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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2018

Zu 3/4 traurig, aber schönes Ende

Wie man die Zeit anhält
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Das Buch hat mich interessiert, da ich generell Filme und Bücher mag, die von unsterblichen oder sehr langsam alternden Menschen handeln. Auch "Die Frau des Zeitreisenden" fand ich toll.
In diesem Buch ...

Das Buch hat mich interessiert, da ich generell Filme und Bücher mag, die von unsterblichen oder sehr langsam alternden Menschen handeln. Auch "Die Frau des Zeitreisenden" fand ich toll.
In diesem Buch geht es um Tom, der zwar sterblich, ist aber mit seinen über 400 Jahren aussieht, als wäre er erst 40. Der überwiegende Teil des Buchs ist traurig, weil Tom nach dem Verlust seiner einzigen großen Liebe sehr einsam ist und sich oft verstecken muss. Er wird von der "Albatros-Gesellschaft" angeworben, die Menschen wie ihn schützen und dafür engagieren, weitere Mitglieder zu rekrutieren. Tom weiß nicht immer, was er davon halten soll, denn er will ungestört leben und hat doch Angst vor der Zeit, die er ohne Liebe und tiefere Freundschaften durchleben muss. Sein Mentor Henrich hat ihn gelehrt, dass er alles lieben darf - gutes Essen, Musik, Kunst usw - aber er darf sich an keinen anderen Menschen - an eine "Eintagsfliege" - binden. Das fällt ihm im Laufe der Jahrhunderte immer schwerer, da er zudem vergeblich nach seiner - ebenfalls alterslosen - Tochter sucht. Obwohl das Lesen des Buches manchmal etwas schleppend und melancholisch war, so hat mich das Ende doch mit der Geschichte ausgesöhnt.

Veröffentlicht am 22.10.2018

Das Leben überarbeiten

Sommerfreundinnen
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Das Buch handelt von einer ganz besonderen Freundschaft zwischen ganz unterschiedlichen Frauen. Sie müssen sich einer sehr traurigen Situation stellen, denn eine langjährige Freundin verstirbt plötzlich. ...

Das Buch handelt von einer ganz besonderen Freundschaft zwischen ganz unterschiedlichen Frauen. Sie müssen sich einer sehr traurigen Situation stellen, denn eine langjährige Freundin verstirbt plötzlich. Nun stellen alle fest, dass sie Sonja wohl doch nicht so gut gekannt haben, wie alle dachten. Denn Sonja hatte sehr viel Geld, dass sie ihren Freundinnen nun unter Auflagen vererbt. Und diese Auflagen haben es in sich und werfen die Leben der Freundinnen gehörig durcheinander. Jede bekommt von der toten Sonja vor Augen geführt, wie festgefahren, langweilig und fremdbestimmt ihre Leben sind. Und Sonja stellt ihnen herausfordernde Aufgaben, um das nachhaltig zu ändern. Das zieht Frust, Ärger, Tränen und so manche unfreiwillig komische Situation nach sich. Aber am Schluss siegt die gemeinsame Freundschaft.

Veröffentlicht am 22.10.2018

Traurig und bezaubernd

Ein Winter mit Baudelaire
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Das Buch zeigt, wie schnell ein "normaler" Mensch ins Obdachlosen-Dasein abrutschen kann. Das ist traurig und erschreckend, aber das Buch bringt sehr deutlich zum Vorschein, was wirklich wichtig ist im ...

Das Buch zeigt, wie schnell ein "normaler" Mensch ins Obdachlosen-Dasein abrutschen kann. Das ist traurig und erschreckend, aber das Buch bringt sehr deutlich zum Vorschein, was wirklich wichtig ist im Leben. Der Hauptprotagonist kann dann auch wirklich Hilfe annehmen, die ihm vor allen Dingen der Hund entgegen bringt. Baudelaire ist der wahre Schatz in diesem Buch - einfühlsam und immer da, wenn er gebraucht wird. Er steht ganz oft im Mittelpunkt der Geschichte, ohne dass es einem zuviel wird. Man ist auf jeden Fall froh, dass sich die beiden - Mensch und Hund - gefunden haben. Es sollte auch im wahren Leben immer selbstverständlich sein, dass der Mensch bzw Tierbesitzer sich um das ihm anvertraute Tier kümmert. Deshalb ist auch der Schluss des Buches traurig-schön.

