Cover-Bild Bei Einbruch der Nacht
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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 11.10.2019
  • ISBN: 9783746636313
Fred Vargas

Bei Einbruch der Nacht

Roman
Tobias Scheffel (Übersetzer)

Ein urkomisches Roadmovie, ein Krimi und eine zarte Liebesgeschichte voll leiser Töne und erotischer Schwingungen. Ein Wolfsmensch, so sagen die Leute, zieht nach Einbruch der Dunkelheit mordend durch die Dörfer des Mercantour, reißt Schafe und hat in der letzten Nacht die Bäuerin Suzanne getötet. Gemeinsam mit der schönen Camille machen sich Suzannes halbwüchsiger Sohn und ihr wortkarger Schäfer in einem klapprigen Viehtransporter an die Verfolgung des Mörders, doch der ist ihnen immer einen Schritt voraus. Schweren Herzens entschließt sich Camille, Kommissar Adamsberg aus Paris um Hilfe zu bitten, den Mann, den sie so sehr geliebt hat und mit dem sie doch nicht leben konnte.

"Fragen Sie mich doch mal, wer meine Lieblings-Krimi-Autorin ist. Richtig, Fred Vargas. Fred wie Frédérique. Nun kann man Morde und Motive nicht unbegrenzt neu erfinden. Was Fred Vargas aber richtig gut kann, ist: sehr originelle Geschichten mit herzergreifend seltsamen Typen zu bevölkern und sie komplett abstruse Gespräche führen zu lassen. Prädikat: hin und weg." WDR, Katrin Brand.

"Vargas' Cocktail: Spannung, eine talentierte Feder, Schärfe des Blicks und ein teuflischer Humor." ELLE

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Lesejury-Facts

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.12.2019

Hatte mehr erwartet

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Bei Einbruch der Nacht: Roman (Kommissar Adamsberg ermittelt, Band 2) von Fred Vargas, erschienen im Aufbau Taschenbuch Verlag am 11. Oktober 2019
Camille ist mit einem kanadischen Wolfsforscher in den ...

Bei Einbruch der Nacht: Roman (Kommissar Adamsberg ermittelt, Band 2) von Fred Vargas, erschienen im Aufbau Taschenbuch Verlag am 11. Oktober 2019
Camille ist mit einem kanadischen Wolfsforscher in den Mercantour gekommen. Sie freundet sich mit der robusten Bäuerin Suzanne an und erlebt mit, wie immer mehr Schafe getötet werden. Dann gibt es ein menschliches Opfer und Camille macht sich mit einigen Einheimischen auf dem Weg, um raus zu finden, ob einer der Dorfbewohner wirklich ein mordender Wolfsmensch ist.
Klappentext und Buch passen nicht wirklich zueinander. Urkomisch ist vermutlich nur mein langes Gesicht gewesen da dieser Fall einfach nur langatmig anfing. Bevor wir uns endlich auf die Reise machten ist das halbe Buch schon rum. Fred Vargas schreibt wunderbar, man möchte in ihren Sätzen versinken, aber bitte auch Spannung und etwas mehr Logik in die Geschichte einfließen lassen. Leider bleiben die Charaktere ausser Adamsberg ziemlich blass und sympathische Charaktere sucht man auch vergeblich. Nicht ihr bestes Buch, unterhaltsam geschrieben, aber nicht der große Wurf.

  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.10.2019

Besonders

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Ein Wolfsmensch zieht durch den Ort, so sagt es die Legende. Auf jeden Fall ist eine Bäuerin ums Leben gekommen. Ihr Sohn will nun der Legende auf den Grund gehen und macht sich mit Camill und einem Schäfer ...

Ein Wolfsmensch zieht durch den Ort, so sagt es die Legende. Auf jeden Fall ist eine Bäuerin ums Leben gekommen. Ihr Sohn will nun der Legende auf den Grund gehen und macht sich mit Camill und einem Schäfer auf die Suche. Das Buch ist auf jeden Fall etwas besonderes. Die Figuren sind interessant und teilweise skurril und der Schreibstil ist sehr angenehm. Die Geschichte ist zu keiner Zeit langweilig, weil immer wieder neue Wendungen aufkommen und der Humor kommt auch nicht zu kurz, was mir besonders gefallen hat. Ich hatte großen Lesespaß und kann das Buch nur empfehlen.

Veröffentlicht am 25.10.2019

Fred Vargas - Bei Einbruch der Nacht

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Ein Wolf geht um im Mercantour, den Seealpen zwischen Frankreich und Italien. Zahlreiche Schafe hat er bereits gerissen und er wird immer mutiger. Als in einem Dörfchen die Schäferin Suzanne ermordet wird, ...

Ein Wolf geht um im Mercantour, den Seealpen zwischen Frankreich und Italien. Zahlreiche Schafe hat er bereits gerissen und er wird immer mutiger. Als in einem Dörfchen die Schäferin Suzanne ermordet wird, nimmt der Fall eine neue Dimension an und Suzannes Adoptivsohn und ihr Wacher wollen die Tat nicht ungesühnt lassen. Inzwischen hat sich nämlich die Überzeugung breitgemacht, dass nicht ein wildes Tier, sondern nur ein Werwolf für die grausamen Tötungen verantwortlich sein kann. Auch die Handwerkerin Camille und ihr kanadischer Freund und Tierforscher Lawrence sind hiervon überzeugt. Nur ein Mann kommt hierfür infrage: der Eigenbrötler Massart war jahrelang verschwunden und tauchte plötzlich wieder in der Gegend auf, ohne jedoch den Bewohnern zu nahe zu kommen. Aus der Ferne beobachtet Kommissar Adamsberg den Fall, nicht nur die Geschichte des Wolfs findet er spannend, er erkennt, dass dies ein Fall für ihn wird, denn er hat Camille wiedererkannt.

Kein typischer Adamsberg Roman aus der Feder von Fred Vargas; der Kommissar bleibt zu lange Randfigur, die eigentliche Handlung spielt sich in den Bergdörfern mit ihren kuriosen Bewohnern ab. Diese sind es auch, die den großen Reiz der Geschichte ausmachen, denn sie sind jede einzelne detailreich gezeichnet und herrlich verschroben: Suzannes afrikanischer Adoptivsohn Soliman, der stets im Wörterbuch liest und Definitionen liefert; Camille mit ihrem „Katalog für handwerkliches Arbeitsgerät“ und ihrer pragmatischen Herangehensweise auch an größte Katastrophen oder der Wacher, der abends mit seinen Schafen telefoniert, um deren psychische Gesundheit zu sichern.

Was die Figuren einerseits liebenswert macht, strengt beim Lesen jedoch auch etwas an. Sie sind die Einsamkeit der Berge gewohnt und neigen eher zu einsilbiger Kommunikation. Das hat Fred Vargas glaubwürdig umgesetzt, macht aber die Dialoge der Figuren zum Teil zu einer echten Herausforderung, da sie vielfach nur aus Fragmenten und abgehackten Sätzen bestehen.

Der Fall letztlich ist clever konstruiert und die Spannung steigert sich stetig. Erst mit Adamsbergs Einmischung lichtet sich langsam der Nebel und der perfide Plan des Mörders kommt zum Vorschein. Viele Indizien und Spuren wurden gelegt, die man jedoch als Leser nicht unmittelbar wahrnimmt und erst spät erkennt, wie präzise alles geplant war und miteinander zusammenhängt. Ein Regionalkrimi der ganz besonderen Art, da er geschickt den mystischen Glauben der naturverbundenen Menschen mit einem Kriminalfall verbindet.