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Veröffentlicht am 14.03.2020

Wenn ein einzelner Test deine komplette Zukunft bestimmt.

Blackcoat Rebellion - Das Los der Drei
1

Eher zufällig bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden, der Klappentext und Cover haben mich sofort angesprochen.

Sehr schnell wird man mit dem Setting und der Hintergrundgeschichte vertraut. Die ...

Eher zufällig bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden, der Klappentext und Cover haben mich sofort angesprochen.

Sehr schnell wird man mit dem Setting und der Hintergrundgeschichte vertraut. Die gnadenlose Gesellschaft ist gelungen dargestellt. Ein Test entscheidet über die Nützlichkeit für die Gesellschaft, das Ergebnis bestimmt wie man eingestuft wird und die entsprechende Zahl wird tätowiert. Die wachsende Hinterfragung des Systems war besonders gut in die Erzählung eingearbeitet. Stellenweise war das Buch unerwartet brutal, Szenen die unter die Haut gehen, obwohl sie nicht bis ins letzte Detail ausformuliert sind.

Kitty konnte ich leicht ins Herz schließen, obwohl mir ihre Entscheidung am Anfang bezüglich ihrer Zukunft nicht gefallen hat. Ihre Liebe mit Benjy war erfrischend anders, ein festes Pärchen zu Beginn der Geschichte, ohne "düstere" Geheimnisse. Auf der Basis sich gegenseitig zu beschützen werden viele Entscheidungen nachvollziehbar getroffen.

Auf die weiteren Charaktere einzugehen würde vielleicht schon etwas zu viel verraten, doch in dem Leben, welches Kitty angeboten wird, spielt jeder sein eigenes Spiel. In dieser untereinander kämpfenden Gesellschaft muss Kitty genau überlegen, auf wessen Worte sie vertraut und wessen Worte und Motive sie hinterfragen sollte. Zunehmend gewinnt die Geschichte an Spannung und endet in einem gelungen Showdown.

Insgesamt ein sehr gelungener Auftakt zu einer neuen Reihe. Auch wenn man nicht mit einem gemeinen Cliffhanger zurückgelassen wird, freue ich mich bereits auf die Fortsetzung. Band 2 "Blackcoat Rebellion - Die Bürde der Sieben" ist bereits für Ende Mai 2020 angedacht.

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Veröffentlicht am 11.03.2020

Four Dead Queens

Four Dead Queens
1

Dieses Buch habe ich auf meiner Wunschliste, seit ich das erste Mal beim Stöbern darüber gestolpert bin. Sowohl Cover als auch der Klappentext haben mich sofort angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht. ...

Dieses Buch habe ich auf meiner Wunschliste, seit ich das erste Mal beim Stöbern darüber gestolpert bin. Sowohl Cover als auch der Klappentext haben mich sofort angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht.
Gleich zum Einstieg wird man hervorragend abgeholt und bekommt vorweg eine sehr gute Erklärung zum Königreich, wie es aufgeteilt ist und welche Regeln für die Königinnen gültig sind. Die aufwendig gestaltete Karte ist eine schöne Ergänzung.
Obwohl das Setting nicht ganz einfach ist, hatte ich sofort eine bildreiche und klare Vorstellung. Die verschiedenen Regierungsbereiche spiegeln hervorragend das angedachte Schema. Gerne hätte die Autorin die ein oder andere Stelle noch mehr ausschmücken können, doch sie konzentriert sich auf das Wesentliche. Dies stellt jedoch keinen Makel dar, denn ich hatte dafür nie das Gefühl, dass auch nur eine einzige Szene unnötig ist, oder in die Länge gezogen wurde.
Die Kapitel wechseln und zeigen zum einen die Sicht von Keralie und zum anderen folgt man im Wechsel den verschiedenen Königinnen. Dieser Mix hat mir persönlich sehr gut gefallen, da so eine interessante Mischung zwischen Hofintrigen, dem Abenteuer auf der Straße und einer Kriminalgeschichte geschaffen wurde.
Keralie, die Taschendiebin, hat mich nicht so leicht erreicht. Viele ihrer Entscheidungen und Handlungen werden vorrangig mit egoistischen Begründungen untermauert, auch wenn man mehr dahinter erkennen kann. Viel lässt sich auf die langjährige, ungesunde Freundschaft mit Mackiel schieben, der Prozess der Entfremdung und die Hinterfragung sind gut umgesetzt.
Ein wenig Romantik kommt ebenfalls auf, doch ist diese nicht vorrangig. Da Varin einer eher "gefühlskalten" und schüchternen Bevölkerungsgruppe abgehört, sind es eher kurze, wenige Momente der Zweisamkeit.
Der Spannungsverlauf steigert sich stetig und man wird gekonnt in die Irre geführt und es gibt immer wieder unerwartete Wendungen. Die Ermittlungsgeschichte und die Suche nach den Hintergründen hat mir persönlich am besten gefallen.
Four Dead Queens ist ein Einzelband - eine sehr angenehme Abwechslung nicht mit einem fiesen Cliffhanger zurückgelassen zu werden sondern mit einer abgeschlossenen Geschichte. Leider bedeutet dies auch, die Welt von Quadara vorerst verlassen zu müssen.
Der Ideenreichtum von Astrid Scholte hat mich überzeugt und ich freue mich auf weitere Bücher aus ihrer Feder. Ein neuer Einzelband "The Vanishing Deep" ist Anfang März auf Englisch erschienen.

