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Veröffentlicht am 10.08.2019

Ein schönes Hörbuch bei dem man gut entspannen kann

Ein wunderbares Jahr
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Ein wunderbares Jahr von Laura Dave

gelesen von Scarlett Johansson

Wenn das Glück wartet, wo man es verloren hat.

Giorgia Ford steht kurz davor, den Mann ihrer Träume zu heiraten. Es ist fast zu schön, ...

Ein wunderbares Jahr von Laura Dave

gelesen von Scarlett Johansson

Wenn das Glück wartet, wo man es verloren hat.

Giorgia Ford steht kurz davor, den Mann ihrer Träume zu heiraten. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. Bis ihre Welt plötzlich zerbricht – ausgerechnet in dem Moment, in dem sie ihr Brautkleid anprobiert. Kurzentschlossen steigt Giorgia in ihr Auto und fährt an den einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlt: auf das Weingut ihrer Familie im Hinterland Kaliforniens. Doch dort schmieden Giorgias Eltern abwegige Zukunftspläne, die ihren Weinberg bedrohen. Giorgia muss um die heile Welt ihrer Kindheit kämpfen – und entdeckt dabei, dass sich das Glück manchmal dort versteckt, wo man es schon lange nicht mehr gesucht hat.


Meine Meinung:

Mir hat das Hörbuch und die Geschichte eigentlich recht gut gefallen, allerdings finde ich, dass weder das Cover noch der Titel zum Inhalt passen. Die Sprecherin hingegen hat es geschafft mich von Anfang an in den Bann zu ziehen.

Georigia hat mir gut gefallen, ich konnte mich gut ins sie rein versetzen, auch verstehen das sie geschockt war als sie kurz vor der Hochzeit erfahren hat das ihr Verlobter ein Geheimnis vor ihr hat. Weniger nachvollziehen konnte ich das sie dann regelrecht flüchtet anstatt mit ihrem Verlobten zu sprechen. Vielleicht aber stand sie einfach auch nur unter Schock. Georgias Leben gerät an diesem Tag aus den Fugen, sie flüchtet zu ihren Eltern welche auf einem Weingut in Kalifornien leben. Man merkt von Anfang an das sie schon lange nicht mehr zu Hause war und das auch dort nichts mehr ist wie es einmal war. Sie erkennt das auch ihre Familie Probleme hat, sowohl in beruflicher wie auch in privater Hinsicht. Das familieneigene Weingut soll verkauft werden, irgendwie passt das Laura nicht und so setzt sie alles daran dieses in der Familie zu behalten bzw. es zu erhalten, darüber hinaus vergisst sie ihre eigenen Probleme.Georgia ist ein toller Charakter und sie war mir auf Anhieb sympathisch. Eine taffe Anwältin, aber auch eine Frau mit Herz die aus dem Bauch heraus Entscheidungen treffen kann hinter denen sie auch steht. Die Geschichte wird in mehreren Handlungssträngen erzählt und hält die ein oder andere Überraschung parat. Man kann der Sprecherin gut folgen und ein Pluspunkt ist für mich auch das sie die einzelnen Charaktere zum Leben erweckt und man ihrer Stimme gerne lauscht weil sie so angenehm rüber kommt. Gefallen hat mir auch das man rückblickend mehr über das Weingut und die Eltern von Georiga erfährt.

Mir hat das Hörbuch richtig gut gefallen und ich konnte mich während des Hörens gut entspannen. Die Geschichte war gut, allerdings konnte ich nicht so recht nachvollziehen das sich Georgia um alle und alle Probleme kümmert, ihre eigenen aber ganz hinten anstellt. Vielleicht aber kommt dieser Aspekt beim Buch anders rüber, weil man beim selber Lesen manches doch anders empfindet wie beim Zuhören.


Trotzallem hat mir die Geschichte gut gefallen, sie hat mir Bilder vor Augen gezaubert und somit gibt es von mir vier Sterne.

