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Veröffentlicht am 05.05.2018

Was hat der Rabe mit dem Löwen zu tun???

Saphirblau
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Gwendolyn, die ja das Zeitreisegen geerbt hat, ist nun auf der Suche nach Antworten. Viele Sprüche, die ihr immer wieder vorgebetet werden, ergeben für sie keinen Sinn. Wie denn auch: Die ganze Vorbereitung, ...

Gwendolyn, die ja das Zeitreisegen geerbt hat, ist nun auf der Suche nach Antworten. Viele Sprüche, die ihr immer wieder vorgebetet werden, ergeben für sie keinen Sinn. Wie denn auch: Die ganze Vorbereitung, die der Rubin bekommen sollte, hatte ja fälschlicherweise ihre Cousine Charlotte, erhalten. Immer wieder wird Gwen in den Keller gebracht, um dort diszipliniert zu springen. Auch werden ihr jedes Mal die Augen verbunden, damit sie sich den Weg auch ja nicht merken kann.

Als ihr dann Xemerius über den Weg läuft, ignoriert sie ihn erst einmal. Er ist ein Dämon, so bezeichnet er sich selbst. Gwen versucht es mit Täuschung, was ihr aber nicht gelingt, denn Xemerius merkt sofort, dass sie ihn sehen und hören kann. Gwen kann nichts dagegen tun, von nun an ist er ihr ständiger Begleiter. Als Leslie ihr dann aber sagt, sie kann ihn ja auch gut zum spionieren gebrauchen, dankt sie ihrer Freundin überschwänglich. Leslie ist weiterhin damit beschäftigt, alle Details, die Gwen ihr verbotenerweise von ihren Zeitreisen erzählt, über das Internet zu entschlüsseln.

Gideon und Gwen reisen wieder zusammen durch die Jahrhunderte und während einer dieser Zeitsprünge küsst er sie. Gwen ist sofort hin und weg und vergisst alles um sich herum. Aber kann sie ihm auch trauen, denn wenn sie wieder in der richtigen Zeit sind, ignoriert er Gwen ständig. Auch ihre Tante und ihre Cousine nörgeln immer wieder an ihr herum. Keiner versteht, dass sie selbst am meisten unter diesen Neuerungen in ihrem Leben leidet.

Spannend, gefährlich und manches Mal auch recht lustig gestalten sich die Zeitreisen von Gideon und Gwendolyn.

Mehr werde ich jetzt nicht verraten. Lest die Fortsetzung selbst und lasst Euch in die Vergangenheit ziehen.

Fazit:

Auch der zweite Teil der Trilogie konnte mich wieder total begeistern. Vor allem Xemerius hat mir besonders viel Spaß gemacht. Er zauberte mir ständig ein Lächeln ins Gesicht. Kerstin Gier ist es hier wirklich gelungen eine total geniale und niedliche Figur ins Spiel zu bringen. Auch Gwen und Gideon sind mir weiter ans Herz gewachsen. Leslie mit ihrem Ehrgeiz, alles an Rätseln zu lösen, gefällt mir auch immer mehr. Mr. Georg ist mir von den Erwachsenen der liebste Charakter geworden, er erkennt schnell, dass Gwen im tief Innersten doch noch sehr jung und zerbrechlich ist und legt seine Hände schützend über sie.

Die Autorin schreibt wirklich sehr flüssig, so dass man das Buch überhaupt gar nicht erst aus der Hand legen mag. Ich freue mich schon auf den dritten Teil.

Hier kommen von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Auch hier wieder ein Buch, das sich nicht nur für junge Fantasiefans eignet. Auch ich, als älterer Leser, bin total in den Bann der Geschichte gezogen worden.

Veröffentlicht am 13.08.2018

„Diese High Heels waren wie zwei gefährliche Tiere an ihren Füßen. Unartig. Ungebührlich. Ungezähmt“.

Der Schmetterlingsjunge
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Kommissar Nils Trojan wird an einen Tatort in Kreuzberg gerufen. In seiner ganzen Berufslaufbahn hat er noch nicht so ein bizarres Bild vor Augen gehabt. Die Frau, die dort ermordet auf ihrem Bett liegt, ...

Kommissar Nils Trojan wird an einen Tatort in Kreuzberg gerufen. In seiner ganzen Berufslaufbahn hat er noch nicht so ein bizarres Bild vor Augen gehabt. Die Frau, die dort ermordet auf ihrem Bett liegt, ist mit einem Schmetterling auf dem Rücken bemalt worden. Das Bild ist so schön, dass man den Blick nicht davon abwenden kann.

Zwei Tage später schon finden sie ein weiteres Opfer. Neben dem Schmetterling hinterlässt der Täter noch weitere Hinweise. Kann es sein, dass in Berlin ein Serienmörder unterwegs ist?

