Cover-Bild Tödliche Nachlese
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Draupadi
  • Themenbereich: Belletristik
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 316
  • Ersterscheinung: 05.01.2026
  • ISBN: 9783949937064
Matthias Melich

Tödliche Nachlese

Der nächste Putt könnte der letzte sein
An einem kalten und nassen Novembermorgen liegt vor der Pfarrkirche des beschaulichen Weinortes Malsch eine mit Nadeln durchsiebte Puppe. Ist der schaurige Fund ein Überbleibsel der feuchtfröhlichen Karnevalseröffnung, die am Abend zuvor im Pfarrheim stattfand, oder steckt mehr dahinter? Gibt es in Malsch vielleicht Anhänger eines dunklen Voodoo-Kults, die nachts schwarze Messen rund um die Pfarrkirche zelebrieren? Oder hat die Puppe mit einer Mordserie zu tun, die die friedliche Wallfahrtsgemeinde im Kraichgau vor Jahren bis ins Mark erschütterte? Tobias Stetten ist sich anfangs sicher, dass dem grausigen Fund keine tiefere Bedeutung zukommt. Doch als ein Freund bei einem mysteriösen Autounfall ums Leben kommt und Tobias urplötzlich den heißen Atem eines rätselhaften Verfolgers im Nacken spürt, der den Familienvater sogar beim Golfen bedroht, wird Tobias klar, dass sein Leben an einem seidenen Faden hängt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2026

Sehr intelligente Geschichte

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Tödliche Nachlese ist ein atmosphärischer Regionalthriller, der den beschaulichen Kraichgau in eine Bühne für Angst, Schuld und Vergeltung verwandelt. Matthias Melich gelingt es, die idyllische Kulisse ...

Tödliche Nachlese ist ein atmosphärischer Regionalthriller, der den beschaulichen Kraichgau in eine Bühne für Angst, Schuld und Vergeltung verwandelt. Matthias Melich gelingt es, die idyllische Kulisse rund um Malsch und die Weinberge Baden-Württembergs mit einer stetig wachsenden Bedrohung aufzuladen. Schon der Auftakt mit der von Nadeln durchstochenen Puppe vor der Kirche erzeugt ein beklemmendes Gefühl, das sich durch den gesamten Roman zieht.
Besonders stark ist die Mischung aus klassischem Krimi und psychologischem Thriller. Die Handlung entwickelt sich nicht nur über die Ermittlungen, sondern vor allem über die innere Unsicherheit der Hauptfigur Tobias Stetten. Er wirkt angenehm menschlich: kein überzeichneter Superheld, sondern ein Familienvater, der zunehmend merkt, dass ihn seine Vergangenheit einholt. Dadurch entsteht echte Spannung, weil die Gefahr jederzeit greifbar bleibt.
Melich beschreibt die Schauplätze sehr detailreich, ohne dabei langatmig zu werden. Gerade Leserinnen und Leser, die regionale Krimis mögen, werden die authentische Atmosphäre schätzen. Golfplätze, Weinorte, Pfarrkirchen und ländliche Straßen werden nicht bloß Kulisse, sondern Teil der Handlung. Das verleiht dem Roman eine ungewöhnliche Eigenständigkeit.
Der Schreibstil ist flüssig und filmisch. Die Kapitel enden oft mit kleinen Cliffhangern, wodurch man schnell weiterlesen möchte. Manche Nebenfiguren hätten zwar etwas mehr Tiefe vertragen können, doch insgesamt funktioniert das Zusammenspiel der Charaktere gut. Besonders gelungen sind die Szenen, in denen sich die Bedrohung langsam zuspitzt und Tobias nicht mehr weiß, wem er trauen kann.
„Tödliche Nachlese“ überzeugt vor allem durch seine dichte Stimmung und die gelungene Verbindung von regionalem Flair und moderner Thriller-Spannung. Wer intelligente Spannung mit lokalem Kolorit mag, findet hier einen packenden Krimi, der sich angenehm von
austauschbaren Standardthrillern abhebt.

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Tödliche Nachlese

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An einem nebligen Novembermorgen findet die Mesnerin vor der Kirchentür eine Puppe, die mit Nadeln durchstochen scheint. Sofort denkt sie an den Mord vor einem Jahr, als an der gleichen Stelle die Leiche ...

