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Veröffentlicht am 20.04.2025

Wiedersehen mit Sepia & Co.

Sepia 2: Sepia und die Verschwörung von Flohall
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Der zweite Teil der Tinten-Trilogie kommt meiner Meinung nach nicht ganz an den Auftakt ran - bietet aber auch wieder ein magisches und tintenspaßiges Abenteuer für Kinder ab 10.

Schon in Band eins haben ...

Der zweite Teil der Tinten-Trilogie kommt meiner Meinung nach nicht ganz an den Auftakt ran - bietet aber auch wieder ein magisches und tintenspaßiges Abenteuer für Kinder ab 10.

Schon in Band eins haben mich der sehr atmosphärisch-bildhafte Schreibstil der Autorin und die reichhaltige Phantasie bezaubert. Flohall ist eine trubelige Stadt in der Tintenwelt, in der es hinter jeder Ecke von Geheimnissen und magischen Wesen wimmelt. Die Konsequenz mit der die Idee einer Tintenwelt sowohl bei seinen Bewohnern aber auch bei allen anderen Dingen des Lebens umgesetzt wurde macht wirklich Spaß.

Auch Sepia und ihre Freunde sind ein tolles Trio. Aufgeweckt und mutig stellen sie sich der neuen Bedrohung. Dabei wird nicht zuletzt ihre Freundschaft auf die Probe gestellt. Die Spannung baut sich sehr langsam auf und es dauert etwas, bis die Handlung Fahrt aufnimmt - dann wird die Geschichte aber wieder sehr aufregend. Das Geheimnis um Sepia lüftet sich etwas, aber es gibt noch genug zu tun für einen hoffentlich gelungenen Abschluss der Trilogie.

Diesmal habe ich das Buch selbst gelesen - aber auch die Hörbuchversion des zweiten Bandes wurde wieder von Uve Teschner gelesen. Ein Sprecher den ich uneingeschränkt empfehlen kann und der mich bei Band 1 voll überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Reihenweise überraschende Wendungen

Ein ungezähmtes Tier
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Dieses Hörbuch hat mir sehr gut gefallen - Schicht für Schicht blättert hier der Lack von der angeblich heilen Welt ab und wir blicken in die Abgründe der Protagonisten.

Das Cover greift das Thema des ...

Dieses Hörbuch hat mir sehr gut gefallen - Schicht für Schicht blättert hier der Lack von der angeblich heilen Welt ab und wir blicken in die Abgründe der Protagonisten.

Das Cover greift das Thema des Buches wunderbar auf - sowohl grafisch als auch bezüglich der Wahl des Titels. Dieses ist wirklich sehr gelungen.

Die Geschichte zeichnet sich durch einen sehr ruhigen Erzählstil aus, der uns zunächst das wohlhabende Vorzeigepaar Sophie und Arpad sowie den Polizisten Greg und seine Frau Karine vorstellt. Schnell stellen wir fest, dass der Schein hier größer ist als das Sein und gekonnt nimmt der Autor uns mit in eine Geschichte voller menschlicher Abgründe. Neid und Eifersucht, Sehnsucht nach mehr, Obsession, kriminelle Machenschaften… die Anzahl der Themen ist vielseitig. Immer wenn man denkt, jetzt weiß man wie der Hase läuft, deckt der Autor wieder ein kleines Detail auf, das man nicht erwartet hat und das den Blick auf die Handlung und die Charaktere grundlegend verändert. So wird man Stück für Stück hinein gezogen in eine wunderbar vertrackte Kriminalgeschichte voller menschlicher Emotionen.

Das Hörbuch wurde wundervoll gelesen von Torben Kessler. Mit seiner schönen, tiefen Stimmfarbe liest er herrlich unaufgeregt und untermalt die Handlung von Joël Dickers Buch so absolut passend.

Etwas herausfordernd sind allerdings die zahlreichen Zeitsprünge. Es wird nicht chronologisch erzählt sondern springt vor und zurück in einem Zeitraum von 15 Jahren vor bis kurz nach dem Raubüberfall. Hier ist schon aufmerksames Hören gefragt, auch um die nach hinten raus immer häufigeren, überraschenden Enthüllungen nicht zu verpassen. Ist man darauf gefasst, macht das Hörbuch wirklich viel Spaß und kann absolut empfohlen werden.

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Eindrucksvoller, komplexer Roman

Frau im Mond
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An „Frau im Mond“ haben mich insbesondere die komplexe, gut recherchierte Handlung und die gut ausgearbeiteten Figuren überzeugt.

Filmemacherin Lilit begibt sich in diesem Roman auf die Suche nach ihren ...

An „Frau im Mond“ haben mich insbesondere die komplexe, gut recherchierte Handlung und die gut ausgearbeiteten Figuren überzeugt.

Filmemacherin Lilit begibt sich in diesem Roman auf die Suche nach ihren Wurzeln - ganz konkret versucht sie, mehr über ihre verstorbene Großmutter herauszufinden. Es ist eine Reise, in der wir uns von Montréal über Jordanien bis nach Armenien begeben. Mit im Gepäck allerhand große Themen, welche der Autor wunderbar stimmig zu einer vielschichtigen Geschichte verknüpft. So geht es um Herkunft und Familie aber auch um gesellschaftliche und wissenschaftliche Themen wie den Völkermord an den Armeniern und das Schicksal armenischer Waisenkinder, die Raumfahrt und in diesem Zusammenhang die Forschung der Lebanese Rocket Society, aber auch die wirtschaftliche Krise in Jordanien und die große Explosion im Beiruter Hafen 2020.

