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Veröffentlicht am 19.06.2019

Rauh, lebendig und voller Höhen und Tiefen

Das Versprechen der Islandschwestern
1

“Das Versprechen der Islandschwestern” ist ein Roman, dessen Inhaltsangabe mein Interesse sofort entfacht hat.
Das Cover wirkt sehr rauh und sehnsuchtsvoll, was sich unglaublich gut mit dem Setting deckt.
Und ...

“Das Versprechen der Islandschwestern” ist ein Roman, dessen Inhaltsangabe mein Interesse sofort entfacht hat.
Das Cover wirkt sehr rauh und sehnsuchtsvoll, was sich unglaublich gut mit dem Setting deckt.
Und das ist auch das Geheimnis dieses Romans.
Island, in seiner ganzen Pracht.
Rauh, melancholisch und auch irgendwie aufregend und wild.
Bei den Beschreibungen die immer wieder einfließen, hat man das Gefühl direkt den Wind auf der Haut zu spüren.
Oh ja, ich freute mich auf die Geschichte von Margarete und Helga. Zwei Schwestern die einst nach Island gingen und deren Herzen gebrochen wurde.
Jahre später, sehr viele Jahre später macht sich Pia mit ihrer Großmutter Greta auf den Weg zum 90. Geburtstag von Omas Schwester Helga.
Kann der Riss der zwischen den beiden besteht wieder gekittet werden, oder ist es längst zu spät dafür?
Und was hält Island für Pia parat, die mit ihrer pubertierenden Tochter Leonie zu kämpfen hat?

Die Autorin hat einen sehr leichten und angenehmen Schreibstil. Sehr sanft, einfühlsam und zum Teil auch etwas melancholisch.
Dennoch konnte ich lange Zeit keinen richtigen Zugang zum Geschehen und zu den Charakteren finden.
Die Atmosphäre war schwer, etwas drückend und trug eine Spur Resignation und Traurigkeit in sich. Zudem hatte ich das Gefühl, ich würde mitten ins Geschehen geworfen werden.
Man erlebt hier im Wechsel zwei Handlungsstränge auf zwei Zeitebenen.
Zum einen erlebt man die Geschichte von Margarete und Helga, die 1949 begann und der zweite Handlungsstrang beinhaltete Pias und Gretas Weg, der 2017 spielt.
Zunächst fand ich besonders die Vergangenheit sehr interessant. Man erlebt eine vor leben sprühende Margarete, die das Gefühl hat, nach den Sternen greifen zu können. Ganz anders Helga. Helga hat mit ihrer Trauer zu kämpfen und wünscht sich nichts sehnlicher als nach Deutschland zurückkehren zu können.
Was also passierte damals, das nicht Helga nach Deutschland zurückkehrte, sondern Margarete?

Die Handlung schritt zunächst sehr mühsam voran. Die Autorin legt hier sehr wert auf Details und Tiefgründigkeit. Was an sich wirklich toll ist, da man so alles umso intensiver in sich aufnehmen kann. Bei mir führte es jedoch dazu, das es meinen Lesefluss doch mitunter beeinflusste.
Später wurde es dann besser, weil die Story interessanter, impulsiver und facettenreicher wurde.
Dabei fand ich insbesondere die Charaktere sehr toll ausgearbeitet. Ganz besonders Margarete konnte ich wirklich sehr gut spüren.
Ihre Lebenslust, ihre Stärke, aber auch ihren tiefsitzenden Schmerz.
Helga erschien mir immer etwas zugeknöpft und unnahbar. Erst in der Gegenwart konnte ich richtig Bezug zu ihr aufnehmen.
Die Gegenwart war deutlich erfrischender. Was vor allem an Leonie lag, die mich mit ihrer jugendlichen Frische zum schmunzeln brachte.
Pia wirkte auf mich etwas verbittert und hektisch.
Erst als ich auf die Hintergründe stieß, wurde das für mich nachvollziehbarer.
Schade empfand ich, das Théo für mich leider gar nicht greifbar war. Interessant wäre hier wirklich seine Perspektive gewesen. Denn oft sieht man nur den Schein, aber nie was in den Menschen tatsächlich vor sich geht. Dennoch konnte ich mir sehr gut vorstellen, was in ihm gebrodelt hat. Wie er mit seiner inneren Zerrissenheit zu kämpfen hatte.
Trotz allem sind alle Charaktere authentisch und lebendig in ihrer Art. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, was hier sehr gut zum Ausdruck kommt.

