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Veröffentlicht am 16.06.2020

Eine wunderschöne Geschichte, die einen völlig für sich einnimmt, wenn man sich darauf einlässt!

Denn Geister vergessen nie
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Mit ihrem neuen Roman Denn Geister vergessen nie, wurde mir von der Autorin ein echter Herzenswunsch erfüllt, denn von Jessica Koch wollte ich immer schon einmal etwas lesen....

Inhaltsangabe:

Wenn dein ...

Mit ihrem neuen Roman Denn Geister vergessen nie, wurde mir von der Autorin ein echter Herzenswunsch erfüllt, denn von Jessica Koch wollte ich immer schon einmal etwas lesen....

Inhaltsangabe:

Wenn dein Herz zu zerbrechen droht, kann nur noch die Liebe dich retten.

Amy hat das Wichtigste in ihrem Leben verloren. Sie ist kurz davor, alles aufzugeben, als plötzlich Mian vor ihr steht.
Mian ist anders. Er kann spüren, was Amy fühlt. Und er schaut nicht nur bis in den letzten Winkel ihres Herzens, er erkennt auch als Einziger ihren unendlichen Schmerz.
Als Amy und Mian mit einer Gruppe von Freunden zu einem zweiwöchigen Segeltrip aufbrechen, entwickelt sich eine tiefe Liebe zwischen den beiden, und Amys Herz beginnt langsam zu heilen. Doch das Glück scheint nur von kurzer Dauer. Denn als Amy bemerkt, dass auch Mian mit den Dämonen seiner Vergangenheit kämpft, kommt es auf dem Schiff plötzlich zur Katastrophe. Und am Ende wird ihnen klar – die Geister aus der Vergangenheit vergessen nie...

Die Hauptcharaktere ~VORSICHT SPOILER~

Marie:
Marie ist eine junge Frau, die bereits zu Beginn der Geschichte schwanger ist. Sie ist mit Jayden verheiratet und die ältere Schwester von Collin.
Früher in der Highschool wurden sie und ihr Bruder gemobbt, bis sie Jayden kennen lernte und durch ihn ein neues Leben beginnen konnte...

Jayden:
Jayden ist mit Marie verheiratet. Ihm gehört das gleichnamige Segelschiff. In der Gruppe gibt er immer den Starken, hat aber durchaus auch eine sensibele Seite...

Collin:
Collin ist Maries jüngerer Bruder und hat schon seit seiner Jugend Schwierigkeiten sich in die Gesellschafft zu integrieren...das mag der Tatsache geschuldet sein, dass er etwas ist, das er sich lange Zeit nicht eingestehen will...

Amy:
Amy hat das für Sie Wichtigste in ihrem Leben verloren. Erst durch Mian und den gemeinsamen Segeltrip lernt sie nach und nach loszulassen und wieder aufzublühen...

Mian und Jano:
Mian und Jano sind Brüder, die auf einzigartige Weise miteinander verbunden sind...
Sie sind sogenannte Emphaten und spüren nicht nur ihre eigenen, sondern auch die Emotionen der Menschen in ihrer Umgebung stärker, als andere...

Ben:
Ben ist ein Freund von Jayden und Collin, der mit ihnen auf den zweiwöchigen Segeltrip kommt. Er wirkt auf den ersten Blick sehr unscheinbar, aber im Ernstfall kann man sich auf ihn verlassen...

Josephine und Andreas:
Josephine und Andreas sind die Eltern von Mian und Jano. Um Mian vor dem Tod zu bewahren, gingen die Beiden in der Vergangenheit einen Pakt mit den Geistern des karibischen Urwalds ein...

