Cover-Bild Verirrt
(8)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 14.08.2024
  • ISBN: 9783453428720
Michaela Kastel

Verirrt

Thriller
»Ein Monster hat mich dazu gebracht, zu den Monstern meiner Kindheit zurückzukehren«

Bei Nacht und Nebel flieht Felizitas mit ihrer kleinen Tochter aus ihrem Zuhause. Sonst, so hat sie endlich verstanden, wird ihr gewalttätiger Mann sie zerstören. Doch ihr bleibt nur ein Zufluchtsort: das Haus ihrer Mutter im tiefen Wald. Am See, in dem die Kinderleichen ruhen. Wo die Schatten der Vergangenheit sie zu verschlingen drohen. Schon bald fürchtet sie, dass ihr Mann ihre Fährte aufgenommen hat. Oder lauern die wahren Schrecken wo anders?

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.09.2025

Von Monstern und Menschen...

0

Zum Buch: Felizitas schafft es endlich, ihren gewalttätigen Mann Marc zu verlassen. Mitten in der Nacht schnappt sie sich ihre Tochter Vicki und flieht zu ihrer Mutter. Diese wohnt irgendwo einsam mitten ...

Zum Buch: Felizitas schafft es endlich, ihren gewalttätigen Mann Marc zu verlassen. Mitten in der Nacht schnappt sie sich ihre Tochter Vicki und flieht zu ihrer Mutter. Diese wohnt irgendwo einsam mitten im Wald an einem See. Obwohl Felizitas den Kontakt vor vielen Jahren abgebrochen hat, nimmt ihre Mutter Beatrix sie gerne auf. Plötzlich weiß Felizitas wieder, warum sie böse auf ihre Mutter war. Sie erzählt schlimme Geschichten von Monstern, die Kinder fressen und das zeigt auch schon Wirkung, Vicki wird immer ängstlicher. Und warum schließt ihre Mutter sich beim Malen immer ein?

Meine Meinung: Die Autorin schafft hier eine wirklich gruselige Atmosphäre. Mir fällt auf bei ihren Büchern, dass sie einen großen Bezug zur Natur haben und das gefällt mir wirklich gut! Sie beschreibt die Gegend mit dem Nebel über dem See, der immer undurchdringlicher wird und den Wald, der immer dichter wird, so gut, dass man das Gefühl hat, mitten drin zu stehen!

Felizitas, aus deren Sicht das meiste erzählt wird, war mir gleich sympathisch. Sie hat selbst immer Probleme gehabt, zwischen Wahrheit und Fiktion zu unterscheiden, zumal ihre Mutter eine geübte Kräuterhexe ist und ihre Tees durchaus eine Wirkung erzielen. Einzig bei Kili, dem jungen Förster, der auch dort in einer kleinen Hütte wohnt, fühlt sie sich frei und ungezwungen. Obwohl er auch etwas seltsam ist. Und irgendwann gehen Felizitas die Augen auf. Hatte sie zuerst sehr große Angst, dass ihr Mann sie findet, merkt sie dann, dass sie andere Menschen fürchten muss!

Hier geht es um Monster, die wir uns selber erschaffen, die wir erkennen und loslassen müssen. Die ganze Geschichte funktioniert ohne große Effekthascherei, einfach nur durch die Stimmung.

Mein Fazit: Auch mit diesem Buch hat Michaela Kastel mich wieder voll von ihrer Schreibkunst überzeugt! Eine gruselige, dichte Atmosphäre, die einem an manchen Stellen Gänsehaut verursacht, macht dieses Buch zu einem wahrhaften Pageturner! Volle Punktzahl von mir, ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.07.2025

Was für ein Buch! - Ein Thriller mit einer enormen Sogwirkung.

0

Ein Jahr und zehn Tage. Ein Jahr habe ich gebraucht, um dieses Buch wieder aus dem Regal zu ziehen. Zehn Tage habe ich gebraucht um es dann letztendlich meinem kleinen Gedächtnis zum Geschenk zu machen.
Verirrt ...

