Profilbild von buchgestapel

buchgestapel

Lesejury Star
offline

buchgestapel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit buchgestapel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.10.2026

Kann man machen, muss man aber nicht

Three Swedish Mountain Men (Why Choose 1)
0

Worum geht’s?
Nach einem Verrat, der nicht nur ihr Privatleben, sondern auch ihre Karriere zusammenbrechen lässt, flüchtet Daisy Hals über Kopf nach Schweden. Als sie dann nur knapp einem tödlichen Unfall ...

Worum geht’s?
Nach einem Verrat, der nicht nur ihr Privatleben, sondern auch ihre Karriere zusammenbrechen lässt, flüchtet Daisy Hals über Kopf nach Schweden. Als sie dann nur knapp einem tödlichen Unfall mit einem Elch entkommt, trifft sie auf den brummigen Ranger Cole, der sie widerwillig in seiner Berghütte aufnimmt – und ihr seine Mitbewohner vorstellt, die Daisy nach und nach auftauen lassen.


Meine Meinung
Why Choose ist ehrlicherweise kein Trope, der mich bisher besonders angesprochen hat, weshalb ich dieses Buch ohne einen Buddy-Read vermutlich gar nicht erst in die Hand genommen hätte. Überraschenderweise hatte ich durchaus Spaß beim Lesen, mein neues Lieblingsgenre habe ich damit aber definitiv nicht gefunden.

Grundsätzlich bin ich recht schnell durch die Geschichte gekommen, der Schreibstil war angenehm zu lesen und auch das Setting mochte ich eigentlich sehr gerne. Das verschneite Schweden hat zwar insgesamt gar nicht so viel Raum eingenommen, in die Szenen, die draußen gespielt haben konnte ich mich aber trotzdem ziemlich gut hineindenken.

Auch der übergeordnete Handlungsbogen um das große Geheimnis, welches Daisy umgibt hat mich grundsätzlich interessiert, auch wenn dieser Teil der Handlung für meinen Geschmack leider eindeutig zu oberflächlich abgearbeitet wurde und vor allem in Hinblick auf die Auflösung irgendwie nicht ganz rund auf mich gewirkt hat.

Damit einher ging auch mein eher platter Eindruck von den Figuren, die logischerweise in ihrer Konstellation und in Hinblick auf die Länge des Buches gar nicht genug Platz hatten, um sich richtig entwickeln zu können. Auf dem Papier waren sie mir zwar grundsätzlich sympathisch, und auch ihre Sorgen und Ängste waren eigentlich nachvollziehbar, wirklich mehrdimensional kam mir aber trotzdem keiner der Protagonisten vor. Der Fokus auf die intimen Momente hat sich in meinen Augen ebenfalls nicht besonders positiv auf die Figurengestaltung ausgewirkt, was in diesem Genre sicherlich auch gar nicht die Absicht war, mir aber trotzdem nicht ganz zugesagt hat.


Fazit
Why Choose ist auch nach diesem Buch noch immer kein Trope, der mich wirklich überzeugen kann, auch wenn diese Geschichte grundsätzlich recht nett zu lesen war. Ein gewisser Unterhaltungswert lässt sich daher definitiv nicht leugnen, wirkliche Charakterentwicklung oder emotionale Tiefe darf man beim Lesen aber nicht erwarten.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 28.09.2026

Finanzen für Anfänger

Dein erstes Mal Finanzen
0

Meine Meinung
Finfluencern stehe ich ehrlicherweise immer etwas skeptisch gegenüber, was mich auch hier erst einmal mit etwas Zurückhaltung an das Buch hat herangehen lassen. Der Grundgedanke und die Umsetzungen ...

Meine Meinung
Finfluencern stehe ich ehrlicherweise immer etwas skeptisch gegenüber, was mich auch hier erst einmal mit etwas Zurückhaltung an das Buch hat herangehen lassen. Der Grundgedanke und die Umsetzungen kamen mir dann aber schlussendlich doch sehr solide vor, weshalb ich es als Ausgangspunkt zur Beschäftigung mit Finanzthemen durchaus empfehlen kann.

