Cover-Bild Die Mitternachtsbibliothek
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20,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Argon Digital
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 01.02.2021
  • ISBN: 9783732455492
Matt Haig

Die Mitternachtsbibliothek

Annette Frier (Sprecher), Sabine Hübner (Übersetzer)

Stell dir vor, auf dem Weg ins Jenseits gäbe es eine riesige Bibliothek, gesäumt mit all den Leben, die du hättest führen können. Buch für Buch gefüllt mit den Wegen, die deiner hätten sein können. Hier findet sich Nora Seed wieder, nachdem sie aus lauter Verzweiflung beschlossen hat, sich das Leben zu nehmen. An diesem Ort, an dem die Uhrzeiger immer auf Mitternacht stehen, eröffnet sich für Nora plötzlich die Möglichkeit herauszufinden, was passiert wäre, wenn sie sich anders entschieden hätte. Jedes Buch in der Mitternachtsbibliothek bringt sie in ein anderes Leben, in eine andere Welt, in der sie sich zurechtfinden muss. Aber kann man in einem anderen Leben glücklich werden, wenn man weiß, dass es nicht das eigene ist?

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2021

Depressionen sind nicht zu unterschätzen

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Jede/r von uns hatte wohl schon mal das Gefühl, nicht mehr weiter zu wissen, keine Hoffnung mehr zu haben - die ganze Welt hatte sich gegen einen verschworen. So geht es Nora, sie leidet unter Depressionen, ...

Jede/r von uns hatte wohl schon mal das Gefühl, nicht mehr weiter zu wissen, keine Hoffnung mehr zu haben - die ganze Welt hatte sich gegen einen verschworen. So geht es Nora, sie leidet unter Depressionen, fühlt sich ungeliebt, unzureichend und nutzlos. Deshalb nimmt sie sich das Leben, und in der Mitternachtsbibliothek bekommt sie das Buch ihrer Reue vorgelegt, das in zahllosen Sätzen beschreibt, welche Entscheidungen in ihrem Leben sie bereut. Und daraus ergibt sich natürlich der Gedanke: "Was wäre gewesen, wenn . . . ?" Auch das hat sich bestimmt schon Jede/r von uns gefragt - wie unser Leben verlaufen wäre, wenn wir uns bei bestimmten Weggabelungen anders entschieden hätten.
Und nun bekommt Nora unglaublich viele Chancen, ihre unterschiedlichen Leben zu entdecken. Ich finde die Idee des Buches sehr interessant, unterhaltsam, aber es regt auch zum Nachdenken an. Denn Nora landet in ihren diversen Lebensmodellen eben immer als die "alte" Nora und eben nicht als Olympiasiegerin, Ehefrau, Pub-Besitzerin, Mutter usw. ,d.h. sie konnte gar nicht wie die erfolgreiche, glückliche, zielstrebige Nora empfinden, weil sie die vergangenen Erfahrungen der verschiedenen Noras gar nicht selbst erlebt hat. Aber ich fand es sehr positiv, dass sie dadurch erkannt hat, dass es in keinem Leben nur "Friede-Freude-Eierkuchen" gibt, dass sie aber trotzdem das Potential zu großartigen Dingen und Talenten in sich trägt.
Dieses Buch hat mir viel gegeben - ich habe von ihm erzählt und werde es gerne an Freunde und Familie weiterverleihen

Veröffentlicht am 07.02.2021

Philosophisch, anregend, berührend, grandios

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Die Mitternachtsbibliothek ist mein erstes Buch von Matt Haig. Auf ihn gestoßen bin ich nur durch Werbung auf Bookstagram. Vom Inhalt her klang die Geschichte klasse und sprach mich von vornherein an! ...

Die Mitternachtsbibliothek ist mein erstes Buch von Matt Haig. Auf ihn gestoßen bin ich nur durch Werbung auf Bookstagram. Vom Inhalt her klang die Geschichte klasse und sprach mich von vornherein an! Und ich wurde nicht enttäuscht. Dieses Buch ist grandios und gehört nun - mit seiner tiefgründigen Geschichte - zu meinen liebsten Büchern!



