Cover-Bild Moosland
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21,99
inkl. MwSt
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 10.03.2026
  • ISBN: 9783755815495
Katrin Zipse

Moosland

Roman | Über die Kraft von Sprache, Natur und Gemeinschaft
Maria Wördemann (Sprecher)

Als Elsa im Sommer 1949 in Island ankommt, ist sie eine von vielen. Knapp dreihundert junge Frauen aus Deutschland sind dem Aufruf der isländischen Bauernpartei gefolgt, um dort ein Jahr auf Höfen zu arbeiten. Die Bauern hoffen auf Arbeitskräfte sowie Heiratskandidatinnen, nachdem viele Isländerinnen in die Städte abgewandert sind. Sprachkenntnisse können die Frauen nicht vorweisen, aber oft haben sie nichts zu verlieren.
Auch Elsa schweigt. Sie ist nicht hier, um zu bleiben, sie trauert um ihre Freundin Sola, und mit den Bauersleuten kann sie sich zunächst ohnehin nicht verständigen. Dennoch entsteht zwischen Grassodenhaus, leuchtenden Wiesen und endlosem Meer ein Zusammenleben, das sich Elsa irgendwann nicht mehr vom Leibe halten kann. Allein ihre Anwesenheit verändert die Dynamik auf dem Hof – besonders die der Bauernsöhne. Es gibt Erwartungen, ausgesprochene und unausgesprochene. Und dann ist da auch noch die verschwundene Tochter der Familie, über die niemand spricht und die für Elsa immer wichtiger wird …
Katrin Zipse erzählt einfühlsam und lebendig anhand eines fast vergessenen Stücks Geschichte, was es heißt, zu einer neuen Sprache zu finden.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2026

Ankommen im fremden Land

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Elsa ist eine von 500 deutschen Frauen, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Island gingen, um ein Jahr auf einem Hof mitzuhelfen. In diesem Buch begleiten wir sie vom Tag ihrer Ankunft in der Fremde und ...

Elsa ist eine von 500 deutschen Frauen, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Island gingen, um ein Jahr auf einem Hof mitzuhelfen. In diesem Buch begleiten wir sie vom Tag ihrer Ankunft in der Fremde und erleben hautnah, wie schwer es ist, sich einzuleben.

Die einzelnen Episoden sind sehr ruhig und gemächlich erzählt und vermittelt dem Leser/Hörer das Gefühl, selbst die Einsamkeit und Verlassenheit auf dem kargen Land zu fühlen. Elsa ist der Sprache nicht mächtig und daher sehr still. Doch die Autorin versteht es, uns die Umgebung durch Elsas Augen zu zeigen, lässt uns schlaflos helle Sommernächte erleben und die Kälte vieler Tage spüren. Wir begleiten Elsa beim Reiten lernen und erforschen zusammen mit ihr die Gewohnheiten des isländischen Lebens.

Der Autorin gelingt es hervorragend, uns die Eigenheiten des kargen Landes näher zu bringen. Ein ganzes Jahr erleben wir an Elsas Seite, erfahren vom Fernweh der jungen Leute ebenso, wie von der Heimatverbundenheit anderer. Sehr gut ist es ihr gelungen, zu zeigen, dass das Leben im fremden Land einfacher wird, wenn man sich voll darauf einlässt.

Maria Wördemann hat dieses Hörbuch mit einer Stimme eingelesen, die neutral klingt und gerade deshalb die vielen Emotionen besonders gut zur Geltung bringt.

Fazit: Empfehlenswert für alle, die einen tiefen Einblick in fremde Lebenswelten bekommen möchten.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

beeindruckend

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Das Hörbuch Moosland der Autorin Katrin Zipse wurde von Maria Wördemann hervorragend eingelesen.

Die Autorin beschäftigt sich in diesem Buch mit einem Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte, die mir so ...

Das Hörbuch Moosland der Autorin Katrin Zipse wurde von Maria Wördemann hervorragend eingelesen.

Die Autorin beschäftigt sich in diesem Buch mit einem Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte, die mir so nicht bekannt war. Im Jahr 1949 reisen deutsche Frauen nach einem Aufruf des isländischen Bauernverbandes nach Island, um für 1 Jahr auf den Höfen zu helfen.
Eine von ihnen ist Elsa, die wir ein Jahr bei ihrem Versuch in Island Fuß zu fassen begleiten. Island ist zu der Zeit ein sehr armes Land, der Bauernhof, dem sie zugeteilt wird, scheint ihr am Ende der Welt zu sein und sie fühlt sich durch die Familie nicht wirklich willkommen geheißen.
Hinzu kommt ihre tiefe Trauer um ihre Freundin, die sie anscheinend durch eine Blutvergiftung verloren hat.

Mich hat das Hörbuch mit ein Island genommen, welches noch ein ganz anderes war als heutzutage. Die Autorin hat es verstanden, das harte Leben und auch die anstrengende Arbeit auf einem Hof zu schildern. Die geschieht mit einer Authentizität die mich während des Hörens in eine andere Welt, außerhalb meiner Vorstellungskraft getragen hat.

Maria Wördemann hat das Buch mit einer ausgesprochenen Ruhe eingelesen und dadurch hat sie dem Leben von Elsa unter den gegebenen Bedingungen die nötige Tiefe verliehen.

Ich kann das Hörbuch nur wärmstens allen empfehlen, die mehr über die Zeit der Frauen in Island nach dem 2 Weltkrieg erfahren möchten.