Für mich war vor allem Island eine wahre Wohltat. Ein Ort der Heilung.
Ein Ort, an dem Träume wahr werden können. Aber auch ein Ort des Schmerzes.
Erst ab Mitte der Handlung hat mir das Lesen deutlich mehr Spaß gemacht.
Denn nicht nur die Vergangenheit bedeutet Veränderung. Auch die Gegenwart tut dies. Immer wieder verschmelzen einzelne Komponente ineinander und man begreift , das Zeit keine Rolle spielt.
Wichtig ist, das wir über unseren Schatten springen und endlich Heilung und Glück erfahren können.
Unseren Stolz hinter uns lassen und endlich unsere ganze Stärke hervorkommt lassen.
Denn nur so ist das möglich.
Die Dramatik, aber auch die zwischenmenschlichen Aspekte kommen nicht zu kurz.
Man erlebt traurige, glückliche und wütende Momente.
Momente, die Schmerz rauslassen.
Momente, die pures Glück erfahren lassen.
Ohne Frage hat mich diese Geschichte wirklich beschäftigt. Sie war intensiv. Zum Teil laut, aber auch sehr sanft und leise.
Als die Auflösung vor mir lag. War ich nicht überrascht. Aber ich habe verstanden.
Denn Schmerz, Demütigung und Stolz kann den Menschen zum äußeren treiben. Blind vor Tränen und Wut, sieht man nur noch den eigenen Schmerz.
Aber vielleicht bedeutet das nicht das Ende. Manchmal müssen sich die Schicksalsfäden neu verbinden, damit Glück einziehen kann. Wenn auch wie hier mit einem bittersüßen Beigeschmack.

Die Autorin hat diesen Roman wirklich großartig strukturiert, für mich hätte er eben nur etwas temporeicher sein können.
Ein Roman der in erster Linie mit dem Setting punktet und viel Dramatik, als auch Tragik für den Leser bereithält.
Es geht um Veränderung, um loslassen. Um den Mut zu finden über seinen Schatten zu springen und neu zu beginnen.
Ein Roman der das pure Leben widerspiegelt.
Rauh, lebendig und voller Höhen und Tiefen.

Fazit:
Die Islandschwestern machten es mir nicht unbedingt einfach.
Karin Baldvinsson widmet sich mit sehr viel Feingefühl zwei Schwestern, die sich verloren haben.
Zwei Schicksale. Zwei Zeitebenen.
Ein Roman der vor allem mit dem großartigen Setting Islands punktet und viel Dramatik und Herzschmerz im Gepäck hat.
Ein Roman der für mich zwar kleine Schwächen hat, aber mich letztendlich gut unterhalten konnte.

Veröffentlicht am 10.09.2018

Ich liebe diesen Band. Er gehört zu den besten der gesamten Trilogie

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1

Auf das Finale der Maxton Hall Trilogie hab ich mich wahnsinnig gefreut und konnte es kaum erwarten mit dem lesen zu beginnen.
An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. ...

Auf das Finale der Maxton Hall Trilogie hab ich mich wahnsinnig gefreut und konnte es kaum erwarten mit dem lesen zu beginnen.
An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise.

