Cover-Bild Die Mitternachtsbibliothek
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19,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Argon
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 01.02.2021
  • ISBN: 9783839818527
Matt Haig

Die Mitternachtsbibliothek

Annette Frier (Sprecher), Sabine Hübner (Übersetzer)

Stell dir vor, auf dem Weg ins Jenseits gäbe es eine riesige Bibliothek, gesäumt mit all den Leben, die du hättest führen können. Buch für Buch gefüllt mit den Wegen, die deiner hätten sein können. Hier findet sich Nora Seed wieder, nachdem sie aus lauter Verzweiflung beschlossen hat, sich das Leben zu nehmen. An diesem Ort, an dem die Uhrzeiger immer auf Mitternacht stehen, eröffnet sich für Nora plötzlich die Möglichkeit herauszufinden, was passiert wäre, wenn sie sich anders entschieden hätte. Jedes Buch in der Mitternachtsbibliothek bringt sie in ein anderes Leben, in eine andere Welt, in der sie sich zurechtfinden muss. Aber kann man in einem anderen Leben glücklich werden, wenn man weiß, dass es nicht das eigene ist?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.04.2021

der beste Roman, den ich seit Jahren gelesen habe

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Nora Seed hat ihren Job verloren, ihre Eltern, hat kaum Kontakt zu ihrem Bruder oder ihrer besten Freundin und nun ist auch noch ihre Katze gestorben. Niemand braucht sie mehr, daher entscheidet sie sich ...

Nora Seed hat ihren Job verloren, ihre Eltern, hat kaum Kontakt zu ihrem Bruder oder ihrer besten Freundin und nun ist auch noch ihre Katze gestorben. Niemand braucht sie mehr, daher entscheidet sie sich eine Überdosis Tabletten zu nehmen. Doch anstatt zu sterben, landet sie in der Mitternachtsbibliothek und bekommt die Chance auszuprobieren, wie ihr Leben gelaufen wäre, wenn sie andere Entscheidungen getroffen hätte. Für jede ihrer Entscheidungen hält die Bibliothek ein Buch bzw. ein Leben bereit.

Die Mitternachtsbibliothek hat mich richtig umgehauen. Der Schreibstil und auch die Geschichte an sich sind unaufgeregt, aber die Botschaft dahin ist einfach genial. Jeder hat Entscheidungen getroffen, die er bereut. Und auch wenn man nichts bereut, kennt doch jeder dieses Gefühl "was wäre gewesen, wenn". Man kann nicht wissen, ob eine andere Entscheidung und somit ein anderes Leben besser gewesen wäre und trotzdem schleichen sich solche Gedanken manchmal an. Auch wenn gar nicht so viel passiert, ist die Geschichte spannend, man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Die Mitternachtsbinliothek ist der beste Roman, den ich seit Jahren gelesen habe !

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Veröffentlicht am 18.03.2021

Nicht das volle Potential genutzt, aber trotzdem lesenswert und unterhaltsam

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Meinung:
Das Thema an sich finde ich echt interessant. Die Möglichkeit, andere Leben auszuprobieren und Reuegefühle näher zu ergründen bzw. oftmals auch festzustellen, dass diese gar nicht nötig wären. ...

Meinung:
Das Thema an sich finde ich echt interessant. Die Möglichkeit, andere Leben auszuprobieren und Reuegefühle näher zu ergründen bzw. oftmals auch festzustellen, dass diese gar nicht nötig wären. Und auch die Idee dies über eine Bibliothek zu machen, hat für mich als begeisterte Leserin großen Charme.

Ich bin eigentlich ganz gut in die Geschichte gestartet. Nora ist Mitte 30, ihr Leben ist für sie aber am Ende. Als auch noch ihre Katze stirbt, sie ihren Job verliert und sie auch sonst niemand mehr braucht, beschließt sie, zu sterben. Jedoch landet sie in der Mitternachtsbibliothek und kann dort in andere Leben hineinschnuppern. Leben, die sie hätte haben können, wenn sie andere Entscheidungen getroffen hätte.

