Cover-Bild Stalker
9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 14.08.2017
  • ISBN: 9783442745715
Louise Voss, Mark Edwards

Stalker

Thriller
Beate Brammertz (Übersetzer)

Alex Parkinson ist wie vom Blitz getroffen, als er seine Dozentin aus dem Schreibkurs zum ersten Mal sieht. Siobhan ist wunderschön, intelligent und teilt auch noch seine große Leidenschaft: das Schreiben. Niemals zuvor hat er jemanden so sehr geliebt. Doch wie kann er Siobhan davon überzeugen, dass sie zusammengehören? Besessen von der Idee, sein Leben mit ihr zu teilen, findet Alex heraus, wo Siobhan wohnt, verliert seinen Job für sie, macht ihr Geschenke, kümmert sich um ihre Katze, liest in ihrem Tagebuch. Alex würde alles für Siobhan tun – bis plötzlich eine junge Frau tot vor ihrem Haus liegt …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2019

"Stalker” ist ein mitreißender und beängstigender Roman über eine Thematik , die mich seit jeher fasziniert

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Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut. Nicht nur weil ich es interessant fand, sondern weil mich die Thematik des Stalkings immer wieder fasziniert und ich wirklich gespannt darauf war, wie es hier ...

Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut. Nicht nur weil ich es interessant fand, sondern weil mich die Thematik des Stalkings immer wieder fasziniert und ich wirklich gespannt darauf war, wie es hier umgesetzt werden würde.
Doch eins ist klar, die Thematik des Stalkings ist sehr facettenreich und jeder setzt diese anders um. Doch was ich hier erlebt habe, habe ich noch nie gelesen und hat dem Ganzen eine völlig neue Bedeutung gegeben.

Mit dem Einstieg selbst hatte ich keinerlei Probleme. Um ehrlich zu sein , war ich zunächst sogar etwas gelangweilt. Was aber ganz einfach daran lag, das zunächst kein Thrill aufkam. Auch mit dem Schreibstil musste ich mich erst anfreunden. Er ist sehr einnehmend und klar, aber zugleich auch etwas emotionslos. Das klingt jetzt etwas seltsam, aber je mehr ich in dieser Geschichte voranschritt, umso mehr passte diese Kühle zu dem Ganzen.
Die Atmosphäre hatte es deprimierendes und trostloses an sich, was aber perfekt passt. 
Das Ganze ist in Form von Tagebucheinträgen verfasst, aber zugleich hat man das Gefühl, sich mittendrin im Leben der Protagonisten zu befinden. Interessant empfand ich hier, das man von beiden Hauptcharakteren die Sichtweisen erfährt. Es half mir dabei, in ihre Psyche einzutauchen und ihr Innerstes nach Außen zu kehren.
Alex und Siobhan sind wahrlich keine einfachen Protagonisten. Sie sind sonderbar. Im übrigen scheint das wohl ein Liebelingswort der beiden Autoren zu sein, was ich aber mit einem schmunzeln hinnahm. Denn ich fand es mitunter doch etwas amüsant.
Zurück zu Alex und Siobhan. Beide sind etwas speziell, schwierig und unzufrieden mit ihrem Leben. Beide haben sie eine völlig eigenartige Wahrnehmung, was sie jedoch nur interessanter macht.
Sie machen während der Story eine ziemlich Wandlung durch, vor der man sich nicht verschließen kann. Und mitunter hab ich mich ernsthaft gefragt, wo ich hier wohl gelandet bin.
Es wird alles so lebendig beschrieben, das man das Buch irgendwann gar nicht mehr aus der Hand legen kann und man sich einfach nur wundert, wie man es so schnell fertig gelesen hat.