Meine Meinung: ~VORSICHT SPOILER~
Anfangs hatte ich zugegebenermaßen ein bisschen Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu kommen, aber es dauerte nicht lang, dann verfiel auch ich dem Sog, in den der Roman einen durchaus ziehen kann, wenn man nur bereit ist sich darauf einzulassen...
Was ich richtig schön fand, war die Tatsache, dass die Charaktere nicht einfach stereotypisch daher kamen. Ein jeder hat seine Probleme, die er auf ganz eigene Art und Weise bewältigen muss. Besonders der Lebenszyklus der beiden Brüder war super interessant zu lesen, da dieser spiritueller Natur war. Wer sich also für so etwas interessiert und sich beschäftigen mag, ist hier auf keinen Fall fehl am Platz und wird seine wahre Freude an der Story haben.
Aber auch alle anderen Elemente, die diese Geschichte zu dem machen, was sie ist, sind absolut wunderbar in den Erzählstrang eingebaut. Zumal man nicht alles auf einmal präsentiert bekommt, sondern Häppchenweise. Immer wieder wird der Leser auch in die Vergangenheit katapultiert und erfährt durch die Eltern von Mian und Jano, was damals passiert ist. Diese Passagen waren stets spannend und gaben dem Buch das gewisse Etwas.
Deshalb fand ich es auch ganz besonders toll, dass die Geschichte nicht nur von Einer, sondern gleich von Mehreren Beteiligten erzählt wird. So bekommt man die Gelegenheit, das Geschehen aus allen wichtigen Perspektiven zu erleben. Wobei die junge Amy, die Einzige ist, die die Geschichte aus der Egoperspektive erzählt, was mich zu Beginn zwarnm etwas irritiert hat, mich aber nicht mehr störte, als ich mich erst einmal daran gewöhnt hatte...
Amy, als Hauptprotagonistin hätte ich am liebsten die ganze Zeit umarmt, denn ihr Schmerz und ihre Verzweiflung aufgrund ihrer Situation sind so verdammt greifbar, dass ich schon aufpassen musste, dass dieser nicht zu meinem Eigenen wird...
Ihre spätere Verbindung zu Mian empfand ich als wunderschön, weil es eben vorrangig um diese tiefe, emotionale Bindung ging, die man beispielsweise einem Seelenverwandten gegenüber empfindet kann und nicht zwangsläufig um das körperliche Bündnis, das zwei Liebende ja nun früher oder später auch miteinander eingehen.
Der Schreibstil war überwiegend toll, mir aber an einigen Stellen auch ein wenig holprig. Keine Ahnung woran das liegen mochte, aber ich stolperte eben ab und an über so manchen Satz.
Trotzdem ist Denn Geister vergessen nie ein wunderschöner Roman, der mich definitiv dazu bringen wird noch mehr von Jessica Koch zu lesen...

Mein abschließendes Fazit:
Eine wunderschöne Geschichte, die einen völlig für sich einnimmt, wenn man sich darauf einlässt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.05.2020

Die Grundidee klingt soo schön...

Wer, wenn nicht wir
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So sehr habe ich gehofft, dass ich mit Wer, wenn nicht wir von Barbara Leciejewski eine tiefgründige, vor Emotion nur so sprühende, (Liebes)geschichte, mit dem Verlangen nach Fernweh, serviert bekomme...
Was ...

So sehr habe ich gehofft, dass ich mit Wer, wenn nicht wir von Barbara Leciejewski eine tiefgründige, vor Emotion nur so sprühende, (Liebes)geschichte, mit dem Verlangen nach Fernweh, serviert bekomme...
Was ich mit diesem Roman jedoch vorgesetzt bekam, war aber leider Gottes alles andere als das...

Inhaltsangabe:
Nach mehr als zwanzig Ehejahren haben sich Viola und Florian auseinandergelebt. Außer den beiden Kindern, der gemeinsamen Wohnung und einem Trauschein gibt es kaum noch Berührungspunkte. In der Hoffnung, mit jemand anderem noch einmal neu anfangen zu können, trennen sie sich – einvernehmlich und vergleichsweise harmonisch.
Doch es gibt noch eine letzte Hürde auf dem Weg in ein neues Leben: einen längst gebuchten, teuer bezahlten Luxusurlaub, der sich nicht stornieren lässt. Die beiden haben nun die Wahl zwischen zwei Übeln: das Geld zu verlieren oder mit dem künftigen Ex-Ehepartner – in getrennten Zimmern – noch einmal zweieinhalb Wochen zu verbringen.
Allerdings ergibt sich plötzlich auch noch eine dritte Möglichkeit, und mit ihr beginnt eine unvergessliche Zeit auf Rhodos …

Die Hauptprotagonistin ~VORSICHT SPOILER ~

Viola:
Viola ist eine Klarinetistin, die aber für die Familie auf eine richtige Kairre verzichtete. Jetzt unterrichtet sie das Instrument ihres Herzens nur noch an der Hochschule und private Schüler. Seit 25 Jahren ist sie bereits mit Florian verheiratet...

