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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2026

Heißes Highlight

Firewatch
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FIREWATCH hatte ich zuerst gar nicht zwingend auf meiner Leseliste. Thriller steht auf dem Cover. In anderen Beschreibungen tauchten dann aber noch die Begriffe New Adult + Suspense Romance auf – und die ...

FIREWATCH hatte ich zuerst gar nicht zwingend auf meiner Leseliste. Thriller steht auf dem Cover. In anderen Beschreibungen tauchten dann aber noch die Begriffe New Adult + Suspense Romance auf – und die haben mich tatsächlich eher abgeschreckt. Trotzdem hat mich der Klappentext wiederum neugierig gemacht. Aus dem Bauch heraus habe ich mich schließlich doch für das Buch entschieden. Ich habe ehrlich gesagt nichts Großartiges erwartet und dann ein absolutes Highlight bekommen.
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Darum geht’s: Robin ist sich sicher, dass er den Mörder seines besten Freundes Aaron kennt. Also zeckt er sich an Kian heran, um ihn zu überführen…
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Ich habe vorher schon ein paar sogenannte Romance Suspense-Bücher gelesen und war von ihnen überwiegend enttäuscht. Die Mischung der beiden Genre hat mir in der Umsetzung meist nicht gefallen. Die Spannung kam in den mir bisher bekannten Büchern eindeutig zu kurz, während ich die Romance nicht entsprechend gefühlt habe und deshalb beim Lesen dann ziemlich genervt war. Ganz anders ist das hier bei FIREWATCH von Colin Hadler. Ich habe mit FIREWATCH tatsächlich das erste Romance Suspense-Buch gelesen, dass mir durch und durch gefallen hat - und das so richtig, richtig, richtig gut. Das liegt daran, dass die Spannung hier im Vordergrund steht, ohne die Romance wiederum außer Acht zu lassen. Von der gibt es auch jede Menge. Der Mix ist in diesem Fall aber überaus gelungen. Die Story ist sehr intensiv und Colin Hadler hat sie so unglaublich stark umgesetzt, dass er damit zumindest meinen Geschmack voll und ganz getroffen hat.
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Colin Hadler hat mich mit FIREWATCH in allen Punkten begeistert. Zunächst ist da mal das Setting. Ein Firetower im kalifornischen Nationalpark ist mal eine echte Abwechslung im Vergleich zu den Schauplätzen der meisten anderen Bücher, die aktuell so erscheinen. Außerdem gelingt Hadler mit dem erzähltechnischen Wechsel der Zeitebenen zwischen Damals und Heute ein wirklich genialer Spannungsaufbau. Hinzu kommen noch ein paar mysteriöse Zwischenkapitel, bei denen man nicht weiß, was genau und aus wessen Sicht man überhaupt liest. Das heizt die Spannung noch zusätzlich an – und das bei einem Spannungsbogen der ohnehin durchgehend so straff gespannt ist, dass ich FIREWATCH kaum aus der Hand legen konnte und nahezu an einem Stück regelrecht durchgesuchtet habe.
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Neben fetten Pluspunkten für Setting und Spannung, konnten mich auch die Charaktere überzeugen. Colin Hadler hat mir seine Protagonisten so dermaßen nahegebracht, dass ich mit ihnen gefiebert, gelitten und gefühlt habe. Hier kommt die Romance ins Spiel. Und nicht zu vergessen der Spice – von dem ich in Büchern ja normalerweise nun wirklich kein Freund bin. Für meinen Geschmack dürfen sich Sexszenen gerne hinter verschlossenen Türen abspielen. Ausführliche Beschreibungen geben mir persönlich nichts, so dass ich diese Passagen meist einfach überblättere. Deshalb war es auch für mich selbst absolut überraschend, dass es sich hier mal ganz anders verhalten hat. Es gibt zwei große Spice-Szenen über die ich nicht mal annähernd hinweglesen wollte und die ich sogar genießen konnte. Colin Hadler baut zwischen den Figuren nämlich eine unglaublich prickelnde Tension auf, die sich dann ganz selbstverständlich in Szenen entlädt, die absolut hot sind und die ich einfach nur geliebt habe. Ganz, ganz großes Kompliment also an den Autor, dass er das geschafft hat.
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Was soll ich noch sagen? FIREWATCH steckt voller Geheimnisse, großer Emotionen und nervenzerreißender Spannung. Diese Kombination hat mich atemlos durch die Seiten getrieben. Die Wendungen, die die Geschichte immer wieder nimmt, sind mal sanft, mal actionreich und jedes Mal dermaßen gut und stimmig, dass es einfach Spaß macht, sich von FIREWATCH mitreißen zu lassen. Den Thriller als Suspense-Romance vom Feinsten zu bezeichnen, ist absolut nicht zu hoch gegriffen, sondern vollkommen berechtigt.
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Fazit: Hut ab, Colin Hadler! Du hast mir hier ein Lesehighlight beschert, mit dem ich wirklich nicht gerechnet hatte. FIREWATCH hat mir auf beeindruckende Art und Weise den Boden unter den Füßen weggerissen. Der Thriller ist ein spannungsgeladenes Wechselbad der Gefühle und echtes Kopfkino-Material. Ich kann nicht anderes als eine absolute Leseempfehlung mit dem Prädikat Highlight zu vergeben.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Düsteres Märchen

