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Veröffentlicht am 16.02.2020

Egal wie alt man ist, das Leben will gelebt werden

Alle Tage, die wir leben
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Alle Tage die wir leben von Dagmar Hansen


Tildas Leben steht Kopf. Ihr 60. Geburtstag steht vor der Tür und kurz davor verliert ihr Schreibbüro den wichtigsten Kunden und ihr Freund Günther macht Schluss. ...

Alle Tage die wir leben von Dagmar Hansen


Tildas Leben steht Kopf. Ihr 60. Geburtstag steht vor der Tür und kurz davor verliert ihr Schreibbüro den wichtigsten Kunden und ihr Freund Günther macht Schluss. Nun muss sie ihr Leben neu überdenken, schauen wie sie über die Runden kommt. Als sie eine Anzeige entdeckt, bei der eine Frau im besten Alter eine Privatsekretärin sucht, bewirbt sie sich und erhält den Job dann auch. Ruth, ihre neue Chefin, ist 84 und möchte ihr Leben nach dem schwedischen „Dealth-Cleaning“ ordnen d.h. alles überflüssige entsorgen und alles andere für die Nachkommen sortieren. Tilda darf ihr dabei helfen und entdeckt durch Ruth dann das man auch mit 60 noch lange nicht zum alten Eisen gehört.


Für mich war es das erste Buch das ich von Dagmar Hansen gelesen habe. Ihr Schreibstil hat mir sofort gefallen und auch die Geschichte konnte mich in den Bann ziehen.


Tilda und Ruth sind zwei total unterschiedliche Charaktere, die eine ruhig und eher einsam, die andere eine gesellige Frau und immer gut drauf. Eines jedoch haben beide gemeinsam, sie fühlen sich, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen, alleine. Diese beiden Frauen lernen sich nun kennen und man spürt von Anfang an das es mehr wie eine Geschäftsbeziehung werden wird.

Tilda und Ruth haben mir beide richtig gut gefallen, wobei ich Ruth anfangs lieber mochte wie Tilda. Sie muss man einfach mögen, bei Tilda war es anfangs so das sie, durch ihr zurückgezogenes Leben, viel ruhiger war und zu oft grübelte. Im Laufe der Geschichte ändert sich das aber, sie hat in ihrem Leben viel erlebt und das hat sie geprägt. Irgendwann ist ihr die Zeit davon gelaufen und erst kurz vor ihrem 60. Geburtstag erinnert sie sich an ihre Träume und Ziele im Leben, denkt aber, es wäre nun alles zu spät. Ruth belehrt sie eines besseren, durch sie erkennt sie das man das Leben in die Hand nehmen muss und das man sich auch im Alter noch einiges erfüllen kann. Es ist aber nicht so das Tilda nur von Ruth lernt, umgekehrt ist es auch der Fall und genau das macht das Buch zu etwas besonderen. Die beiden Frauen verbringen viel Zeit miteinander und beide erzählen aus bzw. von ihrem Leben, den Entscheidungen die sie getroffen haben, den Fehlern die sie gemacht haben. Beide sind eigentlich rundum zufrieden, nur z.B. sind bei Tilda noch viele offene Träume und bei Ruth ist es so das sie gerne die ein oder andere Entscheidung rückgängig machen würde, Fehler die sie gemacht hat aus der Welt schaffen möchte, bislang aber nie den Mut dazu hatte. Sie helfen sich gegenseitig und gerade Tilda nimmt viel von Ruth für sich mit.

Auch die Nebencharaktere haben mir gefallen, allen voran Tildas Freundinnen mit denen sie sich zu Kochabenden trifft. Wenn sie mit ihnen zusammen ist, ist sie einerseits glücklich, andererseits führen diese ihr vor Augen was sie in ihrem Leben verpasst hat. Tja und dann gibt es noch Ruths Sohn, der die Geschichte auch bereichert und der einen bleibenden Eindruck bei Tilda hinterlässt.