Das erste Drittel des Buches hat mich persönlich ein wenig gelangweilt, da es vor allem um allgemeine Informationen zu Themen wie der ersten eigenen Wohnung oder dem ersten Arbeitsvertrag ging, ohne dabei substantiell in die Tiefe zu gehen. Auf die Kürze des Buches gerechnet wäre das auch nur schwer möglich gewesen, richtig hilfreich da für absolute Anfänger zu allgemein gehalten, für Fortgeschrittene aber gleichzeitig zu oberflächlich um etwas Neues zu lernen, fand ich diesen Teil aber ehrlicherweise nicht.

Was außerdem sehr deutlich wurde, war die Präferenz der Autorin für EFTs als Geldanlage. Der Fokus schloss andere Investitionsanlagen zwar vollkommen aus, als Einstieg ins Thema wurden mir EFTs so aber immerhin etwas nähergebracht.

Als erster Überblick für Anfänger finde ich das Buch daher durchaus gelungen, ein gewisses Maß an Eigenverantwortung sollte man dabei aber trotzdem nicht vernachlässigen. Das wird zum Glück auch betont, besonders unterstreichen möchte ich aber trotzdem, dass man sich eben nicht nur an einem Buch orientieren, sondern selbst Recherche betreiben sollte, wenn es um das Thema Finanzen geht.


Fazit
Als ersten Einstieg ins Thema Finanzen finde ich das Buch durchaus gelungen, der erste Teil passt für mich aber ehrlicherweise nicht so ganz ins Bild und hat mich daher ehrlicherweise nicht besonders vom Hocker gerissen. Um sich dem Thema Finanzbildung und EFTs anzunähern, ist das Buch aber definitiv ein erster Schritt, weshalb ich die Umsetzung durchaus nicht schlecht finde.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 26.09.2026

Absolut fragwürdige Geschichte mit Unterhaltungswert

Butcher & Blackbird - Selbst die dunkelsten Seelen sehnen sich nach Liebe
0

Worum geht’s?
Als Serienkiller hat man eigentlich keine Angst – außer vielleicht vor anderen Serienkillern. Für Butcher und Blackbird wird ihre erste Begegnung jedoch zum Auftakt einer nervenaufreibenden ...

Worum geht’s?
Als Serienkiller hat man eigentlich keine Angst – außer vielleicht vor anderen Serienkillern. Für Butcher und Blackbird wird ihre erste Begegnung jedoch zum Auftakt einer nervenaufreibenden Jagd auf andere Serienkiller – und der Beginn einer Reise, der nicht nur sie, sondern auch ihre Herzen in Gefahr bringt.


Meine Meinung
Dark Romance ist eigentlich überhaupt nicht mein Genre, eine Dark RomCom habe ich bisher aber noch nicht gelesen, weshalb ich dem Buch und der Autorin trotzdem eine Chance geben wollte. Ehrlicherweise frage ich mich noch immer, was ich da eigentlich gelesen habe, einen gewissen Unterhaltungswert kann ich dabei aber gleichzeitig ebenfalls nicht abstreiten.

Das Konzept der Geschichte war definitiv interessant und hat mich vage an die Serie Dexter erinnert, auch wenn es genügend eigene Ideen gab, um nicht zu viele Parallelen aufzuweisen. Die Content Note war dabei definitiv notwendig und hat in meinen Augen ihren Zweck erfüllt, auch wenn das die Stellen, die meiner Meinung nach mehr als fragwürdig waren gleichzeitig weder entschärft, noch wirklich eingeordnet hat.

Auch die beiden Protagonisten waren definitiv eine witzige Mischung, auch wenn ich ihr Dasein als Serienkiller nicht gutheißen kann. Interessant fand ich trotzdem, dass diese Tatsache gar nicht so sehr im Vordergrund stand, denn abgesehen von der Jagd auf andere Serienkiller haben die beiden doch recht normal auf mich gewirkt und das Thema Morden überwiegend ausgeklammert.

