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Veröffentlicht am 21.09.2018

Man achte wo man sich bettet

Das Haus der Mädchen
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Mir stehen die Haare zu Berge!

,,Das Haus der Mädchen'' War mein zweiter Thriller von Andreas Winkelmann. Dieses Buch konnte mich wieder überzeugen.

Worum geht es?
Leni ist ein bodenständiges Mädchen ...

Mir stehen die Haare zu Berge!

,,Das Haus der Mädchen'' War mein zweiter Thriller von Andreas Winkelmann. Dieses Buch konnte mich wieder überzeugen.

Worum geht es?
Leni ist ein bodenständiges Mädchen vom Land und das erste Mal allein in einer Großstadt. In Hamburg angekommen, um ihr Praktikum bei einem Verlag zu beginnen, wird sie an ein Bedtobed vermittelt. Dort lernt sie Vivien kennen, die das komplette Gegenteil von Leni ist. Sie freunden sich an. Doch nur kurze Zeit später ist ihre Freundin verschwunden und ihr Zimmer in Eilenau leer. Dabei wollte sie gar nicht abreisen.
Kommissar Jens ermittelt derweil in einem Mordfall und stößt auf Zusammenhänge zwischen den verschwundenen Mädchen und dem erschossenen Mann. Was dahintersteckt ist unbegreiflich.

Schreibstil und Gestaltung
Mit Winkelmann's Schreibstil konnte ich mich wieder direkt anfreunden. Er weiß wie man Spannung aufbaut, diese erhält und später mit einem Knall das Geheimnis lüftet. Die Story wird nie langweilig. Es beginnt spannend und endet mit einem Wettlauf gegen die Zeit.
Die Kapitel sind kurz und ermöglichen ein rasches Lesen.
Das Cover wirkt düster, aber dem Inhalt entsprechend. Es zeigt ein blutiges Klingelschild einer Tür (obwohl das kein Thema ist im Buch), vermittelt aber worum es gehen wird. Der Autor nimmt die Sicherheit eines vermeintlich sicheren Hotelzimmers und lässt uns panisch dem nächsten Urlaub entgegenblicken. ;)

Meine Gefühlswelt
Leni ist eine Protagonistin, mit der sich der Leser, bzw. die Leserin problemlos identifizieren kann. Sie ist ein schüchternes Mädchen vom Land, hat ihre Ziele vor Augen und probiert das Beste in ihrem Leben zu erreichen. Mir gefiel ihre Figur ausgesprochen gut, da ich mich teilweise wiedererkennen konnte.
Auch die Rolle des Freddy und seine Lebensgeschichte gefiel mir sehr. Ich konnte auf Anhieb Sympathie aufbauen.
Das der oder die Täter vom Autoren zunächst im Hintergrund und im Verdeckten gehalten wurden, baute Spannung auf und ließ den Leser immer miträtseln. Bei einigen Thrillern wie zum Beispiel beim ,,Housesitter'' wusste, bzw. ahnte der Leser von Beginn an wer der Täter sein könnte. Hier wird man auf die falsche Fährte gelockt.

Fazit
Dieser Thriller ist ein rundum gelungenes Fünf-Sterne-Buch und verliert an keiner Stelle seine Spannung. Das Buch punktet mit sympathischen Figuren und einem grandiosen Wendepunkt in der Geschichte.

Veröffentlicht am 16.09.2018

Nach diesem Buch möchte ich nicht mehr allein zuhause sein!

Housesitter
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Drei Worte: Oh! Mein! Gott!
Dieses Buch hat mich absolut vom Hocker gehauen. Andreas Winkelmann hat sich mit ,,Housesitter'' gekonnt neben Sebastian Fitzek und somit zu meinen liebsten Thriller-Autoren ...

Drei Worte: Oh! Mein! Gott!
Dieses Buch hat mich absolut vom Hocker gehauen. Andreas Winkelmann hat sich mit ,,Housesitter'' gekonnt neben Sebastian Fitzek und somit zu meinen liebsten Thriller-Autoren eingereiht.
Das Buch sollte man nicht lesen, wenn man allein zuhause ist.

