Cover-Bild Der Todbringer

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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Blanvalet
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Seitenzahl: 576
  • Ersterscheinung: 11.11.2019
  • ISBN: 9783764507145
Jeffery Deaver

Der Todbringer

Ein Lincoln-Rhyme-Thriller
Thomas Haufschild (Übersetzer)

Sie fanden die Liebe fürs Leben – doch nur der Tod ist für immer …
Die packende Bestseller-Reihe jetzt als TV-Serie bei SAT1!


Der Tatort, mit dem Amelia Sachs sich konfrontiert sieht, ist einer der schrecklichsten ihrer Karriere: In einem Juweliergeschäft wurden einem branchenberühmten Diamantenhändler sowie einem jungen Paar die Kehlen durchgeschnitten. Noch im Todeskampf hielten die Verliebten sich an den Händen. Der Killer macht offenbar Jagd auf Paare und lauert ihnen in ihren glücklichsten Momenten auf. Und er scheint fest entschlossen, auch alle Zeugen aus dem Weg zu räumen, die den Ermittlern Lincoln Rhyme und Amelia Sachs – selbst frisch verheiratet – helfen könnten, das Morden zu stoppen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2020

„Manche Feinde muss man ignorieren, andere Feinde müssen sterben“.

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Als Amelia Sachs im Juweliergeschäft eintrifft muss sie schlucken. An diesem Tatort liegen die Leichen eines jungen Paares und weiter hinten die eines Mannes. Das Paar hatte die Hände auf dem Rücken gefesselt ...

Als Amelia Sachs im Juweliergeschäft eintrifft muss sie schlucken. An diesem Tatort liegen die Leichen eines jungen Paares und weiter hinten die eines Mannes. Das Paar hatte die Hände auf dem Rücken gefesselt und noch im Tod hielten sie sich aneinander fest. Was ist hier passiert und warum mussten die Drei auf so brutale Weise sterben?

Lincoln Rhyme und Amelia Sachs, die gerade selbst frisch verheiratet sind, haben hier eine schwere Aufgabe übernommen. Nun meldet sich der Mörder zu Wort, er nennt sich selbst „der Versprechende“ und kündigt an, weiter Paare zu ermorden.

Wenn das nur allein die schwierigen Ermittlungen wären, die die Beiden zu bewältigen hätten, aber plötzlich gibt es Erdbeben und daraus resultierende Explosionen mit Toten.

Und dann wird Lincoln auch noch als Berater in einem Prozess gegen einen Polizistenmörder angefordert. Vorsicht ist geboten, denn in diesem Verfahren geht es um mehr und das soll nicht wirklich an die Öffentlichkeit gelangen. Stillschweigen ist das oberste Gebot.

Nach und nach zeigt sich, dass alle Ermittlungen sehr viel Aufmerksamkeit benötigen und Amelia und Lincoln mit ihrem Team wirklich an ihre Grenzen stoßen. Als dann auch noch Amelia in einen Rückhalt gerät, kommen viele Fragen gleichzeitig an die Oberfläche.

Fazit:

Im 14. Fall für Amelia Sachs und Lincoln Rhyme nimmt uns der Autor Jeffery Deaver mit in eine Welt der Verbrechen mitten in New York City. Das gelingt ihm ausgesprochen gut.

Der Schreibstil ist dabei, wie gewohnt, sehr flüssig lesbar. Die vielen Handlungsstränge können manchmal schon nerven, weil man einfach nicht den Zusammenhang finden kann.

Bei den Charakteren treffen wir auf viele alte Bekannte, die ich allesamt mag und die sehr gut gezeichnet sind. Aber es gibt auch neue Gesichter, manchen begegnen wir nur kurz, so wie der taffen Traffic Enforcement Agentin Carmella Romero, die aber so bildhaft beschrieben ist, dass ich sie gleich in mein Herz geschlossen habe. Auch der Täter wird hier sehr gut charakterisiert und ich durfte ihm bei seinen unvorstellbaren Taten über die Schultern sehen. Er war dabei so lebendig dargestellt, dass mir eine Gänsehaut über den Rücken lief.

Die Spannung war fast gleichbleibend hoch und wurde nur manches Mal ein wenig gedrückt. Es gab die eine oder andere Länge, aber das Ende war dann mit allen Wassern gewaschen und es taucht noch eine Figur auf, die wir schon aus einem anderen Buch kennen. Alle losen Fäden werden zusammengeführt und ich hatte wirklich einiges geahnt, aber in diesem Umfang niemals erwartet.