Don't Let The Forest In
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DON’T LET THE FOREST IN von CG Drews war ein echter Mood Reed. Nachdem ich um das Buch zunächst ein wenig herumgeschlichen bin, ging es mir dann plötzlich nicht mehr aus dem Kopf. Ich wollte es unbedingt ...

DON’T LET THE FOREST IN von CG Drews war ein echter Mood Reed. Nachdem ich um das Buch zunächst ein wenig herumgeschlichen bin, ging es mir dann plötzlich nicht mehr aus dem Kopf. Ich wollte es unbedingt haben und sofort lesen und habe mich mit Feuereifer in die Geschichte hineingestürzt.
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Darum geht’s: Andrew und Thomas sind Schüler an der Wickwood Academy. Andrew schreibt düstere Märchen. Thomas haucht ihnen mit gruseligen Bildern Leben ein. Gefährlich wird es, als die Monster zum Leben erwachen…
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Dieses Buch ist viel und deshalb schwer in Worte zu fassen. Es ist poetisch, märchenhaft, düster und bis zum Schluss rätselhaft. Der Verlag beschreibt diesen besonderen Mix als „süchtig machenden Jugendbuch-Horror mit Dark Academia Feeling.“ Für mich persönlich gilt, dass ich hier mal wieder etwas gänzlich abseits meiner gewohnten Pfade gelesen habe. Etwas auf das ich gerade absolut Lust hatte. Und entsprechend gut hat mir das Buch dann auch gefallen.
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Schreibstil und Story haben mich regelrecht aufgesogen. Das Buch ist einfach faszinierend schaurig schön. Die darin enthaltene Lovestory habe ich mit jeder Faser meines Körpers gefühlt. Die Bildhaftigkeit ist kraftvoll. Die Poesie sanft. Das Ganze in Verbindung mit atmosphärischem Grusel-Horror war für mich eine ganz neue Leseerfahrung. Zwischendurch haben mich vielleicht ein paar gefühlte Wiederholungen, Hinauszögerungen und dadurch entstehende Längen gestört. Aber dann kommt dieses Ende, dass irgendwie wiederum auch kein Ende ist und jede Menge Spielraum lässt. Das Buch hat mein Herz jedenfalls gleich auf mehrere Arten schneller schlagen lassen. Ich könnte DON’T LET THE FOREST IN sicherlich noch unzählige weitere Male lesen und würde jedes Mal etwas Neues darin entdecken und die Geschichte anders interpretieren. So etwas liebe ich einfach!

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Veröffentlicht am 25.12.2025

Das Problem mit der Länge

Sturmschreie
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Ein grausamer Mord, ein Mädchen auf der Flucht und die Frage, was ein Menschenleben wert ist. STURMSCHREIE Band vier der Reihe um die schwedische Kommissarin Idun Lind. Ich bin ja grundsätzlich ein Fan ...

