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Veröffentlicht am 08.10.2019

Spannung wie nicht anders erwartet

Der Keller
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Rezension "Der Keller" / Sabine Thiesler

Hannah und Heiko sind glücklich verheiratet und freuen sich auf ihr erstes Kind. Da erreicht Hannah der Hilferuf ihres Vaters: Ihre Mutter sei depressiv und selbstmordgefährdet.
Trotz ...

Rezension "Der Keller" / Sabine Thiesler

Hannah und Heiko sind glücklich verheiratet und freuen sich auf ihr erstes Kind. Da erreicht Hannah der Hilferuf ihres Vaters: Ihre Mutter sei depressiv und selbstmordgefährdet.
Trotz ihrer Schwangerschaft fliegt Hannah in die Toskana, wo ihre Eltern ein Ferienhaus besitzen. Im Flugzeug lernt sie einen charmanten Herrn kennen, der sie zum Abendessen in seinen Palazzo einlädt. Seitdem gibt es von Hannah kein Lebenszeichen mehr. Ihre Familie ist vollkommen verzweifelt, und auch die Polizei ist ratlos.
Denn Hannah ist nicht die letzte junge Frau, die in der Toskana spurlos verschwindet...

Es war mir wie jedes Jahr wieder ein großes Vergnügen dieses Buch quasi zu inhalieren.
Seitdem mir vor vielen vielen Jahren während eines Urlaubs "Der Kindersammler" durch Zufall in die Hände gefallen ist, verfolge ich jede einzelne Neuerscheinung der Autorin und bin jedes Jahr aufs neue wieder begeistert.

In diesem Buch beginnt die Geschichte mit Hannah und Heiko. Ihre Eltern leben in der Toskana und als ihre Mutter dringend Hilfe benötigt, zögert sie keine Sekunde und bucht umgehend einen Flug in die Toskana. Sehr zum Ärgernis ihres Mannes, der dies gar nicht verstehen kann. Sie gehen im Streit auseinander. Hannah's Flug hat Verspätung und während der Wartezeit lernt sie einen äußerst charmanten Mann am Flughafen kennen. Da Hannah nach der Ankunft in Florenz keinen Mietwagen mehr bekommt, bietet der Fremde ihr an, die Nacht in seinem Palazzo zu verbringen. Von da an fehlt von Hannah jede Spur......
Während Heiko seine Frau in Berlin bei der Polizei als vermisst meldet, tut ihr Vater dies ebenfalls bei der italienischen Polizei.
In einem weiteren Erzählstrang geht es um den jungen Daniel Hollmann, der unter den schwierigsten Bedingungen aufwachsen muss. Sein größter Traum ist es Forstwirt zu werden. Eines Tages bei der Jagd lernt er die junge Witwe Octavia kennen und verliebt sich umgehend in sie.....

Jedes Buch beginnt in Berlin und das Setting wechselt dann irgendwann immer die Toskana. In den meisten Fällen finden die Verbrechen im kleinen Örtchen Ambra statt, so dass es auch immer ein Wiedersehen mit dem herrlich naiven Dorfpolizisten Donato Neri und seiner Familie gibt. Er fristet sein Dasein in Ambra und versucht sich immer wieder aufs Neue die Karriereleiter weiter hochzuarbeiten.
Mir gefällt sowohl der Schreibstil, als auch die Beschreibung der Charaktere sehr gut. Die Autorin schafft es dem Leser den Täter in den meisten Fällen sehr früh zu präsentieren, aber trotzdem fiebert man bis zur letzten Seite atemlos und gespannt mit, wann es denn endlich auch allen anderen oder der Polizei auffällt, wer der Täter oder die Täterin ist.
In den meistens Fällen gibt es verschiedene Erzahlstränge, die auf den ersten Blick nicht viel miteinander gemeinsam haben, zum Ende hin aber doch immer wieder absolut perfekt zusammengeführt werden.
Auch hier wurde wieder sehr ausführlich erklärt, wie es eigentlich zu den Verbrechen gekommen ist.
Bei diesem Buch ist das Cover relativ schlicht gehalten, erzeugt aber trotzdem eine kleine Gänsehaut und eine gewisse Spannung.