Veröffentlicht am 10.08.2019

Wieder einmal ein richtig schöner Sommerroman, durch und durch ein Wohlfühlbuch

Sommerzauber auf der kleinen Insel
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Sommerzauber auf der kleinen Insel

Barbara Erlenkamp

Im letzten Jahr habe ich das Debüt von Barbara Erlenkamp gelesen und ich war auf Anhieb hin und weg. Als ich nun von ihrem zweiten Buch hörte, war ...

Sommerzauber auf der kleinen Insel

Barbara Erlenkamp

Im letzten Jahr habe ich das Debüt von Barbara Erlenkamp gelesen und ich war auf Anhieb hin und weg. Als ich nun von ihrem zweiten Buch hörte, war ich mega gespannt – würde es mich wieder so in den Bann ziehen können, würde ich wieder so mit fiebern können?

Dieses mal spielt die Geschichte in Dänemark.
Britta arbeitet in der Tourismusbranche und hat gerade die Projektleitung für ein neues Feriendorf auf einer dänischen Insel erhalten. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Daniel, der ihr als Assistent unterstellt ist, reist sie auf die Insel Larso. Britta liebt Dänemark, vielleicht hängt das auch damit zusammen das ihr Vater, der noch vor ihrer Geburt gestorben ist, Däne war. Sie spricht die Sprache fließend und als sie nun auf der Insel ankommt ist es für sie etwas ganz besonderes, denn ihr Vater stammt von dort. Britta fühlt sich auf der Insel schnell heimisch und dann passiert etwas das ihr ganzes, bisheriges Leben ins Wanken bringt............ sie erfährt das ihr Vater alles, nur nicht Tod ist. Von einer Minute zur anderen erhält Britta die Familie die sie sich immer gewünscht hat und dann gibt es da noch diesen dänischen Schreiner der Brittas Herz vom ersten Moment an in Wallungen versetzt.

Was soll ich sagen, auch dieses Buch hat mich wieder total in den Bann gezogen. Der Schreibstil war wieder einmal flüssig und man hatte während des Lesens immerzu Bilder vor den Augen.

Das Buch beginnt mit einem bewegenden Prolog, der vieles in einem anderen Licht erscheinen lässt, wenn man ihn kennt. Britta kennt ihn nicht und somit ist klar das sie ihre Mutter in einem anderen Licht sieht wie der Leser als sie durch Zufall ihren Tod geglaubten Vater trifft und erfährt das die Familie die sie sich von Kindesbeinen an gewünscht hat, existiert. Britta ist enttäuscht von ihrer Mutter und total wütend auf sie.

Die Geschichte hat mich sofort in den Bann gezogen. Ich mag Britta vom ersten Moment an, sie ist sympathisch und mir gefällt mit welchem Herzblut sie ihrer Arbeit nachgeht. Ihr Kollege Daniel hingegen ist mir vom ersten Moment an eher unsympathisch. Er hat etwas an sich da mir nicht gefällt, man spürt sofort das es ihn anwidert das nicht er das neue Projekt, sondern Britta es übertragen bekommt. Ich spüre von Anfang an das er ihr, wenn er kann, Steine in den Weg legt. Tja und so komm es dann ja auch, aber bis es soweit ist gibt es viele humorvolle Momente, viele bewegende Momente, einige traurige und ganz viel Liebe liegt in der Luft.

