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Veröffentlicht am 23.05.2018

Ein Auftakt der mich wirklich gepackt und nicht mehr losgelassen hat

Fesseln in der Finsternis
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Bei “Fesseln in der Finsternis” handelt es sich um den ersten Band der “Dark Duet” Trilogie. Es ist mein zweites Buch aus der Dark Romance Reihe des Festa Verlages.
An dieser Stelle mein riesengroßes ...

Bei “Fesseln in der Finsternis” handelt es sich um den ersten Band der “Dark Duet” Trilogie. Es ist mein zweites Buch aus der Dark Romance Reihe des Festa Verlages.
An dieser Stelle mein riesengroßes Dankeschön an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise.

Anfangen möchte ich mit dem Titel, denn dieser ist mehr als passend gewählt. Dabei spezialisiert man sich nicht ausschließlich auf die sichtbaren Fesseln. Das ganze geht viel weiter und gerade durch sein Facettenreichtum ist es einfach die richtige Wahl. Denn Fesseln sowie Finsternis können so viel mehr bedeuten, als es auf den ersten Blick scheint.
Dabei zaubert die Autorin auch eine sehr düstere, gewaltige und geheimnisvolle Atmosphäre, die in mir sofort den Wunsch erweckte, die Finsternis durchbrechen zu wollen.
Sie schreibt sehr fließend, einnehmend und bildhaft. Was mich vor allem bei letzterem vor einige Herausforderungen stellte und meine Emotionen völlig durcheinanderbrachte.

Es ist Erotik, ganz klar. Und doch ist es viel mehr als das. Man lernt die Menschen dahinter kennen. Sie sind nicht nur hart, unbeugsam und vermeintlich zu keiner Empathie fähig. Man muss sie ergründen und in sich aufnehmen und erst dann, versteht man, was sie wirklich verkörpern.
In dieser Geschichte geht es um Caleb und Livvie. Zwei sehr ausdrucksstarke und unterschiedliche Charaktere. Sie sind so unterschiedlich, das sie sich schon wieder auf unfassbar gute Art und Weise gleichen. Es gibt eine Verbindung. Sie ist zart, hauchdünn und doch ist sie feslenfest verankert.
Livvie ist ein sehr berührender Charakter. Sanft, zerbrechlich und mit einigen Geheimnissen ausgestattet, schürt sie das Interesse immens.
Caleb dagegen ist unheimlich hart und grob in seiner Art. Aber dennoch gibt es eine Seite an ihm, die es nicht ist. Die zeigt, wer Caleb wirklich ist.
Doch wie zerbrochen sind diese beiden Menschen wirklich?
Wird Caleb tatsächlich seinen Plan durchziehen oder endet es ganz anders als vermutet?
Wirklich toll fand ich hier beide Perspektiven, da sie sich perfekt ergänzen und zudem mehr Raum und Tiefe für beide Charaktere schaffen.

