Cover-Bild Die Witwe
Band 4 der Reihe "Washington Poe und Tilly Bradshaw ermitteln"
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Droemer eBook
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Polizeiarbeit
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 01.01.2026
  • ISBN: 9783426284599
M. W. Craven

Die Witwe

Kriminalroman | Band 4 der britischen Bestseller-Krimi-Reihe - Washington Poe & Tilly Bradshaw sind Kult!
Marie-Luise Bezzenberger (Übersetzer)

Ein Mord, bei dem nichts ist, wie es scheint
Endlich auf Deutsch: Band 4 der »beste[n] britische[n] Krimi-Reihe, die es aktuell gibt.« Thomas Gisbertz, krimi-couch
DS Washington Poe ist irritiert, als er wegen eines Mordes zu einem Hinterhof-Bordell in Carlisle gerufen wird: Normalerweise jagt er Serienmörder – hier scheint ein Streit mit einem Zuhälter eskaliert zu sein. Seltsam ist, dass eine kleine Keramikfigur in Gestalt einer Ratte fehlt und jemand aus dem Ermittlerteam der Dieb sein muss. Denn auf einem Foto der Spurensicherung ist die Figur eindeutig zu erkennen.
Poes Teamkollegin, die geniale Analytikerin Tilly Bradshaw erinnert sich an einen ungeklärten und etliche Jahre zurückliegenden Banküberfall, bei dem nichts entwendet wurde, stattdessen aber eine Ratten-Keramikfigur vor dem Tresor zurückgelassen wurde. Warum? Und wer steckt hier dahinter?
Als Poe und Tilly Bradshaw tiefer in die Ermittlungen eintauchen, wird der Fall immer verzwickter und plötzlich ist auch der MI5 mit von der Partie...
Preisgekrönter Kult-Krimi aus England
»Die Witwe« wurde als bester Thriller des Jahres mit dem CWA Ian Fleming Steel Dagger ausgezeichnet. In Deutschland hat M. W. Craven mit seinen intelligenten Krimis, die verzwickte Fälle mit schwarzem Humor verbinden, die SPIEGEL-Bestseller-Liste erobert.
Die Fälle von DS Washington Poe und der sozial unbeholfenen, aber technisch brillanten Tilly Bradshaw erscheinen in folgender Reihenfolge:

- Der Zögling
- Der Gourmet
- Der Kurator
- Die Witwe
- Der Botaniker

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2026

Spannend, komplex, überraschend

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Detective Sergeant Washington Poe, spezialisiert auf Seriengewaltverbrecher, und seine Kollegin Tilly Bradshaw, hochintelligente Analytikerin, werden vom MI5 zur Ermittlung eines Mordes in einem geheimen ...

