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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2021

Ein Buch wie eine Reise

Highland Hope 1 - Ein Bed & Breakfast für Kirkby
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Eine schwere Aufgabe bringt die entwurzelte Colleen in das kleine Dorf Kirkby mitten in den schottischen Highlands. Hier trifft sie nicht nur eine aufgeschlossen Dorfgemeinschaft, einen charmanten Bürgermeister ...

Eine schwere Aufgabe bringt die entwurzelte Colleen in das kleine Dorf Kirkby mitten in den schottischen Highlands. Hier trifft sie nicht nur eine aufgeschlossen Dorfgemeinschaft, einen charmanten Bürgermeister und ganz viel Natur. Auch der alleinerziehende Hotelbesitzer findet einen Weg in ihr Herz.

Trauriges Mädchen trifft coolen Highlander – Klingt etwas klischeehaft? Weit gefehlt.

Dieses Buch ist weit mehr als eine klassische Liebesromanze vor einer herrlichen Kulisse. Die Charaktere werden sehr gut dargestellt, so dass sie einem schnell ans Herz wachsen. Emotionale Themen wie Einsamkeit, Unsicherheit und das Gefühl der Zurückweisung werden so gut rüber gebracht, dass man mit den Akteuren mitleidet. Jedoch kommt keine negative Stimmung auf, da eine Prise feiner Humor nicht fehlt. Sehr gut gefallen hat mir, dass in dem Buch die britische Lebensweise Kummer und Freude mit leckeren Gebäck und herzhaften Essen zu begegnen, toll eingefangen wurde. Dies macht die Geschichte noch viel authentischer.

Sehr gelungen fand ich auch die Beschreibung des Settings. Das Dorf und die ganze Umgebung sind einem so plastisch vor Augen, als ob man bereits dort gewesen wäre. Ein süßes Goodie ist eine kleine Karte des Dorfes am Anfang des Buches.

Wer das Buch einmal angefangen hat, wird es wohl kaum länger zur Seite legen können. Der Schreibstil ist super lebendig und abwechslungsreich, die Figuren so unterschiedlich und die Handlung bewegend.

Dieses Buch macht wirklich Fernweh und bekommt eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.04.2021

Licht und Schatten

Märchenwaldchronik: Band 1
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Märchen haben mich schon immer gefesselt und so habe ich mich auf diese Chronik sehr gefreut. Adaptionen sind natürlich immer Geschmacksache, jedoch finde ich es sehr spannend, welche Form altbekannte ...

Märchen haben mich schon immer gefesselt und so habe ich mich auf diese Chronik sehr gefreut. Adaptionen sind natürlich immer Geschmacksache, jedoch finde ich es sehr spannend, welche Form altbekannte Geschichten annehmen können.

Generell ist es immer etwas schwierig, eine Geschichtensammlung von mehreren Autoren*innen in eine Bewertung zu fassen. Das Cover ist sehr edel und absolut märchenhaft. Im Laden hätte ich mit Sicherheit danach gegriffen. Der Schreibstil von allen drei Autorinnen ist sehr lebendig und die Geschichten lassen sich leicht und flüssig lesen. Das Setting ist bei allen drei Erzählungen sehr liebevoll und detailliert beschrieben, so dass die Szenerie schnell lebendig wird. Mir persönlich war nicht bewusst, dass es sich um Kurzgeschichten handelt. Deswegen hatten mir die Charaktere oft nicht die notwendige Tiefe und auch einige Fragen bleiben offen. Diese haben an sich nichts mit der Handlung zu tun, aber für ein abgerundetes Bild wären die Antworten schön gewesen.

Der größte Kritikpunkt ist für mich die dritte Geschichte. Mal abgesehen von der ewigen Diskussion, ob eine Sage in eine Märchenchronik „darf“, passt sie überhaupt nicht zu den anderen beiden Erzählungen. Diese Geschichte besteht nahezu ausschließlich aus detailliert geschilderte Erotikszenen. Die Charaktere sind absolut farblos und eine wirklich Handlung nicht vorhanden. Vielleicht ist es auch etwas unglücklich, dass diese Geschichte die letzte im Buch ist. So bleibt diese am längste im Gedächtnis.

Wer dieses Buch liest, sollte sich bewusst sein, dass die klassischen Märchen hier nur den Rahmen bilden. Die Idee finde ich super und auch die ersten beide Adaptionen sehr gelungen. Ich persönlich hätte längere Geschichten mit mehr Tiefe bevorzugt. So ist das Buch eines, dass man gut lesen kann, aber bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2021

Für mehr Natur im eigenen Leben

Dancing with Bees
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Wer das Buch sieht, hat sofort das Bedürfnis es in die Hand zu nehmen. Der Einband ist sehr ansprechend und doch so passend gestaltet.

Jeder weiß, dass es unserer Umwelt nicht so gut geht und besonders ...


Wer das Buch sieht, hat sofort das Bedürfnis es in die Hand zu nehmen. Der Einband ist sehr ansprechend und doch so passend gestaltet.

