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Veröffentlicht am 17.10.2023

düstere Märchenadaption

Ever & After, Band 1 - Der schlafende Prinz
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Inhalt
Rain White stammt von Schneewittchen ab. Damit gehen einige Verpflichtungen einher. Unter anderem soll sie an ihrem 18. Geburtstag einen schlafenden Prinzen küssen. Die Märchenfamilien erhoffen ...

Inhalt
Rain White stammt von Schneewittchen ab. Damit gehen einige Verpflichtungen einher. Unter anderem soll sie an ihrem 18. Geburtstag einen schlafenden Prinzen küssen. Die Märchenfamilien erhoffen sich davon, den Prinzen zu wecken und so ihre Magie wiederzuerlangen. Bislang hat es jedoch noch keine Nachfahrin geschafft, den Prinzen zu wecken. Rain weigert sich strikt dagegen und möchte ihren eigenen Weg gehen – zumal sie an die ganzen Erzählungen überhaupt nicht glaubt...

Meine Meinung
Ich bin ein riesiger Fan von Märchenadaptionen und auch von Stella Tack habe ich schon einige Bücher gelesen. Daher war ich natürlich umso gespannter auf diese Geschichte und hatte hohe Erwartungen an sie. Und was soll ich sagen? Die Geschichte hat sich zwar ganz anders entwickelt, als ich erwartet habe, aber ich bin trotzdem begeistert.

Die Handlung begann schon sehr märchenhaft und spannend. Sie hat mir genau die Stimmung ermittelt, die ich mir erhofft habe. Es wurden viele Fragen aufgeworfen, die meine Neugier geweckt haben und, die für Spannung gesorgt haben. Ich war gespannt darauf, worauf das Ganze hinauslaufen wird und, wie sich die Geschichte weiterentwickeln wird.
Und dahingehend wurde ich auch nicht enttäuscht. Es kam zwar nicht so, wie ich es erwartet hätte, aber dafür schlug die Geschichte eine Richtung ein, mit der ich zum einen nicht gerechnet hätte und zum anderen, die mich einfach so gefesselt hatte, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte, zu lesen. Die Handlung wurde düster, action- und temporeich. Die Fragen und Geheimnisse nahmen zu, man wusste nicht mehr, wem man trauen kann und, was sich hinter jeder Ecke verbarg.
Das Thema Märchen blieb stets präsent und sorgte für eine tolle Rahmengeschichte und ein tolles Setting.
Eine unerwartete Wendungen jagte die nächste und sorgte noch einmal zusätzlich für Spannung und Tempo.
Darüber hinaus gab es auch ruhigere und gefühlvollere Momente, die ans Herz gingen. Dadurch konnte ich auch einmal durchatmen und hatte einen tollen Ausgleich zu der nervenzerreißenden Spannung.

Die Protagonisten fand ich allesamt großartig. Rain ist nicht auf den Mund gefallen und steht für sich ein, was mir gut gefallen hat. Sie handelte nicht unüberlegt oder naiv, sondern erwachsen, weshalb es auch zu keinem unnötigen Drama kam. Auch die Nebencharaktere waren toll ausgestaltet und kamen lebendig rüber. Die Dynamik der Charaktere untereinander hat gestimmt und, wie sie agiert haben, war passend und realistisch.

Der Schreibstil konnte mich ebenfalls komplett überzeugen. Die Geschichte ließ sich flüssig lesen und die Spannung sowie das Tempo wurden gut greifbar gemacht. Auch die Atmosphäre, eine Mischung aus dem märchenhaften Flair und den düsteren Elementen hat gestimmt und verdeutlicht einfach auch die brutale Seite der Märchen. Die Gefühle und Emotionen wurden ebenfalls gut greifbar gemacht, sodass ich mich auch gut in die Geschichte und die Protagonisten einfühlen konnte.

Insgesamt ein wirklich großartiger erster Band, der schon jetzt zu meinen Jahreshighlights gehört.

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Veröffentlicht am 08.10.2023

Farbenfrohe, spannende und emotionale Geschichte

Flowers & Bones, Band 1 - Tag der Seelen
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Inhalt
Valentina lebt mit ihrer Familie in Mexiko. Nachdem ihre Mutter gestorben ist, fiebert sie nun auf den Tag der Toten hin, um sie wieder zu sehen und ihre Rolle als La Catrina einzunehmen. Doch dann ...

