Kann man machen, muss man aber nicht
Three Swedish Mountain Men (Why Choose 1)Worum geht’s?
Nach einem Verrat, der nicht nur ihr Privatleben, sondern auch ihre Karriere zusammenbrechen lässt, flüchtet Daisy Hals über Kopf nach Schweden. Als sie dann nur knapp einem tödlichen Unfall ...
Worum geht’s?
Nach einem Verrat, der nicht nur ihr Privatleben, sondern auch ihre Karriere zusammenbrechen lässt, flüchtet Daisy Hals über Kopf nach Schweden. Als sie dann nur knapp einem tödlichen Unfall mit einem Elch entkommt, trifft sie auf den brummigen Ranger Cole, der sie widerwillig in seiner Berghütte aufnimmt – und ihr seine Mitbewohner vorstellt, die Daisy nach und nach auftauen lassen.
Meine Meinung
Why Choose ist ehrlicherweise kein Trope, der mich bisher besonders angesprochen hat, weshalb ich dieses Buch ohne einen Buddy-Read vermutlich gar nicht erst in die Hand genommen hätte. Überraschenderweise hatte ich durchaus Spaß beim Lesen, mein neues Lieblingsgenre habe ich damit aber definitiv nicht gefunden.
Grundsätzlich bin ich recht schnell durch die Geschichte gekommen, der Schreibstil war angenehm zu lesen und auch das Setting mochte ich eigentlich sehr gerne. Das verschneite Schweden hat zwar insgesamt gar nicht so viel Raum eingenommen, in die Szenen, die draußen gespielt haben konnte ich mich aber trotzdem ziemlich gut hineindenken.
Auch der übergeordnete Handlungsbogen um das große Geheimnis, welches Daisy umgibt hat mich grundsätzlich interessiert, auch wenn dieser Teil der Handlung für meinen Geschmack leider eindeutig zu oberflächlich abgearbeitet wurde und vor allem in Hinblick auf die Auflösung irgendwie nicht ganz rund auf mich gewirkt hat.
Damit einher ging auch mein eher platter Eindruck von den Figuren, die logischerweise in ihrer Konstellation und in Hinblick auf die Länge des Buches gar nicht genug Platz hatten, um sich richtig entwickeln zu können. Auf dem Papier waren sie mir zwar grundsätzlich sympathisch, und auch ihre Sorgen und Ängste waren eigentlich nachvollziehbar, wirklich mehrdimensional kam mir aber trotzdem keiner der Protagonisten vor. Der Fokus auf die intimen Momente hat sich in meinen Augen ebenfalls nicht besonders positiv auf die Figurengestaltung ausgewirkt, was in diesem Genre sicherlich auch gar nicht die Absicht war, mir aber trotzdem nicht ganz zugesagt hat.
Fazit
Why Choose ist auch nach diesem Buch noch immer kein Trope, der mich wirklich überzeugen kann, auch wenn diese Geschichte grundsätzlich recht nett zu lesen war. Ein gewisser Unterhaltungswert lässt sich daher definitiv nicht leugnen, wirkliche Charakterentwicklung oder emotionale Tiefe darf man beim Lesen aber nicht erwarten.
Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.