Jeder weiß, dass es unserer Umwelt nicht so gut geht und besonders die Insekten ein richtiges Problem haben. Aber sonst? Ich lebe auf dem Land und bin daher ständig von der Natur umgeben. Es ist erschütternd, wie wenig man eigentlich weiß. Das war für mich einer der Gründe, warum ich dieses Buch gelesen habe.

Einem sollte klar sein, dass es sich um ein Sachbuch handelt und es deswegen etwas mehr Aufmerksamkeit beim Lesen bedarf. Nichtsdestotrotz schaffte es die Autorin mit einem tollen Schreibstil die Zusammenhänge einfach und interessant zu erklären. Man merkt, dass da ihr ganzes Herz einfließt. Die liebevollen Zeichnungen verstärken diesen Eindruck noch. Das Buch enthält viele Informationen und regt einen zu eigenen Nachforschungen an.

Und nebenbei sei noch vermerkt, dass das Buch nachhaltig produziert wurde. Das ist sicher nicht kaufentscheidend, aber gerade bei dem Thema des Buches fand ich es doch sehr passend.

Man sollte schon ein gewisses Grundinteresse an der Natur und am Lernen mitbringen – dann ist dieses Buch eine echte Bereicherung!

  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 05.04.2021

Dieses Buch kann man einfach nicht zur Seite legen (Spoilerfrei)

Sommer der blauen Wünsche
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Da ich bis jetzt noch kein Buch der Autorin gelesen habe, war ich sehr gespannt.
Ich versuche stets in meinen Rezensionen nicht zu Spoilern und gehe daher nicht näher auf die Handlung ein.

Der Schreibstil ...

Da ich bis jetzt noch kein Buch der Autorin gelesen habe, war ich sehr gespannt.
Ich versuche stets in meinen Rezensionen nicht zu Spoilern und gehe daher nicht näher auf die Handlung ein.

Der Schreibstil hat mich begeistert. Es gibt keine blumigen Ausschmückungen oder endlose Beschreibungen und doch schafft es die Autorin die Landschaft und die Menschen so plastisch zu beschreiben, dass man sie direkt vor Augen hat. Zudem gelingt der Balanceakt zwischen Emotionen und Handlung außergewöhnlich gut. Die beiden Protagonisten wachsen einen sofort ans Herz und man leidet mit ihnen mit. Beide müssen mit schweren Schicksalsschlägen zurechtkommen und gehen damit vollkommen unterschiedlich um. Es ist nahezu unmöglich, dass Buch zur Seite zu legen. Das Handlungstempo ist sehr hoch und unerwartete Wendungen und Entwicklungen sorgen für Spannung.

Die Charaktere sind liebevoll, detailliert ausgearbeitet. Selbst Nebenfiguren bekommen eine Vida, so dass sich das Gefühl einstellt, das Dorf und seine Bewohner wirklich zu kennen.

Man erhält auch einen guten Einblick in das – auch heutzutage noch - schwere Leben in den Highlands. Das schwierige politische Thema mit dem alten Landadel wird gut aufgriffen, ohne das es einen zu großen Platz in der Geschichte einnimmt.

Es ist lange her, dass mich ein Buch so sehr berührt hat. Absolute Leseempfehlung für alle, die eine tiefgründige Geschichte zu schätzen wissen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2021

Ein gelungenes Projektbuch

Zielstrebigkeit
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Mich hat das Cover sofort angesprochen. Denn der Weg zum Ziel läuft nicht immer geradlinig. Ich bezeichne das Buch als „Projektbuch“. Meiner Meinung nach ist es nicht sinnvoll das Buch am Stück durchzulesen ...

Mich hat das Cover sofort angesprochen. Denn der Weg zum Ziel läuft nicht immer geradlinig. Ich bezeichne das Buch als „Projektbuch“. Meiner Meinung nach ist es nicht sinnvoll das Buch am Stück durchzulesen ohne irgendwas davon direkt anzuwenden. Sondern man „arbeitet“ sich Stück für Stück vorwärts. Mir hat dieser Stil gut gefallen. Die vielen kleinen „Hausaufgaben“ machen das Lesen interessant und ermöglichen eine sofortige Reflexion der eigenen Situation. Dadurch wird einen bewusst, wo man ansetzen kann und das es oft Kleinigkeiten sind, die große Wirkung erzielen.

Ich möchte nicht zu viel spoilern, daher er erwähne ich keine Details. Besonders gut fand ich die Idee mit der Ziel-Collage, der Not-TODO-Liste und den Denkanstoß „#38 Vermeide Ablenkungen“. Es gibt noch viele weitere Gedanken, die sehr gut in der Praxis umsetzbar sind.

Was mich auch sehr angesprochen hat, ist der Schreibstil. Oft ist das „zu-Ende-Lesen“ bei Sachbüchern schon die erste große Herausforderung. „Zielstrebigkeit“ liest sich dagegen super! Es vermittelt das Gefühl, als ob der Autor einem gegenüber sitzt und mit einem persönlich spricht. Klasse sind die humorvollen Anmerkungen, die die Abhandlung nochmals auflockern (Bsp: S. 64 alle GoT-Fans dürfen den eisernen Preis bezahlen).

Fazit: Ein gelungenes Buch, das sich toll lesen und in Praxis umsetzen lässt.

  • Cover
  • Erzählstil