Nachdem Band 2 mit einem Paukenschlag endete und damit alles komplett veränderte , musste ich ergründen wie es mit Ruby und James weitergeht.
Mona Kasten schreibt auch hier wieder sehr gefühlvoll, intensiv und fließend. Bilder rauschten an mir vorbei , das ich einfach nur komplett in der Handlung gefangen war.
Wir alle wissen, was dahintersteckt und doch war ich gespannt darauf , wie sich alles fügen würde.
Wir erfahren hier verschiedene Perspektiven, was die Handlung sehr vielseitig macht.
Man taucht in die Seelen der Charaktere ein und begreift was für Menschen sie in ihrem tiefsten Inneren wirklich sind.
In diesem Band hat mir ganz besonders Percy gefallen. Hach , ich hab die Momente mit ihm so geliebt und Ophelia hat mich immer wieder zum schmunzeln gebracht.
Rosarote Wölkchen sind am Himmel und plötzlich wird mir das Herz aus der Brust gerissen und gnadenlos darauf herumgetrampelt. Mona Kasten weiß wie sie ihre Leser um den Verstand bringt.
Ich hab unheimlich gelitten.
Mit Lydia , Ruby , James und allen anderen.
Es passiert so viel gleichzeitig und man weiß gar nicht , wie man alle sortieren und in Einklang bringen soll.
Es geht längst nicht mehr nur um Ruby und James.
Es geht um alles oder nichts.
Um Träume oder Verpflichtungen.
Um Stärke und Mut.
Darum , aus dem Kreis auszubrechen und endlich das zu sein , was man wirklich sein möchte.
Es gibt kein richtig oder falsch.
Es zählt nur die Wahrheit.
Und die bekommt man hier sehr gut vor Augen geführt.
Ich dachte , ich wüsste alles. Aber nein , das tat ich nicht.
Es gab eine Person die hat mich extrem erschüttert.
Mir geht nicht in den Kopf , wie man so sein kann.
Von Gier und Macht zerfressen.
Ist es das , was wirklich zählt?
Sieht so Glück aus?
Ich war so unglaublich wütend und konnte es einfach nicht verstehen , nicht nachvollziehen.
Ich möchte es auch gar nicht.

Aber dann seh ich , wie wundervoll sich all die anderen Charakteren weiterentwickelt haben und mein Herz kommt zur Ruhe.
In sie konnte ich mich sehr gut hineinversetzen und mit Ihnen fühlen.
Auch sie haben so einiges zu meistern und Entscheidungen müssen getroffen werden.
Diese Charaktere sind authentisch, lebendig und einfach greifbar.
Nein es geht nicht nur um Liebe in den unterschiedlichsten Formen.
Liebe , die aus tiefstem Herzen entsteht.
Es geht um Akzeptanz und Loyalität.
Und vor allem geht es um Freundschaft.
Freundschaft , die den rettenden Anker bedeuten kann.

Das Finale hat mir einiges abverlangt.
Ich war wirklich den Tränen nah.
Man empfindet Schmerz , spürt die innere Zerrissenheit und auch die Sehnsucht, die in allem steckt.
Mit sehr viel Feingefühl und Sanftheit kehrt Mona Kasten das Innerste nach Außen und bringt damit alles zum bröckeln.
Ein Finale das unerwartet wendungsreich ist und so voller Emotionen.
Ich mochte den Verlauf so gern und dabei schafft es die Autorin auch noch neue Wahrheiten zu offenbaren.
Die einfach pure Sprachlosigkeit auslösen.
Ich war richtig geschockt und absolut baff. Damit habe ich nie im Leben gerechnet.
Das Ende war für mich stimmig.
Alle Fragen wurden mir beantwortet und zugleich wird genug Platz für eigene Interpretationen gelassen.
Ich hätte gern noch gewusst , wie es mit einer bestimmten Person weitergeht.
Denn ich war voller Hoffnung.
Hoffnung auf Veränderung.

Nichtsdestotrotz liebe ich diesen Abschluss , der auch in gewisser Hinsicht nachdenklich stimmt.
Schade , daß es nun vorbei ist.

Fazit:
Maxton Hall ich werde dich vermissen.
Ich liebe diesen Band. Er gehört zu den besten der gesamten Trilogie.
Ruby und James. Hach und ganz besonders Percy.
Mona Kasten gelingt eine spannungsgeladene Handlung , die wütend und glücklich zugleich macht.
Die berührt und einfach mehr zeigt , als man auf den ersten Blick sieht.
Mein Herz hat so unglaublich gelitten und ich war so fassungslos und wütend , das ich die Wände hätte hochgehen können.
Ich liebe es.
Ich freue mich schon sehr auf weitere Projekte der Autorin.

Veröffentlicht am 20.06.2018

Der elfte Fall für Rizzoli & Isles nimmt schnell ungeahnte Ausmaßen an

Der Schneeleopard
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Ich war wahnsinnig gespannt auf den elften Fall von Rizzoli und Isles.
Der Klappentext klang recht viel versprechend.
Und der Aufbau ist wirklich gut gemacht.
Denn wir erfahren zunächst erstmal von den ...