Ich vergebe hier 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung. Ganz nach dem Zitat auf Seite 458: „Ich werde diesen Fehler nicht noch einmal machen“, lasst euch durch die kleinen Längen und Verwirrungen nicht abhalten diesen guten Thriller bis zum Ende zu lesen.

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Veröffentlicht am 04.01.2020

Spannender Thriller

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Ein neuer Tatort für Amelia Sachs: In einem Juweliergeschäft wurde ein branchenberühmter Diamantenhändler sowie ein junges Paar ermordet. Der Mörder jagt offenbar Paare und lauert ihnen in ihren glücklichsten ...

Ein neuer Tatort für Amelia Sachs: In einem Juweliergeschäft wurde ein branchenberühmter Diamantenhändler sowie ein junges Paar ermordet. Der Mörder jagt offenbar Paare und lauert ihnen in ihren glücklichsten Momenten auf. Dazu kommt, dass er fest entschlossen ist, auch jeden Zeugen aus dem Weg zu räumen. Lincoln Rhyme und Amelia Sachs setzen alles daran, den Mörder zur Strecke zu bringen.

Ich mag die Bücher aus der Feder von Jeffery Deaver sehr gerne, da sie immer so verlaufen, wie man es garantiert nicht erwartet.
Auch hier beginnt es spannend und es geht gleich zur Sache. Die ersten Morde passieren und Amelia und Rhyme werden in die Ermittlungen eingeschaltet. Der Thriller ist vollgepackt mit Tathergängen, spannender Ermittlungsarbeit und Irrungen und Wendungen, die man so nicht erwartet. Genau das gefällt mir an dieser Reihe, Amelia ist die bewegliche Ermittlerin und Rhyme, der ans Bett gefesselte Ermittler, der vom Kopf her so gewieft ist. Zusammen mit seiner Frau Amelia sind sie einfach ein tolles Team.
Es gibt im Laufe des Buches verschiedene Handlungsstränge, die immer mehr ineinander laufen, aber man kann am Anfang nicht erahnen, wie es ineinandergreift und wo die Verbindungen bestehen. So wird man immer wieder dazu verleitet zu rätseln, wer der Mörder ist.
Es gibt so viele Momente, an denen ein Kapitel endet und man es nicht schafft zu lesen aufzuhören, da es einen nicht loslässt, doch gibt es auch immer wieder Passagen, die sich ein bisschen ziehen. Es hält sich insgesamt in einer guten Waage und durch die Wendungen kommen immer wieder neue Akteure ins Geschehen, so dass es garantiert nicht langweilig wird. Ganz nebenbei lernt man auch noch einiges über die Gewinnung und Verarbeitung von Diamanten, was gar nicht uninteressant ist.
Ich finde es auch bewundernswert, wie durchdacht der Plot ist und wie am Ende alle Fäden aufgelöst werden, so dass keine Fragen offen bleiben.

Ein Thriller, der von vorn bis hinten gut durchdacht und spannend ist. Für Fans ein Muss, aber auch für Personen, die gerne Thriller lesen, die vielen Wendungen parat halten.

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Veröffentlicht am 22.12.2019

Spannend und unvorhersehbar

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Als Emilia Sachs am Tatort eintrifft, findet sie dort nicht nur den ermordeten indischen Diamantenhändler sondern auch noch ein junges Paar, welches sich noch im Tode an den Händen hält, vor. Alles sieht ...

Als Emilia Sachs am Tatort eintrifft, findet sie dort nicht nur den ermordeten indischen Diamantenhändler sondern auch noch ein junges Paar, welches sich noch im Tode an den Händen hält, vor. Alles sieht nach einem Raubmord aus. Und es könnte eventuell sogar einen Zeugen geben. Aber was genau gestohlen wurde ist recht unklar. Auch die Suche nach dem Zeugen, der möglicherweise sogar schwer verletzt ist, gestaltet sich als schwierig. Im Diamantenviertel von New York will so niemand mit der Polizei etwas zu tun haben.

Kurze Zeit später gibt es den nächsten Angriff auf ein glücklich verliebtes Paar. Es taucht auch ein Bekennerschreiben auf. Der Versprechende gibt bekannt, dass es weitere Opfer geben wird. Gemeinsam mit der New Yorker Polizei ermitteln Lincoln Rhyme und Emilia Sachs.

