Profilbild von aly53

aly53

Lesejury Star
offline

aly53 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit aly53 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2021

eine wahnsinnig emotionale und einfühlsame Story, die mich enorm mitgerissen und einfach begeistert hat.

The Story of a Love Song
0

Als ich “The Story of a Lovesong ” von Vi Keeland und Penelope Ward gesehen habe, war klar, dass ich es unbedingt lesen oder hören musste. Denn “Park Avenue Player ” von den beiden hatte mich schon unsagbar ...

Als ich “The Story of a Lovesong ” von Vi Keeland und Penelope Ward gesehen habe, war klar, dass ich es unbedingt lesen oder hören musste. Denn “Park Avenue Player ” von den beiden hatte mich schon unsagbar begeistert.
Griffins und Lucas Story ist jedoch komplett anders, aber nicht minder liebenswerter, tragender und emotionaler.

Aufgrund des Klappentextes und Covers hatte ich mich auf eine Rockstar Romance eingestellt, was jedoch so nicht wirklich zutrifft.
Stattdessen bekam ich es mit einer Story über Halten und Loslassen zutun.
Und das hat mir einfach unsagbar gut gefallen.
Diese Story wurde von Karo Rieper und Louis Friedemann Thiele gesprochen und ich liebe die beiden Sprecher einfach unsagbar. Weil sie die richtigen Emotionen in genau den richtigen Momenten perfekt transportieren.

Luca ist ein wahnsinnig verletzliches Mädchen. Sie zieht sich schnell zurück, ohne das man die Chance hat auf sie zuzugehen. Sie macht viel mit sich selbst aus und vielleicht mag ich sie deshalb auch so unsagbar gern. Und doch hat sie es geschafft mich in anderen Momenten völlig zu überraschen. Ich konnte mich wahnsinnig gut in sie hineinversetzen. Weil ich mich ein Stück weit in ihr wiedererkannt habe und deshalb auch so gut ihre Gefühlslage nachvollziehen konnte.
In dem auch auf ihren Hintergrund eingegangen wurde, verstand man, warum ihre Welt von Schmerz, Trauer und Einsamkeit geprägt ist.
Man verstand, warum sie sich zurückzieht und nur schwer vertrauen fassen kann.
Sie hat sich selbst verloren und vielleicht ist die Zeit gekommen, in der sie endlich aufgefangen wird.

Auch Griffin hab ich vom ersten Moment an geliebt. Er ist kein typischer Rockstar.
Sanft, einfühlsam und verständnisvoll
Er fängt dich auf und gibt dir Halt, wenn es sonst niemand mehr tut und das ist einfach so unsagbar schön.
Neben diesen beiden hat vor allem der Doc mein Herz erobert.
So viel Lebenserfahrung, so viel Stärke, die er gleichzeitig an Luca und Griffin weitergibt, um sie damit zu erden.
Ich fand sie allesamt greifbar, lebendig und gut ausgearbeitet, weshalb ich ohne wenn und aber stetig mit ihnen mitfühlen konnte.

Die Story selbst hat mich vor allem am Anfang überrascht.
Denn zunächst erlebt man alles in Briefform. Es war emotional, erfrischend und der Humor, hat mich unsagbar zum Lachen gebracht. Vor allem Luca hat mich dahingehend wirklich überrascht. Denn es wird auf intime Details eingegangen, etwas ,was ich bei ihr so gar nicht erwartet hätte, was sie für mich aber noch liebenswerter machte.
Wir erleben hier eine Lovestory die von der Vergangenheit geprägt wird und ihre Schatten mit in die Gegenwart trägt.
Besonders Lucas Hintergrund hat mich sehr beschäftigt.
Weil es sie in ihrem Leben beeinflusst und geprägt und damit auch verändert hat.
Sie hat erlebt, was man niemals durchmachen sollte, weil es sie dadurch auch mental verändert hat.
Sie sieht das Leben anders und verwehrt sich dadurch jegliches Glück.
Bis Griffin auftaucht. Und diese Begegnung veränderte alles und hat mich einfach so sehr begeistert.
Es gibt kitschige Szenen, die einfach bei Romanen, wenn man sich im Ruhm sonnt, vorkommen und so für jeglichen Aufruhr sorgen.
Es gibt Höhen und Tiefen, die vielleicht auch manchmal etwas anstrengend sein können.
Aber auf das Leben trifft das auch manchmal zu.
Man muss aufstehen, kämpfen und weitermachen.
Aber je mehr man voranschreitet, umso mehr merkt man wie tief und essentiell ihre Verbindung ist.
Wie sehr sie einander brauchen, um den eigenen Halt, das eigene Ich nicht zu verlieren.