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Veröffentlicht am 06.03.2020

Cursed Kiss

Gods of Ivy Hall
0

Lange ist es mir nicht mehr so schwer gefallen mich in eine Protagonistin hineinzuversetzen.

Zumal ich immer das Gefühl hatte es mit zwei verschiedenen Charakteren zu tun zu haben. Zum einen ist da Erin ...

Lange ist es mir nicht mehr so schwer gefallen mich in eine Protagonistin hineinzuversetzen.

Zumal ich immer das Gefühl hatte es mit zwei verschiedenen Charakteren zu tun zu haben. Zum einen ist da Erin die dauernd am jammern ist, um jeden noch so hohen Preis ihre Schwester sehen will und dafür das Wohl anderer riskieren würde. Dann ist da die witzige, charmante Erin, sobald sie mit Arden im Dialog ist. In diesen Momenten war sie ein toller und sympathischer Charakter.

Arden hingegen mochte ich sehr. Es baut sich immer mehr ein Rätsel um ihn auf, dass in den Kapiteln aus seiner Perspektive weiter geschürt wird. Doch wie er Erin in seiner Gegenwart verwandelt machen richtig Spaß. Ich habe mich immer mehr auf Ardens Kapitel gefreut.


Nach dem ersten Drittel ist es einfacher geworden und es baut sich eine interessante Geschichte auf. Das zweite Drittel konnte mich endgültig abholen und mitreißen. Und das Ende .... Hat sich definitiv gelohnt.

Darum ist es schwierig eine Bewertung zu finden. Bis zur Hälfte war es eher bei drei Sternen hat sich aber dann sehr gesteigert.



Ich freue mich auf die Fortsetzung. Teil zwei "Gods of Ivy Hall - Lost Love" erscheint voraussichtlich im August 2020.


Katja Sallay ist nicht gerade meine liebste Sprecherin. Zu Erin passt ihre Stimme jedoch ziemlich gut. Besonders der jammernde Tonfall (zwar gut getroffen) ist etwas anstrengend zu lauschen. Die Stimmveränderungen für andere Charaktere lassen diese oft unsympathisch wirken.

Gerne hätte ich einen Sprecherwechsel für Ardens Part gehört. Doch muss ich zugestehen, dass in diesen Abschnitten mir der Tonfall und die Stimmlage von Katja Sallay wesentlich besser gefällt.

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Veröffentlicht am 04.03.2020

Bittersüße

Bittersüße
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Selten erschien mir ein Buchtitel passender als dieser. "Bittersüße" bringt die Geschichte zusammen auf ein Wort.
Sich zu Beginn auf Annika einzulassen ist mir leider etwas schwer gefallen. Zu gern möchte ...

