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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2022

Tage voller Freiheit und Abenteuer

Die Mittsommer-Bande
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In diesem Jahr darf Flo mit ihrer Familie ihre Brieffreundin Motte in Schweden besuchen. Sie freut sich sehr und hofft auf viele gemeinsame Abenteuer.

Schon das ganz bezaubernd gestaltete Cover lässt ...

In diesem Jahr darf Flo mit ihrer Familie ihre Brieffreundin Motte in Schweden besuchen. Sie freut sich sehr und hofft auf viele gemeinsame Abenteuer.

Schon das ganz bezaubernd gestaltete Cover lässt auf eine schöne Sommergeschichte schließen. Meine Erwartung dahingehend wurde erfüllt, auch wenn es in der Geschichte dann doch nicht immer so harmonisch zuging.

Die Protagonisten werden im Vorfeld kurz in Wort und Bild vorgestellt. Für die Porträts und die weiteren hübschen und detaillierten Illustrationen zeichnet sich Mila Marquis verantwortlich. Flo und Motte sind zwei sympathische und unternehmungslustige Mädchen, die jede Menge Ideen für ihre Ferien haben. Aber auch ihre Geschwister mochte ich gerne. Für eine besondere Wohlfühlatmosphäre sorgten Mottes Großeltern und das lag nicht nur an den kulinarischen Leckereien. Und heimlich still und leise hat sich Omelett, Mottes Ente, einen Platz in meinem Herzen erobert.

Corinna Wieja hat einen schönen und kindgerechten Schreibstil. Sehr gekonnt transportiert sie die jeweilige Stimmung. Eingestreute schwedische Begriffe sorgten aufgrund von Missverständnissen zu so manchem Lacher. Wer wusste vorher auch schon, dass kaka Kuchen bedeutet.

Am Ende des Buches finden wir dann noch Spiel- und Bastelanleitungen sowie leckere Rezepte.

Ein tolles Kinderbuch über Freundschaft, Konfliktlösungen, Kompromissbereitschaft und Naturschutz, welches ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 23.06.2022

Zurück in die Fünfziger

Frisch ermittelt: Der Fall Vera Malottke
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Mit „Der Fall Vera Malottke“ starten die Autorinnen Franke & Kuhnert eine neue Reihe und katapultieren den Leser zurück in die fünfziger Jahre.

Den Charakter der Martha Frisch finde ich nicht nur äußerst ...

Mit „Der Fall Vera Malottke“ starten die Autorinnen Franke & Kuhnert eine neue Reihe und katapultieren den Leser zurück in die fünfziger Jahre.

Den Charakter der Martha Frisch finde ich nicht nur äußerst sympathisch, sondern auch super gelungen. Die Witwe steht mit beiden Beinen im Leben, hat einen gesunden Menschenverstand und ein sehr großes Herz. Eben solche Sympathieträger sind ihre Enkelin, die Freundin und ihr (Noch-) Untermieter. Meinen ganzen Unmut hat sich hingegen der ermittelnde (oder eher nicht ermittelnde) Kommissar zugezogen. Aber erst so ein Gegenpol macht die Würze aus.

Kurze Kapitel bei ständig wechselnden Perspektiven und der sehr flüssig zu lesende Schreibstil ließen die Seiten nur so dahinfliegen.

Besonders gut hat mir dieser Fünfziger-Jahre-Flair gefallen, was zahlreiche Kindheitserinnerungen in mir geweckt hat. Kittelschürzen, Kopftücher, Petticoats, Schrebergärten und vieles mehr, ließen Bilder vor meinem inneren Auge auferstehen.

Ein unblutiger, aber spannender Krimi mit viel Zeitkolorit und einem überraschenden Ende, der mir sehr unterhaltsame Lesestunden beschert hat. Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 22.06.2022

Sommer, Sonne, Sankt Peter-Ording

Dünenleuchten
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Tanja Janz nimmt uns auch in diesem Roman wieder mit nach Sankt Peter-Ording. Ein Wohlfühlort nicht nur für die Autorin, sondern auch für Bente, die nach einem längeren Aufenthalt in den USA, einem Schicksalsschlag ...

