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Einhorn4444

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2018

Das letzte Drittel war interessant

Hazel Wood
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Teenager Alice reist mit ihrer Mutter Ella von Ort zu Ort, und scheinbar werden sie vom Unglück verfolgt, denn nirgendwo finden sie eine dauerhafte Heimat, und man könnte denken, dass Alice deshalb so ...

Teenager Alice reist mit ihrer Mutter Ella von Ort zu Ort, und scheinbar werden sie vom Unglück verfolgt, denn nirgendwo finden sie eine dauerhafte Heimat, und man könnte denken, dass Alice deshalb so unausgeglichen und aggressiv ist. Aber irgendetwas Mystisches steckt in dem jungen Mädchen, und mystisch ist auch ihre Großmutter, die Geschichtenerzählerin Althea. Doch als diese stirbt, scheint Ella regelrecht erleichtert zu sein, obwohl sie schon seit Jahren jeglichen Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen hat. Nun scheint sich für die beiden Frauen alles zum Guten zu wenden. Dieses erste Drittel des Buches empfand ich als ziemlich langweilig und nichtssagend. Im zweiten Drittel geht es vorwiegend um das berühmte Buch der Großmutter Althea, welches Alice nie gelesen hat und was schon seit Jahren unauffindbar ist. Die Geschichten dieses Buches spielen im Hinterland und sind ziemlich grausame Märchen ohne Happyend. Das Leben von Alice scheint mit den Geschichten verbunden zu sein, und nachdem ihre Mutter von Figuren aus dem Hinterland entführt wird, macht sich Alice mit ihrem Freund auf den Weg nach Hazelwood, dem Landsitz ihrer - vermeintlich - verstorbenen Großmutter. Und nun im letzten Drittel des Buches wird es nun endlich etwas spannender, weil Alice im Hinterland Abenteuer bestehen muss und mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert wird.
Insgesamt hat mir der Schreibstil des Buches und der gesamte Spannungsaufbau nicht so gut gefallen. Alles war sehr dunkel und mystisch, und erst ganz zum Schluss wurde es interessant und erklärend.

Veröffentlicht am 31.07.2018

Der allgegenwärtige Kampf von Gut gegen Böse

Der Duft des Lebens
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Aviv ist ein sehr empathischer Mensch und kann sich in die Menschen einfühlen. Er wächst behütet bei seiner Adoptivmutter auf und glaubt an das Gute in der Welt.
Der Arzt Kaminski ist zwar intelligent ...

Aviv ist ein sehr empathischer Mensch und kann sich in die Menschen einfühlen. Er wächst behütet bei seiner Adoptivmutter auf und glaubt an das Gute in der Welt.
Der Arzt Kaminski ist zwar intelligent und wohlhabend, aber er kann (und will) nichts Positives empfinden und quält seine Umwelt mit Misstrauen, Neid, Häme und Bosheit. Aber er kann seine Unzulänglichkeit spüren und wünscht sich das, was scheinbar alle Menschen - außer ihm - besitzen: Eine Seele. Kaminski entwickelt ein Verfahren, um sterbenden Menschen den letzten Lebenshauch und somit ihre unsterbliche Seele zu stehlen, um sich selbst damit zu bereichern.
Aviv und Kaminski stellen den Kampf - Gut gegen Böse - dar, und es stellt sich die Frage, ob jeder Mensch mit guten Kernanlagen geboren wird und nur seine Umwelt ihn zu einem bösen Dasein beeinflussen kann. Aviv kommt am Anfang etwas unbedarft und naiv rüber, aber er entwickelt sich zu einem Mann und beginnt die geistigen Gaben, die ihm geschenkt wurden, für sich selbst und seine Liebsten zu nutzen. Kaminski bleibt während des gesamten Buches der böse, schwarze Mann, und doch fragt man sich, wie er dazu geworden ist, und ob sein Schicksal in seinen frühen Kinderjahren hätte gewandelt werden können.
Glücklicherweise hat das Buch ein Happyend, obwohl es verständlicherweise auch Verluste zu betrauern gibt.

Veröffentlicht am 15.07.2018

Auch im Alter wird es nicht einfacher

Wir sehen uns im Sommer
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Das Buch "Wir sehen uns im Sommer" ist die Fortsetzung von "Sommerfreundinnen", welches mich damals ebenfalls begeistert hat.
Die Freundinnen Rebekka, Maggan und Susanne waren zwar gut in ihren "neuen ...