Diese Möglichkeit trifft Nora erstmal unvorbereitet und es ist ein langer Prozess, bis sie lernt, was wirklich wichtig ist. Dabei „verschleißt“ sie viele der möglichen Leben, da ihr vor allem bei den großen Entscheidungen im Leben schnell klar wird, dass das auch nicht was Wahre war. Dabei muss ich schon sagen, dass Nora manchmal schon schnell aufgibt, aber auch das gehört wohl zu dem Prozess, den sie durchmachen muss. Und sie entwickelt sich dort in der Bibliothek auf jeden Fall weiter. Auch wenn ich nicht alle ihre Entscheidungen immer nachvollziehen konnte, habe sie doch gern auf ihrem Weg begleitet.

Dabei fand ich nur etwas schade, dass man sie durch die vielen Leben etwas schwer greifen konnte und auch die anderen Figuren sehr blass blieben, da sie sich ja auch immer anders entwickelt haben. Aber das liegt am Kern der Geschichte, deshalb ist es schon ok. Jedoch hätte man mehr aus ihrer Depression und ihren Panikattacken machen können. Leider bleibt die nur eine kurze Erwähnung, aber so wirklich drauf eingegangen wird nicht. Da wäre in meinen Augen mehr Potential gewesen, das wichtige Thema der psychischen Erkrankungen besser darzustellen.

Aber das ist ein bisschen der Knackpunkt an der ganzen Geschichte, dass vieles nur angeschnitten und nicht vertieft wird. Auch deshalb weil Nora eben so viele Leben ausprobiert. Das war mir persönlich fast auch schon etwas zu viel. Da wäre es mir lieber gewesen, sie hätte ein paar weniger ausprobiert und diese dafür länger. Aber naja, auch so konnte ich verstehen, was der Autor damit bezwecken wollte und er hat es auch erreicht.

Das Ende ist nicht wirklich überraschend und geht etwas schnell, aber ich habe es Nora schon abgekauft und prinzipiell hat es mich schon auch zufrieden gestellt.

Sprecherin Annette Frier passt super zum Charakter von Nora und ihrer Geschichte. Sie liest das Hörbuch sehr angenehm und schafft es, den Leser mit zuziehen. Auch die unterschiedlichen Stimmen sind ihr gut gelungen.

Fazit:
Hier hat mich vor allem die besondere Idee angesprochen. Die Umsetzung des Ganzen fand ich in Ordnung, insgesamt auch unterhaltsam und im Kern stimmig und nachvollziehbar, aber trotzdem hätte ich mir manches einfach ausführlicher und mit noch mehr Tiefe gewünscht. So verschleißt Nora im Mittelteil doch einige Leben, was ich in der Menge nicht wirklich gebraucht hätte, aber naja, der Autor hat noch gut die Kurve bekommen und ich fand das Ende zwar nicht total überraschend, aber doch glaubhaft und zufriedenstellend und Sprecherin Annette Frier hat einen guten Job gemacht. Somit gibt’s eher knappe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.03.2021

Eine wunderbare Geschichte

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4,5 Sterne


Die Mitternachtsbibliothek von Matt Haig

gelesen von Annette Frier

„Die Mitternachtsbibliothek“ erzählt die Geschichte von Nora Seed welche an einem Punkt in ihrem Leben angekommen ist ...

4,5 Sterne


Die Mitternachtsbibliothek von Matt Haig

gelesen von Annette Frier

„Die Mitternachtsbibliothek“ erzählt die Geschichte von Nora Seed welche an einem Punkt in ihrem Leben angekommen ist an dem sie keine Perspektive für ihr weiteres Leben sieht. Sie fühlt sich überflüssig, leer, verzweifelt und beschließt sich daher das Leben zu nehmen. Doch Nora stirbt nicht, sondern wacht in der Mitternachtsbibliothek auf. Die Mitternachtsbibliothek hält für Nora einige Überraschungen bereit und an diesem Ort bekommt sie dann auch die Möglichkeit Wege zu gehen die sie in ihrem realen Leben ausgeschlagen hat. Sie hat die Chance verschiedene Entscheidungen zu überdenken und andere Wege einzuschlagen. Nora nimmt die Möglichkeit war, lernt sich dabei besser kennen, sieht vieles aus einem anderen Blick und verändert sich dabei immer mehr. Was hält die Zukunft für sie bereit? Wird es für sie ein neues Leben geben?