Inhalt
Valentina lebt mit ihrer Familie in Mexiko. Nachdem ihre Mutter gestorben ist, fiebert sie nun auf den Tag der Toten hin, um sie wieder zu sehen und ihre Rolle als La Catrina einzunehmen. Doch dann kommt alles anders, denn ihr Vater beschließt mit ihr und ihrem Bruder nach Irland zu ziehen und sie dort am Trinity College studieren zu lassen. Hinzu kommt, dass die Menschen dort Jagd auf alle übernatürlichen Wesen machen und Valentina sich deshalb bedeckt halten muss. In Irland lernt sie dann auch Lily kennen, die ihre ganz eigenen Ziele verfolgt. Nichtsahnend überlegt Valentina sich ihr anzuvertrauen…

Meine Meinung
Mich hat vor allem das Cover und das Thema rund um den Día de los Muertos angesprochen, als ich das Buch gesehen habe. Daher war ich sehr neugierig und hatte auch recht hohe Erwartungen an die Geschichte. Und was soll ich sagen? Ich fand es einfach nur toll.

Auch wenn ich die Vorgänger-Dilogien nicht kenne und bislang nur „Flame & Arrow“ von der Autorin gelesen habe, bin ich gut in die Geschichte rein gekommen. Alles, was ich an Vorwissen gebraucht habe, wurde nach und nach gut angeschnitten und aufbereitet, sodass ich gut folgen konnte und keine Probleme hatte, die Hintergründe zu verstehen. Dadurch konnte ich mich auch direkt in der Geschichte fallen lassen und mit Valentina, Emiliano und Lily mitfiebern.
Die Geschichte nahm auch schnell Fahrt auf und hat schon am Anfang viele Fragen aufgeworfen, die meine Neugier geweckt und für Spannung gesorgt haben.
Auch im weiteren Verlauf entwickelte sich die Geschichte weiterhin spannend und fesselnd.
Zudem war die Geschichte auch abwechslungsreich und es wurde nie langweilig. Nicht nur die spannenden Elemente rund um La Catrina oder die Drachen und Hexen, sondern auch die Elemente wie Freundschaft, Familie und Trauer sorgten insgesamt für eine gute Mischung und auch für ruhigere Momente. Die Mischung und Abwechslung haben mir gut gefallen.
Überraschende Wendungen sorgten dann noch für das Tüpfelchen auf dem i, die noch einmal für das nötige Tempo gegen Ende sorgten.

Die Figuren in der Geschichte fand ich ebenfalls richtig großartig. Allen voran natürlich Valentina, die mir sehr sympathisch war. Ich konnte mich gut in sie einfühlen und mit ihr mitfiebern. Jedoch fand ich, dass sie mir an vielen Stellen einfach ein bisschen zu glatt und perfekt wirkte. Ein paar mehr Ecken und Kanten hätten ihr gut getan. Diese brachten hingegen Lily und Emiliano mit, aus deren Perspektiven die Geschichte ebenfalls geschrieben ist.
Die Dynamik und Harmonie zwischen den Figuren hat mir sehr gut gefallen und auch die Protagonisten aus den Vorgänger-Bänden, die hier Eingang in die Geschichte gefunden haben, haben perfekt hinein gepasst und für das gewisse Etwas gesorgt.

Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt. Die Autorin schafft es wirklich eine lebendige und bildhafte Geschichte herüberzubringen, die auch den Geist und die farbenfrohe Welt des Día de los Muertos rüber gebracht hat. Dementsprechend hat auch die Atmosphäre diesen gewissen Touch bekommen, was ich wirklich toll fand. So konnte ich wirklich gut in die Geschichte eintauchen und mich von ihr leiten lassen. Die Gefühle und Emotionen wurden ebenfalls greifbar gemacht und konnten mich mitreißen.

Insgesamt ein wirklich toller erster Band, der die Neugier auf Band 2 und die Vorgänger-Dilogien geweckt hat.

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Veröffentlicht am 02.10.2023

fesselnde und temporeiche Geschichte

One Of Six - Verrat
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Inhalt
Luca soll an einem Assessment-Center für eine Stelle als Social-Media-Managerin in einem Skihotel teilnehmen. Die Stelle ist heiß begehrt, weshalb sie ihr Glück kaum fassen kann.
Doch kaum kommt ...

Inhalt
Luca soll an einem Assessment-Center für eine Stelle als Social-Media-Managerin in einem Skihotel teilnehmen. Die Stelle ist heiß begehrt, weshalb sie ihr Glück kaum fassen kann.
Doch kaum kommt sie dort an, trifft sie auf Devan, dem sie schon einmal begegnet ist und, der einen schlechten Eindruck bei ihr hinterlassen hat.
Sie probiert sich trotzdem auf die Aufgaben und das Auswahlverfahren zu konzentrieren und sich nicht mit seinen Blicken zu beschäftigen.
Als wäre die Situation nicht schon verfahren genug, hat Luca es plötzlich mit merkwürdigen Dingen zu tun und auch ihren Mitbewerber:innen passieren unerklärliche Dinge. Als dann auch noch ein Schneesturm für einen Stromausfall sorgt, sind sie komplett auf sich allein gestellt...

Meine Meinung
Nachdem mich schon die anderen Bücher von der Autorin komplett überzeugen konnten, war ich natürlich sehr gespannt, auf dieses Buch. Und was soll ich sagen? Ich glaube, es hat sich zu meinem Lieblingsbuch von ihr entwickelt.

Die Handlung beginnt schon mysteriös und spannend, sodass ich direkt von der Geschichte gepackt und gefesselt wurde.
Es wurden schon am Anfang viele Fragen aufgeworfen, die meine Neugier geweckt haben. Ich konnte daher durchweg wunderbar miträtseln und war einfach gespannt, wie es ausgehen wird.
Auch der weitere Handlungsverlauf war sehr spannend, temporeich und fesselnd. Es gab viele Stellen, die mich gegruselt haben, sodass ich froh war, dass Buch nicht nachts gelesen zu haben.
Es gab unerwartete Wendungen, Überraschungen und eben viele merkwürdige Dinge, die mich fesseln konnten und meine Neugier geweckt haben.
Zwischendurch gab es auch ruhigere Momente, die auf Gefühle abzielten und die Beziehung der Charaktere thematisierten. Diese sorgten dann für einen guten Ausgleich zu den spannenden Elementen.
Dennoch hat man auch bei den Protagonisten vieles hinterfragt und jedes Wort auf die Goldwaage gelegt, sodass auch in der Hinsicht die Geschichte spannend wurde.

Die Hauptfiguren Luca und Devan haben mir gut gefallen. Ich fand es toll, wie sie miteinander umgegangen sind und mochte einfach die Dynamik zwischen ihnen. Sie waren mir sympathisch und trotzdem gab es einen Punkt in der Geschichte, wo ich ein paar Dinge hinterfragt habe, sodass auch mit Blick auf die Protagonisten Spannung aufgekommen ist.
Die anderen Mitbewerber:innen sowie die sonstigen Protagonisten waren ebenfalls toll gezeichnet und somit greifbar gemacht. So richtig trauen konnte ich niemandem, was aber eben auch für die gute Darstellung der Protagonisten spricht.

Der Schreibstil war flüssig und einfach gehalten, sodass ich gut und schnell voran gekommen bin. Die Autorin hat es geschafft eine großartige und passende Atmosphäre zu kreieren, die einerseits etwas heimeliges mit einem gewissen Wohlfühlfaktor hatte. Andererseits hatte sie aber auch den spannungsgeladenen Gruselfaktor. Die Mischung war also perfekt und passend für die Geschichte.
Die Gefühle und Emotionen wurden ebenfalls greifbar gemacht und konnten mich mitreißen und mich wunderbar in die Protagonisten einfühlen lassen.

Insgesamt also ein absolutes Highlight für mich, sodass ich es kaum abwarten kann, Band 2 zu lesen.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 26.09.2023

spannende Geschichte mit einer starken Protagonistin

Die junge Wanderhure
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Inhalt
Aufgrund jüngster Ereignisse flieht Marie aus ihrer Heimatstadt und kämpft um ihr Überleben. Schwer verletzt wird sie von der Wanderhure Hiltrud aufgenommen. Als Marie feststellt, dass sie nun die ...

Inhalt
Aufgrund jüngster Ereignisse flieht Marie aus ihrer Heimatstadt und kämpft um ihr Überleben. Schwer verletzt wird sie von der Wanderhure Hiltrud aufgenommen. Als Marie feststellt, dass sie nun die Wahl hat, zwischen einem Leben auf eigene Faust auf der Flucht und einem Leben als Wanderhure, wünscht sie sich den Tod. Doch dann beschließt sie zu kämpfen, um sich an ihren Peinigern zu rächen. Sie springt über ihren Schatten und verkauft ihren Körper als Wanderhure...

Meine Meinung
Dies ist das erste Buch, welches ich von dem Autorenpaar gelesen habe. Da die Reihe so hoch gelobt ist, hatte ich natürlich auch entsprechende Erwartungen. Und obwohl ich sonst eher wenige historische Romane lese bzw gelesen habe, konnte dieses Buch dann meine Erwartungen erfüllen.

Ich hatte anfangs ein paar Startschwierigkeiten in die Geschichte. Zum einen lag das an dem Schreibstil (mehr dazu unten) und zum anderen der Ausgangssituation selbst. Wir erleben Marie zunächst in deren Gegenwart als erwachsene Frau/ältere Dame, die ihre Geschichte erzählen möchte. Dies hat sie anfangs in Dialogform getan, weshalb ich leider nicht gut folgen konnte und nicht in einen Lesefluss gekommen bin. Es war zu viel hin und her springen zwischen den Zeiten mit zu vielen Unterbrechungen.
Glücklicherweise wechselte aber schnell die Erzählperspektive und wir erleben die Geschichte von Maries Kindheit aus der Sicht der jungen Marie. Da bin ich dann auch schnell in die Geschichte rein gekommen und konnte mit ihr mitfiebern.
Die Geschichte wurde dann auch schnell spannend und konnte mich fesseln. Es passiert einiges auf ihrer Reise, was wir miterleben durften und für Tempo und Spannung gesorgt hat.
Hinzu kommen die historischen Details, die das Ganze wirklich anschaulich gemacht haben und wegen denen man auch etwas Neues noch gelernt hat.
Zudem gab es in Sachen Blick auf die Wanderhuren auch ein paar Parallelen zu der heutigen Zeit, die zum Nachdenken angeregt haben.

Marie ist eine tolle Protagonistin und es gab viele tolle Momente mit ihr, die ich einfach nur großartig fand. Ich kenne sie zwar nicht aus der Buchreihe und weiß deshalb nicht, wie sie als Frau vom Charakter her ist, aber, dass sie Figur Entwicklungspotenzial hatte, war von Anfang an klar. Das machte das ganze ebenfalls spannend und interessant und konnte meine Neugier wecken.
Auch die Dynamik zwischen ihr und den anderen Protagonisten, sei es diejenigen, die sie ihren Weg über begleiten oder die, denen sie nur kurz begegnet, hat mir wirklich gut gefallen.

Der Schreibstil hat mir anfangs ein paar Probleme bereitet. Er passte sich der damaligen Zeit an, was mir an sich auch gut gefallen hat und dafür gesorgt hat, dass ich gut in die Zeit eintauchen konnte. Aber vom Lesefluss her musste ich mich zunächst daran gewöhnen und konnte mich noch nicht so fallen lassen. Das wurde dann durch die Erzählweise noch erschwert, sodass ich mich mit dem Einstieg wirklich schwer getan habe.
Ich konnte mich dann aber auch relativ schnell daran gewöhnen und bin dann in den Lesefluss gekommen.
Die Atmosphäre war passend zu der Zeit und hat die Dinge auf den Punkt gebracht und nicht beschönigt. Aus jetziger Sicht würde man sagen, dass vieles dreckig und vulgär dargestellt wurde, aber es war eben genau so, wie man sich die Zeit vorstellt.

Insgesamt hat mir das Buch trotz meiner Startschwierigkeiten wirklich gut gefallen und gerade wegen der tollen Protagonistin habe ich es sehr gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 13.09.2023

tiefgründige Geschichte mit vielen Facetten

Vom Mond aus betrachtet, spielt das alles keine Rolle
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Inhalt
Sally hat das Gefühl in ihrem Leben nur eine Rolle zu spielen und nicht sie selbst zu sein. Sei es als Tochter, als Freundin oder als Schwester. Doch das ändert sich schlagartig, als ihre Mutter ...

Inhalt
Sally hat das Gefühl in ihrem Leben nur eine Rolle zu spielen und nicht sie selbst zu sein. Sei es als Tochter, als Freundin oder als Schwester. Doch das ändert sich schlagartig, als ihre Mutter ihrer Mitarbeiterin Leni anbietet, bei ihnen zu wohnen. Sally ist alles andere als begeistert von der Entscheidung, aber sich kann nichts daran ändern. Leni zieht ein und schnell merkt Sally, dass sie sich zu ihr hingezogen fühlt. Leni weckt Gefühle in ihr, die sie vorher nicht kannte. Sallys Welt wird auf den Kopf gestellt und sie steht zwischen ihren Gefühlen und ihrem Leben...

Meine Meinung
Ich habe schon ein paar Bücher von der Autorin gelesen und fand bislang immer, dass sie etwas einzigartiges und besonderes an sich haben. Daher hatte ich auch entsprechende Erwartungen an dieses Buch – und diese wurden auch erfüllt.

Die Handlung spielt an wenigen Tagen rund um Weihnachten und mitten im Corona-Lockdown. Daher konnte an sich auch nicht viel passieren, weshalb wir viele Einblicke in Sallys und Lenis Leben durch ihre Gedankengänge erfahren haben. Diese lassen tief blicken und sorgen für ein gutes Verständnis ihrer Situation. Weiterhin spielt auch Sallys Familie und deren Beziehungen untereinander eine wichtige Rolle in der Geschichte, was einen emotional mitreißt und die Neugier auf den Fortgang der Handlung anfacht.
Für viel Tiefe, Spannung und Gefühl sorgen in der Geschichte Themen wie erste Liebe, der Lockdown, Mutter-Kind-Beziehung und das Erwachsenwerden. Das Buch legt viel Wert darauf, dass die Themen ihren Raum bekommen, nachvollziehbar dargestellt werden und einen auch berühren. Das hat auch wunderbar geklappt und der Schwerpunkt wurde dadurch deutlich.
Ein kleiner Kritikpunkt meinerseits ist, dass ein paar Themen mir persönlich nicht genug kritisch eingeordnet werden. Sie werden erwähnt, weil es sich dabei um Laster der Protagonisten handelt, aber für einen Jugendroman fehlte mir da ein bisschen der kritische Blick drauf. Es wurde irgendwie als alltäglich dargestellt, wobei es sich in der jetzigen Zeit aber um ein brandaktuelles Thema handelt, wo man auch ein bisschen kritischer hätte einordnen können.
Ein bisschen schade fand ich, dass die Geschichte über eben an sich nicht viel passierte, weil der Schwerpunkt eben anders gewählt war, dadurch am Ende aber alles sehr schnell ging und in ein paar Kapitel abgehandelt war. Hier hätte ein bisschen mehr Input nicht geschadet.
Der aller letzte Teil war zwar nicht notwendig, aber hat mir persönlich sehr gut gefallen, weil er die Geschichte für mich noch einmal abgerundet hat und das Entwicklungspotenzial dadurch deutlich wurde.

Die Protagonisten fand ich wirklich großartig ausgestaltet. Sie waren alle sehr detailliert und individuell gezeichnet, hatten ihre Ecken und Kanten und ihre Eigenheiten. Sie waren alle wertvoll für die Geschichte und wenn nur eine Person gefehlt hätte, hätte sie nicht mehr funktioniert.

Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr zugesagt. Die Geschichte ließ sich flüssig lesen und der Tiefgang kam gut hervor. Ich wurde mitgerissen, berührt und konnte so in die Geschichte eintauchen. Die Gefühle und Emotionen wurden greifbar gemacht und konnten mich ebenfalls abholen.

Insgesamt ein toller Roman, den ich gerne gelesen habe, trotz zwei kleiner Schwächen.

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