Ich war wahnsinnig gespannt auf den elften Fall von Rizzoli und Isles.
Der Klappentext klang recht viel versprechend.
Und der Aufbau ist wirklich gut gemacht.
Denn wir erfahren zunächst erstmal von den Geschehnissen die in Botswana gespielt haben, aus der Sicht von der einzigen Überlebenden von damals.
Dann geht alles im Wechsel. Immer mal wieder Boston und dann wieder Botswana.
In Boston geschieht ein bestialischer Mord an einem Jäger und Tierpräparator.
Schnell zieht die Polizei die Verbindung zu den vermissten Menschen bei der Safari in Botswana.
Doch was haben die beiden Ereignisse miteinander zutun?
Wenig später tauchen noch mehr Leichen auf und der Fall nimmt ungeahnte Ausmaße an.
Während Jane und Maura weiter ermitteln, kommen sie langsam dem Täter auf die Spur.
Aber man tappt die ganze Zeit im Dunkeln.
Richtig spannend wird es gegen Ende, mir haben sich richtig die Nackenhaare aufgestellt.
Am Ende sind alle Fäden zusammen gelaufen.
Und ich war doch überrascht, damit hätte ich nicht gerechnet.
Aber ich hab auch nicht angenommen, dass sie vorher die richtigen Schlüsse gezogen haben.
Aber auch in Mauras und Janes Privatleben geht es nicht grad einfach zu.
Das Verhältnis von Maura und Jane wirkt auch etwas unterkühlt, nicht wirklich greifbar. Als würden sie sich immer mehr voneinander entfernen.
Jede von Ihnen, hat so ihr eigenes Päckchen zu tragen.
Aber das Privatleben läuft eher nebenbei.
Im zentralen Punkt steht der Fall.
Gut gefallen hat mir, dass nicht klar war, um was für eine Art von Mordfall es sich handelt.
Zwischendrin wurde man auch immer mal wieder auf falsche Spuren gelockt, was das ganze noch spannender machte.
Gut hat mir auch gefallen, wie man die Geschehnisse in Botswana geschildert hat. Es war kühl, aber auch emotional.
Dieser Aspekt des Buches, hat mich besonders gefesselt.
Eine Safari in der man nicht weiß wo die Gefahr lauert.
Die Darstellung der Überlebenden hat mir gut gefallen, sie wirkte authentisch auf mich und ihre Ängste und die Trostlosigkeit der Situation waren förmlich spürbar.
Der Mordfall an sich wurde auch sehr gut geschildert. Die verschiedenen Ermittlungsmethoden, die uns immer mal wieder verwirren.
Man weiß mitunter oft nicht, was man denken soll und das macht diesen Teil so gut.
Kurz gefasst: Man kann die Gefahr nicht sehen , aber sie ist da.
Nicht zu greifen und dennoch präsent.
Ich konnte mich sehr gut in dieses Buch reinfühlen. Maura und Jane hatten meine Emotionen voll im Griff.
Bei einigen Szenen wurde ich auch recht nachdenklich.
Wie üblich erfahren wir hier auch die Sicht von Jane und Maura , das macht sie wie immer, einfach greifbarer.
Aber auch Perspektive von der Überlebenden von damals war gut, sie bekam dadurch ein Gesicht und Persönlichkeit und man konnte sich sehr gut in sie reinfühlen.
Alles in allem ein Fall, in dem nichts so ist wie es scheint.
Der Schreibstil der Autorin ist wie üblich sehr locker und fließend, ich war in einem Rutsch durch.
Die einzelnen Kapitel haben mittlere Länge.
Mir haben aber auch die Beschreibungen und Eindrücke der Umgebung sehr gut gefallen. Die Empfindungen der einzelnen Personen wurden sehr gut rübergebracht.
Ein Stück hat es uns auch den Zauber den Südafrika ausmacht, nähergebracht.
Auch die Faszination die, diese Tierarten ausmacht, wurden sehr eindrucksvoll geschildert.
Die Charaktere wirkten allesamt authentisch auf mich.
Das Cover sowie der Titel passen sehr gut zum Buch.

Veröffentlicht am 19.06.2018

Wow was für ein gewaltiger und alles zerfetzender Auftakt

Schwestern der Wahrheit
1

Dem Erscheinen dieses Buches habe ich wahnsinnig entgegengefiebert. Das Cover hat mich jetzt zwar nicht so sehr umgehauen, obwohl es wirklich sehr schön ist. Nein, es war der Klappentext der mich so fasziniert ...