Ich kann die Thriller von Sabine Thiesler nur absolut wärmstens weiterempfehlen und auch mit dem neuesten Werk "Der Keller" hat sie mich persönlich wieder komplett abgeholt und für sich eingenommen.

Veröffentlicht am 02.10.2019

Spannung par excellence

Sterbekammer
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Rezension zu "Sterbekammer" von Romy Fölck

In einer abgelegenen Deichmühle wird die Leiche eines alten Mannes gefunden, der als starrköpfiger Eigenbrötler bekannt war. Als Polizistin Frida Paulsen in ...

Rezension zu "Sterbekammer" von Romy Fölck

In einer abgelegenen Deichmühle wird die Leiche eines alten Mannes gefunden, der als starrköpfiger Eigenbrötler bekannt war. Als Polizistin Frida Paulsen in der Mühle auf eine verdeckte Bodenklappe stößt, ist sie zutiefst erschüttert, denn die Tür führt zu einer Kammer, die wie ein Gefängnis anmutet. Ihr Kollege Bjarne Haverkorn erinnert sich an eine junge Frau, die vor Jahren spurlos in der Marsch verschwand. Alles deutet darauf hin, dass die Entführte in der Kammer gefangen gehalten wurde ...

Hierbei handelt es sich bereits um den dritten Band der Elbmarsch-Krimis rund um die beiden sehr symphatischen Kommissare Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn.

Ein Überfall auf eine Tankstelle und eine Leiche in einer abgelegenen Deichmühle. Zunächst sieht alles danach aus, als wenn es sich um zwei einzelne Fälle handelt. Frida glaubt bei dem Toten in der Mühle jedoch nicht an einen Unfall und beginnt auf eigene Faust mit den Ermittlungen. Sie stößt auf eine verdeckte Bodenklappe in der Küche und entdeckt darunter eine Kammer. Jemand hat dort scheinbar eine Art "Sterbekammer" angelegt. Fridas Kollege Bjarne erinnert sich an eine Frau, die vor rund 10 Jahren spurlos verschwand und beide finden Hinweise, dass die Frau dort lange Zeit gefangen gehalten wurde...
Wird es den beiden gelingen, den Fall aufzuklären? Was geschah mit der Vermissten?

Wow, einfach nur wow!!!

Romy Fölck hat es seinerzeit mit ihrem ersten Elbmarsch-Krimi "Totenweg" geschafft, mich absolut zu überzeugen. Sie hat mit Frida und Bjarne zwei wirklich tolle Ermittler geschaffen, die ziemlich eigenwillig und doch auch sehr unterschiedlich sind. Auch mit "Sterbekammer" hat sie mich komplett und von der ersten Seite an abgeholt. Ich hatte während des Lesens des Prologes bereits Gänsehaut und konnte überhaupt gar nicht mehr aufhören. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen und habe mich in der Elbmarsch sehr wohl und wie zu Hause gefühlt. Die Autorin schafft es mit jedem Buch noch eins draufzusetzen. Auch die "Sterbekammer" war wieder irre spannend und ich sage hier nochmals 1000 Dank an die Lesejury, dass ich dieses Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und mit anderen Teilnehmern diskutieren durfte. Es hat mir wie immer sehr großen Spaß gemacht.

Totenweg war seinerzeit eines meiner Jahreshighlights, doch mit Band 2, "Bluthaus" und jetzt mit "Sterbekammer" hat die Autorin meiner Meinung nach nochmal eins draufgesetzt.

Ich hoffe dass wir noch die ein oder andere Geschichte aus der Elbmarsch zu lesen bekommen. Bis dahin kann ich nur eine absolute glasklare Leseempfehlung für diesen Titel oder auch gerne für die ganze Reihe aussprechen.
Sucht die Buchhandlung eures Vertrauens auf und besorgt euch die Bücher von Romy Fölck. Ihr werdet es nicht bereuen. Es lohnt sich absolut.

