Cover-Bild Sieh mich an

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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Ersterscheinung: 14.10.2019
  • ISBN: 9783641244200
Erin Stewart

Sieh mich an

Jeder hat Narben. Manche sind nur besser zu sehen.
Henriette Zeltner-Shane (Übersetzer)

Bei einem schrecklichen Feuer hat die 16-jährige Ava alles verloren, was ihr wichtig ist: ihre Eltern, ihre Cousine Sara, die zugleich ihre beste Freundin war, ihr Zuhause. Sie musste zahlreiche Operationen über sich ergehen lassen. Und noch immer ist ihr ganzer Körper, vor allem aber ihr Gesicht, von tiefen Narben gezeichnet. Doch nun soll Ava sich Schritt für Schritt in den Alltag zurückkämpfen. Saras Eltern, die sie bei sich aufgenommen haben, verlangen von ihr, dass sie wieder die Highschool besucht – Avas schlimmster Alptraum. Schließlich einigen sie sich auf eine »Probezeit« von zwei Wochen. Ava ist wild entschlossen, danach nie wieder einen Fuß vor die Tür und schon gar nicht in eine Schule zu setzen. Aber dann kommt alles ganz anders, denn Ava findet ausgerechnet dort, wo sie es am wenigsten erwartet, Seelenverwandte ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2020

Jeder hat Narben!

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Avas Geschichte ist so unglaublich ehrlich, berührend und echt!
Schon das Cover sticht ins Auge und wenn man die Geschichte dahinter kennt, versteht man erst richtig, was es damit auf sich hat.

In ‚Sieh ...

Avas Geschichte ist so unglaublich ehrlich, berührend und echt!
Schon das Cover sticht ins Auge und wenn man die Geschichte dahinter kennt, versteht man erst richtig, was es damit auf sich hat.

In ‚Sieh mich an‘ geht es um Ava, die durch einen Hausbrand nicht nur ihre Elter und Cousine verliert, sondern auch 60% ihrer Haut und damit einen Teil von sich selbst. Sie sieht nicht mehr in den Spiegel und schottet sich ab, zu groß ist der Schmerz und auch die Angst, denn wenn Sie es sieht, dann ist es real. Deswegen ist es für Ava schwer vorstellbar als ihre Ärzte, ihre Tante und ihr Onkel davon sprechen, dass sie reingeriet werden soll. Das heißt für sie, eine zweiwöchige Probezeit an einer Highschool und dazu eine Gruppentherapie. In der Therapie lernt sie Piper kennen, auch sie hat nach einem Unfall Brandnarben und sitzt im Rollstuhl. Doch anders als Ava begegnet sie der neuen Situation offen, frech und laut. Schon früh merkt man, dass Ava verschlossen ist und versucht alles abzublocken. Sie lässt Freundlichkeit nicht an sich heran da sie denkt, dass die Menschen nur aus Mitleid nett zu ihr sind. Ava und Piper sind also sehr unterschiedlich, doch sie werden Freunde und bewältigen die Tage in der Schule gemeinsam und Piper bringt Ava immer wieder dazu, über ihren eigenen Schatten zu springen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und einnehmend, wir lernen Ava mit ihren Narben kennen, ihr neues Leben, aber auch ihre Vergangenheit.
Mich hat die Geschichte wirklich beeindruckt und mir wieder vor Augen geführt, dass der äußere Eindruck nichts über das Innere eines Menschen aussagt.
Erin Stewart nutzt Mobbing und Ausgrenzung um in Wort zu fassen und zu zeigen, dass wir alle Narben haben, auch wenn sie noch so klein sind.
Eine wichtige Botschaft, verpackt in einen Jugendroman, der neben dem Fokus auf Narben, auch die Themen wie Akzeptanz, Neid oder Liebe anspricht. Aber es geht vor allem um Familie, Freundschaft und Selbstliebe.

Fazit:
‚Sieh mich an’ ist ein bewegendes, emotionales Buch, über das Leben nach einem schweren Schicksal. Der Weg nach vorne wird toll beschrieben und macht Hoffnung für alles kommende.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.11.2019

Ein absolutes Highlight

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Mit "Sie mich an" hat die Autorin Erin Stewart mich vollkommen überwältigt. Ich bin so begeistert, gerührt und absolut hin und weg. Was für eine tolle und herzergreifende Geschichte.
Ava verliert bei einem ...