Ein grausamer Mord, ein Mädchen auf der Flucht und die Frage, was ein Menschenleben wert ist. STURMSCHREIE Band vier der Reihe um die schwedische Kommissarin Idun Lind. Ich bin ja grundsätzlich ein Fan skandinavischer Krimis und Thriller und auch in diese Reihe war ich anfangs mit großer Begeisterung gestartet. Schade ist nur, dass Tina N. Martin mich jetzt als Leserin zunehmend zu verlieren scheint. Der neue Fall hat mir jedenfalls nicht sonderlich gut gefallen. Das liegt nicht am Schreibstil der Autorin. Den mag ich weiterhin sehr gerne. Und zu Beginn des Buches hatte ich auch Hoffnung, dass die Geschichte mich wieder packen kann. Das konnte sie dann aber nicht.
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Darum geht’s: Im Fluss bei Harads wird eine verstümmelte Leiche gefunden. Die Spur führt in das nahe gelegene Flüchtlingslager…
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Hier hat sich wieder das Problem aufgetan, dass ich schon beim dritten Band der Reihe hatte: Die Länge. Wenn sich bei an die 600 Seiten dann noch erzählerische und handlungstechnische Längen auftun, zieht es sich halt wie Kaugummi. Genau das ist hier der Fall. Nach etwa einem Drittel habe ich das Interesse verloren und bin zunehmend nur noch durch die Seiten gehuscht. Die anfänglich vorhandene Spannung war wie weggeblasen. Die Story in der Gegenwart hat mir noch gefallen. Die Rückblenden auf das Schicksal eines Mädchens im kriegsgebeutelten Syrien haben mich dagegen nicht gepackt. Diese Passagen sind aber zentral für die Handlung. Und damit ist das Buch bei mir dann halt durchgefallen. Irgendwie hat mir hier das Besondere gefehlt. Der Funke ist einfach nicht übergesprungen. Für mich war der Handlungsverlauf größtenteils und langweilig und langatmig. Auch die Ermittlerfiguren und ihre Weiterentwicklung fand ich diesmal uninteressant.
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Fazit: STURMSCHREIE ist für mich der bislang schwächste Teil der Reihe. Ich bin mir noch unsicher, ob ich den nächsten Teil noch lesen werde.

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Spiel mit Identitäten

Das Böse nebenan
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Sharon Bolton & ich sind eigentlich immer ein Match. Nachdem ich die britische Autorin längere Zeit unerklärlicherweise aus den Augen verloren hatte, bin ich jetzt seit ein paar Jahren wieder drin im Game ...

Sharon Bolton & ich sind eigentlich immer ein Match. Nachdem ich die britische Autorin längere Zeit unerklärlicherweise aus den Augen verloren hatte, bin ich jetzt seit ein paar Jahren wieder drin im Game und lese ihre Bücher seitdem wieder mit großer Freude. Deshalb musste auch ihr neuer Thriller DAS BÖSE NEBENAN direkt bei mir einziehen. Und ja, es hat erneut alles gepasst. Ich liebe ihre Bücher einfach.
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Darum geht’s: Anna Brown will in der englischen Kleinstadt St. Abel’s Chapel einen Neuanfang wagen. Aber in dem Ort geschehen seltsame Dinge…
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Mehr verrate ich nicht. Lest selbst. Und lasst euch von Sharon Bolton erst mal maximal verwirren. Das hat sie nämlich drauf, wie keine Zweite. Fast 100 Seiten lang hatte ich das Gefühl, dass ich hier rein gar nichts checke. Aber weil Bolton so toll schreibt und ich ja mittlerweile weiß, dass Verwirrung bei ihr Programm ist, bin ich diesen Weg wieder mitgegangen. Irgendwann lichtet sich der Nebel dann auch und man denkt, dass man jetzt weiß, wie der Hase läuft. Aber weit gefehlt. Ich weiß es zumindest nie. Und so ist es Sharon Bolton auch diesmal wieder gelungen, mich nach allen Regeln der Kunst an der Nase herumzuführen. In DAS BÖSE NEBENAN spielt Bolton mit den Identitäten ihrer Charaktere und der Wahrnehmung ihrer Leserinnen. Und das macht sie für meinen Geschmack wahnsinnig gut. Ich habe wirklich geglaubt, den Lösungspfad recht klar vor Augen zu haben. Dabei hätte ich wissen müssen, dass es bei Bolton nie so einfach ist und eben nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
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DAS BÖSE NEBENAN entwickelt sich fast beiläufig zu einem Pageturner, den man kaum aus der Hand legen kann. Die Story hat verschiedene Aspekte, die ich unbedingt unter einen Hut bekommen wollte. Aber daran bin ich bei Bolton mal wieder kläglich gescheitert. Sie hat mich einmal mehr mit spielerischer Leichtigkeit und einfach gekonnt auf falsche Fährten gelockt. Irgendwann kam der erste Twist, der mich atemlos gemacht hat (auch, wenn ich mich hier an eine Wendung in einem anderen Buch erinnert gefühlt habe) und ab da ging es dann wirklich Schlag auf Schlag. Das letzte Drittel des Buches ist unglaublich tempo- und wendungsreich. Eine Pause einlegen? An diesem Punkt absolut keine Option!
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Bolton baut die Handlung für meinen Geschmack sehr stark auf und schlägt einen tollen Spannungsbogen. Letztendlich überschlagen sich die Ereignisse fast und entladen sich in Twists, die ich persönlich wirklich gelungen finde und die mich atemlos gemacht haben. Beim Ende warne ich euch mal ein bisschen vor, denn hier wird nicht jeder 100% befriedigt das Buch zuklappen. Da lässt Bolton uns Leser
innen einen gewissen Spielraum. Für mich hat aber auch das gepasst.
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Es war mir ein Fest! Sharon Bolton schafft mit DAS BÖSE VON NEBENAN den Sprung in die Region der Top-Thriller – und das fast schon mit lässiger Selbstverständlichkeit. Ich hüte mich ja eigentlich immer vor allzu großen Erwartungen. Bei Bolton darf man sie aber noch haben, ohne enttäuscht zu werden.

