Cover-Bild Himmel & Erde
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 16.10.2024
  • ISBN: 9783442774692
James McBride

Himmel & Erde

Roman
Werner Löcher-Lawrence (Übersetzer)

Barack-Obama-Nummer-1-Lieblingsbuch des Jahres • Publishers-Weekly-Nummer-1-Buch des Jahres • Amazon-Nummer-1-Buch-des-Jahres • New-York-Times-Bestseller

Pottstown, Pennsylvania, 1972: Beim Ausheben der Fundamente für ein neues Baugebiet stoßen die Arbeiter am Grund eines Brunnens auf ein Skelett. Wem es gehörte und wie es dorthin kam, kann nur wissen, wer in den Zwanziger- und Dreißigerjahren in Chicken Hill gelebt hat, einem heruntergekommenen Viertel, in dem eingewanderte Juden und Afroamerikaner das Glück teilten ebenso wie die Sorgen. Es war auch das Viertel von Moshe und Chona Ludlow, die dort ein Theater und ein Lebensmittelgeschäft betrieben. Bis eines Tages ein tauber Waisenjunge auftauchte, den die staatlichen Behörden in eine Anstalt einweisen wollten. Und seine letzte Hoffnung ruhte auf Moshe und Chona und der Gemeinde von Chicken Hill ...

James McBride taucht tief hinab in die Geschichte dieses Viertels und seiner Figuren, in den alltäglichen Kampf am Rande der Gesellschaft, und erzählt durch die Augen der gerade erst Eingewanderten von einem sich rasend schnell verändernden Amerika, das gerade erst dabei war zu werden, was es heute ist. Bis am Ende schließlich die Wahrheit über die Geschehnisse auf dem Chicken Hill ans Licht kommt - und sich einmal mehr zeigt, dass nur die Liebe und die Gemeinschaft - Himmel und Erde - in dunklen Zeiten Halt geben können.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2025

Ein großartiger Roman von James McBride

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Himmel und Erde ist das aktuellste Werk des Autors James McBride, der meiner Meinung nach im deutschsprachigen Raum bislang noch zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Dabei ist er ein preisgekrönter Autor, ...

Himmel und Erde ist das aktuellste Werk des Autors James McBride, der meiner Meinung nach im deutschsprachigen Raum bislang noch zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Dabei ist er ein preisgekrönter Autor, der mit seinen Büchern messerscharf die amerikanische Gesellschaft analysiert.

So auch in Himmel und Erde, in dem er die Geschichte eines Viertels und seiner Bewohner in den Mittelpunkt stellt
.Beginnend mit dem Fund eines Skeletts in einem Brunnen und einem Sprung zurück auf der Zeitachse eröffnet James McBride seinen Schauplatz – das Viertel Chicken Hill, bei dem sich im kleinen abspielt, was die USA ausmacht: ein Einwanderungsland, ein Schmelztiegel verschiedener Nationen und Hintergründe, alle vereint durch den Wunsch nach einem besseren Leben.

Scheinbar mühelos verknüpft der Autor das Leben und die Schicksale der afroamerikanischen und jüdischen Anwohner vom Chicken Hill durch episodenhafte Erzählung aus unterschiedlichen Perspektiven, wodurch die kleinen und großen Probleme der amerikanischen Gesellschaft beleuchtet werden – insbesondere Rassismus und Antisemitismus, Armut und gesellschaftliche Stellung sowie der amerikanische Traum.

Der rote Faden bildet ein Paar, das einen Lebensmittelladen und ein Theater betreibt und das sich mit dem Schicksal eines tauben Waisenjungen gegenüber sieht, dem die Unterbringung in einer Anstalt droht. Das setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die der Autor geschickt geplottet hat und mich als Leser unterhalten konnten und gleichzeitig zum Nachdenken angeregt haben. Wie würde man selbst, wie würde das eigene Umfeld in solch einer Situation reagieren?

Ein uneingeschränkt empfehlenswertes Werk von einem Autor, der einfach noch mehr Aufmerksamkeit verdient hat.

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Veröffentlicht am 05.12.2024

Ein wunderbarer Roman

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Das Buch beginnt mit dem Fund eines Skeletts in den 70er Jahren und berichtet über das Zusammenleben der Einwanderer des Ortes vor 40 Jahren.

In den zwanziger- und dreißiger Jahren leben gemeinsam jüdische ...

Das Buch beginnt mit dem Fund eines Skeletts in den 70er Jahren und berichtet über das Zusammenleben der Einwanderer des Ortes vor 40 Jahren.