Die Mischung des Buches war genial. Spannend und fesselnd der berufliche Teil, wie Britta erkennen muss wie sie hintergangen wird und das letztendlich der Pofit über allem steht. Wie sie um ihre berufliche Zukunft kämpft, letztendlich aber von allen einfach fallen gelassen wird. Dann der private Teil, bei dem mich der Zusammenhalt der Familie sehr berührt hat. Die Schwestern die sich gefunden haben und gleich so gut verstanden haben, der Vater der sich über seine unbekannte Tochter gefreut hat und so stolz auf sie war. Einfach bewegend und berührend wie Britta die Familie gefunden hat die sie sich immer gewünscht hat und dann auch noch einen Mann gefunden hat der ihr die Sterne vom Himmel holt. Allerdings auch diesen Zwiespalt in dem Britta sich befindet, als sie sich entscheiden muss wie es für sie in der Zukunft weitergehen muss – die Liebe auf der einen Seite, die berufliche auf der anderen. Kann sie alles, will sie alles aufgeben wofür sie ihr ganzes Leben lang hingearbeitet hat. Dazwischen die Träume die sie früher hatte und die sie irgendwann aus ihrem Leben verbannt hat.

Tja, was soll ich sagen? Barbara Erlenkamp hat es geschafft und wieder einmal ein Wohlfühlbuch geschrieben bei dem es eine Achterbahnfahrt der Gefühle gab und bei dem ich am Schluss dann sogar Tränen in den Augen hatte. Ich war gefühlsmäßig voll bei Britta und es war als hätte ich die Geschichte mit ihr gelebt. Ein Sommerroman den man einfach weiterempfehlen muss, einfach weil er so schön war und in keinster weise kitschig. Alles wohldosiert und so schön das man am liebsten immer weiter gelesen hätte. Ich freue mich schon auf auf weiteren Lesestoff aus der Feder von Barbara Erlenkamp, gerne auch einen Winterroman – dann muss ich nicht so lange auf Lesenachschub warten:)

Von mir gibt es ganz klar eine Leseempfehlung und fünf Sterne.

Veröffentlicht am 10.08.2019

DIE KRÄHE alias Mara Billinsky - einfach nur mega

Blinde Rache
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Blinde Rache von Leo Born


Ich habe diese tolle Thriller-Reihe, unwissentlich, mit dem zweiten Band begonnen und da mir dieser so gut gefallen hat, war klar das ich irgendwann einmal noch den ersten Band ...

Blinde Rache von Leo Born


Ich habe diese tolle Thriller-Reihe, unwissentlich, mit dem zweiten Band begonnen und da mir dieser so gut gefallen hat, war klar das ich irgendwann einmal noch den ersten Band lesen muss. Jetzt war es soweit, „Blinde Rache“ hat mich in meinen diesjährigen Sommerurlaub begleitet und ich muss sagen ich habe es nicht bereut. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Das Cover passt wie die Faust aufs Auge und der Schreibstil ist einfach mega. Man kann das Buch nicht mehr zur Seite legen. Mara Billinsky, ich kannte sie schon und trotzdem hat sie mich aufs neue wieder fasziniert. Eigentlich kann sie einem schon leid tun, aber dann merkt man das sie das gar nicht braucht. Sie ist vom Typ her außergewöhnlich und gerade ihr Erscheinungsbild ist untypisch für eine Polizistin. Das denken auch die Kollegen, man spürt das sie sie nicht einordnen können, das ihnen diese Art Mensch total fremd ist und somit verpassen sie ihr den Namen „die Krähe“. Ihr Chef möchte sie am liebsten sofort wieder loswerden, aber er weiß das er damit nicht durchkommt. Nichtsdestotrotz schiebt er ihr erst mal harmlose Fälle zu, Wohnungseinbrüche, in der Hoffnung das sie die Nase bald voll hat und sich bald verabschiedet. Tja, da hat er die Rechnung aber ohne Mara Billinsky gemacht, sie ist hart im nehmen und so sehr es ihr auch stinkt, sie macht das was man ihr aufgetragen hat. Etwa zur gleichen Zeit beginnt in Frankfurt eine brutale Mordserie und Maras Chef tritt auf der Stelle. Er hat keinerlei Anhaltspunkte, soll aber Ergebnisse liefern. Er erkennt das er Hilfe braucht und setzt nun Mara und Kollege Rosen auf den Fall an. Die zwei so unterschiedlichen Polizisten müssen sich schwer zusammen raufen und es wird schnell klar das Rosen, der Krähe nicht das Wasser reichen kann. Aber Rosen hat andere Qualitäten und er wird Mara im Laufe der Zeit noch eine große Hilfe sein, denn Mara ahnt nicht das sie sich bei ihren Ermittlungen in große Gefahr bringt.