Den beiden Autorinnen gelang es Wendungen einfließen zu lassen, die mich wirklich überrascht haben.
Eine bestimmte Stelle hat mich dabei besonders getroffen und unsagbar traurig gemacht.
Insgesamt fand ich die Story einfach wunderschön. Weil sie so verletzlich, so zart und trotzdem zerstörerisch ist und dir zeigt, dass es wichtig ist, jeden Augenblick zu genießen.
Dabei werden auch ernste Themen wie Depression und Trauer behandelt, was ihm noch mehr Tiefe und Tragweite verschafft. Diesbezüglich hätte ich mir jedoch noch mehr Details gewünscht, weil es eher eine Nebensache ist und nicht eindeutig thematisiert wird.
Was ich hier enorm schade fand.
Nichtsdestotrotz eine wahnsinnig emotionale und einfühlsame Story, die mich enorm mitgerissen und einfach begeistert hat.

Fazit:
Lucas und Griffins Story hat mich enorm überrascht und abgesehen von kleinen Schwächen enorm mitgerissen und einfach begeistert.
Vi Keeland und Penelope Ward ist hier einfach eine emotionale und einfühlsame Story gelungen, die mich zum lachen brachte ,aber auch unsagbar berührt hat.
Es geht um Halten und Loslassen.
Es geht um Einsamkeit, Trauer und Stärke.
Luca und Griffin sind einfach so greifbar, echt und lebendig.
Sie haben mich überrascht mit ihrer Art, was ich so nie erwartet hätte .
Ihre Vergangenheit, ihre Entwicklung. Einfach alles.
Aber einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen hat Doch erhalten.
Eine Story die einfach so viel zwischen die Zeilen legt, auch manchmal emotional an einen Tiefpunkt bringt, um dich dann wieder emporsteigen zu lassen.
Insgesamt fand ich die Story einfach wunderschön. Weil sie so verletzlich, so zart und trotzdem zerstörerisch ist und dir zeigt, dass es wichtig ist, jeden Augenblick zu genießen.
Ich bin schon unsagbar gespannt auf die nächste Story der beiden Autorinnen.

Veröffentlicht am 19.04.2021

Ein Roman über Schuld, Vergebung und Trauer, der sich so lebendig anfühlt.

Niemalswelt
0

5 Freunde, ein Autounfall und eine verhängnisvolle Nacht die alles verändert.
“Niemalswelt” ist eine Roman, der mich vor allem mit seiner Atmosphäre, der Melancholie und den mystischen Einflüssen sehr ...

5 Freunde, ein Autounfall und eine verhängnisvolle Nacht die alles verändert.
“Niemalswelt” ist eine Roman, der mich vor allem mit seiner Atmosphäre, der Melancholie und den mystischen Einflüssen sehr überraschen konnte.

Man könnte sagen, es ist Bee’s Geschichte, denn warum sonst sollte man ihre Perspektive erfahren?
Bee ist ein kleines Mäuschen, das sich im Schatten verborgen hält und dabei Angst hat entdeckt zu werden. Dabei muss sie das nicht, denn jeder Mensch ist es wert gesehen zu werden.
Wirklich gesehen zu werden.
Daneben spielen auch vier weitere Charaktere eine zentrale Rolle. Wirklich Eindruck auf mich machen konnte jedoch nur Martha, weil sie jemand ist, der sich förmlich wandelt und weiterentwickeln konnte.