Am Anfang brauchte ich etwas um hineinzufinden. Es geht schnell ziemlich heftig zur Sache. Mein Entsetzen und meine Sprachlosigkeit hätte nicht größer sein können. Ich habe unsagbar mit Livvie gelitten und ihre Emotionen in mir aufgenommen.
Es ist sicher nicht einfach, was uns hier präsentiert wird. Aber dennoch schafft es gleich einen viel größeren Raum für das , was danach kommt.
Denn oft ist es keinesfalls so, wie es zunächst scheint. Es gilt einige Mauern zu durchbrechen um zu sehen, was tatsächlich dahintersteckt.
Die Erotik ist ansprechend und hat mir teilweise wirklich Gänsehaut verursacht. Die gewählte Sprache passt sich den Situationen an und wirkt daher auch nicht plump.
Die Handlung dahinter hat mich einiges gekostet. Es kam nicht sofort. Es geschah nach und nach.
Dabei geht es nicht um das, was tatsächlicht passiert. Sondern um das, was dahinterschwelt.
Man erfährt Dinge, die einem wirklich den Boden unter den Füssen wegziehen. Teilweise musste ich wirklich innehalten und erstmal darüber nachdenken. Denn es ist schmerzhaft und wirklich kaum zu Glauben, welche Abgründe hier zugrunde liegen und doch ist es gleichzeitig sehr glaubhaft.
Dadurch kommt man den Charakteren näher, ob man möchte oder nicht.
Man ist ihnen hilflos ausgeliefert, als hätte man einfach keine Wahl.
Man kann sich in sie hineinversetzen, fühlen , was sie ausmacht und in ihr Innerstes vordringen.
Ich bin ehrlich, dieser Auftakt hat mich wirklich erschüttert und wahnsinnig berührt. Was nicht nur an den Hintergründen liegt. Es liegt vor allem an den wunderbar ausgearbeiteten Charakteren die enorm vielschichtig gestaltet sind. Dadurch überraschen sie immer wieder.
Glaubt man in einem Moment noch, es zerbricht alles, so taucht im nächsten Moment von irgendwoher Stärke auf und reißt das komplette Blatt in eine andere Richtung.
Die Wendungen die hier eingewoben wurden, waren sehr gut platziert und haben neben Sprachloligkeit und Entsetzen, auch weitere wichtige Dinge aufgezeigt.
Dinge die im ersten Moment kaum annehmbar sind, aber doch zeigen, das die Welt ganz anders ist, als man oftmals meint.
Es gibt Momente voller Zärtlichkeit und auch ein Hauch Romantik kommt zum Zuge, was man einfach ganz tief drinnen spürt, wenn man sich diesem Werk hingibt.
Es wird nicht beschönigt oder verklärt. Ehrlichkeit ist hier oberstes Gebot und das ist ein weiterer wichtiger Aspekt im Laufe der Handlung. Die Fäden werden so geschickt gesponnen, das man keinen Moment verpassen möchte und immer wieder nach mehr verlangt.
Es ist keine klassische Entführer Story, bei der die Rollen klar verteilt sind. Ich hatte fast das Gefühl, die Handlung entwickle sich selbstständig weiter, als hätte sie ein Eigenleben entwickelt.
Auch bei den Charakteren ist die Entwicklung deutlich spürbar.
Die Gewaltszenen sind eher leichter Natur und nicht so immens ausgeprägt, was bei einem Buch aus dem Verlag doch etwas überrascht. Der wahre Schmerz liegt in der Psychologie verborgen und reißt gerade deswegen so unheimlich mit.
Am Ende entfuhr mir ein “Oh, oh”, was heißt, das ich mich jetzt immens auf die Fortsetzung freue und gespannt bin, wie es sich weiterentwickeln wird.
Denn es geht hier keinesfalls nur um Rache.
Es geht um mehr, es geht um die Seele, das ganze Sein. Sich dem zu stellen, was man in sich selbst verschließt. Und vielleicht zerbricht man manchmal daran, aber vielleicht gewinnt man so auch an ungeahnte Stärke.
Schlussendlich hat mich dieser erste Band wirklich gepackt und nicht losgelassen.
Er ist so unglaublich abwechslungsreich und berührend, das es mich wirklich elektrisiert hat.
Ich bin defintiv gespannt auf mehr.
Perfekt als Einstieg in dieses Genre.

Fazit:
Mit dem ersten der Dark Duet Trilogie punktet die Autorin mit sehr ausdrucksstarken und herausragenden Charakteren, die mehr als einmal mit ihrer Art überraschen.
Die Handlung bringt an die Grenzen, ohne Frage. Aber sie ist auch abwechslungsreich, explosiv und unglaublich berührend. Daneben werden ernste Themen eingestreut, die mich teilweise wirklich erschüttert und sprachlos gemacht haben.
Ein Auftakt der mich wirklich gepackt und nicht mehr losgelassen hat.
Unbedingt mehr davon.

Veröffentlicht am 31.01.2018

Ein wunderbarer Roman über die erste Liebe, sich selbst finden, das Leben und darüber, Grenzen zu überwinden

Dein Leuchten
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In dieses unheimlich schöne Cover, habe ich mich auf Anhieb verliebt. Aber nicht nur, das dieses Cover wirklich sehr schön passt, auch der Inhalt ist mindestens genauso schön.
Sofort hat es mich mit Wärme ...