Mir hat die Geschichte richtig gut gefallen – sie hat mich einerseits zum Nachdenken gebracht, aber oft auch mega berührt. Ich denke jeder fragt sich im Laufe des Lebens einmal ob er die richtige Entscheidung getroffen hat, den richtigen Weg eingeschlagen hat und Nora bekommt die Möglichkeit die verschiedenen Wege die sie nicht gegangen ist, einzuschlagen und zu sehen wie sich ihr Leben verändert hätte, aber auch was diese anderen Wege mit ihr selbst gemacht hätten. Wäre sie glücklicher und zufriedener gewesen? Nora ist ein Charakter mit dem ich nicht sofort warm geworden bin, aber je mehr Zeit ich mit ihr verbrachte umso mehr konnte ich mich in sie rein versetzen, sie verstehen und mit ihr fühlen. Sie wuchs mir so auch immer mehr ans Herz und mir wurde immer mehr klar, das Glück auch etwas mit innerer Zufriedenheit zu tun hat. Wirklich eine tolle berührende Geschichte die einen von Anfang bis Ende in den Bann zieht, vielleicht auch gerade deshalb weil jeden Weg denn Nora in der Mitternachtsbibliothek ein mit Steinen gepflasteter Weg war und sie auch hier Entscheidungen treffen musste. Das Ende hätte ich mir ein bisschen ausführlicher gewünscht, ansonsten aber habe ich nichts zu bemäkeln.

Anette Frier hat das Hörbuch super eingelesen, die Stimme passte und sie hat dem Hörbuch den letzten Schliff verpasst.

Von mir gibt es eine absolute Hörempfehlung und 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 25.02.2021

Was wäre wenn...

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Ich wollte schon lange mal etwas von Matt Haig lesen, aber für Weihnachtsgeschichten scheint mir die Jahreszeit nicht die richtige zu sein
Da kam mir die Geschichte der Mitternachtsbibliothek genau richtig, ...

Ich wollte schon lange mal etwas von Matt Haig lesen, aber für Weihnachtsgeschichten scheint mir die Jahreszeit nicht die richtige zu sein
Da kam mir die Geschichte der Mitternachtsbibliothek genau richtig, der Klappentext hat mich direkt angesprochen und versprach eine spannende Geschichte.
Wir begleiten Nora Seed, die ihres Lebens überdrüssig ist - doch anstatt zu sterben, landet sie in einer Art Zwischenwelt, wo sie die Möglichkeit hat, die verschiedenen "Was wäre wenn" - Optionen ihres Lebens kennenzulernen.
Die Thematik ist wirklich interessant, auch die Umsetzung hat mir gut gefallen.
Die Geschichte regt auf alle Fälle auch ein wenig zum Nachdenken an, vielleicht weiß der eine oder andere Leser im Anschluss sein eigenes Leben etwas mehr zu schätzen.
Insgesamt eine wirklich schöne Geschichte, die man sich ruhig mal gönnen kann.

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Veröffentlicht am 20.02.2021

Dem Leben eine Chance geben

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Die Geschichte beginnt mit dem letzten Tag von Nora Seed, bevor sie sich das Leben nimmt. Die ohnehin schon depressive Mittdreißigerin verliert an diesem Tag nicht nur ihren Job und ihre Katze, sondern ...