Veröffentlicht am 06.09.2018

Das letzte Drittel war interessant

Hazel Wood
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Teenager Alice reist mit ihrer Mutter Ella von Ort zu Ort, und scheinbar werden sie vom Unglück verfolgt, denn nirgendwo finden sie eine dauerhafte Heimat, und man könnte denken, dass Alice deshalb so ...

Teenager Alice reist mit ihrer Mutter Ella von Ort zu Ort, und scheinbar werden sie vom Unglück verfolgt, denn nirgendwo finden sie eine dauerhafte Heimat, und man könnte denken, dass Alice deshalb so unausgeglichen und aggressiv ist. Aber irgendetwas Mystisches steckt in dem jungen Mädchen, und mystisch ist auch ihre Großmutter, die Geschichtenerzählerin Althea. Doch als diese stirbt, scheint Ella regelrecht erleichtert zu sein, obwohl sie schon seit Jahren jeglichen Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen hat. Nun scheint sich für die beiden Frauen alles zum Guten zu wenden. Dieses erste Drittel des Buches empfand ich als ziemlich langweilig und nichtssagend. Im zweiten Drittel geht es vorwiegend um das berühmte Buch der Großmutter Althea, welches Alice nie gelesen hat und was schon seit Jahren unauffindbar ist. Die Geschichten dieses Buches spielen im Hinterland und sind ziemlich grausame Märchen ohne Happyend. Das Leben von Alice scheint mit den Geschichten verbunden zu sein, und nachdem ihre Mutter von Figuren aus dem Hinterland entführt wird, macht sich Alice mit ihrem Freund auf den Weg nach Hazelwood, dem Landsitz ihrer - vermeintlich - verstorbenen Großmutter. Und nun im letzten Drittel des Buches wird es nun endlich etwas spannender, weil Alice im Hinterland Abenteuer bestehen muss und mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert wird.
Insgesamt hat mir der Schreibstil des Buches und der gesamte Spannungsaufbau nicht so gut gefallen. Alles war sehr dunkel und mystisch, und erst ganz zum Schluss wurde es interessant und erklärend.

Veröffentlicht am 31.07.2018

Der allgegenwärtige Kampf von Gut gegen Böse

Der Duft des Lebens
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Aviv ist ein sehr empathischer Mensch und kann sich in die Menschen einfühlen. Er wächst behütet bei seiner Adoptivmutter auf und glaubt an das Gute in der Welt.
Der Arzt Kaminski ist zwar intelligent ...

Aviv ist ein sehr empathischer Mensch und kann sich in die Menschen einfühlen. Er wächst behütet bei seiner Adoptivmutter auf und glaubt an das Gute in der Welt.
Der Arzt Kaminski ist zwar intelligent und wohlhabend, aber er kann (und will) nichts Positives empfinden und quält seine Umwelt mit Misstrauen, Neid, Häme und Bosheit. Aber er kann seine Unzulänglichkeit spüren und wünscht sich das, was scheinbar alle Menschen - außer ihm - besitzen: Eine Seele. Kaminski entwickelt ein Verfahren, um sterbenden Menschen den letzten Lebenshauch und somit ihre unsterbliche Seele zu stehlen, um sich selbst damit zu bereichern.
Aviv und Kaminski stellen den Kampf - Gut gegen Böse - dar, und es stellt sich die Frage, ob jeder Mensch mit guten Kernanlagen geboren wird und nur seine Umwelt ihn zu einem bösen Dasein beeinflussen kann. Aviv kommt am Anfang etwas unbedarft und naiv rüber, aber er entwickelt sich zu einem Mann und beginnt die geistigen Gaben, die ihm geschenkt wurden, für sich selbst und seine Liebsten zu nutzen. Kaminski bleibt während des gesamten Buches der böse, schwarze Mann, und doch fragt man sich, wie er dazu geworden ist, und ob sein Schicksal in seinen frühen Kinderjahren hätte gewandelt werden können.
Glücklicherweise hat das Buch ein Happyend, obwohl es verständlicherweise auch Verluste zu betrauern gibt.