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Veröffentlicht am 29.07.2021

Unvorstellbar und dennoch die Wahrheit

Wenn nur dein Lächeln bleibt
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Steigt man in diese Geschichte ein, glaubt man kaum, dass dies in der damaligen DDR wirklich geschehen ist. Mir ging es jedenfalls so. " Hera Lind " schreibt bekanntlich Geschichten , die der Realität ...

Steigt man in diese Geschichte ein, glaubt man kaum, dass dies in der damaligen DDR wirklich geschehen ist. Mir ging es jedenfalls so. " Hera Lind " schreibt bekanntlich Geschichten , die der Realität entsprechen, und mit dieser Geschichte ist ihr wieder ein Meisterstück gelungen.

Durch Sauerstoffmangel, der durch Fehlverhalten der Ärzte entstanden ist, bringt Angela Hädicke ein schwerstbehindertes Kind zur Welt. Das Wunschkind ist zeitlebens körperlich und geistig behindert geblieben. Dies allein ist schon tragisch genug, und dennoch erlebten die Eltern von Anja unvorstellbare Grausamkeiten seitens der Ärzte und den Behörden.

Immer wieder mußte ich beim Lesen den Kopf schütteln, so unglaublich waren die Schilderungen.

Immer wieder war mir bewußt, dass es der Realität entsprach.

Immer wieder kamen die Tränen, im Wechsel mit unsagbarer Wut.

Wie menschenunwürdig wurde diese Familie behandelt, wie skrupellos wurden Entscheidungen gefällt !

Es ist wichtig zu erfahren, wie die Menschen mit Behinderungen, teilweise, in der damaligen DDR vernachlässigt wurden. Zum Glück sind in dieser Hinsicht die siebziger Jahre vergangen, und die DDR gibt es auch nicht mehr, aber diese Lebensgeschichte der Familie Hädicke wird bleiben, und dieses Schicksal hat deren Leben geprägt.
Zum Glück hat mich dann das Ende der Geschichte zufrieden gestimmt.

Dieses Buch ist absolut lesenswert, gerade auch deshalb, um zu erfahren, wie glücklich Behinderte Menschen uns machen können, und wie viel Freude und Lebensmut von diesen Menschen mit Handicap ausgeht. Für mich haben diese Menschen einen festen Platz in meinem Herzen, und wir sollten alles dafür tun, diese Menschen und deren Familien bestmöglich zu unterstützen und zu fördern.

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Veröffentlicht am 24.07.2021

Sommern in den Hamptons

August
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Dies ist ein Roman, der in den Sommer passt, und der mal so zwischendurch gut zu lesen ist. Vier Personen verbringen gemeinsam den August , mit ihren Kindern, in den Hamptons auf Long Island. Auf einem ...

Dies ist ein Roman, der in den Sommer passt, und der mal so zwischendurch gut zu lesen ist. Vier Personen verbringen gemeinsam den August , mit ihren Kindern, in den Hamptons auf Long Island. Auf einem tollen Anwesen mit Pool, und vielen anderen Annehmlichkeiten, wollen sie irgendwie Klarheit über ihr Leben gewinnen. Sie treffen dort auf einen " Guru ", der durch die Gegend zieht, und immer auf der Suche nach neuen willigen " Opfern " seiner speziellen Lebensphilosophie ist. So bietet er gegen Cash seine merkwürdigen spirituellen Methoden und Ansichten mit Erfolg an. Natürlich sind auch die beiden befreundeten Paare in dieser Geschichte dafür empfänglich. Sie folgen seinen Ansichten und Ratschlägen, und ihre Lebensanalyse gerät mächtig ins schwanken. Eine Disharmonie unter den Freunden ist mit die Folge.

Dabei entstehen dann tiefgründige Dialoge und Diskussionen, die der Autor, Peter Richter, gewaltig mit Humor gespickt hat. Diese Gespräche haben mir gefallen. aber leider wurden auch sehr viele belanglose Äußerungen getätigt, die mich so gar nicht interessierten. Hinzu kommt, dass den spirituellen Gesprächen und Abhandlungen viel zu viel Platz in diesem Roman eingeräumt wurde. Auch kamen mir die Kinder in dieser Geschichte viel zu kurz.

