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Veröffentlicht am 21.04.2021

Schockierend und Poetisch zugleich

Schläge
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In ihrem autobiografischen Roman erzählt Meena Kandasamy von den Misshandlungen in ihrer Ehe.

Vorweg, es ist keine Geschichte die man mal zwischendurch liest. Man sollte sich Zeit nehmen und bereit für ...

In ihrem autobiografischen Roman erzählt Meena Kandasamy von den Misshandlungen in ihrer Ehe.

Vorweg, es ist keine Geschichte die man mal zwischendurch liest. Man sollte sich Zeit nehmen und bereit für die schockierende Ehrlichkeit und die Beschreibung von Gewalt sein. Denn diese trifft den Leser mitten ins Herz. Ich denke hier ist eine Triggerwarnung angebracht. Körperliche, sexuelle und seelische Misshandlung werden deutlich beschrieben.

Die Geschichte beginnt, nachdem sie von ihrem gewalttätigen Ehemann wieder ins Elternhaus zurückkehrt. Sie hat die schlimmsten Monate ihres Lebens hinter sich.

Es lässt sich kaum in Worte fassen, wie sehr mich Meenas Geschichte bewegt hat. Ich war so wütend und entsetzt. Ihre Eltern sind ihr absolut keine Stütze. Es ist verpönt seinen Mann zu verlassen, weil er sie schlägt, es ist eine Schande. Ich habe den Kopf geschüttelt und war traurig und wütend über das Verhalten der Eltern. Ihre Ratschläge sie solle den Konflikten aus dem weg gehen und darauf achten, dass sie ihren Mann nicht verärgert, haben mich total entsetzt.

Ihr Mann ist ein manipulativer, herrischer und frauenverachtender Tyrann, der auch in mir Angst und Schrecken verbreitete.

Meena beschreibt offen, schockierend und brutal ehrlich, was sie als junge Ehefrau erlebte. Man möchte sich kaum vorstellen, wie entsetzlich es für sie gewesen sein muss, aber man entkommt ihren Gefühlen und Gedanken nicht, man ist mittendrin.
Sie lässt tief in ihre Seele, Gedanken und Emotionen blicken. Ein sehr intimer Einblick, den sie mit den Leser*innen teilt.

Ihr wurde alles genommen. Ihre Freiheit, ihr Beruf, ihr Leben und ihre Würde. Ihr Mann hat sie bevormundet, sie durfte nicht mehr Emails beantworten, musste ihr Facebook-Konto löschen. Ihr wurde der Zugang zur Außenwelt genommen und keiner hat ihr geholfen.

Sie musste sich selbst aus dieser Hölle befreien und ich bin froh, dass ihr dies gelungen ist.

Die Frauen haben in Indien keinen guten Stand und es erschreckend zu wissen, wie mit ihnen umgegangen wird. Sie sind nichts wert. Familientraditionen und Ansichten haben mehr Bedeutung, als das Leben der eigenen Töchter. Das Gesicht vor der Gesellschaft zu wahren hat hier Vorrang.

Fazit
Ein aufwühlender und eindringlicher Roman der unbedingt mehr Aufmerksamkeit verdient. Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus.




  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2021

Vier Gezeiten,Vier Generationen

Die vier Gezeiten
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Durch das tolle Cover bin ich auf das Buch "Die vier Gezeiten " von Anna Prettin aufmerksam geworden. Der Klappentext hat mich dann auch sehr neugierig auf die Familiengeschichte der Kießling Frauen gemacht.

Der ...

Durch das tolle Cover bin ich auf das Buch "Die vier Gezeiten " von Anna Prettin aufmerksam geworden. Der Klappentext hat mich dann auch sehr neugierig auf die Familiengeschichte der Kießling Frauen gemacht.

Der Einstieg in die Geschichte beginnt mit einem Brief im Jahr 1978. Dieser hat mich sehr berührt und so bekommt das Cover seine Bedeutung.

Die Kießlings betreiben auf der schönen Insel Juist ein Hotel und dem Familienoberhaupt Eduart soll das Bundesverdienstkreuz erhalten. Daher sind neben seiner Frau Adda auch seine Töchter anwesend. Jedoch erhalten sie unerwarteten Besuch von Helen aus Neuseeland, die Adda wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Helen ist auf der Suche nach ihrer leiblichen Familie.

Die Geschichte wird aus vier Perspektiven in unterschiedlichen Zeiten erzählt. Wir erhalten Einblicke in die 30 er Jahre, 50-60 er Jahre, 2008 und Ausschnitte aus einem Tagebuch.

Die Geschichte ist mit vielen Schicksalen und Dramen die Frauen betreffend gefüllt. Sie bewegten mich sehr, stellenweise war es mir aber viel und dadurch wirkte der Roman überladen und zu gewollt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und gefühlvoll und die Beschreibungen der Umgebung auf Juist haben mir sehr gefallen.

Insgesamt ein bewegender Familienroman, der mir schöne Lesestunden bescherte. Er gab natürlich viel Drama, was mir etwas zu viel war. Dennoch habe ich die Geschichte der Kießling Frauen sehr gerne gelesen.