Detective Sergeant Washington Poe, spezialisiert auf Seriengewaltverbrecher, und seine Kollegin Tilly Bradshaw, hochintelligente Analytikerin, werden vom MI5 zur Ermittlung eines Mordes in einem geheimen Bordell abgeordnet. Der Tote war akkreditierter Hubschrauberpilot bei einem anstehenden internationalen Handelsgipfel in der Nähe. Poe und Bradshaw müssen mit einer Mitarbeiterin des MI5 sowie des FBI zusammenarbeiten. Erstere ist für die Organisation und Sicherheit des Gipfels verantwortlich, die Zweite für die Prüfung der Sicherheit für die amerikanischen hochkarätigen Teilnehmer zuständig. Steht der Mord im Zusammenhang mit dem Gipfel oder ist der Grund im Milieu zu finden? Merkwürdigerweise wird eine Keramikratte vom Tatort durch einen Mitarbeiter der Ermittlungsbehörden entwendet. Obendrein ist dies nicht die einzige Keramikratte am Schauplatz eines Mordes. Poe ermittelt zunächst widerstrebend, weil überhaupt nicht sein Spezialgebiet, dennoch akribisch und hartnäckig, zuweilen auch stur, ungeachtet aller Widerstände auch von höherrangigen Behörden.
Gleich vorweg: Für mich war es der erste Krimi von M. W. Craven. Anhand von kleinen Anmerkungen von Poe wird zwar klar, dass es nicht das erste Buch in einer Reihe ist, dies spielt für den Roman aber überhaupt keine Rolle, er ist in sich geschlossen.
Der Autor schreibt flüssig, temporeich und wortgewandt. Die verschiedenen Charaktere werden sehr authentisch und einfühlsam dargestellt. Ihre Dialoge wirken sehr realistisch, mal britisch humorvoll, mal wütend schimpfend … Die Geschichte lebt auch von dem Zusammenspiel konträrer Charaktere, auf menschlicher wie auch auf beruflicher Ebene. Allen vorweg das Ermittlungsteam Poe und Bradshaw: Poe, mit dem Charakter eines Herdenschutzhundes, Einzelgänger, eigenwillig, eigenständig und äußerst ungern gehorsam, aber stets beschützend gegenüber seinen „Liebsten“; Bradshaw, die überintelligente, hochbegabte, junge Analytikerin mit wenig Lebenserfahrung, die Poe jedoch zu händeln weiß. Trotz seiner Komplexität und seines „Spezialwissens“ (Militär, IT) ist der Roman sehr verständlich geschrieben. Vermeintlich fehlendes Fachwissen und Fachkenntnis des Lesers vermittelt der Autor durch die Dialoge zwischen den Kollegen, was dem Ganzen mehr Leichtigkeit verleiht und den Roman nicht überfrachtet.
Sehr überzeugt haben mich die Darstellungen der unterschiedlichen psychischen Abgründe sowie des Militärs einschließlich der militärischen Handlungen. Ich hatte immer das Gefühl, der Autor weiß sehr genau, weit über gute Recherche hinaus, wovon er schreibt. Ein Blick in seine Biografie hat dies auch bestätigt. Er war selbst, wie sein Protagonist Poe, zehn Jahre bei den Black Watch, einem schottischen Infanterieregiment und anschließend nach einem Sozialpädagogikstudium lange Zeit als Bewährungshelfer tätig.
Ich war überrascht, dass die Geschehnisse letztendlich im Bereich des Militärs angesiedelt waren. Dies war der Buchbeschreibung nicht zu entnehmen, entspricht aber dem Verlauf des Buches. Nichts ist wie es anfangs scheint, es gibt immer neue Wendungen. Die Geschichte ist sehr gut konstruiert und wirkt alles andere als realitätsfremd. Mal ist sie temporeich, mal tritt sie etwas auf der Stelle, weil nicht immer die nötigen Hinweise leicht zu ermitteln sind. Der Spannungsbogen bleibt dennoch durchgehend aufrechterhalten.
Das Buch hat mich absolut begeistert. Die ständigen Wendungen wirken überhaupt nicht wie auf dem Reißbrett entworfen, sondern entwickeln sich logischerweise mit jedem neuen Puzzlestück und ergeben zum Schluss ein logisches Ganzes. Der Autor beherrscht die Kunst des Schreibens, weiß er doch, wie man schwerere Kost und komplexes Wissen dem Leser leichter näherbringt.
Ich werde zeitnah auch alle anderen Bände lesen!

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Das Buch fesselte mich von der ersten bis zur letzten Seite

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DS Washington Poe steht mal wieder vor Gericht. Nein, nicht als Zeuge, sondern als Angeklagter. Die Verhandlung steht kurz vor dem Abschluss, also der Urteilsverkündung. Plötzlich stürmen zwei Männer zum ...