Florian:
Florian ist Arzt, genauer gesagt, Unfallchirug und seit 25 Jahren mit Viola vereiratet, der er augenscheinlich nicht mehr viel zu sagen hat. Er hat damals den Urlaub in einem Schnäppchenangebot - ohne Stornierungsmöglichkeit - gebucht, den die Beiden nun antreten müssen, falls sie nicht all ihr Geld verlieren wollen...

Jonathan und Josephine:
Jonathan und Josephine sind die Kinder von Viola und Florian.
Er ist achzehn und hat ab und an mal Probleme in der Schule. Sie ist sechzehn und unglaublich umgänglich und liebenswürdig.
Natürlich sind sie nicht wirklich begeistert, als sie erfahren, dass ihre Eltern sich einvernehmlich trennen wollen...

Jeske und Ina:
Jeske und Ina sind die beiden besten Freundinnen von Viola und könnten unterschiedlicher nicht sein.
Während Jeske eher die Ruhigere ist, ist Ina ein aufgekratztes liebenswertes Huhn...

Sibylle und Arne:
Sibylle und Arne sind die ersten Urlaubsbekanntschaften, die Viola und Florian auf Rhodos machen.
Sibylle ist eine aufgekratzte, nervige Blondine und Arne der charismatische ewige Schleimer

Hera:
Hera ist eine junge Frau, die Viola noch vor dem eigentlichen Urlaub auf Rhodos kennen lernt.
Sie ist zwar unglaublich schüchtern, aber ebenso zuckersüß...
Sie will nach ihrem selbsternannten "Junggesellinenurlaub" heiraten...

Socrates:
Socrates ist der Besitzer des Hotels, das er mit seinem Bruder führt, in dem Viola und Florian unterkommen. Er hat das typische Themperament eines Griechen. Auch an Viola scheint er Interesse zu haben...

Eleni:
Florian lernt Eleni auf Rhodos kennen. Sie ist die wesentlich jüngere Schwester von Socrates und seinem Bruder. Der Liebe wegen ist sie schon sehr früh nach Deutschland ausgewandert, kommt aber in ihrem Urlaub natürlich nach wie vor gern zu ihrer Familie nach Griechenland...

Alexandros und Daphne:
Alexandros und Daphne sind die Kinder von Eleni, die in ihren Semesterferien oft in dem Hotel ihrer Onkel jobben. Sie sprechen beide ausgesprochen gut deutsch.
Zudem scheint Alexandros auch Hera sehr ins Herz geschlossen zu haben...

Meine Meinung: ~VORSICHT SPOILER~
Zuallererst möchte ich AUSDRÜCKLICH sagen, dass es sich hierbei um MEINE EIGENE MEINUNG handelt, da es ja durchaus Leser gibt und auch geben soll, denen dieses Buch gefällt/ gefallen könnte...
Aber mir hat dieser Roman absolut nichts gegeben. Keine tiefgründigen Charaktere, keine Emotionen. Und wenn augenscheinlich welche da waren - ich bin auch nach Beendigung dieses Romans ziemlich sicher, dass sie sich irgendwo versteckt haben -, so sind sie entweder gänzlich an mir vorbeigesickert, haben mich nicht erreicht, wurden schnellstmöglich von sinnlosem Geplänkel abgelöst oder kamen so spät ans Tageslicht, dass sie das Ruder leider nicht mehr rumreißen konnten...
Tatsächlich kamen für mich die "echten" Gefühle, die ich mir schon das ganze Buch über gewünscht hätte, erst im letzten Drittel so richtig zum Vorschein!
Die beiden Hauptprotagonisten bleiben ansonsten so flach und glanzlos, dass ich sie leider nicht mal richtig ernst nehmen konnte. Sie, die gefrustete Musikerin und er, der ewig beschäftigte Chirug, der keine wirkliche Zeit mehr für seine Familie zu haben scheint. Auch alle anderen Charaktere bleiben eben das was sie waren. Graue Nebendarsteller, in einer Theateruraufführung, die krampfhaft versucht lustig daher zu kommen, aber ganze 163 Seiten braucht, um das irgendwie auch nur ansatzweise gut zu schaffen...
Meine Lieblingscharakter waren tatsächlich die sechzehnjährige Josephine, Tochter von Viola und Florian, die ihrer Beschreibung als Engel der vom Himmel kam, wirklich auch gerecht wird.. und Hera, Violas Urlaubsbekanntschaft, die ich am liebsten 24/7 geknuddelt hätte...
Der Schreibstil von Barbara Leciejewski bietet nichts besonderes, ist aber auch nicht gänzlich schlecht, sodass der Plot eigentlich die gesamte Zeit einfach nur vor sich hinplätschert, ohne mir jemals ein echtes Hochgefühl zu schenken, was ich mir - gerade bei diesem Klappentext- so sehr gewünscht hätte...
Die Dialoge sind so nichtssagend, als würde man sich mit seinem Nachbarn übers Wetter unterhalten. Also keine ernsten Gespräche führen...
Letztendlich tut es mir in zweierlei Hinsicht leid: Für mich, um meine Zeit und für die Autorin, dass ich mit ihrem Werk so absolut nichts anfangen konnte...