Ein Jahr und zehn Tage. Ein Jahr habe ich gebraucht, um dieses Buch wieder aus dem Regal zu ziehen. Zehn Tage habe ich gebraucht um es dann letztendlich meinem kleinen Gedächtnis zum Geschenk zu machen.
Verirrt von Michaela Kastel gleicht einer Achterbahnfahrt, bei der man nie so richtig weiß, was einen als Nächstes erwartet. Wie ein Puzzle, bei dem einem erst durch das große Ganze versteht, was diesen Thriller so besonders macht.

Inhaltsangabe:
Bei Nacht und Nebel flieht Felizitas mit ihrer kleinen Tochter aus ihrem Zuhause. Sonst, so hat sie endlich verstanden, wird ihr gewalttätiger Mann sie zerstören. Doch ihr bleibt nur ein Zufluchtsort: das Haus ihrer Mutter im tiefen Wald. Am See, in dem die Kinderleichen ruhen. Wo die Schatten der Vergangenheit sie zu verschlingen drohen. Schon bald fürchtet sie, dass ihr Mann ihre Fährte aufgenommen hat. Oder lauern die wahren Schrecken wo anders?

Die Hauptprotagonisten: ~VORSICHT SPOILER~

Felizitas:
Felizitas flieht – gemeinsam mit ihrer Tochter- vor ihrem gewalttätigen Ehemann und sucht Schutz bei ihrer etwas skurrilen Mutter in einer abgelegenen Waldhütte.
Aber ist sie dort wirklich sicherer?

Marc:
Marc ist der Ehemann von Felizitas und Vickis Vater. Als Polizist sitzt er stets am längeren Hebel, was die ungesunde Beziehung zu seiner Frau angeht. So scheint es zumindest.
Daher fürchtet Felizitas sich vor ihm…

Vicki:
Viktoria – genannt Vicki – ist die gemeinsame Tochter von Felicitas und Marc. Das Verhältnis zwischen ihr und ihrer Mutter ist einmalig. Sie ist erst neun Jahre alt, aber wirkt viel älter und reifer.

Kili:
Kili ist der Förster des Waldes, in dem Felizitas und Vicki fortan leben. Bereits zu Beginn versteht er sich prächtig mit den Beiden und sie verbringen unheimlich viel Zeit miteinander.

Beatrix:
Beatrix ist die Mutter von Felizitas und die Großmutter von Vicki. Sie möchte auf keinen Fall Oma genannt werden. Aufgrund ihrer merkwürdigen Teemischungen bezeichnet sie sich selbst gern als Hexe.

Meine Meinung: ~VORSICHT SPOILER~
Die erste Frage, die ich mir tatsächlich gestellt habe, kurz nachdem ich diesen Thriller angefangen habe zu lesen war: >Warum liest du diesen Roman, denn erst jetzt?<
Denn kaum hatte ich die ersten Seiten hinter mir war klar, dass ich dieses Buch nicht mehr so schnell zur Seite legen kann. Mit einer unheimlichen Spannung und absolut düsterer, aber dadurch erstklassigen Atmosphäre gelingt es Michaela Kastel mal wieder eine Geschichte zu erzählen, die ihres Gleichen sucht, aber wohl nicht so schnell finden wird.

Doch gerade das ist es, was einen dazu verleitet immer weiter und weiterlesen zu wollen. Die Sogwirkung, die dieser Thriller auf mich hatte war enorm. Ähnlich, wie bei „Unsterblich“ (ebenfalls aus der Feder von Michaela Kastel), juckten mir die Finger, kaum dass ich das Buch mal neben mich gelegt hatte. Oder aber ich schielte immer mal wieder hin und hatte ihn am Ende doch wieder unter der Nase.