Worum geht es?
Thomas und Saskia kommen zurück aus dem Urlaub. Sie bemerken schnell, dass irgendwas nicht stimmt. Es liegt ein merkwürdiger Geruch in der Luft, es stehen benutze Töpfe rum und Möbel sind verrückt worden. Nach der Erkenntnis wird Thomas niedergeschlagen und Saskia entführt. Von der Entführung erfährt Thomas erst nachdem er aus dem Koma erwacht.
Wo ist seine Frau? Sie ist mittlerweile einige Wochen verschwunden und der Täter schreckt vor weiteren Einführungen und Morden nicht zurück. Bald bekommt er den Namen ,,Housesitter'', denn vor den Taten lebt dieser Mensch in fremden Häusern.

Schreibstil und Gestaltung:
Vom Schreibstil bin ich mehr als beeindruckt. Das Buch ist durchweg spannend geschrieben und immer aus verschiedenen Blickweisen. Mal Täter, mal Opfer, mal aus der Sicht der Polizei. Das baut enorme Spannung auf und es fügt sich nach und nach ein Bild zusammen. Das besondere, der Leser ist dem Ermittler nicht zwingend voraus. Er tastet sich zusammen mit Priska und Thomas voran und deckt nach und nach das Gesicht und Motiv des Täters auf.
Winkelmann beschreibt gekonnt Szenen und bricht dann ab, wenn es wirklich spannend wird und switcht zur nächsten Person. Manchmal sogar mitten im Satz. Das verleitet natürlich immer weiter zum Fortfahren. Es wird nie langweilig.
Als sich am Ende die Lage zuspitzt und alle Fäden zueinander führen, fiebert man mit und hofft noch immer Saskia zu finden und dass es keine weiteren Toten gibt.
Winkelmann raubt uns mit der Geschichte die Sicherheit, beziehungsweise das Gefühl der Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Er macht das traute Heim zu einem Tatort und zeigt auch mit der Auflösung des Falles, dass man nicht jedem trauen sollte. Ich gruselte mich sehr beim Lesen! :)
Das Cover ist stimmig. Es gibt die Atmosphäre des Buches wieder und zeigt ein hellerleuchtetes Fenster im Dunkeln. Ich habe eine ältere Auflage des Thrillers gelesen, denn mittlerweile gibt es andere Taschenbücher mit anderen Covern und anderen Preisen. Mit meinem Buch bin ich trotzdem zufrieden und finde es ansprechender als die Neuauflagen, wobei ein Thriller für mich nicht besonders schön aussehen soll. Die Storys sind ja nun auch nicht besonders schön. ;)

Meine Gefühlswelt:
Ich fieberte mit den Figuren mit. Ich hoffte mit Thomas auf eine lebende Saskia und später auch, dass Priska und Co nichts passierte.
Winkelmann kreierte Figuren, die einem nach und nach mit den Eigenheiten ans Herz wuchsen.
Er schaffte es zudem, einen Mörder komplett unterschiedlich dazustellen (zu diesem Punkt verrate ich nichts weiter, denn damit würde ich zuviel preisgeben. ;)).
Ich war während des Lesens kaum ansprechbar und wurde förmlich durchs Buch gehetzt. Das war ein Thriller der mich wieder einmal komplett überzeugen konnte.

Fazit:
,,Housesitter'' ist ein gelungenes Fünf-Sterne-Buch mit atemberaubender Spannung. Es beginnt mit unglaublichem Einstieg und endet noch viel unglaublicher und macht fassungslos.
Unbedingt lesen! ( Aber vielleicht nicht allein und im Dunkeln :P )

Veröffentlicht am 10.09.2018

Eine gelungene Fortsetzung mit viel Herz

P.S. I still love you
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Lara Jean ist zurück und hat noch mehr Liebesdramen im Gepäck.

Worum geht es?
Nachdem Lara Jean und Peter endlich zueinander gefunden haben, sollte alles schön sein. Der Himmel sollte voller Geigen hängen. ...

Lara Jean ist zurück und hat noch mehr Liebesdramen im Gepäck.

Worum geht es?
Nachdem Lara Jean und Peter endlich zueinander gefunden haben, sollte alles schön sein. Der Himmel sollte voller Geigen hängen. Tut er eigentlich auch... bis John sich auf Lara Jean's vermeintlich verloren gegangenen Liebesbrief meldet. Es entsteht sowas wie eine Brieffreundschaft, aber dann steht John vor Lara Jean und alles ändert sich.
Denn auch Gen kann ihre Finger nicht von Peter lassen und zieht ihn immer öfter zu Rate, weil Probleme sie belasten. Verlieren Lara Jean und Peter sich aus den Augen?