Toller erster Band bei dem man sich ganz nah dabei fühlt als Mara und Rosen ihre ersten gemeinsamen Schritte machen. Mir hat das gefallen, auch die Art und Weise wie sie langsam zu einem Team zusammenwachsen und wie sich Mara behauptet. Der Krähe wachsen im Laufe der Zeit Flügel und es gefällt mir wie sie sich Respekt verschafft. Sie hat es wahrlich nicht einfach und mir gefallen auch die Rückblicke die einem zeigen warum Mara die ist, die sie jetzt ist. Mit dem Verlust der Mutter hat es angefangen, ein Vater der sie nicht auffangen konnte weil er weder Kraft noch Zeit hatte. Sehr gefühlvoll beschrieben und mir hat nicht nur der packende Thriller gefallen, sondern auch die Rückblicke in die Vergangenheit in der auch ein Sozialarbeiter eine große Rolle gespielt hat. Mara im privaten Bereich zu erleben fand ich auch ganz Klasse. Eine Einzelkämpferin die nur schwer zu durchschauen ist, die nur selten Gefühle zeigt und für mich war es auch sehr bewegend zu lesen das endlich ein Mensch die Mauer durchbrechen konnte und das alles dann so ganz anders gekommen ist, Mara wieder alleine zurückbleiben musste.

Blinde Rache hat mich überzeugt. Mir gefällt die Mischung aus Privatleben und Berufswelt, spannend und fesselnd von Anfang bis Ende. Mara Billinskys erster Fall hat mir viele Fragezeichen in den Kopf gezaubert und ich hatte mehrere Theorien im Kopf, eine davon war letztendlich sogar richtig.

Ein etwas gewöhnungsbedürftige Ermittlerin, aber eine von der man unbedingt mehr lesen muss. Eine Thriller-Reihe die man sich vom ersten Teil an gönnen sollte. Einzigartig, bombastisch und von mir gibt’s dafür verdiente fünf Sterne.

Veröffentlicht am 10.08.2019

Eine wirklich tolle Geschichte, allerdings geht mir am Schluß alles viel zu schnell

Fünf Sterne für dich
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Fünf Sterne für dich von Charlotte Lucas

In dem Buch geht es um Konrad, der seine kleine Tochter alleine großzieht und Pia, die Klassenlehrerin seiner Tochter. Beide lernen sich beim ersten Elternabend ...

Fünf Sterne für dich von Charlotte Lucas

In dem Buch geht es um Konrad, der seine kleine Tochter alleine großzieht und Pia, die Klassenlehrerin seiner Tochter. Beide lernen sich beim ersten Elternabend kennen.

Konrad verdient sich seinen Lebensunterhalt indem er Rezensionen, auf Kundenwunsch schreibt und das beeinflusst auch sein Privatleben, denn er hat die Angewohnheit das er alles und jeden mit Sternchen bewertet. Egal ob die Kassiererin im Supermark, den lauwarmen Kaffee oder aber die Klassenlehrerin und den Co Klassenlehrer seiner Tochter. Pia bekommt von ihm gerade mal 2 Sterne von fünf, sie ist zu hübsch, zu unsicher und absolut ungeeignet für den Lehrerberuf. Der Elternabend ist langweilig und dauert zu lange, alles notiert er sich fein säuberlich in seinem Notizbuch.