Eine eher ruhige Geschichte, aber eine die es sich zu lesen lohnt. Mir hat sie sehr gut gefallen und auch die Mischung war gut. Es gab immer wieder Szenen die mich schmunzeln haben lassen und die ich mir bildlich vorstellen konnte. Dagmar Hansen hat es auf den Punkt gebracht, egal wie alt man ist, das Leben bietet in jedem Alter etwas, man muss es nur zulassen und manchmal auch den Mut haben neue Wege zu gehen. Was mir richtig gut gefallen hat ist das Ende des Buches. Man erkennt das Tilda in Zukunft neue Wege einschlagen wird, das sie ihr Leben in die Hand nimmt, aber so wie es zu ihr passt, langsam und Schritt für Schritt.


Von mir bekommt das Buch eine absolute Leseempfehlung und 4,5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2020

Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt

Freefall – Die Wahrheit ist dein Tod
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FREE FALL - Die Wahrheit ist dein Tod - von Jessica Barry

Du bist allein in der Wildnis, niemand außer dir hat den Flugzeugabsturz in den Rocky Mountains überlebt. Du kämpfst ums Überleben, doch jemand ...

FREE FALL - Die Wahrheit ist dein Tod - von Jessica Barry

Du bist allein in der Wildnis, niemand außer dir hat den Flugzeugabsturz in den Rocky Mountains überlebt. Du kämpfst ums Überleben, doch jemand ist hinter dir her, denn er weiß, dass du die Letzte bist

Mir hat gut gefallen das man das Buch in zwei Handlungssträngen, in der ICH-Perspektive, gelesen hat. Während sich Ally nach dem Flugzeugabsturz, auf sich alleine gestellt und verletzt, durch die Wildnis kämpft, versucht in ihre Mutter mit deren Tod klarzukommen. Das fällt ihr schwer zumal man Allys Leiche nicht gefunden hat und so klammert sie sich an diesen Strohhalm, während für die Polizei klar ist das sie Tod ist. Maggie und Ally hatten seit dem Tod des Vaters keinen Kontakt mehr zueinander. Für Maggie ist es jedoch wichtig zu wissen wie die Tochter die letzten Jahre gelebt hat, sie stellt Nachforschungen an und erkennt ihre Tochter nicht wieder.

Der Handlungsstrang in dem es um Maggie hat mich vom ersten Moment an mehr gefesselt wie der in dem es um Ally ging. Mit Ally wurde ich anfangs nicht warm, mit der Zeit konnte ich jedoch verstehen warum sie sich in die Ally entwickelte die sie am Anfang des Buches war. Gut gefallen hat mir das alles was Maggie über ihre Tochter aufdeckte, was bei ihr zu Fragen führte, von Ally im nächsten Kapitel beantwortet wurde. Hier wurde dann auch klar warum Ally sich von der Mutter zurückgezogen hatte, warum sie zu Stolz war Hilfe anzunehmen und warum sie letztendlich ein ganz anderes Leben führte, aber auch was dazu führte das die ehemals selbstbewusste Frau zu einer Marionette ihres Verlobten wurde. Erst viel später erkennt man das unter der Oberfläche noch die alte Ally steckte und das vieles was ihr früher wichtig war noch nicht vergessen war. Das führte dann auch letztendlich dazu das sie sich nun in dieser verzwickten Lage befand.