Schreibstil und Gestaltung:
Es hat sich nichts geändert. Der zweite Teil kann locker mit dem Vorgänger mithalten. Jenny Han hat nichts an Witz und Humor verloren. Alle Charaktere haben ihren ganz eigenen Charme. Spürbar werden aber die Probleme in den Beziehungen. Vielleicht wird Lara Jean hier einfach schnell erwachsen. Es gibt Tränen.
Das Cover reiht sich nahtlos ein. Es ist hübsch, hat eine beruhigende Wirkung (nicht so knallige nervige Farben) und wirkt einfach erwachsen. Die Schriftart blieb gleich und wirkt noch immer, als hätte Lara Jean den Titel geschrieben und in ihrer Hutschachtel verstaut.

Meine Gefühlswelt:
Natürlich gefiel mir das Buch. Es war nicht schlechter als das erste. Es gab noch mehr Gefühle, noch mehr Herzschmerz und andere Perspektiven. Aber leider langweilte mich das Buch zum Ende etwas. Ich kann mir nicht vorstellen worum es im Folgeband gehen wird. Theoretisch könnte man ,,PS i still love you'' jetzt auch zur Seite legen und theatralisch aufseufzen. Es gibt kein offenes Ende.

Fazit:
Band 2 ist eine gelungene Fortsetzung einer tollen Jugendbuch-Reihe. Einen Stern muss ich jedoch abziehen, weil es mich nicht mehr wie Teil 1 flashen konnte. Die Geschichte konnte mich nicht mehr vom Hocker hauen. Aber wer Band 1 mochte, wird hier sicherlich auch Freude dran finden.

Veröffentlicht am 09.09.2018

Ein etwas anderer Jugendbuch-Thriller

Bienenkönigin
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Bei ,,Thriller´´ denke ich immer sofort an Morde, viel Blut, Gemetzel. Das ist hier bei der ,,Bienenkönigin´´ von Claudia Praxmayer überhaupt nicht so der Fall - aber das ist gut! Sie hat ein unglaublich ...

Bei ,,Thriller´´ denke ich immer sofort an Morde, viel Blut, Gemetzel. Das ist hier bei der ,,Bienenkönigin´´ von Claudia Praxmayer überhaupt nicht so der Fall - aber das ist gut! Sie hat ein unglaublich gut geschriebenes und spannendes Buch mit hochaktueller Thematik für Jugendliche entwickelt.
Ich gebe zu, als ich das Buch das erste Mal sah fand ich es gar nicht ansprechend. Ich mag nichts was krabbelt, fliegt oder summt. Aber zum Glück habe ich das Buch trotzdem gelesen. Es entwickelte sich schnell zu einer meiner Favoriten des Jahres.

Worum geht es?
Mel hat schon immer eine ganz besondere Verbindung zu Bienen. Eines der schönsten Dinge für sie, sind die Bienen in ihrem Garten. Oft singt sie mit ihnen.
Als sie eines Tages ihre geliebten Bienen in Aufruhr erlebt, erschrickt sie. Da liegt eine tote schwarze Biene im Astloch! Bei genauerem Hinschauen aber, entdeckt sie, dass diese ,,Biene´´ gar keine ist, sondern eine Drohne. Aber aus welchem Grunde ist sie gekommen? Bei weiteren Recherchen ihrerseits und der Hilfe ihrer Freunde decken sie nach und nach eine perfide Machenschaft auf. Sollen diese Drohnen etwa die Bienen auslöschen? Aber warum denn nur?

Schreibstil und Gestaltung:
Ich konnte die Geschichte sehr sehr schnell lesen, da die Autorin mit Worten umgehen kann. Das Buch ist flüssig geschrieben. Nicht ohne Grund schaffte ich es fast das ganze Buch an einem Tag zu lesen! Es ist einfach fesselnd geschrieben. Man möchte einfach wissen wie es weitergeht.
Am Anfang gab ich ja bereits zu, dass das Cover nicht zu meinen Liebsten zählt. Im Nachhinein kann ich aber sagen, dass es einfach passt. Es ist schlicht, aber trotzdem auf den Punkt gebracht. Im Mittelpunkt stehen Bienen. Zudem muss ein Thriller nicht farbenfroh sein, meiner Meinung nach. Es ist stimmig und passt einfach.

