Erinnerungen an eine zerbrochene Liebe
Laura Käster nimmt ihre Leser mit nach Vancouver, in das Museum der gebrochenen Herzen. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel haben eine gute Länge und geben die ...
Laura Käster nimmt ihre Leser mit nach Vancouver, in das Museum der gebrochenen Herzen. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel haben eine gute Länge und geben die Geschehnisse aus Sicht der Protagonisten wieder. Die Charaktere wirken authentisch und sympathisch, sodass man als Leser sehr gut mitfühlen kann. Die Stimmen der Hörbuchsprecher sind angenehm und durch die deutliche Aussprache werden auch die Gefühle gut transportiert. Das Cover ist sehr schön gestaltet, minimalistisch und passend zur Geschichte gestaltet.
Heather und Casey sind die Hauptprotagonisten des Buches.
Heather studiert Psychologie und arbeitet nebenbei im Museum of broken (He)arts. Es sind Erinnerungsstücke, die von Menschen an das Museum geschickt werden und einst bei einem Beziehungsende zu Bruch gegangen sind.
Casey ist Scheidungsanwalt und wird von seiner Freundin ohne eine Begründung verlassen. Er findet nur ein kaputtes Silberarmband, was er ihr einst geschenkt hat. Da ihm niemand Auskunft geben will, wo sie ist und auch der Polizei die Hände gebunden sind, schickt er das Armband an das Museum.
Heather katalogisiert die eingesendeten Erinnerungsstücke und als sie das Silberarmband und en Brief liest, lässt sie die Geschichte nicht los. Sie möchte Casey helfen Antworten zu bekommen. Doch eigentlich soll zu den Leuten kein Kontakt aufgenommen werden. Als sie herausfindet, dass Casey ebenfalls in Vancouver lebt, bespricht sie das mit ihrer Chefin und erhält die Einwilligung, dass sie Kontakt aufnehmen darf. Sie lässt sich bei ihm einen Termin in der Kanzlei geben, doch Casey reagiert schroff auf sie, als er erfährt, warum sie wirklich da ist. Nach einem Rauswurf und einer Bedenkzeit sucht er sie im Museum auf und sie gehen gemeinsam auf die Suche nach Antworten. Doch warum berührt diese Geschichte Heather so sehr? Sind es eigene Erfahrungen, die noch nicht aufgearbeitet sind? Wer hat sie so verletzt, dass sie nicht mehr an die große Liebe glaubt? Wird Casey seine Antworten bekommen oder muss er mit der Ungewissheit leben? Können sich die Beiden gegenseitig helfen, die alten Wunden zu heilen und vielleicht sogar ineinander die große Liebe finden?
Laura Kästner schafft es in ihrem Roman einige schwierige Themen einzubauen, diesen aber trotzdem leicht wirken zu lassen. Als Leser kann man die Emotionen der Charaktere gut mitfühlen und hofft, dass es für sie nach den schmerzlichen Erfahrungen, einen hoffnungsvollen Neubeginn gibt.