Trotz der fehlenden Einordnung fand ich die Idee aber doch überwiegend nett umgesetzt, wobei ich mir ehrlicherweise doch ein wenig mehr Charakterentwicklung gewünscht hätte und mir zeitweise nicht sicher war, wie ernst ich das Buch eigentlich wirklich nehmen soll. Der Witz war irgendwo da, so richtig vom Hocker gerissen war ich allerdings nicht.


Fazit
Grundsätzlich konnte man das Buch auf jeden Fall ganz nett lesen, auch wenn es definitiv Stellen gab, die ich trotz der Content Note absolut nicht gebraucht hätte. Wenn man da allerdings gut drüber hinwegsehen kann, ist die Geschichte definitiv unterhaltsam zu lesen, auch wenn ich Band zwei der Reihe ehrlicherweise noch nicht so schnell brauche.

Dafür gibt es knappe vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 11.09.2026

Interessante Themenmischung, aber trotzdem kein Highlight

Liars all around me
0

Worum geht’s?
Ryle hat sicherlich keinen guten Ruf an seiner Schule, dass man ihn für einen Waffendealer hält, überrascht ihn allerdings schon. Als dann ausgerechnet die ärgste Konkurrentin seiner Mitschülerin ...

Worum geht’s?
Ryle hat sicherlich keinen guten Ruf an seiner Schule, dass man ihn für einen Waffendealer hält, überrascht ihn allerdings schon. Als dann ausgerechnet die ärgste Konkurrentin seiner Mitschülerin Avery erschossen aufgefunden wird, schwant ihm Böses – doch Avery beteuert ihre Unschuld und setzt alles daran, um auch Ryle davon zu überzeugen.


Meine Meinung
Die Mischung aus Jugendbuch und Thriller hat mich tatsächlich sehr interessiert, auch wenn ich mittlerweile eigentlich so ein wenig aus der Zielgruppe herausgewachsen und bei Krimis und Thrillern eine gewisse Härte gewohnt bin. Nichtsdestotrotz wollte ich der Geschichte eine Chance geben, was sich im Großen und Ganzen auch gelohnt, meine Erwartungen jedoch nicht übertroffen hat.

Ein Kleinstadt-Setting, jede Menge Geheimnisse und ein Mord klingen auf jeden Fall nach einer spannenden Mischung, beim Lesen ist diese Spannung jedoch kaum bei mir angekommen. Obwohl die Perspektivwechsel zwischen den beiden Protagonisten für eine gewisse Dynamik gesorgt haben, hat mir irgendwie die Stimmung gefehlt, die mich zum miträtseln hätte einladen sollen.

Auch die Ermittlungen selbst waren mir nicht authentisch genug beim Lesen, dafür fielen sie für meinen Geschmack etwas zu sehr hinten über. Das Hauptaugenmerk lag eher auf den Figuren, was ich grundsätzlich nicht schlecht fand, wirkliche Spannung oder ein konkreter und begründeter Verdacht kamen bei mir so aber eher nicht auf.

Die beiden Protagonisten Ryle und Avery fand ich grundsätzlich interessant, ehrlicherweise aber gleichzeitig nicht interessant genug, um wirklich mit ihnen mitzufiebern. Die Frage nach Schuld und Unschuld an der Situation und dem Mord hatte dabei zwar Potenzial, mir persönlich wurden aber viel zu schnell Verdächtige ausgeschlossen, um durch eine länger andauernde Ungewissheit wirkliche Spannung aufzubauen.

Für einen Jugendthriller ist das sicherlich ein sehr solider Aufbau, wenn man allerdings schon einen Augenblick in diesem Genre unterwegs ist, löst die Umsetzung leider keine Begeisterungsstürme mehr aus. Nichtsdestotrotz mochte ich die Idee und bin recht gut durch das Buch gekommen, von daher kann ich mit diesem Umstand gut leben.


