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Veröffentlicht am 23.04.2022

Kein Buch wie jedes andere

Henkers Mahlzeit
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Besondere Zeiten brauchen besondere Bücher. "Henkers Mahlzeit" von Nadine Teuber hat mich durch die letzten Corona-Homeoffice-Tage begleitet. Es ist ein ungewöhnliches Buch, dass sich in keine Schublade ...

Besondere Zeiten brauchen besondere Bücher. "Henkers Mahlzeit" von Nadine Teuber hat mich durch die letzten Corona-Homeoffice-Tage begleitet. Es ist ein ungewöhnliches Buch, dass sich in keine Schublade stecken lässt. Der Plot ist sehr vielschichtig. Ein Mix aus Charakterstudie, Gesellschaftskritik und Thriller. Nadine Teuber fährt ein Füllhorn an Personen auf, durch die man sich erst mal durcharbeiten muss - was aber aufgrund des gut lesbaren und flüssigen Schreibstils leicht fällt. Im Mittelpunkt steht Hanna, die von der braven Erzieherin zur Serienkillerin wird. Diese Wendung im Buch trifft den Leser inmitten der selbstverständlich-unaufgeregten Erzählweise so überraschend und gewaltig, dass man einfach nur atemlos weiterliest. "Henkers Mahlzeit" hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt - obwohl das Buch in keiner Weise mit den Krimis vergleichbar ist, die ich sonst so lese. Aber gerade dieses "anders sein" macht die Faszination aus. Man muss sich drauf einlassen. Wenn das gelingt, ist "Henkers Mahlzeit" ein absolutes Erlebnis.

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Veröffentlicht am 23.04.2022

Spannung zwischen Mittelalter und Gegenwart

Todgeweiht: Thriller
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"Todgeweiht" von Catherine Shepherd ist einmal mehr ein sehr gelungener und spannender Thriller, diesmal aus der Zons-Krimireihe der Autorin. Catherine Shepherd erzählt hier auf verschiedenen Zeitebenen. ...

"Todgeweiht" von Catherine Shepherd ist einmal mehr ein sehr gelungener und spannender Thriller, diesmal aus der Zons-Krimireihe der Autorin. Catherine Shepherd erzählt hier auf verschiedenen Zeitebenen. Ein Erzählstrang liegt weit zurück im Mittelalter. In Zons grassiert die Pest. Die Bewohner haben Angst. Menschen sterben. Maßnahmen werden ergriffen. Bis man eine Entdeckung macht und nach und nach einem ungeheuerlichen Verbrechen auf die Spur kommt. Und auch in der Gegenwart muss ein spannender Fall gelöst werden. Die Polizei hat es mit einer Serie toter und verschwundener Mädchen zu tun. Schrittweise werden Zusammenhänge aufgedeckt, Spuren verfolgt, Schlussfolgerungen gezogen, bis die Lösung schließlich vor einem liegt. Catherine Shepherd schreibt vom Anfang bis zum Ende furios, fesselnd und faszinierend. Ihr gelingt es, die Fälle in Vergangenheit und Gegenwart abwechselnd Stück für Stück aufzuklären. Dieser Wechsel macht das besondere Spannungsgefüge des Buches aus. Für mich persönlich war "Todgeweiht" ein echter Pageturner. Ich habe es in Rekordzeit ausgelesen und kann es nur weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 23.04.2022

Spannende Suche nach der eigenen Vergangenheit

Die Rachsüchtige
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Auf der Suche nach neuem Lesestoff bin ich vor ein paar Tagen eher zufällig auf den frisch erschienenen Psychothriller "Die Rachsüchtige" von Saskia Calden gestoßen.



Die Autorin schmeißt ihre Leser ...

Auf der Suche nach neuem Lesestoff bin ich vor ein paar Tagen eher zufällig auf den frisch erschienenen Psychothriller "Die Rachsüchtige" von Saskia Calden gestoßen.



Die Autorin schmeißt ihre Leser schnörkellos gleich mitten rein in die Geschichte. Die Jugendliche Kristina irrt blutverschmiert über eine einsame Landstraße. Ein Auto hält, sie steigt ein und lässt die Ereignisse des Abends hinter sich.



Acht Jahre später setzt die Handlung wieder ein. Kristina arbeitet in einem Pub in Bremen. Der Besitzer ist David, der sie damals im Auto mitgenommen hat. Kristina fehlt bis dato die Erinnerung an jenen Abend vor acht Jahren. Dann taucht die mysteriöse Candy mit seltsamen Andeutungen auf. Und am nächsten Tag gilt Kristina plötzlich als Tatverdächtige eines Mordes. Gibt es einen Zusammenhang mit Kristinas Vergangenheit? Kristina kommt der Wahrheit Stück für Stück näher - bis zum großen Flashback-Showdown.