Mein abschließendes Fazit:
Dieses Buch hat mir wirklich nichts gegeben. Charaktere die ihre tatsächlichen Emotionen erst sehr spät zeigen, und ansonsten sehr farblos bleiben. Schade!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.05.2020

Eine mehr als wunderbare Liebesgeschichte - Dieses Buch hat mich das Fliegen gelehrt! <3 <3 <3

Das Licht von tausend Sternen
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Um dieses Buch bin ich bestimmt gefühlt 100 Mal drum rum geschlichen. Es musste mir erst das ein oder andere Mal in den sozialen Netzwerken ins Auge springen, bis Das Licht von tausend Sternen von der ...

Um dieses Buch bin ich bestimmt gefühlt 100 Mal drum rum geschlichen. Es musste mir erst das ein oder andere Mal in den sozialen Netzwerken ins Auge springen, bis Das Licht von tausend Sternen von der zauberhaften Leonie Lastella letztendlich doch bei mir einziehen durfte. Und das sogar schneller als gedacht. Wasliestdu sei Dank...

Inhaltsangabe:
Als sie Ashton zum ersten Mal in die Augen sieht, stellt er Harpers Welt völlig auf den Kopf. Doch egal wie stark ihr Herz auch klopfen mag, sie kann sich nicht auf einen Flirt mit Ashton einlassen. Denn jeden Abend schlüpft sie aus ihrem sorglosen Studentenleben in die Rolle der fürsorglichen Schwester, die sich um ihren autistischen Bruder kümmert. Harper hat keine Zeit für Abenteuer, für Spontaneität, für Kompromisse. Und doch erobert Ashton nach und nach ihr Herz. Zum ersten Mal ist ihr etwas wichtiger als ihre Familie – und plötzlich steht Harper vor der wohl schwersten Entscheidung ihres Lebens …

Das Cover:
Wer mich kennt, der weiß, dass ich zu einem Cover eigentlich so gut wie nie etwas sage. Aber hier kann ich einfach nicht anders, als meinen Senf dazu geben.
Ich meine seht es euch doch nur an. Es ist der Hammer. Doch, wenn man es dann tatsächlich in den Händen hält, ist es sogar der Oberhammer. Die goldene bzw. schimmernde Schrift ist einfach überall und wenn man die Umrisse der beiden Figuren gegen das Sonnenlicht hält, dann schimmern die beiden wie ein Regenbogen. Einfach der totale Eyecatcher. <3 <3 <3
Das Einzige, was ein bisschen schade ist, ist, die Tatsache, dass die Schicht der Goldschrift sehr schnell abblättert, wenn man nicht aufpasst...

Die Hauptprotagonistin: ~VORSICHT SPOILER~


Harper:
Haper hat gerade ihr Studium begonnen und zieht dieses ziemlich dizipliniert durch. Zuhause kümmert sie sich aufopferungsvoll um ihren autistischen kleinen Bruder, was ihr natürlich nicht viel Zeit für ihr eigenes Leben lässt.
Als sie schließlich Ashton begegnet, bringt er ihre durchstruckturierte Welt gehörig ins Wanken.

Ashton:
Ashton ist im letzten Jahr seines Studiums und begegnet Haper das erste Mal in der Unibibliothek. Er ist auf Anhieb fasziniert von ihr. Seine familiere Situation ist so verfahren, dass er eine kleine große Ewigkeit nicht mehr mit seinen Eltern gesprochen hat.
Ashton hatte eine Schwester, die er sehr geliebt hat...

Becca:
Becca ist nicht nur Ashtons beste Freundin, sondern war auch mit seiner Schwester eng befreundet. Ihr Klamottenstil ist ziemlich unkonfenzionell, aber sie hat einen tollen Chararakter und ein wunderbares Herz.

