Grundsätzlich nette Idee mit ausbaufähiger Umsetzung
Tristan MortalisWorum geht’s?
Nach ihrem Schulabschluss trennen sich die Wege von Tristan und seiner Freundesgruppe. Jeder folgten seinen Wünschen und Träumen – bis auf Tristan, der einfach nicht weiß, wo es ihn hin verschlagen ...
Worum geht’s?
Nach ihrem Schulabschluss trennen sich die Wege von Tristan und seiner Freundesgruppe. Jeder folgten seinen Wünschen und Träumen – bis auf Tristan, der einfach nicht weiß, wo es ihn hin verschlagen soll. Als dann ein halbes Jahr später ein Leiche aus dem Moor geborgen wird, deren Kleidung identisch mit seiner ist, wollen Tristans Freunde herausfinden, was mit ihm passiert ist – und stoßen dabei auf Abgründe, die sie sich nie vorzustellen gewagt hätten.
Meine Meinung
Mit diesem Buch habe ich mich ehrlicherweise nicht ganz so leicht getan, wie ich mir das eigentlich vorgestellt hatte. Die Grundidee der Geschichte fand ich zwar von Beginn an recht spannend, insbesondere die Umsetzung hat mir dann aber selbst vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es sich hier um einen Jugendroman handelt leider nicht besonders gut gefallen.
Den Schreibstil mochte ich tatsächlich ganz gerne, ich bin relativ schnell durch die Geschichte gekommen und hatte nicht das Gefühl, mich an irgendwelchen Formulierungen aufzuhängen. Auch die eher kurzen Kapitel haben meinen Lesefluss hoch gehalten, was ich wirklich ansprechend fand.
Meine Probleme hatte ich daher auch eigentlich lediglich mit den Figuren, die in meinen Augen vor allem durch den Aufbau des Buches bedingt eher blass geblieben sind und mir kaum nahbar vorkamen. So nett die Perspektivwechsel für ein wenig Dynamik in der Geschichte auch waren, wirkliche Tiefe wurde so zumindest meiner Meinung nach nicht erzielt. Auch die unterschiedlichen Geheimnisse der Figuren konnten mich nicht so richtig überzeugen, da sie mir teils etwas arg an den Haaren herbeigezogen erschienen und darüber hinaus nicht immer ganz authentisch konstruiert waren.
Auch die Umsetzung des Endes konnte mich nicht begeistern, da ich persönlich einfach kein Fan von besonders viel Drama in Geschichten bin und die Hinleitung zur Auflösung daher einfach nicht wirklich meinen Geschmack getroffen hat. Als Jugendliche wäre das Buch von mir daher vermutlich auch eher abgebrochen worden, mittlerweile beende ich aber auch solche Geschichten und suche mir dann Lesestoff, der mich eher ansprechen wird.
Fazit
Auch wenn dieses Buch an sich recht nett gemacht war, hat sich meine Begeisterung schlussendlich dann doch leider eher in Grenzen gehalten. Die Handlung an sich war für meinen Geschmack etwas zu ungeschickt konstruiert und daher nicht ganz so mitreißend, wie ich mir das gewünscht hätte, auch wenn sich die Geschichte an sich recht flott hat weg lesen lassen.
Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel von mir.