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Veröffentlicht am 13.06.2021

Der dritte Fall für Max Bischoff

Im Kopf des Mörders - Toter Schrei
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„Im Kopf des Mörders - Toter Schrei“ ist der dritte Band der „Max Bischoff“ Trilogie von Arno Strobel, deren Hauptprotagonist der Kommissar Max Bischoff ist.

!Achtung enthält Spoiler zu den Vorgängerbänden!

Die ...

„Im Kopf des Mörders - Toter Schrei“ ist der dritte Band der „Max Bischoff“ Trilogie von Arno Strobel, deren Hauptprotagonist der Kommissar Max Bischoff ist.

!Achtung enthält Spoiler zu den Vorgängerbänden!



Die Handlung des dritten Teils schließt nahtlos an die Handlung des zweiten Teils an. Max bleibt kaum Zeit sich vom letzten großen Fall zu erholen, da wird seine Schwester Kirsten entführt. Schnell wird klar der Entführer muss der Kerl sein, der Kirsten schon seit Wochen über Facebook belästigt und er kennt keine Gnade.

Ähnlich wie auch die Vorgängerbände steigt „Toter Schrei“ mit einer Szene, die unter die Haut geht, ein. Im Verlaufe der Handlung gibt es mehrere Kapitel aus der Sicht dieses Charakters und sie sind immer dann aufgetaucht, wenn ich nicht damit gerechnet habe. Hinzukommt das sie sich positiv auf die Spannung ausgewirkt haben, weil sie sehr detailliert geschrieben sind. Erneut sind diese Kapitel durch kursive Schrift gekennzeichnet und absolut nichts für zartbesaitete Leser.

Die Spannung ist ab der ersten Seite spürbar und steigert sich mit jedem weiteren Kapitel. Stellenwiese war es sogar so spannend, dass ich das Buch keine Sekunde aus der Hand legen konnte. Die Erzählung aus mehreren Sichten und die kurzen Kapitel unterstützen die Spannung zusätzlich. Die Polizeiarbeit nimmt im letzten Band einen ganz anderen Verlauf, was für eine Menge Überraschungen gesorgt hat.

Die Ausnahmesituation, mit der Max konfrontiert wird, zwingt ihn immer wieder dazu Entscheidungen zu treffen, die ihm alles andere als leichtfallen. Sie verändern ihn und so lernt der Leser eine Seite von Max kennen, die mich zum Nachdenken angeregt hat. Wie würde ich in solch einer Situation reagieren? War nur eine der vielen Fragen, die ich mir im Laufe der Geschichte gestellt habe. Max ist meiner Meinung nach unglaublich stark und dafür habe ich ihn bewundert.

Der Täter ist ein ganz besonderer Charakter. Für Max steht der Täter recht schnell fest. Mir war aber sofort klar, irgendwo muss Maxs Vermutungen einen Haken haben und ich hatte recht. Max Vermutung hat einen Haken, und zwar einen gewaltigen. Der wird aber zum Glück erst ganz zum Schluss aufgelöst und so büßt das Buch keine Spannung ein.

Natürlich lebt auch der letzte Teil der Trilogie von Arnos wundervollen Schreibstil. Die Wortwahl passt einfach perfekt zum Genre und so habe ich jede Seite genossen.

Fazit

Für mich ist „Toter Schrei“ der perfekte Abschluss der Max Bischoff Trilogie. Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 09.06.2021

Verschenktes Potenzial

B.C.
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„Ein riskantes Spiel“ ist der erste Band der B.C. Reihe von Jaliah J.. Das Buch erzählt die Geschichte von Mira, die ihre Mutter für ein Jahr nach Kanada begleitet, um dort am Campus der B.C. ein Auslandsstudienjahr ...

„Ein riskantes Spiel“ ist der erste Band der B.C. Reihe von Jaliah J.. Das Buch erzählt die Geschichte von Mira, die ihre Mutter für ein Jahr nach Kanada begleitet, um dort am Campus der B.C. ein Auslandsstudienjahr zu verbringen.

Bevor ich hier näher auf das Buch eingehe, möchte ich erwähnen, dass es mir sehr schwergefallen ist die Geschichte zu beenden. Etliche Male stand ich kurz davor einfach abzubrechen, weil mich die Handlung so überhaupt nicht packen konnte. Da es sich bei meinem Exemplar aber um ein Rezensionsexemplar handelt, habe ich das Buch beendet, weil ich sonst nicht in der Lage wäre eine Rezension zu schreiben.

Für mich muss eine Geschichte immer drei Kriterien erfüllen, damit ich sie als gute bezeichne. Die Handlung muss spannend sein und mich unterhalten. Es muss unterschiedliche Charaktere geben, die sich durch ihre erkennbaren Persönlichkeiten auszeichnen und der Rahmen [Schreibstil, Kapitellänge, Wortwahl, Erzählperspektive, etc.], in den die Geschichte eingebettet ist, muss mich ansprechen.

