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Veröffentlicht am 07.06.2021

Wer löst das Zahlenrätsel?

Der Kryptologe
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In der Kanalisation unter der Semperoper in Dresden wird eine vermisste Frau tot aufgefunden. An ihrer Leiche befinden sich Zahlenkombinationen. Ein Fall für den Kryptologen Arne Stiller, der das Zahlenrätsel ...

In der Kanalisation unter der Semperoper in Dresden wird eine vermisste Frau tot aufgefunden. An ihrer Leiche befinden sich Zahlenkombinationen. Ein Fall für den Kryptologen Arne Stiller, der das Zahlenrätsel schnell lösen muss, um die noch vermisste Tochter Liliana aus den Fängen des Psychopathen befreien zu können.

Der Kryptologe ist der erste Teil um die Thriller-Reihe des Dresdner Kryptologen Arne Stiller. Am 3. August erscheint mit Die Chiffre bereits der zweite Teil.

Elias Hallers Schreibstil lässt sich schnell und flüssig lesen. Die kurzen Kapitel und der Perspektivwechsel sorgen für einen umfassenden Blick über das Geschehen.

Arne Stiller ist nach einjähriger Suspendierung wieder Teil des Ermittlungsteams in Dresden. Seine Suspendierung und sein „Glaube“ an JALTA SINN zeigen sehr schnell, dass Stiller nicht ungerne aneckt.

Interessanter als Arne Stiller ist für mich aber seine Kollegin Inge Allhammer. Allhammer ist eine ältere Dame, der in der Kripo ein erhöhter Alkoholkonsum nachgesagt wird und die deswegen äußerst selten zum Einsatz kommt. Im Verbund mit Stiller wird sie aber zu einer guten Ermittlerin, die sich selbst zu keiner Zeit zu ernst nimmt und für den ein oder anderen Spruch zu haben ist. Ich hoffe, dass auch sie in den folgenden Teilen eine große Rolle spielen wird!

Die Ermittlungen sind detailliert erzählt und man kann als Leser bis zum Schluss miträtseln. Ich persönlich hätte mir bei den Zahlenkombinationen sowohl etwas komplexeres als auch deutlich mehr gewünscht. Da hatte ich, gerade aufgrund des Fokus‘ den das Buch darauflegt, mir etwas mehr von versprochen. Dennoch ist dieses Buch ein gelungener Start.

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Veröffentlicht am 07.06.2021

Gelungener Auftakt!

Der Federmann
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Ein Mörder treibt sein Unwesen in Berlin. Er hinterlässt eine Frauenleiche, deren blonden Haare abgeschnitten und verschwunden sind, und einen toten Vogel.

Nils Trojan beginnt in diesem Fall zu ermitteln ...

Ein Mörder treibt sein Unwesen in Berlin. Er hinterlässt eine Frauenleiche, deren blonden Haare abgeschnitten und verschwunden sind, und einen toten Vogel.

Nils Trojan beginnt in diesem Fall zu ermitteln und schon bald findet sich eine weitere tote Frau, die dem gleichen Mörder zum Opfer fiel.

Der Federmann ist der erste Teil einer Reihe um den Berliner Kommissar Nils Trojan. Max Bentow schreibt spannend und fesselnd. So war ich sehr schnell mitten im Geschehen und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die kurzen Kapitel und Perspektivwechsel haben auch ihren Teil dazu beigetragen.

Mit Nils Trojan hat Max Bentow einen Kommissar erschaffen, der vollkommen nahbar wirkt. Sein Erscheinungsbild, seine Probleme, seine Wünsche – all das könnte auch auf den Mann von nebenan zutreffen. Nils Trojan würde nicht – wie viele andere Kommissare aus Thrillern – aus der Masse ausbrechen, sondern in und mit ihr untergehen. Dieser Aspekt macht Trojan zu einem absoluten Sympathieträger.

Der Federmann ist für mich ein interessanter Grundgedanke, leider hat sich sein Verhalten für mich nicht komplett „erklärt“. Das schließt auch an meinem einzigen (aber recht großen) Kritikpunkt an. Für mich könnte das Buch deutlich mehr Tiefgang haben. Die Charaktere sind mir zu oberflächlich gezeichnet (auch mit dem Wissen, dass es der erste Teil einer Reihe ist). Man hätte an vielen Stellen deutlich detaillierter Schreiben können, so sind die Tage leider deutlich zu schnell vergangen.

Dennoch ist Der Federmann für mich ein super Start und ich freue mich schon auf weitere Teile mit Nils Trojan.