Pia ist mega aufgeregt, als sie ihren ersten Elternabend hat. Für sie ist es die erste Klasse die sie hat und sie möchte an dem Abend alles richtig machen und natürlich einen guten Eindruck hinterlassen. Allerdings läuft nicht alles so wie sie es geplant hat und sie ist mehr wie froh als sie den Abend überstanden hat. Ihr Kollege und Co Klassenlehrer war an dem Abend nicht gerade eine große Hilfe, dennoch hat sie ein gutes Gefühl als der Abend überstanden ist. Naja, bis sie das Notizbuch vom neuen Elternvertreter findet und seine Kritik liest. Pia ist fest entschlossen ihm das heimzuzahlen, aber dann kommt doch alles ganz anders wie gedacht, den ausgerechnet Konrad ist derjenige der ihr mit Rat und Tat zur Seite steht als einer ihrer Schüler zum Mobbingopfer wird.


Meine Meinung:

Das Buch hat mich vom ersten Moment an in den Bann gezogen, gerade das erste Kapitel hatte es in sich und ich behielt es während des Lesens immerzu im Hinterkopf. Was war damals schreckliches passiert, was ist mit seiner Frau, der Mutter seiner Tochter passiert? Man spürt immerzu das es was ganz schlimmes war, aber im Laufe der Geschichte hatte ich noch andere Fragezeichen im Kopf. In jedem Falle spürt man das sich dieser eine Abend fest in Konrads Kopf festgesetzt hat und das er alles Böse von seiner Tochter fernhalten möchte. Er packt sie in Watte und gegen seine Prinzipien hat keiner eine Chance. Dabei vergisst er aber das seine Tochter älter wird, das sie aus Fehlern lernen muss und vor allem aber das sie eigene Erfahrungen machen möchte, das sie dazu gehören möchte. In der neuen Schule fühlt sie sich wohl, aber sie möchte dazu gehören und das bedeutet auch das Konrad einige seiner Prinzipien ablegen muss. Trotz allem spürt man das die Vergangenheit Konrad geprägt hat, das für ihn an erster Stelle seine Tochter kommt und dann ganz lange nichts. Seine Tochter, seine Arbeit, mehr braucht er nicht, aber das ändert sich als er Pia kennenlernt.

Pia hingegen steht unter Strom, der erste Elternabend ist für sie eine Hürde die sie packen muss. Sie möchte glänzen, einen guten Eindruck hinterlassen und schießt dabei so ein bisschen übers Ziel hinaus. Ich musste so lachen, denn man hatte das Gefühl auf einer Abendverköstigung zu sein und so etwas habe ich in all meinen Jahren bei denen ich solche Veranstaltungen besucht habe noch nie erlebt. Wäre mal toll gewesen. Man spürt die Unsicherheit von Pia, die Aufregung, die Nervosität, die Angst Fehler zu machen, keinen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Sie ist aber eine tolle Frau und all das macht sie sympathisch. Das sie auch ein kleiner Racheengel sein kann, hätte ich am Anfang nicht geglaubt, sie kam eher wie ein kleines Mäuschen rüber. Alles in allem war sie mir aber genauso sympathisch wie Konrad.

Tja und dann gibt es da noch die zwölfjährige Mathilda, Konrads Tochter und ein wirklich Klasse Mädchen. Wie alle Kinder in ihrem Alter möchte sie einfach nur dazu gehören und akzeptiert werden. Dafür muss sie aber ihrem Vater klarmachen das sie nicht mehr das kleine Mädchen ist das immerzu beschützt werden muss und auch manchen Kampf mit ihm ausfechten. So zum Beispiel möchte sie, wie alle anderen aus der Klasse ein Handy, ihr Vater aber ist dagegen. Sie mag ich besonders, sie ist neu in der Klasse, möchte akzeptiert werden und dazu gehören, ABER nicht um jeden Preis. Konrad hat seine Tochter gut erzogen und sie hat hat ihre eigene Meinung und steht dazu wenn es nötig ist. Als ein Klassenkamerad gemobbt wird, stellt sie sich als einzige auf seine Seite, in dem Moment ist es ihr egal das sie sich selbst damit ins AUS schießt. Sehr bewegend und einfühlsam wird das Thema Mobbing in dieser Geschichte aufgegriffen, man lernt viel über Schubladen denken und auch darüber wie schnell man selbst von der einen Seite auf die andere Seite gelangen kann.