Veröffentlicht am 28.09.2019

Guter Stoff

Mehr als Worte sagen können
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Rezension "Mehr als Worte sagen können" von Jill Santopolo

WAS WENN DU PLÖTZLICH ERKENNST, WAS DEIN HERZ WILL...

Nina's Glück scheint vollkommen: Sie kommt aus gutem Hause, hat einen Freund, auf den ...

Rezension "Mehr als Worte sagen können" von Jill Santopolo

WAS WENN DU PLÖTZLICH ERKENNST, WAS DEIN HERZ WILL...

Nina's Glück scheint vollkommen: Sie kommt aus gutem Hause, hat einen Freund, auf den sie sich immer verlassen kann und einen Job, in dem sie völlig aufgeht. Doch als ihr Vater plötzlich erkrankt, soll sie sein Erbe im Familienunternehmen antreten und eines der renommiertesten Hotels von New York führen. Womit sie nicht gerechnet hat, sind die tief vergrabenen Geheimnisse ihres Vaters, die nach und nach ans Licht kommen. Nina muss sich nun fragen, wer ihr Vater eigentlich wirklich war. Aber vor allem muss sie sich fragen, wer sie sein möchte. Und wen sie lieben kann.

Dies war mein erstes Buch der Autorin und ich habe es von Anfang an absolut geliebt. Ich bin sofort mit dem Schreibstil und den Charakteren warm geworden und habe zügig in die Geschichte hineingefunden. Die Seiten flogen nur so dahin und es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht die Geschichte meiner Namensvetterin Nina zu lesen. Ich würde jederzeit wieder zu einem Buch der Autorin greifen und werde auch in recht naher Zukunft das vorherige Werk von ihr dann endlich mal von meinem SuB befreien.

Veröffentlicht am 18.09.2019

Wundervoll, witzig und romantisch

Meistens kommt es anders, wenn man denkt
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Rezension zu "Meistens kommt es anders, wenn man denkt" von Petra Hülsmann

So’n Herz hält ganz schön viel aus. Das ist zäh.

Nele hat von der Liebe die Nase gestrichen voll. Ihr neuer Job bei einer angesagten ...

Rezension zu "Meistens kommt es anders, wenn man denkt" von Petra Hülsmann

So’n Herz hält ganz schön viel aus. Das ist zäh.

Nele hat von der Liebe die Nase gestrichen voll. Ihr neuer Job bei einer angesagten Hamburger PR-Agentur soll ab jetzt an erster Stelle stehen. Inhaber Claas betraut sie mit der Imagekampagne für den Politiker Rüdiger Hofmann-Klasing, dessen Umfragewerte tief im Keller sind - aus gutem Grund, wie sie bald herausfindet. Darüber hinaus beschließt ihr kleiner Bruder Lenny, der das Down-Syndrom hat, sich eine eigene Wohnung zu suchen. Ausgerechnet Nele soll ihn im Kampf mit den besorgten Eltern unterstützen, dabei ist sie doch insgeheim die größte Glucke von allen. Um das Chaos perfekt zu machen, stellt Nele fest, dass Claas mehr als nur ein netter Chef für sie ist und dass er ihr Herz ganz schön zum Stolpern bringt. Aber soll sie sich von der Liebe etwa schon wieder einen Strich durch die Rechnung machen lassen?

Hach, was waren das doch wieder für absolut traumhafte Lesestunden. Ich freue mich jedes Jahr auf Nachschub und das ist die Geschichte immer viel zu schnell vorbei.