Dem Erscheinen dieses Buches habe ich wahnsinnig entgegengefiebert. Das Cover hat mich jetzt zwar nicht so sehr umgehauen, obwohl es wirklich sehr schön ist. Nein, es war der Klappentext der mich so fasziniert hat und ich wollte, musste mehr darüber erfahren.
Der Einstieg gestaltete sich für mich jedoch gar nicht mal so einfach. Was vielleicht auch an den ungewöhnlichen Namen liegt und an dem ganzen Szenario ansich.
Nachdem ich jedoch meine Eingewöhnungszeit hatte, die leider auch ein paar Längen beinhaltete.
Konnte ich mich mich fallenlassen, verstehen und verinnerlichen.
Vor allem Safi und Iseult haben mich im wahrsten Sinne des Wortes wahnsinnig gemacht. Aber das nicht im negativen Sinne. Sie haben mich mitgerissen mit ihrer ganzen Verzweiflung, ihrem Schmerz und auch stellenweise mit ihrer Wut. Es ist wahrlich ein Orkan der mich hier erwartet hat und das will schon einiges heißen. Man begreift ihre Emotionen nicht nur, man spürt sie, ganz tief drinnen und das sorgt dafür, daß man es selbst spürt.
Die Magie der beiden empfand ich als sehr faszinierend, aber es ist auch nicht ungefährlich, was sie in sich tragen.
Safi und Iseult sind zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, jedoch beide auf ihre Art und Weise sehr interessant und vor allem liebenswert. Bei Safi merkt man die ganze Leidenschaft, ihre Stärke und ihr Mut. Bei Iseult dagegen ist es gerade die Verletzlichkeit die mich enorm berührt hat.
Ich hab mich immer gefragt, ob sie es schaffen werden, das ganze zu bestehen. Aber auch , ob es sie am Ende nicht zerbrechen oder gar zerstören würde.
Im Laufe des Buches machen beide eine enorme Entwicklung durch, die mir wirklich sehr gut gefallen hat. Man lernt sie immer besser kennen und begreift was sie antreibt, was sie fühlen und was sie im Endeffekt sind.
Dieses Buch lässt sich nur mit einem Wort beschreiben: Magie. Und diese ist gewaltig wie ein Orkan, man kann sich ihr nicht entziehen, man muss sich ihr stellen und sich mitreißen lassen.
Besonders die verschiedenen Arten der Magie fand ich interessant und faszinierend. Sie zu tragen ist nicht ungefährlich, führt aber auch dazu , daß man viel Macht hat. Macht , die andere wollen.
Der erste Band besticht vor allem dadurch, daß sehr viel Eindrücke auf einen einstürmen, man zunächst brauch um die komplette Komplexität und überhaupt das Geschehen zu begreifen.
Dabei geht es gewaltig, actionreich und ziemlich emotional zu.
Besonders die Emotionen haben mich zu Boden gerungen, ich habe so unsäglich mitgefiebert und mitgezittert, das ist wirklich unglaublich.
Dabei lernt man auch sehr interessante und vielschichtige Charaktere kennen. Besonders Evrane, Aeguan und Merik haben mich ergriffen.
Aber auch die Seefüchse empfand ich als sehr interessant.
Hier warten viele Gefahren, Erlebnisse und Eindrücke auf die Charaktere, die sie am Ende alles kosten können.
Sie müssen viel aufbringen um sich dem ganzen entgegenzustellen und es zu bewältigen.
Dabei wachsen sie über sich hinaus und zeigen mehr von sich.
Aber auch die Zwischenmenschlichkeirt kommt hier nicht zu kurz, was mir ein warmes Gefühl und ziemlich viel Herzklopfen beschert hat.
Die Wendungen die hier miteingewoben wurden , sind wirklich gut gelungen und haben mir so manches Herzklopfen verpasst.
Als Einstieg in diese Reihe ist es wirklich gut gelungen, schade das ich jedoch am Anfang etwas brauchte um hineinzukommen.
Es bleiben noch Fragen offen, aber ich hoffe im nächsten Band mehr darünber zu erfahren.
Ich bin schon sehr gespannt wie es weitergeht.

Hierbei erfahren wir zum größten Teil die Perspektiven von Safi, Iseult, Aeduan und Merik. Das verschafft ihnen mehr Raum und Tiefe und macht sie einfach präsenter.
Man schließt die Charaktere ins Herz und liebt oder liebt sie einfach nicht. Denn es gibt auch welche, die mich einfach nur unsagbar wütend gemacht haben.
Die Nebencharaktere sind gut gezeichnet, ausdrucksstark und nehmen völlig für sich ein.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind gut nachvollziehbar gestaltet.
Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten. Besonders die Karte im inneren des Buches hat mir sehr gut gefallen.
Der Schreibstil ist intensiv und fließend, aber auch mitreißend und bildgewaltig gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches.

Fazit:
Wow was für ein gewaltiger und alles zerfetzender Auftakt.
Ich bin berührt, fasziniert und vollkommen geflasht von der ganzen Magie, den Charakteren und dem Setting.
Ein Auftakt der definitiv Lust auf mehr macht.
Gewaltig, unheimlich magisch und absolut adrenalingeladen.
Eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 23.05.2018

Ein Auftakt der mich wirklich gepackt und nicht mehr losgelassen hat

Fesseln in der Finsternis
1

Bei “Fesseln in der Finsternis” handelt es sich um den ersten Band der “Dark Duet” Trilogie. Es ist mein zweites Buch aus der Dark Romance Reihe des Festa Verlages.
An dieser Stelle mein riesengroßes ...

Bei “Fesseln in der Finsternis” handelt es sich um den ersten Band der “Dark Duet” Trilogie. Es ist mein zweites Buch aus der Dark Romance Reihe des Festa Verlages.
An dieser Stelle mein riesengroßes Dankeschön an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise.

Anfangen möchte ich mit dem Titel, denn dieser ist mehr als passend gewählt. Dabei spezialisiert man sich nicht ausschließlich auf die sichtbaren Fesseln. Das ganze geht viel weiter und gerade durch sein Facettenreichtum ist es einfach die richtige Wahl. Denn Fesseln sowie Finsternis können so viel mehr bedeuten, als es auf den ersten Blick scheint.
Dabei zaubert die Autorin auch eine sehr düstere, gewaltige und geheimnisvolle Atmosphäre, die in mir sofort den Wunsch erweckte, die Finsternis durchbrechen zu wollen.
Sie schreibt sehr fließend, einnehmend und bildhaft. Was mich vor allem bei letzterem vor einige Herausforderungen stellte und meine Emotionen völlig durcheinanderbrachte.

Es ist Erotik, ganz klar. Und doch ist es viel mehr als das. Man lernt die Menschen dahinter kennen. Sie sind nicht nur hart, unbeugsam und vermeintlich zu keiner Empathie fähig. Man muss sie ergründen und in sich aufnehmen und erst dann, versteht man, was sie wirklich verkörpern.
In dieser Geschichte geht es um Caleb und Livvie. Zwei sehr ausdrucksstarke und unterschiedliche Charaktere. Sie sind so unterschiedlich, das sie sich schon wieder auf unfassbar gute Art und Weise gleichen. Es gibt eine Verbindung. Sie ist zart, hauchdünn und doch ist sie feslenfest verankert.
Livvie ist ein sehr berührender Charakter. Sanft, zerbrechlich und mit einigen Geheimnissen ausgestattet, schürt sie das Interesse immens.
Caleb dagegen ist unheimlich hart und grob in seiner Art. Aber dennoch gibt es eine Seite an ihm, die es nicht ist. Die zeigt, wer Caleb wirklich ist.
Doch wie zerbrochen sind diese beiden Menschen wirklich?
Wird Caleb tatsächlich seinen Plan durchziehen oder endet es ganz anders als vermutet?
Wirklich toll fand ich hier beide Perspektiven, da sie sich perfekt ergänzen und zudem mehr Raum und Tiefe für beide Charaktere schaffen.