Das Buch selbst ist in zwei Teile gegliedert, was sehr gut zum Ausdruck kommt. Das Lesen ging mir leicht von der Hand und ich wurde in einen Sog aus Wahnsinn, Macht, Rivalität und Liebe gezogen.
Anfangs wirkte alles noch so klar. So verrückt und gleichzeitig auch nachvollziehbar, das man völlig darin aufgeht.
Am Anfang hatte ich wirklich nicht den Eindruck es wäre etwas besonderes. Doch was wurde es ab einem bestimmten Punkt und ganz ehrlich , ich wusste gar nicht mehr wohin mit meinen ganzen Gedanken und Emotionen.
Es ist wirklich beängstigend , welche Richtung das Ganze einschlägt. Aber noch beängstigender sind die Folgen dessen, die man einfach nicht ermessen kann.
Doch klar ist, es bedeutet nichts gutes. Auch wenn ich immer wieder Hoffnung verspürte.
Genauso seltsam waren meine Emotionen. Denn ich mochte sie beide. Sie haben mich wirklich tief im Inneren berührt mit ihrem Leben und mit ihrer Vergangenheit.
Mitunter habe ich wirklich Mitgefühl empfunden und Beschützerinstinkt erwachte in mir. 
Aber gleichzeitig haben sie sich ihre eigene Welt gebaut, die ich einfach nicht durchschreiten wollte.
Denn es macht wirklich Angst, aber gleichzeitig hat es mich auch enorm fasziniert und einfach nicht losgelassen.
Die Handlung selbst ist sehr abwechslungsreich gestaltet und man taumelt von einer Situation in die andere und wartet einfach nur darauf, das alles eskaliert.
Und das tut es, aber ganz anders als man erwarten würde.
Ich kann nicht sagen, das ich mitgefiebert habe. Es ist viel mehr so, das ich einfach nicht fortkam und immer mehr wollte.

Eins ist diese Story auf gar keinen Fall. Vorhersehbar.
Denn hier werden Wendungen eingebaut, die erstmal nach Luft schnappen lassen. Sie sind teilweise etwas abstrus, aber gleichzeitig wirkt es auch sehr glaubwürdig.
Wäre es nicht wirklich so traurig, hätte ich tatsächlich gelacht.
Was hier auf die Beine gestellt wurde, ist wirklich enorm und hat mich unglaublich mitgerissen.
Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und die Story behält immer ihren roten Faden bei.
Das einzige was ich wirklich etwas vermisste, war der Thrill.
Denn die richtige Stimmung dessen kam bei mir leider nicht auf.
Was aber nicht unbedingt schlecht zu werten ist. Ich würde ihn als psychologischen Spannungsroman einstufen.
Und Spannung gibt es eine ganze Menge, wenn auch unterschwellig spürbar.
Alles in allem ein wirklich gut ausgearbeiteter Roman, der völlig anders ist , als gedacht. Und gerade deswegen ist er auch so gut und sticht gleichzeitig enorm heraus.
Ein Roman bei dem Liebe und Stalking eine völlig neue Bedeutung bekommen.


Fazit :
“Stalker” ist ein mitreißender und beängstigender Roman über eine Thematik , die mich seit jeher fasziniert.
Eine Geschichte die völlig anders ist, als ich erwartet habe. Die, die Grenzen ineinander verschwimmen lässt und etwas völlig neues zutage fördert.
Beängstigend und doch hat es bei mir einen immensen Sog ausgelöst. 
Ein Roman in dem die Charaktere besonders sind und einen Weg durchschreiten, der sonderbar aber auch sehr böse enden kann.
Schlussendlich kann ich gar nicht mal sagen, warum ich so schnell durch war. Außer, daß es mich einfach nicht mehr losgelassen hat.
Absolut lesenswert.

Veröffentlicht am 26.09.2018

Verwirrend, aber gut

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Die Frau, für die ich sterben würde.

Es ist Liebe auf den ersten Blick. Noch niemals hat Alex so für eine Frau empfunden. Siobhan, seine Dozentin aus dem Schreibkurs, ist einfach perfekt. Er muss sie ...

Die Frau, für die ich sterben würde.

Es ist Liebe auf den ersten Blick. Noch niemals hat Alex so für eine Frau empfunden. Siobhan, seine Dozentin aus dem Schreibkurs, ist einfach perfekt. Er muss sie für sich gewinnen. Nur wie?
Zweifellos würde er alles für sie tun.
Bis plötzlich eine junge Frau tot vor ihrem Haus liegt ...

Die Frau, für die ich töten würde.

