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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.08.2025

„In dieser Situation wirkt jeder wie ein nervöses Wrack, ob schuldig oder unschuldig.“

Die Herzchirurgin
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Die erfahrene Herzchirurgin Dr. Anna Jones liebt ihren Beruf genauso wie ihren Sohn Zack. Als sie eines Tages vor die Wahl gestellt wird, das Leben eines Patienten während einer OP zu beenden oder ihren ...

Die erfahrene Herzchirurgin Dr. Anna Jones liebt ihren Beruf genauso wie ihren Sohn Zack. Als sie eines Tages vor die Wahl gestellt wird, das Leben eines Patienten während einer OP zu beenden oder ihren entführten kleinen Sohn zu retten, ist ihr klar, was sie tun muss.
Auch Krankenschwester Margot hat große Sorgen, denn sie sitzt in der Zwickmühle. Wie kann sie ihre enormen Schulden tilgen, ohne ihre eigenen Kollegen weiterhin zu beklauen. Als sie dann eine ungeheuerliche Beobachtung macht, weiß sie was sie tun muss um ihre Schulden loszuwerden. Aber ist das die richtige Entscheidung?
Beide Frauen, obwohl sie so unterschiedlich sind, treffen nun ihre Wahl, aber ist es die Richtige?

Fazit: Der Autor Jack Jordan schreibt mit „Die Herzchirurgin“ einen Thriller, der mich mit in den Operationssaal der Herzchirurgie nimmt. Die Beschreibungen und Erklärungen einer OP am offenen Herzen konnten mich überzeugen. Der Schreibstil ist einfach, geradlinig und lässt sich flüssig lesen.
Bei den Charakteren hatte ich so meine Schwierigkeiten. Keine der drei Frauen konnte mich hier wirklich mitnehmen. So eiskalt und abgekocht die eine, so labil und durchsichtig die anderen beiden. Die Figuren blieben das ganze Buch über blass und handelten meist kopflos.
Die Spannung, die anfangs sehr hoch war, fiel dann plötzlich ins bodenlose. Es gab so viele skurrile Handlungen, die ich nicht nachvollziehen konnte und die wenig überzeugend rüberkamen, dass ich zur Mitte hin das Buch einfach nicht weiterlesen wollte. Schon allein die Perspektive aus der Sicht der Frauen in der Ich-Form, war für mich schwierig, denn sie klangen irgendwie immer gleich, ich kam da manchmal echt durcheinander.
Ich kämpfte mich Seite um Seite weiter und plötzlich war wieder Spannung da. Wenn auch viele Ereignisse für mich an den Haaren herbeigezogen erschienen, ergaben sie irgendwie doch Sinn.
Das Ende hatte ich so nicht erwartet. Es hat mich jetzt nicht in Euphorie versetzt, aber es könnte durchaus so gewesen sein. Ich bin das ganze Buch über, aber kein Fan der Geschichte geworden. Schade, denn der Plot hatte schon sehr viel Potenzial für einen spannenden Thriller zu bieten gehabt.
Ich habe mich durch dieses Buch gequält und hätte es fast abgebrochen. Von mir kommt verständlicherweise hier keine Leseempfehlung und es reicht auch nur für 3 Sterne. Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

„Glück ist, was passiert, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft.“

Die Rache des Uhrmachers
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Als mitten in New York ein riesiger Baukran auf mysteriöse Weise einstürzt und eine Person dabei getötet und mehrere verletzt werden, wird wieder einmal die Hilfe von Lincoln Rhyme und Amelia Sachs benötigt. ...

Als mitten in New York ein riesiger Baukran auf mysteriöse Weise einstürzt und eine Person dabei getötet und mehrere verletzt werden, wird wieder einmal die Hilfe von Lincoln Rhyme und Amelia Sachs benötigt. Das Ermittlerduo ist unschlagbar und Rhyme ein gnadenlos begabter forensischer Spurenanalytiker.
Eine politische Gruppe bekennt sich zu der Sabotage und droht mit weiteren Anschlägen in 24 Stunden. Nun fängt die Uhr an zu ticken, denn die Ermittlungen gestalten sich schwierig und Amelia kommt am Tatort des Baukrans in eine lebensbedrohliche Situation. Die Spuren führen in alle Richtungen, aber Rhyme wird den Gedanken nicht los, dass hier irgendwer anders die Fäden zieht und nicht die politische Gruppe. Und er liegt richtig, denn sein größter Widersacher, der Uhrmacher, tritt wieder in Erscheinung.
Jetzt ist Gefahr in Verzug, denn der Uhrmacher will sicher seine Drohung wahrmachen und Lincoln Rhyme vernichten.
Ein Katz- und Mausspiel, wie es spannender nicht sein kann, beginnt und dann kommt es zum großen Showdown.