Tanja Janz nimmt uns auch in diesem Roman wieder mit nach Sankt Peter-Ording. Ein Wohlfühlort nicht nur für die Autorin, sondern auch für Bente, die nach einem längeren Aufenthalt in den USA, einem Schicksalsschlag und der Trennung von ihrem Verlobten zurück in ihre Heimat kehrt.

Sowohl Bente als auch ihre Familie und Freunde sind sehr liebevoll und sympathisch dargestellt, so dass man gar nicht anders kann als sie zu mögen. Durch Bentes Arbeit in der Schutzstation am Westerhever Leuchtturm bekommt man einige Informationen zum Küsten-, Natur- und Artenschutz. Es gilt die vielen Touristen hierüber zu informieren und zu sensibilisieren. Aber auch die Liebe ist natürlich ein Thema.

Aufgrund des bildhaften Schreibstils hat es nicht lange gedauert und ich fühlte mich an die Nordsee versetzt, ließ meinen Blick über die Salzwiesen schweifen, hörte die Möwen schreien und sah das Meer in der Sonne glitzern.

Mit Dünenleuchten hat Tanja Janz einen weiteren Wohlfühlroman mit viel Sommer- und Urlaubsfeeling geschaffen. Mir hat er ein paar schöne Stunden bereitet.

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Veröffentlicht am 20.06.2022

Verbrechen in einer malerischen Umgebung

Späte Rache im Luberon
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Statt ein Wochenende mit seiner Freundin am Mittelmeer zu verbringen, muss Capitaine Malbec sich um einen Todesfall in einem abgelegenen Bergdorf kümmern. Dies ist bereits der dritte Fall mit dem Ermittler, ...

Statt ein Wochenende mit seiner Freundin am Mittelmeer zu verbringen, muss Capitaine Malbec sich um einen Todesfall in einem abgelegenen Bergdorf kümmern. Dies ist bereits der dritte Fall mit dem Ermittler, für mich war es die erste Begegnung mit ihm, aber gefehlt hat mir nichts.

Malbec weiß bei seinen Ermittlungen das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Auch wenn mir dieser Lebensstil sehr sympathisch ist, konnte ich mit dem Capitaine nicht wirklich warm werden. Ich fand es schön mit ihm die malerische Provence zu erkunden, über einen Wochenmarkt zu schlendern und eine Töpferei zu besuchen, aber das war es auch.

Viele Spuren führten zu möglichen Verdächtigen, verliefen letztendlich aber im Sand. Der wahre Grund war für mich in keiner Weise im Vorfeld absehbar.

Ein solider Krimi, der von mir 3,5 Sterne erhält. Ein Upgrade auf 4 Sterne bekommt das Buch für die bildhaften Beschreibungen von Land und Leuten sowie den kulinarischen Delikatessen der Provence.

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Veröffentlicht am 19.06.2022

Dramatische Spannung

Kaltherz
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Was für eine Horrorvorstellung für alle Eltern. Bei der Rückkehr zum Auto ist die fünfjährige Marie spurlos verschwunden. Kim Lansky übernimmt die Ermittlungen.

Mein erster Gedanke zu der Kommissarin ...

Was für eine Horrorvorstellung für alle Eltern. Bei der Rückkehr zum Auto ist die fünfjährige Marie spurlos verschwunden. Kim Lansky übernimmt die Ermittlungen.

Mein erster Gedanke zu der Kommissarin war: sie kann unmöglich bei der Polizei sei! Sie bewegt sich bei ihrer Vorgehensweise nicht nur am Rande der Legalität, sondern überschreitet eine Grenze nach der anderen. Ihre Devise ist „nicht Recht – Gerechtigkeit“! Auch wenn ich ihre Motivation teilweise nachvollziehen konnte, kann ich ihre Vorgehensweise nicht gutheißen.

Die Protagonisten sind divers, sehr stark und realistisch charakterisiert.

Den Schreibstil fand ich oberklasse, ein super Lesefluss! Kurze Kapitel und ständig wechselnde Perspektiven hielten die ganze Zeit die Spannung hoch. Es gab diverse Spuren und ich befand mich lange auf der falschen Fährte. Das Ende war überraschend, ließ aber keine Fragen offen.

Mich hat dieser Thriller so in den Bann gezogen, dass ich das Buch in einem Rutsch durchlesen musste. Für mich ganz klar ein Fünf-Sterne-Buch!

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