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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2026

Märchenadaption mit Potenzial

Once Upon A Tender Kiss
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Once Upon a Tender Kiss punktet vor allem mit seinem schönen Worldbuilding und liebevoll ausgearbeiteten Charakteren. Besonders die Märchenadaption verleiht der Geschichte einen charmanten, leicht verspielten ...

Once Upon a Tender Kiss punktet vor allem mit seinem schönen Worldbuilding und liebevoll ausgearbeiteten Charakteren. Besonders die Märchenadaption verleiht der Geschichte einen charmanten, leicht verspielten Rahmen, der sich angenehm von klassischen Romances abhebt.

Weniger überzeugen konnte mich allerdings die romantische Entwicklung. Ein Slowburn kann durchaus reizvoll sein, hier zieht sich die Annäherung jedoch so sehr, dass sie stellenweise kaum greifbar wirkt. Zwar gibt es immer wieder kleine, schöne Szenen, die ein vorsichtiges Aufflackern von Gefühlen andeuten, doch werden diese Momente selten wirklich vertieft und verlaufen sich stattdessen oft wieder. Dadurch bleibt die emotionale Entwicklung für mich schwer nachvollziehbar. Hinzu kommt, dass die Vielzahl an Figuren für ein vergleichsweise kurzes Buch fast etwas zu groß ist, was es zusätzlich erschwert, eine klare Bindung zu den zentralen Beziehungen aufzubauen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der große Fokus auf den Sorgerechtsstreit, der einen erheblichen Teil der Handlung einnimmt. Dieser Handlungsstrang ist zwar emotional und relevant, drängt jedoch die eigentliche Liebesgeschichte zu sehr in den Hintergrund, sodass die Balance nicht ganz aufgeht.

Insgesamt ist Once Upon a Tender Kiss ein nettes, leichtes Buch für zwischendurch, das mit Atmosphäre und Ideen überzeugt, aber in seiner romantischen Entwicklung und Gewichtung der Plotstränge nicht ganz ausschöpft, was möglich gewesen wäre.

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Entspannte Lesestunden

Widdersehen
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Diese Fortsetzung knüpft auf äußerst unterhaltsame Weise an die Ereignisse rund um die Rückkehr zur besten Schafherde der Welt an und bleibt dabei genau dem treu, was schon zuvor so viel Freude gemacht ...

Diese Fortsetzung knüpft auf äußerst unterhaltsame Weise an die Ereignisse rund um die Rückkehr zur besten Schafherde der Welt an und bleibt dabei genau dem treu, was schon zuvor so viel Freude gemacht hat: ein liebevoll erzählter, leicht schräger Krimi mit einer ganz besonderen Besetzung.

Im Mittelpunkt stehen wieder die tierischen Hauptfiguren, die mit ihren ganz eigenen Persönlichkeiten und Eigenheiten für jede Menge Charme sorgen. Das Besondere sind die kleinen Marotten und das Zusammenspiel der Tiere untereinander. Gerade das macht den besonderen Humor des Buches aus: Die Figuren bleiben sich treu, reagieren auf ihre ganz eigene Weise auf die Geschehnisse – und genau darin liegt der Witz.
Unterstützt wird das Ganze durch einige neue tierische Charaktere, oder auch gereifte. Sie bringen frischen Wind in die Handlung, ohne das bewährte Gleichgewicht durcheinanderzubringen. Vielmehr erweitern sie das Ensemble auf eine Weise, die zusätzliche komische Situationen ermöglicht und das Miteinander noch lebendiger macht.

Der Kriminalfall selbst bildet den roten Faden der Geschichte, steht aber nie so sehr im Vordergrund, dass er die Leichtigkeit verdrängt. Vielmehr dient er als Rahmen für die vielen kleinen, oft herrlich absurden Momente, die sich aus der Perspektive der Tiere ergeben. Genau hier spielt der Roman seine größte Stärke aus: Die Mischung aus Spannung und augenzwinkerndem Humor sorgt dafür, dass man das Buch mit einem dauerhaften Schmunzeln liest.

Der Schreibstil ist wie gewohnt angenehm flüssig und sehr zugänglich. Er schafft es mühelos, eine dichte, aber gleichzeitig entspannte Atmosphäre zu erzeugen. Man fühlt sich sofort in das Setting hineingezogen und begleitet die tierischen Ermittler mit großer Freude durch die Handlung. Besonders gelungen ist dabei die Balance zwischen erzählerischer Ruhe und den pointierten, humorvollen Szenen.
Das Buch will kein hochkomplexer Krimi sein, sondern ein unterhaltsamer Begleiter für entspannte Lesestunden – und genau das gelingt ihm hervorragend. Die Geschichte lebt von ihrem Witz, ihren Figuren und dem vertrauten Gefühl, wieder Teil dieser ungewöhnlichen Gemeinschaft zu sein.
Insgesamt ist diese Fortsetzung eine rundum gelungene Mischung aus leichtem Krimi und tierischem Humor. Wer bereits Gefallen an der Geschichte rund um die beste Schafherde der Welt gefunden hat, wird auch hier wieder bestens unterhalten. Eine klare Empfehlung für alle, die charmante, humorvolle Krimis mit außergewöhnlichen Figuren lieben.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Feel-Good-Roman mit nachdenklichen Tönen

Andere nennen es Urlaub
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Der Roman ist ein klassischer Feel-Good-Roman – allerdings einer, der mehr Tiefgang bietet, als man zunächst erwarten würde. Wer hier eine durchgehend leichte, humorvolle Urlaubslektüre sucht, wird vielleicht ...