Fazit
Hochspannung hat sich bei mir beim Lesen dieses Buches zwar nicht eingestellt, ganz gut gemacht fand ich die Geschichte aber trotzdem. Für Genre-Einsteiger und Leserattten, die weniger Spannung und mehr Figurendynamik suchen, dürfte dieses Buch daher die richtige Wahl sein, mich hat es allerdings nicht in Begeisterung ausbrechen lassen.

Dafür gibt es solide drei Bücherstapel.

Veröffentlicht am 11.09.2026

Cozy Liebesgeschichte mit tollem Setting

Our Last Page
0

Worum geht’s?
Bücherwurm Ella lebt für ihren Job in einem kleinen Buchladen in New York. Als dann jedoch der Besitzer verstirbt und statt Ella dessen Enkel Henry den Laden vererbt bekommt, sieht sie rot ...

Worum geht’s?
Bücherwurm Ella lebt für ihren Job in einem kleinen Buchladen in New York. Als dann jedoch der Besitzer verstirbt und statt Ella dessen Enkel Henry den Laden vererbt bekommt, sieht sie rot – und setzt alles daran, ihre kleine Welt zu verteidigen.


Meine Meinung
Dieses Buch war für mich tatsächlich der Inbegriff von Gemütlichkeit und Bücherliebe, was es mir wirklich leicht gemacht hat, beim Lesen abzuschalten und nur so durch die Seiten zu fliegen. Mein einziger Kritikpunkt betrifft daher tatsächlich die auf mich etwas unsauber wirkende Übersetzung, unter der Logik und Wortfluss leider doch stellenweise etwas gelitten haben und die meiner Meinung nach noch eine Überarbeitung hätte vertragen können.

Die Ausgangslage der Geschichte hat mich wirklich interessiert, da Buchhandlungen als Setting und Bücherwürmer als Charaktere für mich einfach immer nach einem tollen Leseerlebnis schreien. Auch hier mochte ich die Begeisterung und die Leidenschaft für Geschichten und den Buchladen selbst, wobei ich zugeben muss, dass mir Ella zu Beginn in ihrer fast schon territorialen Art ein kleines bisschen überzogen vorkam. Den Grundgedanken, vor Enttäuschung und Angst um ihre geliebte und vertraute Umgebung auf jede Form von Angriff, in diesem Fall das Auftauchen von Henry, mit Verteidigung zu reagieren, konnte ich trotzdem irgendwo nachvollziehen, weshalb sie mir grundsätzlich sympathisch war und mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen ist.

Auch die Entwicklung der Beziehung zwischen ihr und Henry hat mir wirklich gut gefallen, da man die schrittweise Annäherung der beiden unglaublich gut mitverfolgen kann, dabei aber nicht den Eindruck bekommt, dass das Ganze zu hektisch und unauthentisch abläuft. Besonders positiv hat mich das überrascht, weil auch die Nebenfiguren teils sehr präsent waren und ich mich fast schon gewundert habe, wie all das Platz in dieser Geschichte gefunden hat, ohne überladen oder zu stark gekürzt zu wirken.

Wären bei der Übersetzung nicht einige seltsame Stellen herausgekommen, wäre dieses Buch daher ziemlich perfekt für mich und mein momentanes Bedürfnis nach Gemütlichkeit und gleichzeitigem Tiefgang in einer Liebesgeschichte gewesen. Auch so hatte ich wirklich viel Freude beim Lesen, die Kirsche auf der Sahnehaube hat so aber eben leider doch gefehlt.


Fazit
Als Bücherwurm hat mich diese Geschichte trotz kleiner Kritikpunkte wirklich abholen können, was mich schon sehr neugierig auf weitere Bücher der Autorin macht. Ella, Henry und die übrigen Figuren habe ich dabei wirklich gerne begleitet, weshalb ich durchaus gerne noch ein wenig länger im The Last Page verweilen möchte.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.