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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.01.2026

Wertvoll!

Starfish
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Ellie ist elf Jahre und muss sich täglich mit Bodyshaming und Mobbing auseinandersetzen, nicht nur in der Schule, sondern auch in der eigenen Familie. Mithilfe ihrer besten Freundinnen, ihrem Vater und ...

Ellie ist elf Jahre und muss sich täglich mit Bodyshaming und Mobbing auseinandersetzen, nicht nur in der Schule, sondern auch in der eigenen Familie. Mithilfe ihrer besten Freundinnen, ihrem Vater und ihrer Psychologin lernt Ellie sich gegen die anderen zu wehren und für sich selbst einzustehen. Ellie erkennt ihren wert, nimmt Raum ein und wird frei wie ein Seestern.

Starfish von Lisa Fipps ist ein unglaublich wertvolles Buch für Kinder, die bereits in jungen Jahren unter Mobbing von Mitschüler:innen oder der eigenen Familie leiden. Ellie muss das alles selbst durchmachen und teilweise war es wirklich schwer zu lesen, wie auch ihre Mutter in diese Kerbe einschlägt und Ellies Selbstwertgefühl ruiniert. Umso schöner waren eben jene Menschen, die Ellie nicht auf ihr Körpergewicht reduziert haben und für sie einstanden, wenn sie es (noch) nicht konnte. Starfish schafft es nicht nur, Ellies Selbstwertgefühl zu steigern und damit vielleicht auch Kindern, die ähnliches Erleben müssen, zu helfen, sondern bietet auch einen Perspektivwechsel für alle, die Ellies Perspektive nie selbst einnehmen mussten und öffnet auf diese Weise hoffentlich existierende Grenzen.

Durch die poetischen, kurzen Kapitel fliegt man unglaublich schnell durch die berührende Geschichte Ellies!

Veröffentlicht am 17.01.2026

Mathe im Alltag

Rechnen NERVT! – Mathe? Ohne mich! (Rechnen NERVT! 1)
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Rechnen NERVT! Mathe? Ohne mich! von Jens Schumacher knüpft nahtlos an seine Vorgänger „Lesen NEVT!“ an und bringt auf unterhaltsame Weise den kleinen Leser:innen nicht nur Zahlen und Rechnen näher, sondern ...

Rechnen NERVT! Mathe? Ohne mich! von Jens Schumacher knüpft nahtlos an seine Vorgänger „Lesen NEVT!“ an und bringt auf unterhaltsame Weise den kleinen Leser:innen nicht nur Zahlen und Rechnen näher, sondern zeigt auch, wie viel Mathematik in unserem alltäglichen Leben steckt und das Mathe durchaus Spaß machen kann.

Gemeinsam mit Konstantin und Karl-Kevin Kukerluk wird auf knapp 80 Seiten eine lustige Geschichte erzählt, die immer wieder mit kleinen Matherätseln gefüttert ist. Die Rätsel sind alle unterschiedlich aufgebaut, sodass verschiedene Ansätze von den Kindern erfordert werden und dennoch ist kein Rätsel besonders anspruchsvoll, sie fügen sich einfach perfekt in die Geschichte ein und motivieren dadurch zum Mitmachen. Besonders gefallen hat uns auch der Gastauftritt von Karoline Kneberwecht.

Rechnen NERVT! Mathe? Ohne mich! ist ein schönes Buch für Kinder ab sieben Jahren. Neben guter Unterhaltung und Mitmachrätseln überzeugen auch die farbenfrohen Zeichnungen des Illustrators Steffen Winkler.

Veröffentlicht am 16.01.2026

Blick in die Zukunft

Felix Green – Geisterseher und Geheimagent
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Felix Green hat eine ganz besondere Gabe, Dank seines verstorbenen Opas kann Felix in die Zukunft sehen und um diese Gabe in etwas positives zu verwandeln, versucht Felix die Menschen vor bevorstehenden ...

Felix Green hat eine ganz besondere Gabe, Dank seines verstorbenen Opas kann Felix in die Zukunft sehen und um diese Gabe in etwas positives zu verwandeln, versucht Felix die Menschen vor bevorstehenden Unglücken zu warnen. Doch statt Dankbarkeit erwarten Felix nur Vorwürfe, bis er auf Lydia trifft. Lydia bringt ihn an eine besondere Schule für Geisterseher und Traumweber. Doch die Schule wird von einem dunklen Geist bedroht. Kann Felix die Schule retten?

Geisterseher und Geheimagent ist der erste Band der Felix Green Reihe für Kinder ab zehn Jahren. Der altersgerechte Schreibstil nimmt einen direkt in Felix’ Welt mit und erschafft eine spannende und fesselnde Geschichte. Mir persönlich waren die Nebencharaktere etwas zu blass und auch die Welt selbst hätte an einigen Stellen etwas mehr Tiefgang haben dürfen. Mein Lesekind empfand die Geschichte hingegen super mitreißend und hat sich an meinen Kritikpunkten kaum gestört.

Daher ist Felix Green - Geisterseher und Geheimagent ein starker Reihenauftakt, der von Freundschaft, Mut, Vertrauen und Zusammenhalt erzählt und eine interessante Welt aufbaut, deren folgende Bände wir daher sicherlich weiterverfolgen werden.

Veröffentlicht am 31.12.2025

Blau oder Rot?

