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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2020

Tolle Idee eigentlich, leider für mich total verwirrend...

13zehn
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Zum Buch: Zwei Autoren, vier Geschichten und eine zum Abschluss, die alles verbindet. Man kann die Geschichten nacheinander oder durcheinander lesen, doch zusammenlaufen werden sie erst in der letzten ...

Zum Buch: Zwei Autoren, vier Geschichten und eine zum Abschluss, die alles verbindet. Man kann die Geschichten nacheinander oder durcheinander lesen, doch zusammenlaufen werden sie erst in der letzten Geschichte…

Meine Meinung: Als ich von diesem Buch erfahren habe, war ich furchtbar neugierig, da ich die Idee dahinter total klasse fand! Auch wie das Projekt zustande kam, nämlich durch Crowdfunding, fand ich richtig gut.
Als ich dann aber mit dem Lesen begonnen habe, hatte ich ein riesengroßes Fragezeichen auf der Stirn. Gut, das löst sich sicherlich immer weiter auf, habe ich gedacht. Aber leider ist der Funke der Spannung so überhaupt gar nicht auf mich übergesprungen. Ich musste mich wirklich immer wieder zum Lesen aufraffen, weil ich ja doch wissen wollte, wie das große Finale nun ist.
Die einzelnen Geschichten sind vom Schreibstil her für mich sehr wirr. Es gibt unendlich viele Zeitsprünge, Ortswechsel und ich wusste nie, ob das jetzt Traum, Vision oder Wirklichkeit ist. Für viele mag das sehr ansprechend und spannend sein, für mich war es das leider nicht.

Mein Fazit: Ich fand das Buch zu durcheinander, tolle Idee, aber ich konnte oft der Story überhaupt nicht folgen. Vielleicht ist das Absicht, dass man mehrere Abschnitte mehrfach lesen muss – meinen Lesefluss hat das sehr gestört und ich habe überhaupt nicht in die Geschichte hineingefunden. Von mir gibt es daher leider dieses Mal keine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 03.03.2020

Düstere Vision vom Leben nach dem Tod...

Tot
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Zum Buch: Der depressive Rick hat die Nase voll und bereitet seinem Leben mit einer Kugel in den Kopf ein Ende. Was dann jedoch folgt, hat nichts von Erlösung, sondern er findet sich in einer Art Zwischenwelt ...

Zum Buch: Der depressive Rick hat die Nase voll und bereitet seinem Leben mit einer Kugel in den Kopf ein Ende. Was dann jedoch folgt, hat nichts von Erlösung, sondern er findet sich in einer Art Zwischenwelt wieder, die alles andere als schön ist… Er lernt weitere Menschen kennen, die sich auch nicht mit dem System arrangieren konnten und geht mit ihnen durch die Hölle…

Meine Meinung: Rick wird in eine Zwischenwelt katapultiert, in der gemordet und gelogen wird, die ganze Umgebung ist dunkel und furchteinflößend. Der Schreibstil ist hier sehr echt, das fördert wirklich eine morbide Stimmung zutage. Man begegnet anderen „verirrten“ Seelen, die auch irgendwie versuchen, das Ganze zu überstehen. Ein richtiges Ende gibt es eigentlich nicht. Man merkt hier auch wieder einmal, dass Angehörige von Selbstmördern unheimlich leiden müssen. Die Figur von Ricks Freundin Nadja hat mich auch sehr berührt und ich habe mit ihr gelitten.
Der Autor, der sehr offen mit seiner eigenen Depression umgeht, verarbeitet in diesem Roman seine eigene Geschichte, seine Ängste und Vorstellungen. Dadurch ist mir dieses Buch irgendwie zu Herzen gegangen, obwohl ich manchmal wirklich pausieren musste beim Lesen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich das Buch eigentlich richtig schlimm finde. Das spiegelt so gar nicht meinen Vorstellungen von einem Leben nach dem Tod wieder und ich fand das Buch zu düster. Dennoch ist es sehr authentisch und ich bin froh, es gelesen zu haben! An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an den Autor, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Mein Fazit: Wie man vielleicht merkt, lässt mich dieses Buch sehr zwiegespalten zurück. Einerseits hat es mich im Herzen berührt und andererseits auch abgestoßen durch die vielen morbiden Gestalten. Aber lesenswert ist das Buch trotzdem und ich gebe eine Empfehlung an starke Leser aus, die mit so viel Tod umgehen können!

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Veröffentlicht am 28.02.2020

Spannender Thriller!

Die Frauenkammer
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Zum Buch: Auf einem abgelegenen Kasernengelände wird eine unbekleidete Frauenleiche gefunden, nachdem ein anonymer Anrufer den Fund gemeldet hat. Aufgrund fehlender Fingerabdrücke kann die Frau nur schwer ...