In dieses unheimlich schöne Cover, habe ich mich auf Anhieb verliebt. Aber nicht nur, das dieses Cover wirklich sehr schön passt, auch der Inhalt ist mindestens genauso schön.
Sofort hat es mich mit Wärme umfangen und mir Weihnachtsfeeling beschert.
Sierra, ist eine Protagonistin, die sofort sehr ans Herz wächst. Nicht nur, daß sie sehr sympathisch ist. Sie ist ein Mensch, die das Leben nimmt wie es kommt. Die weiß, was Freude und Wärme im Herzen bedeuten.
Ein Mädchen, das wirklich berührt und das auf ganzer Ebene.
Zum ersten mal begegnet Sierra der Liebe. Das wäre alles nicht so schlimm, doch es passiert, nicht dort wo sie sich tagtäglich aufhält. Es passiert an einem Ort, an dem sie wahrscheinlich nicht wiederkehren wird.
Sofort löst dieser Umstand Traurigkeit aus.
Doch muss es wirklich so schlimm sein oder gibt es vielleicht eine Lösung?
Es ist eine Liebe, die langsam und tief kommt. Die Grenzen aufzeigt und Sierra vor so manche Prüfungen stellt.
Ist sie bereit dazu, diese zu bestehen?
Man spürt ihre Zweifel, teilweise ihre Zerrissenheit und vor allem ihre unerschütterliche Liebe.
Ihr Herzensmann Caleb, war mir auch sofort sympathisch. Seine Art, wie er mit den Menschen umgeht und einfach wie er ist.
Wirklich gut hat mir die Geschichte gefallen, weil die Emotionen wirklich langsam hervorbrachen und nicht wild und ungestüm wie ein Orkan. Es geht mit so viel Liebe, Sanftheit und Wärme daher, das es einen gerade deswegen umhaut.
Es ist eine Woge der Leichtigkeit, der Schwere und auch der Lebendigkeit, die uns hier mitreißt.
Dabei hat man das Gefühl Sierra und Caleb schon ewig zu kennen.
Man schmunzelt, man liebt und ist traurig.
Doch bei diesem Roman geht es nicht nur um Liebe. Es geht um Freundschaft, Toleranz, Vorurteile auszuräumen und manchmal ganz neue, eigene Blickwinkel zu entdecken.
Und vor allem geht es um Weihnachten.
Es ist die Zeit der Liebe, der Besinnlichkeit und der Wunder.
Und gerade dieser Umstand kommt hier sehr gut rüber. Man hat dieses stetige Prickeln, Sehnen und Hoffen. Man hofft auf ein Wunder, sei es für die Liebe oder für die Zukunft.
Oder einfach für einen selbst.
Es ist ein Roman, der die Dinge nochmal klarer, intensiver macht und das man sich darauf besinnt, worauf es im Leben für uns ankommt.
Sicher, im gewissen Sinne war es vorhersehbar, das tut der Spannung jedoch keinen Abbruch.
Ich habe jede einzelne Zeile genossen, sie in mich aufgenommen und mich einfach davontreiben lassen.
Es ist so ein warmer, tiefgründiger Roman, der mich wirklich sehr berührt hat und mir auch so manch andere Dinge offenbart hat.
Man bekommt Lust auf Kakao mit Marshmallows, Tannenbäume, schneeweiße Landschaft, Liebe und so viel mehr.
Ein Roman, der an Weihnachten nicht fehlen darf.

Hierbei erfahren wir die Perspektive von Sierra, was ihr mehr Raum und Tiefe verschafft.
Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, ausdrucksstark, authentisch und einfach lebendig.
Man erfährt immer mehr von ihnen, ihren Hintergründen und einfach über sie selbst, was sie noch näherbringt.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind stets gut nachvollziehbar gestaltet.
Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten.
Der Schreibstil ist fließend und gefühlvoll, aber auch mitreißend und bildgewaltig gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches.

Fazit:
Ein wunderbarer Roman über die erste Liebe, sich selbst finden, das Leben und darüber, Grenzen zu überwinden.
Kakao mit Marshmallows, Tannenduft und leckere Spekulatius. Man bekommt Weihnachtsfeeling pur und darum, darf dieser Roman auf keinen Fall fehlen.
Voller Gefühl, Lebendigkeit ,der die unterschiedlichsten Emotionen hervorruft.
Eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 20.07.2018

Ein romantisch-verwegender Auftakt, dem durchaus ein klein wenig mehr Action nicht geschadet hätte

Wenn die Sterne Schleier tragen
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Prinzessinnengeschichten gibt es wie Sand am Meer. An diesem Debüt hat mich sofort das Cover angesprochen und ich wollte unbedingt wissen, was sich dahinter verbirgt.