Das Thema Mobbing geht natürlich auch nicht spurlos an Pia und Konrad vorbei. Als Klassenlehrerin und Elternvertreter werden die beiden auch damit konfrontiert, dabei erkennen auch sie das sie sich gegenseitig falsch eingeschätzt haben.

Werden die beiden Mathildas Klasse auf den richtigen Kurs bringen? Und wird Mathildas größter Wunsch in Erfüllung gehen – wird sie mehr über ihre Mutter erfahren?

Mein Fazit:

Eine richtig tolle Geschichte bei dem das Thema Mobbing wunderbar und gefühlvoll behandelt wird. Eine Geschichte die spannend und fesselnd ist, bei der es eine (für mich nicht ganz unerwartete) Wendung gibt und bei der Zusammenhalt und Vertrauen eine große Rolle spielt. Dazu kommen sympathische Charaktere, Kinder die sich weiter entwickeln und jede Menge berührende, bewegende und humorvolle Momente. Ein Buch das man nicht mehr aus der Hand legen kann und bei dem kein Auge trocken bleibt. Nebenbei geht es um Zusammenhalt und natürlich gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte, bei der man hofft das alles gut ausgeht.

Das einzige was mich an der Geschichte gestört hat war, dass am Ende alles so schnell gegangen ist. Ich hätte mir am Schluss eine langsamere Gangart gewünscht, gerne wäre ich dabei gewesen wenn man Mathilda über die Todesumstände ihrer Mutter aufgeklärt hätte, ihr mehr über die Mutter erzählt hätte. Auch mit Pia und Konrad ging mir am Schluss alles ein bisschen zu schnell, das es ein Happy End für die beiden gibt war von Anfang an absehbar, aber am Ende ging mir persönlich, alles viel zu schnell. Und das fand ich dann doch sehr schade.

Daher gibt es von mir eine Leseempfehlung und vier Sterne.

Veröffentlicht am 10.08.2019

Show me the stars - eine tolle Geschichte bei der die Sprecherin mich von Anfang an in den Bann gezogen hat.

Show me the stars
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Show me the Stars von Kira Mohn

gelesen von Marie-Isabel Walke

Zum Inhalt:

Die 22 jährige Liv ist ein aufstrebender Stern am Journalisten-Himmel und sie ist sich sicher das ihr letztes Interview ihre ...

Show me the Stars von Kira Mohn

gelesen von Marie-Isabel Walke

Zum Inhalt:

Die 22 jährige Liv ist ein aufstrebender Stern am Journalisten-Himmel und sie ist sich sicher das ihr letztes Interview ihre Karriere voran treiben wird, aber dann kommt alles anders wie gedacht und statt die nächste Stufe auf ihrer Karriereleiter zu erklommen steht sie plötzlich vor dem nichts. Irgendetwas ist schief gelaufen und sie verliert ihren Job. Liv steht auf einmal mit leeren Händen da, sie weiß nicht wie es weitergehen soll. Beim durchblättern der Stellenanzeigen stößt sie auf eine Anzeige in der ein Housesitter für einen Leuchtturm in Irland gesucht wird. Liv fackelt nicht lange, denn sie weiß das sie eine Auszeit im Moment mehr wie alles braucht, sie muss ihre Leben neu ordnen und überlegen wie es für sie in der Zukunft weitergehen soll. Sie bewirbt sich und erhält den Job. Kurze Zeit später steht sie vor dem Leuchtturm. Sie freut sich auf die kommende Zeit und der gutaussehende Ire der sie zu ihrem Arbeitsort gebracht hat lässt ihr Herz vom ersten Moment an höher schlagen.....