Die junge Siobhan gibt einen Kurs in kreativem Schreiben. Einer ihrer Schüler ist Alex. Für ihn steht sofort fest, dass Siobhan die Frau seines Lebens ist. Er hat sich sofort in seine Dozentin verliebt. Ganz harmlos fängt er an, sie nach einer Verabredung zu fragen und ihr eine kleine Karte mit dem Ausdruck seiner Gefühle zuzusenden. Langsam aber sicher steigert sich seine Verliebtheit doch ganz arg zu einer Art "Besessenheit". Siobhan weiß nicht, wer ihr all die Geschenke macht. Von Blumen über Unterwäsche bis hin zu teurer Designerkleidung. Anfangs misst sie dem ganzen keine große Bedeutung bei, fühlt sich jedoch schon recht bald ständig verfolgt, beobachtet und eingeengt.
Alex "Unternehmungen" werden immer krasser. Wird Siobhan es gelingen ihm ein für alle Mal klar zu machen, dass sie nicht in ihn verliebt ist und es keine gemeinsame Zukunft für die beiden geben wird?
Erst als Alex über seinen Mitbewohner eine andere Frau kennen lernt, scheint sich Anfangs seine “Besessenheit“ etwas einzudämmen. Wird es dabei bleiben, oder steigert er sich weiterhin in die Liebe zu Siobhan?

Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut, weil ich das Thema Stalking recht interssant finde und wissen wollte, wie es in diesem Buch, (geschrieben aus 2 verschiedenen Sichtweisen), umgesetzt werden würde.
Doch das, was mich auf diesen gut 400 Seiten erwartet hat, damit hätte ich nicht im Geringsten gerechnet.
Die Kapitel sind immer im Wechsel aus der Sicht von Siobhan bzw. Alex geschrieben. So bekommt man als Leser einen sehr guten Eindruck der Gedanken der beiden Protagonisten.
Anfangs kam für mich irgendwie kein richtiger Thrill auf, dies wurde aber immer mehr.
Spätestens ab ca. Seite 100 konnte ich die Lektüre absolut nicht mehr aus der Hand legen. Die beiden Protagonisten haben ihre Probleme und machen während der Geschichte eine Wandlung durch, welche komplett unvorhersehbar ist. Ich war wirklich bis zur letzten Seite nicht sicher, wie die Story ausgehen wird.
Bei diesem Buch ärgere ich mich auch mal wieder, dass es ziemlich lange ungelesen auf meinem SuB gelegen hat.

Ein absolut tolles und spannendes Buch. Wer gerne mal wieder eine Stalking-Geschichte lesen möchte, ist hiermit auf jeden Fall bestens bedient.

Ich hoffe in Zukunft noch auf die ein oder andere Zusammenarbeit dieses Autorenduos.

Autor: Louise Voss & Mark Edwards
Titel: Stalker
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 410
Preis: 9,99 €
Erscheinungstermin: 14.08.2017
ISBN: 978-3-442-74571-5
Verlag: btb

Veröffentlicht am 27.03.2018

Stalker - Louise Voss, Mark Edwards

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Ausgewählt habe ich dieses Buch deshalb, weil ich die Thematik des Stalking sehr interessant finde, vor allem was die verschiedenen Motive und Ausführungen des Stalking betrifft. Und gerade das wird in ...

Ausgewählt habe ich dieses Buch deshalb, weil ich die Thematik des Stalking sehr interessant finde, vor allem was die verschiedenen Motive und Ausführungen des Stalking betrifft. Und gerade das wird in diesem Buch sehr gut beschrieben.

Die Geschichte ist in zwei Teile aufgegliedert, wobei sich die Geschichte letztendlich ganz anders entwickelt, als man erwartet. Der erste Teil ist ganz das, was man erwartet. Alex, ein junger Mann, verliebt sich in seine Dozentin und Schriftstellerin Siobhan, wobei er der Meinung ist, dass sie ebenfalls Interesse an ihm hat. Er möchte sie unbedingt davon überzeugen, dass er der Richtige für sie ist. Seine Verliebheit schlägt schnell in Versessenheit um. Und so kommt es, dass er ihr immer wieder nachsteigt und verschiedene Geschenke macht. Doch dann plötzlich ändert sich alles. Der zweite Teil der Geschichte aber geht in eine Richtung, mit der man keinesfalls rechnet. Gerade aber diesen Überraschungsmoment fand ich sehr gelungen, denn dieser macht die Geschichte erst so richtig interessant. Ansonsten wäre es nur eine „normale“ Stalkinggeschichte gewesen.