Am Anfang kam ich nicht wirklich gut ins Buch hinein. Es passierte zu wenig, es war nicht aufregend, es hat mich einfach nicht angezogen und gepackt.
Von einer Sekunde auf die andere veränderte sich dies.
Ich war fasziniert von der Wortgewandtheit, die sich stellenweise wunderschön und poetisch anfühlte.
Die Stille die mich erfüllte und dahintreiben ließ, um mich an anderer Stelle mit lautem Getöse wieder vollends aufzuwecken.
Ich fand es sehr atmosphärisch, denn was man hier erlebt, legt jenseits von Zeit und Raum.
Ein Roman, der sich an Orte begibt, die man niemals freiwillig betreten würde und doch ist hier gerade das so unglaublich wichtig.

Ich fand die Charaktere unglaublich faszinierend und facettenreich.
Sie haben mich genervt, mit Wut erfüllt, nur um mich anderer Stelle wieder komplett zu berühren.
Sie entfalten sich, befreien sich von Arroganz und Egoismus und gerade diese Weiterentwicklung, die menschliche Züge anmuten lässt, hat mich unsagbar begeistert.
Ein weiterer faszinierender Charakter war definitiv der Wächter.
Er brachte mich zum lachen und verschaffte somit der Geschichte etwas besonderes.

Dieser Roman befasst sich mit Zeitreisen, aber andersherum ist es nur eine Kulisse, die mich trotz allem wirklich begeistert hat.
Denn vor allem geht es hier um Schuld, Vergebung und Trauer zugleich.
Es geht darum, etwas zu verarbeiten, was man nicht verstehen, geschweige denn begreifen kann und darum kommt diese Niemalswelt ins Spiel.
Dadurch wird das Ganze mystisch angehaucht und verleiht der Story sehr viel Dramatik und Tragik zugleich.
Denn hier geht es um fünf Menschen, die eigentlich nicht zusammen passen, es aber doch irgendwie tun. Die sich zusammenraufen müssen, um etwas bewegen zu können.
Um sich gegenseitig zu stärken und Halt zu geben.
Um vielleicht sogar das Ganze überstehen zu können.
Doch das ist schwerer als gedacht. Dabei schlagen sie sich schon mal förmlich die Köpfe ein oder tun so, als wäre das hier alles nicht passiert.
Aber mit Verleugnung kommt man selten ans Ziel.
Im Laufe des Geschehen erfährt man mehr über die Vergangenheit, die sich qualvoll und schmerzhaft anfühlt. So viel Geheimnisse in sich birgt, die unbedingt an die Oberfläche müssen, damit Heilung eintreten kann.
Tatsächlich gab es einige Ereignisse die mich tief erschüttert und beklommen zurückgelassen haben. Denn es zeugt von Kälte, Arroganz und Egoismus.
Empathie, ist da völlig fehl am Platz.
Andere Momente konnte mich dagegen wirklich berühren und zum nachdenken bringen.

Es ist kein Roman, der besonders rasant oder aufregend ist.
Er besticht vor allem durch Eindringlichkeit, Mut und Stärke.
Zu erkennen, wer man wirklich ist und wer man nie sein wollte.
Dabei birgt das Ganze ein sehr große Verletzlichkeit in sich, was wirklich mitnimmt.
Besonders wenn man den psychologischen Aspekt dabei bedenkt und entdeckt, dass Reichtum nur eine Schicht ist, die nicht wichtig und vergänglich ist.
Viel wichtiger ist Menschlichkeit, Loyalität und Vertrauen, doch das zu erkennen, bedarf großer Überwindung, die nicht jeder hat.
Am Ende flossen alle Ereignisse zusammen und ich hätte kaum überraschter sein können.
Ein gelungenes Ende, das mir enorm gut gefallen hat

Fazit:
“Niemalswelt” ist nicht besonders rasant ,aber es ist ein Roman, der mich besonders mit den Entwicklungen und seiner Wortgewandtheit beeindrucken und für sich gewinnen konnte.
Der Humor, der stellenweise eingewoben wurde, untermauert das Ganze nur noch mehr. Und der war einfach genau meins.
In einer Zeitschleife gefangen erfahren 5 Jugendliche mehr über sich, als ihnen lieb ist.
Ein Roman über Schuld, Vergebung und Trauer, der sich so lebendig anfühlt.
Ein Roman, der mich definitiv überrascht hat.