Mit "Sie mich an" hat die Autorin Erin Stewart mich vollkommen überwältigt. Ich bin so begeistert, gerührt und absolut hin und weg. Was für eine tolle und herzergreifende Geschichte.
Ava verliert bei einem Brand nicht nur ihre Eltern und Cousine, nein, auch 60% ihrer Haut ist verbrannt. Ein schreckliches Ereignis, das jede Menge Trauer, Wut, Selbsthass und jede Menge Schmerz an Seele und Körper zurückgelassen hat.
Ihre Tante wünscht sich, dass sie wieder zur Schule geht, aber Ava schämt sich und hat angst von allen angestarrt und verspottet zu werden. Schließlich gibt sie nach und einigt sich mit ihrer Tante darauf 14 Tage zur Schule zu gehen. Dort stößt sie nicht nur auf Ablehnung, sondern findet auch Menschen die hinter die Narben sehen.
Ich bin so so sehr begeistert. Die Autorin hat mit Ava eine ganz wunderbare Charaktere erschaffen. Sie ist einerseits ängstlich und zurückhaltend, was ich absolut nachvollziehen kann, aber andererseits so stark und tapfer und ein ganz wunderbares 16 jähriges Mädchen. Ihr Sarkasmus und ihr trockener Humor machen sie so sympathisch und ich musste sehr oft über ihre Art und Weise schmunzeln und lachen. Aber genauso oft habe ich mit ihr gelitten und besonders bei den Tagebucheinträgen haben ich immer weinen müssen.
Ihre Tante und Onkel haben mich ebenso berührt, denn auch für sie ist seit dem Unfall nichts mehr wie es war. Sie sind so wunderbare Menschen und tun alles mögliche für Ava und ihr Wohlbefinden. Ich kann kaum ausdrücken wie sehr mich dieses Buch berührt hat. Ich kann nur sagen, lest dieses Buch und lasst euch von Ava inspirieren, auch wenn sie das nicht gerne hören würde. ;)
Ein Buch über Verlust, Trauer, Freundschaft und der Liebe zu sich selbst und vielem mehr.

Ein absolutes Highlight und ein Buch das man gelesen haben sollte.

Veröffentlicht am 16.11.2019

Tiefgründig, traurig und einfach nur real!

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Zuerst konnte das Cover mich total für sich gewinnen. Ich meine blau und rosa? Meine absoluten Lieblingsfarben auf einem Cover! Ein Traum geht in Erfüllung. Es ist super schön gestaltet und die knall pinken ...

Zuerst konnte das Cover mich total für sich gewinnen. Ich meine blau und rosa? Meine absoluten Lieblingsfarben auf einem Cover! Ein Traum geht in Erfüllung. Es ist super schön gestaltet und die knall pinken Haare als auch die Flügel haben eine Bedeutung. Da finde ich es ebenso toll, dass diese spezifischen in der Geschichte erwähnten Dinge auf dem Cover zu sehen sind. Denn genau diese sind entscheidend für Ava.
Ava ist im Teenager-Alter und hat nach einem Brand, der fast ihren ganzen Körper gefordert hat, mit sich selbst zu kämpfen. In der Geschichte begleiten wir Ava auf ihrem Weg zur Selbstfindung und können sehr viel von ihr lernen.
Sie geht mit ihrer Tante einen Deal ein, der besagt, dass sie für zwei Wochen wieder die Highschool besuchen soll, um sich zu "reintegrieren" und nicht zu Hause zu verfaulen. Als die zwei Wochen abgelaufen sind, entscheidet Ava sich jedoch weiterhin die Schule zu besuchen. Entscheidend dafür sind auch ihre neuen Freunde Asad und Piper. Piper hat ein ähnliches Schicksal wie Ava erlebt. Beide lernen sich in einer Gruppensitzung kennen.
Ava ist mir von Anfang an sympathisch, nicht weil sie mir nur leidtut, sondern weil sie ehrlich mit ihrem Schicksal umgeht und nichts schön redet. Sie sagt was sie denkt und wie sich fühlt. Ich habe ihre Handlungen zu 100% nachvollziehen können und weiß auch, dass es im wahren Leben so zugeht und wie wenig Rücksicht und Respekt Brandverletzten geben. In Piper hat sie ihre Seelenverwandte getroffen und beide pushen sich hoch und stellen sich ihren Ängsten und Gefühlen. Dies führt dazu, dass beide am Ende immer mehr zusammen wachsen und sich ein Leben ohne die jeweils andere nicht mehr vorstellen können. Ava und Piper verbindet so viel mehr als nur ihre Narben.
Auch die Narben, die man nicht sehen kann, kann der Leser sehen. Erin Stewart sorgt mit ihrem Schreibstil für so eine brutal ehrliche Geschichte, wie ich sie bisher bei nur sehr wenigen Autoren gelesen habe. Sie schreibt über Gefühle und Gedanken die ich als Außenstehende super gut nachvollziehen kann. Die Tagebucheinträge von Ava sind eine für mich hilfreiche Stütze, um Ava´s Prozess zu verfolgen und so konnte ich sie auf ihrem "Heilungsprozess" begleiten.
Fazit:
Das Buch ist auf eine tragisch schöne Art und Weise ehrlich. Vor allem für Teenager ist Aussehen heutzutage das A und O. Auch für Ava und es ist wundervoll zu sehen wie Ava ihr eigenes NEUES Ich findet, es akzeptiert und liebt! Eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 08.11.2019