Will:
Will ist Ashtons bester Freund und spielt mit ihm im Footballteam der Uni. Er steht nicht nur auf alles mögliche Essbare, sondern auch total auf Becca. Die beiden eiern eine ganze Zeit umeinander, bis Will sich ein Herz fasst und den ersten Schritt macht...

Ben:
Ben ist Hapers kleiner Bruder und leidet an einer extremen Form des Autismus. Schon kleine Abweichungen in seinem Tagesablauf können seine eigene kleine Welt in ein fulminantes Chaos stürzen...

Emma:
Emma war Ashtons jüngere Schwester und starb nach langer schwerer Krankheit.

Jenna, Austin, Julia, Brady und Taylor:
Die fünf sind Mitkommulitonen von Harper, Ashton, Will und Becca und eine tolle Clique, der man die Verbundenheit innerhalb der Freundschaft definitiv anmerkt...


Meine Meinung: ~VORSICHT SPOILER~
Dieser Roman ist, der schönste Wahnsinn, den ich seit langem lesen durfte. Er ist wie sein Titel: Strahlend hell und wunderschön funkelnd, wie die Sterne am klaren Nachthimmel...
Harper, die sich neben der Uni vorrangig um ihren autistischen Bruder kümmert und Ashton, dessen Beziehung zu seinen Eltern, seit dem Tod seiner Schwester unglaublich zerrüttet ist, waren mir auf Anhieb super symphatisch. Ich konnte ihr Handeln, ihre Entscheidungen und vorallem ihre Emotionen immer hundert prozentig nachvollziehen und habe diese zu keinster Zeit in Zweifel gezogen. Absolut niemals!
Und diese Tatsache hat sich so warm und schützend um mein Herz gelegt, dass ich jede Seite so dermaßen genossen habe, wie einen perfekten Montana Sommermorgen. Immer, wenn ich dachte es geht nicht mehr perfekter, überzeugte die Autorin mich vollendst vom Gegenteil.
Das war natürlich auch ihrem mehr als nur wunderbaren Schreibstil geschuldet.
Auch die Liebesszenen zwischen Ashton und Harper waren total schön zu lesen und wirkten keine Sekunde auch nur überzogen oder gar anzüglich...
Richtig super fand ich, dass man durch Ashtons Träume auch eine gewisse Verbundenheit zu seiner Schwester Emma aufbaut. Ein tolles Mädchen. Desweiteren sind neben den beiden Hauptprotagonistin auf jeden Fall Becca und auch Harpers Mom meine absoluten Lieblingsnebendarsteller in dieser Liebesgeschichte. Letztere zeigt die Verbundenheit - nicht zuletzt natürlich auch wegen der familiären Situation - zu ihrer Tochter auf so tolle Art und Weise, dass ich fast schon ein wenig neidisch wurde.
Und bevor sich der Vorhang nun schließt, möchte ich nur noch eines loswerden: Dieses Geschichte hat mich das Fliegen gelehrt. Erlich! Denn so leichtfüßig, wie ich durch diese Lektüre geschwebt bin, gab es das seit gefühlt ein Duzend Jahren nicht mehr... eins meiner Jahreshighlights 2020! <3 <3 <3

Mein abschließendes Fazit:
Eine mehr als nur wunderschöne Liebesgeschichte. Dieses Buch hat mich das Fliegen gelehrt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.05.2020

Eine absolut wuderbare Geschichte, über den Mut seinen Lebensweg selbst zu gehen und für sein Glück zu kämpfen...

Every Step I Take
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Ich habe ja nun schon öfter versucht dem Bewertungssystem mehr als fünf Sterne abzuluchsen... nie hat das so wirklich funktioniert, aber für mich hat Every Step I take von Belinda Benna definitiv nicht ...

Ich habe ja nun schon öfter versucht dem Bewertungssystem mehr als fünf Sterne abzuluchsen... nie hat das so wirklich funktioniert, aber für mich hat Every Step I take von Belinda Benna definitiv nicht nur die volle Sternenanzahl, sondern einen ganzen Sternenfunkenregen samt Sternschnuppen verdient...
Dabei würde man sich eigentlich nur eins wünschen: Nämlich, dass das Buch nie mehr zu Ende geht, sobald man einmal angefangen hat zu lesen...