Besonders gut gefallen hat mir die Erzählweise der beiden Autoren. Anhand von wechselnden Tagebucheinträgen bekommt der Leser sowohl sie Sichtweise des Täters als auch des Opfers vermittelt. Diese wechselnde Erzählung ist sehr gut gelungen und mder Leser bekommt einen perfekten Einblick in die Gedanken der beiden Hauptprotagonisten. Dadurch fiel es mir leichter, mich in die jeweilige Person hineinzuversetzen. Interessant fand ich vor allem die Entwicklung von Alex, die er im Lauf der Geschichte macht.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass dieses Buch sehr gelungen ist und es mich gefesselt hat. Es lässt sich sehr flüssig lesen und es gibt eigentlich keine Phasen, an denen man den Überblick verliert.

Veröffentlicht am 17.01.2018

Sehr gutes Buch

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Alex beginnt einen Schreibkurs bei der Schriftstellerin Siobhan McGowan. Er verliebt sich direkt in sie und beginnt mehr über sie herauszufinden und stellt ihr nach. Seine Obsession beginnt.

Das Cover ...

Alex beginnt einen Schreibkurs bei der Schriftstellerin Siobhan McGowan. Er verliebt sich direkt in sie und beginnt mehr über sie herauszufinden und stellt ihr nach. Seine Obsession beginnt.

Das Cover gefällt mir wirklich gut. Es ist sehr einnehmend ohne überladen zu sein. Und diese grauen, gedeckten Farben wirken klasse im Kontrast mit den roten Blüten.
Durch die Wahl der Tagebuchform fühlt man sich einfach direkt angesprochen und so ist man auch direkt mitten drin in der Geschichte.
Nicht nur die Sicht von Siobhan lernen wir kennen, sondern auch Alex schreibt Tagebuch und erzählt uns alles aus seinem Blickwinkel. Und genau dieser Wechsel ist einfach wahnsinnig gut gelungen. Man lernt auf der einen Seite Siobhan näher kennen, die zuerst nur Kleinigkeiten feststellt und daher denkt, dass sie einfach nur schusselig ist. Sie ist das Opfer, das die Angst verkörpert und nach und nach feststellt was wirklich los ist.
Aber dann ist da noch Alex. Dessen Tonfall eher an kühle Gelassenheit grenzt und alles nicht als so furchtbar erachtet, denn schließlich liebt er sie und bald wird sie ihn auch lieben in seiner Vorstellung.
Und genau diese Wechsel sind gelungen und bauen eine gute Spannung im Buch auf.
Die Charaktere haben mir ganz gut gefallen. Siobhan wirkt am Anfang sehr verletzlich, aber vielleicht auch ein wenig naiv. Sie lässt sich sehr stark auf die Stalkergeschichte ein und findet irgendwie keinen Ausweg.
Alex hingegen ist ja eigentlich der Böse in der Geschichte, aber trotzdem hat man Phasen, wo man einfach nur Mitgefühl mit ihm haben muss. Denn durch die intime Art, das Tagebuch, erfährt man einfach so tiefgehendes über ihn und von ihm, dass das nicht ausbleibt.
Doch dann in der Mitte des Buches sinkt die Spannungskurve ein wenig und ich habe mich gefragt, worauf die Autoren hinauswollen. Das hatte mich kurzzeitig aus der Geschichte gerissen.
Jedoch lässt die erste überraschende Wendung nicht lange auf sich warten und man beginnt wieder von vorne atemlos durch die Geschichte zu hetzen.
Der Schreibstil ist sehr gut, was ich ja immer schwierig finde bei zwei Autoren. Aber er ist gut aufeinander abgestimmt und alles lässt sich flüssig lesen. Man merkt nicht, dass das Buch nicht nur von einem Autor geschrieben wurde.
Ich habe mich gefragt, ob die beiden sich die Rollen geteilt haben. Denn klar, sind die Schreibstile der Protagonisten anders. Ich hätte gerne etwas mehr über die Entstehung des Buches gewusst. Aber ich könnte mir das wirklich gut vorstellen, dass Louise Voss vielleicht Siobhan und Mark Edwards Alex Sicht geschrieben haben.
Das Ende wartet dann wieder mit einer sehr überraschenden Wendung auf und ist wirklich klasse. Es geht zwar nicht alles zu 100% gut aus, aber trotzdem ist es stimmig und einfach nur passend zur ganzen Geschichte.

