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Veröffentlicht am 13.07.2021

Packender Pageturner

Böse Seele: Thriller
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Nachdem mir der Dublin-Thriller "Die Kinder von Beara" von Ariana Lambert sehr gut gefallen hatte, war klar, dass ich auch ihr nächstes Buch lesen musst. Jetzt ist "Böse Seele" im Empire Verlag erschienen. ...

Nachdem mir der Dublin-Thriller "Die Kinder von Beara" von Ariana Lambert sehr gut gefallen hatte, war klar, dass ich auch ihr nächstes Buch lesen musst. Jetzt ist "Böse Seele" im Empire Verlag erschienen. Ort der Handlung ist diesmal Berlin. Das Cover mit einer Kombi aus düsterer Stadt- und Wasser-Kulisse sowie einem roten Farbakzent als Fixpunkt ist sehr gelungen. Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht. Allerdings hatte ich auch die Befürchtung, die Story könnte mir persönlich doch etwas zu Hardcore sein. Immerhin stirbt hier ein Mann, weil ihm sein Geschlechtsteil abgeschnittenen und in den Rachen geschoben wird. Ich hatte mich schon mal auf eine ziemlich "perverse" Story eingestellt. Was ich bekommen habe, ist ein absoluter Topp-Thriller.

Ariana Lamberts Schreibstil hat mich vom ersten Moment an mit auf eine nervenaufreibende Reise genommen. Der Prolog entwirft ein Szenario, das einen nicht mehr loslässt. Die Spannung ist vom ersten Moment an da. Und sie geht auch nicht verloren. Zu viel passiert hier. Die vielen und geschickt gesetzte Wendungen haben bei mir immer wieder für Herzflattern gesorgt. Und so bin ich mit Martyn Becker und Milla Rostov Seite um Seite durch diesen Fall gejagt.

Überhaupt: Die Ermittler - was für ein tolles Duo hat Ariana Lambert hier geschaffen. Zwischen Martyn und Milla knistert es irgendwie gewaltig. Es liegt was in der Luft. Irgendwo zwischen gereizter Anspannung und liebevoller Vertrautheit. Hinzu kommt die absolut einzigartige Biografie der beiden. Die von Martyn spielt in "Böse Seele" die zentrale Rolle. Sein Vater ist ein lebenslänglich inhaftierte Serienmörder - und die neuen Taten scheinen einen Bezug zu ihm zu haben. Auch Milla hat ein dunkles Geheimnis. Insofern begegnen sie und Martyn sich auf Augenhöhe. Und Millas Geschichte schreit nach Fortsetzung.

Spannende Story und geniale Charaktere. Dazu der flüssige Schreibstil von Ariana Lambert. Ergibt zusammen ein Must-Read. Der Thriller umfasst rund 250 Seiten. Dicht erzählt. Ohne Längen. Mit ganz vielen Twists, die mich persönlich jedenfalls total umgehauen haben. Dafür hat sich "Böse Seele" eine klare Leseempfehlung verdient.

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Veröffentlicht am 04.07.2021

Thriller mit psychologischem Tiefgang

SCHULD! SEID! IHR!
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„Schuld! Seid! Ihr!“ von Michael Thode ist ein Thriller, der stark beginnt – und mich im Verlauf immer mehr begeistert hat. Es ist sozusagen ein Drama in sechs Akten. „Der Gehängte“ gegen „Die Anderen“. ...

