Amüsanter Krimi mit ernstem Hintergrund
„...Willenlos ließ er sich zur Sauna führen. Fast liebevoll drückte sie ihn auf die Holzbank. [...] Dann schloss sie die Tür hinter sich, schob den schweren Holzstuhl davor und klemmte ihn unter den runden ...
„...Willenlos ließ er sich zur Sauna führen. Fast liebevoll drückte sie ihn auf die Holzbank. [...] Dann schloss sie die Tür hinter sich, schob den schweren Holzstuhl davor und klemmte ihn unter den runden Türknauf…“
Die Geschichte geht gleich heftig los. Der Autor hat wieder einen spannenden Krimi geschrieben. Der Schriftstil sorgt für den hohen Spannungsbogen, die Kommentare der Katze Frau Merkel für Humor und Sarkasmus.
Frau Merkel ist für drei Monate mit Steinböck auf Mallorca. Sie stammt ja von dort.
„...Wir sind schon sechs Wochen hier, und von meinen Vorfahren habe ich bisher niemanden getroffen...“
Frau Merkel dachte an Erholung, doch bei einem Spaziergang findet sie einen Toten mit einem Schuss im Kopf. Und der stammt ausgerechnet aus München und ist im Kommissariat kein Unbekannter.
„...Er hat ein hässliches Loch in der Stirn und reagiert nicht auf meine Krallen. Vielleicht täusche ich mich auch…“
Das Kommissariat in Palma ist chronisch unterbesetzt. Deshalb bittet Commissario Ferrer Steinböck, ihn zu unterstützen. Dabei stoßen sie auf zwei weitere Tote.
Die Geschichte liest sich sehr amüsant. Frau Merkel muss damit leben, dass die Pathologin aus Palma sie versteht. Sie stammt eigentlich aus der früheren DDR.
Der Fall allerdings gibt viele Rätsel auf. Immer wieder tauchen neue Fragen auf, obwohl die alten noch nicht beantwortet sind. Steinböck lässt Ilona und Phan aus München einfliegen.
Ganz nebenbei gestattet mir der Autor ab und an einen Blick in die Sauna, wo der Protagonist aus dem Prolog um sein Leben kämpft ohne die mindeste Ahnung, wem er das zu verdanken hat.
Am Ende wird alles logisch aufgeklärt.
Das Buch hat mich sehr gut unterhalten.