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Veröffentlicht am 16.08.2021

Zu viel Gutgläubigkeit ist gar nicht gut

Ein Männlein liegt im Walde
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Ich habe mich sehr auf den nächsten Fall von Loretta und ihren Freunden gefreut und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Loretta und ich sind es ja schon gewohnt, dass sie über Leichen stolpert und ...

Ich habe mich sehr auf den nächsten Fall von Loretta und ihren Freunden gefreut und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Loretta und ich sind es ja schon gewohnt, dass sie über Leichen stolpert und sich dann auch gerne in die Ermittlungen einmischt. In diesem Fall aber ist sie quasi gezwungen, ihr ganzes detektivisches Vermögen einzusetzen. Warum verrate ich aber nicht.

Inzwischen sind mir Loretta und ihre Freunde richtig ans Herz gewachsen. Die Charaktere sind mit viel Liebe sehr authentisch gezeichnet. Ich mag es sehr wie sie sich immer gegenseitig helfen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ich vergleiche sie gerne mit den Musketieren: Einer für alle - alle für einen.

Der locker-leichte Schreibstil erleichtert den Lesefluss und die Seiten fliegen nur so dahin. Besonders mag ich die Sätze im Ruhrpott-Slang und die für die Region so typischen Ausdrücke.

Lotte Minck hat mit „Ein Männlein steht im Walde“ wieder eine spannende und humorvolle Ruhrpott-Krimödie geschrieben. Leider war auch in diesem Fall das Buch viel zu schnell gelesen.

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Veröffentlicht am 12.08.2021

Sehr starke Fortsetzung

Die Heimkehr der Störche (Die Gutsherrin-Saga 2)
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Es zeichnete sich schon zum Ende des ersten Bandes ab, dass sich Dora von Twardy zu einer starken Frau entwickelt hat. Jetzt nach den Kriegsjahren nimmt sie ihr Leben wieder in die Hand und lässt sich ...

Es zeichnete sich schon zum Ende des ersten Bandes ab, dass sich Dora von Twardy zu einer starken Frau entwickelt hat. Jetzt nach den Kriegsjahren nimmt sie ihr Leben wieder in die Hand und lässt sich auch von diversen Rückschlägen nicht von ihrem Weg abbringen. Sie verfolgt gegen alle Widerstände ihren Traum.

Theresia Graw hat in diesem Roman sehr gekonnt historische Ereignisse mit einer fiktiven Geschichte verwoben. Gerade die Einblicke in das Leben der aus Ostpreußen vertriebenen Menschen nach dem Krieg anhand verschiedener Charaktere fand ich interessant. Auch die Darstellung der Diskrepanz der Lebensumstände zwischen der Ostzone und dem restlichen Deutschland auch viele Jahre nach Kriegsende fand ich sehr eindrücklich wiedergegeben.

Der unkomplizierte Schreibstil ist gut zu lesen, weiß aber zu fesseln.

Mir hat dieser zweite Band der Saga besser gefallen als Band 1 und ich bin froh, dass ich nicht nach dem ersten Band aufgegeben habe.

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Veröffentlicht am 12.08.2021

Ein fantasievolles Reiseabenteuer

Auf fliegender Mission 4 - Malas geheime Insel
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Dies ist bereits der 4. Band der Abenteuerserie mit den drei Geschwistern Stella, Matteo und Hanna. Ergänzt wurde das Trio bisher mit dem fliegenden Teppich Kasimir und dem Tukan Kainu. Obwohl es für mich ...

Dies ist bereits der 4. Band der Abenteuerserie mit den drei Geschwistern Stella, Matteo und Hanna. Ergänzt wurde das Trio bisher mit dem fliegenden Teppich Kasimir und dem Tukan Kainu. Obwohl es für mich die erste Begegnung mit diesen Charakteren war, fiel mir der Einstieg leicht und ich hatte keinerlei Probleme mit dem Verständnis. Ein Grund hierfür war sicherlich auch das Kapitel „Was bislang geschah“ zu Beginn des Buches.

Die Charaktere sind sehr individuell und jeder trägt auf seine Art zur Erreichung des jeweiligen Ziels bei. Auffällig ist wie sehr die Individuen für einander eintreten und sich gegenseitig helfen. Eine schöne und wichtige Botschaft dieser Geschichte.

Der Schreibstil ist für mein Empfinden etwas anspruchsvoller und daher eher für geübtere Leser geeignet; entspricht aber der Altersempfehlung von etwa 8 Jahren.

Sehr schön sind auch die detaillierten Zeichnungen von Lidija Plestenjak.

Insgesamt ein spannendes Abenteuer voller Fantasie und Magie mit einem offenen Ende, das nach dem Fortsetzungsband verlangt.