Die Autorin hat eine sehr leichte ...

Prinzessinnengeschichten gibt es wie Sand am Meer. An diesem Debüt hat mich sofort das Cover angesprochen und ich wollte unbedingt wissen, was sich dahinter verbirgt.

Die Autorin hat eine sehr leichte und fließende Art zu schreiben, wodurch sich das Buch wunderbar in einem Rutsch durchlesen ließ.
Man erfährt hierbei die Perspektive von Cecilia, was ihr sehr viel Raum und Präsenz schenkt. Entgegen meiner Erwartungen blieb ihre Figur doch relativ blass, was ich relativ schade fand. Denn gerade in ihrer Persönlichkeit sehe ich großes Potenzial.
Viel mehr ist es hier ein Liebeskarussell, das man geboten bekommt.
Anfangs fand ich das wirklich richtig schön, mit der Zeit machte ich mir jedoch meine eigenen Gedanken.
Gedanken die mir keine Ruhe ließen und mich immer mehr grübeln ließen.

Cecilia selbst ist eine sehr starke Persönlichkeit. Nichts ist zuviel, sie meistert alles, was auch kommen mag. Sie zeigt zwar auch eine große Verletzlichkeit und Unsicherheit, aber letztendlich verbirgt sie das gekonnt hinter Mauern.
Cecilia soll mit einem fremden Mann verheiratet werden und Königin werden. Ein interessanter Ansatz, der Verlauf hätte für mich jedoch gern mit noch mehr Hürden verbunden sein können. Ich hatte oft das Gefühl, es ist zu leicht zu glatt.
Ich begann nach Fehlern zu suchen.
Ich bekam Geheimnisse, die viel spürbare Dunkelheit dahinter verbergen.
Man trifft auf Intrigen, ungesagte Worte, die alles nur noch schlimmer machen.
Einen Kronprinzen, der für mich zu perfekt, zu harmonisch war.
Oft hatte ich das Gefühl, er ist zu weich, zu wenig fordernd.
Ganz anders dagegen Cecilia, die sich mit einigen Hürden konfrontiert sieht, denen sie mit einem stolzem Haupt entgegensieht.

Auch die Prinzen fand ich charmant, greifbar und geheimnisvoll.
Mir hatte es ganz persönlich Elias angetan und besonders mit ihm habe ich mitgefühlt, geliebt und gelacht.
Es entwickelte sich eine Handlung, die einiges an Höhen und Tiefen mit sich bringt. Vor allem durch viel Emotionalität zeichnet sich diese aus.
Schmerz und Traurigkeit schlummert zwischen den Zeilen.
Eifersucht, Macht, Egoismus.
Die glatte Fassade bröckelte und ich wollte endlich wissen, worum es hier wirklich geht.
Ich hatte jedoch das Gefühl,man zögere gerade diesen Aspekt heraus.
Was zwar die Spannng steigerte, meine Nerven jedoch arg strapazierte.
Ich hätte zu gern mehr über die Hintergründe erfahren, um es einfach auch zu verstehen.
Doch ich wurde auch belohnt, denn das Ende war extrem gemein und ich möchte unbedingt wissen, ob ich mit meiner Vermutung richtig liege.

Das Setting verströmt einen wahren Zauber und man hat das Gefühl, sich in einem Traum zu befinden.
Der Autorin gelingt es eine spürbare Romantik und Sinnlichkeit hineinzubringen.
Doch abseits der Perfektion zeigt sie auch, das es hinter den Mauern alles andere als perfekt ist.
Geheimnisse, die um keinen Preis ans Licht kommen dürfen.
Charaktere die sich einem Wandel unterziehen.
Erleichterung erfährt man gerade durch Elias und Dan, denn sie haben mich oft zum lachen gebracht, was mir unheimlich gut gefallen hat.
Weniger hat mir wirklich dieses Liebeskarussell gefallen, denn da wäre in meinen Augen weniger mehr gewesen.