Der Stil des Autors hat mir super gefallen. Es ist aufgrund seiner Komplexität sicherlich kein einfaches Zwischendurch-Buch, lässt sich aber sehr flüssig lesen. Die Charaktere sind sympathisch, gut ausgearbeitet und es schwingt auch immer ein leiser Humor mit. Ich war immer wieder beeindruckt von der umfangreichen Recherchearbeit und den komplexen, geschilderten Lebensläufen, die bei einer Familiengeschichte ja auch immer miteinander verwoben sind, was hier einfach eindrucksvoll stimmig umgesetzt wurde.

So vereint der Roman spannende Themen, wissenswerte Informationen und eine unterhaltsame Familiengeschichte, die mir persönlich Lust auf weitere Bücher des Autors gemacht hat.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Spannungsbogen oft unterbrochen

Abwehr
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Von „Abwehr“ hatte ich mir einen spannungsgeladenen Wissenschaftsthriller erhofft - leider konnten meine Erwartungen nicht erfüllt werden.

Schon der Einstieg ist sehr zäh, es dauert ca. 17 Kapitel, bis ...

Von „Abwehr“ hatte ich mir einen spannungsgeladenen Wissenschaftsthriller erhofft - leider konnten meine Erwartungen nicht erfüllt werden.

Schon der Einstieg ist sehr zäh, es dauert ca. 17 Kapitel, bis es mal richtig mit dem Thema losgeht. Doch auch danach wird der Spannungsbogen immer wieder unterbrochen, indem sich die Charaktere weitschweifig über Theorien der Psychologie und Biologie austauschen: Mikrobiom, Gruppenzwang, die Meinungsbildung des einzelnen in der Masse, lebensverkürzende Faktoren… Grundsätzlich sind das natürlich spannende Themen und man konnte hier auch das ein oder andere an Wissen mitnehmen, aber für den Thriller war es in dieser Ausführlichkeit kontraproduktiv.

Und wenn ich all diese Lehrphasen herausnehme bleibt die Handlung dürftig, die Entscheidungen und Taten der Charaktere sind oft nicht nachvollziehbar oder wirken arg naiv, das Ende bleibt unbefriedigend.

Auch der Protagonist hat gleich zu Beginn einen schlechten Eindruck bei mir hinterlassen. Sein Blick auf die Frauen und seine ständige Erektion empfand ich als unangenehm. Insgesamt wird die Handlung immer mal wieder durch unpassende Sex- und unnötig brutale Schilderungen unterbrochen.

Der Sprecher des Hörbuchs hat eine sehr angenehme Stimmfarbe. Zwar hatte ich den Eindruck, dass eine etwas gekünstelte Dramatik mitschwang in der Art des Vorlesens, aber man kann ihm sehr gut folgen.

Vielleicht muss sich hier jeder selbst ein Urteil bilden, ich für meinen Teil kann es leider nicht empfehlen.

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Veröffentlicht am 02.04.2025

Auf den Spuren mythischer Wesen

Hidden Creatures (Band 1) - Das Einhorn vom Anbeginn der Zeit
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Dieses Buch ist ganz besonders und hat mir wirklich sehr gut gefallen. Das Einflechten persischer Mythologie in eine moderne Geschichte wurde toll umgesetzt.

Der gewaltvolle Tod ihres Vaters hinterlässt ...

Dieses Buch ist ganz besonders und hat mir wirklich sehr gut gefallen. Das Einflechten persischer Mythologie in eine moderne Geschichte wurde toll umgesetzt.

Der gewaltvolle Tod ihres Vaters hinterlässt die 15-jährige Marjan nicht nur mit Trauer und der Frage nach dessen Mörder sondern auch mit der Verantwortung für eine Tierartzpraxis. Schon bald stellt sie fest, dass ihr Vater ein geheimes Doppelleben führte und sie nun in seine Fußstapfen treten und sich um die Gesundheit mythischer Kreaturen kümmern soll.

Besonders gefallen haben mir die eingestreuten Kapitel, welche das passende Märchen zu den gerade vorkommenden Fabelwesen erzählen. So wurden Einhorn, Greif, Mantikor & Co. In den Kontext gesetzt und erzählerisch wunderbar mit der Handlung verknüpft. Im Verlauf des Buches habe ich gedacht, dass ein paar Illustrationen sehr schön gewesen wären. Insbesondere auch, da es als Kinder-/Jugendbuch veröffentlicht wurde. Die Alterseinstufung ab 12 sollte man vielleicht individuell prüfen. Es gibt sicherlich 12-jährige, die dieses Buch lieben werden, aber ich würde es für diese Altersklasse schon eher als anspruchsvoll kategorisieren. Auch weil es hier und da mal etwas grausam wird.

In Bezug auf den Spannungsbogen beginnt die Erzählung gediegen und nimmt hintenraus ordentlich an Fahrt auf. Man kann sich ja denken, dass die Existenz von Fabelwesen einige - nicht immer ganz uneigennützige - Begehrlichkeiten weckt. Gegen Ende fragt man sich tatsächlich, ob die ganzen offenen Fragen noch befriedigend beantwortet werden können.

Ich persönlich bin sowohl mit den Charakteren als auch mit dem Abschluss dieses ersten Bandes sehr zufrieden und freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung. Ich lag auf jeden Fall mit einigen meiner Vermutungen falsch - dem Autor ist es also sehr gut geglückt geheimnisvoll zu bleiben, was ich als großen Pluspunkt empfinde.

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