Nele hat gerade erst bei M&T angefangen, weil sie nicht länger mit ihrem Ex-Freund zusammen arbeiten wollte. Sie schließt den Bürohund Sally sofort in ihr Herz und obwohl sie es absolut nicht will und auch nicht gebrauchen kann, ist sie Sally's Herrchen gegenüber nicht abgeneigt. Dumm nur, dass es sich hierbei um ihren Chef Claas handelt.
Das kann ja nur schief gehen.
Also bindet sich Nele sowohl in der Agentur als auch privat so ziemlich jede Arbeit auf, die sie finden kann.
Seitdem ihr kleiner Bruder Lenny mit Down Syndrom zur Welt kam, hat Nele ihn immer beschützt. Ihr fällt es sehr schwer, Lenny seine eigenen Erfahrungen machen zu lassen und ihn ein wenig ziehen zu lassen. Das wünscht sich ihr Bruder jedoch am meisten. Er möchte endlich versuchen selbstständig zu sein und sich eine eigene Wohnung suchen.
Wird Nele der Spagat zwischen Besorgnis und frei lassen gelingen? Und wie genau geht es mit ihrem Chef Claas weiter?...

Es waren für mich persönlich wieder wahnsinnig tolle Lesestunden mit Nele, Lenny, Claas und Co. Ich habe mich köstlich amüsiert über die Szenen mit RHK und wirklich teilweise Tränen gelacht ?.
Aber auch in diesem Buch kommen natürlich Gefühle und die Liebe absolut nicht zu kurz. Es freut mich sehr, dass auch Anni aus dem Vorgänger Roman und die ein oder andere bekannte Figur (allen voran natürlich mein liebster Taxifahrer Knut) wieder zur Sprache kommen.
Petra Hülsmann schafft es einfach mit ihrem lockeren und humorvollen Schreibstil den Figuren einen Charakter zu geben und ihnen Leben einzuhauchen. Ich fühle mich jedes Mal absolut gut aufgehoben und meinetwegen können deine Bücher in Zukunft auch gerne 900 Seiten lang sein liebe Petra. Dann geht die Zeit wenigstens nicht so schnell vorbei. Ich rechne noch ganz ganz fest mit weiteren tollen Storys ?

Veröffentlicht am 08.09.2019

Da hätte ich mir mehr erhofft

Die Verbindung
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An ihrem ersten Tag am Elite-College Hawthorne fragt sich Malin, ob sie hierhin gehört, ob sie hier Freunde finden wird. Doch schon bald ist sie Teil einer Clique um den charismatischen John und die beliebte ...

An ihrem ersten Tag am Elite-College Hawthorne fragt sich Malin, ob sie hierhin gehört, ob sie hier Freunde finden wird. Doch schon bald ist sie Teil einer Clique um den charismatischen John und die beliebte Ruby. Dazu gehören außerdem Khaled, Johns Cousin Max und die Engländerin Gemma. Schnell werden sie zu einer eingeschworenen Gemeinschaft, teilen Hoffnungen, Ängste und dunkle Geheimnisse. Doch als Ruby und John sich verlieben, verschieben sich die Allianzen. Neid, Missgunst und tödlicher Hass erschüttern Malins Vertrauen und sie ist froh, dass der Abschlusstag näher rückt. Ein Tag jedoch, den einer von ihnen nicht überleben wird ...

Das Cover ist ein totaler Eyecatcher und allein deswegen und dank es sehr spannend klingenden Klappentextes habe ich mir diesen Titel zugelegt.

Wir folgen als Leser der Studentin Malin die in der Ich-Perspektive in 3 verschiedenen Zeitebenen die Geschehnisse erzählt.
Als erstes wäre da die Gegenwart, dann das erste Jahr am College und die Vergangenheit, über die klar wird, weshalb Malin so wahnsinnig vorsichtig ist, anderen Menschen zu vertrauen.
Das spannende an der Geschichte ist, dass man als Leser bereits von Anfang an weiß, dass einer aus der Clique sterben wird, doch wer und warum bleibt unklar.
Ich persönlich bin leider nicht über die Seite 150 hinausgekommen, da mir das Buch nicht so wirklich gefallen hat. Ich konnte mit dem Erzählstil zwar schon etwas anfangen, der ist locker und flüssig aber die Story kam für meinen persönlichen Geschmack nicht in die Gänge. Es waren mir zu viele Längen und daher kann ich zum Ende nicht viel sagen.
Ich hatte das Gefühl mich zum Lesen zwingen zu müssen und hab diesen Titel daher abgebrochen.