In den zwanziger- und dreißiger Jahren leben gemeinsam jüdische und afroamerikanische Einwanderer in einem heruntergekommenen Viertel von Chicken Hill. Ein Lebensmittelgeschäft und ein Theater stehen im Mittelpunkt des Romans.

Ein tauber Waisenjunge bringt den Zusammenhalt der Gemeinschaft in eine moralisch schwierige Situation und stellt ihre Solidarität auf eine harte Probe. Aber die Gemeinschaft hält zusammen, wenn es sich um weisse rassistische Amerikaner handelt.

In einer poetisch kraftvollen Sprache beschreibt der Autor seine Figuren detailreich und authentisch, und der Leser erfährt eine Geschichte voller Konflikte und Hoffnung. Sehr interessant liest sich das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Religionen, wobei die Hautfarbe keine Rolle spielt.

Ein überaus lesenswerter und berührender Roman, der lange in Erinnerung bleibt.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Lesenswert

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Der Autor hat einen Roman geschrieben, der Genres überschreitet und dessen Komplexität man bewundern kann. Es ist ein Drama, ein Krimi, ein Familienroman, der nicht nur eine Familie betrifft, sondern eher ...

Der Autor hat einen Roman geschrieben, der Genres überschreitet und dessen Komplexität man bewundern kann. Es ist ein Drama, ein Krimi, ein Familienroman, der nicht nur eine Familie betrifft, sondern eher die ganze Community. Wir lernen viele unterschiedliche Figuren kennen. Jeder führt sein Leben als Person sowie als Teil der Community. Sie haben ihre Sitten und Bräuche, sie unterstützen einander, sie machen Geschäfte. Es ist interessant zu beobachten, wie jeder Schritt und jede Entscheidung zu einem großen Ereignis führt. Die Geschichte wirkt realistisch, ich konnte mir die Lebensweise der Charaktere ganz gut vorstellen. Es geht auch um Freundschaft, Liebe, Fürsorge, einfach um die ganz normalen Menschen. Und es ist einer dieser Romane, der Hoffnung verleiht und mit dem man wächst.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Nur gemeinsam seid ihr stark ...

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Durch den Fund eines Skeletts während Bauarbeiten 1972 in dem kleinen Pottstown, Pennsylvania, meldet sich Besuch der lokalen Polizei an. Sehr zu ihrem Leidwesen jedoch, macht ein Orkan, der am nächsten ...

Durch den Fund eines Skeletts während Bauarbeiten 1972 in dem kleinen Pottstown, Pennsylvania, meldet sich Besuch der lokalen Polizei an. Sehr zu ihrem Leidwesen jedoch, macht ein Orkan, der am nächsten Tag über die Gegend fegt, weitere Ermittlungen null und nichtig. Als Leser dürfen wir der Sache jedoch auf den Grund gehen und lassen uns mit James McBride in die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurücktransportieren. Hier leben zu Anfang viele verschiedene Nationen und Glaubensrichtungen als buntzusammengewürfelter Haufen mehr oder weniger friedlich nebeneinander. Als aber schließlich der taube Dodo, ein kleiner schwarzer Waisenjunge auftaucht, droht die Gemeinschaft zu entzweien. Plötzlich beäugen sich die beiden Gruppen aus Schwarzen und Juden misstrauisch und ehemalige Freundschaften scheinen nicht mehr zu existieren. Doch gemeinsam setzen sie sich gegenüber den Weißen durch und hoffen somit, den unschuldigen Dodo zu retten, der eigentlich nichts anderes will, als in Frieden zu leben.

Wie man es von dem Autor gewohnt ist – „Die Farbe von Wasser“ zählt zu einem meiner Lieblingsbücher – schafft er es auch diesmal wieder mit seinem authentischen Schreibstil zu überzeugen. Fast schon poetisch lesen sich manche Passagen und als Leserin konnte ich mich wunderbar fallen lassen in dem kleinen Örtchen Pottstown der 30er Jahre. Der ehemalige US-Präsident Obama hat „Himmel und Erde“ – was übrigens der Name des kleinen Lebensmittelladens am Ort ist – zu einem seiner „favorites books“ deklariert und ich gehe sehr gerne konform mit ihm. Ein kleines Sternchen ziehe ich ab, da ich doch recht lange gebraucht habe, um in die Geschichte reinzukommen. Einmal angekommen aber hat sie überzeugt und ich vergebe sehr gerne sehr verdiente vier Sterne. Eine Leseempfehlung spreche ich für die LeserInnen aus, die auch gerne mal eine Zeitreise in ein kleines Städtchen in den USA unternehmen möchten. Genau so konnte es damals nämlich gewesen sein!