Die Autorin zeichnet stets unglaublich interessante Charaktere, die nie das sind, was sie zu sein scheinen. So auch hier. Ein jeder scheint Geheimnisse zu verbergen, die es gilt so gut es geht zu hüten oder zumindest zu verschleiern.
Felicitas ist eine starke, mutige Frau die nur eines möchte: Ihre Tochter beschützen. Die Verbindung zwischen ihr und Vicki ist absolut klasse. Die seltsamen Geschehnisse schweißen die beiden im Laufe der Geschichte immer mehr zusammen.
Und auch, wenn Beatrix ebenfalls faszinierende, wenn nicht sogar die faszinierenden Facetten zu bieten hat, so ist es doch Vicki, die mich mit am meisten begeistern konnte. Dafür, dass sie erst 9 Jahre alt ist, hat sie die gesamte Lage scheinbar total gut im Blick und stellt stets die richtigen Fragen.
Einfach großartig!

Die Art und Weise, wie Michaela Kastel den Plot, nicht nur aneinanderreiht, sondern geschickt zu einer fesselnden und teilweise sogar angsteinflößenden Story verwebt, ist echt beeindruckend. Da denkt man, man weiß, wie der Hase läuft und dann wechselt er so unverhofft die Richtung, dass man danach auch nicht ein einziges Mal dazu kommt Luft zu holen…
Ich habe - gerade zum Ende hin - immer nur gedacht: >Michaela, Du willst mich doch verarschen.< (Natürlich im positiven Sinne.)
Damit beweist sie mir einmal mehr, warum sie zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen gehört…

Mein abschließendes Fazit:
Absoluter Pageturner, der nicht nur von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln vermag, sondern auch mit grandioser Atmosphäre punktet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2024

Verirrt hat mich verwirrt... düster, beklemmend, grandios

0

Wieder ein Buch das ich an einem Tag verschlungen habe. Ich liebe den Schreibstil der Autorin.
Er ist unverkennbar düster, einzigartig.
Jedes Kapitel habe ich weg gesuchtet.
Und war stellenweise verwirrt. ...

Wieder ein Buch das ich an einem Tag verschlungen habe. Ich liebe den Schreibstil der Autorin.
Er ist unverkennbar düster, einzigartig.
Jedes Kapitel habe ich weg gesuchtet.
Und war stellenweise verwirrt. Was ist nun echt ?
Oder doch nur Einbildung.
Der düstere Ort tief im Wald am See.
Eine Kulisse die mich so manches Mal schaudern ließ.
Eine Mutter, ein Nachbar die mir Stellenweise unheimlich waren.
Fee flieht mit ihrer neunjährigen Tochter Vicky. Jahrelang wurde Fee von ihren Ehemann misshandelt.
Aber wohin? Zu ihrer Mutter, mit der sie über zehn Jahre keinen Kontakt mehr hatte.
Das ist das Beste, den ihr Mann kennt ihre Mutter nicht. Aber Vorsicht ist geboten, denn er ist Polizist.

Durch die verschiedenen Perspektiven der Protagonisten, war es Spannung pur. Gänsehautmomente garantiert.
Die bildhaften Szenen einfach grandios.
Die Atmosphäre und alles drum herum, hatte so eine Sogwirkung.
Lest dieses Buch, es wird euch genauso in den Bann ziehen.

Großes Kino.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2024

Spannend, düster und einzigartig

0

Michaela Kastel beweist mit ihrem Thriller „Verirrt“ wieder einmal ihr Talent, düstere Spannung mit tiefgründigen Charakteren zu verknüpfen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Felizitas, die mitten in ...

Michaela Kastel beweist mit ihrem Thriller „Verirrt“ wieder einmal ihr Talent, düstere Spannung mit tiefgründigen Charakteren zu verknüpfen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Felizitas, die mitten in der Nacht mit ihrer kleinen Tochter vor ihrem gewalttätigen Ehemann flieht. Ihr Zufluchtsort: Das Haus ihrer Mutter, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Es beginnt eine düstere Geschichte um ihre Kindheit, Ängste und einen mysteriösen See im Wald sowie seine weiteren Bewohner.

Kastel schafft es von Anfang an eine beklemmende, mysteriöse Atmosphäre aufzubauen. Der Wald, in dem sich ein Großteil der Handlung abspielt, wird zu einem fast schon lebendigen, bedrohlichen Element, das die Dunkelheit der Geschichte perfekt unterstreicht. Die Spannung ist von Beginn an hoch und steigt von Seite zu Seite – ein echter Pageturner, bei dem ich kaum aufhören konnte zu lesen.