Die Geschichte beginnt mit dem letzten Tag von Nora Seed, bevor sie sich das Leben nimmt. Die ohnehin schon depressive Mittdreißigerin verliert an diesem Tag nicht nur ihren Job und ihre Katze, sondern auch ihren einzigen Klavierschüler und auch ihr alter Nachbarn braucht sie nicht mehr. Als sie auch noch erfährt, dass ihr Bruder in der Stadt war, ohne sich bei ihr zu melden, ist das Maß voll. Nora sieht keinen Sinn mehr im Leben. - Dann erwacht sie in einem Zwischenreich; einer riesigen Bibliothek, angefüllt mit tausenden von Büchern, die alle Leben enthalten, die Nora hätten führen können, je nach dem, wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten hätte. Über ihre Lebensbücher wacht eine Bibliothekarin, die Nora bereits aus ihrer Kindheit kennt. Zunächst wirft Nora einen Blick in das Buch des Bedauerns, um festzustellen, was sie in ihrem Leben bereut hat. Und dann startet sie ihre Reise durch viele verschiedene Leben. Erst als sie Hugo trifft, wird ihr vieles klarer ...

Die Geschichte fand ich faszinierend, denn der eine Tag in Noras Leben zeigt auf, welche großen Chancen sie in ihrem bisherigen Leben hatte und dass sie diese nicht genutzt hat. Die Teilnahme an den Olympischen Spielen, der Plattenvertrag für ihre Band, die geplatzte Hochzeit, die Reise nach Australien, um nur einige wichtige Entscheidungen zu nennen. Da wird schon zu Beginn ganz viel Neugierde bei den Lesenden geweckt, was aus Nora geworden wäre, wenn ... Natürlich werden all diese Chancen in der Mitternachtsbibliothek bereitgehalten. Der Name rührt übrigens daher, dass Nora um Mitternacht die Bibliothek betritt und auch in jedes "neue" Leben zu exakt diesem Zeitpunkt eintritt.

Das hatte ich mir zunächst anders vorgestellt. Dass Nora nämlich zu dem Zeitpunkt in das andere Leben eintritt, zu dem sie eine "falsche" Entscheidung getroffen hat. So ist es aber nicht. Sie hat bereits das Leben bis zu diesem Tag gelebt und steht plötzlich da und muss sich alles selbst irgendwie zusammenreimen und erklären. Wo wohne ich? Wer ist diese Person? Wo muss ich hin? Das birgt schon einige Überraschungen. Die Besuche in den Leben werden zunächst immer länger, bis man das Gefühl hat, sie fliegt nur noch rein und raus. Eine Enttäuschung läßt sie jedesmal wieder zurück in die Bibliothek kommen. Erst, wenn sie sich nichts Besseres mehr vorstellen kann, hat sie das für sie richtige Leben gefunden.

Da Nora in ihrem "alten" Leben Philosophie studiert hat, kann sie vieles, was sie erlebt, unter diesem Aspekt betrachten. Das war für mich etwas ermüdend. Insgesamt ist die Geschichte recht dialoglastig. Da wird neben Philosophie und Quantenphysik, vor allem über den Sinn des Lebens diskutiert.

Nora als Charakter ist schwierig. Einerseits ist sie liebenswert, andererseits möchte man sie ständig antreiben, damit sie endlich "in die Füße kommt".

Annette Frier macht ihre Sache als Vorleserin sehr gut. Ihre großen Momente hat sie natürlich, wenn extreme Situationen oder Charaktere interpretiert werden müssen. Bei den ernsten und ruhigen Sequenzen hält sie sich angenehm zurück, so dass man nicht immer sie vor Augen hat, wenn Nora gerade spricht.

Die Geschichte hat mir gefallen, obwohl ich sie mir als Buch besser vorstellen kann. Ich hätte gerne an einige Stellen zurückgeblättert und diese nochmal gelesen. Das Ende war nicht überraschend, damit hatte ich mehr oder weniger gerechnet.

Ich vergebe 3,5 Sterne, weil ich die Idee der "Mitternachtsbibliothek" wirklich faszinierend finde. Wer sich mit Fragen zum Sinn des Lebens eingehend beschäftigen möchte, ist hier genau richtig. Ansonsten hatte die Geschichte einige Längen.

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