Veröffentlicht am 19.04.2021

Magisch,wortgewaltig, atmosphärisch und so unglaublich schön.

Das Lied der Nacht
0

Die Palace of Glass Saga der Autorin war ein echter Erfolg, aufgrund dessen C.E. Bernard längst niemand unbekanntes mehr ist.
Jetzt legt sie mit der Wayfarer Saga nach.
Und mein Gott, wie sie das tut.
Aber ...

Die Palace of Glass Saga der Autorin war ein echter Erfolg, aufgrund dessen C.E. Bernard längst niemand unbekanntes mehr ist.
Jetzt legt sie mit der Wayfarer Saga nach.
Und mein Gott, wie sie das tut.
Aber eins vorweg, diese Reihe ist definitiv nicht mit ihrer vorherigen vergleichbar.
Es ist etwas komplett neues.
Es ist ein Lied, eine Melodie, die so vieles erreicht ,dabei Grenzen erklimmt, immer höher hinaufsteigt, quälender ,manischer, düsterer und faszinierender wird.
Man hat das Gefühl, nicht mehr atmen zu können, weil es so vielem strotzt ,sich über sämtliche Konventionen hinwegsetzt.
Das Brutale so schildert, wie es nunmal ist. Nicht weggeschaut, sich nicht davon distanziert. Sondern die Welt in all ihren Facetten widerspiegelt und dazu gehört auch das Schöne und das Grausame.
Denn das eine ist ohne das andere nicht existent und nur zusammen ergibt es ein schlüssiges Bild.
Aber genau das ist auch das Besondere daran.
Es ist etwas, was man nicht mehr vergisst, weil es sich so sehr einbrennt, schmerzt, sich aber zugleich so wahrhaftig, so richtig und wunderschön anfühlt.

Dabei ist ihr Schreibstil sehr anspruchsvoll und etwas eigen, ich würde fast sagen, es hat sich dieser Zeit angepasst und geht sogar noch etwas weiter.
Es ist tief, ehrlich, voller Wortgewalt, Fülle und Intensität.
Es ist etwas ,das man eher spürt, als liest.
Dabei erfährt man alles aus der Sicht eines Erzählers und das hätte ich mir rückblickend auch nicht anders gewünscht.
Denn anders hätte man diese Gefühle nicht so transportieren können.
Nicht mit dieser Gewalt und darin versteckten Poesie, die alles so vieles verletzlicher und auch tragender machen.
Aber nicht jeder wird es lieben, es ist zu komplex, zu eigen.
Man muss verdammt aufpassen, um sich in den Worten, in dieser Welt nicht zu verlieren.
Denn sie verschlingt dich gnadenlos und ja, stellenweise hatte auch ich das Gefühl, nicht mehr zu wissen, wo ich bin.
Dabei ist es wirklich wie eine zarte Melodie, die dich immer tiefer in den Strudel reißt.
Mal sanft, mal tiefer, dann wieder höher und du kannst dich einfach nicht lösen, weil es so viel, so gewaltig ist.
Weil es etwas mit dir macht.Dich verändert und auch deine Sicht auf die Dinge.
Weil es so viel von dir nimmt, dir aber unglaublich viel gibt.
Es erzählt von Werten, die längst verloren geglaubt, aber dennoch existent sind.
Dich verletzlicher ,menschlicher, aber auch angreifbarer machen.