Inhaltsangabe:
„Momente kann man nicht festhalten, niemand kann das. Aber wenn du sie in vollen Zügen genießt, bleibt ein Teil davon in dir zurück.“

In Sarahs Leben ist alles perfekt. Ihre luxuriöse Wohnung, die elegante Frisur, die teuren Hosenanzüge und sogar Freund Tom. Außerdem ist sie mit Anfang dreißig bereits kurz davor, Partnerin in der renommiertesten Anwaltskanzlei Wiens zu werden. Alles läuft nach Plan, bis ein unvorhersehbares Ereignis ihre Welt so sehr ins Wanken bringt, dass Sarah daran zu zerbrechen droht.
Nur langsam wird ihr klar, welch hohen Preis sie bisher für ihr vermeintlich perfektes Leben gezahlt hat. Auf einer Reise in die Provence versucht sie Antworten auf die entscheidenden Fragen des Lebens zu finden. Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und mit wem?
Ein ergreifender Roman über die Liebe und den Mut, neue Wege zu gehen.

Die Hauptprotagonistin: ~VORSICHT SPOILER~

Sarah:
Sarah ist anfang Dreißig und lebt als erfolgreiche Anwältin augenscheinlich das perfekte Leben.
Ein sehr traumatisierender Zwischenfall bringt sie aber dazu umzudenken. In einem Ulaub in der Provance beginnt sie nicht nur eine Reise durch Frankreich, sondern auch eine Reise zu sich selbst...

Tom:
Tom ist Sarahs Freund, der später sogar zu ihrem Verlobten wird.
Auch sein Leben dreht sich um die ständige Perfektion. Ganiert mit einem unbefleckten Ansehen, einer erfolgreichen Kairre und unglaublich viel Geld...
Was wirkliche Liebe bedeutet scheint er nicht zu begreifen....

Monika & Bernhard:
Monika und Bernhard sind Sarahs Eltern. Sie sind der Meinung ihrer Tochter den perfekten Lebensweg vorgelebt zu haben und merken dabei nicht, dass dies eben nicht so war...
Hohes Ansehen und ein lupenreines Image stehen für sie an erster Stelle und wer ihnen das nicht gibt, iist für sie nichts weiter als Abschaum...
Während Sarahs Vater alles egal zu sein scheint, lässt ihre Mutter ihre häufige Entäuschung über ihre Tochter freien Lauf...

Phillipp:
Phillipp ist Sarahs ehemaliger Kommolitone, den sie auf dem Flug nach Frankreich wieder trifft. Sie beschließen die Reise gemeinsam fortzuführen und erleben zusammen die schönsten drei Wochen ihres Lebens...


Meine Meinung: ~VORSICHT SPOILER~
Eines mal vorweg: Für mich ist dieser Roman einer der Besten, wenn nicht sogar DER Beste, den ich im Bereich des Self - Puplisching je lesen durfte.
Sarah, die ihr Leben und ihre Entscheidung, seit sie denken kann eigentlich immer in fremde Hände - insbesondere in die ihrer Eltern und ihrem vermeintlichen Freund Tom gegeben hat, wird auf einer Reise in die Provence nach und nach bewusst, was im Leben wirklich zählt...
Sie bei ihrer Entwicklung vom fremdgesteuerten, naiven kleinen Anwaltsentlein zum selbstbestimmten, klugen und vorallem unbekümmerten Freiheitsschwan, begleiten zu dürfen ist absolut wundervoll und nimmt einen definitiv selbst mit auf eine Reise der Erkenntnis. Phillipp, ihr ehemaliger Komolitone den sie innerhalb der Geschichte wiedertrifft, ist als grundlegend freier Vogel am Horizont, das perfekte Gegenstück zu Sarah und ein toller Lehrer, wenn es darum geht Lebenserfahrungen weiter zu geben. Durch ihn lernt Sarah, das eben jeder selbst für sein Glück verantwortlich ist und das es niemals darum geht es allen recht machen zu wollen...
Was Sarah aber leider Gottes anfangs immer wieder versucht. Ihr Umfeld verlangt Dinge vom ihr, die man - in welcher Situation auch immer man sich befindet - niemals von anderen abhängig machen sollte...
Und wie ihre Eltern und auch Tom auf Dinge reagieren, die nicht in ihr Weltbild passen ist einfach abartig. Einfühlungsvermögen und Liebe - insbesondere für ihre Tochter/Verlobte - sind leider Fremdwörter für alle Drei...
Umso schöner ist es zu lesen, dass Sarah lernt auf ihr Herz und auf ihre innere Stimme zu hören...
Der Schreibstil von Belinda Benna ist einfach unheimlich gut, wundervoll und fast sogar ein bisschen beneidenswert, sodass ich nicht umhin kam darüber nachzudenken, warum kein Verlag dieses Buch haben wollte. Dann habe ich aber von der Autorin selbst erfahren, dass sie sich ganz bewusst für das Self - Puplisching entschieden hat. Wenn Letzteres aber nicht der Fall gewesen wäre, so kann ich nur immer wieder wiederholen, dass es bestimmt Verlage geben würde, die diesen Roman mit Kusshand veröffentlichen würden.
Die Atmosphäre wechselt stets zwischen Verzweiflung und Hoffnung hin und her. Aber auch Szenen, die einem definitiv Mut machen vielleicht das ein oder andere in seinem eigenen Leben zu verändern - wenn man das will, sind vertreten. Die Geschichte regt zum Nach - und Umdenken an.
Die abschließende Botschaft, das jeder Einzelne von uns letzten Endes immer selbst für sein zukünftiges Glück verantwortlich ist, habe ich noch nie schöner vermittelt bekommen....