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Veröffentlicht am 11.08.2021

Tierische Ermittler zum Verlieben

Die Lama-Gang. Mit Herz & Spucke 1: Ein Fall für alle Felle
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Was für eine Aufregung auf Gut Erlenbach! Zuerst zieht das dritte Lama dort ein und dann wird auf dem Gut noch eingebrochen. Für die drei Lamas Einstein, Petersilie und Vokuhila (ich finde diese Namensgebung ...

Was für eine Aufregung auf Gut Erlenbach! Zuerst zieht das dritte Lama dort ein und dann wird auf dem Gut noch eingebrochen. Für die drei Lamas Einstein, Petersilie und Vokuhila (ich finde diese Namensgebung schon so klasse) steht fest, dass sie ihren Hausmenschen helfen und den Fall aufklären wollen.

Ich habe mich sofort in diese drei liebenswerten Tiere verliebt. Dabei hat es mir der junge und noch etwas übermotivierte Vokuhila ganz besonders angetan. Die Namen sind super ausgewählt, denn sie passen hervorragend zu dem jeweiligen Charakter. Die schneeweiße Petersilie (eigentlich ein Alpaka und kein Lama) benimmt sich oft damenhaft und etwas eingebildet; Einstein ist cool und klug und der junge Vokuhila muss noch einiges lernen. Aber so unterschiedlich sie auch sind, so halten sie doch fest zusammen, wenn es drauf ankommt.

In einem unkomplizierten Schreibstil lässt Heike Eva Schmidt diese Lama-Gang ihren ersten Fall lösen. Es wird etwas chaotisch, ziemlich spannend und immer wieder sehr witzig. Die Autorin vermittelt Werte wie Zusammenhalt und Freundschaft, zeigt aber auch, dass man für Untaten nicht ungestraft davonkommen kann.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die vielen zauberhaften Illustrationen von Nicolai Renger, die mich ebenfalls hin und wieder zum Schmunzeln gebracht haben.

Ein herzerfrischender Kinderkrimi, der mich sehr gut unterhalten hat und Lust auf weitere Fälle dieser tierischen Ermittler-Gang macht.

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Veröffentlicht am 05.08.2021

Mehr Tiefgang als erwartet

Familie ist, wenn man trotzdem lacht
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Vom Klappentext her habe ich humorvolle und seichte Unterhaltung erwartet. In Sachen Humor wurde ich nicht enttäuscht, aber als seicht würde ich diese Geschichte nicht bezeichnen.

Für Familie Ruttmann ...

Vom Klappentext her habe ich humorvolle und seichte Unterhaltung erwartet. In Sachen Humor wurde ich nicht enttäuscht, aber als seicht würde ich diese Geschichte nicht bezeichnen.

Für Familie Ruttmann wird die bisherige Wohnung zu klein und sie sind auf der Suche nach einer größeren Bleibe. Sehr realistisch erzählt Wiebke Busch was einem so alles auf dem Wohnungsmarkt passieren kann. Nicht nur die Wohnraumknappheit, sondern auch die überhöhten Preise, gerade in den Großstädten, machen es für Familien schwer. Zieht man raus aufs Land muss man lange Anfahrzeiten zur Arbeit in Kauf nehmen und dann tummeln sich auch noch windige Typen und Betrüger in der Szene.

Aber die Wohnungsnot ist nicht das einzige aktuelle Thema. Die sympathische und herzensgute Flora wohnt nach dem Tod ihres Mannes allein in einer großen Villa mit einem weitläufigen Garten und fühlt sich sehr einsam. Außerdem reicht die Rente nicht, um das Anwesen in Schuss zu halten. Sowohl für sie als auch für die Familie Ruttmann ist in diesem Fall eine Mehrgenerationen-WG die Lösung.

Dann spielt die pragmatische Helen noch eine große Rolle in der Geschichte. Sie ist Steffi Ruttmanns beste Freundin seit Kindertagen. Die beiden ergänzen sich ziemlich gut. Und jeder, der eine Freundin wie Helen hat, kann sich glücklich schätzen. Obwohl sie selbst den Spagat zwischen Beruf und Kinderbetreuung vollziehen muss, ist sie stets für Steffi da.

Der locker-leichte und humorvolle Schreibstil sorgt für einen guten Lesefluss. Die unterschiedlichen Themen rund um die Wohnungssuche, Freundschaft, Isolation im Alter, Beziehungskrise und Aufdeckung eines Familiengeheimnisses sorgen außerdem für reichlich Abwechslung.

Mich hat die Geschichte angenehm überrascht und ich fühlte mich gut unterhalten.

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