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Veröffentlicht am 03.08.2021

Eine Frau auf dem Weg nach oben

Das Auktionshaus (Die Auktionshausserie 1)
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Amelia Martin nimmt uns mit in das London Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Hier liegen Armut und Reichtum ganz dicht beieinander. Sarah Rosewell und ihre Familie kann sich gerade so über Wasser halten, ...

Amelia Martin nimmt uns mit in das London Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Hier liegen Armut und Reichtum ganz dicht beieinander. Sarah Rosewell und ihre Familie kann sich gerade so über Wasser halten, weil auch sie und ihre Mutter als Näherin zum Einkommen beitragen. Eines Tages bietet sich ihr die Chance, diesem Leben zu entkommen und sie ist gewillt, diese Chance zu nutzen.

Die Autorin hat ihre Protagonistin mit Schönheit, einem starken Willen, Güte und Intelligenz ausgestattet. Ich hätte mir für Sarah mehr Ecken und Kanten gewünscht, so ist ihre Persönlichkeit zu wenig facettenreich.

Wir bekommen einen sehr guten Einblick in das Leben der Menschen zur damaligen Zeit. Auf der einen Seite die meist kinderreichen Arbeiterfamilien, die trotz schwerer Schufterei kaum Aussicht auf ein besseres Leben haben. Auf der anderen Seite die Reichen und Adeligen, die ihr privilegiertes Leben als selbstverständlich hinnehmen. Erstaunlich schnell schafft Sarah mit Hilfe ihrer Förderin den Sprung von der einen in die andere Gesellschaft, dabei vergisst sie aber nie woher sie stammt.

Der für damalige Zeiten ungewöhnliche Werdegang machte die Geschichte interessant. Ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle allerding etwas mehr Tiefgang gewünscht. Insgesamt eine unterhaltsame Geschichte, die sich gut lesen lässt.

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Veröffentlicht am 02.08.2021

Viel mehr als ein Spielzeug

Arno und sein Pferd
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Arno hat ein kleines hölzernes Pferd, aber für ihn ist es viel mehr als nur ein Spielzeug. Hat er es doch von seinem geliebten und inzwischen verstorbenen Großvater bekommen. Kein Wunder, dass er alles ...

Arno hat ein kleines hölzernes Pferd, aber für ihn ist es viel mehr als nur ein Spielzeug. Hat er es doch von seinem geliebten und inzwischen verstorbenen Großvater bekommen. Kein Wunder, dass er alles dransetzt, um es wiederzufinden als es verschwunden ist.

In kurzen Texten in Reimform wird diese Geschichte über Verlust, Trauer und Verbundenheit erzählt. Unterstützt wird die Erzählung von den farbigen und großformatigen Illustrationen von Felicita Sala, die sehr detailreich sind. Gerade für die jüngeren Kinder sind sie ein gutes Mittel, der Geschichte zu folgen.

Empfohlen wird das Buch für Kinder ab 3 Jahren, das erscheint mir ein bisschen früh, um die Bedeutung zu verstehen. Aber das ist sicher von Kind zu Kind unterschiedlich. Gerade mit Hilfe der reichen Bebilderung kann das Thema Verlust auch mit den jüngeren Kindern besprochen werden.

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Veröffentlicht am 29.07.2021

Ein Buch, das mir nahe gegangen ist

Goldmädchen
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Mit „Goldmädchen“ gestattet uns Jennifer Iacopelli einen Blick hinter die Kulissen des Hochleistungssports zu werfen. Wir erfahren welche Qualen die Kunstturnerinnen seit Kindesbeinen auf sich nehmen, ...

Mit „Goldmädchen“ gestattet uns Jennifer Iacopelli einen Blick hinter die Kulissen des Hochleistungssports zu werfen. Wir erfahren welche Qualen die Kunstturnerinnen seit Kindesbeinen auf sich nehmen, um ihren großen Traum von Olympia, und möglichst einer Medaille, wahr werden zu lassen. Ganz zu schweigen von dem Raubbau an ihrem Körper und den möglicherweise lebenslangen Schäden. Audrey Lee ist hierfür ein gutes Beispiel. Sie hat sich nach einer krankheitsbedingten Auszeit wieder an die Weltspitze heran geturnt. Nun droht ihr großer Traum von Olympia zu platzen, weil der Trainer aufgrund von Missbrauchsvorwürfen verhaftet wurde.