Free Fall lässt mich etwas zwiegespalten zurück, was vielleicht auch daran liegt das ich einen spannenden, fesselnden und temporeichen Thriller erwartet habe. Es war nicht so das mich das Buch gelangweilt hätte, aber gerade die erste Hälfte des Buches fand ich etwas langatmig und die Spannung hielt sich in Grenzen, sie baute sich jedoch langsam auf und zog sich in der zweiten Hälfte wie ein roter Faden durch das Buch. Gerade gegen Ende hin war es sehr temporeich und man hatte dann auch das Gefühl einen Thriller zu lesen, allerdings war es dann auch fast wieder etwas zu viel des Guten. Was mich auch störte war das vieles etwas unrealistisch war und gerade auch die ermittelnden Polizisten waren mir etwas zu schnell mit ihren Ergebnissen. Da wo mir sofort Fragezeichen in den Kopf schossen, war für sie schon alles eindeutig und geklärt. Kurz vor Ende gab es dann nochmals eine überraschende Wendung mit der ich so nicht unbedingt gerechnet hätte, aber das konnte bei mir das Ruder nicht mehr rum reißen. Leider hatten sich am Ende auch nicht alle Fragezeichen verflüchtigt.Gestört hat mich auch das an manchen Stellen etwas angerissen wurde, aber man am Ende nicht wusste wie es letztendlich ausgegangen ist.

Alles in allem hatte ich mir mehr von diesem Thriller versprochen . Thriller müssen für mich nicht immer blutig und rasant sein, aber sie sollten mich von Anfang an fesseln können und mich am Ende zufrieden zurücklehnen lassen, dies war hier nicht durchgehend der Fall. Daher gibt es von mir heute auch nur drei Sterne.

  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.01.2020

Elektras Weg ins Leben zurück

Die Sonnenschwester
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Die Sonnenschwester von Lucinda Riley

Hörbuch gelesen von Steffen Groth, Britta Stellenhaben und Simone Kabst

Im vorletzten Band der Reihe „Die sieben Schwestern“ steht die jüngste der Adoptivtochter ...

Die Sonnenschwester von Lucinda Riley

Hörbuch gelesen von Steffen Groth, Britta Stellenhaben und Simone Kabst

Im vorletzten Band der Reihe „Die sieben Schwestern“ steht die jüngste der Adoptivtochter von Pa Salt im Rampenlicht.

Elektra steht bei den Schwestern ein bisschen außen vor, was vielleicht auch damit zusammenhängt das sie vom Wesen her total anders ist wie ihre Schwestern, aber auch das sie keinen an sich ran lässt. Keiner ahnt nur annähernd wie es in ihrem inneren aussieht. Elektra führt ein glamouröses Leben als farbiges Model. Doch der äußere Schein trügt. Die harte Arbeit, aber auch die Einsamkeit macht der farbigen Schönheit zu schaffen, die Einsamkeit überbrückt sie mit Partys, Alkohol und Drogen. Sie weiß das sie ihr Leben in den Griff bekommen muss, aber es muss erst etwas passieren bis sie die Kurve bekommt.

Meine Meinung:

Elektra ist das jüngste der adoptierten Kinder von Pal Sal, das einzige farbige Mädchen unter den Schwestern und auch von ihrem Wesen her komplett anders. Diese Komponenten führen dazu das man sie nicht von Anfang an ins Herz schließen kann, aber auch dazu das man eigentlich ein ganz anderes Bild von ihr vor Augen hat. Als gefragtes Model führt sie ein Leben im Rampenlicht. Glamour umgibt sie, genauso wie Drogen und Alkohol. Anfangs ahnt man nicht, dass ihr das alles gar nicht wichtig ist, das sie diese Sachen nur braucht um ihre Einsamkeit zu überspielen und ein paar Stunden inneren Frieden zu haben. Sie weiß das sie viele Fehler gemacht hat, das sie selbst eigentlich schuld ist das sie keine besonders enge Verbindung zu den Schwestern hat, aber sie weiß auch das sie ihr Leben in den Griff bekommen muss weil sie sich sonst selbst zerstört. Die Weichen für einen Neuanfang sind gestellt als sie eine neue Assistentin bekommt. Die beiden verstehen sich von Anfang an gut und für Elektra wird sie immer mehr zur Freundin die ihr in allen Lebenslagen zur Seite steht, ihr aber auch offen und ehrlich die Meinung sagt. Die Wendung in Elektras Leben kommt aber erst als sie ihre Großmutter Stella kennenlernt und ihr diese die Geschichte ihrer Familie erzählt. Elektra macht einen Entzug und durch ihre Großmutter lernt sie sich ein Stück weit besser kennen und sieht vieles mit anderen Augen. Elektras Weg ins Leben zurück hat mir gefallen, denn sie hat wirklich gekämpft und auch erkannt das sie selbst viele Fehler gemacht hat und sie hat den Mumm besessen diese auch gegenüber ihrer Familie einzugestehen.