DS Washington Poe steht mal wieder vor Gericht. Nein, nicht als Zeuge, sondern als Angeklagter. Die Verhandlung steht kurz vor dem Abschluss, also der Urteilsverkündung. Plötzlich stürmen zwei Männer zum Richtertisch und reden mit dem Richter. Der vertagt die Verhandlung und Poe muss gemeinsam mit den beiden Männern den Saal verlassen. Er soll einen Mord aufklären. Wobei ihm absolut nicht klar ist, warum er damit behelligt wird. Für ihn ist es eindeutig eine Tat im Milieu von Prostituierten und ihren Kunden.

"Die Witwe" ist also der vierte Band einer Reihe, in der Poe und Bradshaw die Hauptrolle übernommen haben. Washington Poe gefiel mir sehr gut. Er schert sich nicht um Vorschriften und hat eine gute Spürnase. Und seine Partnerin Bradshaw ist phänomenal. Das Buch hielt mich von der ersten bis zur letzten Seite in Atem. So viele falsche Fährten und Wendungen wurden geschickt platziert. Dass der Autor in der britischen Armee diente, merkt der Leser recht schnell. So fachkundig erklärt er sämtliche Zusammenhänge, die mit Soldaten und deren Aufgaben zu tun haben.

Es war mein erstes Buch um Washington Poe. Dass ich auch ohne Vorkenntnisse direkt in die Story eintauchen konnte liegt daran, dass die vorherigen Bücher nicht im Zusammenhang mit dem aktuellen Fall stehen. Bis auf einige Episoden aus dem privaten Umfeld. Trotzdem, auch wer mit diesem Band sowohl Autor als auch Ermittler kennenlernen möchte, kann der Handlung problemlos folgen.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Eine verzwickte Spurensuche mit Poe und Tilly

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Ich habe „Die Witwe“ insgesamt sehr gern gelesen, auch wenn der Einstieg erst mal unspektakulär wirkt. Gerade das hat mich aber neugierig gemacht, weil sich der Fall nach und nach immer weiter aufblättert. ...

Ich habe „Die Witwe“ insgesamt sehr gern gelesen, auch wenn der Einstieg erst mal unspektakulär wirkt. Gerade das hat mich aber neugierig gemacht, weil sich der Fall nach und nach immer weiter aufblättert. Was anfangs wie ein klarer Mord aussieht, entwickelt sich Schritt für Schritt zu etwas deutlich Größerem. Ich mochte besonders, dass man lange miträtselt und nicht sofort ahnt, wohin die Reise geht. Poe und Tilly funktionieren für mich wieder richtig gut als Team und bringen mit ihrer Art genau die Mischung aus Ernst und trockenem Humor mit, die ich an der Reihe mag.
Zwischendurch musste ich mich schon konzentrieren, weil viele kleine Hinweise eine Rolle spielen und nichts einfach so nebenbei passiert. Dafür wird man am Ende aber mit einer schlüssigen und cleveren Auflösung belohnt. Für mich ist das kein schneller Nebenbei Krimi, sondern ein Buch, bei dem man dranbleiben will und auch soll. Insgesamt eine spannende Fortsetzung, die mich gut unterhalten hat und mir Lust auf weitere Fälle mit Poe und Tilly gemacht hat.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Packend, spannend, überraschend und sehr unterhaltsam

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DS Washington Poe will die Gerichtsverhandlung um den verlangten Rückbau seiner Schäferhütte im Lake District National Park genießen, diesmal als Beschuldigter, nicht als Zeuge, und mit der brillanten ...

DS Washington Poe will die Gerichtsverhandlung um den verlangten Rückbau seiner Schäferhütte im Lake District National Park genießen, diesmal als Beschuldigter, nicht als Zeuge, und mit der brillanten Analytikerin Tilly Bradshaw an seiner Seite als Verteidigerin, doch unvermittelt werden beide abgerufen, um den Tod eines Hubschrauberpiloten in einem verlassenen Bordell in Carlisle aufzuklären. Da in Carlisle ein Wirtschaftsgipfel mit hochrangigen Teilnehmern bevorsteht, sind auch der MI5 und das FBI, vertreten durch Agent Melody Lee, beteiligt. Lee hat Poe als Ermittler angefordert, weiß sie doch vom vorhergehenden Fall um den Kurator, dass Poe keine Angst hat, jemandem auf die Füße zu treten, Politik ihn nicht kümmert und er sich von niemandem aufhalten lässt, wenn er sich in eine Ermittlung verbissen hat.