Die Autorin entführt uns dabei in einer Welt, die kaum düsterer und hoffnungsloser sein könnte.
Blut, Tod, Gewalt und Macht.
Eine Welt, die in Trümmern liegt und es sich auch nichts daran ändern wird, wenn man nichts dagegen unternimmt.
Doch wie soll man sich gegen die Schatten entgegen stellen, die nach allem dürsten und gieren, was Tod und Verderben bedeutet?
Man kann es nicht.
Wie soll ein Licht erglimmen, wenn der Nebel und die Finsternis längst alles benetzt haben?
Aber man kann kämpfen, auch wenn man möglicherweise am Ende verlieren wird.

Es gibt Helden, es gibt Antagonisten.
Und dann gibt es Caer und Weyd, die mich sofort begeistert und fasziniert haben.
Mit ihrer Art wie sie die Dinge angehen.
Mit ihrer Stärke und ihrem Mut.
Und vielleicht haben sie mich auch deshalb so unglaublich begeistert, weil sie etwas besonderes sind.
Der Wanderer und die Bardin.
Zwei Menschen die eins genommen nicht viel sind, aber zusammen so viel erreichen und auf irgendeine Art und Weise ist diese Verbindung so tief,so essentiell.
So notwendig, damit man das Ganze bestehen und Mut schöpfen kann.
Der eine schöpft aus der Kraft des anderen.
Und daneben haben mich ihre Freunde so unglaublich begeistert, auch wenn mich die Namen immer wieder irritiert haben.
Ich konnte sie mir nicht merken.
Aber ist es nicht auch wichtiger, sich ihre Wesen zu bewahren?
Ihre Loyalität, ihre Treue, ihre tiefe Verbundenheit zueinander und dadurch wird das Ganze gestärkt, es fühlt sich so unglaublich an ,aber zugleich fühlt man eine tiefe Traurigkeit, weil es eine große Verletzlichkeit birgt. Aber mein Gott, gerade dieser feste Zusammenhalt hat mich einfach so tief berührt und das hätte ich so, in dieser Form niemals erwartet.
Durch die Art des Erzählens ist die Tiefgründigkeit nicht so, wie erhofft. Was aber noch nichts heißen muss, da es sich erst um den Auftakt handelt und noch viele Geheimnisse entschlüsselt werden müssen.

Die Story hat mich sofort begeistert. Ein kleines bisschen hab ich mich in diese Welt, in dieses Lied verliebt.
Und es nahm auch nicht ab.
Stattdessen wurde es immer faszinierender und interessanter.
Dabei punktet die Autorin keinesfalls mit Tempo.
Dafür aber mit viel Gefühl und Ernsthaftigkeit.
Es ist keinesfalls so brutal, wie gedacht.
Natürlich gibt es Szenen, die verdammt an die Substanz gehen. Aber weniger durch die Brutalität.
Viel mehr dadurch weil man es nicht erwartet, nicht kommen sieht.
Es erschlägt dich einfach von einem Moment auf den anderen und du fühlst dich verloren, gedemütigt und gleichzeitig so hilflos.
Und das ist das wahrhaft grausame daran.
Verstörend und auch etwas beklemmend ist die Kaltblütigkeit mit der man hier konfrontiert wird.
Es wird manipuliert, intrigiert und keine Rücksicht genommen.
Es gab Szenen, die haben mich so unfassbar berührt, weil es zeigt, dass man in dieser Welt Vertrauen haben darf und aufeinander bauen darf.
Das man nicht allein ist.
Das man nicht nur für sich kämpft, sondern auch für alle anderen, die es nicht mehr können oder nicht mehr in der Lage dazu sind.

Ich liebe diese Idee mit dem Lied und bin so unglaublich gespannt, wie es weitergeht, denn das Ende ist wirklich fies und ich brauch unbedingt Band 2.