Selten erschien mir ein Buchtitel passender als dieser. "Bittersüße" bringt die Geschichte zusammen auf ein Wort.
Sich zu Beginn auf Annika einzulassen ist mir leider etwas schwer gefallen. Zu gern möchte man ihre Fixierung auf Ben durchbrechen, hat doch jede Begegnung mit ihm einen bitteren Nachgeschmack. Doch schafft es Ben immer wieder Annika entsprechend zu beeinflussen. Diese Art der Beziehung nachzuvollziehen ist sehr schwierig, doch ist es in diesem Buch hervorragend dargestellt. Trotz der eindeutigen Rolle, die Ben in diesem Buch hat, bekommt er auch seinen Moment.

Annikas Weg sich zu lösen und ihre Gefühle zu hinterfragen hat mich überzeugt. Da sie es sich lange nicht eingesteht oder darüber mit ihren Freundinnen spricht ist es ein sehr langsamer Prozess.
Dagegen steht die Lovestory mit Patrick. Es ist einfach nur süß wie die beiden ihren Gefühlen ausweichen und doch dem anderen alles Glück gönnen. Ein paar mehr Momente der Zweisamkeit, die nicht von Gedanken an Ben überschattet werden hätten mir noch sehr gut gefallen.
Erotische Szenen werden zwar angedeutet, doch bleiben diese der Fantasie überlassen. Die Emotionen und Gedanken stehen deutlich im Vordergrund.

Der Schreibstil liest sich flüssig und man bekommt schnell eine tolle Vorstellung zum Setting. Man spürt, wie sehr diese Stadt der Autorin am Herzen liegt.

Dies war mein erstes Buch von Claudia Meimberg, doch sicher nicht mein letztes. Ich freue mich auf weitere ihrer Geschichten.

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Veröffentlicht am 04.03.2020

Vortex - der Tag, an dem die Welt zerriss

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss
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Dieses Buch hat mich sofort angesprochen, der Klappentext klang vielversprechend und auch das Cover ist ein Blickfang.
Das toll beschriebene Setting konnte ich mir sogleich vorstellen und die Geschichte ...

Dieses Buch hat mich sofort angesprochen, der Klappentext klang vielversprechend und auch das Cover ist ein Blickfang.
Das toll beschriebene Setting konnte ich mir sogleich vorstellen und die Geschichte hat mich von der ersten Seite an mitgerissen. Etwas schwierig empfand ich zu Beginn das Konzept der Vortexe im Ganzen zu verstehen, doch ergibt sich vieles nach und nach aus der Geschichte - gewollt verzögert.
Elaine wächst in einer Gesellschaft auf, die ihr von Anfang an ein Schwarz/Weiß Denken vermittelt. Die bösen Vermengten (genetisch mit einem Element verbundene Menschen) gegen unveränderte Menschen. Mir hat es sehr gefallen, dass Elaine nicht als offensichtlich rebellischer oder hinterfragender Charakter beginnt, sondern fest an ihre Gesellschaft glaubt. Daher ist sie eine ungewöhnliche Protagonistin, der es nicht leicht fällt, das indoktrinierte Denkschema sofort abzuschütteln, doch gerade dadurch wirkt sie besonders authentisch. Dieser Entwicklungsprozess ist großartig dargestellt. Nicht nur die bisherige Gesellschaft wird von Elaine nach und nach hinterfragt, auch unter den Vermengten gibt es sehr verschiedene Ansichten und Vorgehensweisen.
Elaine hat mich als Charakter überzeugt, die Nebencharaktere sind ebenfalls sehr gut ausgearbeitet. Motive und Beweggründe zum jeweiligen Verhalten werden gekonnt aufgezeigt.
Abgerundet wird die Geschichte durch eine gefühlvolle Annäherung - das Wort Liebesgeschichte ginge fast schon zu weit. Die Darstellung der zarten Gefühle und das wachsende Vertrauen zwischen Elaine und Bale sind etwas Besonderes.
Am Ende wird man zwar nicht mit einem unerträglichen Cliffhanger zurück gelassen, doch mit genug offenen Fragen um dem zweiten Band entgegen zu fiebern. Dieser soll im Herbst 2020 erscheinen. Ich bin sehr gespannt darauf.

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