Meine Gefühlswelt:
Das Buch zog mich sofort in seinen Bann. Ich mochte die Thematik, den Schreibstil und die Figuren. Alles perfekt aufeinander abgestimmt.
Zudem ist das Thema hochaktuell und brisant.
Das Bienensterben ist kein Hirngespinst mehr und leider in greifbarer Nähe. Durch diese Geschichte wird dem Jugendlichen die Lage noch einmal näher gebracht und vielleicht auch dem Einen oder Anderen die Augen geöffnet. Claudia Praxmayer schafft es, ein schwieriges Thema symphatisch rüberzubringen. Es ist ihr gelungen auch bei mir ein Umdenken zu bewirken. So einiges muss sich ändern. Eine Welt die nur von Technologie bestimmt wird, ist doch auch nicht die Idealwelt, oder? Das ist auch noch einmal ein Punkt in diesem Thriller. Die verschiedenen Freunde im Beehive vertreten unterschiedliche Ansichten zum Thema und geben die Realität sehr gelungen wieder.
Was mir ebenfalls ausgesprochen gut gefiel, waren die Kochkünste von Mel. Immer wieder entlockte sie meinen Hunger mit ihren tollen Rezepten. Generell handelte es viel von Nachhaltigkeit und Eigenanbau. Mal etwas ganz anderes!

Fazit:
Ein absolutes Fünf-Sterne-Buch! Hier stimmte alles. Von Schreibstil bis Thematik bis hin zu den Protagonisten.
Ihr solltet euch das Buch unbedingt mal anschauen!
Überhaupt nicht langweilig!

Veröffentlicht am 08.09.2018

Ein herzerwärmendes Kinderbuch

Ein Zwilling macht noch keine Schwester
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,,Ein Zwilling macht noch keine Schwester" von Stephanie Gessner war mein erstes Buch aus dem Magellan Verlag - Juhu! Danke!

Worum geht es?
Caro lebte im Heim, ehe sie von einem netten Paar aufgenommen ...

,,Ein Zwilling macht noch keine Schwester" von Stephanie Gessner war mein erstes Buch aus dem Magellan Verlag - Juhu! Danke!

Worum geht es?
Caro lebte im Heim, ehe sie von einem netten Paar aufgenommen wurde. Sie landet auf einem Gnadenhof mit vielen tollen Tieren. Sogar einem Fuchs!
Irgendwann finden ihre Pflegeeltern heraus, dass Caro eine Schwester hat... Einen Zwilling!! Doch Lina empfängt Caro nicht sehr herzlich und es gibt zwischen beiden Reibereien.
Und dann gibt es da noch einen Fall zu lösen, denn irgendjemand macht Jagd auf Wildtiere.

Schreibstil und Gestaltung:
Das Buch ließ sich schnell und flüssig lesen. Es war nicht langweilig ausschweifend, sondern auf das Wesentliche beschränkt. Die Kapitel waren angenehm kurz und ermöglichen Kindern zwischendurch Lesepausen. Besonders ist, dass die Titel der jeweiligen neuen Kapitel nach dem Alphabet geordnet sind, zum Beispiel: A wie allergrößte Aufregung und B wie Butterfly. Dazu gibt es zu jedem neuen Kapitel eine hübsche Illustration.
Das farbenfrohe Cover spricht natürlich sofort junge Mädchen an. Dort zu sehen sind Caro (das dunkelhaarige Mädchen mit Fuchs) und Lina (blond mit Hund), die Zwillinge und Protagonisten der Geschichte. Das Cover entspricht der Geschichte ausgesprochen gut, denn die schmollenden Schwestern vertragen sich eine ganze Weile überhaupt nicht. Lina ist manchmal ziemlich unterkühlt zu Caro.

Meine Gefühlswelt:
Ich muss zugeben, dass mir Caro eher ans Herz als Lina wuchs. Das ändert sich aber schnell. :) Die Gefühle der Mädchen werden dem kleinen Leser gut nahegebracht und kompliziertere Worte werden erklärt. Es ist dem Alter entsprechend.

Fazit:
Die Story ist gut geschrieben und ist angenehm und schnell zu lesen. Kinder finden nach einer Pause schnell wieder in die Geschichte ein.
Einen Punkt ziehe ich ab, da nach meinem Empfinden wirklich nur kleine Mädchen daran Freude finden werden. Mir war es zu kindlich. Trotzdem zu empfehlen, da die Thematik noch nicht allzu oft aufgegriffen wurde und das Ende spannend und herzerwärmend ist.
Empfehlenswert ist es für Mädchen ab 8 Jahren.