„Schuld! Seid! Ihr!“ von Michael Thode ist ein Thriller, der stark beginnt – und mich im Verlauf immer mehr begeistert hat. Es ist sozusagen ein Drama in sechs Akten. „Der Gehängte“ gegen „Die Anderen“. Spannend, psychologisch ausgefeilt, dramatisch und mitreißend.
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Zur Handlung: Ein Obdachloser und ein pensionierter Polizist nehmen sich mit Strychnin qualvoll das Leben. Zwischen den Toten besteht scheinbar kein Zusammenhang. Die Art des Todes und Tarotkarten, die jeweils am Tatort gefunden werden, sprechen eine andere Sprache. Alles zusammen legt nahe, dass es sich nicht um einfache Selbstmordfälle handelt. Hauptkommissar Rolf Degenhardt ermittelt…
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„Schuld! Seid! Ihr!“ ist ein Rache-Thriller. Es geht um Schuld und Sühne, Entscheidungen und Konsequenzen. Autor Michael Thode nimmt sich zunächst Zeit, die Personen einzuführen und das Szenario auszuschmücken. Ab der Mitte des Buches zieht das Tempo dann deutlich an. Plötzlich geht es Schlag auf Schlag. Der Leser erfährt immer mehr über Zusammenhänge und Beweggründe. Und mit jedem Puzzleteil, dass sich zusammenfügt, hat mir das Buch noch besser gefallen. Stück für Stück offenbaren sich Verstrickungen und eine Kette durchaus tragischer Ereignisse. Alles hat seinen Anfang 19 Jahre zuvor genommen – und recht spät im Buch kommt noch mal eine dritte entscheidende zeitliche Zwischenebene dazu. Das hat genau meinen Geschmack getroffen.
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Was mir ebenfalls gefallen hat, sind die Charaktere. Den Täter kann man nicht pauschal abstempeln. Und das trifft auf viele weitere Figuren in dieser Geschichte zu. Auch Ermittler Rolf Degenhardt ist ansprechend gestaltet – ohne sich selbst zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Er hat selbst mit Schuldgefühlen und Verlusten zu kämpfen. Ein ums andere Mal wird der „Fall Joost“ aus dem Vorgängerbuch „Das stumme Kind“ ins Spiel gebracht. Ich habe diesen ersten Fall nicht gelesen – und doch erschien mir auch ohne Vorkenntnisse alles verständlich und stimmig.
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Fazit: „Schuld! Seid! Ihr!“ ist ein Thriller der mir von Anfang an gefallen hat. Fast habe ich mich gefragt, was soll da noch kommen? Wie soll sich der Spannungsbogen noch über so viele Kapitel weiterentwickeln? Tatsächlich hat der Plot dann noch so unglaublich viel in sich, dass das Lesevergnügen nur noch größer wurde. Dazu trägt auch Michael Thodes flüssiger, unaufgeregter aber dennoch intensiver Schreibstil bei. Der Autor hat mich unmittelbar mit einem alptraumhaften Szenario und vielen Fragen konfrontiert. Immer wieder hat Thode mir kleine Bissen hingeworfen, aus denen ich neue Erkenntnisse gewonnen habe und Schlüsse ziehen konnte. Atemlos bin ich letztendlich mit „dem Gehängten“ und „den Anderen“ gleichermaßen dem finalen Akt entgegen gejagt. Vor allem hat mir die psychologische Ausarbeitung gefallen. Sie lässt keinerlei Eindimensionalität zu. Der Plot hat Tiefgang und gleich mehrere Schicksale haben mich sehr bewegt. Der Thriller regt zum Nachdenken an. Ständig habe ich mich gefragt: „Was wäre gewesen, wenn…?“ Mit „Schuld! Seid! Ihr!“ hat Michael Thode auf jeden Fall meinen persönlichen Thriller-Nerv und -Geschmack getroffen.

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Veröffentlicht am 29.06.2021

Luis gegen den Rest der Welt

Wie man seine Eltern sinnvoll beschäftigt (Eltern 5)
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"Ein Junge allein gegen den Rest der Welt. Aber nichts kann Luis aufhalten. Er ist auf der Überholspur."

Dieses Zitat aus dem Buch "Wie man seine Eltern beschäftigt" von Pete Johnson trifft es genau. ...

"Ein Junge allein gegen den Rest der Welt. Aber nichts kann Luis aufhalten. Er ist auf der Überholspur."

Dieses Zitat aus dem Buch "Wie man seine Eltern beschäftigt" von Pete Johnson trifft es genau. Luis muss viel Hürden auf seinem Weg zum Comedy- und VLog-Star nehmen. Aber er ist bereit gegen alles anzukämpfen…

Wäre Luis nur nicht im Unterricht eingeschlafen. Das und seine schlechten Noten veranlassen seine Eltern nach dem Elternsprechtag andere Seiten aufzuziehen. Nachhilfe, Blockflöte lernen … Was für eine Zeitverschwendung, findet Luis. Er verfolgt weiter seine eigenen Pläne und hofft, dass seine Eltern doch noch zur Einsicht kommen.

Auch dieses Buch der Reihe ist wieder witzig und unterhaltsam. Kinder und Eltern erkennen sich hier gleichermaßen wieder. Die Eltern haben Ansprüche und erwarten, dass ihr Nachwuchs diese erfüllt. Dabei haben die Vorstellungen der Erwachsenen mit denen der Kinder wenig gemein. Wichtigste Erkenntnis: Früher war nicht alles besser, aber eben anders. Eltern müssen sich auf die Lebenswirklichkeit ihrer Kinder einlassen und für deren Interessen Verständnis aufbringen. Und wenn die Kinder die verstaubten Ansichten ihrer "alten" Erziehungsberechtigten etwas tolerieren, ist eigentlich alles gut!