Die Ermittlungsarbeiten gestalten sich äußerst schwierig. Kommissar Nils Trojan und seine Kollegin Stefanie Dachs treten auf der Stelle und kommen keinen Schritt weiter. Spielt der „Bodypainter“, so wird er von der Presse genannt, hier ein perfides Spiel mit den Kommissaren?

Was hat es mit den Schmetterlingsbildern und den versteckten Botschaften auf sich und warum hinterlässt der Mörder nicht eine einzige Spur an den Tatorten? Alle Hinweise führen ins Nichts und dann bringt sich Nils Trojan selbst in tödliche Gefahr.

Fazit:

Der Autor Max Bentow schreibt hier den 7. Fall für Kommissar Nils Trojan, für mich ist es das erste Buch aus der Reihe.

Kommissar Nils Trojan ist für mich dermaßen überzogen, dass ich zu ihm keine Verbindung bekomme. Kein Mensch kann das machen, was hier beschrieben wird. Ich sage jetzt „im Fahrstuhl“, diese Situation ist so unglaubwürdig und überhaupt nicht nachvollziehbar. Auch die meisten anderen Figuren haben keinerlei Ausstrahlung auf mich, das ist schade, schaltet sich bei mir doch sonst sofort das Kopfkino ein. Der Täter ist hier als einziger hervorzuheben, von und über ihn erfahren wir viel und ich kann ihm bei seinen Taten über die Schulter schauen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich angenehm lesen. Leider gibt es auch kleine Längen und ich habe das Buch zur Seite gelegt, gerade nach dieser unlogischen „Fahrstuhlszene“, und musste mich dann dazu aufraffen, weiterzulesen. Die Geschichte an sich hat sehr großes Potenzial um einen richtig guten Psychothriller draus zu machen. Das ist hier leider nicht wirklich gelungen.

Spannung ist durchaus vorhanden, aber leider nicht durchweg. Für mich ist die Bezeichnung Psychothriller nicht richtig. Bei mir gab es nicht einmal Gänsehautfeeling. Ich mag kein Blutvergießen, aber hier war das ganze Szenario auf die Gemälde gerichtet, so dass man die Grausamkeit der Morde gar nicht so empfand, sondern sein Augenmerk nur auf die Schönheit der Schmetterlingsbilder richtete.

Das Ende war schnell erzählt, aber auch hier konnte mich der Autor nicht überzeugen.

Ich vergebe hier 3 Sterne, der Abzug ist erklärt. Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

Veröffentlicht am 05.08.2018

„Haben sie mich nicht erst gestern eine lästige Plage genannt, schlimmer als die Krätze?“

Die Charité
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Im Jahre 1831 bricht in Berlin die Cholera aus. Die Ärzte im Krankenhaus Charité versuchen alles, um die Seuche in den Griff zu bekommen. Aber die Zahl der Toten steigt von Tag zu Tag an. Genauso plötzlich, ...

Im Jahre 1831 bricht in Berlin die Cholera aus. Die Ärzte im Krankenhaus Charité versuchen alles, um die Seuche in den Griff zu bekommen. Aber die Zahl der Toten steigt von Tag zu Tag an. Genauso plötzlich, wie sie ausgebrochen ist, ist sie nach einigen Wochen vorbei. Dr. Johann Friedrich Dieffenbach und seine Kollegen haben alles versucht, aber immer noch ist nicht bestätigt, wie die Seuche sich verbreitet.

Auch die Wärterin Elisabeth arbeitet hart im Krankenhaus. Trotz des geringen Gehalts und den vielen Stunden ist sie eine umsichtige, intelligente und warmherzige Schwester. Sie ist für diesen Beruf wie geschaffen und möchte alles wissen. Oft fragt sie bei den Ärzten nach, die nur mit dem Kopf schütteln und sagen, tun sie ihre Arbeit. Aber es gibt auch andere Ärzte, die ihr ausführlich und genau erklären, wie der Krankenverlauf ist und was getan werden muss, um den Patienten zu helfen.

Die Stadthebamme Martha hat einen schweren Job und tut was sie kann, um Mutter und Kind den Weg in ihr Leben so leicht wie möglich zu machen. Aber auch sie stößt an ihre Grenzen. Die Cholera begleitet auch ihren Weg und dann trifft sie eine Entscheidung, die ihr ganzes bisheriges Leben über den Haufen wirft.

Wie genau die Gräfin Ludovica von Bredow mit all diesen Vorkommnissen und Menschen in Zusammenhang zu bringen ist, werde ich jetzt nicht erzählen. Lest selbst.