Gleichzeitig erfahren wir aber auch von Vimal dem jungen Mann, der unerwartet Zeuge der Ermordung geworden ist. Vimal ist auf der Flucht vor dem Mörder. Aber er stellt sich auch nicht der Polizei als Zeuge zur Verfügung. Die Hintergründe dafür sind auch unbedingt klar.

Bei Wladimir Rostow, der unerwartet auftaucht, wird schnell klar, dass es sich um den Täter handeln muss. Er ist natürlich auf der Suche nach Vimal und einem weiteren Besucher beim Diamantenhändler.

Anfänglich fragte ich mich, warum ich bereits so früh über den Täter lesen konnte. Dass das natürlich Absicht und Methode von Deaver ist, wird einem erst beim Weiterlesen klar. Denn nichts ist, wie es scheint. Wenn man denkt, jetzt ist alles klar, schlägt die Handlung einen Haken. Plötzlich ist alles anders und ergibt trotzdem einen Sinn. Das ist es, was mir bei den Büchern von Jeffrey Deaver so gefällt. Diese Nebenschauplätze, die interessant sind, werden am Ende gekonnt, raffiniert und vor allem schlüssig aufgelöst. Zudem ist nicht nur die Handlung spannend, sondern während des Lesens erfährt man in diesem Buch auch Details über die Verarbeitung und Veredelung von Diamanten. Davon wusste ich bisher noch gar nichts und es war außerordentlich interessant.

Mir hat dieses Buch gefallen. Es gibt eine uneingeschränkte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 09.12.2019

Vor die Steine gegangen

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Mit „Der Todbringer“ ist nun auch der 14. Band aus Jeffery Deavers Lincoln Rhyme-Thrillerserie in Deutschland erschienen. Herausgegeben wurde dieser im November 2019 bei blanvalet.
An einem Wochenende ...

Mit „Der Todbringer“ ist nun auch der 14. Band aus Jeffery Deavers Lincoln Rhyme-Thrillerserie in Deutschland erschienen. Herausgegeben wurde dieser im November 2019 bei blanvalet.
An einem Wochenende im März wird Amanda Sachs an einen Tatort im New Yorker Diamantenviertel gerufen. Sie erwartet ein grausiger Tatort: Ein weit bekannter Diamantenhändler und ein junges Paar wurden gefoltert und anschließend ermordet. Ein Augenzeuge, der die Polizei verständigt hatte, konnte verletzt entkommen und ist nunmehr auf der Flucht. Doch während Sachs und ihr Mann, Lincoln Rhyme, nach dem Täter suchen, kommt es zu weiteren Zwischenfällen. Als dann auch noch eine Reihe von Beben und Explosionen New York erschüttert, wird die Lage immer brenzliger.
Nach dem ersten Durchblättern des Buches war ich ein wenig skeptisch: Ein etwa 570-seitiger Thriller, dessen Handlung sich auf fünf Tage beschränkt – kann das gutgehen? Muss es nicht zwangsläufig zu Längen kommen? Und es stimmt: So ganz ohne Längen kommt dieses Buch nicht aus, doch bin ich dennoch beim Lesen förmlich durch die Seiten hindurchgeflogen.
Einer detaillierten, doch keinesfalls grausamen oder voyeuristischen Darstellung des ersten Mordes – allein der Gedanke, dass ein junges Paar kurz vor seiner Hochzeit gefoltert und ermordet wird, ist verstörend genug – folgen ebenso präzise Darstellungen der Tatortarbeit. Auch das Schicksal des jungen Augenzeugen Vimal beschäftigt Leserinnen und Leser, man fragt sich unentwegt, weshalb er sich nicht einfach an die Polizei wendet. Durch einen Perspektivwechsel scheint für die Leser/innen schnell festzustehen, wer der Mörder ist, man macht sich – wie bei den alten Columbo-Filmen – darauf gefasst, einfach „nur“ die Ermittlungen mitzuverfolgen. Mit den Beben und Explosionen in der Stadt kommt dann ein wenig frischer Wind in die Handlung, bis sich im letzten Drittel die Ereignisse überschlagen und man in einem fulminanten Finale feststellen muss, dass nichts so ist, wie anfangs vermutet. Durch unvorhergesehene Wendungen, Enthüllungen und Erkenntnisse des Ermittlerteams schafft es der Autor, die Lesenden kaum zu Ruhe kommen zu lassen – und das alles, ohne dass man das Gefühl hat, überrumpelt oder mit allzu grausamen Darstellungen konfrontiert zu werden.
Der Aufbau des Thrillers mit seinen fünf Teilen folgt dann auch der Verarbeitung von Diamanten – vom Konzipieren bis hin zum Facettieren. Und so erfährt man beim Lesen viel Wissenswertes über Diamanthandel und –verarbeitung. Anhand des jungen Diamantenschleifers Vimal spielen auch immer wieder kulturelle Unterschiede und Vorurteile in den ansonsten so multikulturellen USA eine Rolle, die Ermittlungen schließlich haben auch Querelen zwischen den einzelnen Behörden zum Thema und werden recht ausführlich dargestellt.
Obgleich dieser 14. Band der Lincoln Rhyme-Serie der erste ist, den ich gelesen habe, habe ich mich in dieser Runde gleich wohlgefühlt, da alle dem Verständnis dienenden Informationen in die Handlung eingeflochten sind. Besonders gefallen und fasziniert hat mich das Schicksal Vimals und seiner Freundin, anhand anderer Figuren zeigt der Autor, dass er fähig ist, Charaktere vielschichtig zu zeichnen. Nicht zuletzt die Wandlungsfähigkeit einiger Charaktere sowie der Umstand, dass die Ermittler/innen auf Gegner stoßen, die ihnen ebenbürtig sind, tragen sehr zum Spannungsaufbau im letzten Romanteil bei.
Insgesamt legt Jeffery Deaver mit „Der Todbringer“ einen Thriller vor, der aufgrund seiner Längen sicher nicht diejenige Leserschaft befriedigen wird, die auf einen Knalleffekt nach dem anderen aus ist. Mir persönlich hat dieses Buch jedoch außerordentlich gut gefallen, da es Informationen und gepflegte Spannung miteinander verbindet und mir somit einige unterhaltsame sowie spannende Lesestunden beschert hat. Außerdem hat mich dieser Band neugierig gemacht auf weitere Teile dieser Reihe, zu denen ich mit Sicherheit in Bälde greifen werde. Mit viereinhalb von fünf Lesepunkten empfehle ich dieses Buch gerne zur Lektüre weiter.