Fazit:
Mit dem Auftakt der Wayfarer Saga, hat C.E. Bernard etwas schier unglaubliches geschaffen.
Magisch,wortgewaltig, atmosphärisch und so unglaublich schön.
Ich bin verliebt in diese Idee, in die Poesie und die Wortgewalt.
Ein epischer Auftakt der kaum perfider und grausamer sein könnte, aber vor allem mit großer Menschlichkeit und den wundervollen Charakteren beeindruckt.
Es ist wie ein Lied, das man nicht mehr los wird und immer mehr davon braucht.
Ich liebe es, ich giere danach und brauche unbedingt sofort Band 2.
Was für ein Meisterwerk. Ich bin schon jetzt süchtig danach.
Wer sich nicht scheut, dass es auch etwas anspruchsvoller wird, der sollte hier definitiv zugreifen.
Es lohnt sich definitiv.

Veröffentlicht am 14.04.2021

Ein verdammt rasanter Trip um das Trickbetrüger Pärchen Nicki und Mariella

Lerne zu fürchten
0

Und schon bin ich beim dritten Band der Akademie des Todes angekommen, ich kann gar nicht glauben, wie schnell das doch ging und ich jetzt erstmal Abschied nehmen muss.
Zuallererst muss ich sagen, dass ...

Und schon bin ich beim dritten Band der Akademie des Todes angekommen, ich kann gar nicht glauben, wie schnell das doch ging und ich jetzt erstmal Abschied nehmen muss.
Zuallererst muss ich sagen, dass Martin Krist, Emely Dark und Timo Leibig wirklich perfekt miteinander harmonieren. Alle drei Geschichten unterscheiden sich gänzlich voneinander, abschließend kann ich nicht mal sagen, welche mir am besten davon gefallen hat.
Denn jede für sich, sticht durch ihre Art und Weise hervor.

Doch nun zu “Lerne zu fürchten” .
Ich hab mich riesig gefreut, endlich das smarte Trickbetrüger Pärchen Nicki und Mariella kennenzulernen. Nicki kannte ich ja schon durch die Vorgänger und ich fand es unglaublich interessant, ihn hier von einer gänzlich anderen Seite kennenzulernen. Nicki ist ein echter Charmebolzen, wodurch er mich immer wieder zum schmunzeln gebracht hat. Er kann aber auch ordentlich austeilen und verfügt über außerordentlich gute Instinkte, die er auch mehr als alles andere benötigt.

Auch der Schreibstil von Timo Leibig hat mich sehr gefesselt, weil er sehr einnehmend und bildhaft schreibt. Es ist aber auch nicht mein erstes Buch von diesem Autor, denn auch mit seinen anderen Reihen konnte er mich begeistern.
Der Einstieg gelang mir gleich sehr gut und ich war ungeheuer angetan von der Konstellation Nicki und Mariella.
Zudem man wirklich viel über die beiden erfährt, gerade was die Vergangenheit betrifft.
Man spürt das die beiden eine ungemein tiefe Verbindung miteinander teilen und wie groß die Verbundenheit zwischen ihnen ist, wodurch der emotionale Aspekt sehr gut herauskommt.
Obwohl man von beiden die Perspektiven erfährt, so sticht Nicki noch ein kleines bisschen mehr heraus, was aber nicht negativ zu werten ist.
Aber auch die Nebencharaktere konnten mich begeistern, weil sie wirklich interessant und komplett unterschiedlich in ihrer Art waren. Und dadurch immer wieder für Aufruhr sorgen.

Die Story selbst brauchte etwas, um in Fahrt zu kommen, da der Autor das Setting mit sehr liebevollen Details ausgeschmückt, die das Ganze noch lebendiger werden lassen.
Wodurch man sich noch alles viel besser vorstellen kann.
Die Handlung begann sehr aufregend und amüsant, steigerte sich jedoch mit einem rasanten Tempo zu einem absoluten Grauen.
Unklar ist, wer hier die Fäden zieht, denn das war bis zum Schluss nicht ersichtlich.
Wodurch man einige Überraschungen erlebte.
Man taucht in die tiefsten Abgründe ein und es erwartet einem das nackte Grauen.
Ich bin wahnsinnig erschüttert und sprachlos, wie skrupellos und empathielos Menschen sein können und dies mit Leidenschaft ausüben.
Wow, da ist mir echt die Kinnlade runtergeklappt.
Denn das was sich hier herauskristallisiert, ist nicht nur brisant, sondern birgt auch so viel Schmerz und Wut.
Von der Tragik ganz zu schweigen, die mir immer tiefer in die Glieder kroch.
Über dieses Dahinter hätte ich mir jedoch noch etwas mehr gewünscht.