Kurz um, es ist ein netter Roman, den man lesen kann, oder auch nicht. Für zwischendurch hat er mir einige schöne Lesestunden beschert, aber nachhaltig wird er mir nicht in Erinnerung bleiben.

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Veröffentlicht am 16.07.2021

Ungewöhnliche Erzählung

Auszeit
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Nachdem ich nun dieses Buch beendet habe, stelle ich mir die Frage, inwiefern diese Geschichte mich bereichern konnte. Leider ist da so gut wie gar nichts zu finden. Hier erzählt die Protagonistin " Henriette ...

Nachdem ich nun dieses Buch beendet habe, stelle ich mir die Frage, inwiefern diese Geschichte mich bereichern konnte. Leider ist da so gut wie gar nichts zu finden. Hier erzählt die Protagonistin " Henriette " in " Ich-Form " über ihre Abtreibung. Sie berichtet über einen Aufenthalt mit ihrer Freundin in einer abgelegenen Berghütte im Wald. Dabei stelle ich mir die Frage, was diese Freundschaft auszeichnet, wenn es doch eigentlich nur um die Probleme von " Henriette " geht. Zudem wird diese besagte Freundin auch noch von ihr in übelster Form hintergangen.

" Henriette " kommt mir während sämtlichen Äußerungen naiv und völlig unentschlossen vor. Dazu wird das ernste Thema einer Abtreibung auseinander gerissen und emotionslos abgehandelt. Klar, " Henriette " steht seit dem Abbruch quasi neben sich, und ihre Freundin versucht mit allen Mitteln sie wieder auf Normalspur zu lenken. Dazu greift sie auch auf ihre Kenntnisse in Yoga und Reiki zurück. Aber wie sieht eigentlich " Henriettes " Normalleben aus ? Sie kommt mir bis zuletzt so vor, als ob sie dem Kind sein noch nicht entwachsen ist. Dies zeigt sie auch durch ihre kindlichen Beschreibungen von ganz normalen täglichen Situationen, die eigentlich gar keinen Erwähnungen bedürfen. Ich zitiere kurz: " Ich hocke mich auf den Boden, ziehe mir die Schlafanzughose herunter und pinkele...." Wen interessiert das denn ? Mich jedenfalls nicht !

Für mich wird in dieser Geschichte sehr viel Unwichtiges und Unnütziges berichtet, wo die Autorin doch viel tiefer in diese Thematik hätte eintauchen können. Hinzu kam noch die Entscheidungsunfähigkeit der Haupt- Protagonistin, die mir im Verlauf dieser Erzählung ganz gehörig auf die Nerven ging.

Ich finde es sehr bedauerlich, dass zu einem so einschneidendem Ereignis, wie einer Abtreibung und deren Folgen, ein so emotionsloses Buch entstehen kann.

Ich habe zu diesem Buch keinen wirklichen Zugang gefunden, und mich haben sämtliche Protagonisten nicht überzeugen können. Meine Erwartungen an dieses Buch waren andere, somit kann ich auch keine Kaufempfehlung aussprechen. Tut mir leid !

Von mir 2 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 15.07.2021

Das Leben ist kein Glückskeks

Kleine Wunder überall
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Zunächst möchte ich das sehr geschmackvolle Cover loben. Hier passt alles prima zusammen, von den Farben über das Schriftbild, bis hin zum aussagefähigen Klappentext. Dieser beinhaltet eigentlich schon ...

Zunächst möchte ich das sehr geschmackvolle Cover loben. Hier passt alles prima zusammen, von den Farben über das Schriftbild, bis hin zum aussagefähigen Klappentext. Dieser beinhaltet eigentlich schon alles, um zu erkennen, was einem erwartet.

Danach kann sich die Leserschaft auf eine turbulente Familiengeschichte freuen, die sich durchaus auch in der Wirklichkeit abgespielt haben könnte. Die vielen Ereignisse in der vierköpfigen Familie, zu der auch noch unerwartet die Mutter von Charlotte stößt, sind durchweg realistisch beschrieben..

Sämtliche Protagonisten erscheinen glaubwürdig, wenn auch Charlotte des Öfteren gewaltig überdreht, aber das kommt ja auch in den besten Familien vor.