Zum Inhalt:

stell dir vor, es gäbe nach deinem Tod, eine Bibliothek. In dieser landest du und bist umgeben von zahllosen Büchern. Und in jedem dieser Bücher, steht eine mögliche Variation deines Lebens, wenn du dich in bestimmten Situationen oder Momenten anders entschieden hättest. In welches Leben würdest du dich wünschen und würde diese Variante deines Lebens dich wirklich glücklich machen? Die Protagonistin Nora landet in ebenjener solcher Bibliothek, nachdem sie sich das Leben genommen hat. Ihr Leben schien ihr ungeliebt und trostlos. Wie wird sie handeln?



Meine Meinung:

Ich konnte mich sofort in die Geschichte hinein fühlen, denn wie oft wünscht man sich bestimmte Dinge nie getan zu haben oder bereut Entscheidungen im Nachhinein. Wie toll wäre es also, sich noch einmal neu entscheiden zu können? Ein neues Leben zu beginnen - vielleicht sogar ein Besseres als zuvor?

Ich war fasziniert und beeindruckt von der Idee des Autoren eine Bibliothek im Jenseits entstehen zu lassen. Zudem begeisterte mich sein Schreibstil und seine Kraft, in kurzen Kapiteln wesentliche Momente aus Noras Leben wiederzugeben. Er hat ein wahnsinniges Gespür und Können Geschichten mit den richtigen Worten und in der richtigen Länge zu erzählen.

Mir war Nora von Anfang an sympathisch und konnte mich teilweise auch sehr gut mit ihr identifizieren und verstehe auf einer gewissen Art und Weise, warum sie sich das Leben letztendlich nehmen wollte - war ihres doch so trostlos und einsam, nach dem Tod ihres Tieres und dem Verlust ihres Jobs (es geschieht noch anderes zuvor). Man bemerkt von Anfang an worauf Haig hinaus will und wohin uns Noras Schicksalsschläge führen werden. Die Lage spitzt sich zu und Nora findet sich in der Bibliothek wieder, in der es steht’s Mitternacht ist.

Im Verlaufe des Buches erfahren wir jegliche verschiedene Szenarien, was hätte sein können, wenn damals... Mal mehr, mal weniger. Unterschwellig begriff ich schnell Haigs Botschaft und das was er dem Leser vermitteln möchte. Die Botschaften durch die Blume liegen ihm sehr. Das was er nicht explizit schreibt, rührte mich sehr - War seine Botschaft doch so klar.

Jedes Leben ist lebenswert und kein einziges Leben auf diesem Planeten macht wunschlos glücklich. Es wird immer Momente geben, aus denen du ausbrechen möchtest. Es gibt Momente, in denen du dir ein anderes - vermeintlich besseres - Leben wünscht. Das Wichtige ist letztendlich, was du aus deinem Leben machst, denn wie heißt es so schön? - Nur du bist deines Glückes Schmied! Dazu passt auch das Zitat, das mich von nun an begleiten wird. Matt Haig schreibt: Der einzige Weg zu lernen ist zu leben.

Die Mitternachtsbibliothek behalte ich im Herzen und empfehle sie jedem. Es ist philosophisch, tiefgründig, berührend, bewegend und verändernd. Es ist ein Genuss es zu lesen. Ich bin glücklich über den Ausgang der Geschichte und werde mit Sicherheit noch andere Bücher des Autoren lesen.

Fazit:

Mein Herzensbuch.

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Veröffentlicht am 02.08.2021

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Ich hatte nicht erwartet was in diesem Buch passieren wird, denn ich hab es mir auf Grund von etlichen Empfehlungen nicht großartig angesehen sondern direkt reingehört.

Und wo soll ich nur anfangen?

Erstmal ...

Ich hatte nicht erwartet was in diesem Buch passieren wird, denn ich hab es mir auf Grund von etlichen Empfehlungen nicht großartig angesehen sondern direkt reingehört.

Und wo soll ich nur anfangen?

Erstmal die Stimme der Sprecherin war angenehm und hat für mich super zur Geschichte gepasst.