Alles in allem wurde hier ein vielversprechender und romantisch-verwegender Auftakt geschaffen, der vor allem durch viel Emotionalität glänzt.
Eine junge Frau zwischen den Stühlen und eine Verantwortung, die alles in den Schatten stellt.
Ich bin schon sehr gespannt, was der Folgeband für uns bereithalten wird. Ich hoffe, da geht man dann auch mehr auf die Hintergründe ein.

Fazit:
Mir hat dieser Auftakt unheimlich gut gefallen, ich flog nur so durch die Seiten und war absolut hingerissen.
Cecilia zwischen den Stühlen und ein Liebeskarussell, das nicht aufhört sich zu drehen.
Ein romantisch-verwegender Auftakt, dem durchaus ein klein wenig mehr Action nicht geschadet hätte.
Zwar etwas vorhersehbar, aber absolut hinreißend und charmant.

Veröffentlicht am 20.07.2018

Eine fesselnde und emotionale Fortsetzung der Tatiana und Alexander Trilogie

Tatiana und Alexander
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Band 1 der Tatiana und Alexander Trilogie hat mich komplett begeistert und mehr als alles andere musste ich wissen , wie es weitergeht.
An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. ...

Band 1 der Tatiana und Alexander Trilogie hat mich komplett begeistert und mehr als alles andere musste ich wissen , wie es weitergeht.
An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise.

Beim Einstieg war ich zunächst hin und wieder etwas verwirrt, was aber an der Übersetzung lag.
Mit der Zeit gelang es mir besser dem Verlauf zu folgen und in das Geschehen einzutauchen.
Band 1 befasste sich überwiegend mit Tatianas Geschichte.
Eine Geschichte über eine mutige und tapfere junge Frau , die mir alles abverlangt hat.
Bei diesem Band geht es vordergründig um Alexander. Endlich lernt man ihn näher kennen und erfährt sehr viel aus seiner Vergangenheit. Die Rückblenden die sich über einen weiten Zeitraum erstrecken , haben mir sehr gut gefallen.
Ich kam Alexander näher und erkannte , wie klug und herzerwärmend er ist.
Aber es gab auch Szenen, die haben mich sehr mitgenommen und im wahrsten Sinne des Wortes unter sich begraben.
Schon im ersten Band mochte ich ihn sehr gern. Hier hab ich ihn noch mehr ins Herz geschlossen.
Ich litt mit ihm , kämpfte und trauerte.
Und auf der anderen Seite ist da Tatiana , die ein neues Leben beginnt.
Doch tut sie das wirklich?
Kann ein gebrochenes Herz heilen?
Bei Tatiana merkt man die Entwicklung recht deutlich. Sie wächst , lebt und doch ist die Vergangenheit immer präsent.
Ihre starke und kämpferische Persönlichkeit kommt auch hier sehr gut zum Ausdruck und das ist es letztendlich auch , was sie so außergewöhnlich macht.
Man lernt hier auch weitere neue Charaktere kennen. Auch wenn der ein oder andere etwas blass wirkt, so sind sie doch sehr ausdrucksstark, lebendig und facettenreich.

Die Autorin selbst bezaubert wieder mit ihrem stark einnehmenden, bildhaften und fließenden Schreibstil. Sie schreibt mit sehr viel Gefühl, sie geht sehr detailreich vor. Dadurch hat man mitunter etwas das Gefühl auf der Stelle zu treten. Was es mitunter etwas mühsam macht. Gerade im ersten Drittel ist das deutlich zu spüren.
Nichtsdestotrotz ist es wichtig , um Alexanders Geschichte zu verstehen und zu verinnerlichen.
Wie gewohnt erfährt man auch hier wieder beide Perspektiven.