Die Leseempfehlung gilt für Jungs und Mädchen ab 10 Jahren. Die Kapitel sind kurz und im Blog-Stil verfasst. Da kommen auch Buchmuffel mal ans Lesen.

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Veröffentlicht am 28.06.2021

Sehr spannendes Krimidebüt

Masken
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"Masken" ist das Krimidebüt von Yvonne Quasdorf. Und damit haut die Autorin gleich mächtig auf die Pauke. Das Wort "Psychokrimi" und der Klappentext haben mich direkt neugierig gemacht. Ich habe nur die ...

"Masken" ist das Krimidebüt von Yvonne Quasdorf. Und damit haut die Autorin gleich mächtig auf die Pauke. Das Wort "Psychokrimi" und der Klappentext haben mich direkt neugierig gemacht. Ich habe nur die ersten Sätze gelesen und war drin. Gleich mit dem Prolog hat die Autorin es geschafft, mich zu fesseln. Mitten rein ins Geschehen. Rauf auf die Gefühlsachterbahn. Und so ging es weiter. Die Story hat gehörig Pfeffer im Arsch. Der Spannungsbogen setzt ganz weit oben an. Und dieses Level wird gehalten.
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Die zentrale Frage: Wer ist der Joe Black-Killer? Was ist das für ein Typ, der seine Opfer auf einem Datingportal findet und bei der ersten Verabredung brutal umbringt? Der Täter hat kein festes Beuteschema. Und er eskaliert zusehends…
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Vor allem haben mir die vielen unterschiedlichen Erzählperspektiven gefallen. Sie sorgen für Abwechslung. Sie machen die Story vielschichtig. Sie bringen den besonderen Kick und ganz viel Psycho. Im Mittelpunkt stehen Alex, Konstantin und Celine. Die Charaktere haben mich echt begeistert. Psychologisch toll gezeichnet, mit Tiefgang und vielen Dimensionen. Drei Individuen. Drei Leben. Drei Schicksale. Hier kreuzen sich Wege und werden geschickt miteinander verwoben. Viele Fragen kommen auf. Verdächtigungen ergeben sich von ganz allein. Ich bin einer Ahnung hinterhergejagt. Und dann kam der überraschende Twist mit einer rasanten und nervenaufreibenden Auflösung.
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Fazit: "Masken" ist ein gelungenes Debüt. Ein Psychokrimi, der dieses Label auch verdient. Gut geschrieben und durchdacht. Temporeich und spannend. Intensiv und überzeugend. Ich kann gar nicht anders, als eine absolute Leseempfehlung auszusprechen.

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Veröffentlicht am 28.06.2021

Typischer Winkelmann-Thrill

Die Karte
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"Vier tote Frauen und Jens steht da, wie ein Depp" (Zitat Kapitel 6). Und der Leser mit ihm. Andreas Winkelmann legt in "Die Karte" wieder unzählige Fährten, denen man folgt - die sich aber allesamt als ...

"Vier tote Frauen und Jens steht da, wie ein Depp" (Zitat Kapitel 6). Und der Leser mit ihm. Andreas Winkelmann legt in "Die Karte" wieder unzählige Fährten, denen man folgt - die sich aber allesamt als falsch entpuppen. Mehr als einmal ist nichts so, wie es scheint. Und schon findet der Fitness Tracker-Killer sein nächstes Opfer…
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Zunächst verleihe ich Andreas Winkelmann den Titel "Meister des Intros". Jedes seiner Bücher beginnt mit einem grausam-faszinierenden Szenario, dass ihm die volle Aufmerksamkeit der Leser sichert. Auch in "Die Karte" gibt es gleich wieder voll auf die 12. Im weiteren Verlauf setzt Winkelmann genau an den richtigen Stellen Spitzen und Wendungen, um den Leser bei der Stange zu halten. Ermittler Jens Kerner ist ein sympathischer Held, mit dem man als Leser/Hörer richtig mitleidet. Der Story fehlt es nicht an Drama und Action. So wie man es von Winkelmann eben kennt und erwartet.
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Ich habe mich bei "Die Karte" diesmal für die Hörbuch-Fassung entschieden. Gelesen von Charles Rettinghaus, der mich mit seiner charismatischen Stimme durch die Story geführt hat. Rettinghaus intoniert perfekt und spielt die ganze Sprecher-Range aus - von nüchtern-sachlich, über gefühlvoll-empathisch bis hin zu wahnsinnig-kaltblütig. Damit gibt er dem Buch für meinen Geschmack die bestmögliche Hör-Anmutung. "Die Karte" bietet typische Thriller-Spannung a la Winkelmann. Als Hörbuch ist der Thriller ein abwechslungsreich vorgetragenes Hörerlebnis.

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