Die Geschichte der Sonnenschwester wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Eine große Rolle spielt Ceciley Hunter-Morgen die zu einem Urlaub nach Kenia aufbricht und dort dann sesshaft wird. Cecileys Geschichte ist interessant, aber sie konnte mich lange Zeit nicht in den Bann ziehen. Das änderte sich erst als das Schicksal ihr in die Hände gespielt hat, ab dann konnte mich auch dieser Handlungsstrang komplett abholen. Die Familiengeschichte bekommt Elektra durch ihre Großmutter erzählt und das gibt ihr dann auch den Mut ihr Leben in geregelte Bahnen zu lenken und neue Ziele für sich zu entdecken. Sie krempelt ihr komplettes Leben um und wird dadurch zu einem ganz anderen Menschen. Sie sieht urplötzlich auch das Leben ihrer Mitmenschen mit anderen Augen und erkennt das es nicht zu spät für die eigenen Träume und Wünsche ist.

Mir hat die Geschichte um Elektra richtig gut gefallen und ich fieberte die ganze Zeit über mit ihr mit. Cecileys Geschichte konnte mich nicht so in den Bann ziehen, aber ich verstand, am Ende, warum sie so einen großen Raum eingenommen hat. Ich hätte mir gewünscht das man noch mehr von Stellas, somit auch von Elektras, Vorfahren erfahren hätte, aber das hätte wohl zu weite Kreise gezogen.

Alles in allem fühlte ich mich jedoch gut unterhalten. Die Sprecher konnten mich mitnehmen auf eine turbulente Reise durch die Gegenwart und Vergangenheit. Nun heißt es ein Jahr warten bis das Rätsel um die siebte Schwester gelüftet wird und bis dahin werde ich mir noch die Teile der Reihe anhören die ich noch nicht kenne.

Von mir gibt es eine Hörempfehlung und vier Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2020

Eine Geschichte die weihnachtliches Flair verströmt

Weihnachtswunder von Manhattan
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Weihnachtswunder von Mannhattan

In Lana Rotarus weihnachtlicher Geschichte geht es um den Zauber und die Magie von Weihnachten, aber auch um die 17 jährige Cathy die all das nicht mehr zulassen kann. ...

Weihnachtswunder von Mannhattan

In Lana Rotarus weihnachtlicher Geschichte geht es um den Zauber und die Magie von Weihnachten, aber auch um die 17 jährige Cathy die all das nicht mehr zulassen kann. Seit ihr Vater den Kampf gegen eine schwere Krankheit verloren hat, ist auch ein Teil von ihr gestorben. In der Zeit als ihr Vater noch um sein Leben kämpfte begann sie eine Mauer aufzubauen, die Krankheit hat sie verändert und auch ihre Mutter und die süße kleine Schwester kommen nicht mehr an sie heran. Nach der Schule geht sie arbeiten, sie merkt gar nicht wie sehr sie sich abschottet, sie funktioniert nur noch. Bis zu dem Tag als Nick in der Pizzeria, in der sie als Bedienung arbeitet, erscheint und ihr erklärt das er der Sohn des Weihnachtsmannes ist. Er hat eine wichtige Mission zu erfüllen, eine Mission bei der sie ihm helfen soll. Natürlich ist er da bei Cathy, die allen Glauben an Weihnachten verloren hat, an der richtigen Adresse, aber je mehr Zeit sie mit ihm verbringt umso mehr gerät sie ins Grübeln, denn nicht ist nicht nur unglaublich süß und sympathisch, es passieren auch immer wieder Sachen die eigentlich nicht möglich sind...... ist Nick wirklich der für den er sich ausgibt – kann das sein?