Fazit:

Die Autorin Ulrike Schweikert schreibt hier einen historischen Roman, der mich mit nach Berlin nimmt und mein Kopfkino sofort anschaltet. Manche Krankenbeschreibungen sind schon harter Tobak und, auch wenn es damals so gewesen ist, wird mir als Leser schon viel abverlangt. Trotzdem habe ich dieses Buch in kürzester Zeit verschlungen.

Der bildhafte Schreibstil ist leicht und absolut flüssig zu lesen. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, weil ich einfach wissen musste, was die Medizin in dieser historischen Zeit ausmachte und wie schnell sie sich auch da schon weiterentwickelte.

Die Charaktere beschreibt die Autorin sehr lebendig. Mein Liebling ist hier eindeutig Dr. Johann Friedrich Dieffenbach, den wir beginnend mit dem Ausbruch der Cholera im Jahre 1831 Stück für Stück, auf seinem Weg in der „Charité“ begleiten dürfen. Auch Elisabeth, Martha und die Gräfin Ludovica mochte ich sehr gerne. Allesamt waren sehr gut ausgearbeitet, glaubwürdig und man konnte mit ihnen lachen, leiden und ihre menschliche Außergewöhnlichkeit miterleben.

Hervorzuheben ist die gute Recherchearbeit von Ulrike Schweikert. Ich meine es wäre hilfreich gewesen, eine Namensübersicht und ein Inhaltsverzeichnis mit ins Buch einzubringen. Aber das ist Meckern auf höchstem Niveau.

Ich vergebe hier aus voller Überzeugung 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 29.07.2018

Ermittlungen wegen Kindesmissbrauch!

Vergiss mein nicht
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Sich an ein solches Thema zu wagen, ist wirklich absolut mutig. Kindesmissbrauch findet tatsächlich häufiger statt, als wir uns das vorstellen können.

Zum Inhalt:

Die 13jährige Jenny droht ihren Freund ...

Sich an ein solches Thema zu wagen, ist wirklich absolut mutig. Kindesmissbrauch findet tatsächlich häufiger statt, als wir uns das vorstellen können.

Zum Inhalt:

Die 13jährige Jenny droht ihren Freund Mark zu erschießen. Sie fordert Jeffery auf, sie zu erschießen, sonst tötet sie Mark. Ihr ganzes Auftreten deutet darauf hin, dass sie eine gute Schützin ist. Jeffrey bleibt nichts anderes übrig, als das "Kind" zu erschießen. Damit hat er hart zu kämpfen. Sara ist die Ärztin von Jenny gewesen. Beide versuchen nun rauszufinden, was eigentlich geschehen ist.

Sie decken eine hochbrisante Schweinerei auf, der nicht nur Jenny und Mark, sondern auch noch seine kleine Schwester Lacey zum Opfer gefallen sind.

Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Absolute Hochspannung und feinfühlige Schreibweise - bei diesem brisanten Thema ein MUSS - sind hier in wirklich superguter Form umgesetzt worden.

Ich als Fan von Thrillern musste doch sehr schwer schlucken bei diesem Buch. Man kann es nicht mehr aus der Hand legen, wenn man angefangen hat zu lesen.

Sehr empfehlenswert!!

Veröffentlicht am 29.07.2018

Karin Slaughter macht süchtig.

Dreh dich nicht um
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Sara Linton, Kinderärztin und Gerichtmedizinerin und ihr Exmann, Polizeichef Jeffrey Tolliver, arbeiten wieder zusammen an mehreren Todesfällen. Am Grant College verüben mehrere Studenten Selbstmord! Oder ...

Sara Linton, Kinderärztin und Gerichtmedizinerin und ihr Exmann, Polizeichef Jeffrey Tolliver, arbeiten wieder zusammen an mehreren Todesfällen. Am Grant College verüben mehrere Studenten Selbstmord! Oder ist es vielleicht Mord? Dann wird auch noch Sara´s schwangere Schwester überfallen und schwer verletzt. Wie passt sie denn in´s Bild?

Die Ereignisse überschlagen sich und Lena, die Exkollegin von Jeffery, ist plötzlich verdächtig.... So mehr werde ich nicht verraten, sonst braucht Ihr ja nicht mehr selbst lesen.

Für mich gibt es nur eins. Das nächste Buch von Karin Slaughter ersteigern und weiterlesen.

Meine Empfehlung: Lest erst die beiden Vorgängerbücher "Belladonna" und "Vergiss mein nicht", bevor Ihr das hier lest. Es wird sicherlich auch ohne die beiden Bücher gehen, aber dann verpasst Ihr was.

Vorsicht! Suchtgefahr! Absolut empfehlenswert! Achtung aber einmal angefangen, kann man nicht mehr aufhören zu lesen, also nehmt Euch nicht´s anderes vor. Viel Spaß beim Lesen.