Fesselnd und Herz ergreifend

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Vor einem Jahr hat Ava ihre Eltern und ihre Cousine bei einem Hausbrand verloren. Ava konnte sich noch rechtzeitig retten und ist als einzige überlebende aus dem Haus gekommen, doch seit dem ist fast ihr ...

Vor einem Jahr hat Ava ihre Eltern und ihre Cousine bei einem Hausbrand verloren. Ava konnte sich noch rechtzeitig retten und ist als einzige überlebende aus dem Haus gekommen, doch seit dem ist fast ihr kompletter Körper mit Brand Narben verzehrt. Sie lebt jetzt bei ihrer Tante und ihrem Onkel, die sie behandeln wie ihr eigenes Kind und der Meinung sind das sie wieder in den Alltag zurück finden muss. Also beschließen sie das Ava zurück auf eine Schule gehen und neue Leute kennenlernen soll. Stück für Stück kehrt ihr altes Leben zurück und findet Freunde und Liebe ❤️📚.
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Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen was mich so mitgerissen hat. Das lesen war eine totale Gefühlsachterbahn, liebe, Trauer, Verlust, Freude jedes auch so kleine Gefühl steckt in diesem Buch. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen absolut perfekt ❤️.
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⠀Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben was mir sehr gut gefällt, so konnte ich mich jederzeit in die Situation von Ava hinein versetzen auch wenn ich das gar nicht wollte. Die eingefügten Tagebuch Seiten von Ava haben mich jedes Mal wieder total berührt und das eine oder andere mal sogar zu Tränen geführt.
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Ava ist für mich einfach eine unfassbar starke Protagonistin ich will mir gar nicht vorstellen wie schwer das alles für sie sein muss. Aber trotzdem gibt sie nicht auf. Mit der Unterstützung ihrer neuen Familie und ihrer neuen Freunde gibt es nichts mehr was sie durch ihre Narben nicht mehr schaffen kann. Auch Piper ist einfach eine absolut starke nicht weg zu denkende Protagonistin. Es war total schön mitzuerleben wie die beiden sich kennen lernen und zueinander finden.
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Kann das Buch nur jeden empfehlen es hat mich zum Nachdenken gebracht und vielleicht sogar auch zu etwas mehr selbst Bewusstsein.

Veröffentlicht am 25.10.2019

ein Debüt das mich bewegt hat

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Kurzbeschreibung
Bei einem schrecklichen Feuer hat die 16-jährige Ava alles verloren, was ihr wichtig ist: ihre Eltern, ihre Cousine Sara, die zugleich ihre beste Freundin war, ihr Zuhause. Sie musste ...