Die Handlung konnte mich leider zu keinem Zeitpunkt unterhalten, was in erster Linie an der gänzlich fehlenden Spannung lag, aber auch daran, dass die Geschichte bis zum Schluss keine nennenswerten Ereignisse zu erzählen hat. Stattdessen ist sie immer wieder in Klischees ertrunken und extrem vorhersehbar. Theoretisch endet das Buch mit einem Cliffhanger. Praktisch konnte mich dieses Ereignis kein bisschen vom Hocker reißen, weil ich so etwas in der Art bereits vermutet hatte.

Die Charaktere waren so flach und farblos, dass sie mir am Ende der Geschichte nur noch als einheitlicher Brei in Erinnerung geblieben sind. Normalerweise schreibe ich in meinen Rezensionen ein paar Sätze zu den Protagonisten. Bei Mira fällt mir das allerdings extrem schwer, weil ich bis zum Schluss keine Bindung zu ihr aufbauen konnte. Für mich gab es keine erkennbare Persönlichkeit, was sie in meinen Augen austauschbar macht. Etwas Schlimmeres gibt es für mich nicht.

Der Rahmen hat meiner Meinung nach eine ganz schlechte Qualität. Am schlimmsten ist der Schreibstil. Er ist kein bisschen flüssig und stellenweise hatte ich sogar das Gefühl die Autorin hätte einfach nur Wörter aneinandergereiht, ohne auf deren Sinnhaftigkeit zu achten. Die Kapitel waren für meinen Geschmack viel zu lang und die Wortwahl war entweder langweilig oder hat für mich nicht zur Handlung gepasst. Das Buch ist in der dritten Person geschrieben. Mal abgesehen davon, dass ich die dritte Person nicht mag, weil sie Distanz schafft, enthält der Text dank dieser Perspektive ein paar „Sie“ zu viel. Immer wenn mehr als eine Person in Erscheinung getreten ist, konnte ich sie spätestens nach zwei Sätzen nicht mehr auseinanderhalten.

Bei „Ein riskantes Spiel“ handelt es sich um einen Liebesroman. Bei diesem Genre bevorzuge ich Geschichten, die aus zwei Sichten erzählt werden. Leider wird die Geschichte nur aus der Sicht von Mira erzählt. Die Sicht des Mannes fehlt.

Die B.C. Reihe ist eine Trilogie. Ich werde die restlichen zwei Bände nicht lesen.

Fazit

Von mir bekommt das Buch 1,5 von 5 Sterne. Einen halben Stern für die Grundidee, die Potenzial hat, das aber leider kein bisschen ausgeschöpft wurde. Einen Stern für das wirklich schöne Cover, dass mich auf Anhieb angesprochen hat. Leider ist es für mich das einzig Positive am Buch. Ich kann das Buch nicht weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 08.06.2021

Die Vergangenheit schläft nicht

Dein böses Herz
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„Dein böses Herz“ ist der zweite Thriller des deutschen Autors Paul Buderath. In diesem Einzelband ermittelt Kommissarin Sandra Rehbein in einem sehr blutigen und brutalen Fall.

Sandra war mir auf Anhieb ...

„Dein böses Herz“ ist der zweite Thriller des deutschen Autors Paul Buderath. In diesem Einzelband ermittelt Kommissarin Sandra Rehbein in einem sehr blutigen und brutalen Fall.

Sandra war mir auf Anhieb sympathisch. Als Leiterin der Mordkommission trägt sie eine Menge Verantwortung, trotzdem ist sie stets bemüht eine gute Mutter zu sein. Die richtige Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu finden verlangt Sandra viel Kraft ab. In meinen Augen macht sie das zu einer starken und selbstbewussten Frau. Ich hätte mir keine bessere Ermittlerin für diesen Thriller vorstellen können.

Für mich muss ein guter Thriller so spannend sein, dass ich ihn keine Sekunde aus der Hand legen kann. Dem Autor ist das von der ersten Seite an gelungen. Allerdings bricht die Spannung etwa im letzten Drittel ein bisschen ein, weil meiner Meinung nach zu früh bekannt ist, wer der Täter ist. Gut gefallen hat mir die Auflösung des Kriminalfalls, die für mich logisch war.

Das Besondere an dem Kriminalfall war für mich die außergewöhnliche Mordmethode. Ich würde sie als blutig und brutal beschreiben und gebe ehrlich zu, dass ich ein Fan solcher Thriller bin. Das hier ist also ein Thriller ganz nach meinem Geschmack.

Das Buch wird aus unterschiedlichen Sichten erzählt. Der Schreibstil ließ sich flüssig lesen und die kurzen Kapitel hatten eine positive Auswirkung auf die Spannung.

Fazit

Paul Buderath ist mit „Dein böses Herz“ eine spannender Thriller gelungen, der mich hervorragend unterhalten hat und den ich gerne weiterempfehle. Ich gebe dem Buch 4,5 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 29.05.2021

Die verrückte Welt der mobilen Kommunikation

Nachrichten von Männern
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Ich hätte niemals gedacht, dass es ein Buch von Anika Decker gibt, dass mich so sehr zum Lachen bringt, dass ich Tränen in den Augen habe. „Nachrichten von Männern“ ist dies von der ersten Seite an gelungen. ...