Fazit: Der Bestsellerautor Jeffery Deaver schreibt mit seinem neuen Thriller „Die Rache des Uhrmachers“ schon den 16. Fall für sein außergewöhnliches Ermittlerduo Lincoln Rhyme und Amelia Sachs. Auch in diesem Buch gelingt es dem Autor sofort mich mit in die Geschehnisse zu reißen. Sein Schreibstil ist schnörkellos, empathisch und spannend. Die haargenauen Beschreibungen der Tatorte und verschiedenen Baukräne hat mich gefesselt und mir aufgezeigt, wie kompliziert diese Arbeit ist.
Die verschiedenen Charaktere sind sehr gut ausgesucht und genial in Szene gesetzt. Viele kenne ich schon aus den Vorgängerbüchern und sie haben sich alle weiterentwickelt. Es gibt die guten und die bösen Figuren und allen dürfen bei ihrem Tun über die Schulter schauen, ob wir wollen oder nicht. Besonders schlimm empfand ich es bei den detaillierten Beschreibungen der tödlichen Fallen und deren Todesfolgen.
Der Autor beherrscht sein Metier und führt uns über verschiedene Erzählstränge, die allesamt sehr spannend zu lesen sind, zu einem Ende, dass ich so niemals erwartet hätte. Er verknüpft alles sehr geschickt miteinander und dann lässt er die Bombe platzen. Himmel, das wäre mir im Traum nicht eingefallen. Aber eins ist ja klar: Ist ein Mörder gefasst, wartet der nächste schon auf der anderen Straßenseite.
Ich habe diesen genialen Thriller in einem Rutsch ausgelesen und bin gespannt, wie es weitergehen wird.
Von mir kommen hier hoch verdiente 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung. Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

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Veröffentlicht am 15.06.2025

„Besonders gesprächig war der Chinchilla nicht. Aber er konnte wahnsinnig gut zuhören."

Die Sprache der Flammen
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Die forensische Anthropologin Temperence Brennan freut sich auf ihren Urlaub mit ihrem Lebensgefährten Andrew Ryan. Einfach nur relaxen und die Seele baumeln lassen.
Doch ihre Tochter Katy bittet sie, ...

Die forensische Anthropologin Temperence Brennan freut sich auf ihren Urlaub mit ihrem Lebensgefährten Andrew Ryan. Einfach nur relaxen und die Seele baumeln lassen.
Doch ihre Tochter Katy bittet sie, ihrer Freundin, der Reporterin Ivy Doyle, ein paar Fragen bezüglich eines Brands zu beantworten. Sie willigt ein und muss nun nach Washington. reisen, also ihren Urlaub verkürzen. Das passt Ryan überhaupt nicht und wirft ihr vor, ihre Arbeit über ihn zu stellen.
Völlig frustriert fährt Tempe nun nach D.C. und wird dort auch in der Hausruine mithelfen, die verbrannten 4 Leichen zu identifizieren. Als sie durch Zufall eine 5 Leiche findet, entwickelt sich der Fall auch in eine andere Richtung und dann brennt ein weiteres Gebäude.

Fazit: Mit „Die Sprache der Flammen“ schreibt die Bestsellerautorin Kathy Reichs schon den 23. Fall für ihre forensische Anthropologin Temperence Brennan. Schon seit vielen Jahren begleite ich die unerschütterliche Tempe nun bei ihrer Arbeit und den zu lösenden Rätseln. Auch in diesem Fall gelingt es der Autorin wieder mich mitzunehmen und in die Ereignisse zu verstricken.
Ihr Schreibstil ist schnörkellos, empathisch und flüssig lesbar. An die vielen Bezeichnungen und Abkürzungen werde ich mich wohl nie gewöhnen.
Mit ihren gut ausgesuchten Figuren überzeugt sie mich immer wieder. Viele kenne ich schon lange und wieder kommen neue hinzu. Es gibt die guten und die bösen Charaktere und allen schauen wir bei ihrem Tun über die Schulter.
Die Spannung baut sich schon im Prolog auf, leider fällt sie dann öfter mal ab. Vor allem bei den endlosen Recherchen über die Vergangenheit und das Lesen der vielen Ausdrucke, kommt bei mir Langeweile auf.
Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse. Die Autorin hat es dann doch wieder geschafft mich mit dieser genialen Auflösung zu überzeugen, denn ich hatte eine ganz andere Vorstellung vom Ausgang. Alle offenen Fragen wurden beantwortet und jedes lose Puzzleteil fiel an den vorgesehenen Platz.
Von mir kommen hier 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung. Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

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Veröffentlicht am 12.06.2025

„Die Loyalität der Familie geht über alles.“

Die Sommergäste
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Ein heißer Sommer lockt wieder die Besitzer der Ferienhäuser zurück nach Purity Main. Mit ihrem Ehemann Ethan Conover reisen Susan und ihre Tochter Zoe das erste Mal dorthin. Der Grund ist die Beisetzung ...