Meine Meinung:

Die Geschichte selbst hat mich sofort in den Bann gezogen, was nicht nur an den tollen Beschreibungen gelegen hat, sondern auch an Marie – Isabel Walke die den einzelnen Personen auf wunderbare Art und Weise Leben eingehaucht hat und mich auch mit den Beschreibungen vor Ort fesseln konnte. Hier hat für mich alles wunderbar gepasst, ich konnte mich recht schnell fallen lassen und habe gebannt gehorcht was sie zu erzählen hatte.

Liv, mochte ich vom ersten Moment an. Man spürte ihre Begeisterung mit dem sie ihre Arbeit ausführte und den Stolz mit dem sie das Interview einreichte, in der Hoffnung das es ihr den gewünschten Erfolg brachte. Ich zitterte mit ihr, als sie erfuhr das die Türen sich nicht öffneten, sondern im Gegenteil alles zum Einstürzen brachte. Im Gegensatz zu ihr hatte ich gleich eine Ahnung warum alles so gekommen ist, aber sie konnte sich lange Zeit keinen Reim darauf machen. Vielleicht musste aber alles auch so kommen, für sie war es eine schwere Zeit, aber sie hat in dieser Zeit auch erkannt das sie viel stärker ist wie sie immer dachte und sie hat sich in dieser Zeit auch weiterentwickelt. Das Housesitting hat ihr die Möglichkeit geben ihr Leben zu überdenken, das schlechte Verhältnis zur Mutter, aber auch ihre Liebe zum Schreiben. Sie hat erkannt das sie eigentlich nur wenige Freunde hat und auf der Insel erkennt sie was wahre Freunde sind, aber auch das wirkliche Freunde einen immer und überall, vor allem auch in schwierigen Zeiten zur Seite stehen.

In dem Buch geht es auch um Matthew, dem Leuchtturm. Der Besitzer des Leuchtturmes hat intuitiv gespürt das Matthew Liv braucht, aber auch umgekehrt und Liv kommt hinter eine traurig schöne Geschichte die unmittelbar mit dem Leuchtturm verbunden ist. Liv wäre nicht Liv wenn sie in all dieser Zeit nicht auch weiter an ihrer Kariere basteln würde. Sie ist nicht der Mensch der einfach nur faul in den Tag leben kann und so hat sie eine tolle Idee die, wie eine Bombe einschlägt. Ganz toll fand ich auch das sie sich ihren Ängsten stellt und irgendwann auch erkennt warum ihr Interview nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat.

Ergreifend fand ich auch die Momente in denen Liv von ihrer Kindheit berichtet, in denen klar wird warum sie mit so vielen Ängsten zu kämpfen hat. In dem Moment möchte man sie am liebsten in den Arm nehmen, ihr sagen das sie alles richtig gemacht hat.

Tja und alles in allem wird die fesselnde Geschichte durch Kier aufgewertet. Kier ist der Mann für alles – er wurde angeheuert um Liv mit den nötigen Lebensmittel zu versorgen, er ist es der sie von einem Ort zum anderen bringt und er ist es in den sich Liv dann auch verliebt. Allerdings umgibt Kier ein Geheimnis, jeder warnt sie vor ihm, aber Liv kommt da schon nicht mehr von ihm los. Wird Liv ihr Leben in den Griff bekommen und werden Liv und Kier eine gemeinsame Zukunft haben? Werden Liv und ihre Mutter sich wieder annähern?

Mein Fazit:

Das Hörbuch hat mich von Anfang bis Ende in den Bann gezogen und ich konnte mich auch in die einzelnen Charaktere rein versetzen. Ich konnte dem Hörbuch folgen und hatte Bilder vor Augen. Es gab Wendungen mit denen ich gerechnet habe, aber auch solche die mich total überrascht haben. Alles in allem hat für mich alles gepasst und dafür gibt es dann auch verdiente fünf Sterne.