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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.01.2026

Informativ, unterhaltsam und toll gelesen

Organisch
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Darm mit Charme von Giulia Enders ist mir zwar bekannt, steht schon lange auf meiner Leseliste, aber nach all den Jahren habe ich es noch immer nicht geschafft, das Buch zu lesen. Das wird sich jetzt ganz ...

Darm mit Charme von Giulia Enders ist mir zwar bekannt, steht schon lange auf meiner Leseliste, aber nach all den Jahren habe ich es noch immer nicht geschafft, das Buch zu lesen. Das wird sich jetzt ganz schnell ändern, denn nach "Organisch" bin ich wirklich noch so viel gespannter auf das erste Buch der Autorin.
Da viele Rezensionen sehr wohlmeinend, aber durchaus auch durchmischt sind, wird mir "Darm mit Charme" bestimmt gefallen, denn ich fand dieses (Hör-)Buch schon große klasse!

Mit zwischengestreuten Einblicken in die Familie, Geschichte und Gedanken der Autorin, widmet sich Organisch nicht bloß einem Körperteil, sondern allen Organen.
Dabei ist der Schreibstil zwar durchaus sachlich, trotzdem schafft es Giulia Enders immer wieder mit einer Prise Humor eine gewisse Leichtigkeit in das Buch zu bringen. Ich habe lange Spaziergänge unternommen, um einfach immer weiter hören zu können und mich nicht ablenken zu lassen - normaler Weise laufen bei mir Hörbücher nämlich immer, wenn ich alltägliche Dinge wie Wohnung putzen oder Pendeln tue. Hier aber habe ich schnell gemerkt, dass ich volle Konzentration auf den Inhalt legen möchte.
Der einzige Kritikpunkt von mir als gierige Person ist, dass ich mir noch etwas mehr Tiefe und etwas Mehr gewünscht hätte. Das Buch war so schnell vorbei und ich hätte echt noch etliche Stunden länger zuhören können.
Wenn man sich für Medizin und den menschlichen Körper interessiert, werden generell keine bahnbrechenden Neuigkeiten dabei sein, doch immer wieder kleine Dinge, die man noch nicht wusste, finden können.

Gelesen wird das Hörbuch von der Autorin selber und das hat ganz wunderbar funktioniert! An sich bin ich großer Fan der deutschen Sprecher:innen-Welt und sehe es durchaus kritisch, wenn Autor:innen ihre Bücher selber vertonen und die Expertise der Fachkräfte nicht genutzt wird. Aber Giulia Enders hat eine wirklich sehr angenehme Stimme, der ich gerne gelauscht habe.

Jetzt muss ich "Darm mit Charme" wirklich mal lesen!

Veröffentlicht am 31.12.2025

Spannend, aber nicht der beste Fitzek für mich bisher

Der Nachbar
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Ich fand das (Hör-)Buch wirklich absolut ok - und das im positivsten Sinn.
Mit Fitzek geht es bei mir echt auf und ab, manche Bücher fand ich gut bis sehr gut, andere weniger. Spannend aber sind sie immer ...

Ich fand das (Hör-)Buch wirklich absolut ok - und das im positivsten Sinn.
Mit Fitzek geht es bei mir echt auf und ab, manche Bücher fand ich gut bis sehr gut, andere weniger. Spannend aber sind sie immer alle und so konnte ich auch dieses Mal das Buch nur schlecht pausieren, wollte immer weiter hören und der Geschichte folgen.
Spannungsbogen und -aufbau hat Fitzek einfach drauf und so habe ich auch hier bekommen, was ich wollte.
Nur einzelne Punkte haben mir dann weniger gut gefallen, so fand ich die Geschichte einfach unheimlich konstruiert und zusammengeklebt. So wie Puzzleteile, die nicht wirklich zusammenpassen, mit Kleber fixiert werden, aber beim Raufblicken einfach kein stimmiges Bild ergeben. Ich bin eschen gewohnt, bei Fitzek ein paar Mal die Augen zuzudrücken, aber bei "Der Nachbar" war es dann doch etliche Male zu viel.
Mit der Protagonistin wurde ich nicht richtig warm, generell waren die Figuren alle etwas zu drüber und das Ende war mir einfach ein bisschen zu drüber. Das sind alles kleine Punkte, aber sie summierten sich dann doch beim Lesen, so dass dieses Buch für mich nicht der beste Fitzek ist, den ich bisher gelesen habe. Noch nicht einmal ein richtig guter, dafür aber wieder mal ein spannender Ausflug für mich, da ich sonst wirklich wenige Thriller lese.
Simon Jäger liest einfach phänomenal und ich genieße jedes Hörbuch mit ihm!

Veröffentlicht am 29.12.2025

Konnte mich nicht überzeugen

Darkthorn Archives 1: Bite the Bride
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Hm, ich fand das Buch anfangs noch ganz ok, aber nach dem ersten Drittel hat es mich dann echt verloren.
Der Plot ist schon nach den ersten Absätzen offensichtlich, Charakterentwicklung gab es eigentlich ...

Hm, ich fand das Buch anfangs noch ganz ok, aber nach dem ersten Drittel hat es mich dann echt verloren.
Der Plot ist schon nach den ersten Absätzen offensichtlich, Charakterentwicklung gab es eigentlich überhaupt nicht und das Wouldbuilding war auch eher non existent. Klingt sehr hart, wäre für mich aber einzeln noch verschmerzbar gewesen. Denn meine Ansprüche waren nicht hoch an das Buch. Ich wollte lediglich gut unterhalten werden mit dem Hörbuch.
Aber die Mischung macht es dann doch und mir mangelte es dann doch an etlichen Stellen.
Katherine fand ich zu Beginn eigentlich echt gut als Protagonistin. Sie kämpft sich durch und hat ihren eigenen Willen und Weg. Aber dann passiert, was häufig passiert: der male love interest betritt die Bühne und die Protagonistin wird entgegen ihrer Art, wie sie der Leserschaft gegenüber aufgebaut wurde, zu einer devoten, von der Meinung des Mannes abhängigen Frau. Schade, Katherine hätte durchaus Potential gehabt. Ethan habe ich um ehrlich zu sein gleich wieder aus meinem Gedächtnis gelöscht, da er doch sehr im Einheitsbrei der Book Boyfriends verloren geht.
Dark Academia und 1920er wurden auch nur auf den Klappentext gedruckt, um von Anfang an eine Atmosphäre zu schaffen, die dann im Buch selber jedoch nie ausgebaut und vertieft wurde. Das fällt für mich schon leicht in die Kategorie "lazy writing".

Was mir unglaublich negativ aufgefallen ist, ist der ableistische Sprachgebrauch. Ich versuche in meiner Wortwahl sehr darauf zu achten, bestimmte Begriffe nicht mehr zu nutzen und werde hier nur kurz ein Beispiel anführen, um meinen Punkt zu verdeutlichen: "schwachsinnig" wird wiederholt als Synonym für eine blöde Idee genutzt, so wie weitere Bezeichnungen, die leicht durch andere Begriffe hätten ersetzt werden können.
Ich verstehe nicht, wie solche Begriffe in einem lektorierten Buch vorkommen können! Wobei Cove sogar zu Carlsen und damit einem wirklich großen Verlag gehört.

Veröffentlicht am 20.11.2025

Konnte mich trotz tollem Setting nicht ganz überzeugen

The Penguin Paradox
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Irgendwie wirkte das Buch teilweise wie eine Fanfiction über die Liebe bei der wahnsinnig kitschige Hallmark Filme und die Bücher von Ali Hazelwood die Grundlage waren und bei dem die Vorstellung von ...

Irgendwie wirkte das Buch teilweise wie eine Fanfiction über die Liebe bei der wahnsinnig kitschige Hallmark Filme und die Bücher von Ali Hazelwood die Grundlage waren und bei dem die Vorstellung von Liebe der einer Jugendlichen entsprach. Von unglaublich überzogenen Reden auf die Liebe zu Jubelausbrüchen der Familie auf Grund eines Kusses war echt alles dabei.

Was mir wirklich gut gefallen hat, war das Setting. Richtig schön und auch die Einschübe über Pinguine fand ich immer wieder toll. Ich bin aber auch für solche Geschichten leicht empfänglich und habe nicht ohne Grund viele von Ali Hazelwoods oder andere Bücher, die in einem wissenschaftlichen Setting spielen, verschlungen. Auch wenn dem Erzählten etwas bessere Recherche gut getan hätte. Auch hier wirkte es wieder wie eine romantisierende Fanfiction über Personen, die in der Wissenschaft tätig sind.

Das Zusammenspiel der Charaktere hat mir einfach nicht gefallen. Erst hat Emery unglaubliche Vorurteile gegenüber Becket, bei denen ich anfangs dachte, dass sich die Geschichte in eine "Stolz & Vorurteil"-Richtung entwickeln würde. Aber das tat sie nie, nein, Emery hat einfach weiter an ihren haltlosen Vorurteilen festgehalten, war echt super unsympathisch und Beckett fand sie die ganze Zeit über aber einfach toll?!
Aus den Vorurteilen wurde dann schlagartig die große Liebe und das schon knapp nach der Hälfte des Buches. Das konstruierte Drama war dann nur noch ein Hinhalten und Strecken des Buches auf über 400 Seiten.

Ja, es ist eher seichte Unterhaltung und ein paar Punkte haben mich schon enttäuscht, aber wurde dennoch auch ganz ok unterhalten und für meinen Arbeitsweg war es die passende Begleitung.

Veröffentlicht am 13.11.2025

Leider mit Längen und vorhersehbarem Plot

Foxglove – Das Begehren des Todes (Belladonna 2)
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Den ersten Band der Reihe fand ich ganz gut, war aber wirklich sehr skeptisch, was dieses Buch angeht. Denn das beworbene Liebesdreieck hat mich anfangs echt zurückgehalten. Das ist ein Trope, den ich ...

Den ersten Band der Reihe fand ich ganz gut, war aber wirklich sehr skeptisch, was dieses Buch angeht. Denn das beworbene Liebesdreieck hat mich anfangs echt zurückgehalten. Das ist ein Trope, den ich wirklich nicht mehr lesen möchte. Aber eine Freundin, die das Buch vor mir beendete, gab mir den Hinweis, dass es sich gar nicht um ein "echtes" Liebesdreieck handeln würde und sie hat Recht behalten. Ich verstehe nicht ganz, warum das Buch mit diesem Trope beworben wird.

Wie schon im ersten Band dreht sich die Handlung wieder um Signa, doch dieses Mal spielt auch Blythe eine größere Rolle. Das Zusammenspiel der beiden fand ich wirklich gut.
Leider ist der Plot wirklich sehr vorhersehbar gewesen und Signa stand echt durchgehend auf dem Schlauch. Das hat mich dann doch etwas verstimmt, weil so nie wirklich Spannung aufgekommen ist. Das Ende war auch nicht wirklich überraschend.
Auch waren an etlichen Stellen Passagen eingeflochten, um die Handlung künstlich in die Länge zu ziehen.
Trotzdem hatte ich wieder eine ganz vergnügliche Lesezeit mit dem Buch, denn Schicksal und Tod als Figuren, Geister und außergewöhnliche Kräfte sind hier schon gut miteinander verwoben. Für mich ein gutes Buch für den Arbeitsweg.
Den letzten Band der Reihe werde ich mir auf jeden Fall auch noch irgendwann einmal vornehmen. Denn gerade Foxglove ist ein wirklich toller Handlungsort, der noch die ein oder andere Geister-Begegnung bereithalten könnte.