Ein heißer Sommer lockt wieder die Besitzer der Ferienhäuser zurück nach Purity Main. Mit ihrem Ehemann Ethan Conover reisen Susan und ihre Tochter Zoe das erste Mal dorthin. Der Grund ist die Beisetzung von Vater Georg. Susan und Zoe lernen nun die gesamte Familie kennen, aber Willkommen fühlen sie sich nicht.
Zoe ist das alles viel zu langweilig. Sie ist ein tolle Schwimmerin und am nächsten Morgen stürzt sie sich in den Maiden Pond, der einen direkten Anleger an das Grundstück hat. Sie schwimmt und taucht stundenlang. Sie fühlt sich pudelwohl im Wasser und dann ist sie plötzlich verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt.
So übernimmt Jo Thibodeau von der Polizei Purity den Fall. Die Suche gestaltet sich äußerst schwierig, denn Zoe wurde als letztes zusammen mit Callie gesehen, die ihr ihre Tiere zeigen wollte. Aber sie war auch noch schwimmen gegangen, könnte sie ertrunken sein? Ein Tauchboot wird gerufen und tatsächlich wird ein Skelett auf dem Seegrund gefunden. Aber es ist nicht Zoe, denn diese Knochen liegen schon sehr lange im Wasser.
Die Suche geht weiter und nun tritt auch der „Martini-Club“ in Erscheinung. Meggie Bird und ihre 4 Verbündeten wissen, wie sie Spuren finden und Fälle lösen können. Die ehemaligen Spione arbeiten Hand in Hand und machen auch gleich eine Entdeckung. Aber die Spuren verlaufen im Sande und alle Verdächtigen haben ein Alibi. Wie kann man diesen Fall lösen, denn die Tage vergehen und Zoe bleibt weiterhin verschwunden.

Fazit: Mit „Die Sommergäste“ schreibt die Thrillerautorin Tess Gerritsen den 2. Fall für den „Martini-Club“. Auch hier gelingt es ihr wieder, mich gleich mit in die Geschehnisse zu nehmen. Ihr Schreibstil ist empathisch, geradlinig und sehr flüssig lesbar.
Die gut ausgesuchten Charaktere sind exzellent beschrieben und prima in Szene gesetzt. Besonders gut gefällt mir die verbohrte und zielstrebige Polizeichefin „in Spe“ Jo. Aber auch den Martini-Club habe ich in mein Herz geschlossen.
Die gut aufgebaute Spannung hält das ganze Buch über. Die Autorin versteht es, falsche Fährten zu legen und dann am Schluss die Bombe platzen zu lassen. Ich war auf einer völlig falschen Spur und wäre auf diese Auflösung niemals gekommen.
Mir hat dieser Thriller ausgesprochen gut gefallen und daher kommt von mir eine klare Leseempfehlung und 5 verdiente Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

„Der Gedanke an die Waffe ließ sie nicht los.“

Hildur – Der Schatten des Nordlichts
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In den isländischen Westfjorden bereitet man sich auf das bevorstehende Weihnachtsfest vor. Es könnte schöner nicht sein, denn auch die Polarlichter glänzen am Himmelszelt. Leider bleibt es nicht so friedlich, ...

In den isländischen Westfjorden bereitet man sich auf das bevorstehende Weihnachtsfest vor. Es könnte schöner nicht sein, denn auch die Polarlichter glänzen am Himmelszelt. Leider bleibt es nicht so friedlich, denn vor der Küste taucht in einem Fischgehege ein Leiche auf. Hildur und Jakob übernehmen den Fall, der dann aber völlig aus dem Ruder läuft.
Und dann sind da noch die familiären Sorgen. Jakob reist in sein Heimatland Finnland um im Sorgerechtsstreit voranzukommen. Auch Hildur muss sich mit ihrer Schwester auseinandersetzen, die ihr aber nicht alles zu erzählen scheint.
Können Hildur und Jakob den komplexen Fall lösen und nebenbei auch in ihrem privaten Umfeld am Ball bleiben?

Fazit: Mit „Hildur – Der Schatten des Nordlichts“ schreibt die Autorin Satu Rämö schon den dritten Fall für ihre Kriminalbeamtin Hildur Rúnarsdóttir. Auch dieses Mal nimmt sie mich mit in das kalte, regnerische und wunderschöne Island. Das gelingt ihr gut, denn ihr lebendiger und bildlicher Schreibstil lässt sofort Bilder vor meinen Augen erscheinen.
Die verschiedenen Charaktere sind gut ausgesucht und überzeugend beschrieben. Es gibt die guten und die bösen Figuren und wir schauen allen bei ihrem Tun über die Schulter, ob wir wollen oder nicht.
Ich mag es ja sehr, mehr über die Hintergründe der Hauptprotagonisten zu erfahren, aber leider ist mir das in diesem Buch doch zu viel des Guten.
Die Spannung bleibt hier schon des Öfteren auf der Strecke, da die privaten Handlungsstränge teilweise sehr ausführlich beschrieben werden. Manchmal ist weniger mehr.
Das Ende ist gut ausgearbeitet und hatte ich so nicht erwartet. Im Epilog erfahren wir dann, dass es noch ein weiteres Buch geben wird.
Von mir kommt hier eine Leseempfehlung und knappe 4 Sterne. Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

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