Mein abschließendes Fazit:
Eine absolut wunderbare Geschichte, über den Mut seinen Lebensweg selbst zu gehen und für sein Glück zu kämpfen...

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.04.2020

Die Schöne und das Biest!?

Eine Lady für den brennenden Baron
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Was verbindet eine in Ungnade gefallene junge Frau und einen Baron, der sich nach einem unglücklichen Unfall von der gesamten Welt zurück gezogen hat?
Richtig! Sie können versuchen ihr Leben eine Weile ...

Was verbindet eine in Ungnade gefallene junge Frau und einen Baron, der sich nach einem unglücklichen Unfall von der gesamten Welt zurück gezogen hat?
Richtig! Sie können versuchen ihr Leben eine Weile in Einsamkeit zu verbringen, müssen aber früher oder später erkennen, dass das gar nicht so einfach ist. Zumindest dann nicht, wenn man im Jahr 1817 lebt und die Gesellschaft eigentlich etwas ganz anderes erwartet...
Und genau so eine Geschichte legt uns Felicity D´Or mit Eine Lady für den brennenden Baron vor. Dem vierten Teil der Enterprysing Ladies...

Inhaltsangabe:
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.
Nicht im Fall von Mathilda Dorring. Einer Lady, die ihren guten Ruf verspielt hat, stehen nicht viele Optionen offen. Der Posten einer Gouvernante im hinterwäldlerischen Wales kommt da wie gerufen. Niemand wird sie dort vermuten und sie kann in Ruhe ihre Wunden lecken.
Für Jasper Fallon ist es eine glückliche Fügung, Mathilda als Gouvernante für seine Schwester zu finden. Niemand sonst möchte die Stelle auf dem abgelegenen walisischen Landgut antreten. Seit einem folgenschweren Unfall, der ihn vernarbt und einsam zurückließ, haben ihn die Bewohner der Gegend den brennenden Baron getauft und meiden ihn und seine Familie. Obwohl er vermutet, dass die junge Frau ein Geheimnis mit sich trägt, stellt er sie ein.
Die beiden Außenseiter kommen sich viel näher als gedacht, bis die Welt in ihre Idylle vordringt und sie sich ihr stellen müssen.

Die Hauptprotagonisten: ~VORSICHT SPOILER~

Mathilda Dorring / Swann:
Mathilda ist kaum zwanzig Jahre alt und doch hat sie durch eine Intrige ihrer Muttter ihren Cousin fast eine Ehe mit sich aufgezwungen. Nachdem sie die Verlobung öffentlich in der Zeitung gelöst hat, verlässt sie aus lauter Scham ihr Elternhaus und sucht eine Stellung als Gouvernannte...
Es ist wohl ein Wink des Schicksals, dass sie dabei ausgerechnet Baron Jasper Fallon in die Arme fällt...

Baron Jasper Fallon:
Jasper ist ein Baron, der zurückgezogen auf einem Gut in Wales lebt. Aufgrund eines Unfalls hat er eine Narbe im Gesicht zurückbehalten und versteckt sich deswegen vor der Welt. Er wird als „Brennender Baron“ bezeichnet und sucht für seine Schwester Sophia händeringend eine Gouvernannte. Ist Mathilda etwa seine Rettung?