Die Geschichte war ein spannend und anders. Erst denkt man noch ach alles ganz normal und plötzlich ist es etwas übernatürlich und verrückt.

Die ganzen Leben die man mit Nora lebt sind so geprägt von Dan ganzen Hätte, wäre, wenn Sprüchen, dass ich mich irgendwann gefragt habe welche Leben ich mir wohl anschauen würden, was bei mir anders gelaufen sein könnte.

Ein Buch das eindeutig auch zum Nachdenken anregt und trotzdem nicht an Humor verliert.

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Veröffentlicht am 19.02.2021

Wäre ein anderes Leben wirklich besser?

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In seinem aktuellen Roman „Die Mitternachtsbibliothek“ setzt sich Matt Haig erneut mit dem Thema Depressionen auseinander, das ihm aus eigener Erfahrung sehr am Herzen liegt.
Nora Seed ist Mitte dreißig, ...

In seinem aktuellen Roman „Die Mitternachtsbibliothek“ setzt sich Matt Haig erneut mit dem Thema Depressionen auseinander, das ihm aus eigener Erfahrung sehr am Herzen liegt.
Nora Seed ist Mitte dreißig, als sie in ihrem leben einen Tiefpunkt erreicht. Nach vielen privaten Tiefschlägen gehen ihre sozialen Kontakte gegen Null, ihr Job wurde ihr gekündigt, und dann wird auch noch am selben Tag ihr Kater Voltaire tot am Straßenrand aufgefunden. Es ist kurz vor Mitternacht, als Nora beschließt zu sterben und sich unversehens statt im Jenseits in einer scheinbar unendlichen Bibliothek wieder findet. In der Mitternachtsbibliothek stehen nicht nur die Zeiger der Uhren still, auch die Bücher dort sind etwas besonderes. Sie erzählen die Variationen von Noras Leben, die möglich geworden wären, wenn sie andere Entscheidungen getroffen hätte. Nun bekommt Nora die Möglichkeit herauszufinden, welche Entscheidungen sie bedauert. Jedes Buch führt sie in eine andere parallele Welt, in der sie in ihr Alter Ego schlüpfen und erfahren kann, ob sich dieser Lebensweg für sie besser anfühlt.
Die Idee hinter diesem Buch ist ebenso zauberhaft wie seine Umsetzung. Vermutlich wird jeder Mensch schon einmal eine Entscheidung bereut haben oder sich gefragt haben, wie sein Leben anders hätte verlaufen können.
Der Einstieg in die Geschichte ist düster, Noras depressive Gedanken sind schwer zu ertragen, sie ertrinkt in Selbstmitleid und scheint sich kein selbst Glück zu gönnen. In der Mitternachtsbibliothek wird sie gezwungen, sich mit sich selbst und ihrem Leben auseinander zu setzen. Hier liegt für mich einer der Haken der Geschichte, denn durch die Bücher wird Nora in eine andere Version ihres Lebens versetzt, muss sich dort in einer fremden Umgebung zurecht finden, weiß nicht, wie sich ihr anderes Ich in dieser Welt verhält, und mit wem es Umgang hat. Das sind stressige Situationen, in denen man aus meiner Sicht nicht wirklich empfinden kann, ob man sich in diesem Umfeld wohl fühlt.
Dennoch ist der Gedanke reizvoll erleben zu dürfen, was einem im Leben entgangen ist, sowohl im positiven als auch im negativen Sinn. Auch Nora wird schnell klar, dass anders nicht unbedingt besser sein muss. Im Vergleich zu diesen unzähligen Möglichkeiten lernt sie nach und nach zu schätzen, was sie in ihrem eigenen Leben hat. Nora verfügt über viele Talente, die sie nicht ausgelebt hat, hier sehe ich eine weitere Schwäche des Romans. Ihre Figur verfügt über sehr viel Potential, was hier zu interessanten Geschichten führt, es dem Leser aber schwer macht, sich in ihr wieder zu finden.
Insgesamt ist dies ein Buch, das Mut macht, man selbst zu sein mit allen Stärken und Schwächen, sich auf das Wesentliche zu besinnen, das uns ausmacht. Der Roman enthält viele philosophische Gedanken und das nicht nur, weil Nora Philosophie liebt und studiert hat. Die Sprache bleibt dennoch einfach, die Geschichte ist bildhaft und sehr lebendig erzählt und lässt dennoch Raum für eigene Gedanken.
Anette Frier vermittelt bei der Hörbuchfassung sehr authentisch Noras unterschiedliche Stimmungen und lässt die Geschichte lebendig werden.

