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Veröffentlicht am 18.08.2022

Thriller mit toller Atmosphäre und prickelnder Spannung

Abendrot
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Für mich war es das erste Buch, dass ich von der Autorin gelesen habe. Und ich kann sagen: Es war ein gelungenes Lese-Erlebnis. "Abendrot" ist toll geschrieben, sehr atmosphärisch und erzählt eine spannende ...

Für mich war es das erste Buch, dass ich von der Autorin gelesen habe. Und ich kann sagen: Es war ein gelungenes Lese-Erlebnis. "Abendrot" ist toll geschrieben, sehr atmosphärisch und erzählt eine spannende Geschichte. Zwischen dem Buch und mir hat es einfach gepasst.
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Darum geht’s: Jess besucht ihren Bruder Ben in Paris. Als sie wie verabredet vor dem noblen Apartmenthaus steht, macht ihr aber keiner auf. Von Ben fehlt jede Spur. Die Nachbarn sind irgendwie seltsam und keine besondere Hilfe. Jess lässt aber nicht locker - und kommt mehr als einem Geheimnis auf die Spur.
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Zitat S. 121: "Dieser Ort verschluckt die Zeit wie ein verwunschenes Märchenbuch." Beim Lesen habe ich auch fast die Zeit vergessen.
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"Abendrot" ist zwar ein ruhiger Thriller, aber überhaupt nicht langweilig. Lucy Foley schreibt und beschreibt faszinierend und mit Sogwirkung. Es gibt flotte Perspektiv- und zusätzlich noch Zeitwechsel. Nicht verwirrend, sondern einfach klasse zu lesen. Auch die Charaktere sind interessant ausgearbeitet.
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Der Thriller hat eine tolle Grundstimmung und eine packende Atmosphäre. Ich hatte ständig ein unterschwelliges Spannungsgefühl. Undefinierbar aber doch vorhanden. Es hat geprickelt auf der Haut. Und dann waren da noch diese Twists, die mich jedes Mal kalt erwischt haben.
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Zum Abschluss noch ein Wort an den Verlag: Ich weiß, Ihr habt ein tolles Konzept für die deutschen Titel der Bücher von Lucy Foley entwickelt. "Neuschnee", "Sommernacht", "Abendrot" - das ist eine Einheit. Aber in diesem Fall liebe ich den Originaltitel "The Paris Apartment". Er spricht für sich und hätte gerne beibehalten werden dürfen.

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Veröffentlicht am 15.08.2022

Rundum angenehm zu lesender Wohlfühlroman

Die Schwestern vom See
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"Die Schwestern vom See" von Lilli Beck ist ein sympathischer Wohlfühl-Roman mit einer warmherzigen Familiengeschichte und einem schönen Setting.
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Darum geht’s: Als Max König im Alter von 86 Jahren stirbt, ...

"Die Schwestern vom See" von Lilli Beck ist ein sympathischer Wohlfühl-Roman mit einer warmherzigen Familiengeschichte und einem schönen Setting.
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Darum geht’s: Als Max König im Alter von 86 Jahren stirbt, ist die Familie zur Beisetzung nach langer Zeit mal wieder vereint. Die Angehörigen stoßen auf ein Geheimnis in Max Vergangenheit. Außerdem will jemand der Familien-Pension und Konditorei schaden.
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Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Schwestern Iris, Rose und Viola. Sie stecken viel Herzblut in den Fortbestand des Familienbetriebs. Hauptfigur Iris kämpft mit ihrem unerfüllten Kinderwunsch und Zweifeln an ihrer Ehe. In kurzen Zwischen-Kapiteln geht es immer wieder zurück in die 50er Jahre, wo wir mehr über die Geschichte von Opa Max erfahren. Autorin Lilli Beck schafft es, den Leser unmittelbar in die Familienbande einzubeziehen. Hier kommt man an, lässt sich fallen und fühlt sich wohl.
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Die Hauptzutat der Story ist Liebe. Dazu kommen eine Portion Herzschmerz, eine Messerspitze Drama und eine Prise Geheimnis. Das alles gut verrührt ergibt eine rundum schöne Geschichte. In die Handlung habe ich leicht reingefunden. Und die Personen mochte ich auch sofort. Ich habe mich lediglich ein bisschen daran gestoßen, dass der Schwestern-Roman doch sehr Iris-lastig ist. Erst durch die angehängte Leseprobe ist mir klar geworden, dass es sich bei dem Roman um den Auftakt einer Reihe handelt. Das hätte im Klappentext ruhig auch schon mal erwähnt werden können. So dachte ich die ganze Zeit, dass ich einen Stand Alone-Roman lese. Aber nicht schlimm, denn das Buch hat mir echt gut gefallen. Davon lese ich gerne noch mehr.
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Fazit: Schön war's in Auerbach am Bodensee. "Die Schwestern am See" war für mich genau der richtige Roman für heiße Sommertage. Die Lust auf mehr ist geweckt.