Nicki und Mariella lassen sich auf Gegner ein, die alles eliminieren, was sich ihnen in den Weg stellt.
Und ich hab so unglaublich mit den beiden mitgefiebert, als gäbe es kein Morgen mehr.
Umso beeindruckter war ich von Nickis Finesse und Einfallsreichtum. Er ist definitiv niemand, den man unterschätzen sollte, was er mehrfach unter Beweis stellt.
Dem Autor gelingen so einige Wendungen, die ich niemals erwartet hätte und mich dementsprechend ziemlich überrascht haben.
Den Leser erwartet hier eine rasante Jagd um Leben und Tod, was sehr nervenaufreibend und actionreich vonstatten geht.
Auch die Menschlichkeit kommt nicht zu kurz, was vor allem bei Nicki und Mariella sehr gut zu spüren ist. Hach, ich mag die beiden einfach unsagbar gern.
Das Ende kam viel zu schnell und trotzdem bin ich enorm begeistert.
Weil der Autor zeigt, dass es nie zu spät zum Handeln ist und es sich immer lohnt.

Alles in allem ein sehr interessanter, nervenaufreibender und actionreicher Band, der sich stetig wandelt und weiterentwickelt und dadurch niemals zum Stillstand kommt.
Unbedingt mehr in dieser Richtung.

Fazit:
Mit “Lerne zu fürchten” geht es in die dritte Runde rund um die Akademie des Todes.
Ein verdammt rasanter Trip um das Trickbetrüger Pärchen Nicki und Mariella.
Wow, mir ist mehrfach die Kinnlade runtergeklappt.
Ein perfides Katz- und Mausspiel, bei dem es durch sämtliche Höhen und Tiefen geht und definitiv kein Auge trocken lässt.
Ich bin erschüttert und sprachlos vor so viel Skrupellosigkeit und Perfidität.
Denn hier wird in ein verdammt brisantes Wespennest gestochen.
Unbedingt lesen.

Veröffentlicht am 14.04.2021

Es ist interessant, ein wenig emotional und sehr spannend.

Das Robinson-Projekt
0

Eine Castingshow auf einer einsamen Insel, ein Mord und zehn Verdächtige – das klang wie für mich gemacht und ich war so tierisch gespannt darauf, denn es hörte sich nach jeder Menge Spannung und Nervenkitzel ...

Eine Castingshow auf einer einsamen Insel, ein Mord und zehn Verdächtige – das klang wie für mich gemacht und ich war so tierisch gespannt darauf, denn es hörte sich nach jeder Menge Spannung und Nervenkitzel an.

Alexandra Maibach hat einen leichten, aber auch unglaublich fesselnden sowie mitreißenden Schreibstil, wodurch ich das Buch in einem Zug inhaliert habe.
Schwierig fand ich hier den Aufbau, denn man wird immer wieder in unterschiedliche Zeitebenen geschickt, weshalb man die Überschriften unbedingt beachten sollte. Leider nimmt das auch einen kleinen Teil der Spannung, weil man sofort aufgeklärt wird.
Da hätte ich mir einfach mehr Distanz zu allem gewünscht, um gerade den Nervenkitzel und die Spannung anzuheizen.
Wir erleben das Ganze aus Mias Sicht, eine der Kandidatinnen und dadurch, dass sie immer mehr in den Fokus rückt, erhält sie auch mehr Raum und Tiefe.
Was ansich nicht schlecht ist, aber auch etwas eindimensional wirkt.
Durchweg sind die Charaktere wirklich interessant gestaltet, da jeder sich auf eine andere Weise hervorhebt. Leider kamen die Emotionen nicht so stark rüber, wie ich mir das gewünscht hätte, mal abgesehen von Mia. Bei den Nebencharakteren hätte ich mir einfach etwas mehr gewünscht, um sie wirklich greifen zu können.
Aber sie wirken dennoch sehr glaubhaft und lebendig auf mich.
Interessant war für mich wirklich, daß mir von den Kandidatinnen nur Mia und Maik sympathisch waren. Die anderen hielten zuviel hinter dem Berg und ich konnte sie deshalb nur schwer einschätzen.