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Veröffentlicht am 01.02.2021

Was wäre, wenn… Mutmach-Story für Krisen

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„Ich war in Gedanken gerade woanders - worüber haben wir noch mal gesprochen?“

Zwischen Leben und Tod - dieser Roman lädt zu vergnüglichen Experimenten mit den unendlichen Möglichkeiten der eigenen Vorstellungskraft ...

„Ich war in Gedanken gerade woanders - worüber haben wir noch mal gesprochen?“

Zwischen Leben und Tod - dieser Roman lädt zu vergnüglichen Experimenten mit den unendlichen Möglichkeiten der eigenen Vorstellungskraft ein.
„Wir alle haben die Wahl. (…) Es gibt so etwas wie einen freien Willen“, sagt einer der Protagonisten zu Beginn und seine Worte brutzeln wie Grashalme unter dem Vergrößerungsglas, denn schnell wird klar: Manchmal hat man keinen freien Willen mehr. Matt Haig schreibt philosophisch von einem Leben tiefer Verzweiflung, von Einsamkeit und Depressionen, die jeden hoffnungsvollen Gedanken unter sich begraben, und der Angst, geliebte Menschen, und sich selbst, zu enttäuschen. Mithilfe berühmter Zitate erzählt Haig auf inspirierende Weise, obwohl das Thema durchaus deprimiert. Es beginnt mit einer erschütternden Nachricht, bei einer Schachpartie in der Bibliothek, die Noras Leben völlig durcheinander bringt. Seit diesem schicksalhaften Tag, packt sie immer mehr die Lebensangst. Neunzehn Jahre später kommt der Tag, an dem einfach alles schief läuft und der sehnsuchtsvolle Tod zur verlockenden Erlösung wird. Doch statt zu sterben, findet sie sich in dieser besagten Bibliothek wieder, in der sie einst Schach spielte, voller Bücher, die ihr unendliche Versionen ihres Lebens zeigen, wie es hätte sein können, wenn sie andere Entscheidungen getroffen hätte. „Die Wissenschaft sagt uns, dass die Grauzone zwischen Leben und Tod ein geheimnisvoller Bereich ist.“

Die Kapitel sind sehr kurz - anfangs manchmal nur zwei Seiten - und tragen eine Kapitelüberschift, die Handlungsschwerpunkte in Aussicht stellt. Das hat mir gut gefallen, weil es eher ungewöhnlich ist. Die Kapitel, in denen Nora mit der Bibliothekarin Mrs Elm spricht, sind vor allem philosophisch, tiefgründig und therapeutisch. Hier entsprangen die Schach-Metaphern, die ich sehr mochte. Es sind die Herausforderungen, in die Nora geworfen wird, die das Buch interessant machen. Sie wird einfach in das jeweilige Leben katapultiert - ihr fehlt jegliches Vorwissen. Man fragt sich unweigerlich, wie man selbst entscheiden würde. Ich konnte einige Impulse für mich mitnehmen. Allerdings fand ich nicht jede dieser Paralleluniversen gelungen und manche davon waren besonders vorhersehbar und klischeehaft - aber glücklicherweise bin ich mit dem Ende sehr zufrieden. Der Anfang der Geschichte war logischerweise etwas schwermütig, weshalb ich schwieriger in die Geschichte fand - das hat sich aber schnell gegeben. Den Rest des Buches habe ich fast am Stück weggelesen.

Fazit: Eine therapeutische Reise, in die Viele-Welten-Interpreation der Quantenphysik - inspirierend, philosophisch und lehrreich zugleich. Faszinierendes Thema und das perfekte Mutmach-Buch für schwere Zeiten.

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