Cover-Bild Früchte des Zorns
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Klassisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 544
  • Ersterscheinung: 01.10.1985
  • ISBN: 9783423104746
John Steinbeck

Früchte des Zorns

Roman
Klaus Lambrecht (Übersetzer)

Der Weg in eine vielversprechende Zukunft

»Ein Roman, der so dicht und dabei so schrecklich ist, daß man vor der unmenschlichen Dimension des steinbeckschen Werks erschaudert.« Stuttgarter Zeitung

Verarmte Landarbeiter finden in Oklahoma kein Auskommen mehr. Da hören sie vom gelobten Land Kalifornien und machen sich durch Hitze und Staub auf den Weg. Doch auch hier erfahren sie die Macht und Unterdrückung durch die Großgrundbesitzer.

John Steinbeck hat mit diesem Buch seinen literarischen Ruhm begründet. Das Echo in Amerika war bei der Veröffentlichung gewaltig: Gegenschriften wurden verfasst, Politiker und Erzbischöfe verdammten es, der Autor wurde als Volksverhetzer und Klassenkämpfer verurteilt - und als Stimme der Unterdrückten und Ausgebeuteten gefeiert.

Sein Roman, der auf ausführlichen Recherchen beruhte, wurde zur Basis von soziologischen Untersuchungen und diente als Vorlage für den gleichnamigen Film von John Ford. 1940 erhielt Steinbeck den Pulitzer-Preis, 1962 den Nobelpreis für Literatur.


Bitte beachten Sie auch unser Special zum 100. Geburtstag von John Steinbeck unter www.john-steinbeck.de

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.07.2023

Lieblingsbuch

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Wer diesen Roman noch nicht kennt, hat etwas verpasst!

John Steinbeck enttäuscht zwar nie, aber bei "Früchte des Zorns" hat er sich meiner Meinung nach selbst übertroffen. Ein Roman, der mitreißt, der ...

Wer diesen Roman noch nicht kennt, hat etwas verpasst!

John Steinbeck enttäuscht zwar nie, aber bei "Früchte des Zorns" hat er sich meiner Meinung nach selbst übertroffen. Ein Roman, der mitreißt, der in absolut jeder Hinsicht überzeugt.

Ein absolutes Must-Read!

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Veröffentlicht am 27.09.2020

Ein von mir lange verkanntes Meisterwerk

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Das Buch hat bei mir zwanzig Jahre ungelesen im Regal gestanden, ich bin über die ersten Seiten nicht herausgekommen. Durch eine private Leserunde wagte ich nochmal einen Vesuch. Ich denke ich war als ...

Das Buch hat bei mir zwanzig Jahre ungelesen im Regal gestanden, ich bin über die ersten Seiten nicht herausgekommen. Durch eine private Leserunde wagte ich nochmal einen Vesuch. Ich denke ich war als Leserin noch nicht reif für das Buch gewesen, denn jetzt war ich begeistert von dem Roman. Besonderst hat mir die Sprache und der Stil Steinbecks angetan . Er verfasste die Kapitel abwechselnd in zwei unterschiedlich Erzählweisen, einmal beschrieb er die allgemeine Situation und dann im nächsten Kapitel die Geschichte der Familie Joad .Gerade bei der allgemeine Erzählweise gelang es Steinbeck sehr eindrücklich die verzweifelte Situation der Farmer durch die Dürre zu beschreiben.Das Schicksal der Familie Joad lebte man regelrecht mit. Dies ist meiner Meinung der detaillierten Pesonenbeschreibungen und starken Charakteren geschuldet.

Früchte des Zorns ist ein aufwühlendes Buch über die Unterdrückung der Migranten Farmer und deren unmenschlichen Situation in den USA der 30er Jahre, ohne erhobenen Zeigefinger. 




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Veröffentlicht am 27.04.2026

On the Road

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Die Farmerfamilie Joad sieht in den 1930er Jahren im Mittleren Westen der USA keine andere Möglichkeit, als ihr Land zu verlassen und nach Westen Richtung Kalifornien zu fahren. Dort scheint, sofern man ...

Die Farmerfamilie Joad sieht in den 1930er Jahren im Mittleren Westen der USA keine andere Möglichkeit, als ihr Land zu verlassen und nach Westen Richtung Kalifornien zu fahren. Dort scheint, sofern man den Flugblättern glauben kann, die Arbeit und damit das Geld auf der Straße zu liegen.

Steinbeck hat exemplarisch am Schicksal der Familie Joad die schwere Zeit der Weltwirtschaftskrise in den Great Plains dargestellt. Durch falsche Bodenwirtschaft und jahrelange Trockenheit entwickelten sich verheerende Staubstürme und die Gegend wurde zur Dust Bowl (Staubschüssel). Unzählige Familien verloren ihre Farmen, machten die letzte Habe zu Geld und fuhren mit überladenen Autos gen Westen. Das Schicksal dieser Wanderarbeiter, die in Kalifornien wegen ihrer hohen Zahl nicht willkommen waren, läßt einen schwer schlucken.

Der Autor läßt sich Zeit, die Figuren zu entwickeln. Er erzählt langsam, läßt die Charaktere viele Gespräche und Monologe führen und wir fühlen ihre Unsicherheit, die sie hinter Tatendrang und vorgetäuschter Zuversicht versteckt. Es war erschreckend, wie sich die Familie, ihre Besitztümer auf dem Weg verkleinern und die Unterkünfte immer dürftiger werden. Die Geschichte der Joads wird immer wieder durch kürzere Kapitel unterbrochen, in denen die allgemeinen Verhältnisse angeprangert werden. Der Autor übt hier sehr deutlich Kritik an der Politik, an der Gier der Reichen und der Banken. Diese Draufsicht hat mir gut gefallen.

Insgesamt ein Roman, den ich gerne gelesen habe. Da ich eine sehr alte Ausgabe von meinen Eltern zur Hand hatte, sind die neueren Übersetzungen sicherlich geschmeidiger zu lesen.

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