Mit der Zeit wird es spannender , auswegloser und man hat das Gefühl, nach jedem Strohhalm greifen zu müssen.
Die Traurigkeit ist förmlich greifbar und man fiebert und zittert unglaublich mit.
Auch die Fortsetzung hat mir einiges abverlangt.
So viele Herausforderungen, so viele Gedanken die mir keine Ruhe ließen.
Alexanders Geschichte ist voller Schmerz, Angst und Verzweiflung.
Man spürt sein Leid und seine innere Zerrissenheit.
Man kämpft und weint mit ihm.
Er muss einiges meistern und doch gibt ihm das Leben auch Hoffnung.
Man erfährt sehr viel über die Kriegszeit , was mir gut gefallen hat.
Die Autorin hat hier auf sehr wundersame Art und Weise Wendungen eingewoben, bei denen mir schier der Mund offen stehen blieb.
Es gab Szenen, die hatte ich einfach nicht erwartet.
Auf der einen Seite erfährt man Hoffnung und Wärme und auf der anderen Seite hat man das Gefühl , all das Grauen und die Abgründigkeit nicht ertragen zu können.
Besonders das letzte Drittel war an Spannung kaum noch zu überbieten. Meine Gefühle tanzten Achterbahn und ich lechzte nach jeder Zeile. Es war explosiv, hat mich nicht zu Atem kommen lassen und vollkommen gefesselt.
Der Abschluss von diesem Bandes hat mir sehr gut gefallen und ich bin gespannt, was der letzte Band für uns bereithält.

Schlussendlich ist auch Band 2 eine fesselnde und mitreißende Geschichte , die einiges abverlangt.
Voller Sehnsucht, Wehmut und der Kraft der Liebe.
Dennoch reicht sie nicht an den Vorgänger heran, da es leider auch einige Wiederholungen gab , die ich hin und wieder als störend empfand.

Fazit:
Mit Band 2 hat die Autorin eine fesselnde, mitreißende und traurige Fortsetzung der Tatiana und Alexander Trilogie geschaffen , die einiges abverlangt.
Auch wenn mir diese wirklich gut gefallen hat , so reich sie für mich nicht an den Vorgänger heran. Dafür ist Tatianas Geschichte einfach zu besonders.
Dennoch eine gelungene Fortsetzung, die einiges an Erkenntnissen und Wahrheiten mit sich bringt.
Ich bin gespannt, was Band 3 für uns bereithalten wird.

Veröffentlicht am 17.07.2018

Seine Geschichte ist emotional, voller Höhen und Tiefen. Aber sie ist wilder , traurig und wütender

Gus
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Als ich damals Kates Geschichte las , hat es mich nicht nur auf sehr intensive Weise berührt.
Kate hat meine Welt verändert und es geschafft , daß ich manche Dinge jetzt mit anderen Augen sehe.
Sie hat ...

Als ich damals Kates Geschichte las , hat es mich nicht nur auf sehr intensive Weise berührt.
Kate hat meine Welt verändert und es geschafft , daß ich manche Dinge jetzt mit anderen Augen sehe.
Sie hat mich zum nachdenken gebracht.

Meine Freude war groß , als ich erfuhr , dass wir auch Gus’ Geschichte erfahren werden.
Ich erwartete nicht , dass es mich genauso überrollen und emotional zerstören würde. Ich war einfach gespannt auf seine Sicht der Dinge und wie er sein Leben letztendlich ohne Kate meistern würde.
Ein Leben ohne Bright Side völlig unvorstellbar.
Ein Herz das fehlt und doch muss es weitergehen.
Vielen Dank an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise.

Kim Holden hat einfach eine tolle Art zu schreiben. Leicht und fließend. Dabei aber auch sehr lebendig, einnehmend und bildgewaltig.
Hierbei erfahren wir zwei Perspektiven. Zum einen die von Gus und die einer anderen Person.
Ich mochte das sehr , ich nahm sie dadurch nicht nur tiefer wahr , ich kam ihnen näher. Auf sehr emotionale Art und Weise.

In das Geschehen kam ich sofort wieder sehr gut hinein. Kates Tod war wieder präsent und so konnte ich besonders gut nachempfinden, was Gus durchmacht.
Er ist an einem Punkt angelangt , an dem er nicht mehr weiß , wie es weitergeht.
An der Verzweiflung und Trauer ihren eigenen Weg nach draußen suchen.
An einem Punkt, an dem er sich verloren hat und sich völlig in seiner Trauer verliert. Seine Qual , seine Verzweiflung und seine Wut äußern sich auf seine eigene Art und Weise.
Doch das Leben muss weitergehen.
Gus hat Menschen in seinem Leben die Halt und Beständigkeit bedeuten.
Doch wird das reichen oder wird er sich völlig zerstören?