Lana Rotarus Geschichte passt wundervoll in die Weihnachtszeit und verströmt genau den Zauber und die Magie die man sich von so einem Buch verspricht. Anfangs konnte mich das Buch nicht komplett fesseln, aber die Geschichte und auch die Charaktere entwickeln sich weiter und ich musste feststellen das nichts ist, wie es scheint. Das hat mich wirklich überrascht, denn aus den Augen von Cathy heraus hatte ich ein ganz anderes Bild von ihrer Mutter, aber das und vieles andere, änderte sich im Laufe der Geschichte total.

Cathy war mir vom ersten Moment an sympathisch. Mir hat gefallen wie aufopferungsvoll sie sich um ihre Familie gekümmert hat, die Bürde die auf ihren Schultern lastete war sehr schwer und man spürte immerzu wie sehr sie den verstorbenen Vater vermisste, aber auch das sie eine Mauer hochgezogen hat. Es ist als wäre mit dem Vater ein Teil ihrer Gefühle gestorben, als hätte sie Angst Gefühle zuzulassen, wieder jemanden der ihr nahe steht zu verlieren. Dann taucht dieser geheimnisvolle junge Mann auf, behauptet der Sohn des Weihnachtsmannes zu sein und Cathys Hilfe zu brauchen. Je mehr Zeit Cathy mit ihm verbringt umso mehr bröckelt die Mauer des Selbstschutzes in ihr und man spürt wie sie langsam wieder Gefühle zulässt, sich überwindet Sachen zu tun die vorher nie in Frage gekommen wären, aber auch das sie den Tod des Vaters nebenher verarbeitet und endlich wieder andere Menschen an sich ran lässt. All das führt dazu das sie auch erkennt das nicht nur sie leidet, sondern auch ihre Familie und durch Nick sieht sie plötzlich alles mit anderen Augen, alle kommen sich wieder näher. Sie erkennt das vieles anders war wie sie dachte, erkennt das sie Fehler gemacht wird und entwickelt sich langsam wieder zu dem Menschen der sie vor dem Tod des Vaters war. Die Trauer weicht langsam, Schritt für Schritt kann sie wieder Freude empfinden und sie spürt auch wieder den Zauber und die Magie von Weihnachten.

Ich muss gestehen das ich mich gut in Cathy rein versetzen konnte, jeder geht mit der Trauer anders um und während die einen gemeinsam trauern, über den Verlust reden, bauen andere eine Mauer um ihr Herz, lassen keinen mehr an sich ran. Bei Cathy war dies der Fall. Herzzerreißend wie sie ihrer kleinen Schwester versuchte klarzumachen das es keinen Weihnachtsmann gibt, aber auch sehr schön zu lesen wie diese ihrerseits versuchte Cathy zu zeigen das diese falsch liegt.

Ich muss gestehen ich hätte im Vorfeld nicht damit gerechnet das die Geschichte so tiefgründig ist. Es gab immer wieder Momente die mich sehr bewegt haben und auch die ganzen Charaktere waren mir sympathisch. Es war ein Auf und Ab der Gefühle und ich war mitten drinnen. Es ist aber nicht so das die Geschichte einen erdrückt, es gab viele Momente die mich schmunzeln haben lassen und bei denen ich mich einfach freute, dass Nick immer mehr in Cathys Fokus rückte, ihre Sichtweise verrückte.

Gegen Ende des Buches wird man dann nochmals in eine ganz andere Welt entführt und das fand ich wunderschön. Ich hatte Bilder vor Augen und obwohl ich mit einem anderen Schluss gerechnet hatte, fand ich ihn passend, einfach weil es so realistischer war. Durch den Zauber und der Magie die diese Geschichte verströmt und bewirkt hat fällt es mir leicht an ein positives Ende für Cathy und Nick zu glauben, auch wenn es im Moment nicht danach ausgesehen hat.
Anfangs habe ich mich über das Cover etwas gewundert, aber letztendlich kann ich sagen das es wunderbar zur Geschichte passt. Die Geschichte rund um die Schneekugel war einfach schön und der Schreibstil der Autorin war wunderbar flüssig.