Und daneben erfährt man einfach auch unglaublich viel aus der Vergangenheit, was ich unglaublich interessant fand.
Es wirkt wie der Schlüssel zu allem und hat mich kritischer und misstrauischer auf die Kandidaten blicken lassen.
Denn wenn es hier eins gibt, dann ohne Ende Geheimnisse, die niemals an die Oberfläche dringen dürfen.
Insofern hat mir dieser Grundkern enorm gut gefallen.
Die Umsetzung war zwar anders ,als erwartet, aber nicht enttäuschend.
Denn statt Nervenkitzel, hat man das Gefühl sich in einem Drama zu befinden, bei dem die Rollen erst noch vergeben werden müssen.
Es wird intrigiert und manipuliert, als gäbe es kein Morgen mehr und dazu passt die beklemmende Atmosphäre einfach perfekt.

Man hat das Gefühl, recht früh zu wissen, was hier eigentlich abläuft. Aber immer wieder gelingt es der Autorin mit einer neuen Enthüllung zu punkten, so das man umdenken muss.
Die Auflösung des Ganzen war wohl die größte Überraschung, denn damit hatte ich gar nicht gerechnet. Weil es zu keiner Zeit denkbar war. Weil man sich in eine völlig andere Richtung bewegt hat.
Das führte dazu, dass man das Ziel völlig aus den Augen verloren hat.

Nichtsdestotrotz zeigt die Autorin sehr gut auf, wie gefährlich das Social Media sein kann und das man am besten nur sich selbst trauen kann.
Mich hat besonders Mias Geschichte berührt,weil es gar nicht so weit hergeholt ist und beängstigende Formen annimmt, deren Auswirkungen man unschwer absehen kann.
Die ganze Tragik dahinter ,hat mich unfassbar erschüttert und traurig gemacht.
Es ist nicht nur eine Castingshow. Es geht vor allem um Gefahren, mit denen man tagtäglich konfrontiert wird, die man aber als solche nicht wahrnimmt und deshalb unterschätzt.
Ich würde es als leichten Jugengthriller für zwischendurch einstufen, weil es zwar sehr brisant ist, aber man nicht unbedingt an seine Grenzen gerät und dementsprechend gefordert wird. Der Thrill Anteil war für mich leider auch erst am Ende spürbar.
Es hat mir ausgesprochen gut gefallen und ich bin gespannt, was die Autorin noch zu Papier bringt.

Fazit:
Das Robinson Projekt ist ein ziemlich interessanter Roman, der sich mit den Gefahren des Social Media auseinandersetzt, was mir unglaublich gut gefallen hat.
Es ist interessant, ein wenig emotional und sehr spannend.
Auch wenn ich es eher als Drama einstufen würde, weil mir die Thrill Anteile einfach so wenig waren, so hat es mir dennoch unglaublich gut gefallen.
Denn die Autorin spricht hier Gefahren an, mit denen man tagtäglich konfrontiert wird, die man aber als solche nicht wahrnimmt und deshalb unterschätzt.
Wie leicht sich das Blatt wenden kann und wie wenig man damit zurechtkommt. Geschweige davon, was dies für Auswirklungen nach sich ziehen kann, das ist enorm beängstigend.
Wer was leichtes für zwischendurch sucht, ist hier genau richtig.