Zum Buch: Auf einem abgelegenen Kasernengelände wird eine unbekleidete Frauenleiche gefunden, nachdem ein anonymer Anrufer den Fund gemeldet hat. Aufgrund fehlender Fingerabdrücke kann die Frau nur schwer identifiziert werden. Dann taucht eine zweite Leiche auf. Gemein haben die beiden ein Tattoo in Form eines Schmetterlings, verziert mit dem Buchstaben L. Die Signatur des Mörders? Kommissar Frank Holper kommt in dem Fall keinen Schritt weiter und nimmt deshalb Kontakt zu dem Privatdetektiv Lukas Bender auf. Dass das ein Fehler ist, wird ihm fast zu spät klar…

Meine Meinung: Dem Autor ist hier ein sehr spannender Thriller gelungen, der ohne viel Blut auskommt. Die Kapitel tragen Namen als Überschriften und innerhalb der Kapitel sind Szenenwechsel auch noch mal gegliedert. So ist das Buch auch gut eingeteilt und liest sich sehr flüssig weg. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut.

Der Leser weiß hier im Buch natürlich mehr als der Kommissar. Trotzdem fällt die Spannung überhaupt nicht ab, sondern man fiebert mit, wann der Kommissar hinter das Rätsel kommt. Da dies erst sehr spät ist, bleibt der Spannungsbogen bis zum Ende erhalten. Dann wird es nochmal richtig nervenaufreibend und endet aber, zumindest zu meiner Zufriedenheit.

Interessant fand ich hier die Methoden, die man so anwenden kann, um Menschen zu brechen. Das habe ich so auch noch nicht oft gelesen.

Es gibt viele starke Charaktere in diesem Buch, leider gehört der Kommissar nicht so dazu. Er lässt sich hier total an der Nase herumführen… Aber Lukas ist toll gezeichnet, ein absolut eiskalter Psychopath, der von sich und seinem Handeln absolut überzeugt ist. Die Macht, die er gegenüber seinen Opfern zeigt, ist schon echt ekelerregend. Auch Miriam, sein zweites Opfer, ist eine total starke Persönlichkeit. Leider ist Lukas dabei, auch sie zu brechen…

Mein Fazit: Das Buch ist sehr spannend und ich würde es auf jeden Fall Thriller-Fans weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 15.02.2020

Wieder ein sehr fesselnder True-Crime-Thriller!

Abgefackelt
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Zum Buch: Dem Rechtsmediziner Paul Herzfeld, tätig in der Kieler Rechtsmedizin, steckt der letzte Fall noch mächtig in den Knochen. Somit wird er kurzzeitig von Kiel nach Itzehoe in die Pathologie des ...

Zum Buch: Dem Rechtsmediziner Paul Herzfeld, tätig in der Kieler Rechtsmedizin, steckt der letzte Fall noch mächtig in den Knochen. Somit wird er kurzzeitig von Kiel nach Itzehoe in die Pathologie des dortigen Krankenhauses versetzt. So beschaulich es dort auch aussieht, der vermeintliche Selbstmord seines Vorgängers kommt Herzfeld komisch vor. Als er sich ein wenig umhört, wird von allen Seiten gemauert, was seine Theorie noch unterstützt. Also versucht er herauszufinden, an was sein Vorgänger kurz vor seinem Tod geforscht hat und gerät so ins Visier eines großen Unternehmens…

Meine Meinung: Da ich ein bekennender Herzfeld-Fan bin, war klar, dass ich dieses Buch natürlich auch lesen muss! Und ich wurde nicht enttäuscht! Michael Tsokos gelingt hier in Zusammenarbeit mit dem Autor Alex Pohl auch wieder ein Meisterwerk des True-Crime-Thrillers! Da Tsokos ja auch Rechtsmediziner ist, kann er aus seinem großen Erfahrungs-Fundus schöpfen und hier großartige Fälle zu Papier bringen!

Das Buch hat mich auch wieder sofort gefesselt, der Prolog ist sehr grausig und man muss gleich weiterlesen! Die Spannung ist von Anfang an hoch, weil man nicht weiß, wohin die Reise geht. Der Autor schreibt in kurzen Kapiteln und Szenenwechseln, die sich richtig flüssig lesen lassen. So ist der Leser Paul Herzfeld eigentlich immer einen Schritt voraus und doch kann man noch nicht richtig begreifen, um was es eigentlich geht. Zum Ende hin werden die Kapitel noch kürzer und die Spannung ist dann auf dem Höhepunkt. Natürlich ist Paul Herzfeld auch hier wieder in großer Gefahr.

Ich fand zwar den Vorgänger „Abgeschlagen“ noch ein klein wenig spannender, aber ich wurde hier trotzdem großartig unterhalten und habe wieder, wie immer bei Tsokos, einiges über die Toten erfahren können!

Mein Fazit: Michael Tsokos ist hier wieder ein großartiger Thriller gelungen, den ich auf jeden Fall weiterempfehle! Ich mag halt seine „nüchterne“ Art, über die Sektionen zu schreiben und das Ganze dann mit einer tollen Story zu einem spannenden Thriller zu verknüpfen!

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Veröffentlicht am 13.02.2020

Spannender Auftakt einer Thriller-Reihe!

Die Komplizin
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Zum Buch: Die junge Krankenschwester Anna kommt gerade vom Nachtdienst aus dem Krankenhaus. Da sie sich mit Trennungsgedanken herumschlägt, fährt sie nicht auf direktem Weg nach Hause, sondern macht einen ...

Zum Buch: Die junge Krankenschwester Anna kommt gerade vom Nachtdienst aus dem Krankenhaus. Da sie sich mit Trennungsgedanken herumschlägt, fährt sie nicht auf direktem Weg nach Hause, sondern macht einen Umweg über das abgeschiedene Hafenviertel in Hamburg. Dort steht sie mutterseelenallein an einer roten Ampel, als plötzlich zwei Männer in ihr Auto springen und sie mit vorgehaltener Waffe zwingen, loszufahren. Da beginnt für Anna eine Reise, die von Angst geprägt beginnt und in völliger Verzweiflung endet…

Meine Meinung: Dies ist der Auftakt-Band zu einer vierteiligen Reihe der Autorin. Gleich zu Beginn wird man in die Geschehnisse hineinkatapultiert. Im einen Moment sinniert Anna noch darüber nach, ob sie sich von ihrem Freund Nico trennen soll, da sie sich doch recht auseinandergelebt haben. Sie renovieren aber gerade die erste gemeinsame Wohnung und sie macht sich die Entscheidung nicht leicht. Und im nächsten Moment wird das völlig belanglos, da zwei Verbrecher zu ihr ins Auto springen und sie entführen. Sie weiß weder, wo die Reise hingeht, noch zu welchem Zweck sie dabei ist. Die beiden Männer sind die Brüder Rafael und Diego. Während Rafael mehrfach darauf drängt, sich Anna zu „entledigen“, fühlt Diego sich zu Anna hingezogen und ist bemüht, ihr die Angst zu nehmen. Auf der Flucht kommt dann noch ein dritter Mann hinzu, der total unsympathische Enrico, der sich an Anna zu schaffen machen würde, wenn Diego nicht dazwischen gehen würde.
Gleichzeitig erfährt der Leser, wie es den „Hinterbliebenen“ geht. Man könnte denken, Nico macht sich die totalen Sorgen um Anna. Aber so ist es nicht. Durch Vortäuschung falscher Tatsachen wird ihm weisgemacht, dass Anna ihn verlassen hat und mit einem Mexikaner durchgebrannt ist. Und er glaubt das so einfach, weil er das glauben möchte. Ihm zur Seite steht nämlich seine Arbeitskollegin Vanessa, die er ziemlich gut findet und die sich auch ganz schön an ihn heranschmeißt. Der Leser weiß es natürlich alles besser und rauft sich schon manchmal die Haare…
Aber warum sind Rafael und Diego eigentlich auf der Flucht und vor wem? Die beiden gehören den „Streetsurfern“ an, einer mafiaähnlichen Verbindung. Und Diego will aussteigen. Aber man steigt nicht einfach so aus, sonst stirbt man. Und weil die beiden auf ihrer Flucht auch ein paar Leichen hinterlassen haben, sind jetzt nicht nur die Streetsurfer hinter ihnen her, sondern auch die Polizei.
Der Schreibstil von Ellen Puffpaff ist total toll zu lesen. Die kurzen Kapitel machen es dem Leser leicht. Auch die Szenenwechsel sind toll. Aber am meisten beeindruckt haben mich in diesem Buch die starken Charaktere, hauptsächlich von Anna und Diego. Die Beziehung der beiden fängt so zaghaft an, da Anna sehr ängstlich ist und Diego kann mit Gefühlen nur schwer umgehen. Er hat nie gelernt, „normal“ zu sein und möchte es so gern. Und Anna kann ihm dabei helfen. Das ist so stark geschrieben, dass es auf mich eine total fesselnde Wirkung hatte. Natürlich ist auch der Plot total spannend, aber für mich stehen die Charaktere im Vordergrund für richtig guten Lesegenuss!
Das Ende dieses Teils hat mich leider traurig gemacht, aber so ist das halt, wie im echten Leben…

Mein Fazit: Dieses Buch ist der Auftakt zu einer fantastischen Thriller-Reihe, die aufgrund der Dramatik für mich etwas Besonderes hat! Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf den zweiten Band, der im Oktober 2020 erscheinen soll und kann nur meine absolute Empfehlung aussprechen!

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