Veröffentlicht am 23.03.2026

Hilfskräfte

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Katrin Zipse befasst sich in dem Buch Moosland mit historisch belegten Ereignissen, die sich nach dem 2. Weltkrieg zugetragen haben. Die isländische Bauernpartei hat einen Aufruf gestartet, um junge Arbeitskräfte ...

Katrin Zipse befasst sich in dem Buch Moosland mit historisch belegten Ereignissen, die sich nach dem 2. Weltkrieg zugetragen haben. Die isländische Bauernpartei hat einen Aufruf gestartet, um junge Arbeitskräfte und Heiratskandidatinnen für isländische Bauern zu bekommen. Die einheimischen Frauen sind zahlreich ausgewandert oder den Soldaten nach Amerika gefolgt. Unter ihnen ist Elsa, die kein Wort Isländisch spricht und sehr um ihre Freundin Sola trauert. Die Geschichte beschreibt, wie sie sich im neuen Land, unter fremden Menschen und einer ganz anderen Lebensweise, wie sie es gewohnt war, zurechtfinden muss. Erzählt wird komplett aus der Sicht von Elsa. Daher empfand ich eine gewisse Distanz zur Geschichte, weil so keine Dialoge zustande kamen. Außerdem wird immer von der Frau und dem Bauer gesprochen. Hier werden keine Namen genannt, obwohl es die Arbeitgeber von Elsa sind. Die Hörbuchsprecherin trägt die Geschichte eher melancholisch und sachlich vor. Ich fand es aber sehr interessant, wie sich Elsa unter den erschwerten Bedingungen entwickelt hat. Man kann mitverfolgen, wie sie sich zuerst gegen alles sperrt und dann aber Stück für Stück immer offener wird. Die Autorin hat gut die Lebensweise in Island eingefangen. Sie beschreibt, was es heißt, in diesem kargen Land zu arbeiten, dem Wetter zu trotzen und sich mit der Mentalität der Menschen zu beschäftigen. Mir hat der Einblick in das Leben sehr gefallen. Eine lesenswerte Geschichte!

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Schöne Geschichte

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Zum Inhalt:
Island im Sommer 1949. Rund 300 Frauen sind dem Aufruf der isländischen Bauernpartei gefolgt, ein Jahr dort auf den Höfen zu arbeiten. Die Bauern hoffen natürlich nicht nur auf Arbeitskräfte ...

Zum Inhalt:
Island im Sommer 1949. Rund 300 Frauen sind dem Aufruf der isländischen Bauernpartei gefolgt, ein Jahr dort auf den Höfen zu arbeiten. Die Bauern hoffen natürlich nicht nur auf Arbeitskräfte sondern auch Heiratskandidatinnen. Auch Elsa ist auf die Insel gekommen, auch sie will nicht bleiben, doch irgendwie wird sie dennoch immer mehr in das Leben hineingezogen.
Meine Meinung:
Was mir gleich gut gefallen hat, ist das Setting des Buches, so oft liest man nun nicht über Island. Aber auch die Stimmung der Neuankömmlinge, das Fremd sein, das langsame Ankommen kam in der Erzählung gut rüber. Irgendwie hatte das Buch ein melancholische Stimmung, die aber für mich zu Island und auch zu der Geschichte der Frauen gut passte. Insgesamt fand ich auch den Schreibstil sehr angenehm. Ich hatte auch die Chance das Hörbuch zu hören und auch das hat mir gut gefallen.
Fazit:
Schöne Geschichte

Veröffentlicht am 15.04.2026

Neustart in Island

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1949 startet der isländische Bauernverband einen Aufruf, indem er junge, ledige, deutsche Frauen dazu auffordert für ein Jahr nach Island zu kommen, um in der Landwirtschaft zu helfen und eventuell zu ...

1949 startet der isländische Bauernverband einen Aufruf, indem er junge, ledige, deutsche Frauen dazu auffordert für ein Jahr nach Island zu kommen, um in der Landwirtschaft zu helfen und eventuell zu bleiben und einen Isländer zu heiraten. Der enorme Männerüberschuss in der damaligen Zeit machte diese Maßnahme notwendig und hat wohl letztendlich auch gefruchtet.

Die Autorin Katrin Zipse hat diese wahre Begebenheit zur Ausgangssituation ihres Romans gewählt. Wir erleben die schüchterne Elsa, wie sie in Island ankommt. Im Gegensatz zu Gerda, mit der sie die Überfahrt macht und die sich schnell wohlfühlt auf ihrem Bauernhof, fällt es der im Krieg traumatisierten jungen Elsa extrem schwer sich einzugewöhnen. Sie trauert um ihre tote Freundin Sola, versteht die neue Sprache nicht und hat von Landwirtschaft eigentlich keine Ahnung. Die Familie zu der sie kommt, ist zwar freundlich aber auch sehr wortkarg und ganz offensichtlich lasten Sorgen um die verschwundene Tochter besonders stark auf der Bauersfrau.

Es ist also keine einfache Zeit für Elsa,und die Autorin beschreibt ihre Einsamkeit sehr nachfühlbar. Gleichzeitig ist da diese beeindruckende Natur, die kurzen Sommer, die Nordlichter, diese fast menschenleere Weite.

Diese Naturbeschreibungen habe ich sehr genossen. Island ist einfach ein großartiges Land für mich.

Elsa kommt man leider nicht richtig nah, auch wenn man ihre Gedanken verfolgt, sich für sie freut, als sie erste Worte versteht oder nach großer Mühe das Reiten erlernt.

Ich fand das Buch nicht schlecht, aber es ist definitiv kein Highlight. Für Islandfans ist es dennoch zu empfehlen.

Die historischen Hintergründe fand ich interessant, und ich hatte davon noch nicht gehört.

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