Besonders gut gefallen hat mir die psychologische Tiefe, die Kastel ihren Figuren verleiht. Felizitas ist stark geprägt durch ihre Kindheit und ihre Ängste sind bis in ihr Erwachsenenalter spürbar. Ihr innerer Kampf dagegen ist ebenso faszinierend wie erschütternd. Kastel schafft es, ihre Protagonistin greifbar und menschlich zu machen, während sie zugleich Felizitas Kindheit Stück für Stück aufrollt.

Die Handlung ist klug konstruiert und voller spannender Wendungen. „Verirrt“ ist nicht nur ein packender Thriller, sondern auch eine intensive Auseinandersetzung mit der menschlichen Psyche, Schuld und der Suche nach Erlösung.

Wer tiefgründige, atmosphärische Thriller liebt, wird das Buch lieben. Ein spannungsgeladenes Werk, das bis zur letzten Seite fesselt und durch die Intensität der Geschichte lange im Gedächtnis bleibt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2024

Fesselnder Psychothriller zwischen Schauermärchen, realen Ängsten und undurchsichtigen Figuren

0

Felizitas flieht mit ihrer neunjährigen Tochter von ihrem gewalttätigen Ehemann. Ziel ist das Haus ihrer Mutter, abgelegen in einem Wald am See, das Felizitas vor zwölf Jahren verlassen hatte. Ihre Mutter ...

Felizitas flieht mit ihrer neunjährigen Tochter von ihrem gewalttätigen Ehemann. Ziel ist das Haus ihrer Mutter, abgelegen in einem Wald am See, das Felizitas vor zwölf Jahren verlassen hatte. Ihre Mutter nimmt sie bereitwillig bei sich auf, auch wenn sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatten. Zurück im Haus erinnert sich Felizitas an die Geschichten ihrer Mutter, von Monstern und Kinderleichen, die sie nachts nicht haben schlafen lassen. Neben der Angst davor, dass ihr Ehemann sie hier ausfindig machen könnte, fürchtet Felizitas die Erzählungen ihrer Mutter, die Geräusche in den Wänden und die unheimliche Puppe, die ein Eigenleben zu führen scheint. Immer schwieriger wird es, die Träume von der Realität zu unterscheiden, die Erinnerungen richtig einzuordnen und zu erkennen, wo die wirkliche Gefahr lauert.

"Verirrt" handelt von der Flucht aus einer Hölle in eine andere Hölle. Der Roman ist dabei aus mehreren Perspektiven geschrieben. Der Hauptteil wird aus der Ich-Perspektive von Felizitas ("Sie") geschildert. Weitere Kapitel von "Es", "Er" und "Wir" ergänzen die Handlung, wobei "Er" ein Ehemann und Vater auf der Jagd ist, "Es" das Monster aus der Höhle und "Wir" von einem Kindesentführer handelt.

Die Atmosphäre um den nebligen See und dem abgelegen Haus ist düster und schauderhaft. Weiterhin trägt das Verhalten der Charaktere zu einem Gefühl des Grusels bei. Es ist kaum zu durchschauen, welcher Figur zu trauen ist, wer manipulativ ist und wer verrückt spielt. Geschickt verschwimmen Traum und Realität. Zudem ist fraglich, welche Rolle die Mutter als Kräuterhexe spielt und was es mit Felizitas' Erinnerungen auf sich hat. Die Dämonen der Vergangenheit sind so gegenwärtig wie die echte Gefahr, die von dem gewalttätigen Ehemann drohen könnte.

Zwischen Schauermärchen, realen Ängsten und undurchsichtigen Figuren fesselt der Thriller von Anbeginn und lässt die Gefahr durchgängig lauern. Die Autorin führt die/ den LeserIn gekonnt in die Irre und überzeugt mit einer raffinierten Wende, die zwar alles in anderem Licht erscheinen lässt, aber dennoch authentisch ist und sich perfekt in das aufgebaute Szenario einfügt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere