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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2018

sehr berührend, bewegend und herzzereißend

Solange der Fluss uns trägt
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Inhalt
Cobb und Mary begegnen sich beim Kajakfahren auf dem Allagash River in der rauen Wildnis von Maine. Während sie die reißenden Stromschnellen des Flusses gemeinsam bezwingen, verlieben sich die beiden ...

Inhalt
Cobb und Mary begegnen sich beim Kajakfahren auf dem Allagash River in der rauen Wildnis von Maine. Während sie die reißenden Stromschnellen des Flusses gemeinsam bezwingen, verlieben sich die beiden ineinander. Sie spüren, dass sie zusammengehören, doch das Leben stellt ihre Liebe auf eine harte Probe. ...

Meine Meinung
Dies Buch ist einfach wirklich herzzerreißend und traurig. Man fühlt und leidet mit den Figuren, weil die Geschehnisse einfach so emotional dargestellt werden und auch die Atmosphäre passend zu den Ereignissen gestaltet ist.

Zunächst einmal finde ich das Cover einfach wunderschön. Es wurden so tolle Blautöne gewählt, die an einen ruhigen, gemütlichen Sommerabend erinnern, aber natürlich gleichzeitig die Kulisse und den Titel des Romans widerspiegeln. Man fühlt sich direkt eingeladen in eine romantische Geschichte einzutauchen.

Das Buch beginnt schon sehr erschreckend und traurig. Mit diesem Wissen startet man anschließend in die Handlung, weswegen man ständig, bei allem im Hinterkopf hat, was noch auf einen zukommt.

Anschließend punktet das Buch mit einer sehr liebevollen Darstellung des gemeinsamen Lebens von Cobb und Mary. Das ist einfach so süß und schön alles, das einem warm ums Herz wird. Zwischendurch mangelte es mir zwar ein bisschen an Cobbs Gefühlen. Er erfährt ziemlich traurige Dinge und da hatte mir so ein bisschen gefehlt, wie ihn das mitnimmt oder ähnliches. Das wurde leider manchmal ein bisschen neutral oder zu kurz beschrieben, was nicht so ganz in die Situation gepasst hatte. Das wurde aber von seinen Emotionen gegen Ende hin und von der alles überschattenden traurigen Atmosphäre wieder wettgemacht.

Die Handlung wird aus Sicht von Cobb erzählt. Im Mittelpunkt steht allerdings seine Wahrnehmung von Mary. Er selbst stellt sich dabei sehr in den Hintergrund, was aber wunderbar in die Geschichte und die Atmosphäre passt und somit sehr geschickt gemacht ist.

Mary ist eine wunderbare Person. Sie hat sehr liebenswerte Eigenarten, ist sehr intelligent und hat einen einzigartigen Blick auf die Welt. Das alles wird auch noch so wunderbar dargestellt, das man als Leser zum einen verstehen kann, warum Cobb sich so unsterblich in sie verliebt und man zum anderen man selbst Mary auch ins Herz schließt.
Ein kleines Goldstückchen sind auch die vielen witzigen Momente zwischen Mary und Cobb und ihre Vermutung, dass jeder ein Bär sein könnte.

Wie nicht anders zu erwarten, ist der Schreibstil sehr gefühlvoll und emotional. Auf jeder Seite spürt man Cobbs Liebe zu Mary und versteht einfach, was da zwischen ihnen passiert. Außerdem spürt man auch allein durch Cobbs Wahrnehmung von Mary, was sie fasziniert und was sie liebt. Außerdem wird Marys Verbindung zur Natur und Raben sehr anschaulich dargestellt. Mary erzählt viele Geschichten und Mythen, die wirklich faszinierend und sehr anschaulich wieder gegeben werden, sodass man selbst auch viel dazulernt.

Auch der Schauplatz des Romans ist natürlich wunderbar gewählt. Die Kulisse mit dem Fluss und den Wäldern prägt die Stimmung in dem Roman und unterstreicht Marys Persönlichkeit. Außerdem stellt er einfach den Rahmen des Romans da: dort wo alles begonnen hat und alles endet. Einfach fantastisch gemacht und wunderbar dargestellt.

Insgesamt ein sehr bewegender Roman, der kein Auge trocken lässt.

Veröffentlicht am 24.09.2018

Emotional, bewegend, fantastisch

Cinder & Ella
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Inhalt
Nach einem Autounfall ist nichts mehr so, wie es einmal war. Ella verliert ihre Mutter, musste mehrmals operiert werden und muss nun zu ihrem Vater und seiner neuen Familie ziehen, zu diesem sie ...

Inhalt
Nach einem Autounfall ist nichts mehr so, wie es einmal war. Ella verliert ihre Mutter, musste mehrmals operiert werden und muss nun zu ihrem Vater und seiner neuen Familie ziehen, zu diesem sie überhaupt keinen Kontakt hat. Die einzige Verbindung zu ihrem alten Leben sieht sie in Cinder, ihrem alten Chatfreund. Sie entschließt sich, den seit dem Unfall verlorengegangenen Kontakt wieder herzustellen und merkt, wie wichtig Cinder ihr ist und, dass er ihr mehr als nur Freundschaft bedeutet…

Meine Meinung
Ich bin einfach nur begeistert von diesem Buch! Es ist so gefühlvoll und emotionsgeladen geschrieben, dass man einfach nur in seinen Bann gezogen wird. Es hat einfach alles, was man sich nur von einem guten Buch wünschen kann und das genau in der richtigen Mischung. Es ist eine wundervolle und moderne Märchenadapation von „Cinderella“, die einen fesselt und völlig in die Geschichte eintauchen lässt.
Aber nun erst einmal der Reihe nach…

Das Cover ist wunderschön gestaltet und lässt aufgrund des Titels schon erahnen, dass es sich um eine Märchenadaption handeln könnte. Die rosa Blumen verleihen dem ganzen einen süßen und romantischen Touch und verleihen diesem ansonsten eher schlichten Cover das gewisse Etwas.

An die Handlung wird man langsam heran geführt, sodass man zunächst einen schönen Überblick über Ellas Leben erlangt. Doch anschließend überschlagen sich die Ereignisse und das Buch wird spannend und fesselnd. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, weil ich einfach wissen wollte, wie es weiter geht. Der Handlungsverlauf hat im Großen und Ganzen natürlich Ähnlichkeiten mit dem Märchen, die zwar nicht überdeutlich herausstechen, aber trotzdem für Cinderella-Liebhaber erkennbar sind und dem Ganzen einen tollen und wunderschönen Rahmen verleihen. Trotzdem sind Ellas Geschichte und die einzelnen Geschehnisse in dem Buch wieder so anders als „Cinderella“, dass man eine komplett neue Geschichte erlebt. Diese ist einfach so lebendig und hält zahlreiche unerwartete Wendungen bereit, weswegen man immer wieder aufs Neue von den Ereignissen überrascht wird.
Wie im Märchen ist auch in diesem Buch nicht alles „Friede, Freude Eierkuchen“, weshalb es auch sehr häufig ernste Töne anschlägt und auf schwierige Themen eingeht, die einen bewegen. Demgegenüber gibt es aber glücklicherweise Cinder, der es schafft nicht nur Ella, sondern auch einem selbst als Leser ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Daher hat das Buch genau die richtige Mischung von ernsten und humorvollen Momenten und lädt deshalb zum Lachen, Weinen und Schmunzeln ein.

Und nun zu diesen fantastischen Charakteren. Die Perspektiven in diesem Buch wechseln zwischen Ellas und der von Brian, einem Hollywoodschauspieler. Beide werden so facettenreich und lebendig dargestellt, weswegen man ein wirklich klares Bild von ihnen bekommt und man das Gefühl hat, sie schon ein ganzes Leben lang zu kennen. Ihre Gefühle und Absichten werden verständlich dargestellt, sodass man sich gut in sie einfühlen und mit ihnen mitfiebern konnte.
Ella ist keine Romanheldin, wie man sie sonst so kennt. Sie kämpft mit sich selbst und hat eine Stärke, die sie selbst gar nicht wahrnimmt oder wahrnehmen will. Sie ist einem auf Anhieb sympathisch und man wünscht ihr einfach nur das Beste.
Doch auch die vielen verschiedenen Nebenfiguren bringen noch einmal Schwung in die Handlung. Klar, sie sind jetzt nicht so detailliert ausgestaltet, wie die Hauptfiguren, aber dennoch wirken sie lebendig und man hat ein klares Bild von ihnen bekommen. Sie passen wunderbar in die Geschichte und man möchte sie einfach nicht missen – egal, ob, man sie nun ausstehen konnte oder nicht.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten und stellt die Geschehnisse nachvollziehbar und verständlich dar, sodass man der Handlung wunderbar folgen konnte. Außerdem punktet der Schreibstil durch eine emotionale und gefühlvolle Darstellungen der Ereignisse und Ellas Gefühlswelt. Er nimmt einen einfach mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt und lässt einen nicht mehr los. Auch die Atmosphäre des Buches ist einzigartig gestaltet und konnte mich in ihren Bann ziehen. Der Schreibstil ermöglicht einem einfach komplett in die Geschichte einzutauchen, weswegen man gar nicht mehr in die Realität zurück möchte.

Insgesamt also ein völlig überzeugendes Buch, mit einzigartigen Charakteren, einer fantastischen, bewegenden Handlung und einer wirklich bezaubernden und märchenhaften Geschichte, die meinetwegen noch hätte weiter gehen können, weil das Buch für mich einen ganz großen Wohlfühlfaktor hatte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Gefühl
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Geschichte
Veröffentlicht am 14.09.2018

Lesenswerter und toller Zusatz für alle Fans der Buchreihe

House-of-Night - Die Storys
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Achtung: Diese Rezension kann Spoiler zu der „House of Night“-Reihe und diesem Buch enthalten!

Inhalt
Dieses Buch umfasst die 4 Nebengeschichten zur „House of Night“-Reihe. In der ersten Geschichte geht ...

Achtung: Diese Rezension kann Spoiler zu der „House of Night“-Reihe und diesem Buch enthalten!

Inhalt
Dieses Buch umfasst die 4 Nebengeschichten zur „House of Night“-Reihe. In der ersten Geschichte geht es um den Schwestermeister Dragon Lankford, anschließend um die Pferdeliebhaberin Lenobia, danach um Kalon und zuletzt um Neferet. Alle Geschichten erzählen davon, wie die Figuren vor ihrem Vampyr-Dasein gelebt haben und, wie sie zu einem Vampyr – oder in Kalonas Fall zu Nxy Geliebten – wurden.

Meine Meinung
Zunächst einmal vorweg: es ist natürlich schwierig 4 Bücher gleichzeitig zu rezensieren, da alle doch sehr unterschiedlich sind und mir auch unterschiedlich gut gefallen haben. Daher schreibe ich kurz, wie mir das Gesamtpaket gefallen hat und anschließend gehe ich noch kurz auf die einzelnen Bücher ein.

Ich fand es wirklich schön, alle 4 Geschichten in einem Buch zu haben, da die Geschichten recht kurz sind und so habe ich sie nun alle zusammen in einem Buch.

Der Schreibstil hat mir durchweg gut gefallen. Er ist flüssig und einfach gehalten, hat sich aber trotzdem der Zeit angepasst, zu der die Geschichten jeweils spielten. Daher klang er manchmal ein bisschen altertümlich, aber das hat wunderbar zu der Geschichte gepasst und man konnte sich gut in die Zeit hineinversetzen.

Schön fand ich auch, dass vor jedem Kapitel eine schöne Zeichnung war, die zeigte, worum es in dem Kapitel geht bzw. was dort passieren wird. Diese Zeichnungen waren einfach wunderschön und hatten auch etwas Mysteriöses und bedrückendes an sich, was natürlich wunderbar zu den Büchern gepasst hatte. Einzig die Zeichnung aus der Kalona-Story fand ich nicht so toll. Diese waren nicht so weich gezeichnet, sondern eher hart und kantig. Das hat mir nicht so gut gefallen. Vor allem Nyx soll ja als Göttin auch eher kindlich sein und weiche Konturen haben. Da hätte ich mir eher die Zeichnungen aus den anderen Büchern gewünscht.

Dragons Schwur
Die Geschichte über den Schwertmeister fand ich wirklich schön. Sie beginnt schon recht spannend und fesselt einen daher von der ersten Seite an. Dennoch fand ich, dass hier Dragons Emotionen ein bisschen laff dargestellt werden. Schließlich hat er einen großen Verlust erlitten und da fand, ich da hätte noch ein bisschen mehr rüber kommen können. Auch als er sich verliebt hat, fand ich das ein bisschen Schade, dass hier beim mir als Leser nichts ankam.
Gut hat mir trotzdem gefallen, dass hier eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart stattgefunden hat. Die Geschichte beginnt in der Gegenwart und wechselt anschließend in die Vergangenheit, an die Dragon sich erinnert.
Außerdem fand ich es gut, dass die Perspektiven zwischen Dragon, Anastasia und dem „Bösewicht“ aus diesem Buch (die fand ich ein bisschen unnötig, da sie für mich keinen Mehrwert gebracht hatte) gewechselt haben und man so auch Anastasias Sicht der Dinge kennen lernt.
Würde ich dieses Buch einzeln bewerten, würde ich ihm 3,5 Sterne geben.

Lenobias Versprechen
Ich glaube diese Geschichte ist eine meiner liebsten aus dem Buch. Sie ist spannend und fesselnd, aber auch gleichzeitig ein bisschen dramatisch. Außerdem fand ich, dass hier Lenobias Gefühle viel besser dargestellt werden und bei einem auch was angekommen ist. Man konnte sich sehr gut in sie einfühlen und mit ihr mit fiebern. Ebenso fand ich es toll, dass man ein paar Abschnitte auch aus Sicht des Bischofs erleben durfte. Dieser unangenehme Zeitgenosse hat Spannung und pepp in die Geschichte gebracht und einem einen Schauer über den Rücken laufen lassen.
Würde ich dieses Buch einzeln bewerten, würde ich ihm 4,5 Sterne geben.

Kalonas Fall
Leider hat mir diese Geschichte nicht so gut gefallen. Ich finde, dass sie sich am Anfang gezogen hatte und generell etwas langatmig war. Das konnten die paar spannenden Momente leider auch nicht wett machen.
Dafür, dass es Kalonas Geschichte ist, hat man meiner Meinung nach doch recht wenig über ihn erfahren und das, was man erfahren hatte, das wusste man schon (Eifersucht, Neid und Wut). Man hat auch leider nichts von den Gefühlen zwischen Kalona und Nyx gemerkt, außer, dass es deutlich gesagt wurde, aber bei mir angekommen ist da leider nichts.
Schön fand ich wiederum, dass man viel über Nyx erfahren hat. Das hat mir richtig gut gefallen, da man aus den „House of Night“-Büchern sie nur als Göttin erlebt, aber hier erfährt man wie sie wirklich ist, wie sie denkt und handelt. Das hat die Geschichte für mich doch noch lesenswert gemacht.
Würde ich dieses Buch einzeln bewerten, würde ich ihm 2,5 Sterne geben.

Neferets Fluch
Neben „Lenobias Versprechen“ ist das hier meine andere liebste Geschichte aus dem Buch. Sie ist spannend und fesselnd, aber auch sehr emotional, dramatisch und erschreckend. Man lernt hier eine Neferet kennen, wie man sie aus der Buchreihe gar nicht kennt. Das fand ich wirklich faszinierend und damit hätte ich auch gar nicht gerechnet. Auch, wie die Handlung sich entwickelt hat, fand ich wirklich gut.
Würde ich dieses Buch einzeln bewerten, würde ich ihm 4,5 Sterne geben.


Insgesamt also ein lesenswertes Buch für alle „House of Night“-Fans, aber auch nicht zwingend notwendig. Meiner Meinung nach sollte man aber die „House of Night“-Reihe vorher gelesen haben, da man so die Zusammenhänge besser versteht.

Veröffentlicht am 13.09.2018

berührend, überraschend, emotional

One Small Thing – Eine fast perfekte Liebe
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Inhalt
Nach dem Beth’s Schwester Rachel bei einem Unfall ums Leben kam, sind ihre Eltern für Beth’s Geschmack viel zu überfürsorglich geworden. Sie fühlt sich eingesperrt und bevormundet. Um sich ein ...

Inhalt
Nach dem Beth’s Schwester Rachel bei einem Unfall ums Leben kam, sind ihre Eltern für Beth’s Geschmack viel zu überfürsorglich geworden. Sie fühlt sich eingesperrt und bevormundet. Um sich ein Stückchen Freiheit zu bewahren, schleicht sie sich heimlich auf eine Party. Dort trifft sie Chase, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Doch dann kommt ein Geheimnis ans Licht, wodurch Beth von ihrer Vergangenheit eingeholt wird…

Meine Meinung
Wie alle Bücher von Erin Watt, habe ich auch dieses hier regelrecht verschlungen. Ich fand es einfach wundervoll und wirklich berührend. Ich bin einfach total begeistert davon, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.

Zunächst einmal dieses wundervolle Cover des Buches! Es ist einfach so wunderschön gestaltet, dass ich es mir wahrscheinlich auch einfach so geholt hätte, wenn es nicht von Erin Watt gewesen wäre. Es ist einfach ein Eyecatcher und lässt schon erahnen, dass es wohl ein sehr emotionales Buch ist.

Die Handlung ist nachvollziehbar und verständlich dargestellt. Zudem punktet sie durch zahlreiche überraschende Momente und einer spannenden und emotionalen Darstellung der Ereignisse. Man möchte einfach die ganze Zeit wissen, wie es weitergeht und was noch alles passiert, sodass man einfach an das Buch gefesselt wird.
Außerdem muss ich sagen, dass mich die Handlung auch als solche überrascht hat. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, hatte ich mir schon ein ungefähres Bild davon gemacht, wo mit man rechnen könnte. Doch ich wurde positiv überrascht, denn die Handlung ist so vielseitig, hat viele verschiedene Facetten und behandelt neben der Liebe und Trauer, auch Themen wie Freundschaft, Familie und Mobbing.

Beth als Hauptfigur hat mir wirklich gut gefallen. Ihre Sicht auf die Dinge wird nachvollziehbar dargestellt, obwohl man nicht immer ihre Meinung teilt oder ihre Handlungen gutheißt - man versteht Beth einfach trotzdem. Nicht zuletzt liegt der Grund dafür einfach in der wirklich gefühlvollen und aufwühlenden Darstellung ihrer Ansichten. Es berührt einen einfach, wie sie fühlt und denkt. Daher kann man sich auch gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfiebern. Dass Beth selbst häufiger bei bestimmten Dingen hin und her gerissen ist und sich deswegen auch gedanklich damit auseinandersetzt, zeigt einem als Leser wunderbar auf, dass eben auch mehrere Perspektiven existieren. Dadurch kann man sich selbst wunderbare seine eigene Meinung dazu bilden, die häufig sich auch von Beth’s unterscheidet. Das hat mir wirklich gut gefallen, da man selbst auch zum Nachdenken animiert wird.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten. Wie schon mehrfach angedeutet, punktet er einfach damit, dass Beth’s Gefühle so authentisch und berührend dargestellt werden, dass wirklich was beim Leser ankommt und es einen einfach mitreißt. Das ist auch mit das Beste, was mir an diesem Buch gefallen hat.

Insgesamt also einfach ein toller neuer Roman von Erin Watt, der mich tief berühren und fesseln konnte.

Veröffentlicht am 04.09.2018

Witzig, Spritzig und überraschend anders

Muss es denn gleich für immer sein?
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Inhalt
Sylvie und Dan sind glücklich verheiratet, haben 2 Mädchen und führen ein glückliches und harmonisches Leben. Sie kennen sich in- und auswendig und wissen, was der jeweils andere sagen will, bevor ...

Inhalt
Sylvie und Dan sind glücklich verheiratet, haben 2 Mädchen und führen ein glückliches und harmonisches Leben. Sie kennen sich in- und auswendig und wissen, was der jeweils andere sagen will, bevor er es ausgesprochen hat. Nachdem ihnen jedoch ein Arzt prophezeit hat, dass sie aufgrund ihrer hohen Lebenserwartung noch 68 weitere Jahre verheiratet sein werden, ändert sich plötzlich alles schlagartig. Was sollen sie in der Zeit bloß alles machen ohne, dass es langweilig wird?

Meine Meinung
Dieses Buch ist genau so, wie man es von Sophie Kinsellas Romanen kennt und liebt (witzig, spritzig, komisch, spannend und fesselnd), aber trotzdem irgendwie anders und neu, denn es hatte auch einen ernsten Touch, der zum Nachdenken anregte.

Die Handlung ist von Anfang an spannend und fesselnd. Man wird in Sylvies Leben reingezogen und nicht mehr losgelassen. Es macht Spaß und ist unterhaltsam, ihr bei ihrem Alltag und ihren Gedanken zu folgen. Genau hier liegt natürlich Kinsellas „Erkennungsmerkmal“ (wenn man das so nennen kann): Die Gedanken von Sylvie sind in Kombination mit ihrer Handlungsweise einfach urkomisch und bringen einen zum Lachen. Vor allem ist es natürlich witzig (und total süß), wie sie über Dan denkt und ihn wahrnimmt (Stichwort: er ist total neinisch).
Außerdem hat mich persönlich die Handlung auch total überrascht. Es gab unerwartete Wendungen, es werden auch ernstere Themen angesprochen und gab auch traurige Momente. Das kannte ich so von Sophie Kinsella noch nicht, hat mir aber gut gefallen, da es einfach zu dem Buch und seiner Handlung gepasst hat.

Sylvie ist natürlich eine Hauptfigur, wie man sie aus anderen Büchern der Autorin kennt: Sie ist eine starke Frau, hat aber ihre Macken und irre witzige Gedanken. Außerdem sind Kinsellas Hauptfiguren dadurch gekennzeichnet, dass gleich von Anfang an klar ist, dass hier Entwicklungspotenzial vorhanden ist. Das ist auch hier der Fall, was mir sehr gut gefallen hat.
Schön fand ich, dass sie Sylvie in dem Fall schon eine gestandene Frau ist, die eine Familie hat und mit beiden Beinen fest im Leben steht. Das kannte ich so aus Kinsellas Büchern auch noch nicht, hat mich aber ebenfalls positiv überrascht, zumal ich zuerst dachte: Was soll dann noch groß passieren? Ich kenne nun die Antwort: Einiges, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hätte!

Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten und bringt alle Emotionen und Gefühle von Sylvie rüber. Sei es Wut, Liebe, Trauer (was mich natürlich überrascht hatte, da ich das auch noch nicht von Sophie Kinsella kannte), alles kommt beim Leser an, sodass man sich auch gut in sie hineinversetzen konnte. Vor allem aber ist das Buch natürlich auch wieder mit viel Humor, Witz und Charme geschrieben, sodass man sich das Schmunzeln auch nicht verkneifen kann.

Also insgesamt einfach ein toller Roman, bei dem man diesmal nicht nur vor Lachen vom Stuhl kippt, sondern sich auch mal ein Tränchen verdrücken muss und einfach gut unterhalten wird.