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Alesia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.12.2025

Almas Rache

House of the Beast
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Alma wird als uneheliches Kind von der Gesellschaft ausgeschlossen. Ihren mächtigen Vater lernt sie erst kennen, als ihre Mutter schwer erkrankt. Um ihre Mutter zu retten tritt sie als Bastard des Hauses ...

Alma wird als uneheliches Kind von der Gesellschaft ausgeschlossen. Ihren mächtigen Vater lernt sie erst kennen, als ihre Mutter schwer erkrankt. Um ihre Mutter zu retten tritt sie als Bastard des Hauses Avera in den Dienst der Schreckensbestie, dem düstersten der vier Götter. Verraten von ihrem Vater schwört sie bald Rache, unterstützt von einem göttlichen Wesen, das ihr als attraktiver Prinz erscheint.

House of the Beast von Michelle Wong ist düstere Fantasy rund um eine junge Protagonistin die Rache üben will und der ein zorniges Götterwesen zu Seite steht. Das Worldbuilding mit den vier verschiedenen Göttern, den dienenden Häusern und der Schattenebene hat mir recht gut gefallen. Inhaltlich wird viel gekämpft, auch recht blutig und brutal. Leider zieht sich die Geschichte stellenweise etwas in die Länge. Eine wirkliche Liebesgeschichte zwischen Alma und ihrem unsichtbaren Prinzen Aster entwickelt sich nicht. Alma erscheint mir vor allem einsam, weshalb sie sich von Aster, besitzergreifend, manipulativ und durchaus toxisch, angezogen fühlt. Unter der Prämisse Romantasy sollte man das Buch daher nicht lesen. Mir persönlich hat auch etwas die Verbindung zu den Charakteren gefehlt. Gerade Richtung Ende gibt es noch ein paar Twists, die für Überraschung sorgen.

Komplett hat mich das Buch leider nicht erreicht und in seinen Bann gezogen. Daher durchschnittliche 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Moralische Abgründe - fatale Manipulation

Ruf der Leere
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Felix hat für seinen besten Freund Ben und für Laura, eine Kommilitonin, zu der er sich hingezogen fühlt, eine Party in einer alten Jagdhütte geplant. Doch nicht nur, dass beide weitere ungebetene Gäste ...

Felix hat für seinen besten Freund Ben und für Laura, eine Kommilitonin, zu der er sich hingezogen fühlt, eine Party in einer alten Jagdhütte geplant. Doch nicht nur, dass beide weitere ungebetene Gäste mitbringen, auch der Tod kündigt sich an. Bis Mitternacht soll die Gruppe entscheiden, wer von ihnen als Einziger überleben darf.

Mit Titel und Cover des Buches Ruf der Leere von Daniel Alvarenga konnte ich gar nicht so viel anfangen. Der Klappentext liest sich aber interessant. Neben der Handlung in der einsamen Waldhütte springt das Buch immer wieder in die Vergangenheit. Dadurch glaubt man die Situation besser zu verstehen, wird aber auch mit komplexer Manipulation überrascht. Die Figuren des Romans wirken alle irgendwie problembelastet, insbesondere im Umgang miteinander. Der Schreibstil und der Inhalt des Buches waren fesselnd. Um es dem Genre Thriller zuzuordnen fehlte mir etwas die Spannung. Auch ethische Diskussionsansätze sind vorhanden, werden aber nicht ganz ausgeschöpft. Die letzten Kapitel sind leider etwas wirr, Fragen bleiben offen.

Fazit: Ein Buch mit packender Wirkung, das insgesamt aber meine Erwartungen nicht ganz erfüllt hat und trotzdem irgendwie nachhalt.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Eine Medica zwischen Verschwörung und Hass

Hiobs Tochter
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Medica Miriam kehrt nach langem Studium zu ihren Großeltern nach Deggenfeld zurück. Nicht nur, dass sie auf dem Rückweg Zeugin eines Mordes wird, der auf eine Verschwörung hindeutet, auch ihre Tochter ...

Medica Miriam kehrt nach langem Studium zu ihren Großeltern nach Deggenfeld zurück. Nicht nur, dass sie auf dem Rückweg Zeugin eines Mordes wird, der auf eine Verschwörung hindeutet, auch ihre Tochter Rebecca ist verschwunden. Immer wieder findet Miriam Hinweise auf eine Intrige, während der Hass der Stadt auf die jüdische Gemeinde immer weiter zunimmt.

Hiobs Tochter von Peter Orontes ist ein spannender, aber auch bedrückender historischer Roman, gerade auch weil die Ereignisse in Deggenfeld so oder ähnlich sich in etlichen mittelalterlichen Städten zugetragen haben. Der Stil des Autors ist dabei detailliert und bildgewaltig. Auch Wissen über die damaligen ärztlichen Behandlungsweisen fließt mit ein. Protagonistin Miriam ist eine kluge und mutige Figur. Ganz nah gekommen ist sie mir jedoch nicht. Die Stimmung in Deggenfeld wird kontinuierlich feindseliger. Die Thrillerelemente rund um die Verschwörung gehen etwas in der Gefahr von Hass, Gewalt und Mord, der die jüdische Gemeinde immer stärker ausgesetzt ist, unter.

Insgesamt ein guter, aber nicht herausragender historischer Roman.

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Veröffentlicht am 20.12.2025

Argentinisches Erbe

Die verlassene Tochter
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Londonerin Rose erbt nach dem Tod ihrer Mutter unerwartet eine Estancia in Argentinien. Dort angekommen verliebt sie sich. Doch ist sie auch bereit, ihr Erbe anzunehmen? Auf einer zweiten Zeitebene kämpfen ...

Londonerin Rose erbt nach dem Tod ihrer Mutter unerwartet eine Estancia in Argentinien. Dort angekommen verliebt sie sich. Doch ist sie auch bereit, ihr Erbe anzunehmen? Auf einer zweiten Zeitebene kämpfen Valentina um 1940 um das Vermächtnis ihres Vaters und muss eine folgenreiche Entscheidung treffen.

Die verlassene Tochter von Soraya Lane bietet eine dramatische Familiengeschichte, sowie gleich zwei Liebesgeschichten vor dem Hintergrund einer traumhaften Poloranch. Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und flüssig zu lesen. Tatsächlich hatte ich stellenweise das Gefühl, dass die Autorin die Geschichte absichtlich einfach verständlich hält. Ich persönlich mag Bücher, die auf unterschiedlichen Zeitebenen spielen, sehr gerne. Hier zog mich die Vergangenheit der charakterstarken Valentina, die um ihr Erbe kämpfen muss, in ihren Bann. Rose in der Gegenwart blieb etwas blass, trotzdem fand ich ihre Liebesgeschichte zum Ende hin ganz süß. Das Setting der argentinischen Estancia gefiel mir gut. Wer würde nicht von einem solchen Erbe träumen? Trotz einiger Ungereimtheiten und einer teilweise etwas oberflächlichen Geschichte, hat mir das Buch gut gefallen, weshalb ich 4 Sterne vergebe. Das Buch will unterhalten und das tut es auch. Vielmehr sollte man aber nicht erwarten.

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Veröffentlicht am 20.12.2025

Huhu ist mutig

Huhu und Momo – Für dich trau ich mich!
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Während andere Eulen nachts hinaus fliegen, bleibt Huhu in ihrem gemütlichen Baumnest. Das ist zwar etwas einsam, aber bald lernt sie Mäuserich Momo kennen. Eine ungewöhnliche Freundschaft entwickelt sich. ...

Während andere Eulen nachts hinaus fliegen, bleibt Huhu in ihrem gemütlichen Baumnest. Das ist zwar etwas einsam, aber bald lernt sie Mäuserich Momo kennen. Eine ungewöhnliche Freundschaft entwickelt sich. Allerdings traut sich Huhu nicht ins Freie. Erst als eines Abends Momo nicht erscheint, muss Huhu ihren ganzen Mut zusammennehmen und sich nach draußen wagen.

Huhu und Momo – Für dich trau ich mich! von Smriti Halls und Lucy Fleming ist eine bezaubernd gezeichnete Geschichte über Freundschaft und Mut. Ich mag den Zeichenstil der Illustratorin Lucy Fleming sowieso sehr gerne. Maus Momo und Eule Huhu hat sie hier sehr niedlich getroffen. Man spürt die Behaglichkeit in Huhus Zuhause. Auch im herbstlichen Wald gibt es viel zu entdecken. Die Geschichte selbst eignet sich sehr gut fürs Kindergartenalter. Auf eine kurze bedrohliche Situation folgt ein Happy-End. Der Text ist eher kurz und in Reimform gehalten. Das große Thema des Buches ist die Überwindung von Angst, um einem Freund in Not zu helfen.

Fazit: Ein sehr schönes Bilderbuch, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

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