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Veröffentlicht am 21.05.2021

Highlight der Reihe

Die Hornisse (Tom-Babylon-Serie 3)
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Brad Galloway ist ein internationaler Rockstar, der in Berlin ein Konzert vor über 22.000 Fans gibt. Auf der Bühne bekommt Galloway einen Umschlag überreicht, dessen Inhalt ihn erstarren lässt. Am nächsten ...

Brad Galloway ist ein internationaler Rockstar, der in Berlin ein Konzert vor über 22.000 Fans gibt. Auf der Bühne bekommt Galloway einen Umschlag überreicht, dessen Inhalt ihn erstarren lässt. Am nächsten Tag wird seine Leiche im Gästehaus der Polizei gefunden.
Tom Babylon und Sita Johanns beginnen die Ermittlungen und beginnen eine Reise in die Vergangenheit, auf der Suche nach der „Hornisse“.

Mit Hornisse veröffentlicht der Autor Marc Raabe den dritten Teil der Reihe, um das Ermittlerduo Tom Babylon und Dr. Sita Johanns. Das Beachten der Reihenfolge würde ich jedem empfehlen!

Marc Raabes Schreibstil ist packend wie immer, mit der ersten Seite befindet man sich direkt im Geschehen und auch die Charaktere kann man sich sehr gut vorstellen. Ihre Verhaltensweisen sind nicht immer nachzuvollziehen, aber absolut stimmig.
Der Thriller wechselt, wie auch seine Vorgänger, die Perspektive und die Zeitebenen.

Durch Zeitangaben und verschiedene Schreibarten, die Vergangenheit ist kursiv gedruckt, wird den Lesenden nicht nur inhaltlich, sondern auch visuell die Zeit klar. Für mich hat der Wechsel daher keinerlei Probleme dargestellt.

Tom Babylon arbeitet beim LKA Berlin und vermisst seine kleine Schwester Viola, die im Alter von zehn Jahren spurlos verschwunden ist. Die Suche nach ihr hält weiterhin an, obwohl er als Vater und Ehemann mittlerweile auch privat sehr eingespannt ist.

Ich stehe Babylon immer noch skeptisch gegenüber, seine Vergangenheit ist tragisch, aber dennoch erwarte ich mir von ihm langsam eine Entwicklung in der Persönlichkeit und somit eine Verhaltensänderung in manchen Belangen. Das Hoffen auf diese Entwicklung ist für mich aber auch jedes Mal ein Anreiz den nächsten Teil zu lesen.

Dr. Sita Johanns steht Tom Babylon auch dieses Mal wieder bei den Ermittlungen zur Seite. Johanns ist für mich die absolute Sympathieträgerin in der Reihe, sie hat ein gutes Gespür und ist ein wichtiger Bestandteil des Ermittlerteams.

Der Galloway-Fall ist für mich sehr spannend dargestellt. Wer die Reihe kennt, der kann erahnen, worauf es am Ende hinausläuft und dennoch schafft es Marc Raabe, dass ich mit jeder Seite mitfiebert habe und gespannt auf die Umsetzung war. Für mich eine absolute Meisterleistung! Der Part der Vergangenheit war zudem der bisher spannendste und ich fand die Emotionen die damals (1989) geherrscht haben müssen, sehr gut umschrieben!

Dennoch muss ich leider wieder kritisieren, dass es am Ende wieder darauf hinausläuft, dass alles miteinander zusammenhängt. Ziehe ich dann noch die ganzen Verbindungen der ersten zwei Teile in Betracht, dann möchte man fast meinen, dass es keine Menschen außerhalb des LKA Berlins gibt. Als Einzelband hätte ich mich damit noch anfreunden können, mit den Vorgängern wird es aber langsam zu viel und ich hoffe, dass der nächste Teil nicht eine weitere Verbindung zum Vorschein bringt.

Das Ende lässt einen gespannt auf den nächsten Teil warten!

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Veröffentlicht am 17.05.2021

Das Spiel konnte mich leider nicht überzeugen!

Das Spiel – Es geht um Dein Leben
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Zufällig erkennt die 17-jährige Mavie, dass sie einen leuchtenden Skorpion auf ihrer Haut trägt. Doch wie kommt dieser dorthin und was hat er zu bedeuten?

In Bozen treffen sich die Ermittler Inga Björk ...

Zufällig erkennt die 17-jährige Mavie, dass sie einen leuchtenden Skorpion auf ihrer Haut trägt. Doch wie kommt dieser dorthin und was hat er zu bedeuten?

In Bozen treffen sich die Ermittler Inga Björk du Christian Brand, um die Ermittlungen zu einem grausamen Fall aufzunehmen. Auch hier spielt der Skorpion eine tragende Rolle, der das grausame Spiel erahnen lässt.

Das Spiel – Es geht um dein Leben ist der erste Teil der Reihe um die Ermittler Inga Björk und Christian Brand. Am 26. Juli erscheint mit Die Nacht – wirst du morgen noch Leben? der zweite Teil.