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Veröffentlicht am 13.12.2025

Ein grandioses Überraschungs-Highlight

Sophie L.
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Im vergangenen Jahr habe ich ANNA O. von Matthew Blake gelesen. Ein Buch, dass ich zu diesem Lesezeitpunkt zwar interessant, aber auch schwierig zu lesen fand, was am Ende auf eine mittelprächtige Bewertung ...

Im vergangenen Jahr habe ich ANNA O. von Matthew Blake gelesen. Ein Buch, dass ich zu diesem Lesezeitpunkt zwar interessant, aber auch schwierig zu lesen fand, was am Ende auf eine mittelprächtige Bewertung hinausgelaufen war. Trotzdem muss ich in dem Buch irgendetwas gesehen haben, was mich jetzt nach kurzem Zögern dazu gebracht, Blake mit seinem neuen Thriller SOPHIE L. eine weitere Chance zu geben. Auf den ersten Seiten habe ich schon gemerkt, dass die Chemie zwischen mir und dem Buch stimmt. Das ist auch durchgehend so geblieben. Am Ende stand sogar die Erkenntnis, dass ich hier kurz vor Jahresschluss nochmal ein echtes Highlight lesen durfte.
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Darum geht’s: Olivia Finn ist Gedächtnisexpertin an einem Londoner Krankenhaus. Dann wird sie zu einem familiären Notfall nach Paris gerufen. Ihre Großmutter Josephine ist in dem berühmten Hotel Lutetia aufgetaucht, hat behauptet jemand ganz anderes zu sein und als junge Frau einen Mord begangen zu haben. Wenig später wird die scheinbar verwirrte Seniorin ermordet…
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Matthew Blake fährt in SOPHIE L. raffinierte Psychospannung vom Allerfeinsten auf. Wie schon bei ANNA O. kann man auch hier wieder über das dem Buch aufgedrückte Thriller-Label diskutieren. Das mag bei einigen Lesern andere Erwartungen wecken. Allerdings wüsste ich auch nicht, welchem Genre man SOPHIE L. alternativ zuordnen sollte. Und gerade das Ende hat mich so mitgenommen und außer Atem gebracht, dass ich die Bezeichnung Thriller dann doch wieder passend fand. Und dabei bleibe ich jetzt der Einfachheit halber auch mal.
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SOPHIE L. ist überwiegend ein Thriller der leisen Töne. Gleichzeitig aber hochgradig intensiv und granatenstark geschrieben. Womit Matthew Blake mich gleich auf seiner Seite hatte, ist das Setting in Paris, das er unglaublich toll zum Leben erweckt hat. Dann kam ein Zeitsprung im Geschehen, der mich zunächst ernüchtert hat. Matthew Blake hat mich ans Ende des 2. Weltkrieges zurückgeführt und mit Themen konfrontiert, mit denen ich mich beim Lesen zum puren Zeitvertreib und zur Zerstreuung nun mal einfach nicht gerne auseinandersetze. Aber irgendwas muss Matthew Blake hier goldrichtig gemacht haben, denn dieser Handlungsaspekt hat mich nicht abgeschreckt, sondern eine eigentümliche Faszination ausgeübt und mich immer tiefer in die Geschichte hineingezogen. Es gibt noch eine weitere Zeitebene in der näheren Vergangenheit und zwei weitere Perspektiven, die für Verwirrung aber auch gleichzeitig Spannung sorgen. Und wie Matthew Blake letztendlich alle Punkte zusammenführt und auflöst … holla, die Waldfee … das ist großes Kino.
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Ich kann für mich nur sagen: Was für ein Buch!!! Ja, man muss Zugang dazu finden, man muss sich darauf einlassen und man muss offen für eine andere Art von Thriller sein. Ich war gerade anscheinend in allen Punkten bereit für dieses Buch, denn SOPHIE L. hat mich einfach komplett begeistert. Die Atmosphäre, die Charaktere, die Intensität, die Story, der Handlungsverlauf – alles zusammengenommen und wie Matthew Blake es hier angeht und umsetzt hat SOPHIE L. für mich zu einem Überraschungserfolg gemacht. Damit hatte ich in keinster Weise gerechnet. Ich kann diesen Thriller einfach nur als atemberaubendes Highlight der ganz besonderen Art bezeichnen.

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