An einem nebligen Novembermorgen findet die Mesnerin vor der Kirchentür eine Puppe, die mit Nadeln durchstochen scheint. Sofort denkt sie an den Mord vor einem Jahr, als an der gleichen Stelle die Leiche einer toten jungen Frau gelegen ist. Als der Lektor Tobias dazu kommt, denkt er zuerst an einen schlechten Scherz, denn die Faschingsgesellschaft hatte einen Tag zuvor feuchtfröhlich den Faschingsbeginn begossen. Doch die Vermutung der Mesnerin klingt in ihm nach und plötzlich fühlt er sich verfolgt und beobachtet. Als er dies seinem Tennispartner und Freund Dominik, einem Polizisten mitteilt, weist dieser es als Hirngespinst zurück. Tobias und Dominik hatten damals den Mörder der jungen Frau zur Strecke gebracht und nun meint Tobias, dass dessen Bruder sich an ihnen rächen will, der aber seit damals verschollen ist. Als dann noch ein Freund mit dem Auto von Dominik tödlich verunglückt ist klar, dass dies nicht mit rechten Dingen zugeht. Es kommt immer mehr zu recht seltsamen Vorfällen und man darf wirklich gespannt sein, wie es weitergeht. Der Autor knüpft hier direkt an den Vorgängerband an, aber durch kleine Zwischenberichte kann man auch dieses Buch für sich alleine lesen. Wir werden von einer sehr spannenden Situation in die nächste geführt, meint man, der Fall sei endgültig gelöst, erweist sich dies als Finte und es bleibt bis zur letzten Seite offen bis dann der große Showdown einsetzt. Es gibt hier immer wieder sehr brisante Situationen, die den Leser erschauern lassen, die Angst hält einen gefangen. Zwar ist anfangs die Schreibweise gewöhnungsbedürftig, aber nach den ersten Kapiteln hat man sich eingelesen. Auch sind zwischendrin einige Stellen etwas langatmig, ausschweifend und ermüdend, aber das wird dann bald wieder durch große Spannung und Gefährlichkeit aufgehoben. Das Cover ist sehr gut auf das Buch abgestimmt und sticht durch seine minimalistische und fast asketische Art heraus.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Ein atmosphärisch dichter Krimi über Geheimnisse, Schuld und unerwartete Wendungen

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Ein fesselnder Roman, der von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht. Mit feinem Gespür für Spannung und Atmosphäre entfaltet sich eine dichte, glaubwürdige Geschichte, die den Leser nicht ...

Ein fesselnder Roman, der von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht. Mit feinem Gespür für Spannung und Atmosphäre entfaltet sich eine dichte, glaubwürdige Geschichte, die den Leser nicht mehr loslässt.

Die Handlung ist klar strukturiert und logisch aufgebaut, sodass man unweigerlich miträtselt und immer wieder von unerwarteten Wendungen überrascht wird. Die Spannung zieht sich dabei wie ein roter Faden durch das gesamte Geschehen und hält das Niveau konstant hoch.

Die Figuren sind vielschichtig beschrieben, mit Ecken und Kanten versehen und dadurch bemerkenswert lebendig. Ihre Entscheidungen wirken nachvollziehbar und verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe.

Der Schreibstil ist flüssig, präzise und angenehm zu lesen, wodurch das Geschehen mühelos vor dem inneren Auge entsteht. Insgesamt ist „Tödliche Nachlese“ ein rundum gelungener Kriminalroman, der nachhaltig beeindruckt und uneingeschränkt empfehlenswert ist.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Rachefeldzug der besonderen Art!

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Das idyllische Weindorf Malsch hat sich gerade von einer Mordserie erholt, als auf den Stufen zum Hauptportal der Pfarrkirche eine mit Nadeln gespickte Puppe gefunden wurde.

Der Schreibstil war angenehm ...

Das idyllische Weindorf Malsch hat sich gerade von einer Mordserie erholt, als auf den Stufen zum Hauptportal der Pfarrkirche eine mit Nadeln gespickte Puppe gefunden wurde.

Der Schreibstil war angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Das Buch ist unterteilt in 5 Abschnitte, die in angenehme Kapitel unterteilt sind. Einzelne Passagen sind besonders gekennzeichnet, was die Geschehnisse intensiver macht. Die Geschichte war fesselnd und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Karneval, Wein und Kirche - das waren die 3 Grundfeste, die das Dorf zusammenhält. Agnieszka, die den sonntäglichen Messnerdienst erledigte, hatte die Puppe gefunden. Auch damals war sie es, die die Leiche entdeckt hatte - ebenfalls beim morgendlichen Rundgang um die Kirche. Tobias Stetten hatte den Karnevalsbeginn am Vortag ebenso ausgiebig gefeiert, wie der Pfarrer und der Elferrat. Dass er heute so verkatert den Lektorendienst übernehmen muss, passt ihm gar nicht. Er muss in Zukunft bei der Einteilung besser aufpassen!