Leider konnte mich dieses Buch nicht vollkommen überzeugen. Der Klappentext hat mich begeistert, der Schreibstil leider nicht. Der ständige Perspektivwechsel ist für mich meistens ein absoluter Pluspunkt, in diesem Fall war das nicht der Fall. Das liegt vor allem daran, dass man nicht nur die Perspektive, den Ort und die Zeit wechselt, sondern auch die Storyline. Man erkennt zwar, dass die Story am Ende zusammenlaufen wird, aber man hat keine Zeit, um mit einer Person wirklich warm zu werden. Das hat bei mir auch dafür gesorgt, dass ich keine Unterschiede in den Charakteren wahrgenommen habe und somit keinerlei Verbindung zu ihnen aufbauen konnte. Ebenso werden nach über der Hälfte des Buches noch weitere Perspektiven/Charaktere eingeführt, dessen Sicht es (für mich) nicht mehr gebraucht hätte.

Inhaltlich – Taten und Motive – war das wirklich eine interessante Story, aber das Buch konnte mich einfach nicht in den Bann reißen.

Eine weitere Frage wirft für mich der Klappentext auf „Zur gleichen Zeit übernehmen die Ermittler Inga Björk und Christian Brand den Fall einer brutal im Wald ermordeten Joggerin“. Ich habe die beiden in keinem Zusammenhang mit der Joggerin gesehen.

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Veröffentlicht am 17.05.2021

Grandioses Ermittlerduo

Todesurteil
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Die zehnjährige Clara taucht ein Jahr nach ihrem Verschwinden plötzlich ihn Wien auf. Die Ermittler müssen erkennen, dass Claras Rücken mit den Motiven von Dantes „Inferno“ tätowiert wurde und stellen ...

Die zehnjährige Clara taucht ein Jahr nach ihrem Verschwinden plötzlich ihn Wien auf. Die Ermittler müssen erkennen, dass Claras Rücken mit den Motiven von Dantes „Inferno“ tätowiert wurde und stellen Verbindungen zu anderen Kindesmorden her.

In Wiesbaden findet sich währenddessen Sabine Nemez in der Akademie des BKA ein und wird unter der Leitung von Maarten S. Sneijder, zusammen mit vier weiteren Kandidaten, zur Profilerin ausgebildet. Nemez entdeckt Zusammenhänge zwischen den ungeklärten Fällen, die Sneijder seinen Schülern vorstellt, dessen Spur nach Wien führt.

Todesurteil ist der zweite Teil der Todes-Reihe von Andreas Gruber. Die Teile lassen sich auch einzeln lesen, wer allerdings gerne die Entwicklung der einzelnen Personen durchlebt und ihre Beziehung besser verstehen möchte, dem würde ich empfehlen, das erste Buch vorher zu lesen.

Sabine Nemez ist die neue Schülerin an der Akademie des BKA. Als ehemalige Kripoermittlerin hat sie zu Beginn einen schweren Stand an der Akademie. Ihre Art „mit dem Kopf durch die Wand“ verleitet mich manchmal zu einem Kopfschütteln und es bleibt – wie im ersten Teil – dabei, dass ich mit Sabine Nemez nicht die größten Sympathien hege. Trotzdem interessiert mich ihre Entwicklung, denn Charaktere müssen einem nicht sympathisch sein, damit sie gut geschrieben sind und das trifft für mich auf Sabine Nemez zu.
Maarten S. Sneijder ist unnahbar und niemand, mit dem man sich gerne anlegt und obwohl er offensichtlich unsympathischer geschrieben wurde als Sabine Nemez, hat Sneijder meine Sympathien. Denn er ist nicht nur der unsympathische Eigenbrödler, sondern gerade in der Kombination mit Sabine Nemez eine interessante Persönlichkeit. Sabine Nemez und Maarten S. Sneijders Dialoge bringen mich immer wieder zum Schmunzeln und die Beziehung der beiden lässt auch erahnen, warum Sneijder so ist, wie er ist. Seine Entwicklung im Laufe der Reihe empfinde ich als besonders spannend.

Auch die weiteren Charaktere in Todesurteil sind gut beschrieben. Besonders Nemez‘ Mitschüler und das Ehepaar Dietz empfand ich als interessante und tolle Charaktere.

Andreas Grubers Schreibstil ist wie immer hervorragend lebhaft. Der ständige Perspektiv- und Örtlichkeitswechsel sorgt für eine schwungvolle Geschichte. Der Spannungsbogen war durchgehend hoch und bis zuletzt waren mir die Zusammenhänge der Fälle nicht ganz klar, auch wenn die Täter für mich nicht ganz so überraschend kamen.

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