Starke facettenreiche Charaktere, die sehr authentisch geschildert sind, sorgten bei mir für eine starke Anteilnahme. Konkurrenzdruck, der auch eine jahrelange Freundschaft belasten kann, Neid, aber auch der Zusammenhalt der Sportlerinnen weltweit wird von der Autorin sehr gut zum Leser transportiert.

Ganz wichtig finde ich, dass Missbrauch von Schutzbefohlenen thematisiert wird. Gerade im Sportbereich bietet sich für die Täter eine optimale Gelegenheit. Trainer sind für die Kinder und Jugendlichen Vertrauenspersonen und halten sich oft weit entfernt von ihren Eltern auf.

Für mich hätten es einige detailliert beschriebene Turnabfolgen weniger sein können und auch zu dem Prozess under Strafe für den Täter hätte ich mir noch eine Aussage gewünscht, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Insgesamt ist Jennifer Iacopelli ein berührender und fesselnder Roman zu diesem wichtigen und aktuellen Thema gelungen, den ich nur empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 22.07.2021

Perfider Rachefeldzug

SCHULD! SEID! IHR!
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Der zweite Fall für Kommissar Degenhardt kann durchaus ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Da es aber immer wieder Hinweise auf den ersten Fall gibt, ist es besser die Reihenfolge eizuhalten.

Zwei sehr ...

Der zweite Fall für Kommissar Degenhardt kann durchaus ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Da es aber immer wieder Hinweise auf den ersten Fall gibt, ist es besser die Reihenfolge eizuhalten.

Zwei sehr unterschiedliche Todesopfer geben den Ermittlern der Polizeiinspektion Nordheide einige Rätsel auf. Die bei ihnen aufgefundenen Tarotkarten deuten sowohl auf Mord als auch auf einen Zusammenhang hin. Aber welchen?

Michael Thode hat sich einen sehr interessanten Plot ausgedacht. Er wartet mit unerwarteten Wendungen auf, die mich wirklich überraschen konnten. Die Geschichte entwickelt sich zu Beginn etwas zögerlich, nimmt dann aber an Fahrt auf und an Spannung hat es wahrlich nicht gefehlt.

Der Kommissar Rolf Degenhardt ist ein interessanter Charakter, der einen eigenen Kopf hat. Mit der jungen Jana Liebisch hat er sich eine „unverbrauchte“ Ermittlerin an die Seite geholt, die noch nicht in eingefahrenen Bahnen denkt. Am interessantesten fand ich jedoch den Charakter des „Gehängten“ sowie seine Motivation für seine Taten.

Der flüssige Schreibstil, kurze Kapitel und wechselnde Perspektiven sorgen für einen kontinuierlichen Lesefluss.

Mich hat dieser Thriller begeistert und ich habe einen neuen Autor für mich entdeckt.

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Veröffentlicht am 21.07.2021

Das Buch war so gar nicht mein Fall

Pepe S. Fuchs - Schatzjäger
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Die zugrunde liegende Idee mit der Suche nach einem verschwundenen Goldzug, den es kurz vor Kriegsende gegeben haben soll, fand ich klasse. Aber leider entwickelte sich die Geschichte ganz anders als erwartet.

Mit ...

Die zugrunde liegende Idee mit der Suche nach einem verschwundenen Goldzug, den es kurz vor Kriegsende gegeben haben soll, fand ich klasse. Aber leider entwickelte sich die Geschichte ganz anders als erwartet.

Mit keiner der Personen konnte ich richtig warm werden, egal ob es sich um die Nazi-Schergen Mitte der vierziger Jahre handelte, oder um den geldgierigen Gorzka und seine Truppe, den nach wissenschaftlichem Erfolg suchenden Professor oder der durchgeknallten Isa. Selbst der Oberfeldwebel Pepe S. Fuchs konnte mich nicht überzeugen.

Eins haben einige der handelnden Personen gemeinsam: ein Menschenleben zählt für sie gar nichts. Und so wimmelt es in der Geschichte nur so von Leichen. Der in den Augen des Anführers kleinste Fehler kann dafür sorgen, dass man ins Jenseits befördert wird.

Mir war dieses Buch zu gewalttätig von fast allen Beteiligten und insgesamt zu martialisch.

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