Tobias konnte Agniezka etwas beruhigen, da es sich scheinbar um einen doofen Voodoo-Scherz handeln musste. Als er nach dem Gottesdienst nach Hause kam traf ihn die nächste tragische Nachricht: sein Kumpel Ingo hatte am Samstag Nachmittag einen tödlichen Unfall. Er hat bei bestem Wetter auf einer gut ausgebauten Straße die Kontrolle verloren, hat sich überschlagen und war sofort tot. Und dann hatte Tobias noch das Gefühl, beobachtet zu werden. Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, aber sein sechster Sinn ist angesprungen.

Ich habe den vorigen Band nicht gelesen, aber das hatte keinen Einfluss auf dieses Buch. Es ist also auch ohne Vorkenntnisse ein Leseerlebnis. Spannend, fesselnd, mit der richtigen Prise Humor und mit ungeahnten Wendungen. Die meisten Charaktere waren sympathisch und ich war durchgehend neugierig, was als Nächstes passiert und wie es weitergeht. Das Ende war überraschend, alles wurde aufgelöst und es blieben keine Fragen offen. Allerdings gehört das Buch für mich eher in das Genre Krimi als Thriller. Ich gebe diesem sehr guten Buch gerne sehr gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Für den guten Zweck!

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Im beschaulichen Weinort Malsch im Kraichgau wird vor dem KIrchenportal eine von Nadeln durchbohrte Puppe gefunden. Tobias Stetten misst dem Fund zunächst keine tiefere Bedeutung bei, doch als ein Tennis-Freund ...

Im beschaulichen Weinort Malsch im Kraichgau wird vor dem KIrchenportal eine von Nadeln durchbohrte Puppe gefunden. Tobias Stetten misst dem Fund zunächst keine tiefere Bedeutung bei, doch als ein Tennis-Freund bei einem mysteriösen Autounfall ums Leben kommt und er selbst sich verfolgt und bedroht fühlt, zieht er einen Zusammenhang zu einer Mordserie, die den Ort vor einigen Jahren in Atem hielt und an deren Aufklärung er maßgeblich beteiligt war. Sind er und sein Freund Dominik in Lebensgefahr durch den Bruder des ehemaligen Mörders, der seine Familie rächen will?

"Tödliche Nachlese" ist der Nachfolgeband von "Blutige Spätlese" des Autoren Dr. Matthias Meilich, dessen Augenmerk nach über 25 Jahren erfolgreicher Tätigkeit in unterschiedlichen Funktionen bei SAP heute auf kreativen und karitativen Aktivitäten liegt. Alle Einnahmen aus dem Verkauf der Bücher werden zugunsten von EIN KIWI GEGEN KREBS gespendet, was ich absolut bemerkenswert finde.

Matthias Meilich hat einen durchaus interessanten Plot erdacht; doch leider wird die Spannung durch ständige Wiederholungen und ausladende Gedankengänge der Hauptfigur gebremst. Der Autor erzählt abwechselnd durch seine beiden Hauptfiguren Tobias und Dominik, wodurch die Leser*Innen viele Hintergründe aus dem vorhergehenden Band sowie weitere Zusatzinformationen erfahren, die nicht immer die Handlung vorantreiben. Dass Meilich ein begeisterter Golfer ist, konnte er durch seine ausführlichen Beschreibungen des Geschehens auf dem Golfplatz nicht verbergen.

Das Setting im Kraichgau, die Ortsbeschreibungen mit ihrem Brauchtum wie Karnevalsfeiern und Wallfahrt, ist sicher nicht nur für Einheimische interessant.

Leider konnte mich auch die Schreibweise nicht wirklich überzeugen. Dabei störten mich nicht einmal die vielen englischen Ausdrücke, die sich folgerichtig aus Ausbildung und Tätigkeit des Autoren ergeben. Vielmehr irritierten mich die kurzen Sätze, teilweise ohne Verb; oftmals kam es mir vor, als wenn ein Schüler einen Aufsatz geschrieben hätte, was ich sehr schade fand.

Trotz der Einblicke in die eigene Gedanken- und Gefühlswelt der Hauptfiguren blieben diese mir seltsam fremd und ich konnte keine wirkliche Beziehung zu ihnen aufbauen. Weitere Figuren blieben eindimensional. Die Figur des Söldners, der Rache für die Bestrafung seines Mörder-Bruders suchte, aber vor allem auch der mysteriöse Ritter, den nicht einmal seine Kollegen kennen und der in bizarren Situationen auf- und untertaucht, konnten mich nicht wirklich überzeugen.

Trotz einiger Kritik an dem Buch möchte ich die Serie als kleine Lektüre für zwischendurch weiterempfehlen aufgrund ihres karikativen Zwecks.

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