Am Anfang brauchte ich etwas um hineinzufinden. Es geht schnell ziemlich heftig zur Sache. Mein Entsetzen und meine Sprachlosigkeit hätte nicht größer sein können. Ich habe unsagbar mit Livvie gelitten und ihre Emotionen in mir aufgenommen.
Es ist sicher nicht einfach, was uns hier präsentiert wird. Aber dennoch schafft es gleich einen viel größeren Raum für das , was danach kommt.
Denn oft ist es keinesfalls so, wie es zunächst scheint. Es gilt einige Mauern zu durchbrechen um zu sehen, was tatsächlich dahintersteckt.
Die Erotik ist ansprechend und hat mir teilweise wirklich Gänsehaut verursacht. Die gewählte Sprache passt sich den Situationen an und wirkt daher auch nicht plump.
Die Handlung dahinter hat mich einiges gekostet. Es kam nicht sofort. Es geschah nach und nach.
Dabei geht es nicht um das, was tatsächlicht passiert. Sondern um das, was dahinterschwelt.
Man erfährt Dinge, die einem wirklich den Boden unter den Füssen wegziehen. Teilweise musste ich wirklich innehalten und erstmal darüber nachdenken. Denn es ist schmerzhaft und wirklich kaum zu Glauben, welche Abgründe hier zugrunde liegen und doch ist es gleichzeitig sehr glaubhaft.
Dadurch kommt man den Charakteren näher, ob man möchte oder nicht.
Man ist ihnen hilflos ausgeliefert, als hätte man einfach keine Wahl.
Man kann sich in sie hineinversetzen, fühlen , was sie ausmacht und in ihr Innerstes vordringen.
Ich bin ehrlich, dieser Auftakt hat mich wirklich erschüttert und wahnsinnig berührt. Was nicht nur an den Hintergründen liegt. Es liegt vor allem an den wunderbar ausgearbeiteten Charakteren die enorm vielschichtig gestaltet sind. Dadurch überraschen sie immer wieder.
Glaubt man in einem Moment noch, es zerbricht alles, so taucht im nächsten Moment von irgendwoher Stärke auf und reißt das komplette Blatt in eine andere Richtung.
Die Wendungen die hier eingewoben wurden, waren sehr gut platziert und haben neben Sprachloligkeit und Entsetzen, auch weitere wichtige Dinge aufgezeigt.
Dinge die im ersten Moment kaum annehmbar sind, aber doch zeigen, das die Welt ganz anders ist, als man oftmals meint.
Es gibt Momente voller Zärtlichkeit und auch ein Hauch Romantik kommt zum Zuge, was man einfach ganz tief drinnen spürt, wenn man sich diesem Werk hingibt.
Es wird nicht beschönigt oder verklärt. Ehrlichkeit ist hier oberstes Gebot und das ist ein weiterer wichtiger Aspekt im Laufe der Handlung. Die Fäden werden so geschickt gesponnen, das man keinen Moment verpassen möchte und immer wieder nach mehr verlangt.
Es ist keine klassische Entführer Story, bei der die Rollen klar verteilt sind. Ich hatte fast das Gefühl, die Handlung entwickle sich selbstständig weiter, als hätte sie ein Eigenleben entwickelt.
Auch bei den Charakteren ist die Entwicklung deutlich spürbar.
Die Gewaltszenen sind eher leichter Natur und nicht so immens ausgeprägt, was bei einem Buch aus dem Verlag doch etwas überrascht. Der wahre Schmerz liegt in der Psychologie verborgen und reißt gerade deswegen so unheimlich mit.
Am Ende entfuhr mir ein “Oh, oh”, was heißt, das ich mich jetzt immens auf die Fortsetzung freue und gespannt bin, wie es sich weiterentwickeln wird.
Denn es geht hier keinesfalls nur um Rache.
Es geht um mehr, es geht um die Seele, das ganze Sein. Sich dem zu stellen, was man in sich selbst verschließt. Und vielleicht zerbricht man manchmal daran, aber vielleicht gewinnt man so auch an ungeahnte Stärke.
Schlussendlich hat mich dieser erste Band wirklich gepackt und nicht losgelassen.
Er ist so unglaublich abwechslungsreich und berührend, das es mich wirklich elektrisiert hat.
Ich bin defintiv gespannt auf mehr.
Perfekt als Einstieg in dieses Genre.

Fazit:
Mit dem ersten der Dark Duet Trilogie punktet die Autorin mit sehr ausdrucksstarken und herausragenden Charakteren, die mehr als einmal mit ihrer Art überraschen.
Die Handlung bringt an die Grenzen, ohne Frage. Aber sie ist auch abwechslungsreich, explosiv und unglaublich berührend. Daneben werden ernste Themen eingestreut, die mich teilweise wirklich erschüttert und sprachlos gemacht haben.
Ein Auftakt der mich wirklich gepackt und nicht mehr losgelassen hat.
Unbedingt mehr davon.