Ein schönes Buch für die Advents- und Weihnachtszeit. Ich kann es empfehlen und gebe dem Buch wohlverdiente vier Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.01.2020

Spannend und fesselnd, viele unerwartete Wendungen

Nächte des Zorns
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Das Hörbuch „Nächte des Zorns“ von Anna Tell

Gelesen von Svenja Pages


Ein spannendes und temporeiches Hörbuch das mich von Anfang bis Ende mitgenommen hat.

Amanda Lund kehrt nach ihrer Babypause in ...

Das Hörbuch „Nächte des Zorns“ von Anna Tell

Gelesen von Svenja Pages


Ein spannendes und temporeiches Hörbuch das mich von Anfang bis Ende mitgenommen hat.

Amanda Lund kehrt nach ihrer Babypause in den Dienst zurück und gleich gibt es einen neuen Fall der sie gleich mächtig beansprucht. Die Entführung eines Polizeibeamten, der im Kosovo stationiert ist, führt dazu das sie nach Pristina reisen muss. Dort erkennt sie recht schnell das der entführte Polizist und dessen Vorgesetzter in kriminelle Machenschaften verwickelt sind. Wird sie den Fall lösen können?

Obwohl ich den vorherigen Band der Reihe nicht gehört habe fand ich mich schnell in die Geschichte ein. Mir hat gefallen das man Anna Tell nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Leben begleiten durfte. Sie war mir sympathisch, ich konnte mich in sie rein versetzen und mit ihr fühlen. Der Beruf ist ihr genauso wichtig wie ihr Baby das sie alleine groß zieht. Sie hat alles geregelt und während sie ihrem Beruf nachgeht ist das Kleine versorgt.

Amanda Lund ist eine tolle Ermittlerin und sie lässt nichts unversucht um den Fall zu lösen. Keine leichte Sache, denn sie wird immer wieder mit Überraschungen konfrontiert die den Fall in einem neuen Licht erscheinen lassen. Recht schnell wird klar das hinter der Entführung mehr steckt als man anfangs denkt. Brisant, rasant und mit vielen Wendungen die dafür sorgen das immer mehr Details ans Licht kommen und alles ganz anders ist wie Amanda Lund, aber auch ich, anfangs denken. Irgendwann bricht der Kontakt zu den Entführern ab, keiner weiß wie es weitergeht, die Ermittler klammern sich an jeden noch so kleinen Strohhalm den sie finden können und so kommen sie dann einer Sache auf die Spur die alles vorherige in den Schatten stellt. Sie erhalten Unterstützung von unerwarteter Seite und gemeinsam kommen sie der Lösung des Falles Schritt für Schritt näher.

Amanda Lund lässt sich nicht so schnell unterkriegen und mir gefällt, dass sie auch eine weiche Seite hat. Gerade im privaten Handlungsstrang liegt eine schwere Zeit hinter ihr und durch den neuen Fall hinter denkt sie getroffene Entscheidungen und ist auch in der Lage diese zu revidieren. Sie denkt nicht nur an sich, das gefällt mir.

Das Hörbuch hat mich in den Bann gezogen und gerade die vielen Wendungen haben mir gefallen. Man wusste eigentlich nie in welche Richtung es gehen würde und am Ende war ich einfach nur baff. Ich fieberte von Anfang bis Ende mit und am Schluss war jedes Fragezeichen in meinem Kopf verschwunden.

Svenja Pages hat wieder einmal gezeigt wie vielschichtig sie ist. Auch hier hat sie wieder wunderbar gelesen und mich mit ihrer Stimme eingefangen.

Von mir gibt es daher eine absolute Hörempfehlung und fünf Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere