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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2025

Konnte mich trotz tollem Setting nicht ganz überzeugen

The Penguin Paradox
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Irgendwie wirkte das Buch teilweise wie eine Fanfiction über die Liebe bei der wahnsinnig kitschige Hallmark Filme und die Bücher von Ali Hazelwood die Grundlage waren und bei dem die Vorstellung von ...

Irgendwie wirkte das Buch teilweise wie eine Fanfiction über die Liebe bei der wahnsinnig kitschige Hallmark Filme und die Bücher von Ali Hazelwood die Grundlage waren und bei dem die Vorstellung von Liebe der einer Jugendlichen entsprach. Von unglaublich überzogenen Reden auf die Liebe zu Jubelausbrüchen der Familie auf Grund eines Kusses war echt alles dabei.

Was mir wirklich gut gefallen hat, war das Setting. Richtig schön und auch die Einschübe über Pinguine fand ich immer wieder toll. Ich bin aber auch für solche Geschichten leicht empfänglich und habe nicht ohne Grund viele von Ali Hazelwoods oder andere Bücher, die in einem wissenschaftlichen Setting spielen, verschlungen. Auch wenn dem Erzählten etwas bessere Recherche gut getan hätte. Auch hier wirkte es wieder wie eine romantisierende Fanfiction über Personen, die in der Wissenschaft tätig sind.

Das Zusammenspiel der Charaktere hat mir einfach nicht gefallen. Erst hat Emery unglaubliche Vorurteile gegenüber Becket, bei denen ich anfangs dachte, dass sich die Geschichte in eine "Stolz & Vorurteil"-Richtung entwickeln würde. Aber das tat sie nie, nein, Emery hat einfach weiter an ihren haltlosen Vorurteilen festgehalten, war echt super unsympathisch und Beckett fand sie die ganze Zeit über aber einfach toll?!
Aus den Vorurteilen wurde dann schlagartig die große Liebe und das schon knapp nach der Hälfte des Buches. Das konstruierte Drama war dann nur noch ein Hinhalten und Strecken des Buches auf über 400 Seiten.

Ja, es ist eher seichte Unterhaltung und ein paar Punkte haben mich schon enttäuscht, aber wurde dennoch auch ganz ok unterhalten und für meinen Arbeitsweg war es die passende Begleitung.

Veröffentlicht am 13.11.2025

Leider mit Längen und vorhersehbarem Plot

Foxglove – Das Begehren des Todes (Belladonna 2)
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Den ersten Band der Reihe fand ich ganz gut, war aber wirklich sehr skeptisch, was dieses Buch angeht. Denn das beworbene Liebesdreieck hat mich anfangs echt zurückgehalten. Das ist ein Trope, den ich ...

Den ersten Band der Reihe fand ich ganz gut, war aber wirklich sehr skeptisch, was dieses Buch angeht. Denn das beworbene Liebesdreieck hat mich anfangs echt zurückgehalten. Das ist ein Trope, den ich wirklich nicht mehr lesen möchte. Aber eine Freundin, die das Buch vor mir beendete, gab mir den Hinweis, dass es sich gar nicht um ein "echtes" Liebesdreieck handeln würde und sie hat Recht behalten. Ich verstehe nicht ganz, warum das Buch mit diesem Trope beworben wird.

Wie schon im ersten Band dreht sich die Handlung wieder um Signa, doch dieses Mal spielt auch Blythe eine größere Rolle. Das Zusammenspiel der beiden fand ich wirklich gut.
Leider ist der Plot wirklich sehr vorhersehbar gewesen und Signa stand echt durchgehend auf dem Schlauch. Das hat mich dann doch etwas verstimmt, weil so nie wirklich Spannung aufgekommen ist. Das Ende war auch nicht wirklich überraschend.
Auch waren an etlichen Stellen Passagen eingeflochten, um die Handlung künstlich in die Länge zu ziehen.
Trotzdem hatte ich wieder eine ganz vergnügliche Lesezeit mit dem Buch, denn Schicksal und Tod als Figuren, Geister und außergewöhnliche Kräfte sind hier schon gut miteinander verwoben. Für mich ein gutes Buch für den Arbeitsweg.
Den letzten Band der Reihe werde ich mir auf jeden Fall auch noch irgendwann einmal vornehmen. Denn gerade Foxglove ist ein wirklich toller Handlungsort, der noch die ein oder andere Geister-Begegnung bereithalten könnte.

Veröffentlicht am 16.09.2025

Wirklich toll, aber leider etwas zu viel Drama-Potpourri

Im Leben nebenan
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Auch wenn dieses Buch in keiner Weise meine Lebensrealität widerspiegelt, so finden sich doch viele Dinge wieder, die in meinem Umfeld immer mehr Menschen beschäftigen. Mit Anfang 30 ist irgendwie in ...


Auch wenn dieses Buch in keiner Weise meine Lebensrealität widerspiegelt, so finden sich doch viele Dinge wieder, die in meinem Umfeld immer mehr Menschen beschäftigen. Mit Anfang 30 ist irgendwie in meinem Freundeskreis nochmals Umbruch zu spüren. Paare trennen sich, heiraten, bekommen Kinder, wollen keine bekommen, können keine bekommen. Das Leben ist einfach facettenreich.
Und da fand ich die Prämisse des Buches so spannend, eben zwei Facetten eines Lebens zu beleuchten. Jedes Leben besteht aus so vielen Entscheidungen und Richtungen, in diesem Buch wurde auf gerade einmal 272 Seiten nur eine Entscheidung als Aufhänger genommen. Das "wie wäre es gewesen, wenn...?".
Denn wie wäre Tonis Leben verlaufen, wenn sie sich damals vor dem Studium nicht von ihrem Freund getrennt hätte?
Über Nacht wird Toni plötzlich in ein anderes Leben geworfen, wird zu Antonia mit Neugeborenem, Mann und Haus in ihrem Heimatort und ist nicht länger Toni mit Jakob in der Altbauwohnung in der Großstadt und mit Kinderwunsch.
Parallel wird ab dem Zeitpunkt die Geschichte von Antonia und Toni beleuchtet. Das Spielen mit den beiden Perspektiven fand ich wirklich toll. Etwas irritiert hat mich am Anfang, dass nur eine der beiden in ein neues Leben geworfen wurde. Tonis Leben läuft sozusagen einfach weiter, während Toni II den Platz von Antonia einnimmt. Mit all ihren Erinnerungen an Jakob und wie ihr Leben verlaufen ist. Anfangs hat es mich doch etwas gestört, dass nur eine der beiden Erzählstimmen mehr in der Vergangenheit hing, an einem Leben, das sie vermisste und das nicht mehr das jetzige war. Während Toni ungeahnt ihr Leben weiterlebte. Aber der Erzählsprung wäre natürlich niemals der selbe gewesen, wenn eine Frau, die gerade frisch entbunden hat, plötzlich ohne ihr Kind in eine vollkommen fremden Leben aufwachen würde und sich zurecht finden müsste.

Die Themen, die in diesem Buch durch die Vermischung beider Leben aufgegriffen werden, sind echt wuchtig, wurden mir aber leider teilweise etwas zu oberflächlich behandelt. Auf den wenigen Seiten ist es aber auch schwer, mehr in die Tiefe zu gehen. Postpartale Depression und unerfüllter Kinderwunsch sind dabei schon die beiden größten Felder. Es geht aber auch um die Veränderung von Freundschaften, wenn die eigene Lebensrealität nicht mehr ganz zu der einer Freundin passt - lässt für mich dabei nur leider etwas aus, das man als Freundinnen den Spagat sehr wohl auch gut schaffen kann. Die Belastung, die eine Beziehung aushalten muss, wenn eine Person arbeitslos wird. Das Verhältnis zu den eigenen Eltern, wenn man entweder "nebenan" oder weiter entfernt lebt. Es wird sehr viel in einen Topf geworfen und so konnte leider nicht allen Themen gerecht werden. Und irgendwie fühlte es sich ein wenig nach zu viel negativem an. Ja, manchmal kann das Leben echt ganz schön aus den Bahnen laufen, aber irgendwie war hier alles ein wenig zu dunkel getrübt und ein wenig weniger Drama hätte den Grundton der Geschichte nicht wirklich verändert.
So reicht es für mich nicht für 5 Sterne, insgesamt ist das Buch aber wirklich toll gewesen und ich bin sowohl Toni als auch Antonia gerne gefolgt.

Veröffentlicht am 09.09.2025

Konnte mich nicht überzeugen

Snehild - Die Seherin von Midgard
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Hätte es sich nicht um ein Rezensionsexemplar gehandelt, hätte ich das Hörbuch nach 20% abgebrochen.
Auf Grund des Klappentextes und des Covers habe ich das Buch gedanklich automatisch in eine eher junge ...

Hätte es sich nicht um ein Rezensionsexemplar gehandelt, hätte ich das Hörbuch nach 20% abgebrochen.
Auf Grund des Klappentextes und des Covers habe ich das Buch gedanklich automatisch in eine eher junge YA-Richtung eingeordnet. Das erste Drittel passte eigentlich noch ganz gut zu diese Einordnung, doch danach gab es vermehrt sehr explizite Szenen im Buch, weshalb ich das Buch eher als Fantasy ab NA einstufen würde. Ich glaube, dass diese Fehleinschätzung meinerseits überhaupt nicht aufgekommen wäre, wenn der Klappentext nicht so zielgerichtet auf die 12-jährige Snehild angespielt hätte. Das "junge Frau" habe ich wirklich mehr als heranwachsende Frau interpretiert. Aber das beiseite, ich wurde generell einfach nicht warm mit der Geschichte.
An sich dreht sich die Handlung um das Aufwachsen und Leben von Snehild, erzählt wird sie aber in unterschiedlichen Perspektiven. Das finde ich eigentlich immer toll, weil ich es sehr mag, die Welt aus den Augen der in der Handlung vorkommenden Charaktere kennenzulernen. Hier führten die vielen handelnden Personen aber nur dazu, dass keine von ihnen vernünftig aufgebaut wurde. Alle blieben sehr oberflächlich mit wenig Tiefe, Sympathie wurde auch für keine geweckt - außer für wirklich am Rande vorkommende Nebencharaktere.
Auch die Handlung fühlte sich sehr flach und wahnsinnig vorhersehbar an. Wirkliche Spannung kam nicht auf und das Ende war sehr abzusehen. Ein wenig Vorwissen über die nordische Mythologie sollte man mitbringen, denn viele Erklärungen gibt es nicht. Ich bin eher firm in der griechischen Mythologie, daher fand ich es doch mal ganz spannend mehr in die nordische abzutauchen. Geholfen hat mir aber mein wirklich lückenhaftes Vorwissen aus diversen Filmen, Serien und Büchern, um wenigstens grob bestimmte Namen einordnen zu können.
Während mir die Verflechtung der Mythologieaspekte gut gefallen hat, fand ich das Worldbuilding unheimlich schwach. Gefühlt spielt sich der Großteil an einem Ort ab und selbst dieser blieb für mich nicht greifbar, sehr stereotyp beladen und generisch.
Ich habe mich echt sehr durch das Hörbuch gekämpft und ärgere mich zum einen für mich, zum anderen für das Buch. Wir haben einfach nicht gut zueinander gepasst, aber vielleicht passt es für andere, denn die Meinungen zu diesem Buch gehen ja doch etwas auseinander. ​

Veröffentlicht am 09.09.2025

Hat für mich nicht gut funktioniert

Edenwood 1
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Ich bin eher Graphic Novel Leserin, aber wollte durchaus mal in die Comics abtauchen. Die Trennlinie von Graphic Novel zu Comic empfinde ich als eher schmal, für mich persönlich legen Graphic Novel neben ...

Ich bin eher Graphic Novel Leserin, aber wollte durchaus mal in die Comics abtauchen. Die Trennlinie von Graphic Novel zu Comic empfinde ich als eher schmal, für mich persönlich legen Graphic Novel neben der Bildsprache aber auch noch ein wenig mehr Fokus auf Geschriebenes als Comics. Aber um mich mal an dem Genre zu probieren, kam dieses Buch gerade richtig. Ich bin also keine Kennerin von Comics und der Lore vieler Geschichten, habe aber gesehen, dass Tony Daniel sehr viele Comics aus dem Batman-Kosmos publiziert hat.
Edenwood 1 besteht dabei aus den Comics #1-5 und ist in einem Werk zusammengefasst worden.
Leider funktionierte Edenwood für mich nicht gut.
Das lag vor allem daran, dass es keinen roten Faden gab, man als Leser:in vollkommen planlos von Seite zu Seite getragen wurde. Ich weiß bis jetzt nicht ganz, was ich mir da eigentlich angeguckt habe. Die Storyline ist wirklich nicht gut ausgebaut. Dass dann alle paar Seiten in der Zeit gesprungen wird, macht das Ganze einfach noch unübersichtlicher.
Ja, es ist sehr bildgewaltig und die Illustrationen sind sehr komplex. Ich bin aber leider einfach nicht so der Fan mordend-metzelnden Comicstrips. Klar, das Buch war als "blutig" beschrieben, aber es war einfach alles nur blutig, düster und brutal.
Gefehlt hat mir auch eine Einführung in die Welt der Hexen und Damönen beziehungsweise in die Welt von Edenwood generell. Mehr Kontext und Informationen hätten den Einstieg deutlich einfacher gemacht.
Gerade mal 144 Seiten lassen sich ja eigentlich gut runterlesen, aber ich habe Ewigkeiten für diesen Comic gebraucht, weil ich einfach nicht motiviert war, der Geschichte zu folgen.
Ich hatte keinen Zugang zu den Charakteren, die Handlung war echt wirr und wurde erst gegen Ende deutlich verständlicher. Aber die ersten Dreiviertel des Buches funktionierten nicht gut für mich. Echt schade, weil ich den Klappentext wirklich vielversprechend fand.