Saskia Caldens Schreibstil istvflüssig und gut lesbar. Die Autorin schafft es, ihren Figuren Leben und Charakter einzuhauchen. Der Plot hat mich unmittelbar in seinen Bann gezogen. Fesselnd und wendungsreich wird aus Kristinas Ich-Perspektive der Spannungsbogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschlagen. Ich konnte das Buch bis zum für mich überraschenden Schluss kaum aus der Hand legen.

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Veröffentlicht am 23.04.2022

Sehr blutig - Sehr durchwachsen

Blutgott
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"Blutgott" von Veit Etzold ist das, was der Buchtitel verspricht, nämlich richtig blutig. Der 7. Band der Clara Vidalis- Reihe beginnt mit einem Paukenschlag. Eine Studentin wird in einem Zugabteil dahingemetzelt. ...

"Blutgott" von Veit Etzold ist das, was der Buchtitel verspricht, nämlich richtig blutig. Der 7. Band der Clara Vidalis- Reihe beginnt mit einem Paukenschlag. Eine Studentin wird in einem Zugabteil dahingemetzelt. Die Täter sind Jugendliche, eigentlich eher noch Kinder, die der Blutgott im Internet zu solchen Massakern aufruft. Die grausigen Schilderungen ziehen den Leser unweigerlich in ihren Bann. Der Spannungsbogen wird ganz oben angesetzt - kann allerdings über einen größeren Teil des Buches nicht gehalten werden. Die Ermittlungsarbeit bringt Längen mit sich - auch wenn hier mit viel Fachwissen aufgewartet wird. Ich habe irgendwie weitergelesen, um zum Ende zu kommen. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Der Plot ist extrem … und vielleicht hat er mich gerade deswegen an einem gewissen Punkt fast verloren. Immerhin der Epilog kann nochmal ein bisschen an den Anfang anknüpfen. Allerdings ist der Schlusstwist auch etwas vorhersehbar. Insgesamt ist "Blutgott" nichts für Zartbesaitete. Als Leser muss man viel Blut, Brutalität und drastische Bilder aushalten. Meiner Meinung nach hätte der Autor aber mehr aus der Geschichte machen und mehr in die Tiefe gehen können. Zum Beispiel hätten mich die Personen der jugendlichen Täter noch viel eingehender interessiert. Nach einem 5 Sterne-Anfang bekommt "Blutgott" von mir letztendlich 3 Sterne - plus Sternchen, weil meine Stadt Duisburg in der Story auftaucht .

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Veröffentlicht am 23.04.2022

Spannung, Action und überzeugende Charaktere

Totenfahrt: Thriller
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Das Szenario: Ein Fernreisebus verschwindet spurlos. An Bord: 30 Tierschutz-Aktivisten. Unter ihnen die Tochter eines reichen Industriellen. Der Fahrer: ausgerechnet ein ehemaliger Metzger, der sein Geschäft ...

Das Szenario: Ein Fernreisebus verschwindet spurlos. An Bord: 30 Tierschutz-Aktivisten. Unter ihnen die Tochter eines reichen Industriellen. Der Fahrer: ausgerechnet ein ehemaliger Metzger, der sein Geschäft aufgeben musste und dann auf Busfahrer umgeschult hat.

Die Ermittler: Kriminalhauptkommissar Walter Brandner ermittelt in seinem letzten Fall. Nur noch wenige Tage trennen ihn vom Ruhestand. Seine ehemalige Kollegin und jetzige Privatdetektivin Leonore Goldmann unterstützt das Team. Zu dem gehören auch noch Cahide Pfeiffer und Gregor Schanzer, die zu Goldmann & Brandner 2.0 avancieren.

Fazit: Timo Leibig hat hier einen tollen Thriller vorgelegt. Der Plot ist spannend. Der Leser hat das Gefühl, Teil des Ermittlerteams zu sein. Und Action kommt auch nicht zu kurz. Die Tauchszene im See und der Finale Showdown sind schon großes Kino. Und dann die Auflösung ... Warum mir kurzzeitig der Appetit auf Würstchen vergangen ist, müsst ihr selber lesen. Ich habe mich hier doch etwas an "Henkers Mahlzeit" von Nadine Teuber erinnert gefühlt. Insgesamt ist "Totenfahrt" ein Pageturner. Gut ausgearbeitete Charaktere Spanender Plot. Flüssiger Schreibstil. Deshalb: klare Leseempfehlung.

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