Mein Fazit: Als ich das Buch begonnen habe, dachte ich an eine spannende (aber normale) Stalkergeschichte, aber die Entwicklungen im Roman haben mich teilweise vollkommen überrascht und waren einfach nur genial. In der Mitte sind zwar einige langatmige Stellen, aber ansonsten war das Buch sehr gut.

Veröffentlicht am 31.08.2017

Kranke Liebe aus ganz gegensätzlichen Perspektiven

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Stalking muss schrecklich sein. In dem Thriller "STALKER" von Louise Voss und Mark Edwards schlüpft man sowohl in die Rolle des Opfers, als auch in die des Täters. Daraus ergibt sich eine sehr eindringliche ...

Stalking muss schrecklich sein. In dem Thriller "STALKER" von Louise Voss und Mark Edwards schlüpft man sowohl in die Rolle des Opfers, als auch in die des Täters. Daraus ergibt sich eine sehr eindringliche und spannende Gegenüberstellung von Gedanken, Gefühlen und Erklärungen beider Seiten, die unterschiedlicher nicht sein können.

Zum Inhalt:

Alex Parkinson schreibt sich in einem Schreibkurs ein und verliebt sich prompt in seine Lehrerin Siobhan. Allerdings wird seine Liebe nicht erwidert und entwickelt sich schnell in eine gesunde Richtung. Nach einem Korb interessiert er sich noch mehr für Siobhan. Er meint, dass sie füreinander bestimmt sind. An seinem Arbeitsplatz, einem großen Versandhandel, organisiert Alex sich auf eine illegale Weise Siobhans Adresse und Kontaktdaten. Es dauert also nicht lange, bis er vor ihrem Haus steht und sie beobachtet. Durch einen Zufall gelingt es ihm sogar, sich in ihre Wohnung umzuschauen und einen Blick auf ihr Tagebuch zu erhaschen. Alle seine Bemühungen und teuren Geschenke, scheinen jedoch nicht erfolgreich zu sein.
Alex Liebe bleibt dabei nicht ohne Folgen. Er ist unkonzentriert, macht Fehler und verliert am Ende sogar seinen Job. Eines Tages liegt eine Mitschülerin aus dem Schreibkurz tot vor ihrem Haus und Alex kennt die Hintergründe ihres Todes.

Mein Eindruck:

Es fällt sofort ins Auge, dass die Geschichte aus der jeweiligen Perspektive von Alex und Siobhan und noch dazu in sehr angenehmer Tagebuchform geschrieben ist, was die Eindrücke und Gefühle unverblümt und mitreißend darstellt. Einige Ereignisse in den Tagebüchern überschneiden sich für den Leser, was die extrem unterschiedlichen Sichtweisen der beiden Hauptdarsteller sehr beeindruckend ans Licht bringt.
Siobhan, das Stalkingopfer dieser Geschichte, hat mit unterschiedlichen Gefühlen zu kämpfen, steckt sie doch auch gerade in einer Art Lebenskrise und hatte sich kurz zuvor von ihrem Partner getrennt. Diese Gefühle reichen dabei von Interesse bis hin zu echter Panik. Alex hingegen rechtfertigt sein wissentlich falsches Handeln durch teilweise wirre Erklärungen. Gerade diese Gedankengänge konnten mich ganz besonderes faszinieren, teilweise haben sie mich aber auch irritiert.
Durch unterschiedliche Ereignisse, Gedanken und Handlungen der beiden Charaktere bleibt die Geschichte durchgängig spannend. Dabei ist sie durch den Tagebuchstil einfach und flüssig zu lesen. Es gelingt den Autoren, die Gedanken des Opfers und des Täters verständlich darzustellen.
Das Buch ist in zwei Teile unterteilt. Mit Beginn des zweiten Teils vollzieht sich eine Wendung, die ich keinesfalls erwartet habe. Ich brauchte einige Seiten, um diese Entwicklung zu verdauen. Am Ende aber, werte ich diese Wendung eher positiv, da ich genau hier die Grundidee der Geschichte vermute. Allerdings wird der zweite Teil dabei leider etwas vorhersehbar.

Fazit:

Das Thema Stalking und die Gedanken, die dahinter stecken, werden nahezu perfekt beschrieben und in eine durchaus über das gesamte Buch vorhandene Spannung umgesetzt. Wer in den Kopf eines Stalker eintauchen möchte, muss dieses Buch lesen.