Beim Lesen wird es nie langweilig, denn es passieren immer wieder unvorhersehbare Ereignisse, die diese Geschichte tragen und lesenswert machen.
Nicht zuletzt geht es aber auch um Vergebung, Mutmachung , und ums Loslassen. Viele amüsante Passagen werden von ernsten Ereignissen abgelöst.

Zum Schluss drückt die Stimmung in der Familie sehr stark auf die Tränendrüse, aber dies ist passend, denn die Geschichte kommt auch mit einer sehr wichtigen Botschaft daher.

Ich hatte mit diesem Buch sehr entspannte Lesestunden, und empfehle es gerne an Personen, die an Familiengeschichten interessiert sind.
Des Öfteren habe ich vergessen, dass ich keine Geschichte nach einer wahren Begebenheit lese, denn sie ist vollkommen logisch erzählt, und in keiner Passage kommt sie kitschig daher.

Mir hat es gefallen, daher vergebe ich 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.07.2021

Auswirkungen einer Minderheitsregierung

Brenzlige Wahlen
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Deutschland steht in wenigen Monaten vor einer neuen Bundestagswahl. Welche Partei dann die Mehrheit haben wird, und welche Partei den nächsten Bundeskanzler oder die nächste Bundeskanzlerin stellen wird, ...

Deutschland steht in wenigen Monaten vor einer neuen Bundestagswahl. Welche Partei dann die Mehrheit haben wird, und welche Partei den nächsten Bundeskanzler oder die nächste Bundeskanzlerin stellen wird, ist gerade in der schwierigen Zeit der Pandemie von entscheidender Bedeutung.

Der Autor " Ruben Gantis " macht sich in diesem Buch " Brenzlige Wahlen " Gedanken darüber, wenn es beispielsweise zu einer Minderheitsregierung kommen würde.

Es ist ein interessantes und spannendes Gedankenexperiment. Es ist eine fiktive Erzählung, und dennoch steckt ganz viel Wahrheit darin. An gezielten Beispielen macht " Gantis " auf die großen Veränderungen, die eine Regierung ohne Mehrheit mit sich bringt, anhand einer mittelständigen Familie deutlich. Gerade wenn durch die Pandemie die Existenz auf dem Spiel steht, entstehen Reibereien, Ängste und großes Unwohlsein innerhalb der Familie. Jeder Familienangehörige geht dann mit den großen Problemen anders um, sodass auch zwischenmenschliche Beziehungen unter großer Belastung stehen. Zerreißt es die Familie, oder stehen sie gerade wegen dieser Probleme besonders eng beieinander ? Dieses erfährt der interessierte Leser:in , und spürt, dass manche Verhaltensweisen und Gedankenspiele sich ganz nah an der Wirklichkeit orientieren. Nicht nur einmal habe ich mich gefragt: " Was wird aus Deutschland, wenn es im Herbst keine stabile Regierung geben wird. Werden wir dann noch vernünftig regiert ?"

Noch ist es früh genug sich über die nächste Regierung Gedanken zu machen, Wahlprogramme zu lesen, um dann am Tag der Wahl möglichst die richtige Entscheidung zu treffen.

Mich hat dieses Buch sensibilisiert und nachdenklich gestimmt, denn diese " realistischen Fiktionsgedanken " des Autors könnten im schlimmsten Fall zumindest teilweise Realität werden.

Ein Gedankenexperiment, sehr interessant, nachvollziehbar und spannend dargeboten. Ich appelliere an politisch interessierte Leser:innen dieses Buch zu lesen, um sich die Wichtigkeit der Wahlen vor Augen zu führen. Das abschreckende Beispiel der Familie Buschner darf niemals Wirklichkeit werden.

Wir haben es in der Hand für eine stabile Regierung zu sorgen, damit Frustration und Verzweiflung dem Menschen fern bleiben, und wir hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können. Politikverdrossenheit ist gerade jetzt in diesem Jahr fehl am Platz, denn schwierige Aufgaben warten darauf erledigt zu werden.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen. Den einen Stern habe ich in Abzug gebracht, da mir die teilweise derbe Wortwahl in einzelnen Dialogen nicht zusagt.

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