Kurzbeschreibung
Bei einem schrecklichen Feuer hat die 16-jährige Ava alles verloren, was ihr wichtig ist: ihre Eltern, ihre Cousine Sara, die zugleich ihre beste Freundin war, ihr Zuhause. Sie musste zahlreiche Operationen über sich ergehen lassen. Und noch immer ist ihr ganzer Körper, vor allem aber ihr Gesicht, von tiefen Narben gezeichnet. Doch nun soll Ava sich Schritt für Schritt in den Alltag zurückkämpfen. Saras Eltern, die sie bei sich aufgenommen haben, verlangen von ihr, dass sie wieder die Highschool besucht – Avas schlimmster Alptraum. Schließlich einigen sie sich auf eine »Probezeit« von zwei Wochen. Ava ist wild entschlossen, danach nie wieder einen Fuß vor die Tür und schon gar nicht in eine Schule zu setzen. Aber dann kommt alles ganz anders, denn Ava findet ausgerechnet dort, wo sie es am wenigsten erwartet, Seelenverwandte …
(Quelle: Heyne fliegt!)

Meine Meinung
Mit „Sieh mich an: Jeder hat Narben. Manche sind nur besser zu sehen.“ Ist der Debütroman von Erin Stewart nun auch in Deutschland erschienen.
Ich wurde hier sowohl vom Cover als auch vom Klappentext angesprochen und so habe ich das eBook geladen und dann auch flott gelesen.

Die Charaktere der Geschichte hier sind der Autorin richtig gut gelungen. Als Leser kann man sich gut ins sie hineinversetzen und die Handlungen verstehen.
Ava ist ein interessanter Charakter. Sie kommt sehr sarkastisch rüber, was ich aber gut verstehen konnte. Sie hat einen Schutzschild aufgebaut, gerade auch weil alle immer nur die Überlebende in ihr gesehen haben. Keiner wusste wie es ihr wirklich ging. Vor dem Brand hat Ava Musicals geliebt, jetzt zieht sie sich immer mehr zurück. Dennoch aber die Leidenschaft schlummert noch immer in ihr.
Asad ist jemand, den Avas Narben nicht stören. Er wird für sie ein Freund, jemand der für sie da ist, wenn sie wen braucht. Ich empfand ihn als wirklich gut ausgearbeitet.
Als Leser lernt man auch Piper gut kennen. Sie ist jemand die Ava immer wieder aufs Neue herausfordert. Sie will das Ava mehr aus sich herauskommt, das sie sich mehr zutraut.

Neben den drei genannten Charakteren gibt es noch weitere Figuren, die sich sehr gut ins Geschehen einfügen. So trifft man als Leser beispielsweise auch auf Avas Tante oder ihren Onkel.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig zu lesen. Als Leser hat man es so ziemlich einfach ins Geschehen hineinzukommen und allem zu folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Ava. Hierfür hat die Autorin die Ich-Perspektive verwendet, die ich als wirklich passend empfand. So ist man Ava noch um einiges näher und bekommt einen guten Einblick in ihr Denken und Fühlen.
Die Handlung empfand ich als wirklich gut umgesetzt. Ich war richtig im Geschehen drin und habe Ava auf ihrem Weg begleitet.
Die Autorin schafft es wunderbar Themen wie Trauer, Verlust und auch Neubeginn in Geschehen zu integrieren. Sie zeigt auf das es sich lohnt nach einem Schicksalsschlag wieder aufzustehen, auch wenn es aussichtslos scheint. Und das jeder Mensch besonders ist, auch wenn er Narben hat oder anders aussieht. Es kommt immer auch auf die inneren Werte an. Als Leser wird man so auch immer wieder zum Nachdenken angeregt.

Das Ende empfand ich persönlich als wirklich passen zur Gesamtgeschichte. Es macht in meinen Augen alles schön rund, schließt die Geschichte hier ab und es halt auch nach dem Beenden noch nach.

Fazit
Alles in Allem ist „Sieh mich an: Jeder hat Narben. Manche sind nur besser zu sehen.“ von Erin Stewart ein richtig gut gelungenes Debüt, das mich wirklich sehr für sich einnehmen konnte.
Gut gezeichnete interessante Charaktere, ein sehr locker und flüssig zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als emotional, eindringlich und von den Themen her auch nachdenklich stimmend empfunden habe, haben mir wirklich schöne Lesestunden beschert und mich begeistert.
Absolut zu empfehlen!