Ich vergebe 3,5/4 Sternen und spreche gerne eine Leseepfehlung für Leser*innen aus, die sich für Familiengeschichten die in Deutschland spielen interessieren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2021

ein außergewöhnlicher Junge inmitten einer kriminellen Welt

Der Junge, der das Universum verschlang
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Der Einstieg in die Geschichte war etwas holprig und es hat gedauert, bis ich mit dem Schreibstil zurechtgekommen bin. Dann aber konnte mich das Leben und das Schicksal der Brüder Eli und Gus für sich ...

Der Einstieg in die Geschichte war etwas holprig und es hat gedauert, bis ich mit dem Schreibstil zurechtgekommen bin. Dann aber konnte mich das Leben und das Schicksal der Brüder Eli und Gus für sich einnehmen. Die Jungs sind mir beide sehr ans Herz gewachsen und auch ihr Babysitter, der nicht gerade das ist, was man sich eigentlich darunter vorstellt ist, war mir auch sehr sympathisch und ich find eer hatte das Herz am rechten Fleck.
Ich habe mit den Jungs gelitten und dachte oft, schlimmer kanns nicht werden, aber da belehrte mich der Autor eines besseren. Es gibt viel Kriminalität, Alkohol und Drogenmissbrauch in der die beiden leben, aber Eli strahlt eine Zuversicht und Stärke aus, die mich sehr berühren konnte. Ich habe die Geschichte mit Spannung verfolgt und sehr gerne gelesen. Ich vergebe 4/5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2021

Eine tolle Mischung aus Erotik und Romantik

Crave Me: Sehnsucht
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Nachdem mir Band 1 Dominate Me so gut gefallen hat, war ich natürlich sehr gespannt auf Band 2 Crave Me. Das Cover ist wieder sehr ansprechend gestaltet und passt sich optisch sehr gut an den ersten Teil ...

Nachdem mir Band 1 Dominate Me so gut gefallen hat, war ich natürlich sehr gespannt auf Band 2 Crave Me. Das Cover ist wieder sehr ansprechend gestaltet und passt sich optisch sehr gut an den ersten Teil an.

Der Einstieg in die Geschichte war etwas holprig und wirkte eher gestellt. Es dauerte bis ich richtig in der Geschichte angekommen bin. Dann aber war ich wieder voll dabei und konnte mich ganz in die Geschichte, die diesmal mit Simon und Chloe als Hauptfiguren spielt, fallen lassen.
Sie sind beide authentisch und gut ausgearbeitet und der Sichtwechsel war wieder sehr gelungen, sodass man sich gut in sie hineinversetzen konnte. Simons zögern aufgrund seiner Erfahrungen mit Chloes Schwester und Chloes Gefühle für ihn, die sie schon hatte seitdem sie ihn kennt, waren absolut nachvollziehbar. Sie brachten genau die Emotionen zum Vorschein, die die Geschichte auf der Gefühlsebene brauchte und für eine gelungene Atmosphäre sorgte. Ich habe mitgefiebert und war mir nicht sicher, ob es am Ende mit den beiden klappt. Es gab tolle romantische und gefühlvolle Momente, die die Geschichte abrundet. Die erotischen Szenen waren auch hier wieder sehr ansprechend beschrieben. Bis auf eine Spielart, aber das ist Geschmackssache, empfand ich sie sehr gelungen.
Ich freue mich nun auf einen weiteren Band der Reihe und spreche gerne eine Leseempfehlung für Leser*innen aus, die sich gerne auf erotische Abenteuer in Buchform einlassen. Ich vergebe gerne 4/5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.04.2021

Aufwühlend, fesselnd, großartig

Der Verdacht
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Ich wollte eigentlich nur kurz reinlesen, konnte das Buch aber nicht mehr zur Seite legen. Es hat mich regelrecht in die Geschichte eingesogen und am Ende fassungslos wieder ausgespuckt.
Die Geschichte ...

Ich wollte eigentlich nur kurz reinlesen, konnte das Buch aber nicht mehr zur Seite legen. Es hat mich regelrecht in die Geschichte eingesogen und am Ende fassungslos wieder ausgespuckt.
Die Geschichte ist als Brief, an ihren Mann Fox, aus Blythe Sicht geschrieben. Hier erzählt sie, wie sie das Erlebte empfunden hat. Zwischendrin gibt es auch immer wieder einen Rückblick in Cecilias Kindheit. Sie ist Blythe's Mutter.
Ich habe mich Blythe sehr verbunden gefühlt. Ihre Gefühle, die Ohnmacht und Ängste, die sie empfand waren sehr eindringlich und authentisch dargestellt. Die Geschichte lässt einen kaum zu Atem kommen. Man hat Mitleid, ist geschockt und hofft das sich dich irgendwie noch alles zum Guten wendet. Mir fehlen echt die Worte, um zu beschreiben, wie sehr mich diese Geschichte berührt hat. Lest es bitte, dann wisst ihr wie ich mich fühle 😢
Fazit
Wow, was für ein Buch 📚
Ein Roman mit einer starken Sogwirkung. Fesselnd und schockierend zugleich, der einen psychisch absolut fordert. Für mich ein großartiger Debütroman den ich uneingeschränkt an Leser*innen mit starken Nerven empfehlen kann. 🥀

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere