Abenteuer, Visionen und jede Menge Charme in Bildern
Jules VerneDieses Buch hat mich regelrecht ins All katapultiert – und das, obwohl ich beim Lesen gemütlich auf dem Sofa saß. Olivier Sauzereau, Wyllow und C. M. C. Di Naso haben hier nicht nur ein Stück Literaturgeschichte ...
Dieses Buch hat mich regelrecht ins All katapultiert – und das, obwohl ich beim Lesen gemütlich auf dem Sofa saß. Olivier Sauzereau, Wyllow und C. M. C. Di Naso haben hier nicht nur ein Stück Literaturgeschichte in Bilder gepackt, sondern auch jede Menge Herzblut und Humor zwischen die Seiten gezaubert.
Jules Verne wird nicht wie ein staubiges Denkmal präsentiert, sondern wie ein lebendiger Kerl mit Visionen, Träumen und einer ordentlichen Portion Sturheit. Die Zeichnungen sind ein Fest für die Augen – detailreich, stimmungsvoll und so abwechslungsreich, dass man fast vergisst, dass es „nur“ Papier ist.
Dazu die Mischung aus Comic, historischen Fotos und Hintergrundinfos – das fühlt sich an, als würde man in eine Zeitmaschine steigen. Besonders gefällt mir, wie nahbar der Mensch Jules Verne gezeigt wird, inklusive seiner kleinen Schwächen. Man spürt förmlich den Drang, Neues zu entdecken, Grenzen zu sprengen und über den Tellerrand hinauszuschauen.
Wer dachte, er kennt Verne schon, wird hier angenehm überrascht. Die Dialoge sind lebendig und oft mit einem Augenzwinkern versehen, sodass man nicht nur staunt, sondern auch schmunzelt. Jede Seite ist ein Abenteuer, das Lust macht, noch tiefer in seine Bücher einzutauchen.
Die Recherche ist gründlich, ohne trocken zu wirken – ein Spagat, den nicht viele schaffen. Dazu diese elegante Übersetzung von Ingrid Ickler, die den Ton perfekt trifft. Die Graphic Novel liest sich leicht weg, bleibt aber lange im Kopf.
Kurz gesagt: Ein visueller und inhaltlicher Leckerbissen, der zeigt, dass große Geschichten nicht nur mit Worten, sondern auch mit Bildern erzählt werden können. Wer sich auf diese Reise einlässt, kommt garantiert inspiriert zurück.