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Veröffentlicht am 12.08.2022

Wieder ein spannender Fall für Rizzoli & Isles

Mutterherz
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5 Jahre ist es her, dass ich "Blutzeuge", den 12. Rizzoli & Isles-Fall von Tess Gerritsen gelesen habe. Jetzt ist mit "Mutterherz" endlich Band 13 der Reihe erschienen.

Da sind sie wieder: Ermittlerin ...

5 Jahre ist es her, dass ich "Blutzeuge", den 12. Rizzoli & Isles-Fall von Tess Gerritsen gelesen habe. Jetzt ist mit "Mutterherz" endlich Band 13 der Reihe erschienen.

Da sind sie wieder: Ermittlerin Jane Rizzoli und Gerichtsmedizinerin Maura Isles. Nach 5 Jahren Abstinenz könnte man Fremdeln. Aber nein. Tess Gerritsen hat mich wie gewohnt mitgerissen. Schreibstil und Charaktere waren mir gleich wieder so wohlig vertraut, als hätte es die lange Pause zwischen den Büchern gar nicht gegeben. Auch in den Fall konnte ich problemlos eintauchen.

Darum geht’s: Rizzoli & Isles ermitteln im Fall einer Krankenschwester aus Boston, die brutal ermordet worden ist. Außerdem kämpft Angela Rizzoli um die Aufmerksamkeit ihrer Tochter. Ihr kommt in der Nachbarschaft einiges seltsam vor. Mit ihrer Neugier bringt sie sich selbst in Gefahr…

Der neue Fall für Rizzoli & Isles ist mehr Rizzoli als Isles. Matura tritt als Figur in diesem Band etwas in den Hintergrund. Aber das finde ich im Laufe einer Reihe auch mal vollkommen okay. Jane ermittelt gewohnt toll mit ihrem Partner Barry Frost. Außerdem tritt Janes Mama Angela diesmal mehr in den Vordergrund. Ihre Schnüffeleien am Gartenzaun fand ich spannend und interessant - und letztendlich führt Tess Gerritsen in gewohnter Manier alles schlüssig zusammen.

Es war aufgrund der geschilderten Konstellation mal ein etwas anderer Fall. Deswegen hat er mir aber nicht weniger gefallen. Anfang und Ende der Story fand ich sehr spannend. Kleinere Hänger zwischendurch verzeihe ich Tess Gerritsen gerne - zumal man sie angesichts der leichtgängigen Schreibe kaum wahrnimmt.

Fazit: "Mutterherz" ist ein weiterer solider Fall für Rizzoli & Isles. Kein Highlight der Reihe - aber immer noch gut genug um zu zeigen, dass die Reihe noch nicht am Ende ist. Wieder etwas von den ganzen vertrauten Charakteren zu lesen, war ein bisschen wie ein Familientreffen. Jetzt mussten wir uns zwar erneut trennen - aber wir sehen uns wieder bei Fall 14!

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Veröffentlicht am 09.08.2022

Mit diesem Thriller bin ich leider nicht warm geworden

Elternhaus
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Dieser Thriller hat es mir beim Lesen echt schwer gemacht. Die Handlung klang vielversprechend. Aber beim Lesen haben sich bei mir weder Emotionen noch Spannung eingestellt. Schade, denn die Grundidee ...

Dieser Thriller hat es mir beim Lesen echt schwer gemacht. Die Handlung klang vielversprechend. Aber beim Lesen haben sich bei mir weder Emotionen noch Spannung eingestellt. Schade, denn die Grundidee ist gut und hat durchaus Potenzial.

