaktere wurde dabei ebenfalls nicht enttäuscht, was mich zumindest in weiten Teilen der Geschichte dazu motiviert hat, weiterlesen zu wollen.

Protagonistin Kiana und ihre beiden Mitstreiter Tyron und Nevin fand ich grundsätzlich sympathisch und habe sie gerne begleitet, da ich unbedingt wissen wollte, ob sie ihre Flucht unbeschadet überstehen und tatsächlich alle ihre Ziele erreichen. Durch die ab und an wechselnde Perspektive hatte ich zudem nicht den Eindruck, immer wieder den Zugang zu den Figuren, insbesondere zu Tyron, zu verlieren, was mich sehr positiv überrascht und es mir leichter gemacht hat, mich wirklich auf alle Charaktere einzulassen.

Meine Schwierigkeiten mit dem Buch beziehen sich daher tatsächlich primär auf den Spannungsbogen, der mein Interesse leider phasenweise eher gedämpft hat. Ich hätte mir insgesamt eine etwas konsistentere Spannung gewünscht, da große Teile der Geschichte mit wenigen Unterbrechungen relativ ereignislos auf mich gewirkt haben. Das Ende kam daher etwas sehr rasant daher, was zwar einerseits neugierig auf Band zwei gemacht, mich gleichzeitig aber auch etwas überrumpelt hat.


Fazit
Saskia Louis hat sich den Platz auf der Liste meiner Lieblingsautorinnen auf jeden Fall verdient, auch wenn der Spannungsbogen hier nicht ganz meine Erwartungen erfüllt hat. Lust auf den zweiten Teil der Reihe habe ich aber trotzdem, auch wenn ich vielleicht auf etwas mehr Straffung im Handlungsbogen hoffe.

Dafür vergebe ich vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 11.08.2026

Vielversprechende Idee mit schwachem Worldbuilding

To Kill A Shadow (Die verfluchten Lande, Band 1)
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Worum geht’s?
Als Ausgestoßene in ihrem Dorf hat es Kiara alles andere als leicht, über die Runden zu kommen. Umso überraschter ist sie daher, als ausgerechnet sie für eine gefährliche Mission rekrutiert ...

Worum geht’s?
Als Ausgestoßene in ihrem Dorf hat es Kiara alles andere als leicht, über die Runden zu kommen. Umso überraschter ist sie daher, als ausgerechnet sie für eine gefährliche Mission rekrutiert wird – und dabei nicht nur mitten hinein in eine tödliche Gefahr stolpert, sondern auch Gefahr läuft, ihr Herz zu verlieren.


Meine Meinung
Die Idee einer starken Protagonistin in einem ungewöhnlichen Setting überzeugt mich eigentlich immer, weshalb meine Erwartungen an dieses Buch durchaus hoch angesetzt waren. So ganz erfüllt wurden diese dann aber leider nicht, auch wenn ich durchaus Potenzial in dieser Geschichte gesehen habe.

Der Schreibstil an sich war sehr nett zu lesen, ich habe mich nirgendwo großartig aufgehangen und bin ziemlich flüssig durchgekommen. Der Weltenbau hat mich dann jedoch eher enttäuscht, da ich auch für einen Dilogieauftakt viel zu wenig Informationen zur Welt und ihren Regeln bekommen habe und darüber hinaus stellenweise auch den Eindruck hatte, dass nicht mal die Figuren selbst so ganz wussten, wie ihre Welt eigentlich funktionieren sollte. Beim Setting wurde daher meiner Meinung nach eindeutig zu viel Potenzial verschenkt, denn das Grundgerüst hätte mit einer fundierteren Ausarbeitung sicherlich mein Interesse halten können.

Auch die Charaktere kamen mir stellenweise eher unbeholfen vor, was es mir schwer gemacht hat, sie als Helden und mutige Figuren wahrzunehmen. Insbesondere Kiara hat auf mich nicht so besonders gewirkt, wie mir die Geschichte weismachen wollte, was es mir dann wiederum schwer gemacht hat, wirklich mit ihr mitzufiebern. Neben dieser sehr klischeehaften Rolle der praktisch allmächtigen, aber eigentlich ja so normalen Auserwählten hat mich außerdem gestört, dass sich die Liebesgeschichte zwischen ihr und Jude so erzwungen angefühlt hat.

Das Anschneiden aller vorhandenen Tropes wären meiner Meinung nach daher eigentlich nicht nötig gewesen, da es für ein Buch sicherlich gereicht hätte, die Nebenfiguren besser auszuarbeiten und sich auf die Entwicklung der Freundesgruppe und ihrer Beziehungen untereinander zu konzentrieren. Für mich persönlich konnte daher auch das Ende nicht mehr besonders viel herausreißen, da ich nach dem Cliffhanger zwar durchaus wissen will, wie es weitergeht, mir aktuell durch meinen mangelnden Lesespaß bei dieser Geschichte aber leider die Motivation fehlt, direkt mit Teil zwei weitermachen zu wollen.


Fazit
So sehr wie ich dieses Buch auch mögen wollte, richtig überzeugt bin ich im Nachhinein leider nicht. Figuren und Weltenbau waren für mich persönlich zu blass und unausgereift, um mich wirklich mitreißen zu können, auch wenn ich durchaus Potenzial in der Idee gesehen habe. Die Autorin möchte ich daher für mich noch nicht abschreiben, ob ich Band zwei lesen werde, weiß ich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.