Kim Holden zaubert eine Atmosphäre, die mich bis ins Mark getroffen hat. Die mit jeder Zeile Hoffnung und Zuversicht schenkt. Aber zugleich zeigt sie auch die Zerbrechlichkeit und das zerstörerische sehr gut auf.
Mit einer Sanftheit und sehr viel Einfühlsamkeit zeigt sie auf , was Gus durchmacht.
Er hat etwas verloren, das ihn ausmacht.
Stück für Stück verliert er sich und doch gibt es Hoffnung und man erlebt , wie er langsam wieder auftaucht.
Gus’ Geschichte ist nicht einfach.
Sie ist schwer und von einigen Höhen und Tiefen durchzogen.
Er muss kämpfen. Irgendwie. Auch wenn das schier unmöglich erscheint.
Und dann , wenn man es am wenigsten erwartet , passiert vielleicht doch etwas , was das Leben wertvoller macht.
Gus trifft auf Scout.
Scout ist anders und verschaffte der Story einiges an Biss und Schärfe. Sie fällt Gus nicht vor die Füße und erliegt seinem Charme, wie alle anderen es tun.
Sie zeigt ihm Grenzen auf und mit einer Bestimmtheit, die nur sie hat, zeigt sie, das er nicht das Zentrum des Universums ist.
Oh , ich mochte Scout von Anfang an.
Tough , zerbrechlich und doch mit einer Stärke versehen, die ihr das Leben geschenkt hat.
Denn auch Scout hat ihre Ecken und Kanten , die auf jeder Ebene mitnehmen und zeigen , daß jeder sein Päckchen zu tragen hat.
Die Trauer und Wut gehört nicht nur dir allein.
Sie gehört allen.

Die Handlung empfand ich als sehr emotional, interessant und wendungsreich.
Gus hat mich bewegt. Auf eine andere Weise , als Kate es getan hat.
Er hat mehr von sich gezeigt , wodurch ich mich sehr gut in ihn hineinversetzen und seine Handlungen nachvollziehen konnte.
Stellenweise litt ich enorm. Aber es gab auch Szenen , da hätte ich ihm am liebsten den Kopf zurechtgerückt.
Aber es ist auch eine wundervolle Erinnerung an Kate. Man genießt Momente aus der Vergangenheit, man spürt die Hingabe, Leidenschaft und Tiefe , die dahintersteckt.
Und man trifft auf Charaktere, die dem Ganzen noch mehr Leben einhauchen.
Es gab eine Szene , die hat mich ganz besonders ergriffen. Sie hat mich sehr tief berührt.
Ich musste weinen , weil es so viel aussagt.
Und dann gab es auch Momente, die haben mich wütend gemacht oder mich zum lachen gebracht.
Es ist eine Geschichte , die man nicht in einem Rutsch lesen kann. Dafür ist sie zu schwer.
Aber Gus Geschichte ist jede Zeile wert und letztendlich auf seine ganz eigene Art und Weise etwas Besonderes.
Sie zeigt auf , wie schwer das Leben manchmal ist. Welche Chancen und Wunder das Leben bieten kann.
Aber auch welche Abgründe in ihr schlummern , wenn man es denn zulässt.
Jetzt am Ende des Buches , bin ich zufrieden.
Es war toll all die liebgewonnenen Menschen wiederzutreffen , mit ihnen zu leiden , zu lieben und sich zu erinnern.
Zugleich lernt man auch neue Charaktere kennen , die nicht weniger einschlagen.
Allesamt sind sie sehr authentisch, greifbar und facettenreich. So wie die ganze Geschichte.
Man spürt die Entwicklungen , die die Handlung, als auch die Charaktere durchlaufen.
Wer Kates Geschichte geliebt hat, wird hier nicht das Gleiche vorfinden.
Es ist einfach eine Art Erinnerung an sie und ein Danke , für einen so außergewöhnlichen Menschen , wie sie es war.
Gus Geschichte ist wilder , wendungsreicher und einfach anders.
Mich konnte sie mitreißen, in Atem halten und zu Tränen rühren.

Fazit:
Kates Geschichte war außergewöhnlich, tief bewegend und lebensverändernd.
Nun geht es um Gus.
Seine Geschichte ist emotional, voller Höhen und Tiefen. Aber sie ist wilder , traurig und wütender.
Eine Geschichte die sehr viel über das Leben aussagt und welche Chancen es uns bietet.
Für mich eine wundervolle Erinnerung an Kate.
Schmerzvoll , emotional und voller Facetten.