Ich hätte niemals gedacht, dass es ein Buch von Anika Decker gibt, dass mich so sehr zum Lachen bringt, dass ich Tränen in den Augen habe. „Nachrichten von Männern“ ist dies von der ersten Seite an gelungen. Die bunte Sammlung von insgesamt 37 Nachrichtentypen konnte mich auf wundervolle Weise unterhalten.

Anika Decker und Katja Berlin ist mit diesem Werk ein Sachbuch gelungen, dass ich als humorvolles Nachschlagewerk, dass man nicht immer ernst nehmen darf, bezeichnen würde. Auf knapp 200 Seiten nehmen die zwei Autorinnen eine große Bandbreite an Nachrichten aus den unterschiedlichsten Quellen auseinander und analysieren sie. Dabei sind die Entschlüsselungen mal lustig, mal ein bisschen traurig oder auch mal ernst. Eine Gemeinsamkeit haben sie aber alle, sie sind mitten aus dem Leben gegriffen.

Meine Neugierde war geweckt, nachdem ich das Vorwort gelesen hatte. Das Thema Kommunikation hat mich bereits während meiner Schulzeit interessiert und Bücher, die an dieses Thema humorvoll herangehen, fand ich schon immer spannend. Ich habe dieses Buch komplett ohne Erwartungen gelesen und muss sagen, dass das eine sehr gute Entscheidung war.

Ich bin seit sieben Jahren glücklich vergeben. Kennengelernt haben wir uns während unserer Schulzeit. Meine Erfahrung in Sachen Kommunikation mit Männern beschränkt sich daher auf einen Mann. Ich bin ehrlich gesagt aber ganz dankbar, dass das so ist. Hätte ich auf diesem Gebiet mehr Erfahrung, hätte ich die meisten Nachrichtentypen wahrscheinlich mit anderen Augen gesehen. So konnte ich das Buch relativ objektiv betrachten und hatte dabei eine Menge Spaß.

Veröffentlicht am 13.05.2021

Liebe heilt alle Wunden

Trust My Heart - Golden-Campus-Trilogie, Band 1 (Prickelnde New-Adult-Romance auf der glamourösen Golden Isles Academy. Für alle Fans von KISS ME ONCE.)
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„Trust my Heart“ ist der erste Band der Golden Campus Trilogie von Lyla Payne. Das Buch ist 2021 im Ravensburger Verlag erschienen und erzählt die Geschichte von May und Felix. Für mich ist es das erst ...

„Trust my Heart“ ist der erste Band der Golden Campus Trilogie von Lyla Payne. Das Buch ist 2021 im Ravensburger Verlag erschienen und erzählt die Geschichte von May und Felix. Für mich ist es das erst Buch der Autorin.

May ist ein Protagonistin ganz nach meinem Geschmack. Etliche Schicksalsschläge haben sie zu einem starken Menschen gemacht, der für seine Träume kämpft. Ihr Verhalten und ihre Entscheidungen waren für mich stets nachvollziehbar. Sie war mir auf Anhieb sympathisch und am Schluss habe ich mich riesig gefreut als sie endlich ihr Happy End bekommt.

Felix hatte ich mir anders vorgestellt und ich muss leider sagen das er mir nur bedingt sympathisch war. Richtig enttäuscht war ich als er zum Ende der Geschichte eine Entscheidung trifft, die ich absolut nicht nachvollziehen konnte. Wenigsten sieht er gleich ein, das er einen Fehler gemacht hat. Trotzdem hat sein Verhalten meiner Sympathie einen gehörigen Dämpfer verpasst.

Vom Alter der beiden Protagonisten her, hätte ich das Buch im Genre Jugendbuch eingeordnet. Nachdem Lesen würde ich es aber eher als Liebesroman einstufen. Das Buch enthält nämlich mehrere Sexszenen, die detaillierter beschrieben wurden, als das bei einem Jugendbuch normalerweise der Fall ist.

Besonders positiv finde ich die Erzählung aus zwei Sichten. Der Leser bekommt die Chance die Gedanken beider Protagonisten mitzuerleben. Die deutsche Übersetzung von Lyla Paynes Schreibstiel ließ sich flüssig lesen und die Wortwahl ist meiner Meinung nach gut getroffen. Das Einzige was mich ein bisschen gestört hat, ist die Kapitellänge, die mir stellenweise zu lang war.

Fazit

Lyla Payne hat mit „Trust my Heart“ eine Geschichte geschrieben, in deren Mittelpunkt zwar eine Liebesgeschichte steht, die aber auch etliche andere wichtige Themen behandelt. Zusammen bilden all diese Themen ein Buch, das mich hervorragend unterhalten konnte. Der Autorin ist eine wundervolle Mischung aus Spannung und Gefühlen gelungen, die ich mit jeder Seite mehr genossen habe. Von mir bekommt das Buch 4,5 von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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