Der Roman ist ein klassischer Feel-Good-Roman – allerdings einer, der mehr Tiefgang bietet, als man zunächst erwarten würde. Wer hier eine durchgehend leichte, humorvolle Urlaubslektüre sucht, wird vielleicht überrascht sein: Zwar gibt es immer wieder Szenen mit unterhaltsamem und auch humorvollem Charakter, insgesamt schlägt die Geschichte jedoch eher leisere, melancholische Töne an.
Im Mittelpunkt stehen Themen wie die sich wandelnde Eltern-Kind-Beziehung, Verlustängste, Unsicherheiten und schwierige Lebensphasen. Auch Gefühle wie Trauer und Einsamkeit werden sensibel aufgegriffen und authentisch dargestellt.

Der Schreibstil ist einfühlsam und angenehm zu lesen, sodass man gut in die Geschichte eintauchen kann. Auch wenn manche Entwicklungen vorhersehbar erscheinen, tut das dem Leseerlebnis keinen großen Abbruch – vielmehr steht die emotionale Reise der Figuren im Vordergrund.
Insgesamt ist „Andere nennen es Urlaub“ ein ruhiger, berührender Roman, der das Genre des Feel-Good-Buchs um nachdenkliche und ernstere Nuancen ergänzt. Ein schönes Buch für alle, die Geschichten mit Herz und einem Hauch Melancholie schätzen.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Drei Frauen, ein Serienmörder – und der Mut, die Regeln zu brechen (Spoilerfrei)

Ein guter Blick fürs Böse
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Dieses Buch entführt in die 1960er-Jahre – eine Zeit, in der Frauen gesellschaftlich stark eingeschränkt waren und meist auf Rollen wie Sekretärin, Hausfrau oder „schmückendes Beiwerk“ reduziert wurden. ...

Dieses Buch entführt in die 1960er-Jahre – eine Zeit, in der Frauen gesellschaftlich stark eingeschränkt waren und meist auf Rollen wie Sekretärin, Hausfrau oder „schmückendes Beiwerk“ reduziert wurden. Mit feinem Gespür zeichnet die Autorin die Atmosphäre dieser Epoche nach und macht die strukturelle Ungleichheit ebenso greifbar wie die alltäglichen Demütigungen, mit denen Frauen konfrontiert waren.
Im Zentrum der Geschichte stehen drei außergewöhnliche Frauen, die sich nicht länger mit den ihnen zugedachten Rollen zufriedengeben. Statt sich unterdrücken zu lassen, nehmen sie ihr Schicksal selbst in die Hand – und begeben sich auf die Spur eines Serienmörders. Was zunächst wie ein klassischer Kriminalplot erscheint, entwickelt sich schnell zu einer vielschichtigen Erzählung über Mut und Zusammenhalt.
Besonders auffällig ist die Unterschiedlichkeit der drei Frauen, die jeweils ihre eigenen Hintergründe und traumatischen Erfahrungen mitbringen. Allerdings bleibt ihre charakterliche Tiefe stellenweise etwas hinter den Erwartungen zurück, sodass es schwerfällt, eine wirklich enge Verbindung zu ihnen aufzubauen. Trotz ihrer interessanten Ansätze und individuellen Geschichten gelingt es dem Roman nicht ganz, die Figuren so greifbar zu machen, dass man sich ihnen emotional vollständig annähern kann.
Da das Buch als Krimi angekündigt wird, hätte ich mir persönlich etwas mehr Spannung gewünscht. Zwar ist es durchaus interessant zu verfolgen, wie die Frauen den Fall lösen – ganz ohne moderne Hilfsmittel wie Smartphone oder Internet –, doch rückt der eigentliche Kriminalfall stellenweise in den Hintergrund. Stattdessen liegt der Fokus stärker auf der Entwicklung der Frauen und den gesellschaftlichen Umständen dieser Zeit.
Nichtsdestotrotz lässt sich das Buch wunderbar lesen. Es überzeugt mit einem außergewöhnlich dichten und atmosphärischen Worldbuilding, wie man es heute nur noch selten findet. Insgesamt bleibt es eine klare Leseempfehlung, besonders für alle, die neben einer Geschichte auch ein eindrucksvolles Zeitporträt schätzen.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Ein Roman, der Herz und Gedanken bewegt

Zeit für meine Träume
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„Zeit für meine Träume“ ist ein berührender Ratgeber in Romanform, der sich angenehm leicht lesen lässt und dabei dennoch emotional tief geht. Die Autorin schafft es einmal mehr, eine Geschichte zu erzählen, ...

„Zeit für meine Träume“ ist ein berührender Ratgeber in Romanform, der sich angenehm leicht lesen lässt und dabei dennoch emotional tief geht. Die Autorin schafft es einmal mehr, eine Geschichte zu erzählen, die nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt und Impulse für das eigene Leben gibt.
Besonders hervorzuheben sind die empathisch gezeichneten Charaktere, die einem schnell ans Herz wachsen. Ihre Gedanken, Zweifel und Entwicklungen wirken authentisch und machen es leicht, sich in sie hineinzuversetzen.
Eine kleine Schwachstelle sehe ich jedoch in einer Handlungssituation, in der ein anvertrautes Geheimnis weitergegeben wird – auch wenn dies aus guter Absicht geschieht. Dieser Moment fühlte sich für mich nicht ganz stimmig an, und ich hätte mir hier eine andere, sensiblere Lösung gewünscht.
Trotz dieses Kritikpunkts überwiegen die positiven Eindrücke deutlich: Das Buch ist inspirierend, emotional und zugleich unkompliziert zu lesen.
Fazit: Eine klare und uneingeschränkte Leseempfehlung für alle, die Geschichten mit Tiefgang und Herz schätzen.

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