Darum geht’s: Yvette Winkler und ihre Familie ziehen in eine schon lange leerstehende Villa in einem Hamburger-Nobelvorort. Der Barpianist Tobias Hansen sucht die Nähe der Bewohner und ihres Umfelds. Er schleicht sich quasi still und heimlich in ihr Leben. Und dann passieren seltsame Dinge.

Dieser Thriller war für mich ein unerwartet schwieriger Read. „Elternhaus“ hat mich zunächst etwas an das kammerspiel-artige „Schweig!“ von Judith Merchant erinnert. Der Thriller hat aber keine vergleichbare Sogwirkung und Faszination entwickelt. Ich habe Zeit gebraucht, in die Geschichte reinzukommen. Auch die Personen konnte ich nicht direkt einordnen und auseinanderhalten. Es gibt viele Beschreibungen - sie haben für mich aber nichts dazu beigetragen, tiefer in die Story ein- und zu den Charakteren vorzudringen. Sie sind für mich schemenhafte Figuren geblieben. Überhaupt fand ich alles so seltsam hölzern und kühl-distanziert, dass es mich null gecatcht hat.

Fazit: Ich fand diesen Thriller leider langatmig, leb- und emotionslos. Letztendlich habe ich in der zweiten Hälfte viel quer gelesen, um zum Ende zu kommen.

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Veröffentlicht am 08.08.2022

Ein Kinderbuch-Schatz

Grimm und Möhrchen – Frühling, Sommer, Herbst und Zesel
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Und dann gibt es diese Bücher, die man einfach nur Knuddeln möchte - wenn der Einband nicht so hart wäre 😉 Ein solches Buch ist "Grimm und Möhrchen - Frühling, Sommer, Herbst … und Zesel." Autorin Stephanie ...

Und dann gibt es diese Bücher, die man einfach nur Knuddeln möchte - wenn der Einband nicht so hart wäre 😉 Ein solches Buch ist "Grimm und Möhrchen - Frühling, Sommer, Herbst … und Zesel." Autorin Stephanie Schneider legt hier den zweiten Band mit Geschichten um den Buchhändler Grimm und seinen kleinen Zesel Möhrchen (eine Kreuzung aus Zebra und Esel) vor. Stefanie Scharnberg hat das Ganze mit wunderschönen Illustrationen bildlich in Szene gesetzt. Ein niedliches Detail sind das schwarze und das weiße Lesebändchen. Erschienen ist das Buch im Juli beim dtv-Verlag.

Mit Grimm und Möhrchen geht es durch das Jahr. Dabei haben sie viel Spaß mit verschiedenen Bräuchen unserer Kultur. Grimm und Möhrchen feiern zum Beispiel Karneval, machen Urlaub, gehen ins MUHseum und schreiben einen Brief an den Weihnachtsmann. Es sind Alltagserlebnisse, denen die Autorin mit Witz, Sprach-Spielereien und Fantasie Leben einhaucht. Mein Highlight sind die Wachs-mal-Stifte, durch die der kleine Zesel gerne größer werden möchte. Oder wenn Möhrchen statt des Seepferdchen-Schwimmabzeichens das See-Zeselchen macht. Oder wenn er die Autorin seiner Lieblingsbücher trifft, weil er dringend ein neues "Ranunkel"-Buch braucht. Auch Grimms Schwärmerei für die freiwillige Feline von der Feuerwehr spielt eine Rolle. Ach, es gibt keine Episode, die nicht schön ist.

Das Buch ist ein wahrer Kinderbuch-Schatz. Freut euch auf 14 zuckersüße und herzige Geschichten, die mit unendlich viel Liebe erzählt sind - und kleinen Menschen dabei ganz selbstverständlich wichtige Werte mit auf den Weg geben. Mir hat der Besuch bei Grimm und Möhrchen im Haus mit der schiefen 7 sehr gut gefallen.

Zum Schluß noch ein Tipp: Lest die Geschichten unbedingt laut vor (im Zweifelsfall euch selbst), damit sie ihren vollen Charme entfalten können. Ihr werdet merken, dass ein kleiner Zesel in euch steckt dessen Stimme raus möchte!

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