Das Buch "Wir sehen uns im Sommer" ist die Fortsetzung von "Sommerfreundinnen", welches mich damals ebenfalls begeistert hat.
Die Freundinnen Rebekka, Maggan und Susanne waren zwar gut in ihren "neuen Leben" angekommen, welche von ihrer verstorbenen Freundin Sonja eingefädelt worden sind, aber nach einigen Jahren ist leider nicht mehr alles eitel Freude Sonnenschein. Erneut begeben sich die 3 Frauen auf eine weite Reise, um die Asche ihrer Freundin Sonja in allen möglichen Ländern zu verstreuen, so wie es deren Wunsch gewesen ist. So lernen sie die verstorbene Freundin noch mal ganz neu kennen, denn sie hat den Dreien diverse Briefe hinterlassen. Rebekka, Maggan und Susanne müssen dabei so manches mal über ihren eigenen Schatten springen, reflektieren ihr Leben und ihre Liebesbeziehungen und erfahren durch die erneute Trauer um Sonja, dass es sich immer wieder lohnt, um die Liebe und um die eigene Unabhängigkeit zu kämpfen.

Veröffentlicht am 24.06.2018

Zeit nehmen für dieses Buch

Der emotionale Rucksack
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Da ich ein nachtragender Mensch bin, war das Buch sehr interessant für mich. Aber die Beschäftigung mit dieser Lektüre erfordert doch etwas Zeit und Ausdauer. Die Autorin gibt wertvolle Impulse, aber ob ...

Da ich ein nachtragender Mensch bin, war das Buch sehr interessant für mich. Aber die Beschäftigung mit dieser Lektüre erfordert doch etwas Zeit und Ausdauer. Die Autorin gibt wertvolle Impulse, aber ob sich jeder aktiv damit beschäftigen kann und will, ist natürlich fraglich. Aber allein den Unterschied zwischen Gefühlen und Emotionen zu lernen und zu erkennen, wie und warum sich mein emotionaler Rucksack über die Jahre hinweg aufgebaut hat, war schon sehr aufschlussreich. Manche Kapitel waren "kräfteraubend" und brauchten Zeit, um sich in Kopf und Seele festzusetzen. Auf psychologische Fachbegriffe hat die Autorin - glücklicherweise - weitestgehend verzichtet. Somit steht es jedem Leser frei, sich die Impulse aus dem Buch zu holen, die für jede/n Einzelne/n hilfreich sind. Ich werde mich irgendwann bestimmt wieder mit dieser Lektüre beschäftigen.

Veröffentlicht am 22.02.2018

Langatmig und verworren

Das Vermächtnis des Künstlers
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George ist ein Parapsychologe, der angeblich mysteriöse Geschehnisse aufdeckt bzw. erklärt, dass keine Geister dahinter stecken. Er wird beauftragt, mehrere Gemälde von Kindern zu untersuchen, die ihre ...

George ist ein Parapsychologe, der angeblich mysteriöse Geschehnisse aufdeckt bzw. erklärt, dass keine Geister dahinter stecken. Er wird beauftragt, mehrere Gemälde von Kindern zu untersuchen, die ihre Besitzer scheinbar in den Wahnsinn oder sogar in den Tod getrieben haben. Auch diesmal glaubt er, eine logische Erklärung hinter diesem Geheimnis aufdecken zu können.
Er arbeitet dabei mit der Kunsthistorikerin Josephine zusammen, mit der er die letzten beiden Bilder ausfindig machen soll.
Der Klappentext und auch die Leseprobe erschienen mir vielversprechend. Doch die Charaktere im Buch kommen alle sehr unsympathisch rüber, die Geschichte ist langatmig und verwirrend, gespickt von Fremdwörtern und Nebensächlichkeiten. Seitenweise Erläuterungen, die absolut unwichtig und ermüdend sind, legen die Spannung gänzlich lahm und haben - meines Erachtens nach - überhaupt nichts mit der eigentlichen Kerngeschichte zu tun. Das Thema des Buches hätte spannend sein können, aber ich habe irgendwann nur noch quer gelesen und war manchmal sogar versucht, das Buch einfach abzubrechen. Mit viel gutem Willen bekommt es von mir gerade mal 2 Sterne.