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Veröffentlicht am 28.11.2019

ein etwas schwächerer Deaver

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Ein Mord an einem Diamanthändler beschäftigt Lincoln Rhyme und Amelia Sachs ganz besonders. Denn der vordergründig recht einfache Fall entpuppt sich als Marionettenspiel par excellence. Und dieses Mal ...

Ein Mord an einem Diamanthändler beschäftigt Lincoln Rhyme und Amelia Sachs ganz besonders. Denn der vordergründig recht einfache Fall entpuppt sich als Marionettenspiel par excellence. Und dieses Mal sind es tatsächlich die Täter, die schlauer sind als Sachs und Rhyme.
Ein wenig unspektakulär und unspannend beginnt der neue Krimi des Bestsellerautors Jeffery Deaver. Anfangs kam die ganze Bandbreite von Rhymes‘ Genie gar nicht zum Tragen und ich brauchte lange, bis ich in die Handlung hinein fand. Aber Deaver wäre nicht Deaver wenn er nicht noch jede Menge Überraschungen für den Leser bereit hielte. Und die zu durchschauen sind auch manchmal tatsächlich etwas schwierig. Vor allem ob der komplexen Handlung, die mehrere Fälle in sich vereint: der Bombenleger, der Verlobte, der Terrorist.
Mir hat in diesem Buch ein wenig die Spannung gefehlt. Und das typische Rätselraten von Rhyme. Sicher, es war da, vor allem gegen Ende. Aber bis zur Hälfte des Buches plätschert die Handlung so vor sich hin und als Leser wird man über die Kunst des Diamantschleifens aufgeklärt, was ich absolut zum Gähnen fand. Sehr sympathisch war mir aber der junge Diamantschleifer, den hätte man ruhig noch mehr in die Handlung einbinden können.
Der Schluss wartet mit einem wahren Feuerwerk an Überraschungen auf, wenn auch Deaver schon früher im Buch ein Stück Lunte zieht und dem Leser für meinen Geschmack schon viel zu viel verrät. Die Handlung hat mehrere Stränge und zuerst dachte ich, dass diese alle irgendwie ins Leere laufen, sie werden aber zum Schluss hin zusammengeführt und aufgeklärt und hier setzte dann tatsächlich wieder die Einfallskraft Deavers ein.
Fazit: ein etwas schwächerer Deaver, der aber gegen Ende doch noch überzeugen konnte.