M. W. Craven schreibt aus Poes Perspektive lebendig, bildhaft und mit trockenem Humor, Poes Dialoge, besonders seine Gespräche mit der bei Aufregung immer noch sozial unbeholfenen Tilly, sind oft witzig und sehr unterhaltsam. Alle Charaktere werden authentisch und vielschichtig dargestellt, ihre Motive sind psychologisch glaubhaft.

Poes Hintergrund und Tillys Entwicklung, sein abgelegenes Heim in Cumbria, seine befreundete, noch krankgeschriebene Vorgesetzte DI Flynn werden angesprochen, das rekapituliert den Stand der Dinge für Leser, die bereits Bücher der Reihe kennen und macht Neueinsteiger neugierig auf die Vorgängerbände.

Die unerschütterliche Freundschaft und grandiose Zusammenarbeit von Poe und Bradshaw hat mir viel Spaß gemacht, Tilly gleicht Poes fehlendes technisches Wissen aus und beschafft Informationen schnell und fraglos, er kann sich hundertprozentig auf sie verlassen. Und Poe stärkt Tillys soziale Kompetenz und ihr Selbstvertrauen.
Ich habe die spannenden Ermittlungen und ihre oft überraschenden Ergebnisse fasziniert verfolgt, Poes unerschrockene Hartnäckigkeit und Akribie bewundert, mit der er jeder noch so kleinen Spur nachgeht, obsessiv alle Fragen beantwortet haben will. Craven hat einen clever konzipierten und gut recherchierten Thriller geschrieben, der mich mit seiner Komplexität und vielen unerwarteten Wendungen gefesselt und bis zum Schluss bestens unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Ratten

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Ein Toter in einem schmuddeligen Bordell – was soll Serienmörderjäger DS Washington Poe da ausrichten? Aber nicht umsonst werden er und die sehr spezielle Analytikerin Tilly Bradshaw hinzugezogen, um diesen ...

Ein Toter in einem schmuddeligen Bordell – was soll Serienmörderjäger DS Washington Poe da ausrichten? Aber nicht umsonst werden er und die sehr spezielle Analytikerin Tilly Bradshaw hinzugezogen, um diesen Fall aufzuklären. Rasante Ermittlungen sorgen wieder für ein großartiges Lesevergnügen.

Ein skurriler Gerichtstag wird zum ungünstigsten Zeitpunkt unterbrochen, um Poe und Bradford zu „entführen“. Der Mord an einem Freudenhausbesucher erweckt Aufmerksamkeit, warum ist der ehemalige Pilot hier „abgestürzt“? Bald sind Ermittler von FBI und MI5 dem Täter auf der Spur und Tilly erkennt Verbindungen zu einem ehemaligen Bankraub, bei dem nichts gestohlen, dafür aber eine Ratte am Tatort hinterlassen worden ist. Und auch nun ist es eine Ratte, welche erste Hinweise liefert. Chaotisch und gerade deshalb so genial, verläuft die Suche nach der Wahrheit, denn Washington und Tilly sind alles andere als normale Kriminalisten. Gewitzt und klug nähert man sich den tatsächlichen Gegebenheiten an, muss nicht nur einmal den Kurs wechseln und sich aus einer Sackgasse manövrieren. Großartige Charakterzeichnungen und ein eloquenter Schreibstil lassen das Ausheben des Rattennestes zum wahren Vergnügen werden.

Eine bestens durchdachte Handlung, welche verstrickt dargestellt wird und schlussendlich lückenlos aufgelöst wird. M. W. Craven ist stets Garant für Spannung auf hohem Niveau, daher auch diesmal eine Leseempfehlung!