Miss Sophia Fallon:
Sophia ist gerade sechzehn Jahre alt und hat sehr unter dem Ruf ihres Bruders zu leiden. Sie kennt die Etikette der guten Gesellschaft nicht und kann auch ganz im Allgemeinen nicht viel damit anfangen...
Erst Mathilda schafft es mit viel Einfühlungsvermögen zu der jungen Frau durchzudringen und sie aus ihrem Schneckenhaus zu holen...

Lady Julianna Fallon:
Lady Julianna ist die Mutter von Jasper und Sophia, die den Tod ihres Gatten nie wirklich verkraftet hat und darüber hinaus sehr krank wurde.
Auch ihr Verhältnis zu ihrem Vater ist durch die Vergangenheit zerrüttet...

In diesem Roman gibt es natürlich noch so viel mehr Charaktere, die es verdient hätten erwähnt zu werden, allen voran, die Bediensteten auf dem walisischen Landgut, aber wie das ja immer so ist, würde es definitiv den Rahmen sprengen, Sie hier alle aufzuführen...

Meine Meinung: ~ VORSICHT SPOILER ~
Ich lese für mein Leben gern historische Liebesromane und von daher war es für mich eine wahre Freude Eine Lady für den brennenden Baron von Felicity D´Or lesen zu dürfen...
Zwar war ich anfangs etwas missmuttig, weil ich die Vorgängerbände nicht kannte, aber die Autorin versicherte mir, dass dies absolut kein Problem darstellt, da man die Bücher getrost auch unabhängig voneinander lesen könnte. Und so war es auch...
Gleich zu Beginn habe ich mich durch den wunderschönen Schreibstil, dem sich die liebe Felicity bedient, in die damalige Zeit hinein versetzt gefühlt und man wusste auch sofort, warum Mathildas „Vegehen“ so ein riesen Problem darstellt....
Mathilda war mir trotz des Fehlers, den sie begangen hat, als Hauptprotagonistin sofort sympathisch. Ihrer Unsicherheit und die Tatsache, wie sie aufgrund ihrer eigentlichen Stellung so manches Mal aus der Rolle der Governannte fällt, hafteten stets etwas Zuckersüßes und Liebenswertes an...
Jasper, als totaler Einsiedler war schon eine seltsame Type. Doch, manchmal muss man hinter die Fassade eines Menschen schauen und Tiefer gehen, um seine Beweggründe zu verstehen. Und mit der Zeit und je mehr ich Jasper kennen lernen durfte, desto mehr verstand ich ihn tatsächlich...
Mein Lieblingscharakter war aber auf jeden Fall seine Schwester Sophia, die anfangs zwar etwas anstrengend wirkte, aber dessen Gründe dafür man später auch verstehen kann...
Ich hatte mir von Mathildas und Sophias Kennenlernen erhofft, dass aus ihnen irgendwie so etwas, wie Freundinnen werden und war mehr als erfreut als dieser Wunsch erhört worden ist...
Die Atmosphäre in dieser Geschichte ist zudem so treffend eingefangen, dass man sich irgendwie wohl fühlt, wenn man mit den Charakteren durch ihr Leben und auf den Spuren der damaligen Zeit wandeln darf...
Das Einzige, was mir nicht so sehr gefallen hat, waren die erotischen Szenen, die mir – zwar NICHT IMMER fehl am Platz erschienen, aber gerade zu Beginn etwas seltsam anmuteten. Ich meine Jasper kennt Mathilda kaum, hat aber gleich mal heiße Gedanken an sie und legt dann prompt selbst Hand an sich, um diesen Gedanken Herr zu werden...
Auch die Szene in dem Speiseaufzug wirkte auf mich unter den gegebenen Umständen etwas merkwürdig, denn Mathilda und Jasper kommen sich dort sehr sehr nah, obwohl sie sich eigentlich kaum kennen...
Klar man könnte jetzt meinen, einsamer Mann hat zum ersten Mal wieder eine Frau in seinem Haushalt und muss ja nun auch sehen, wo er mit seiner Männlichkeit bleibt, aber irgendwie war mir das dort doch ein bisschen too much...
Nichts desto trotz ist dieser historische Liebesroman wunder, wunderschön und ich konnte ihn gerade zum Ende hin kaum noch aus der Hand legen...

Mein abschließendes Fazit
Ein wunderschöner Liebesroman, bei dem mir die erotischen Szenen aber leider manches Mal fehl am Platz erschienen...

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  • Charaktere