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Cara liegt im Koma und ihre beste Freundin Natalie Olsen kann sich nur an die Optik des Kerls erinnern, mit dem Cara am Abend zuvor verschwunden ist. Bald findet Natalie heraus, dass es sich um den neureichen ...

Cara liegt im Koma und ihre beste Freundin Natalie Olsen kann sich nur an die Optik des Kerls erinnern, mit dem Cara am Abend zuvor verschwunden ist. Bald findet Natalie heraus, dass es sich um den neureichen Unternehmer Geoffrey Rosenberg handelt. Natalie nimmt einen Job in Rosenbergs Villa an und muss bald um alles fürchten, was ihr lieb ist.

Der Boss - Ist er ein Monster oder ein Genie? von Iliana Xander überzeugt durch einen guten Schreibstil und kurzen Kapiteln, die dafür sorgen, dass man sehr schnell durch die Geschichte kommt. Diese konnte mich aus vielen Gründen jedoch weniger überzeugen.

Zu Beginn, das Buch war für mich eher ein Spannungsroman und weniger ein (PsychThriller. Das ist aber erstmal nur ein geringeres Problem, da ich beide Genres grundsätzlich gerne lese, stand ich dem Buch dennoch vollkommen offen gegenüber. Schade war für mich jedoch, dass sich der Plot der Geschichte eigentlich sehr, sehr schnell ergibt, es dadurch super langweilig wurde und ich nur in der Hoffnung auf Überraschungen weitergelesen habe. Ja, am Ende gab es etwas, womit ich auf diese Weise nicht gerechnet hatte, aber das konnte mich wenig begeistern, während der Frust über den Rest der Geschichte überwiegt, weil sie eben sehr vorhersehbar war und dabei nicht durch besondere Charaktere oder interessante Perspektiven/Gedanken Interesse aufgewertet wurde. Im Gegenteil, Natalie als (Haupt-)Perspektive empfand ich als sehr anstrengend, ihre Handlungen waren teilweise abstrus und mir fehlte die Logik dahinter. Deswegen konnte mich Der Boss am Ende leider nicht von sich überzeugen.

Veröffentlicht am 31.12.2025

Gefangen in Rostskogen

Rostiges Grab
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Leo Asker steht kurz vor einer Beförderung, bei der sie endlich die Abteilung für verlorene Seelen verlassen könnte. Doch dann kommt es zu einem grausamen Fund, der einen alten Cold Case wieder ins rollen ...

Leo Asker steht kurz vor einer Beförderung, bei der sie endlich die Abteilung für verlorene Seelen verlassen könnte. Doch dann kommt es zu einem grausamen Fund, der einen alten Cold Case wieder ins rollen bringt und ausgerechnet ihr zugespielt wird. Ein Fall, der ihrer Beförderung im Weg stehen könnte.

Vor zehn Jahren wurde Elena bestialisch ermordet, ein Finger entnommen und sie wurde in einer verlassenen Fabrik zurückgelegt. Ihr Mann wurde des Mordes verdächtigt, doch nie gefunden. Nun taucht ihr Finger wieder auf und stürzt einen ganzen Ort ins Chaos.

Rostiges Grab von Anders de la Motte ist der dritte Teil der Reihe um die Ermittlerin Leonore ‚Leo’ Asker und dem Urban Explorer Martin Hill. Nachdem mir der zweite Band nicht mehr so gut gefallen hat, aber ich noch durch den ersten Band sehr angetan vom Schreibstil des Autoren war, musste ich auch diesem Teil eine Chance geben und ich wurde zu keiner Zeit enttäuscht.

Der Start ins Buch fällt super leicht, Verbindungen und Beziehungen der einzelnen Figuren werden durch Rückblenden, Gedanken und Dialoge schnell wieder ins Gedächtnis gerufen, sodass man schnell wieder ein Gefühl für die Charaktere bekommt. Der dritte Teil lässt sich zwar als Einzelband lesen, weil der Fall in sich abgeschlossen ist, empfehlenswert ist es dennoch, wenn man die Vorgänger kennt und damit vor allem Leo Asker und ihre Familienverhältnisse besser einordnen kann.

Die kurzen Kapitel aus verschiedenen Perspektiven und auf verschiedenen Zeitebenen konnten mich schnell von sich einnehmen, vor allem die Perspektive des Graumädchens konnte eine düstere Atmosphäre erschaffen. Insgesamt trägt der Fall und das Setting des Rostskogen zu einer düsteren Atmosphäre bei, die im ganzen Buch standhält und einen durch die Geschichte trägt. Einzelne Stränge fand ich weniger spannend, weil ich Überraschungen erwartet hatte, sondern viel mehr durch die unglaubliche Atmosphäre die geschaffen wurde.

Leonore Asker bleibt mir als Ermittlerin weiterhin sympathisch. Nicht weil sie super freundlich ist, sondern weil sie mit einer interessanten Art und moralischen Werten auftrumpfen kann. Martin Hills Perspektive fand ich dieses Mal sehr anstrengend, was das Buch nicht schlechter gemacht hat, sondern lediglich ihn als Figur nerviger.

Das Ende von Rostiges Grab hatte dann nochmal einen netten Twist, der unglaubliche Lust auf die Fortsetzung macht! Für mich das bisher beste Buch aus der Reihe und daher eine klare Empfehlung!